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Rezensionen verfasst von
Sven van Yth (Hannover)

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The Beauty of Decay
The Beauty of Decay
Preis: EUR 24,84

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Runder Retro-Elektro, 17. Oktober 2010
Rezension bezieht sich auf: The Beauty of Decay (Audio CD)
Was mir leider in den letzten Jahren selten passiert ist, ist doch mal wieder geschehen: Nach nur drei Schnuppertiteln war ich derart überzeugt, daß ich sogleich das gesamte Album bestellen mußte. Das Werk präsentiert 11 melancholisch-schöne Elektrotitel nebst Intro, verpackt in einem Digipak, dessen Booklet die Erscheinung mit zur Musik passenden und mit Liedtextschnipseln garnierten Photos abrundet.

Die Titel selbst schweben und leben durch analoge wie digitale Synthietöne, erinnern klanglich an frühe OMD-Stücke oder auch an Client, und bieten träumerische, in der Summe recht schwermütig-leichte Klanggeschichten. Trotz manchmal treibender Rhythmen zwar selten tanzbar, schmiegen sie sich jedoch ins Ohr, bieten ausgefeilte und abwechslungsreiche Klänge und lassen gebannt lauschen. Dazu kommt noch ein hoher Wiedererkennungswert, also kein Einheitsbrei.

Schade nur, daß die Texte nicht im Booklet abgedruckt sind.

Jedem, der etwas mit Retro-Elektro, Elektro-Pop oder New Wave anfangen kann, ist dringend empfohlen, mal reinzuhören!


Modellbahn Handbuch Spur N: Ein Führer durch Modellangebote und Modellbauoptionen im Maßstab 1:160
Modellbahn Handbuch Spur N: Ein Führer durch Modellangebote und Modellbauoptionen im Maßstab 1:160
von Gunnar Selbmann
  Broschiert
Preis: EUR 5,00

12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Eine gelungene Marktübersicht, 4. März 2009
Leider ist der Buchtitel etwas zu hoch gegriffen, denn für ein "Handbuch (für) Spur N" bietet das Buch zu wenig Hintergrundinformationen, Tips und Tricks. Der Buchuntertitel ist da doch der bessere Hinweis: 'Führer durch Modellangebote'. Und genau das tut es: Es zeigt mit vielen bunten Bildern die Marktlage.

In klar gegliederten Kapiteln wird das aktuelle und vergangene Marktangebot von Schienen und Weichen, Oberleitungen, Signalen, und natürlich Loks und Wagen abgeklopft und schön illustriert, ab und an auch mit passenden Tabellen garniert (wobei bei den Tabellen auch für dieses Buch irrelevante mit dabei sind, die eigentlich in ein Buch zum Anlagenbau selbst gehören). Während bei den Waggons für die zahlreichen, durchgehend farbigen Photos auf einheitlichen Seitenblick Wert gelegt wurde, sind die Loks zumeist von schräg vorn zu sehen. Leider wurde hier die Perspektive nicht vereinheitlicht, was den optischen Vergleich gleicher Baureihen unterschiedlicher Hersteller erschwert. Der gerade bei Personenwagen interessante Höhenvergleich findet sich nur in sehr wenigen Photos, in der Regel sind sie anbieterrein.
Auch das Angebot von Vorbildern unserer Nachbarländer findet seinen Raum, Vorbilder von jenseits des Kanals oder gar des "großen Teiches" werden dagegen ausgespart.

Herauszustellen ist das erste Kapitel, das die wichtigsten Hersteller mit ihrer Geschichte bezüglich Spur N vorstellt. Dabei werden auch qualitative Entwicklungen angerissen.

Alles in allem handelt es sich um ein Buch, das eine Marktübersicht zu allem, was direkt mit dem rollenden Material zusammenhängt, schafft. Nicht weniger, kaum mehr. Wenn man eine aktuelle Marktübersicht sucht, ist man mit diesem Buch also gut beraten. Für alles andere kommt man um das Buch "Modellbahn auf Spur N" von Michael Erkelenz (ISBN 978-3870945893) nicht herum.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Apr 5, 2014 9:34 PM MEST


Das Kamasutra: Mit Umzeichnungen von indischen Miniaturen des 18. und 19. Jahrhunderts
Das Kamasutra: Mit Umzeichnungen von indischen Miniaturen des 18. und 19. Jahrhunderts
von Vātsyāyana
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 4,95

153 von 156 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Schöne Ausgabe!, 31. Oktober 2006
Das Kamasutra - Ein hochinteressantes Liebeslehrbuch aus dem 3. Jahrhundert.

Die vorliegende Ausgabe, basierend auf der Übersetzung von Klaus Mylius, hat eine schön handliche Taschenbuchgröße und wartet (wie die ganze erotische Buchserie des Verlages) mit einem blutroten Ledereinband und goldener Schrift auf. Und es steht dem Buch wirklich gut zu Gesicht.

Wer sich im Vorfeld nicht über den Inhalt des Buches informiert hat, der wird, wie auch die Rezensionen zu anderen Ausgaben vermuten und bestätigen, irritiert bis enttäuscht sein, aber anders als andere sehe ich darin keinen Grund zur Abwertung des Buches. Das Kamasutra ist eben nicht das Handbuch für unmögliche Verrenkungen beim Sex, wie leider die westliche Grundmeinung ist, im Gegenteil: von den etwa 300 Seiten beschäftigen sich ganze 6(!) mit den reinen Stellungen; der Rest beschäftigt sich mit den anderen Themen der Liebe, patriarchat-typisch meist (aber nicht immer) aus männlicher Sicht: die wichtigen Kenntnisse in Bildung und Kunst, um wen man werben sollte und wie, der Weg zur Hochzeit, die Spielarten des Umarmens und Küssens, welche körperlichen und charakterlichen Typen am Besten zusammenpassen, wie man eine verheiratete Frau zum Ehebruch verführt und dergleichen mehr. Selbst leichter Sadomasochismus und homosexuelle Praktiken werden ohne falsche Scham behandelt.

Vieles aus dem Buch ist auch heute noch anwendbar, anderes natürlich dagegen nicht mehr (eine potentielle Braut unter Ermordung ihrer Brüder und Freunde zu entführen, dürfte heute nicht sonderlich von Erfolg gekrönt sein), aber insbesondere geschichtlich ist das Werk sehr interessant und zeigt die Moralvorstellungen des Indiens vor 1800 Jahren. Bemerkenswert dabei ist, daß sich der Autor Mallanaga Vatsyayana um eine wissenschaftliche Sicht bemüht und unterschiedliche Ansichten aus anderen Werken zu gleichem Thema vorstellt und diskutiert.

Abgerundet wird das Buch durch ein Glossar, das die nicht übersetzten Begriffe verständlich erklärt.

Lediglich die zwölf Illustrationen schmälern ein wenig den Gesamteindruck, da sie etwas wahllos im Buch verteilt sind und nur eine Alibifunktion zu haben scheinen.

Wer also ein Buch mit vielen Bildern sucht, der sollte lieber zu den (in der Regel stark textgekürzten) großformatigen Hochglanzausgaben greifen; hier geht es um den Text.

Wer sich hingegen für die indische Kultur, alte Texte, Geschichte oder auch für ein paar Tips im Umgang mit anderen Menschen interessiert, der ist mit diesem Buch wirklich gut bedient. Vor allem für den Preis!


Tom Clancy's Splinter Cell - Pandora Tomorrow
Tom Clancy's Splinter Cell - Pandora Tomorrow
Wird angeboten von Ihr-Heimkino-
Preis: EUR 42,95

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Hier bietet sich dem Würfelspieler ein gar feines Spielchen., 10. Januar 2005
Wen die typische öde Rahmenhandlung (Amerikanischer Geheimdienst muß mal wieder die Welt retten) nicht gleich abschreckt, dem eröffnet sich hier ein feines, wenngleich nicht perfektes Spielchen.
So schleicht man sich als Agent durch die Dunkelheit, anstatt sich, wie üblich, den Weg stumpfsinnig freizuballern. Nein, hier kommt es auch auf Beobachtung und Timing an, um möglichst ohne entdeckt zu werden an den Feinden vorbeizukommen oder diese zu beseitigen. Dabei können sogar Dosen, Flaschen oder Pfiffe zur Ablenkung eingesetzt werden. Die Umgebungen sind dabei relativ abwechslungsreich und hübsch gestaltet, die KI der NPC sehr ordentlich. Sehr schön umgesetzt sind die Unterhaltungen der NPC und es macht Spaß, diese zu belauschen. Schade, daß sie nur getriggert sind, aber man kann ja nicht alles haben :-)
Gut umgesetzt ist auch die Unruhe der Waffenhand. So kann es durchaus sein, daß man mit der Pistole mehrfach danebenschießt, obwohl das Fadenkreuz genau ausgerichtet ist. Ein Umschalten auf Laserzielpunkt offenbart dann das Problem. Doch vorsicht, Gegner können den Laserpunkt auch sehen! Genauso verhält es sich beim Snipern, wo man allerdings für wenige Sekunden die Luft anhalten kann, um die Waffe ruhig zu halten. Toll umgesetzt! Und Freunde des Sniperns erhalten viel Gelegenheit zum Luftanhalten.
Aber natürlich habe ich auch wieder ein wenig zu mäkeln. So ist das Spiel zum Beispiel sehr linear. Sehr selten gibt es alternative Wege, die allerdings wirklich nur einen kleinen Ausflug erlauben. Außerdem gibt es eigentlich viel zu viele Stellen der absoluten Dunkelheit. Zur Erklärung: Befindet man sich an einem Ort absoluter Dunkelheit (abzulesen am Lichtmesser), so kann man nicht gesehen werden, selbst wenn jemand direkt vor einem steht. Und dieser Orte gibt es, wie gesagt, zu viele. Direkt neben Lichtkegeln der Stadtbeleuchtung, in der großen Halle des Flughafens von LA, in erleuchteten Büroräumen, einfach überall kann man sich praktisch unsichtbar machen. Das führt relativ oft zu unfreiwilliger Komik. Dazu kommen leider noch diverse Try&Error-Passagen, dank denen man einen Abschnitt gerne 10mal und öfter spielen kann, inklusive der kompletten akustischen Abschnittsbeschreibung vorweg *nerv* ("Wer ist dein Vorgesetzter?" - "Jones" - "Jones wer?" - "Ed Jones"). Und was mich etwas verwundert hat war, daß das Nachtsichtgerät praktisch nur in einem Level unbrauchbar ist, da man dort von Gewitterblitzen geblendet wird. Dachte immer, daß helle Lichtquellen generell die Sicht überstrahlen, aber da ich noch nie so ein Ding aufhatte ist das nur so eine Vermutung...
Trotzalledem macht das Spiel aber wirklich Spaß, solange es dauert. Mein absoluter Lieblingslevel ist übrigens die Zugfahrt Paris-Nizza. Zugsurfen erster Güte ;-)


Handbuch der Allgemeinen Chemie
Handbuch der Allgemeinen Chemie
Wird angeboten von Music-CD-Connect-recordStore_Germany
Preis: EUR 23,90

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mach mal Pause, 8. Januar 2005
Rezension bezieht sich auf: Handbuch der Allgemeinen Chemie (Audio CD)
Rosenfels ist die ideale Band zum Ausruhen, Einschlafen oder Kuscheln. Und das ist absolut nicht negativ gemeint. Wunderschöne Klavier- und Gesangsmelodien, durchsetzt mit stimmig gesetzten Streicher- oder Synthesizerparts, schmeicheln den Zuhörer und lassen ihn innehalten vom Alltagsstreß, ohne dabei kitschig zu werden.
"Handbuch der allgemeinen Chemie" zählt zu meinen absoluten Lieblings-CDs und kann szeneübergreifend wirklich jedem zumindest zum Reinhören empfohlen werden.


Vol. 2-Winter's Song
Vol. 2-Winter's Song
Wird angeboten von hang-loose-records
Preis: EUR 19,42

4.0 von 5 Sternen Die zweite gelungene Excelsis-CD, 8. Januar 2005
Rezension bezieht sich auf: Vol. 2-Winter's Song (Audio CD)
Der zweite Teil der Samplerreihe schwarzer Weihnacht zeigt sich wesentlich freundlicher, lockerer und fröhlicher als Teil 1 (Excelsis - A Dark Noel).
Auch hier interpretieren amerikanische Gothic-Bands Weihnachtslieder neu und bringen sie so dem schwarzberockten Hörer näher. Diesmal sind mit London After Midnight und den Crüxshadows auch hierzulande wesentlich bekanntere Bands vertreten, die in ihrem typischen Stil von Gothic-Rock oder Darkwave neues Leben in die alten Lieder pumpen.
Auch dieser Teil beinhaltet nicht gerade eine Fülle an Tanzflächenfüllern, eignet sich aber dennoch wesentlich besser als Hintergrundmusik als Folge 1 der Reihe, die eher zum Zuhören und Träumen geeignet war, und dürfte auch eine breitere Basis der Szene ansprechen.
Schade, daß diese CD nur als Import zu haben ist...


Vol. 1-Dark Noel
Vol. 1-Dark Noel
Preis: EUR 14,32

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Soundtrack für ein geruhsames Jul..., 8. Januar 2005
Rezension bezieht sich auf: Vol. 1-Dark Noel (Audio CD)
Auf dieser CD tummeln sich diverse Gothic-Bands (hauptsächlich?) aus den US, die mehr oder minder bekannte Weihnachtslieder neu interpretieren. Das Ganze ist recht düster geraten und erzeugt eine sehr mystische und ruhige Stimmung, sehr schön zum Nachsinnen und Innehalten. Dabei reicht die Bandbreite von mehrstimmig gesungenen Liedern über sphärischen Gothic-Rock bis hin zu Ambient-Noise-Anleihen.
Diese CD ist seit Jahren unser Begleiter zu Jul.
"Nur" 4 Sterne gibt es deshalb, weil die CD wohl ziemliche Geschmackssache sein wird, da sie absolut keinen "Mainstream-Gothic" beinhaltet. Obwohl das vielleicht grade ein Grund für volle Sternzahl wäre...
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Nov 3, 2009 6:07 PM CET


Medal of Honor - Frontline
Medal of Honor - Frontline
Wird angeboten von Gameland GmbH
Preis: EUR 19,99

7 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Ganz nett, ABER..., 3. Oktober 2003
Rezension bezieht sich auf: Medal of Honor - Frontline (Videospiel)
Ich war recht gespannt auf dieses Spiel, hörte/las man doch allüberall Lobeshymnen, und die Bilder und Filmchen sahen wirklich toll aus. Also eines Wochenends in die Videothek gehuscht, es sich zuhause gemütlich gemacht und losgelegt.
Der erste Level war schon ziemlich imposant. Tolle Optik, super Soundkulisse, alles ziemlich realistisch (soweit man das beurteilen kann), aber schon der erste Haken: Man bekommt seine Anweisungen, was man als nächstes zu tun hat, per akustischem Befehl. Nur leider sind die Kriegsgeräusche drumherum so laut, daß man erstmal nichts versteht. Also ins Menü, feststellen, daß man die Lautstärke von Sprache und Geräuschen nicht getrennt voneinander einstellen kann, und notgedrungen Untertitel aktiviert. Schade.
Na gut, kleine Fehler sind ärgerlich, aber überall. Also rein in den Bunker, ziemlich vermurkst rumgetappst und Spielsteuerung angepasst. Ah, jetzt geht's besser... Aha, deutsche Konserven, mal genauer betrachten... Hm, die schreiben Kartoffelsuppe aber komisch :-) Hat wieder kein Deutschsprachiger korrektur gelesen...
So ballerte man sich fröhlich durch die Level... Nächster Gedanke war:
Schade, alles ziemlich linear, also verlaufen kann man sich hier wirklich nicht... Geht man einen etwas anderen Weg (sofern man überhaupt gelassen wird), so ist nach wenigen Metern schluß. Also nichts für Kundschafter.
Aha, eine Abwechslung in den Aufträgen: Autos sabotieren. Aha, Kübelwagen. Also nach hinten ans Fahrzeug herangetreten. Ahja, ne, ist klar, das Programm schreibt was von "Kofferraum öffnen", jaja, der ist beim Kübel auch ganz klar hinten. Naja, wenigstens war der Motor dann aber wirklich da. (das erinnert mich an den alten Käferwitz mit den zwei Frauen an der Tankstelle: "Huch, mein Auto hat ja vorne gar keinen Motor" - "Sorgen sie sich nicht, bei mir haben sie hinten einen Ersatzmotor eingebaut, den können sie haben")
Oho, nun kommt ein Stealth-Level, na endlich auch mal etwas anderes als die sture Rumballerei. Na das lobe ich mir. Nanu, kaum ins Haus gegangen enttarnt mich ein dort sitzender Soldat. Hm, habe ich wohl was falsch gemacht, also Level neu starten... Wie, gleiches Spiel nochmal? Kann ja nicht sein! Dritter Versuch, selbes Ergebnis. Ins Internet geguckt, aha, das muß so sein. Also doch der gleiche Level wie immer. (Interessant hier: Im Uhrenzimmer hört man die vielen Uhren zwar ticken, aber bei keiner bewegt sich auch nur ein Pendel. Das hätte man aber schöner machen können!)
Und so ziehen sich die Enttäuschungen immer weiter: Da hört man in einem Level zum zwanzigstenmal von einem einzelnen feindlichen Soldaten "Nehmt ihn von Hinten!" (so ein Schweinkram), oder die Feinde rufen ganz entsetzt "Er hat eine Waffe!" - ach was, erwarten die von einem Soldaten im Kriegseinsatz das Kämpfen mit Wattebäuschchen? Man versteckt sich vor einer Patrouille hinter einer Ecke, und bevor man gesehen worden sein konnte, ballert besagte Patrouille stumpf gegen die Mauer und rührt sich keinen weiteren Schritt mehr. Umgebungsgeräusche werden nicht ordentlich leiser (ein vorbeifahrender Panzer blubbert ordentlich und plötzlich ist der Motorton weg) u.s.w.
Ein Level hat mich gar zur Weißglut getrieben. Ich weiß jetzt den Namen nicht mehr, aber man sollte einen Trupp Tomies in einer Stadt unterstützen. Obwohl der Level genauso geradlinig war wie alle anderen auch, bin ich hier mehr als einmal steckengeblieben, und zwar, weil hier mehrere Durchgänge zum nächsten Spielabschnitt dermaßen gut im Häuserschutt versteckt waren, daß ich sie trotz mehrmaligem Absuchen des Areals erst sehr spät entdeckt habe. Sehr frustrierend, sowas.
Ich weiß, ich bin ein Haarspalter aus Leidenschaft, aber die Fülle an Macken hat mir in diesem Spiel ziemlich die Atmosphäre und den Spaß verdorben, und ich toleriere bei Spielen schon eine Menge.
Graphik, Soundkulisse und Aktion sind wirklich hervorragend (besonders gefallen hat mir die holländische Stadt), aber wer meint, hier tief in die Haut eines Soldaten eintauchen zu können, der wird enttäuscht werden. Die Atmosphäre leidet schwer unter den Fehlern, spielerische Abwechslung sucht man vergebens, und die Gegener reagieren unrealistisch (zumindest wissen sie immer ganz genau, wo man sich versteckt, sind dann aber nicht schlau genug, mal um die Mauer herumzugehen, bevor sie schießen). Es ist halt nur ein ganz gut gemachtes, ziemlich lineares Ballerspiel, aber der Überflieger ist es IMHO nicht. (Da ziehe ich das goldene Auge oder Perfect Dark auf dem N64 diesem Titel vor)


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