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Bine Endruteit (Media-Mania)
(TOP 1000 REZENSENT)   

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Akte X - Staffel 10, Band 1: Believers
Akte X - Staffel 10, Band 1: Believers
von Jano Rohleder
  Broschiert
Preis: EUR 14,00

4.0 von 5 Sternen Die X-Akten wurden wieder geöffnet! Für jeden Fan ein Muss!, 13. Juli 2014
Die Handlung setzt genau da ein, wo nach der neunten Staffel Schluss war und bezieht außerdem den Film "Jenseits der Wahrheit" mit ein. "Akte X"-Neulinge, die die Serie nicht kennen und denken, sie können jetzt mal in den Comic reinschnuppern, werden die grobe Handlung zwar verstehen, es insgesamt aber schwer haben. Es taucht eine Vielzahl an liebgewonnen Charakteren aus der Serie wieder auf, selbst solche, die der Leser nicht erwartet hätte. Und natürlich bezieht sich die Geschichte auf Ereignisse aus der Serie. "Believers" ist schon als ein kleines Geschenk an die Fans zu sehen, für die die "große Geschichte" um die Außerirdischen nun endlich weitererzählt wird.

Joe Harris und Chris Carter sind als Autoren genannt. Ja genau, DER Chris Carter, der die Idee zu "Akte X" entwickelt hat. Tatsächlich ist sein Einfluss (zum Glück) stark zu merken. Auch wenn es ein gänzlich anderes Medium ist, kommt schnell die typische Stimmung der Serie wieder auf. Die Figuren, die Zusammenhänge, die Geschichte und die gesamte Stimmung spiegeln genau das gleiche Gefühl wieder, das auch die Fernsehserie zu vermitteln wusste.
Am Ende der Lektüre ist klar: So muss "Akte X" sein! Die Geschichte ist komplex und gut, beantwortet viele Fragen und wirft noch mehr neue auf.

Einziger Wermutstropfen sind leider die Zeichnungen. Insgesamt ist die Geschichte so gut, dass der Leser nur zu gerne bereits ist, sich darauf einzulassen, aber wirklich überzeugend sind sie nicht. Zeichner Micheal Walsh ist es zwar gelungen die Figuren so einzufangen, dass sie gut zu erkennen sind, er arbeitet aber mit einem sehr groben Strich, dicken Linien und wenig Details. Selbst die Farben sind flächig und es wurde auf Schattierungen verzichtet. Teilweise sehen die Bilder so aus, als würde es sich noch um eine skizzenhafte Vorabversion handeln.
Ein zeichnerisches Highlight hingegen ist die (heutzutage fast schon obligatorische) Covergalerie am Ende des Bandes.

Fazit:
Die X-Akten wurden wieder geöffnet! Für jeden Fan ein Muss!


Malcolm Max: Band 2. Auferstehung
Malcolm Max: Band 2. Auferstehung
von Peter Mennigen
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 14,80

5.0 von 5 Sternen Ein großartiger zweiter Band in einer humorvollen Mystery-Welt, 13. Juli 2014
Es mag sein, dass das alles etwas verwirrend klingt, aber schließlich ist "Auferstehung" der zweite Band in einer komplexen Geschichte. Deswegen ist der kurze Abriss über den Inhalt oben etwas schwammig gehalten und versucht nicht allzu viel zu verraten, denn wer den "Malcolm Max"-Comic genießen will, sollte auf jeden Fall mit dem ersten Teil anfangen, sonst fällt es doch etwas schwer, den Zusammenhängen zu folgen.

Die Serie stammt komplett aus deutscher Feder und gehört damit zu den wenigen inländischen Produktionen, die in jeder Hinsicht zu überzeugen wissen. Leider gibt es auf dem deutschen Comic-Markt ohnehin viel zu wenig Künstler und dann liefern natürlich nicht alle gleich hochwertige Arbeit ab.

Der Autor Peter Mennigen entführt den Leser in ein London Anfang des vorletzten Jahrhunderts. Es gibt das Übernatürlich, auch wenn die meisten Menschen nichts davon wissen oder schlicht nicht daran glauben wollen. Den Protagonisten begegnet das Mystische in vielen Formen und ergänzt den Krimi damit um eine fantastische Facette. Ja, es bildet sogar quasi den Mittelpunkt, schließlich ist sogar eine der Hauptfiguren, Charisma, selbst eine Halbvampirin, auch wenn das in der Geschichte nur selten thematisiert wird. Geister, die einen Menschen aus dem Jenseits heraus angreifen können, und seltsame Tinkturen mit unerwarteten Wirkungen sind an der Tagesordnung.
Besonders gelungen erscheinen die Dialoge zwischen den Figuren, sie werden umso besser, je verschiedener die Charaktere sind. Das Gespräch, das Malcolm während seiner Flucht aus dem Tower (!) wie nebenbei mit den (alt)klugen Kindern führt, ist hier auf jeden Fall als Highlight zu nennen. Die Sprache, die der Autor verwendet, wirkt dem Zeitalter angemessen, aber gleichzeitig immer leicht humoristisch übertrieben, und unterstreicht damit die Grundstimmung des Comics, der ein übergreifender Mix aus vielen Genres ist. Krimi, Mystery und humorvolle Geisterjäger-Story dürften dabei an erster Stelle stehen.

Ingo Römling hat der Geschichte zu der optisch passenden Umsetzung verholfen. Sein Stil ist kantig und gradlinig, zugleich aber auch verspielt. Er verwendet oft gedeckte Farben, was für ein düsteres Flair sorgt. Das Cover zeigt, wie gekonnt er Ungewohntes und Übersinnliches darstellen kann. Die Geisterfrauen sind klar sichtbar, es ist aber anhand der schummrig-grünen Farbe und der Transparenz sofort klar, dass sie nicht mehr lebendig sind.

"Auch der zweite "Malcolm Max"-Band "Auferstehung" weiß den Leser sofort in seinen Bann zu ziehen. Die vorliegende Serie soll erst mit dem dritten Band "Nightfall" ihren Abschluss finden und so sind deutlich einige kleine, und durchaus typische, Schwächen eines mittleren Teils zu bemerken. Allerdings sollte der Leser sich immer daran erinnern, dass "Auferstehung" nur ein Teil einer kompletten Geschichte ist und ursprünglich die Handlung auf nur zwei Alben verteilt werden sollte. Es ist also eher begrüßenswert, dass sich Ingo Römling und Peter Mennigen die Zeit und den Platz nehmen, den die Geschichte braucht, und sich nicht für Kürzungen entschieden haben.
Viele Plot-Fragen wurden schon beantwortet und es ist im Großen und Ganzen zu erahnen, wo das Finale hinführt. Seien wir gespannt, ob die Macher uns in Band 3 noch mal zu überraschen wissen.

Abgerundet wird der Comic wieder mit allerlei Zusatzinformationen zu der Welt von Malcolm Max, jeder Menge Skizzen und Bildern von Gastzeichnern.


Wind in den Weiden, Der
Wind in den Weiden, Der
von Michel Plessix
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 29,80

5.0 von 5 Sternen Dieser Comic macht jedem Spaß, 13. Juli 2014
Rezension bezieht sich auf: Wind in den Weiden, Der (Gebundene Ausgabe)
Mit "Der Wind in den Weiden" hat Kenneth Grahame einen Kinderbuchklassiker erschaffen, der verzaubert. Er erzählt darin von Waldtieren, die sich anfreunden und kleine und größere Abenteuer miteinander bestehen. Seine Figuren sind ganz verschieden und verkörpern unterschiedliche Eigenarten von Menschen. Der Dachs zum Beispiel ist ein ruhiger und etwas rauer Geselle, der aber jeden fair behandelt und immer alles unter Kontrolle hat. Ganz anders der Kröterich, dem vor allen Dingen sein Ansehen wichtig ist und dass er immer das Allerneueste und Allerschnellste, was es an technischen Errungenschaften gibt, sein Eigen nennen kann. Bemerkenswert dabei ist, dass die Charaktere trotz dieser Vermenschlichung nie an Glaubwürdigkeit verlieren, da sie sich trotzdem ganz typisch wie Tiere verhalten. Manchmal macht sich das nur an Kleinigkeiten wie dem Geruchssinn oder der Liebe zum Fluss bemerkbar, es ist aber immer spürbar.

Dieses zauberhafte Buch um Freundschaft und Zusammenhalt ist zwischen 1995 und 2001 als Comicadaption von Michel Plessix erschienen. Toonfish hat die vier längst vergriffenen Teile jetzt als Gesamtausgabe im Hardcover neu aufgelegt. Die Qualität ist sehr hochwertig: dickes Papier, satte Farben, ein Druck ohne sichtbare Fragmente und ein stabiler Umschlag.

Plessix' Umsetzung ist hervorragend gelungen. Er hat sich sehr genau am Original orientiert und die gesamte Welt des Romans ganz zauberhaft in Bildern umgesetzt. Dabei hat er einen Zeichenstil verwendet, der sich an älteren Bildern orientiert, allen voran dürften das die Illustrationen des Romans von Ernest Shepard sein. Trotzdem wirken die Bilder nicht antiquiert, sondern modern. Seine Figuren sind niedlich und knuddelig, so dass der Leser sie schnell liebgewinnt.
Besonders fallen die gut ausgearbeiteten Landschaftsbilder auf, bei denen der Zeichner nicht an Details gespart hat. Was Grahame wortreich beschreibt, hat Plessix farbenfroh zu Papier gebracht.

Fazit:
Ob man "Der Wind in den Weiden" ganz neu für sich entdeckt oder bereits lange ein Fan des Romans ist: dieser Comic macht jedem Spaß. Es ist eine dieser Geschichten, an der Kinder und Erwachsene gleichermaßen Vergnügen finden. Die zeichnerische Umsetzung von Michel Plessix hat die Stimmung der Geschichte wunderbar eingefangen und überzeugt auf ganzer Linie.


Skydoll: Band 4. Sudra - lim. sw-Auflage
Skydoll: Band 4. Sudra - lim. sw-Auflage
von Barbara Canepa
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,80

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein ganz spezielles Fan-Item für Freunde der Serie und ihre Macher, 13. Juli 2014
Es enthält tatsächlich bereits den gesamten Comic "Sudra", allerdings als Vorabpräsentation zur Farbausgabe in schwarzweißer Skizzenform. Farben sucht man hier folglich vergeblich, koloriert ist nur das Coverbild. Das ist auch der Grund, aus dem ich hier bewusst auf eine Inhaltsangabe verzichte: Es handelt sich nicht um einen Comic, der als solcher zu lesen ist, sondern eine Veröffentlichung für alle Fans, die hinter die Kulissen der Sky-Doll-Entstehung blicken wollen. Natürlich kann der Ungeduldige die Geschichte auch schon lesen, wenn er unbedingt will, ohne die phänomenale Farbgebung von Barbara Canepa fehlt aber definitiv etwas.

Fast noch interessanter als der "Skizzen-Comic" sind die acht Bonusseiten, die zusätzliche Entwürfe und Ideen zeigen und einen Einblick in die Arbeitsweise des Kreativ-Teams bieten. Außerdem gibt es Infos dazu, wo Barbara Canepa und Alessandro Barbucci sich ihre Inspirationen holen.

Auf Facebook hatten einige Fans die Gelegenheit, Fragen an die Autoren zu richten. Mehrere davon werden hier mitsamt den sehr interessanten Antworten veröffentlicht. Barbucci erzählt zum Beispiel etwas zu seiner Einstellung zur Religion oder dass die Serie bereits von Anfang an komplett durchgeplant war und mit dem fünften Band ihren Abschluss finden soll.

"Sky Doll 4: Sudra - Skizzenalbum s/w" ist ein ganz spezielles Fan-Item für Freunde der Serie und ihre Macher, trotzdem muss ich schweren Herzens einen Stern abziehen, denn es gibt bei der Veröffentlichung ein absolutes No-Go: Auf den ersten Blick lässt sich nicht erkennen, dass es sich um ein Skizzenalbum handelt. Es steht nicht auf dem Cover, nicht auf der Rückseite, nicht auf den ersten Seiten. Wer den Band im Laden sieht, könnte fälschlicherweise den fertigen vierten Band erwarten. Schade, dabei hätte mit der ganz besonderen Vorabpräsentation doch sogar Werbung gemacht werden können.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Aug 18, 2014 2:28 PM MEST


Photoshop Artworks: Die Tricks der Photoshop-Profis - aktuell zu Photoshop CC und CS6 (Galileo Design)
Photoshop Artworks: Die Tricks der Photoshop-Profis - aktuell zu Photoshop CC und CS6 (Galileo Design)
von Peter Braunschmid
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 39,90

5.0 von 5 Sternen Ein wunderbares Fachbuch für Photoshop-Kenner, 28. Juni 2014
Das besondere an "Photoshop Artworks – Die Tricks der Photoshop-Profis" ist, dass es kein Lehrbuch ist, das bestimmte Funktionen von null an erklärt. Ganz im Gegenteil, es wird ein solides Grundwissen im Umgang mit Photoshop bereits vorausgesetzt. Die einzelnen Künstler, beziehungsweise Autoren erklären verschiedene Funktionen anhand von Beispielen und ganz konkreten Einsatzbereichen mit Beispielbildern. Es ist eben keine Aneinanderreihung von Erklärungen der verschiedenen Bereiche des Programms, sondern es werden direkt Einsatzbereiche gezeigt, für die der jeweilige Arbeitsschritt benötigt wird. Solche, aus denen jeder Autor bereits maximalen Nutzen gezogen hat, die erprobt und bewehrt sind.

Natürlich unterscheiden sich die einzelnen Kapitel leicht in ihrem Aufbau voneinander, da sie von sehr unterschiedlichen Autoren verfasst wurden, die die Arbeit mit Photoshop unterschiedlich angehen, es wurde aber darauf geachtet, dass es nicht zu Wiederholungen kommt und der grobe Kapitelaufbau, der gleiche bleibt, um die Übersichtlichkeit zu erhöhen. So eignet sich das Buch auch als Nachschlagewerk.

Der Aufbau des Buches ist extrem gut gelungen. Es quillt fast über vor den zahlreichen farbigen Beispielabbildungen, so ist der Leser nicht gezwungen, die kompletten Artworks nachzuarbeiten sondern, wird auch beim reinen Schmökern schnell vertraut mit den einzelnen Arbeitsschritten. Wer sich direkt an die Arbeit machen möchte, kann das aber auch tun, denn das komplette Rohmaterial ist auf der beiliegenden DVD enthalten, sodass sich ein schneller Einstieg finden lässt. Also Bonus enthält sie Video-Lektionen, die aus anderen Veröffentlichungen des Verlags entnommen sind, sich aber nahtlos in das Thema einfügen und eine wunderbare Ergänzung zum Thema darstellen.

Natürlich ist das Fachbuch für die aktuellen Photoshop-Versionen CS6 und CC optimiert, aber auch wer noch mit einer älteren Variante arbeitet, kann noch einen gewissen Teil der Tipps umsetzen.

Fazit:
"Photoshop Artworks – Die Tricks der Photoshop-Profis" ist ein wunderbares Fachbuch für Photoshop-Kenner, die sich im Bereich von Artworks und Composings weiterentwickeln wollen.


CSS: Das umfassende Handbuch (Galileo Computing)
CSS: Das umfassende Handbuch (Galileo Computing)
von Kai Laborenz
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 39,90

4.0 von 5 Sternen Ein solides Grundwerk für Einsteiger und Fortgeschrittene, 28. Juni 2014
Zu Anfang erklärt der Autor die absoluten Grundlagen von CSS und HTML, entwirft mit dem Leser gemeinsam ein erstes "Hallo Welt!"-Stylesheet, erklärt, wie es in eine HTML-Datei eingebunden wird, und macht ihn mit Selektoren vertraut und. Weitere Basics, die ausführlich behandelt werden, sind das Boxmodell, Positionierungen, Styling und Layout, wobei hier teilweise schon von trockenem Basiswissen zu Informationen und Beispielen gewechselt wird, wie sie im praktischen Einsatz von Nutzen sind. Auch auf leider immer noch vorhandene Probleme mit unterschiedlichen Browsern wird eingegangen, da CSS3 noch nicht von allen gleich und fehlerfrei dargestellt wird. (Hierzu gibt es zusätzlich eine entnehmbare "Referenzkarte zur CSS-Browserunterstützung", die ein schnelles Nachschlagen für einzelne Eigenschaften ermöglicht.)
Dieser erste Teil umfasst rund vierhundert Seiten und lässt sich grob als der Abschnitt für den CSS-Neuling bezeichnen. Für erfahrene Leser eignet er sich aber prima als Nachschlagewerk für einzelne Eigenschaften und Funktionen und ist keineswegs "verschwendetes Papier".

Danach geht es weiter mit dem Kapitel "Effizientes Arbeiten mit CSS", es ist leicht zu erkennen, dass es damit "ans Eingemachte" geht. Ab jetzt geht es noch viel intensiver als bisher um den effektiven Einsatz von CSS, dabei wird immer ausführlich beschrieben, wo der jeweilige Nutzen liegt. Die Themen reichen hier von Barrierefreiheit über einen Ausflug zu Ajax und JavaScript bis hin zur CSS-Anwendung im mobilen Web und der E-Mailgestaltung. Besonders wertvoll für die tägliche Arbeit ist das kurze Kapitel zu den "Werkzeugen für CSS-Entwickler", in dem die bekanntesten und beliebtesten Editoren, Tools, Simulatoren und Analysewerkzeuge vorgestellt werden, die das Arbeiten mit der Programmiersprache deutlich vereinfachen.

Die Arbeit mit dem Buch gestaltet sich übersichtlich und einfach. Alle Codes werden komplett gezeigt und heben sich deutlich vom Rest des Textes ab. An vielen Stellen gibt es Verweise zu Internetseiten, die den Leser dahin führen, wo CSS wirklich eingesetzt wird.
Einziger kleiner Wermutstropfen ist, dass das Fachbuch zwar ausreichend bebildert ist, allerdings nur in Schwarz-Weiß. Zum allergrößten Teil ist das nicht relevant, bei einigen Themen, zum Beispiel dem Kapitel zu Farbverläufen, stört es aber doch. Außerdem wäre in Farbe noch eine deutlichere Darstellung des Codes durch Unterteilung in unterschiedliche Farben möglich gewesen.

Kai Laborenz ist mit "CSS – Das umfassende Handbuch" der Spagat erfolgreich gelungen: Das Buch bietet einen "Rundumblick" auf das Thema CSS in all seinen Facetten und enthält sowohl für Einsteiger als auch fortgeschrittene Programmierer ausführliche detaillierte Informationen. Ja nach Interesse lassen sich auch nur einzelne Kapitel lesen, ohne dass der Leser das Gefühl hat, einen aus dem Thema gerissenen Beitrag vor sich zu haben. Außerdem eignet es sich als Nachschlagewerk.


Schrödinger lernt HTML5, CSS3 und JavaScript: Das etwas andere Fachbuch (Galileo Computing)
Schrödinger lernt HTML5, CSS3 und JavaScript: Das etwas andere Fachbuch (Galileo Computing)
von Kai Günster
  Broschiert
Preis: EUR 44,90

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein modernes Fachbuch, das Spaß macht, 28. Juni 2014
Schrödinger ist der Typ, der auf dem Cover abgebildet ist. Er will, ebenso wie der Leser des Buches, lernen eine Webseite zu erstellen. Beigebracht bekommt er das von Kai Günster, dem Autor des Fachbuches, mit dem ein direktes Gespräch dargestellt wird. Und zwar in all seinen Facetten. Da wird auch schon mal über Sinn und Unsinn eines Codes geplaudert, sich über frischen Kaffee unterhalten oder ein kleines Scherzchen gemacht. Nein, das hat nicht immer mit dem eigentlichen Thema zu tun, es lockert lediglich den Text und macht (ich sagte es schon) Spaß.

Das Buch fängt komplett bei null an, es ist nicht das geringste Vorwissen nötig. Nur einen Computer, den sollte der Leser schon haben, denn so locker und angenehm sich "Schrödinger" auch liest, wenn sich nur auf das Schmökern beschränkt wird, bleibt nicht mal die Hälfte an Wissen hängen. Die einzelnen Lektionen sind ganz klar darauf ausgelegt, dass der Leser mitmacht, die Codezeilen direkt eintippt, ausprobiert, die zahlreichen Übungen nachvollzieht; die Ergebnisse am Rechner sieht und testet. Das erklärt auch den Mangel an Bildern. Nicht, dass es nicht auf jeder Buchseite zahlreiche Abbildungen geben würde. Von diversen comicartigen Schrödinger-Figuren über Hintergrundmuster bis hin zu zahlreichen lustigen Skizzen ist da eine ganze Menge zu sehen. Was aber nur äußerst selten zu finden ist, sind Screens von den Dingen, die im Browser zu sehen sein sollten. Beispielbilder vom eben gelernten sind meist Fehlanzeige. Für den, der nur lesen will, ist das lästig, dafür spornt es die an, die das tun, wozu das Buch konzipiert ist. Mitmachen lautet nämlich die Devise. Es sollen Codezeilen geschrieben und das Ergebnis direkt am Rechner angesehen werden. Und wer nicht alles auf dem Silbertablett präsentiert bekommt, ist natürlich viel motivierter, sich selbst auszuprobieren.

Zwar folgt das Fachbuch einer groben Struktur, die wird allerdings durch die Arbeit und das, was aktuell gebraucht wird, vorgegeben. Auch hier zeigt sich wieder der Mitmachcharakter, denn es soll ja alles sofort und in einer logischen Weiterentwicklung ausprobiert werden.
Das Buch beginnt mit den absoluten Grundlagen von HTML, erklärt, was das WWW überhaupt ist und wie es funktioniert. So kommt der Leser zu ersten CSS-Codes und der Typografie, Listen und Tabellen und Formularen. Langsam wird dann ein echtes Layout erstellt und mit CSS3 und JavaScript gearbeitet. So geht es weiter mit Funktionen und DOM-Manipulationen, Cookies, Multimedia, Ajax und mehr. Auch das Problem mit den verschiedenen Browsern in puncto CSS3 und verschiedenen Darstellungsgrößen bleibt nicht unerwähnt.
Zu allen Themen werden sehr ausführlich alle Grundlagen vermittelt, die für die Webprogrammierung wichtig sind. Andere Bereiche werden, auch wenn sie mit den Programmiersprachen möglich wären, nicht behandelt.

"Schrödinger lernt HTML5, CSS3 & JavaScript – Das etwas andere Fachbuch" ist ein modernes Fachbuch, das auf eine neue Art Wissen vermittelt. Es spricht vor allen Dingen junge Leute und den ambitionierten Laien an, die wissen wollen, wie das denn nun funktioniert mit so einer Webseite und die sich nicht davor scheuen auch wirklich mit dem Buch zu arbeiten. Für den, der bereits Grundlagenwissen besitzt, eignet es sich nicht. Außerdem sollte der Leser eine gute Portion "unterhaltsames Drumherum" zu schätzen wissen, welches ihn einfach bei der Stange hält und Spaß macht, auch wenn es nichts mit den eigentlichen Lektionen zu tun hat.
Der einzige, große Knackpunkt ist, dass sich das Buch NICHT als Nachschlagewerk eignet. Die nur sehr grobe Struktur und der "Ausprobiercharakter" sind dafür ebenso verantwortlich wie die Aufmachung. Wer etwas bestimmtest sucht, wird sich hoffnungslos verzetteln, die "Schrödinger"-Bände sind wie ein Kurs zu verstehen, den man besucht, der ist ja auch nicht zum Nachschlagen.


Troubletwisters - Der Sturm beginnt: Band 1
Troubletwisters - Der Sturm beginnt: Band 1
von Garth R. Nix
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 14,99

0 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Insgesamt sehr durchschnittliche Jugend-Fantasy, 14. Juni 2014
"Troubletwisters" ist eine typische, moderne Fantasygeschichte für Kinder und Jugendliche. Leider etwas zu durchschnittlich, denn es fehlt der richtige Wow-Effekt. Gerade am Anfang kommt nicht wirklich Spannung auf. Bis die Zwillinge endlich erfahren, was vor sich geht, wurde ihnen das Wort "Troubletwister" bereits unendlich oft unter die Nase gerieben, ohne dass ihnen jemand sagen wollte, was es bedeutet. Das nervt einfach nur. Überhaupt wird viel zu wenig erklärt. Mag sein, dass das ein Serien-Problem ist und die Autoren Garth Nix und Sean Williams schlicht noch nicht der Handlung vorgreifen wollten. Da der Leser die nicht kennt, fühlt er sich aber einfach nur uninformiert. Gerade Kinder könnten schnell frustriert sein, wenn sie erst einmal über 100 Seiten durchhalten müssen, bevor es richtig losgeht.

Dabei hat die Geschichte durchaus einiges zu bieten, wenn sie einmal in Schwung gekommen ist. Jacks und Jaides magische Fähigkeiten sind schön erdacht und es macht Spaß sie dabei zu beobachten, wie sie sich nach und nach entwickeln. Besonders gelungen sind auch die Kämpfe, dabei sticht eine Verfolgungsjagd mit einem Monster in der Mitte des Buches sogar noch viel mehr hervor als der eigentliche Showdown. Mit vielen Krabbel-Insekten wird es so richtig schön ekelig.

Gerade für junge Leser kann "Troubletwisters" durchaus eine spannende Fantasy-Unterhaltung bieten, aber es ist definitiv keines dieser Bücher, die auch für Erwachsene reizvoll sind, weil es tiefere Ebenen gibt, die Kinder noch nicht überblicken können. Alles bleibt oberflächlich, die Charaktere sind nur sehr einfach ausgearbeitet und die meisten Ideen mäßig originell. Der erste Roman der Serie "Der Sturm beginnt" ist schlicht auf der ganzen Linie durchschnittlich.

Einige Fehler außerhalb der Geschichte stören außerdem: So heißt die Protagonistin im Klappentext Jade, im Buch aber Jaide und es gibt kleine Grammatikfehler und grobe Schönheitsfehler (zum Beispiel ein großes P mitten in einem Wort, wo bestimmt keines hinPgehört). Das sorgt unabhängig vom eigentlichen Inhalt für ein wenig Frust.

Bisher war der Name Garth Nix immer ein Garant für ein gelungenes Buch, aber diesmal ... Ja, der Roman hat seine Momente, aber insgesamt bleibt er doch sehr durchschnittlich. Leider.


Das Imperium des Atoms
Das Imperium des Atoms
von Thierry Smolderen
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 22,90

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein kleines Comic-Kleinod für Liebhaber, 12. Juni 2014
Rezension bezieht sich auf: Das Imperium des Atoms (Gebundene Ausgabe)
"Das Imperium des Atoms" wurde inspiriert von der Lebensgeschichte und den Werken des Science-Fiction-Autors Cordwainer Smith (bürgerlich Paul Linebarger). Zum Beispiel kommt der Strafplanet Shayol vor, eine seiner bekannteren Fantasie-Welten. Außerdem gibt es das Gerücht, er habe unter dem Namen Kirk Allen "The Jet-Propelled Couch" verfasst, das besagte Werk über die psychologische Störung Pauls, das im Comic eine Rolle spielt. Ja, sogar das Aussehen des Protagonisten erinnert sicher nicht nur durch Zufall an das des Inspirationsgebers. Eine Vielzahl an unterschiedlichen Fakten, Ideen, Gerüchten und Erzählungen findet hier mehr oder weniger Eingang in die Handlung, und doch ist ein komplett eigenständiges Werk mit ganz eigener Geschichte entstanden.

Schon ganz zu Anfang wird der Leser darauf hingewiesen, dass nicht ganz klar ist, in welcher Reihenfolge Pauls Geschichte erzählt werden soll, um einen Sinn zu ergeben. Und tatsächlich springt die Erzählung immer wieder um einige Jahre vor oder zurück und selbst zusammenhängende Episoden werden von mehreren anderen unterbrochen. Ganz so wie das Memory-Spiel am Anfang der Handlung, besteht auch der Comic aus verschiedenen Fragmenten, die der Leser korrekt zusammenfügen muss, um das Gesamtwerk zu verstehen. Aber keine Angst, das hört sich schwieriger an, als es ist. Trotz der Zeitsprünge ist gut verständlich, was vor sich geht. Sie sind nur ein Stilmittel, um verschiedene Schlüssel in dem Geschehen erst nach und nach zu enthüllen und die Geschichte zu einem gelungenen und spannenden Finale zu führen.
Das eigentliche Kunststück dabei ist, dass der Leser nie genau weiß, wann er sich in einer fantastischen Traumwelt befindet, ja, ob es überhaupt eine gibt oder ob und was real ist. Wer weiß schon genau, was in einem Comic alles möglich wird? Fliegende Menschen? Telepathischer Kontakt, der bis in das Jahr 121000 reicht? Kein Problem. Oder doch? So ganz klar lässt sich die Frage nie beantworten. Auf jeden Fall gibt es ausreichend Spielraum, um verschiedene Interpretationen möglich zu machen.

Gleichberechtigt neben der originellen Geschichte stehen die fantastischen Zeichnungen. "Das Imperium des Atoms" ist im Stil der Zeit gezeichnet, in der ein Großteil der Handlung spielt. Er sieht aus, als wäre er in den 1950er Jahren erschaffen worden. Der Zeichner Alexandre Clérisse hat die Ästhetik eines vergangenen Jahrzehnts mit der Comickunst der Moderne verbunden. Das Cover gibt einen ersten Eindruck von der Art der Zeichnungen. Besonders gelungen ist auch das Farbspiel, wenn sich je nach Szene eher gedeckte Farben mit knalligen abwechseln oder es bei einem Blick in die Zukunft ganz grau wird.

Fazit:
"Das Imperium des Atoms" ist ein kleines Comic-Kleinod für Liebhaber. Der Band lässt sich in keine Schublade einordnen, sondern ist etwas ganz Besonderes und Einzigartiges. Fans von SF-Geschichten aus den 1950er und 1960er Jahren werden hier genauso ihren Spaß haben wie solche, die sich an zeichnerischen Experimenten und dem Design der 1950er Jahre erfreuen.


CSS3: Die neuen Features für fortgeschrittene Webdesigner
CSS3: Die neuen Features für fortgeschrittene Webdesigner
von Florence Maurice
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 39,90

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein rundum gelungenes Buch für den erfahrenen Webdesigner, 8. Juni 2014
Eine der ganz großen und beliebten Neuerungen sind auf jeden Fall die "runden Ecken" oder das Arbeiten mit Schriften. Außerdem ist es jetzt möglich Animationen und Effekte zu erstellen, die vorher nur mit Hilfsmitteln, zum Beispiel Flash, möglich waren. Maurice beschreibt nicht nur ausführlich, wie diese Effekte erstellt werden, sondern zeigt in jedem Kapitel genau auf, wie welcher Browser mit welchem Feature funktioniert. Und noch viel wichtiger, sie zeigt Lösungen auf, wie damit umgegangen werden kann, wenn das eine oder andere eben nicht auf jedem Browser gleich dargestellt wird oder noch gar nicht unterstützt wird. Das macht das Buch für die konkrete Arbeit an einer Webseite besonders wertvoll.

Auf der Webseite zum Buch (zu finden unter [...]), findet sich ein aktuell gehaltener Überblick über die Browserkompatibilität der im Buch beschriebenen Features sowie eine Seite mit News, die über die letzten Änderungen informiert, die nicht mehr im Buch zu finden sind. Der Leser und Programmierer kann sich außerdem alle Listings herunterladen und so direkt am Rechner sehen, was in den einzelnen Kapiteln behandelt wird. Das lohnt sich gerade bei Animationen, wo es um Farbveränderungen und unterschiedliche Geschwindigkeiten in der Veränderung geht. Das Medium Buch wird auf diese Art perfekt mit dem einer Webseite verknüpft.

Maurice Schreibstil ist sehr angenehm. Weder sind ihre Formulierungen zu steif, noch versucht sie besonders locker zu sein. Der Leser hat fast das Gefühl, als würde er alles von einem guten Freund erklärt bekommen, der auch den einen oder anderen wertvollen Tipp für die Arbeit hat. Alle Themen sind sehr gut gegliedert und kurze Stichworte am Rand machen es besonders leicht, das Buch auch als Nachschlagewerk zu benutzen. Dank zahlreicher, farbiger Abbildungen kann gut nachvollzogen werden, was erklärt wird und es ist sofort zu sehen, worum es geht. Dass der entsprechende CSS-Code komplett mit aufgeführt wird, sollte selbstverständlich sein.

Fazit: ein rundum gelungenes Buch für den erfahrenen Webdesigner, der die aktuellen CSS3-Features in seine Arbeit einfließen lassen will. Es ist perfekt auf moderne Webprojekte und die Arbeit an Webseiten abgestimmt.


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