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Bine Endruteit (Media-Mania)
(TOP 1000 REZENSENT)   

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Die Stadt der Seelen: Pandaemonia
Die Stadt der Seelen: Pandaemonia
von Christoph Lode
  Taschenbuch

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein ungewöhnlich starker und gelungener Mittelteil., 28. November 2011
"Pandemonia" ist eine Fantasy-Trilogie von Christoph Lode. Bei "Die Stadt der Seelen" handelt es sich um den zweiten Teil. Oft hat der Mittelteil einer Geschichte es besonders schwer, seine Leser zu begeistern, Christoph Lode ist aber tatsächlich noch mal eine eine kleine Steigerung zum Vorgänger gelungen. Ein einfacher, aber ebenso gelungener kleiner Trick hat ihm die Möglichkeit gegeben, eine neue Welt mit ganz eigenen und bedrohlichen Gegnern zu erschaffen: Er lässt seine Charaktere in das Pandaemonium, die Hölle, reisen. Hier wimmelt es vor Monstern und Dämonen, die allesamt originell erdacht sind. Alleine Lodes Idee davon, wie die Reise selbst dorthin beschaffen ist, wirkt großartig gelungen. Ebenso wissen die Ausflüge von Jackon in die Traumlande den Leser zu begeistern, denn der Junge nutzt diesmal seine Fähigkeiten noch viel intensiver als im ersten Teil und erschafft nicht nur eigene Wesen, sondern tritt auch gegen einen mächtigen Gegner an. Diese beiden Parts des Romans sind eindeutig die absoluten Highlights, damit ist die erste Hälfte fast noch ein wenig spannender als die zweite.

Der Autor gibt seinen Figuren genügend Raum, um sich weiterzuentwickeln. Hierbei stehen vor allen Dingen Liam, Jackon und Vivana (und ihr Haustier, ein Tatzelwurm) im Mittelpunkt. Auch wenn Liam erst etwas später wieder mit dabei ist, muss er seinen eigenen, inneren Kampf ausfechten, für Vivana bedeutet die Suche nach ihm eine harte Prüfung und sie wird deutlich erwachsener, selbstbewusster und stärker. Die Figur Jackon ist am interessantesten in ihrer Charakterentwicklung zu beobachten. Man erfährt, wie sich die die Dinge aus Jackons Sicht darlegen, und kann das, was er tut, sogar zu einem großen Teil nachvollziehen, auch wenn man als Leser genau weiß, was davon falsch ist. So wird sein Naturell besonders einzigartig gestaltet.

"Die Stadt der Seelen" ist ein absolut spannender und unterhaltsamer Fantasyroman, der durch seine Vielfältigkeit überzeugt. Es gibt unterschiedlichste Settings, in denen die Handlung angesiedelt ist, ein Vielfaches an ungewöhnlichen Charakteren und Wesen, liebenswürdige Helden und furchtbare Gegner. Der Autor Christoph Lode hält immer wieder neue Überraschungen für seine Leser bereit, so dass es nie langweilig wird. Dieser Roman der Pandaemonia-Serie erweist sich als ein echter Pageturner und ein ungewöhnlich starker und gelungener Mittelteil.


Batman: Arkham Asylum - Madness
Batman: Arkham Asylum - Madness
von Sam Kieth
  Broschiert
Preis: EUR 14,95

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Düster-morbige und mit kleinen Schwächen, 28. November 2011
Rezension bezieht sich auf: Batman: Arkham Asylum - Madness (Broschiert)
"Madness" entführt den Leser in tiefe psychische Abgründe in dem berühmtesten Irrenhaus der Comic-Geschichte. Man darf wirklich nicht zart besaitet sein, wenn man in diese bizarre Welt eintaucht, denn hier geht es deutlich hart zur Sache. Zwar gibt es keine echten Splatter-Szenen, aber trotzdem jede Menge Grausamkeiten und fließendes Blut. Dazu kommen der unterschwellige Horror und die tief sitzenden Ängste, die hier thematisiert werden.
Den Rahmen für die Handlung bietet die Figur von Sabine, der liebenden Mutter, der fröhlichen jungen Frau, die kaum in diese absurde Welt passt. Der Kontrakt zwischen ihr und zum Beispiel dem Joker ist so groß, dass man dadurch erst besonders stark auf das Böse aufmerksam wird. Zu Anfang wird man intensiv mit ihrer liebreizenden Art konfrontiert, sie wird sogar mit Blümchen dargestellt, die hinter ihr her wehen. Sobald sich die Tür hinter Arkham Asylum geschlossen hat, ist aber nur noch Platz für dunkle Bilder. Grau, Braun, Schwarz und ein schlammiges Grün sind hier die vorherrschenden Farben.

Was auffällt, ist, dass der Zeichenstil zwar gut, aber nicht konsequent ist. So gibt es wirklich großartige Bilder vom Auge Mr. Crocs oder Portraits vom Joker, die einem das Blut in den Adern gefrieren lassen. Es gibt aber auch solche Bilder, die fast wirken, als hätte ein unbeholfenes Kind hier Hand angesetzt. Zudem sehen sich viele Figuren auf unterschiedlichen Bildern schlicht nicht ähnlich, was besonders störend ist. Der Joker sieht auf nahezu jedem Bild anders aus, so dass man ihn nur anhand seiner grünen Haare und den knallroten Lippen wiedererkennen kann. Außerdem störend sind kleinere Logikfehler. Wer den Comic gelesen hat und noch mal mit aller Sorgfalt Revue passieren lässt, wird wissen, was gemeint ist. Hier soll nicht zu viel von der Handlung vorweg genommen werden. Aber man fragt sich an etwas zu vielen Stellen, warum etwas so und nicht anders ist.

Insgesamt ist "Arkham Asylum - Madness" ein Comic, der den Leser mit gemischten Gefühlen zurücklässt. Auf der einen Seite ist es eine solide Horror-Geschichte, auf der anderen Seite weiß der Zeichenstil nicht vollkommen zu überzeugen und es gibt Logikfehler. Unterm Strich bekommt man also nur einen durchschnittlichen Comic. Er dürfte vor allen Dingen für echte Fans und Sammler interessant sein.


Gone 3: Lügen
Gone 3: Lügen
von Michael Grant
  Gebundene Ausgabe

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Eine außergewöhnliche Jugendroman-Serie, die sich trotz kleiner Tiefpunkte zu lesen lohnt., 19. Oktober 2011
Rezension bezieht sich auf: Gone 3: Lügen (Gebundene Ausgabe)
Zwar ist "Lügen" als der dritte Band der "Gone"-Reihe von Michael Grant wieder ein spannender Pageturner, aber trotzdem auch der bisher schwächste Roman der Serie. Auf jeden Fall wird vom Leser erwartet, dass er die vorangegangenen Teile bereits kennt, ansonsten würde er mit der Menge der hier vorkommenden Personen, deren Fähigkeiten und Eigenschaften, glatt überfordert sein.

Zu den ohnehin schon sehr zahlreichen Charakteren kommen diesmal noch eine ganze Handvoll neue hinzu, deswegen muss man sehr konzentriert lesen und sich jedes Mal aufs Neue klar machen, mit wem man es gerade zu tun hat. Sehr schön ist, dass der Autor sich für die einzelnen Figuren viel Zeit nimmt, jedenfalls für die, die im Mittelpunkt stehen, und intensiv beleuchtet, wie sie sich weiterentwickeln. Ganz klar hervorzuheben ist hier natürlich Sam, der diesmal eine schmerzhafte Selbstfindung durchmachen muss. Als Folge davon ebenfalls betroffen ist Astrid, seine Freundin. Aber auch bei einigen anderen Figuren wird noch klarer, was ihre Beweggründe sind und was sie antreibt. Ein sehr zwiegespaltener Charakter ist zum Beispiel Diana, das Mädchen an der Seite des brutalen Caine, dem Widersacher von Sam.

Neu ist, dass man diesmal mit einigen wenigen, blitzlichtartigen Eindrücken von der Welt außerhalb der FAYZ konfrontiert wird. Aber sind die wirklich real oder nur eine Illusion? Das muss noch herausgefunden werden. Sicher ist, dass es so schnell keine Auflösung geben wird, da noch mehrere Bände der Reihe geplant sind.

Besonders schade ist, dass das eigentliche Geheimnis um die FAYZ diesmal nur wenig vorangetrieben wird. Was geschieht, kommt einem zu einem großen Teil bekannt vor. Kinder kämpfen miteinander, haben Hunger und müssen sich irgendwie durch eine für sie völlig neue Welt bewegen. Alles steigert sich zwar noch weiter zum Dramatischen, eine wirkliche Weiterentwicklung in der Hintergrundgeschichte wird man aber vergeblich suchen. Trotzdem ist der Roman so fesselnd und spannend geschrieben, dass man sich kaum von ihm lösen mag und gebannt verfolgt, wie das Leben in der FAYZ sich entwickelt. "Gone" ist auf jeden Fall eine außergewöhnliche Jugendroman-Serie, die sich trotz kleiner Tiefpunkte zu lesen lohnt.


Bonbons & Karamell selbst gemacht-Set: Buch mit Zuckerthermometer
Bonbons & Karamell selbst gemacht-Set: Buch mit Zuckerthermometer
von Hege Marie Köster
  Gebundene Ausgabe

9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen in tolles Buch für Einsteiger in der Welt der Süßwarenherstellung, 19. Oktober 2011
Die Rezepte sind allesamt recht simpel gehalten und richten sich deutlich an Hobby-Köche, die einfach mal etwas Neues ausprobieren wollen. Bei der Rezeptauswahl wurde darauf geachtet, dass die Naschwaren leicht herzustellen und auch die Zutaten einfach zu bekommen sind. Glucosesirup dürfte mit das Einzige sein, das nicht in jedem Discounter erhältlich ist, aber in den meisten Bonbonrezepten Verwendung findet. Ansonsten hat man sich dafür entschieden, lediglich eine Grundmischung vorzustellen, die mit einigen Variationen benutzt werden kann. Etwas pfiffigere Modifikationen werden mit bereits fertigen Zutaten wie Brausepulverbonbons oder Kaubonbons hergestellt, so dass es auf jeden Fall einfach bleibt. Will man wirklich nur ab und an ein "Leckerchen" als Geburtstagsgeschenk oder ähnliches zubereiten, ist das genau das Richtige. Wer wirklich alles selbst machen und jede Zutat kennen will, wird von vielen Rezepten allerdings enttäuscht sein.

Kein Rezept ist länger als eine Seite, beziehungsweise als fünf Arbeitsschritte, was zusätzlich zeigt, wie simpel die Zubereitungen sind. Schlecht sind sie deswegen aber noch lange nicht, ganz im Gegenteil. Gerade für einen Einsteiger ist das Büchlein genau das Richtige, um einfach mal etwas auszuprobieren und herauszufinden, ob man Spaß daran hat, diese Art von Süßwaren herzustellen. Außerdem ist ein Erfolg dabei ziemlich garantiert, wenn man sich genau an die Vorgaben hält, was durchaus motivierend ist. Neben typischen Naschwaren wie Eukalyptusbonbons oder einem Sahnekaramell gibt es auch ein paar ausgefallenere Ideen. Dazu gehören einige Fudge-Rezepte oder die Hustenbonbons mit Zwiebeln.

Gerade bei der Herstellung von Zuckerbonbons arbeitet man mit Zutaten, die extrem heiß werden, aber recht genau temperiert werden müssen. Um hier keine Fehler zu machen, liegt dem Rezeptbuch ein Zuckerthermometer bei. Es zeigt eine Celsius-Skala von 20 bis 200 Grad und ist damit für alle Rezepte in diesem Buch geeignet. Ohne diesen nützlichen Helfer wäre es tatsächlich schwierig, die jeweils richtige Temperatur abzupassen. Natürlich lässt sich das Thermometer auch für viele andere Bereich in der Küche einsetzten. Es hat einen Kunststoffgriff, so dass man es jederzeit sicher anfassen kann und einen Clip auf der Rückseite, mit dem man es leicht am Topfrand einhängen kann.

Fazit: Dieses Set ist genau das Richtige für Einsteiger in die Welt der Bonbon- und Karamellherstellung. Es bietet einige einfache Rezepte zum Ausprobieren, die Spaß machen und einen schnellen Erfolg garantieren. Gerade im Set mit dem Zuckerthermometer ist es außerdem extrem günstig und ein tolles Angebot.

Der Verlag hält auf seiner Webseite eine Leseprobe bereit.


Gone 2: Hunger
Gone 2: Hunger
von Michael Grant
  Gebundene Ausgabe

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine Mischung aus dem Romanklassiker "Der Herr der Fliegen" und der Comic-Legende "X-Men", 11. Oktober 2011
Rezension bezieht sich auf: Gone 2: Hunger (Gebundene Ausgabe)
"Hunger" ist der zweite Band der "Gone"-Reihe von Michael Grant. Er schließt direkt an den ersten an und um alles verstehen zu können, sollte man den Auftakt der Serie gelesen haben, ansonsten dürfte einem so einiges rätselhaft vorkommen. Die Protagonisten werden als bekannt vorausgesetzt, es werden aber auch einige neue Charaktere eingeführt.

Ein wenig muten die Geschichte an wie eine Mischung aus dem Romanklassiker "Der Herr der Fliegen" und der Comic-Legende "X-Men". Zum einen geht es um die Gewalt und die Feindschaft, die sich schnell unter Kindern entwickelt, wenn keine Erwachsenen mehr da sind, zum anderen darum, dass sie merkwürdige Mutanten-Fähigkeiten entwickeln. Die Kombination aus beidem bietet jede Menge Potenzial, das hier auch voll ausgeschöpft wurde. Natürlich gibt es ein Geheimnis um das "Warum?" und "Wie?", allerdings nimmt das im Vergleich zu den anderen Themen bisher eine eher kleine Rolle ein. Und komplett aufgelöst wird natürlich auch noch nichts, schließlich geht die Geschichte noch weiter.

Während der erste Band "Verloren" die Gewaltbereitschaft zum Thema hatte, geht es nun vorrangig um tatsächlich angewendete Gewalt. Dabei werden die Gedankengänge der einzelnen Kinder immer sehr gut beschrieben, so dass man sie erschreckenderweise sogar gut verstehen kann. Oft bleibt einem aber auch einfach nur der Mund offen stehen und man fragt sich, wie es so weit kommen konnte. "Hunger" ist zwar ein Jugendroman, trotzdem beschreibt der Autor Michael Grant mit voller Wucht und ohne ein Blatt vor den Mund zu nehmen, was geschieht. Das will etwas heißen, wo doch durchaus gleich mehrere Personen sterben und sogar gefoltert wird. Gleich zu Anfang beginnt der Autor das Buch mit einer grausigen Szene, die einem die Verzweiflung der Kinder vor Augen führt.

"Gone" ist einfach mal etwas anderes, eine neue Idee, die viele Aspekte miteinander verknüpft. Es fällt schwer, die Reihe klar einem Genre zuzuordnen. Es ist ein Jugendabenteuer, aber auch eine Science Fiction-Geschichte, außerdem gibt es deutliche Thriller-Elemente und einen Hauch Fantasy. Insgesamt gesehen kann man den Roman sogar als Drama bezeichnen. Dieser Facettenreichtum macht aber gerade die Faszination aus. Natürlich muss man offen sein für all die Ideen, die hier miteinander vermengt werden. Wer sich darauf einlassen kann, wird mit einer packenden Geschichte belohnt, die einen von der ersten bis zur letzten Seite fesselt. Man darf gespannt sein, wie es weitergeht.


Dixie Road
Dixie Road
von Jean Dufaux
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 24,80

5.0 von 5 Sternen Ein Comic für Erwachsene - Schonungslos aber mit Gefühl, 11. Oktober 2011
Rezension bezieht sich auf: Dixie Road (Gebundene Ausgabe)
Der Comic "Dixie Road" spielt in den dreißiger Jahren in den USA. Es ist die Zeit der Rezession. Eine Zeit, in der es ungewöhnlich war, dass eine Frau Auto fuhr und sich zur Wehr setzte und eine Zeit, in der die Menschen Selbstjustiz übten, wenn ihnen ein Unrecht geschehen war. Auch Auftragsmörder waren gang und gäbe und von denen gibt es hier gleich mehrere. Das hier beschriebene Leben ist dem unseren gar nicht so fern und doch absolut unvorstellbar. Vorherrschend sind hier Gewalt und Misstrauen.

Erzählt wird die Geschichte aus der Sicht eines vierzehnjährigen Kindes. Allerdings stammen die Worte von einer deutlich älteren Versionen ihrer selbst, die man im Comic selbst nicht zu sehen bekommt. Dieser weibliche Standpunkt, der außerdem von einem noch jungen Mädchen kommt, verleiht der Handlung jedoch eine besondere Schärfe und Dramatik. Die Erwachsenen manövrieren sich oft mit voller Absicht in fragwürdige Situationen, während Dixie ihnen einfach nur folgen kann. Sie hat keine Wahl.

Was hier erzählt wird, ist bewegend und weiß den Leser zu berühren. Es gibt nicht nur Dixie und ihre Familie, sondern noch viele andere Charaktere, die kleine oder größere Rollen einnehmen. Selbst wenn es nur die durchschnittliche Arbeiterfamilie ist, die um jeden Doller kämpft, um zu überleben, man kann mit ihnen fühlen und ist ihnen für einen Augenblick nahe, auch wenn man sie nur wenige Bilder lang begleitet. Hier haben die Macher ein großes Talent bewiesen. Sie dringen intensiv zu den Gefühlen ihrer Leser vor und das auf eine eindringliche Weise.

Und obwohl es eine schmutzige Welt ist, in die man eintaucht, wird sie in großartigen und farbenfrohen Bildern dargestellt. Die Zeichnungen sind sehr realitätsnah und man merkt, dass hier sehr gut recherchiert wurde. Nicht nur das große Ganze stimmt, sondern auch auf Details wurde geachtet.

"Dixie Road" ist ein Comic für Erwachsene, der schonungslos, aber mit viel Gefühl vom Leben in einer Zeit und Umgebung erzählt, die wir uns heute nur noch schwer vorstellen können. Diese Gesamtausgabe enthält alle vier Bände und ist somit komplett und in sich abgeschlossen.


Siebengestirn: Band 2. Angusalem
Siebengestirn: Band 2. Angusalem
von André Houot
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 13,80

8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ein mittelmäßiger zweiter Teil, der sich hauptsächlich auf das Kampfgeschehen konzentriert, 11. Oktober 2011
"Angusalem" ist der zweite Band der "Siebengestirn"-Reihe. Insgesamt ist diese Comic-Serie von André Houot auf vier Bände angelegt. Erneut wird man in die bizarre Welt entführt, die er sich erdacht hat. Houot zeigt sich sowohl für die Geschichte als auch für die zeichnerische Umsetzung verantwortlich. Bei vielen Comics geht ein solches Unterfangen schief, hier beweist der Macher allerdings in beiden Bereichen sein Talent. Trotzdem merkt man dem Band deutlich an, dass es sich lediglich um einen Mittelteil handelt. Tatsächlich erfährt man eher wenig, was die komplexe Geschichte voranbringen würde. Ganz im Gegenteil hat Houot sich besonders auf das Abenteuer der Befreiung der Gefangenen aus dem mehr als ungewöhnlichen Krankenhaus beschäftigt.

Das besondere Interesse für diesen Comic entwickelt sich sicherlich gerade bei solchen Lesern, die ein außergewöhnliches Setting und bizarre Wesen mögen. Von beidem gibt es hier jede Menge. Aufzüge, die auf Plasmastrahlen fahren, Roboter auf Gefährten mit riesigen, ballonartigen Rädern, Tentakelmonster, organische Maschinen, die wie Menschen handeln, geheimnisvolle Apparaturen und vieles mehr bevölkern die Bilder. In diesem Bereich wurden viele neue Ideen umgesetzt, die zu begeistern wissen. Dafür werden die einzelnen Charaktere quasi nicht weiterentwickelt. Chronover und seine Freunde werden als aus Band 1 bekannt vorausgesetzt und müssen sich lediglich im Kampf beweisen. Viele seiner Begleiter aus der Karawane kommen nur am Rande vor. Man gewinnt lediglich einen Einblick in das "Krankenhaus" und erfährt etwas über die Verantwortlichen. Was wirklich hinter all dem Geschehen steckt und warum Chronover verfolgt wird, bleibt weiter fraglich und wird leider auch nicht weiter enthüllt. Etwas mehr Weiterentwicklung in der Geschichte hätte man sich hier durchaus gewünscht.

Gerade aufgrund zu einem großen Teil fehlender Weiterentwicklung der Hintergrundgeschichte ist der zweite Band von "Siebengestirn" leider nur ein gutes Mittelmaß. Bleibt zu hoffen, dass sich das nach dem interessanten Auftakt in den noch folgenden Teilen ändert.


Die Blutgabe
Die Blutgabe
von Franka Rubus
  Taschenbuch

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Eine ungewöhnliche, spannende und absolut lesenswerte Vampirgeschichte, 11. Oktober 2011
Rezension bezieht sich auf: Die Blutgabe (Taschenbuch)
"Die Blutgabe" ist der erste Teil einer Romanreihe, die auf mindestens zwei Teile angelegt ist. Allerdings ist der Handlungsfaden des ersten Bandes in sich abgeschlossen und für sich verständlich. Wie die Autorin Franka Rubus selbst in ihrem Dankestext sagt, ist die Idee für "Die Blutgabe" aus der Frage heraus entstanden, was passieren würde, wenn jeder Vampir jeden Tag von einem Menschen trinken würde und sich jeder Gebissenen wiederum in einen Blutsauger verwandeln würde. Daraus ist eine fiktive Welt entstanden, die fast nur noch von Vampiren bewohnt wird. Ihre Nahrung, also Menschen, werden in speziellen Lagern gezüchtet. Das bietet die Grundlage zur Handlung.

Im Mittelpunkt der Geschichte steht zunächst Red, ein Mensch, der zusammen mit dem Leser die Welt der Vampire kennenlernt, denn bisher hat er gut behütet, wenn auch unfrei, hinter Mauern gelebt. Mit Spannung verfolgt man, wie er nach und nach immer stärker wird. Man lernt die vier Vampire kennen, bei denen er lebt und begleitet ihn letztendlich in die Stadt zu den Blutern. Nach ungefähr der Hälfte der Handlung ändert sich die Erzählweise jedoch. Die Autorin wechselt zum Vampir Kris und seinem Arbeitgeber. Besonders ungewöhnlich dabei ist, dass auch ein Zeitsprung zurück vollzogen wird. Man erfährt noch mal von Anfang an, wie sich die Dinge aus Kris Sicht entwickeln. Dadurch, dass man einige Abläufe bereits kennt, wird es jedoch nicht weniger spannend, denn auch der Schauplatz ändert sich. Während sich der erste Teil fast ausschließlich auf das Ressort der Bloodstalkers beschränkte, wechselt der Schauplatz nun zu der Forschungsstation, in der Kris arbeitet. Man wird also mit einem komplett anderen Setting konfrontiert.

Im ersten Augenblick wirkt dieser Wechsel etwas verwirrend. Wenn man sich einmal daran gewöhnt hat, wird man jedoch mit einer ungewöhnlich vielschichtigen und tiefgreifenden Geschichte belohnt. Das Vampirthema wird hier mal auf eine ganz andere Art behandelt. Die einzelnen Charaktere wurden gut ausgearbeitet und wirken glaubwürdig. Lediglich zu der titelgebenden "Blutgabe" hätte man sich mehr Informationen gewünscht. Im Gegensatz zu vielen anderen Dingen wird weder erklärt, woher die individuellen, manipulativen Fähigkeiten, von denen jeder Vampir eine spezielle besitzt, kommen, noch wie sie funktionieren. Außerdem finden sie zwar Erwähnung, werden aber verhältnismäßig wenig eingesetzt.

Jeder, der den Roman mochte, wird sich sicher darüber freuen, dass für das nächste Jahr eine Fortsetzung geplant ist. Allerdings wird es für die Autorin schwer sein, das großartige und in sich absolut zufriedenstellende Ende, das sie dem Leser hier bietet, annehmbar weiterzuentwickeln. Man darf also gespannt sein, wie sich diese ungewöhnliche, spannende und absolut lesenswerte Geschichte noch entwickelt!


Dance in the Vampire Bund 04
Dance in the Vampire Bund 04
von Nozomu Tamaki
  Broschiert
Preis: EUR 14,00

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Eine spannende Fortsetzung mit Fokus auf den Werwölfen, 4. Oktober 2011
Rezension bezieht sich auf: Dance in the Vampire Bund 04 (Broschiert)
In diesem Band von "Dance in the Vampire Bund" geht es wieder voll zur Sache. Und das nicht nur, was die Kämpfe angeht, sondern auch emotional. Akira muss sich sowohl seinen Gegnern stellen, was nicht immer leicht ist, als auch seinen eigenen Gefühlen. Das ist manchmal sogar noch schwieriger, wenn im Kampf Menschen verletzt werden oder sterben, die ihm etwas bedeuten. Es werden hier zwei neue Geschichten erzählt, die jedoch sowohl miteinander als auch mit den vorangegangenen Ereignissen direkt zusammenhängen. Wie für einen japanischen Manga typisch ist die Struktur der Geschichte kompliziert und man sollte die bisherigen drei Bände kennen, bevor man diesen liest.

Die Charaktere werden konsequent weiterentwickelt, der besondere Fokus liegt diesmal auf Akiras Emotionen. Unter anderem muss er sich auch damit auseinandersetzen, dass er seinen eigenen Bruder aus Angst um ihn so streng behandelt, wie es auch sein Vater mit ihm tut, dem er Gefühlskälte vorwirft. Das sorgt für Einblick in die gesamte Familienstruktur der Regendorfs und man erfährt einiges über die Beweggründe der einzelnen Figuren. Außerdem werden einige neue Charaktere eingeführt, die von brutal und abstoßend bis süß und niedlich reichen.

Besonders auffällig ist bei diesem Band, dass er sowohl einige sehr brutale Szenen enthält, aber gleichzeitig auf Niedlichkeit setzt. Es gibt einige Zeitsprünge in Akiras Vergangenheit, bei denen er und einige seiner Freunde als junge Werwölfe gezeigt werden. Von Brutalität oder monsterhaft verzerrten Gesichtszügen kann hier aber nicht die Rede sein, sie sehen allesamt extrem putzig aus, was einen starken Kontrast zur sonstigen Geschichte bietet, aber auch ihre Verbundenheit optisch unterstützt.

Insgesamt ist der vierte Band von "Dance in the Vampire Bund" für alle Leser spannend, die auch bisher mit Spaß die Serie verfolgt haben. Man dringt immer weiter in die Welt der Vampire und Werwölfe ein und es entsteht nach und nach eine komplexe Gesellschaftsstruktur. Allerdings muss man die Vermischung aus Niedlichkeit und Brutalität ebenso mögen wie die typisch japanische Art der Erzählung.


Ouran High School Host Club - Gesamtausgabe (Premiumbox) [6 DVDs]
Ouran High School Host Club - Gesamtausgabe (Premiumbox) [6 DVDs]
DVD ~ Katja Primel

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Niedlich, lustig und total überdreht., 4. Oktober 2011
"Ouran High School Host Club" ist ein Anime, der durch seinen einzigartigen Humor besticht. Nichts ist hier wirklich ernst gemeint. Alleine die Idee des Mädchen an einer Eliteschule, das alle für einen Jungen halten ist für sich gesehen schon komisch, aber was den Machern dazu noch an allerlei Witzigem einfiel, ist wirklich spektakulär.

Da sind zum einen natürlich die sehr unterschiedlichen Figuren. Die Jungs im Club sind durchaus faszinierend. Der eine ist extrem eingebildet und komplett von sich eingenommen, ein anderer noch ein kleines Kind aber fast intelligenter als alle anderen zusammen, es gibt die Zwillinge, die sich so ähnlich sehen, dass sie kaum einer unterscheiden kann und noch ein paar mehr. Jede dieser Figuren hat ihre eigenen Stärken und Schwächen, die auf das äußerste überzeichnet dargestellt werden und deswegen für jede Menge Lacher sorgen.

Zum anderen hat man die unterschiedlichen Begebenheiten an sich. Den Kreateuren sind hier wirklich ulkige Sachen eingefallen. Vom Arztbesuch, bei dem natürlich keiner merken darf, das Haruhi ein Mädchen ist, bis zu dem aufeinander prallen der verschiedensten Lebensweisen ist alles dabei. Es gibt Tragik und Komik. Das tolle ist, dass sich die Serie selbst nicht zu ernst nimmt. Teilweise macht sie sich über sich selbst lustig, weshalb es erst besonderen Spaß macht. Selten hat man bei einem Anime so viel gelacht. Passend dazu werden einzelne Figuren als überniedliche Chibis gezeigt.

Trotz des vielen Humors kommt der gefühlvolle Teil nicht zu kurz. In feinen Untertönen wird es durchaus auch immer wieder etwas ernster oder liebevoller, ansonsten wäre es schließlich reiner Slapstick. Es gibt kleinere Romanzen, die beleuchtet werden und natürlich, als großen Thema, die Durchschnittlichkeit von Haruhi, die sie gegenüber der Elite trotzdem zu etwas ganz besonderem macht.

Die Gesamtausgabe in dieser Box ist auch eine besondere Erwähnung wert, denn der Verlag hat sich in mit Gestaltung große Mühe gegeben. Man bekommt eine Pappbox, die sich in zwei Teilen auseinander ziehen lässt. Darin befindet sich die eigentlich DVD-Hülle, die sich aber ebenso ungewöhnlich nach oben öffnen lässt. Da verzichtet man auch gerne auf ein Booklet.

Die Synchronisation ist vorbildlich. Alle Sprecher passen gut zu ihren Rollen. Wer mag, kann sich das Ganze aber natürlich auch im japanischen Originalton ansehen.

Insgesamt eine absolut gelungene Box, die einfach nur Spaß macht.


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