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Rezensionen verfasst von
FjodrDosti

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Howlin' Wolf / Moanin' in the Moonlight
Howlin' Wolf / Moanin' in the Moonlight
Preis: EUR 12,49

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Großartig - aber das Fadeout nervt, 26. Juli 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Die ersten beiden Langspielplatten von Howlin' Wolf sind hier vereint: was für eine Zusammenstellung! Da kann auch keine Best-of-Zusammenstellung mithalten.

Der Sound ist großartig. Die Musiker sind fantastisch: große Namen findet man wie Willie Dixon am Bass, der zahlreiche Hits für Howlin Wolf schrieb wie „Evil“ oder „The red rooster“ und ganz allgemein als einer der größten Songwriter des Blues zählt, dann noch Otis Spann am Piano, Willie Johnson an der Gitarre.

Eigentlich jeder berühmte Howlin Wolf Song findet sich hier auf dieser unglaublichen CD (meiner Meinung nach fehlt eigentlich nur „Commit a crime“).

Was mich aber ärgert an dieser CD ist das ständige Fadeout. Mir ist es ein Rätsel, wie man diesen Songs ihr Ende stehlen konnte – kein einziger Track wurde verschont, immer werden die Songs einfach zum Ende hin leise gestellt. Eine Untat!

Aber scheinbar gibt es keine Version dieser Alben, bei denen diese Beschneidung nicht stattgefunden hätte.

Trotzdem möchte ich jedem diese CD empfehlen, der sich für Howlin Wolf oder ganz allgemein für Bluesmusik interessiert.

Einfach die Stimme von Howlin Wolf genießen, die nachfolgende Größen wie Captain Beefheart, Tom Waits und auch Jim Morrison stark beeinflusste.

Für mich ist das eine der perfektesten Blues-CDs überhaupt. Wenn, wie gesagt, dieses Fadeout bloß nicht wäre....


The Danger of Light (Deluxe Edition)
The Danger of Light (Deluxe Edition)
Preis: EUR 21,98

36 von 41 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wow!, 6. Oktober 2012
Ein wunderbares Album, das mich sofort in seinen Bann zog. Und das bei jedem Hören weiter wächst.

Wie von Sophie Hunger gewohnt ist diese Platte wieder sehr melancholisch geworden, die Musik wirkt aber stellenweise ruppiger und härter als auf den Vorgängeralben. So könnte der Anfang des Titels "Souldier" auch eine Pianoballade von Trent Resznor sein.

Um gleich mit den Vergleichen weiterzumachen: das neue Album ist ideal für Freunde des großen Leonard Cohen, denn auch bei Sophie Hunger drehen sich die Songs um das Thema Freiheit. Ein Höhepunkt des Albums ist das auf schwitzerdeutsch vorgetragene „Lied vor Freiheitsstatue“. (Und ich finde ja, dass ihre im Schweizer Dialekt gesungenen Lieder zu ihren besten gehören – auch wenn ich davon kein Wort verstehe, klingt diese Sprache einfach unglaublich schön. Und wenn Sophie Hunger sie singt, könnte das auch elbisch sein, so zauberhaft klingt das...)

„LikeLikeLike“ wiederum ist ein euphorischer Liebessong (und ist eine Verbeugung vor dem durch Dylan bekanntgewordenen Song «Baby, Let Me Follow You Down» und „Hey Jude“ von den Beatles). Und wenn der Song mal kein Hitpotential hat, weiß ich auch nicht...

Übrigens muss man unbedingt die Deluxe-Version kaufen, die Bonustracks sind weitere Höhepunkte dieser Platte.
Wurde schon mal „One, two many mornings“ von Bob Dylan so klar, so einfach und so schön vorgetragen?

Die gesamte Klasse von Sophie Hunger zeigt sich beim Abschluss der Platte mit „Ne me quitte pas“. Diesen großen Brel-Song zu covern ist mutig wenn man an die Geschichte dieses Songs und an die Version Nina Simones denkt, aber Sophie Hunger muss sich mit ihrer ganz eigenen Version nicht vor ihren Vorbildern verstecken. Man staunt einfach über diese Aufnahme, hervorragend arrangiert, man bekommt eine Gänsehaut wenn die Bläser einsetzen und Sophies Hungers Stimme zum Schluss nur noch von einem brüchigen Cello begleitet wird, bis sie die letzten Sätze allein in die Leere spricht „Ne me quitte pas – verlass mi net“.

Ein fantastisches Album für Fans von Bob Dylan, Tom Waits, Jaques Brel, Chet Baker oder Leonard Cohen.

Gewappnet mit dieser Musik kann der Herbst einem nichts mehr anhaben!
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Sep 10, 2014 10:07 PM MEST


Bluejeans & Moonbeams
Bluejeans & Moonbeams
Preis: EUR 10,99

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kein schlechtes Album, 9. Mai 2012
Rezension bezieht sich auf: Bluejeans & Moonbeams (Audio CD)
Muss man sich schämen, wenn man diese Platte mag?

Diesen "kommerziellen Schrott"? Eine Platte, von der sich ja auch der Captain selbst distanziert hat?

Was kommt als nächstes in der persönlichen Entwicklung, fragt man sich da. Florian Silbereisen etwa? In dem Falle tritt aber wahrscheinlich auch Tom Waits in nächster Zeit bei Florian Silbereisen auf - denn für mich ist "Bluejeans & Moonbeams" mit Sicherheit eins nicht: "kommerzieller Schrott". Aus den Songs hätte der Captain vielleicht mehr machen können. Trotzdem lädt diese Scheibe den Hörer ein, einige wirklich interessante Musikstücke zu entdecken, obwohl sie auch nicht viel mit den "großen" Werken des Captains zu tun hat. Dafür entpuppt sie sich dann doch als zu brav.

Natürlich ist das kein bahnbrechendes Album. Natürlich kann man froh sein, dass es floppte. Dass Captain Beefheart wieder andere Wege einschlug, nachdem er merkte, dass diese Beefheart-light-Version nicht den erhofften finanziellen Segen einbrachte.

Trotzdem: auf "Bluejeans & Moonbeams" sind extrem gute Tracks enthalten, allen voran ein fantastisches Cover des JJ Cale Songs "Same old Blues", der sich in eine abgründige, tiefschwarze Selbstmordballade verwandelt. Für mich persönlich ist dieser Track ein Highlight in Beefhearts Schaffen.

Das extrem funkige, sexuell aufgeladene "Party Of Special Things To Do" hätte mit anderen Musikern/einem anderen musikalischen Konzept ein "normaler" Beefheartsong mit Ecken und Kanten werden können. Die Studioversion wirkt etwas weichgekocht, macht aber trotzdem Spaß. Übrigens wurde der Titel kongenial von den White Stripes gecovert.

Dann gibt es noch ein paar nette Balladen wie "Further we have gone", der ein wenig an Nick Cave erinnert.

"Twist ah Luck" ist ein feiner, treibender Bluessong bei dem Beefheart mit seinem famosen Mundharmonikaspiel besticht.

Ich gebe diesem Album fünf Sterne, allein schon deswegen weil ich über jede Minute Musik dankbar bin, die der Captain aufgenommen hat.

Übrigens finden sich auf youtube tolle Konzertmitschnitte von dieser Phase von Captain Beefheart. Seine Band wurde von Fans häufig enttäuscht nur noch "Tragic Band" genannt. Die Mitschnitte beweisen das Gegenteil. Diese "Tragic Band" konnte extrem energiegeladenen Bluesrock spielen. Kein avantgardistischer Sound vielleicht, nichts richtungsweisendes, aber trotzdem gute Unterhaltung. Und das findet sich auch auf der Bluejeans-scheibe wieder.

Einfach die unvergleichliche Stimme Beefhearts genießen und ein paar gute, wenn auch konventionelle Songs entdecken - darum geht es hier.


Sketches from the Book of the Dead
Sketches from the Book of the Dead
Preis: EUR 17,99

6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Nick Cave vs. Mick Harvey - wer beeinflusst wen?, 6. September 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Sketches from the Book of the Dead (Audio CD)
Mick Harvey, Gitarrist von 'The Birthday Party' und 'Nick Cave and The Bad Seeds' ließ vor nicht langer Zeit das Weltbild von Nick Cave-Fans aus aller Welt zusammenbrechen:

Blixa Bargeld war ausgetreten bei den Bad Seeds, doch nie, niemals würde auch Mick Harvey dieses tun, Jugendfreund und Coautor zahlreicher Caveklassiker wie 'The mercy seat'.

Aber wie Blixa Bargeld tat er es, und auch aus ähnlichen Gründen: er hatte nicht mehr genug Einfluss auf die Musik der Bad Seeds, den hatten nunmehr nur noch Nick Cave am Piano und Warren Ellis an der Geige (und an zahlreichen anderen besaiteten, häufig zur Unkenntlichkeit verzerrten Instrumenten) inne. Und überhaupt schienen sich viele Klassiker wie 'The weeping song' unter dem neuen Vorreitergespann in laut Harvey "stupide Rocksongs" zu verwandeln.

Naja, wie auch immer man Nick Caves neue Schaffensperiode bewerten mag, sie hat dem geneigten Hörer vor allem eins beschert: die vielleicht beste Platte Blixa Bargelds seiner Karriere in dem Duo ANBB und vor allem Mick Harveys erstes Soloalbum!

Nick Caves Stimme ist sicherlich stärker, wenn es ums melodramatische geht, aber Mick Harvey kommt ohne das (häufig bei Cave etwas dick aufgetragene) Pathos aus und lässt das hervortreten, was die Bad Seeds so stark gemacht hat auf Alben wie 'The Boatmans Call' oder 'Your funeral my trial'. Reduzierung auf das Wesentliche. Den Mut haben, von sich selbst zu erzählen anstatt von Monstern, die Herr Cave so gerne in seinen Murder Ballads erschuff.

Und bei vielen Takten des neuen Mick Harvey Albums denkt man: oh, da saß ja wohl Nick Cave am Piano. Ähnlich ging es mir bei der grandiosen Platte 'Let England shake' von PJ Harvey, bei der ebenfalls Mick Harvey am Piano wichtige Akzente setzte.

Alle, die Nick Cave gerne mögen, müssen unbedingt 'The book of the Dead' kaufen.

An dieser Stelle möchte ich mich gleich beim Songwriter Mick Harvey entschuldigen, da ich so häufig von Nick Cave gesprochen habe. Aber wenn man diese Musik hört, fragt man sich wirklich, wer eigentlich maßgeblich war für die großen Nick CDave Alben? Das betrifft nicht das Songwriting an sich (Mick Harvey spielt nicht in der gleichen Liga wie PJ Harvey oder Nick Cave), aber die Art und Weise wie die Musik instrumentiert wird. Mick Harvey sagte in einem Interview, er sehe sich nicht als Songwriter sondern als einer, der vorhandene Songs besser macht.

Man höre das unglaublich schöne 'How would I leave you' an und erstaune! Oder das Rowland S. Howard gewidmete Stück 'October Boy' (Rowland S. Howard war übrigens der geniale Gitarrist bei 'The Birthday Party', mit dem Mick Harvey bis zu Howards viel zu frühen Tode eine tiefe Freundschaft verband.) Mick Harvey lässt in seinen zahlreichen Geschichten/Balladen die Toten wiederauferstehen, ohne in Schmerzenspathos abzutriften. Die Musik ist teilweise überraschend leicht, die Texte humorvoll und ironisch, mit 'Famous last words' ist sogar ein wirklich starker Rocksong entstanden, bei dem man einfach automatisch mittanzen muss.

Abschließend kann man nur sagen:
kaufen! Anhören, genießen... Dieses Album ist genau das richtige für die nahenden Herbsttage.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jan 10, 2014 5:46 PM CET


Praise & Blame
Praise & Blame
Preis: EUR 7,99

5.0 von 5 Sternen Große Musik!, 11. Mai 2011
Rezension bezieht sich auf: Praise & Blame (Audio CD)
Ich mochte immer die Stimme von Tom Jones, nur die Musik überzeugte mich nie so, dass ich auch eine Platte von ihm kaufte.

Mit "Praise & Blame" hat sich Tom Jones aber eindeutig geändert, er covert congenial Blues,- und Gospelsongs. "Burning Hell", geschrieben von John Lee Hooker, ist einer der vielen Höhepunkte und lässt sich stellvertrentend fürs gesamte Album nehmen: ein stampfender Rythmus, eine Slidegitarre und dazu der kraftvolle und facettenreiche Bariton von Tom Jones. Überhaupt wurde die Musik auf diesem Album aufs nötigste reduziert: eine sparsame Instrumentierung, die Rythmik steht im Vordergrund, diese Platte rockt gewaltig. Energiegeladene Gospel und klagendster Blues wechseln einander ab, gehen ineinader über.

Auch die ruhigen Töne wissen zu überzeugen: die Bob Dylan Ballade "What good am I" gewinnt durch Tom Jones Stimme noch an zusätzlicher Tiefe.

Man kann hoffen, dass Tom Jones seiner neuen Linie treu bleibt und auf den Spuren von Johnny Cash weiterwandelt.


John Coltrane & Duke Ellington
John Coltrane & Duke Ellington
Preis: EUR 10,98

6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Meisterwerk, 11. Mai 2011
Rezension bezieht sich auf: John Coltrane & Duke Ellington (Audio CD)
Ich hörte die ersten Takte von "Sentimental Mood" und war sofort verliebt in diese Musik. Bisher war ich kein Jazzfan, hab mich eher für Blues und Rock interessiert, aber mit diesem Album hat sich alles verändert!

Auch das Schlagzeug fand ich nicht zu laut, wie ein anderer Rezensent schrieb. Eigentlich spielen alle Instrumente recht gleichberechtigt, wobei John Coltrane natürlich dann doch den Klang dominiert. Die Musik ist eine Einheit, sehr kraftvoll und auch eingängig.

Wenn ich von mir auf andere schließen darf, ist dieses Album auch für Menschen, die bisher wenig mit Jazz zu tun hatten, empfehlenswert. Oder mehr als das: es ist die perfekte Einstiegsdroge!


Back Door Wolf
Back Door Wolf
Preis: EUR 10,10

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gutes, aber trotzdem eher durchschnittliches Album, 11. Mai 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Back Door Wolf (Audio CD)
Keine Frage, dieses Album ist durchaus gelungen: die Stimme von Howlin Wolf allein rechtfertigt den Kauf, wunderbar rauh und einfach cool. Die Musik ist kraftvoll und fast zeitlos, vor allem der Opener "Moving" sticht heraus. Leider wird der Spaß etwas getrübt durch ein vorsinntflutliches Keyboard (oder was auch immer da angeschlossen wurde), dem sogar ein Game Boy klanglich überlegen wäre. Vielleicht kann man das ja ganz charmant finden, vielleicht mögen einige diesen Sound sogar - ich fands nervig, gerade "Speak now woman" wird durch dieses Spielhöhlengeklimper wirklich anstrengend. Wie großartig wäre dieser Song gespielt von einem Piano, das ja in anderen Songs des Albums gute Arbeit tut... Gott sei dank wurde dieses merkwürdige Instrument ansonsten sparsam eingesetzt.

Leuten, die bisher nichts von Howlin Wolf haben, würde ich aber vielleicht eine der zahlreichen Best-of empfehlen, beispielsweise die schlicht mit "Evil" betitelte Sammlung hat es mir sehr angetan. So schön "The Back Door Wolf" auch ist, so großartige Songs wie "Smokestack Lightnin'", "Going back home" oder "Evil" enthält es halt nicht.
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Oct 12, 2012 4:21 PM MEST


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