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LapOfGods

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Perfect Strangers Live
Perfect Strangers Live
Preis: EUR 15,99

11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Nicht von 1972 aber verdammt gut, 31. Oktober 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Perfect Strangers Live (Audio CD)
Ich habe auch ein paar kritische Bewertungen hier vorher gelesen und dachte mir, hoffentlich jubeln die mir kein mäßiges Bootleg unter. Die Befürchtung war völlig unbegründet, diese Qualität hätte auch (hoffentlich) jede offizielle Veröffentlichung JEDER Band Mitte der 80er gehabt.

Und ich finde sie auch heute noch gut. Bühnen waren in den 70ern und 80ern halt nur zum Teil ausgeleuchtet, was mir auch durchaus gefällt. Der Ton ist wirklich gut, aber das ist hier ist natürlich kein Studio-Album von Pink Floyd. Und die beiden anderen Veröffentlichungen aus dieser Zeit (Knebworth 85 und Nobody's Perfect (Live 87)) klingen eher schlechter.

Das Set aus 2 CDs und einer DVD kostet gerade mal 15,99 - da sollte sich eh jede Kritik verbieten. Bis auf eine vielleicht: Dem Set liegt auch noch ein farbig bebildertes Booklet mit seinem dieser unvermeidlichen Musikjournalisten-Essays bei. Die Deep Purple Konzerte sind eigentlich bestens dokumentiert und trotzdem schaffen sie es nicht drauf zu schreiben, wo und wann das Konzert aufgenommen wurde. Mittlerweile ist es klar, dass es eines der 3 Konzerte aus Sydney ist, wahrscheinlich das letzte vom 14.12.1984. In Australien absolvierten sie damals ihre Aufwärmgigs bevor es auf die großen Bühnen nach Nordamerika und Europa ging.

Das Bonusmaterial (23 Minuten kurzweilige Doku) kann man gucken, kennt man vielleicht auch noch nicht unbedingt vollständig, ist aber offensichtlich VHS-basiert (was man hört und sieht). Sollen sie es deswegen weglassen? Nö. Nette Dreingabe.

1985 war das Comeback von Deep Purple die Konzertsensation des Jahres. In Deutschland spielten sie gerade mal 2 riesige Open-Air-Konzerte in Mannheim und Nürnberg - Veranstaltungen, die ich eigentlich gar nicht mag. Aber weil es halt Deep Purple waren habe ich mir damals den gemeingefährlichen 24h-Trip von Essen nach Nürnberg und zurück angetan. Und ich wurde zumindest von Deep Purple nicht enttäuscht, die einen langen Set boten (den gleichen wie hier) dessen Eckpfeiler auf "Made In Japan" (ohne die ultralangen 72er Instrumentalpassagen) beruhten. Dazwischen wurden Stücke von "Perfect Strangers" und Rainbows "Difficult To Cure" (Beethovens Neunte) eingestreut.

Setlisttechnisch und auch stilistisch bilden diese Konzerte von 84/85 die Brücke zwischen den klassischen 72/73er Mk.II-Sets und dem, was ab etwa 1993 folgte. Es gibt hier noch die Soloeinlagen und Improvisationsansätze, aber weit straffer als in den 70ern. Allerdings auch nicht so sehr geglättet wie in den 90ern. Das grandiose "Space Truckin'" gewinnt z.B. so dramatisch gegenüber den Livefassungen aus den 70ern, weil halt auch noch was vom Stück selber übrig bleibt.

Der Gitarrensound, die Orgel, das knallt alles noch viel mehr als heute, wobei ich die heutigen Airey/Morse-Deep-Purple auch mag (oft genug gesehen). Es ist halt anders, aber wir sind ja mittlerweile auch noch mal fast 30 Jahre weiter. Trotzdem ist es schön einige Sachen mal wieder in (fast) der alten Aggressivität und Verspieltheit (Lord!) zu hören. Und Videos von damals gab es bisher nur ausschnittsweise (auf New, Live & Rare), hier gibt es erstmals eine vollständige Show.

Ein wirklich gutes Produkt, wo mir kein Grund einfällt, warum man das nicht kaufen sollte.

@DeepPurple: Wenn Ihr noch mehr von der Sorte auf Lager habt, dann her damit.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Nov 4, 2013 3:37 PM CET


The Others
The Others
DVD ~ Nicole Kidman
Wird angeboten von Multi-Media-Trade GmbH - Alle Preisangaben inkl. MwSt.
Preis: EUR 10,25

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Überfilm des blutlosen Horrors, 15. September 2013
Rezension bezieht sich auf: The Others (DVD)
Ich will dazu gar nicht so viel sagen für den Fall, dass den einer tatsächlich noch nicht im TV gesehen hat. Aber seit ich diesen Film das erste Mal gesehen habe, ist er mir mit seiner wahnwitzigen Story eindrucksvoll im Kopf geblieben. Wer es mag, wie sich eine Erzählung unvorhersehbar entwickelt und auf Action verzichten kann, ist hier genau richtig aufgehoben.

Ist das wirklich Horror? So ganz ohne Horror-Bilder? Ich weiß es nicht, aber es ist richtig gut. Wahrscheinlich ist es Mystery (wenn man denn eine Schublade braucht), aber das merkt man auch erst, wenn der Film fast vorbei ist. Toll gemacht. Ohne jede Einschränkung.


The EMI Years (1985-1988)
The EMI Years (1985-1988)
Preis: EUR 18,98

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mathematisches Phänomen, 14. September 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: The EMI Years (1985-1988) (Audio CD)
Kein Album dieser Box ist 5 Punkte wert, die Box aber schon.

In dieser Box sind die kommerziell angepassten Alben von Saxon nach ihrer Hochphase von 1980-82, die ich einzeln mit einer guten 3 (Innocence Is No Excuse), einer 4 (Rock The Nations) und einer 2 (Destiny) bewerten würde. Der Box gebe ich dennoch 5 Sterne - komisch ne?

Hier steht für mich ganz klar das Preis-Leistungs-Verhältnis im Vordergrund: 3 Alben plus das sehr gute 85er Konzert (5 Sterne). Den Preis von 16,99 ist es allemal wert, auch wenn IINE und insbesondere "Desiny" einige Längen/Dürftigkeiten enthalten, die dem Kommerzialisierungswahn Saxons und ihrer Plattenfirmen geschuldet sind, der eh nicht funktionieren konnte, weil er schlicht nicht überzeugte.

Man kann natürlich guten kommerziellen Metal/Hard Rock spielen, aber zu Saxon passte das halt meist weniger. Trotzdem bleibt auch aus dieser Phase so viel übrig, dass diese Box eine sinnvolle Anschaffung ist. Sie enthält weniger Bonus-Material als die Remaster, was sich aber auch in Teilen von denen unterscheidet.

Der Reihe nach:

Innocence Is No Excuse: Nicht ganz schlecht, aber außerhalb der beiden Kronjuwelen "Back On The Streets" und "Broken Heroes" zu belanglos (und auch poppig). Das galt aber auch schon für die Vorgängeralben "Power And The Glory" (belanglos) und "Crusader" (poppig). Man beachte aber hier die sehr gelungene (poppige) 12"-Version von "Back On Streets" unter den Bonustracks.

Hammersmith 85: Kann nur gut sein. Ist es auch. Hat eigentlich fast eine noch bessere Setlist als das offizielle 82er Live-Album "The Eagle Has Landed". Ist alleine das Geld wert.

Rock The Nations: Deutlich rockiger als zuvor. Das Titelstück und "Battle Cry" sind hier die Highlights. Aber auch einiges andere ist wirklich nicht schlecht ("Northern Lady", "Waiting For The Night"). Das beste Album seit "Denim & Leather" (1981).

Destiny: Und dann das. Die sehr poppige Single "I Can't Wait Anymore" ist sicher noch ganz OK. Die Cover-Version von Christopher Cross' "Ride Like The Wind" kann man sicher hören, aber wenn es sie nicht gegeben hätte, wäre die Welt auch nicht untergangen. Und sonst? ... Puh!

Verständlicher (vermuteter) Kritikpunkt der Hardcore-Saxon-Fans (zu denen ich nicht ganz gehöre): Da kauf ich mir die Remaster einzeln mit ihren Bonus-Tracks und muss mir das Ding auch noch mal kaufen, da es andere Bonus-Tracks enthält. Ja, Ihr habt absolut recht. Normalerweise würde ich auch die Plattenfirma für sowas abwatschen, aber hier erscheint es mir angesichts des günstigen Preises durchaus (noch) so eben gerechtfertigt, weil eben nicht so ganz wenig an Extras geboten wird. Aber ärgerlich ist's irgendwie schon 3 oder 4x "Rock The Nations" (Vinyl, CD, Remaster, Box) zuhause rumstehen zu haben. Und die nächste Deluxe-Edition oder das 2016er Remaster (20th Anniversary) lauern schon.

Eigentlich ist diese Box das ideale Produkt für den, der Saxon "nur" mag oder ganz interresant findet. Das Pendant zu dieser Box mit der wirklich klassischen Phase von 79-84 (eigentlich 80-82) sollte man aber natürlich vorher kaufen, denn das ist das, was Saxon war und immer sein wird.


Aersosmith - At Tokyo Stadium 2002
Aersosmith - At Tokyo Stadium 2002
DVD ~ Aerosmith
Wird angeboten von NUEVO
Preis: EUR 10,00

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Mehr als OK für den Preis., 14. September 2013
Rezension bezieht sich auf: Aersosmith - At Tokyo Stadium 2002 (DVD)
Das war ein Webcast bei der WM 2002, was die Artefakte im Bild erklärt. So dramatisch ist das aber nicht. Etwas schlechter als die TV-Qualität vom Yokohama Konzert 2004. Wenn man nicht direkt mit der Nase vor dem Bildschirm sitzt, fällt es kaum auf.

Der Sound ist absolut gut. Nicht brilliant, aber mindestens das, was man auch bei einer TV-Übertragung erwarten würde. Halt Standard-DD-2.0, aber da sehe ich keinen Grund zur Klage.

Qualitativ ist diese DVD das, was man von einem kommerziell veröffentlichten Quasi-Bootleg erwarten können sollte. Ich denke, dem kann die Scheibe gerecht werden. Da von Aerosmith offiziell ja nichts brauchbares kommt, muss der Fan halt damit Vorlieb nehmen. Wenn er mit den Artefakten (echt nicht so schlimm) leben kann, dann kann er sich hier durchaus einen Gefallen tun.

Im Bild ist links oben das MP-Logo zu sehen, die ja vor einigen Jahren einige rechtlich zweifelhafte Veröffentlichungen (ZUM GLÜCK!!!!) auf den Markt brachten. Natürlich nicht in der Qualität, wie die Bands selber veröffentlichen würden, aber doch - so weit ich den Überblick habe - in ganz guter Qualität. Kein Schrott jedenfalls.

Zum Konzert selber: Für meinen Geschmack etwas viel neuere Sachen aus der Schmuserock-Phase und etwas zu wenig von davor. Von den neueren Sachen sind allerdings mit "Pink" und "Jaded" auch ein paar der Besseren dabei. "Girls Of Summer" ist zwar nicht der Knaller, aber wo gibt's das sonst? Auch "Theme From Spider Man" ist so ein Exot. Mein ewiger Liebling "Draw The Line" ist aber genauso dabei wie das schön schmutzige "Mama Kin". Und "Back In The Saddle" als Opener hat schon was episches. Das entschädigt für vieles und dafür kann man auch "Cryin'" und so ein Zeugs über sich ergehen lassen. Es ist halt Aerosmith und die sind selbt mit sowas wie "I Don't Wanna Miss A Thing" nicht wirklich schlecht - obwohl sie natürlich viel besseres zu bieten hätten.

Also: Die Bildtechnik ist nicht ganz optimal und die Setlist sicher auch nicht. Aber es ist eine der wenigen (allesamt inoffiziellen) Veröffentlichungen, die mal ein vollständiges Aerosmith-Konzert enthält und wo keiner drin rumquatscht. Wenn man nicht der video- oder audiophile Aerosmith-Fan ist, kann man damit sicher was anfangen. Als nur gelegentlicher Aerosmith-Interessent übrigens auch. Das ist mehr Aerosmith als auf jeder offiziellen Veröffentlichung. Vorausgesetzt Yokohama 2004 hat man schon. Denn die DVD ist noch besser.


Can-Am. The Speed Odyssey
Can-Am. The Speed Odyssey

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Phantastisch, 6. September 2013
Rezension bezieht sich auf: Can-Am. The Speed Odyssey (DVD)
Hier gibt es fast ausschließlich historisches Bildmaterial von den Strecken, dem Publikum, den Fahrern im Interview, den Autos in der Werkstatt und vor allen Dingen den Autos auf der Strecke zu sehen. Nur 2 oder 3 Minuten scheinen neueren Datums zu sein. Das alte, durchweg farbige Bildmaterial hat zu 99% eine erstklassige Bildqualität.

Das Ganze ist chronologisch angeordnet und mit einem Kommentar versehen, der einen gewissen Live-Charakter vermittelt, aber völlig unaufgeregt daher kommt. Er bildet eine gelungene Klammer um das Material, dass aus vielen verschiedenen Quellen stammt, und lässt einen Film wie aus einem Guß entstehen. Rundherum klasse gemacht.

Exoten wie die Honker oder March tauchen hier seltener bis gar nicht auf, da sie halt in den Rennen keinen sportlichen Eindruck hinterließen. (Aber schön waren sie trotzdem). Dafür gibt's Bilder vom einzigen Can-Am-Sieg des für diese Serie nicht gerade typischen (weil völlig untermotorisierten) Porsche 908.

Der Informationsgehalt mag geringer sein als bei "Can-Am Thunder" (der anderen DVD zur Can-Am), aber es entsteht ein Bilderrausch wie bei einem gute Musikvideo, nur dass man sich hier über 94 Minuten an der Schönheit der Strecken und Autos erfreuen kann. Ich bin begeistert.

Da stört es auch nicht weiter, dass die Jahre 1969 und 1973 was arg knapp abgehandelt werden und das letzte Can-Am Jahr 1974 ganz unter den Tisch fällt. "The Speed Odyssey" ist halt mehr eine Ode an die Zeit und Schönheit und man musste sicher auch mit dem Material leben, was man überhaupt auftreiben konnte.

Ich habe nicht viele Motorsport-DVDs gesehen, aber so wie "The Speed Odyssey" müssen sie meiner Meinung nach sein.

Mit "The Speed Odyssey" kann sicher auch der was anfangen, der nur ein dürftiges Schulenglisch spricht, weil hier klar die Bilder im Vordergrund stehen und der Informationsgehalt relativ einfach zu verstehen ist ("Hulme leads").


Can-Am Thunder
Can-Am Thunder
DVD ~ Bruce Cox
Preis: EUR 17,99

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Die zweitbeste Wahl, 6. September 2013
Rezension bezieht sich auf: Can-Am Thunder (DVD)
Can-Am Thunder besteht im wesentlichen aus aktuellen Interviews von Can-Am Intimkenner und -Photograph Pete Lyons sowie Fahrer- und Teamchefs (Surtees, Bryant, Hall, Haywood, Oliver) in denen der Reihe nach die einzelnen Marken der Can-Am besprochen werden. Dazu gibt es (deutlich zu wenig) historische Einspielfilme (in allerdings guter Qualität) und bewegte Bilder von aktuellen Can-Am Oldietreffen.

Aufgrund dieses Ansatzes gibt es auch ein wenig bewegtes Bildmaterial von den wenig erfolgreichen Ferrari, March und BRM zu sehen.

Leider sind zu oft die Interviewpartner im Bild und nicht die Autos. Das gilt vor allen Dingen für die 2.Hälfte der mit 148 Minuten ziemlich langen DVD. Informativ ist es allerdings durchaus, wenn Lyons z.B. die Innovationen der ersten Chaparrals (Kühler an der Seite, Spoilerstellung per Fußpedal) und insbesondere den "Sucker" 2J beschreibt. Auch Anekdötchen der alten Herren gibt es - was Wunder - natürlich reichlich.

Diese Scheibe wäre vielleicht trotzdem die ultimative (weil einzige) Can-Am-DVD, wäre nicht etwa zeitgleich (2008) die fast perfekte DVD "The Speed Odyssey" erschienen, die allerdings einen ganz anderen Ansatz hat.

Hier gibt es fast ausschließlich historisches Bildmaterial von den Strecken, dem Publikum, den Fahrern im Interview, den Autos in der Werkstatt und vor allen Dingen den Autos auf der Strecke zu sehen. Nur 2 oder 3 Minuten scheinen neueren Datums zu sein. Der Film wäre meine 1.Wahl in Sachen Can-Am.

Mit "The Speed Odyssey" kann sicher auch der was anfangen, der nur ein dürftiges Schulenglisch spricht, weil hier klar die Bilder im Vordergrund stehen und der Informationsgehalt relativ einfach zu verstehen ist ("Hulme leads"). Für "Can-Am Thunder" sollte man dagegen schon ganz gut Englisch können um der (gesprochenen!) Informationsflut folgen zu können.

Knappe 4 Sterne. Für einige, doch sehenswerte Einspielungen in der 1.Hälfte des Films und vor allen Dingen für den guten Willen etwas in Sachen Can-Am zu veröffentlichen.


Can-Am: Die Formel der unbegrenzten Möglichkeiten 1966-1974
Can-Am: Die Formel der unbegrenzten Möglichkeiten 1966-1974
von Christian Reinsch
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 49,00

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Tolles Buch über eine tolle Zeit, 6. September 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Dies ist mein 5. Can-Am-Produkt nach den beiden DVDs "Can-Am Thunder" und "The Speed Odyssey" und den Büchern "Can-Am Racing Cars 1966-1974" und "Can-Am", dem Quasi-Standardwerk von Pete Lyons. (Slotcars jetzt mal nicht mitgezählt).

In Sachen Statistik kann Reinsch sicher nicht mit Lyons mithalten, bei dem man auch noch z.B. die Trainingsergebnisse und die Ausfallgründe nachlesen kann. Ist sicher nett, macht aber auch nicht die Qualität von Lyons Buch aus. Allerdings ist Lyons' Buch von 1995, was auch die Frage aufwirft, ob da der umfangreiche Statistikteil wirklich korrekt übertragen wurde. Andererseits: Welches Sachbuch ist schon fehlerfrei?

Die Qualität von Reinschs Buch liegt vor allen Dingen darin, dass es in deutsch daher kommt, dass es zahlreiche großformatige und vor allen Dingen auch farbige Bilder gibt, die ich zu einem großen Teil noch nicht kannte. Bei Lyons kommt der Farbanteil sehr kurz.

Reinsch handelt auch einige Exoten unter den Autos so ausführlich wie möglich ab und legt den Schwerpunkt nicht nur auf Chaparral, McLaren und Porsche. Das Reinsch die Can-Am selber nicht miterlebt hat, tut dem Buch insofern gut, als das er die nötige Distanz hat und sich weitestgehend Wertungen enthält, wo sich ein Pete Lyons z.B. nie an der McLaren-Dominanz störte, Porsche aber unfair fand und Shadow quasi ignorierte. Auch hat er vermutlich eine ähnliche Blickweise, wie die meisten von uns, die aus der Entfernung tief in die Vergangenheit blicken müssen. Für dieses Publikum bereitet er auch seine Informationen auf.

Er beschreibt nicht die Rennen selber, die er ja nicht gesehen hat, sondern mehr die Entwicklung der Serie in ihrem historischen Kontext. Um das ungewöhnliche Konstrukt Can-Am für den deutschsprachigen Leser besser einordbar zu machen zieht er immer wieder Vergleiche zur hier zulande geläufigeren Formel 1. Den Trick machen allerdings auch die Amerikaner, wenn sie klarstellen wollen, wie überlegen und wie vergleichsweise unreglementiert diese Serie gegenüber allen anderen war.

Auch gut, dass er am Ende auf einigen Seiten auf die Can-Am-Wiederbelebungsversuche eingeht, die sonst meist mit einem Satz abgebügelt werden.

Man erhält hier ein technisch hochwertiges Buch mit guten Bildern, in dem man blättern kann und was man auch ausschnittsweise und quer lesen kann, was ich persönlich sehr angenehm finde. Und letztlich muss man auch noch erwähnen, dass dieses Buch preislich in einer ganz anderen Liga spielt, als die teilweise auch längst vergriffenen amerikanischen Titel.

Also, ich wüßte so auf Anhieb nichts, was ich an diesem Buch besser haben wollte (Ok, noch mehr Farbbilder gehen immer).


Heavy Metal Thunder-The Movie [Blu-ray]
Heavy Metal Thunder-The Movie [Blu-ray]
DVD ~ Saxon
Preis: EUR 20,99

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Erstens kommt es anders ..., 28. August 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
.... und zweitens als man denkt.

Ich höre Saxon seit gut 30 Jahren. Wie vermutlich so einige hat mich "Princess Of The Night" damals erwischt. Und dann kam halt der Rest: Die heutigen Klassiker von 80-85. Ich habe sie 85/86 auch mal live in Dortmund gesehen, aber Saxon gehörte nie zu meinen Top-10-Bands. Aber wenn was neues von Saxon kam, war ich immer gerne dabei. Die waren und sind bis heute immer noch Pflichtprogramm, auch wenn sie - wie so viele Bands (eigentlich quasi jede) - ihren Zenit nach 2-3 Alben überschritten hatten.

Vor dem Hintergrund legte ich mir auch diese Blue-Ray zu. Hauptgrund war eigentlich das St.George's Day Konzert und die offizielle Veröffentlichung des Beat-Club-Auftritts von 1981. Den Film, naja, den nimmt man halt mit.

Deshalb startete ich auch mit dem Beat Club Konzert. Der Klang ist jetzt nicht so prickelnd, aber man gewöhnt sich dran und mit einer knappen Stunde war es erfreulich lang (wusste ich nicht mehr). Die jungen Saxon - gewohnt sexy gekleidet wie immer in den 80ern ;-) - hatten schon Power. Das ist noch mal was anderes als Nottingham-83-Video. Ursprünglich, sehr roh und sehr lustig aussehend. Hey, "Dallas 1PM", "And Bands Played On" (beide nicht auf "The Eagle Has Landed") gehen immer. Sehr schön, mal so alte Versionen zu hören und zu sehen. Desto länger man zuschaut, desto besser wird es.

Beim "St. George's Day Konzert" zündet dann die Blue-Ray so richtig. Ein grandioses Bild, ein makelloser Klang. Auf der relativ kleinen Bühne entwickelt die Band aus meiner Sicht weit mehr Ausstrahlung als auf den riesigen Bühnen, deren Konzerte sie bisher meist bevorzugt veröffentlichten (Wacken!). Das ist eine klare "1" und mit Abstand das Beste, was ich von Saxon live in den letzten 15 Jahren gesehen und gehört habe. Auch wenn ich zähneknirschend feststellen musste, dass dieser Auftritt (bzw. dessen Aufzeichnung) auch nur eine knappe Stunde dauert. Da hatte ich eigentlch die vollständige Show erwartet. Schade drum. Es sollte sich aber als der einzige Makel erweisen.

Was ich sehen wollte, hatte ich also gesehen. Dann tun wir uns den Film - Heavy Metal Thunder - The Movie (den eigentichen Hauptfilm) - auch noch an. Hat Geld gekostet, sollte man dann halt auch gucken.

Um es vorweg zu nehmen: Der ist über weite Strecken absolut großartig. Selbst wenn man mit Saxon rein gar nix am Hut hat, muss der interessant sind.

Das fängt schon mit der selbstkritischen Charakterisierung von Biff und einem Band-Manager an. Man sieht woher Saxon kommen, lernt das sie gerade in den frühen Jahren ein höchst unerfreuliches Dasein fristeten und reichlich Lehrgeld im Umgang mit der Plattenindustrie zahlten. Das ist bis dahin noch nichts besonderes, denn das kennt man von sehr vielen Bands.

Der Film räumt dann aber auch gründlich mit dem Rock'n'Roll-Klischee "5 Freunde müsst ihr sein" auf.

Man beachte wie Drummer Pete Gill ausscheiden musste. Obwohl man der Band- und Management-Argumentation hier durchaus folgen kann. Trotzdem gab es Bands, die sich in ähnlich schwierigen Situationen anders verhalten haben. Pete Gill wollte sich dazu leider nicht äußern, obwohl ihm Saxon dazu die Gelegenheit geben wollten.

Die Konflikte speziell zwischen Steve Dawson und Biff werden sehr gleichberechtigt von beiden Seiten beschrieben. Es wird schnell klar, dass dieser Dawson (den ich bis dahin nur optisch kannte) für diese Band sehr wichtig war. Wenn man auf Saxons Geschichte seit den Mitachtzigern schaut, dann hat Dawson zumindest im Nachhinein durchaus recht. Biff hat viel Zeit gebraucht um das heraus zu finden und Saxon wieder in die Spur zu springen. Das sich Dawson so kontrovers im normalerweise glatt polierten Rock'n'Roll-Geschäft auf einem offiziellen Produkt einer Band äußern darf, ist sicher absolut nicht selbstverständlich. Das spricht auch für die heutige Souveränität von Biff und der Band. Respekt. Das macht auch nicht jeder.

Es wird zwar nicht gesagt, aber es erscheint schon so, dass Band und Management auch rund um den Dawson-Rausschmiss kein überzeugendes Bild abgeben. Aber dieses Bild lässt Saxon zu und auch so stehen: "Das war vielleicht nicht toll aber so war es halt."

Der etwas schlichte Graham Oliver hat immer noch fast Tränen in den Augen, wenn es um seinen Rausschmiss nach fast 20 Jahren geht (Stichwort ungenehmigte Donington 80 Veröffentlichung durch ihn). Seine Motivation für seine damalige Handlung (die ich persönlich gar nicht so verwerflich finde) bleibt leider ein gutes Stück nebulös. Sicher dürfte allerdings sein, dass Plattenfirmen in den 90ern solche Aktionen gar nicht toll fanden. Die Band geriet also mit Sicherheit dadurch unter Druck.

Eine Lösungssuche - wie sie sie Oliver heute noch einfordert - wurde damals allerdings wohl auch nicht versucht.

Es gab auch diese Gerichtsentscheidung um den Namen Saxon, der (aus Fansicht) sicher nachvollziehbar zugunsten Biff/Quinn gegen Dawson/Oliver entschieden wurde. Aber auf der anderen Seite erzählt Dawson vom Arbeitsamt und das ihm die Saxon-Tantiemen von einem Tag auf den anderen gestrichen wurde. Letzteres klingt höchst unfair. Warum das so war und was daraus bis heute wurde, erfährt man leider nicht.

Klar wird, beide würden gerne zurück. Besonders Oliver. Andererseits haben die jetzigen Saxon eine Band, die sich wohl gut versteht und die nach Jahren des Niedergangs endlich wieder gut funktioniert. Entsprechend reserviert ist Biff bei dem Thema. Kann man auch wieder verstehen.

Es gibt ein paar andere gute Dokus die das Musikgeschäft und insbesondere das Innenverhältnis von Bands drastisch entmythifizieren (vor allen Dingen Bon Jovis "When We Were Beautiful", auch Twisted Sisters "Video Years", The Whos "Amazing Journey" und auch Metallicas "Some Kind Of Monster"), aber Saxon und ihr Manager setzen da mit ihrer bemerkenswerten Offenheit noch einen drauf, auch wenn trotzdem Fragen offen bleiben (bei Anderen aber auch).

Die Frühzeit der Band bis hin zum Oliver-Rausschmiss wird sehr ausführlich dargestellt, die Zeit danach eher knapp. In den letzten Minuten mündet der Film dann doch im üblich Rock'n'Roll-Blahblah "Stronger than ever, best album ... " und was mal halt so sagt. Muss nicht sein, aber geschenkt: Bis dahin ist das eine ganz starke, extrem spannende Dokumentation.

So entpuppte sich der von mir als Bonusmaterial angedachte Hauptfilm als immerhin fast gleichwertiger Hauptfilm. Ich mag es zwar immer noch deutlich lieber Musik zu hören, als wenn nur drüber geredet wird, aber diese Doku hier ist schon wahnisnnig interessant.

Noch erwähnenswert:

Die zwar länglichen aber putzigen Studio-Interviews von 1984:
Wenn man sich die unbeholfenen Jungs in ihrer lustigen Garderobe (soooooo schlimm war 84 sonst auch nicht) so anguckt, dann steht das im krassen Widerspruch zu all den Groupie-Stories, die auch den Hauptfilm zieren. Was müssen das für Groupies gewesen sein? Noch ein Mythos dahin.

The Eagle and The Bomber Doku:
Eine ältere Band auf Tour. Mehr oder weniger gelangweilte Herren irgendwo im Nirgendwo, die sich anfrotzeln um die Zeit bis zum Auftritt tot zu schlagen. Sterile, öde Atmosphäre. Ist das hässlich. Will man da neben denen sitzen? Ist das irgendwie schön? Also, hier ist's abends schöner. Bei Euch garantiert auch. Immerhin schon mal ein bisserl Rotwein statt Tee wie früher. Und dann gehen sie raus "This is a song called Motorcycle Man". Und dann ist es doch wie früher.


LiteOn IHOS104-37 internes Blu-ray-Laufwerk, SATA, bulk
LiteOn IHOS104-37 internes Blu-ray-Laufwerk, SATA, bulk
Wird angeboten von Shop von HEIBA Electronics Würzburg (Alle Preise inkl. Mwst.)
Preis: EUR 44,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Nach 5 Blue-Rays, 24. August 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
kann ich hoffentlich sagen, dass dies ein gutes Laufwerk ist. Wie lange es dann hält, wird man sehen.

Ich habe direkt das Firmware-Update WL0G aufgespielt, da Laufwerke eigentlich nie mit aktueller Firmware kommen.

In der Artikelbeschreibung steht "Bulk". Das Bulk-Laufwerk heisst eigentlich IHOS104-06 (war es auch) und nicht IHOS-37 (das ist die Retail-Version). Das ist aber für die Firmware und wahrscheinlich auch sonst egal.

Bei meinem Händler kam es aber außerdem auch mit SATA-Kabel (sehr gut!) und PowerDVD 10 (ich habe eine neuere). Wer die etwas veraltete (aber taugliche) Version von PowerDVD einsetzen will, sollte sich hier auch unbedingt das Update von der Webseite [...] ziehen, sonst bekommt er bei neueren Blue-Rays mit Sicherheit Probleme.


Aerosmith - Rock For The Rising Sun [Blu-ray]
Aerosmith - Rock For The Rising Sun [Blu-ray]
DVD ~ Aerosmith
Preis: EUR 19,02

30 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Wann lernen sie es endlich?, 23. August 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Kritische Rezensionen kommen bei Amazon-Lesern gar nicht gut an. Hier ist also eine weitere nutzlose. Da ich seit 35 Jahren Aerosmith-Fan bin (aber keiner Fan-Club-Disziplin zum kollektiven Jubel unterliege) und auch nicht für die Plattenfirma arbeite, darf ich das aber (finde ich).

40 Jahre Aerosmith und es gibt immer noch kein vollständiges Konzert (offiziell) auf VHS, DVD oder Blue-Ray. Das wäre eigentlich ein naheliegender Gedanke für eine Band, die immer viel live gespielt hat. Am nächsten kommt dem noch die beiden 80er Jahre VHS "Video Scrapbook" und vor allen Dingen "Texxas Jam '78". In 80er und 90ern wurde über "Pump" ausschließlich geredet und auch auf "Big Ones" gab es so viel zu erzählen, dass die Musik dafür unterbrochen werden musste. Von der unsäglichen "You Gotta Move"-Interruptus-DVD ganz zu schweigen. Aber auch diese Veröffentlichung löst bei mir nur Kopfschütteln aus.

Denn ähnlich geht es hier weiter: Von "Hangman Jury" sind nur die letzten 2 Minuten zu hören. Dauert "Boogie Man" eigentlich wesentlich länger als 1 Minute? Hier nicht. Auch "Rats In The Cellar" ja bekanntlich eine so ausufernde Rockoper, dass man da unbedingt die Hälfte weglassen muss.

Hätte eigentlich jemand Interese an den Eröffnungsriffs von "Toys In The Attic" gehabt? Dann hört Sie Euch auf CD an. Hier hat man sie nämlich (aus Zeitgründen?) weggelassen und spricht stattdessen lieber in der Mitte (!!) des Films darüber, dass dies der 3. Song im Set sein soll. Warum ist er dann nicht auch da auf der Disc?

Bei "Train Kept A Rollin'" hat man sich gleich auf eine Minute mitten aus dem Song (über die Credits gelegt) beschränkt. Auf so eine DVD oder Blue-Ray passt ja fast nichts drauf und man hat ja so viel wichtigeres Material als Musik, was unter's Volk gebracht werden muss.

Für ein Schlagzeugsolo (="Listen To The Thunder") hat man dann aber wieder Zeit. Das musste zweifellos unbedingt drauf.

Jedes Lied ist noch nicht ganz verklungen, da kommt schon wieder die Geräuschkulisse des nächsten Einspielfilms oder eine Reporter-Stimme aus dem Off: "Merkt Ihr einen Unterschied nach der Katastrophe?", "Wie ist es auf der Bühne zu stehen?". Ja geht's noch?

Roadies am Schlagzeug, Tyler & Kramer in einem Vergnügungspark. So was muss man unbedingt gesehen haben. Sensationelle Bilder. Das ist natürlich viel glamouröser als bei Otto Kawuppke aus Wuppertal im Phantasialand.

Der Untertitel heißt "A Concert Event Film". Klingt wichtig. Gut, das Konzert kommt sicher auch drin vor, aber ein Konzertgefühl stellt sich bei dieser Schnittorgie nie ein.

Also: Inhaltlich und konzeptionell ist es mal wieder eine Vollkatastrophe. Kann ja sein, dass die MTV-Regisseure der 80er jetzt echt billig zu haben sind oder dass man einem alten Kumpel von damals eine Chance geben wollte. Aber wer immer dieses Konzept aufgestellt und umgesetzt hat, der hat's echt verrissen.

Die Bilder vom Konzert sind technisch gut, aber nicht sensationell gut. Und die Bilder mit der Wackel-Handkamera sehen halt aus wie die Bilder einer Wackel-Handkamera. Da rettet auch die Blue-Ray nichts mehr.

Reichlich Schwarz-Weiß-Bilder gibt's auch. Ist bestimmt künstlerisch extrem wertvoll, total hip und en vogue - sieht aber hier echt besch... äh bescheiden aus. Damit machen ja im Moment leider einige rum (z.B. Die Toten Hosen, Motörhead).

Aber ich frage mich, was an "Movin' Out" komplett in Schwarz-Weiß toll aussehen soll? Soll mir das sagen, dass dies ein sehr, sehr alter Song ist? Dann hätte man ihn konsequenterweise auch als Stummfilm anbieten sollen (Scherz - Bitte nicht!!!!).

Wofür bekommt dieses Machwerk überhaupt noch 3 (ganz schwache und extrem wohlwollende) Sterne?

1. Es ist zweifellos Aerosmith. Allen Unkenruf zum Trotz immer noch in Originalbesetzung. Und Aerosmith ist genial (solange sie keine Filme machen). Und letztlich bin ich sehr froh, wenn von denen alle Jubeljahre überhaupt noch mal was kommt.

2. Wenn mal Musik gespielt wird, ist sie immer noch sehr gut. Hier auch sehr gut aufgenommen (Obwohl: War das wirklich 5.1?).

3. "Sweet Emotion" enthält jetzt Hendrix' "Third Stone From The Sun", wo früher "Peter Gunn" war. Spacig.

4. Bekanntlich (siehe oben) gibt es nichts anderes von Aerosmith in der (technischen) Qualität.

5. Die Setlist wäre sehr gut gewesen. Sogar überragend (wenn man alle Lieder hören könnte).

Selbst bei Aersomith, die ihre Setlist fast jeden Abend variieren, bekommt man nur sehr selten so viele 70er-Jahre-Klassiker wie S.O.S. (Too Bad), One Way Street, Lick And A Promise, Movin' Out, Rats In The Cellar, No More, No More und Mama Kin geboten. Besonders wenn die Standards wie Draw The Line, Last Child, Toys In The Attic, Train Kept A Rollin', Sweet Emotion & Walk This Way auch noch alle im Programm sind. Das ist vielleicht auch dem japanischen Publikum geschuldet, denn hier griffen sie auch in der Vergangenheit weit weniger auf den Schmuserock der 90er zurück wie in Europa oder den USA. Das Material wäre also für eine überragende Veröffentlichung mehr als geeignet gewesen. Wäre!

Was sonst noch auffällt:

Aerosmith sind optisch wirklich alt geworden, weniger musikalisch. Allerdings kann Steven Tyler - wie so viele Sänger seiner Altersklasse (Gillan, Coverdale, Halford, Dickinson, Meine) - die Höhen nicht mehr so singen kann, wie ich es z.B. 2002, 2004 und ich meine auch 2008 noch von ihm gehört habe. Aber er singt sie immerhin noch. Für die geschrienen hohen Passagen speziell in "Draw The Line" und "Last Child" hat er sich da was einfallen lassen. Ist nicht ganz koscher, aber allemal mal besser als auf "Draw The Line" zu verzichten. Ansonsten ist diese Band auf der Bühne immer noch über jeden Zweifel erhaben. Wenn nur ihr Videomaterial nicht wäre.

Dann wollen wir mal hoffen, dass in den nächsten Jahren wieder einige DVDs aus dubiosen TV-Quellen auf den grauen oder schwarzen Markt kommen wie zu Beginn des Jahrtausends. Die haben zwar nicht diese Top-Qualität, aber da schwafelt wenigstens nicht ständig einer im Konzert rum. Ich habe meine Zweifel, dass sie in ihrem 5.Jahrzehnt noch ein vernünftiges Videoprodukt gebacken bekommen.

Ist es denn so schwer? Auf eine DVD/Blue-Ray packt man zunächst mal das Konzert drauf. Einfach so. Ohne alles. Palaver, Sightseeing und Fangekreische packt man ins Bonusmenü (oder man lässt es weg). Das hat fast jede Band dieser Welt begriffen. Nur Aerosmith und Paul McCartney noch nicht.
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