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LapOfGods

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Quadrophenia - Live in London (Limited Super Deluxe Edition)
Quadrophenia - Live in London (Limited Super Deluxe Edition)
Preis: EUR 99,99

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Fällt denen nix Neues ein?, 24. Juli 2014
Immer das selbe: Tommy - Quadrophenia - Tommy - Quadrophenia .... ? Doch, ihnen fällt noch was ein, sie setzen auch 40 Jahre später noch einen drauf.

Die Blue-Ray enthält eine unglaublich gute Interpretation von Quadrophenia. Die funktioniert viel besser als auf den 96er Aufnahmen. Die Filmeinspielungen (über der Bühne) machen viel mehr her als die Gastsänger damals. Die ganze Präsentation ist einfach nur eindrucksvoll und der Sound nochmal besser als 96. Viel plastischer.

Quadrophenia war nie das am leichtesten zugängliche Who-Material, hier öffnen sie es und lassen es plötzlich ganz einfach erscheinen. Das ist das eigentlich Besondere an dieser Aufnahme.

Der größte Moment ist, wo John Entwistle zu seinem Bassolo in "5:15" auf der Leinwand erscheint. Dieses Solo (Royal Albert Hall 2000) hat schon was überhöhtes. Gab es bei den Who Gitarrensolos, Drumsolos wie bei den anderen Bands? Nicht, dass mir da was Nennenswertes einfällt. Aber es gab Entwistle und seinen Bass. Er war unglaublich. Was für ein Verlust.

Auch Keith Moon hat noch seinen Gastauftritt auf der Leinwand (Houston 75?) als er zu "Bell Boy" seine wohl ausgebildete Stimme beisteuert. Seinen "Gesang" braucht man nicht wirklich, aber es immer wieder eine Freude ihn zu sehen. Was für eine Type.

Dieses Konzert in der Qualität mit Moony und The Ox? Ein genauso verführerischer wie wehmütiger Gedanke. Schön Euch noch mal gesehen zu haben.

Der ziemlich gute Moon-Starkey-Ersatz-Drummer heißt übrigens Scott Devours, ist ein Ami, hat keine herausragenden Bands gespielt, ist aber schon verdammt gut. Moon'sches Chaos Drumming kann er. Und das kann nicht jeder.

Ein weiteres Highlight ist der grandiose Auftritt von Roger Daltrey. Da war 69 zum Zeitpunkt des Aufnahme. Gut, er klingt etwas dunkler, was aber selten schadet, sondern oft auch eher gut tut. So kraftvoll wie er hier die Show schmeisst, dass ist schon sensationell. Sicher hat er das Glück, dass "Child In Time", "Stairway To Heaven" oder "Draw The Line" keine allzu klassischen Nummern im Who-Repertoire sind, die er deshalb halt auch nicht singen muss (wie Gillan, Plant & Tyler) ;-). Aber das was er immer schon gesungen hat, das kann er immer noch. Fast ohne Verschleißerscheinungen, in einigen Fällen sogar druckvoller als jemals zuvor. Der beeindruckte mich hier wirklich.

Bei Pete Townshend sieht das leider etwas anders aus, der krächzt mitunter ganz schön. Aber der war auch immer mehr für die hohen Töne zuständig. Ist halt schwierig in dem Alter (68). Aber ohne Pete hätte ja niemand hier was zu singen gehabt. Auch sonst ist Pete eher zurückhaltend, der Motor ist ganz klar der großartig aufgelegte Roger Daltrey.

Dann ist da noch die ebenso grandiose Quadrophenia-Audio-Only-Blue-Ray. Das Ärgerliche ist, dass die nicht vor ein paar Jahren in Quadrophenia-Studio-Boxset erschienen ist, wo nur eine popelige DVD mit ein paar Stücken in 5.1 beilag. Fand ich damals schon unverschämt. Da wurde wohl wer nicht rechtzeitig fertig? Da hätte sie jedenfalls hingehört, hier passt sie nicht so richtig hin. Natürlich bin ich froh, dass sie überhaupt noch gekommen ist. Leider nur in diesem überteuerten Set. Die ist nämlich was ganz eigenes, 1973 halt, aber mit einem wirklich großartigen Sound. Also beißt mal wieder in den sauren Apfel, ausgebeutete Who-Jünger, und kauft das Teil. Es lohnt sich.

Im Prinzip bewertet man hier 2 völlig unterschiedliche Produkte, die zwar beide hervorragend sind, sogar in weiten Teilen die selbe Musik enthalten, aber über 40 Jahre hinweg überhaupt nichts miteinander zu tun haben.

Noch ein Ärgernis: Die Zugaben, also das, was nicht zu Quadrohenia gehörte ("Who Are You" & Co.), wurden ins Bonus-Menü verfrachtet. Wahrscheinlich, weil ein Marketing-Fuzzi befand "Wir müssen aber das Zauberwort BONUS draufschreiben, sonst kauft das bestimmt keiner". Die Tour hieß doch "Quadrophenia & More" also lasst doch das Konzert so zusammen, wie es passierte. Ich bin ja schon dankbar, dass man nicht jedes dieser großzügigen "Geschenke" der edlen Plattenfirma einzeln aufrufen muss (Supertramp Paris!), sondern dass die nacheinander ablaufen.

Aber das sind technische bzw. marketingbedingte Mängel. The Who sind einfach nur richtig gut in diesem Set. Kein Qualtätsverlust, nicht nur als Reminisenz an damals. Sondern hier und jetzt.

Rog & Pete - carry on. Ihr beeindruckt mich immer wieder.


A Matter Of Trust - The Bridge to Russia
A Matter Of Trust - The Bridge to Russia
Preis: EUR 21,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Schlechter Zeitpunkt für eine Super-Wiederveröffentlichung, 23. Juli 2014
Ich befürchte Billy wird es an den Verkaufszahlen merken. Aber das ist halt ein Produkt, was 2013 geplant und umgesetzt wurde. Verdient wäre das nicht, denn hier arbeitet er die 87er Tour mit 6 Konzerten in Moskau und Leningrad fantastisch auf. Wiederveröffentlichungen in der Qualität und Aufmachung machen wirklich Spaß.

Diese Rezension bezieht sich auf auf das Box-Set, was aus Doppel-CD, DVD und einen Buch besteht.

Die CDs erweitern das Original-Album Kohuept (Concert) um gleich 11 Stücke. Und das sind nicht die Unwesentlichsten: "The Ballad Of Billy The Kid" ist dabei, auch "Scenes From An Italian Restaurant".

"It's Still Rock'n'Roll To Me" und "You May Be Right" schließlich bringen erstmals die 5 Rocker (mit "Big Shot", "Only The Good Die Young" & "Sometimes A Fantasy") auf Platte zusammen, die seit den Spät-70ern Joels Konzerte (fast) zu beenden pflegten. Vor allen Dingen auf der DVD und dem Bildschnitt dort entwickelt er hier eine bemerkenswerte Dynamik und Präsenz auf der Bühne. Das gab's zwar auch schon auf dem "Long Island" Video (aber halt nicht auf CD/LP), aber hier ist alles noch mal einen Tick ekstatischer. Ganz großes Kino.

Die Klangunterschiede was das Publikum betrifft, die in einer anderen Rezension angesprochen wurden, liegen auch daran, dass 3 Stücke ("Honesty", "The Times Are A-Changing" und "Piano Man") einem Fernsehauftritt ("The Ring") entstammen. Das steht im umfangreichen Büchlein und war vorher (alte Doppel-LP) nicht bekannt. Konkretere Aufnahmedetails gibt es leider nicht.

Auch "Pressure" (auch als Bonus auf der DVD vertreten) hat einen auffällig anderen Publikumssound: Nach den ersten paar Sekunden nämlich keinen mehr. Da hat man auch nachträglich irgendwie Hand angelegt.

Auf der CD gibt es noch eine nie zuvor gehörte Coverversion von "What's Your Name" (62er Doo Wop von Don & Juan), die den Joel'schen Doo Wop Teil einleitet: Das grandiose "The Longest Time" und "An Innocent Man". Wobei "The Longest Time" auf der DVD nochmal besser ist.

Die 2.Beatles Cover-Version "She Loves You" (eine Rehearsal-Aufnahme wie auch "New York State Of Mind") klingt für mich zu irritierend nach Beatles. Neben "The Times Are A-Changing" die einzige Schwachstelle eines großartigen Live-Albums.

Den Enthusiasmus bezüglich Russlands, den Joel und seine Band (inkl. Liberty DeVitto!) in aktuellen Interviews - aber bezogen auf 1987 - kann man angesichts Putins aktuellem Verhalten nicht ganz nach vollziehen. Aber das konnten sie bei der Entstehung der Doku noch nicht wissen und natürlich ist ihre Beschreibung aus dem kalten Krieg heraus trotzdem nachvollziehbar. Und um die geht es ja eigentlich. Genauso spielte sich die Entdeckung des Ostens aus Sicht des Westens ab.

In der Doku gibt es noch 2 Highlights: Einen heftigen Wutausbruch Joels während eines Konzerts, weil er der Meinung ist, dass die Lichtleute ihm das Konzert versauen. Und ein kurzer Ausschnitt von einem improvisierten Konzert in Tiflis im Vorfeld der Tour, wo es eine sehr improvisierte Halb-Acapella-Version von "My Life" zuhören gibt. Schade, dass die nicht vollständig drauf ist.

Außerdem lernt man noch jenen Viktor kennen, der später im Stück "Leningrad" ein Denkmal gesetzt bekam. Über die Credits läuft schließlich ein mir unbekanntes Outtake von "Stiletto". Die ganze Doku ist übrigens sorgfältig in X Sprachen untertitelt, natürlich auch deutsch.

Das Live-Konzert aus Leningrad auf der DVD verwendet teilweise andere Versionen als die CD (auf jeden Fall "Honesty" & "The Longest Time") und spätestens ab "The Longest Time" geht die richtig ab. Ich habe das alte (wesentlich kürzere) VHS damals schon mal gesehen. Hier sind die Bilder erheblich besser (keine Wunderdinge erwarten - es bleibt 80er Videomaterial), grandios geschnitten und den Rock-Teil habe ich ja schon oben beschrieben. Am Ende des Konzert steht da kein Piano Man mehr auf der Bühne, er lässt es richtig krachen.

Dann hoffe ich mal, dass der ungünstige Zeitpunkt der Veröffentlichung des durchaus preiswerten Sets es für Joel nicht zu einem finanziellen Fiasko macht und er weiterhin seine Vergangenheit interessant aufarbeitet, wenn ihm schon leider nichts Neues mehr einfällt. Vorschläge hätte ich: Songs In the Attic, 52nd Street, Long Island '82, Wembley '84, Houston '79.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Aug 12, 2014 4:22 PM MEST


Live Chicago 1979
Live Chicago 1979
Preis: EUR 14,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Unnötig schlechter Klang., 10. Juli 2014
Rezension bezieht sich auf: Live Chicago 1979 (Audio CD)
Das ist ein Bootleg, ok, das war mir auch vorher klar. Aber es gibt ja gut klingende Bootlegs, gerade auch von REO.

Speziell von diesem Konzert (Chicago, 28.12.1979) gibt es bessere Aufnahmen mit deutlich voluminöserem Klang. Diese Version hier klingt schon sehr dünn und auch leicht zu schnell.

Interessant an dieser Version hier sind die Zugaben (ab Little Queenie) die auf den anderen Bootlegs fehlen. Ob das für einen Kauf reicht, muss jeder selber wissen. Ich war schon enttäuscht und ganz froh als es vorbei war.

"Musikalische Highlights" (schwer bei dem Klang) sind die Live Fassungen von "Drop It" (was gegenüber der Studiofassung deutlich gewinnt) und die lange Version von "157 Riverside Avenue", die der Version "A Decade Of Rock'N'Roll" sehr ähnelt, wenn sie nicht sogar identisch ist.

Das Cover und Booklet sieht übrigens von allen Seiten genauso bescheiden aus, wie das Amazon-Produktbild. Alles braun, kein Text, kein Datum, kein Bild, nur die Titelliste. Da hat sich einer echt Mühe gegeben.


Rosewood 110225 Cat Mate Katzenklappe Elite mit 4 Verschluss-Optionen, weiß
Rosewood 110225 Cat Mate Katzenklappe Elite mit 4 Verschluss-Optionen, weiß
Preis: EUR 31,78

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Lösung für gewalttätige und etwas schlauere Katzen, 19. Juni 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Wir hatten schon vorher eine Katzenklappe, eine Pet Mate, die gefertigt war wie die meisten hier. Die hatte ihr Schloß nämlich rechts unten in der Ecke und dazu ein Tor aus mittelhartem Plastik.

Bei unserer verstorbenen Katze war das auch keine Problem, dass die Tür quasi immer auf war. Die hatte eher Angst vor Mäusen und Vögeln, wenn sie sie überhaupt interessierten. Und wenn sie doch mal zugemachte wurde, dann konnte sie sie auch nicht öffnen.

Unser 2 Jahre alter Kater aber hat die unangnehme Eigenschaft sich sein Spielzeug (mehr oder weniger tote Tiere) mit in die Hütte zu bringen, wo er es dann richtig fertig machen und zerlegen kann. Ganz tolle Sache.

Sorry liebe Katzenversteher, das brauchen wir echt nicht.

Auch eine verfressene andere Katze auf der Suche nach Futter konnte die alte Klappe öffnen und saß regelmäßig - nachdem sie ertappt wurde - meist nachts stundenlang unter dem Kamin. Braucht man jetzt auch nicht unbedingt.

Also Katzenklappe zu oder nur noch zum Rausgehen auf - dachten wir zunächst. Unser Kater ist leider - für Katzenverhältnisse - nicht ganz auf den Kopf gefallen und durchaus gewaltbereit. Das reichte jedenfalls, um die alte Katzenklappe durch kräftiges Drücken zu öffnen.

Die Kombination "Riegel in der Ecke" und relativ weicher Plastik lässt sich nämlich in der anderen Ecke aufdrücken, weil so ein ganz guter Hebel entsteht. Beide Katzen bekamen das hin, unser Kater als auch der Mitesser.

Deswegen fällten wir die Entscheidung eine neue Klappe zu kaufen.

Diese hier wird in der Mitte unten in der Mitte verriegelt und bietet damit nicht nur einen wesentlich schlechteren Hebel (auch für findige & kräftige Katzen) sondern auch eine starrere Klappe aus härterem Plastik. Das überfordert unseren Kater nun seit gut einem Monat. Und der ist für Katzenverhältnisse echt nicht doof. Ich ich sehe auch wenig Chancen, dass sich dass ändern könnte (Hähä). Die Klappe bietet keine Angriffspunkte und erfüllt für uns absolut den Sinn der Neuanschaffung. Wenn der schon ekligen Kram anschleppen muss, dann bleibt der wenigstens draussen.

Der Einbau, der in den anderen Rezensionen kritisiert wird, ist allerdings in der Tat in bestimmten Türen nicht unproblematisch. Die 2-Schrauben-Lösung ist in einer relativ dicken Stahltür sicher nicht optimal, das ging bei der alten Klappe klar besser. Die hier erforderte schon Fummelei zu zweit bis die Schrauben ihr Loch erreichten und auch griffen.

Auch der Sinn des anderswo ebenfalls erwähnten Spalts auf der Außenseite erschießt sich nicht wirklich. Der stört aber aucn nicht wirklich. Die Optik ist von beiden Seiten Ok.

Die Hauptkritik betrifft betrifft aber Amazon und den Hersteller selber: Die Maßangaben sind völlig unzureichend. Für den, der seine 1. Katzenklappe einbaut, sind die sicher ausreichend.

Aber wer seine Katzenklappe aus welchen Gründen auch immer austauscht, für den sind Innen- und Außenmaße entscheidend. Denn natürlich sollte die neue Katzenklappe das alte Loch abdecken. Eine Tür ist schließlich deutlich teurer als jede Katzenklappe. Dafür muss auch der Tunnel in das alte Loch passen und man muss wissen ob und wie weit der Rahmen übersteht. Diese Maße waren aber nur auf Umwegen herauszufinden. Bei anderen Klappen findet man sie gar nicht heraus.

Wenn man da durch ist, erfüllt diese Klappe hier ihren Zweck auch für nicht-blöde Killerkater: Der kommt jetzt erst nach Gesichtskontrolle wieder rein. Das war neben der vollständigen Abdeckung des alten Lochs schließlich das Ziel.
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Aug 2, 2014 5:00 PM MEST


Stryper - Live At Java Rockin' Land [UK Import]
Stryper - Live At Java Rockin' Land [UK Import]
Wird angeboten von Tolle Unterhaltung
Preis: EUR 7,21

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Schlapp., 3. Mai 2014
Die Rezension bezieht sich auf die DVD. Technisch ist die DVD NTSC mit Dolby Digital 2.0. Nicht das Nonplusultra, aber 5.1 Live ist ja meist auch nicht viel mehr. Das Bild ist aber gut.

Nach der wirklich spektakulären Puerto-Rico-DVD dachte ich mir, dass eine neue Stryper-DVD sicher kein Fehler sein könnte.

War sie aber. Der Hauptgrund liegt darin, dass der einstige AOR-Gesangsgott Michael Sweet zumindest hier nur noch knödelt. Vergleicht mal die einst so funkelnden "Calling On You" oder "Free" von anderen (auch Live-) Aufnahmen mit dem was er hier singt. Das Lied ist immer noch gut, aber so gesungen verliert es einiges. Das gilt eigentlich für jedes Stück. "Honestly"? Ist hier eine x-beliebige Ballade.

Das war schon mal anders. Klar, die werden alle nicht jünger, gerade die Sänger. Aber hier fällt es schon sehr negativ auf. Stryper machte auch immer die Klasse des Gesangs aus.

Dann die Atmosphäre. Wo Puerto Rico kochte ist Jarkarta nur steril. Das Riesenpublikum bei diesem Festival (10.10.2010) machte es wohl für die Band attraktiv das Video zu veröffentlichen ("Schaut mal: Wir und so viele"). Deswegen wird ja Wacken/Rock am Ring auch so gerne veröffentlicht, auch wenn viele Bands in kleinerem Rahmen vor ihrem eigenen Publikum weit besser funktionieren. Die hier jedenfalls sitzen noch braver da (wenn sie mal gezeigt werden) als es die Ansage auf Santanas Lotus '73 (Japan ist auch Asien) einst befürchten ließ. Jarkata war definitiv keine gute Idee. Dann lieber zu den Rednecks im Bible Belt.

Routiniert spielt die Band die ihren Set runter. Ein Funke zwischen Band und dem kaum hör- und sichtbaren Publikum springt nie über. 5 Sekunden nach "Goodnight everybody" (vor den Zugaben) sind noch 2 Paar Arme oben. Das wäre bei einer "Live in the Studio"-DVD aiuch nicht großartig anders gewesen. Live in Indonesia klingt geheimnisvoll (da waren ja noch nicht so viele), ist aber öde. Publikum und Band stehen sich da in nichts nach.

Bleibt die spannende Frage: Durften Stryper im größten muslemischen Land der Welt mit Biblen werfen? Und wenn ja - trauten sie sich das? Wenn das nicht während eines herausgeschnitten Stücks (falls geschnitten wurde - die DVD ist nur 72 Minuten lang) stattgefunden hat, dann haben sie sinnvollerweise darauf verzichtet. Wäre ja wohl auch Blödsinn gewesen.

Also wenn Stryper Live, dann seht zu, dass Ihr die Puerto Rico DVD noch irgendwo bekommt. Die ist richtig gut. Der Maßstab. Die hier geht nur, wenn sie mal zum Budget-Preis verramscht wird. Für ein ein paar Euro fuffzig ist die sicher OK, wird aber auch dann der Band (in Bestform) nicht gerecht.


Music from Another Dimension!
Music from Another Dimension!
Preis: EUR 12,27

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Die Scheibe hört man maximal 2x, findet sie vielleicht auch nicht schlecht, nimmt dann aber lieber wieder Rocks oder Pump, 23. April 2014
Rezension bezieht sich auf: Music from Another Dimension! (Audio CD)
Sie sind sehr bemüht wie Aerosmith der Spät-80er zu klingen. Das kann man auch jederzeit raushören. Das ist schon Aerosmith und niemand anderes. Und immerhin mit einer ziemlichen Selbstbeschränkung bei den sogenannten Power-Balladen (aka. Schnulzen), die auf ein erträgliches Maß reduziert wurden. Leider fehlt gutes Songwriting und das wird durch überladene Arrangements versucht zu kaschieren. Etwas weniger wäre vielleicht mehr gewesen.

Vom Gesamtgefühl ist die CD auch nicht schlechter als Nine Lives oder Just Push Play, aber halt ohne relative Highlights wie Taste Of India, Pink oder Jaded. Die kann man mögen oder nicht, aber sie waren sicher originell. Sowas fehlt hier. So richtig bleibt da nix hängen. Na, gut "Oh Yeah" hat schon einen Wiedererkennungswert aber das ist ein bisschen wenig für die 68 Minuten der Haupt-CD.

Tom Hamilton als Sänger (Up On The Mountain auf der Bonus CD) ist zwar originell, aber sicher nicht schön. Die beiden Cover-Versionen, die schwer aufzutreiben sind (ein Bonus-Träck für Japan, ein anderer für Wal-Mart und noch einer für Hein Schmitz' Gemüsehandel in Gütersloh), die sind noch ganz nett.

Also, man kann sich die CD sicher anhören (ist ja Aerosmith), aber man muss es nicht. Und man wird es auch nicht allzu oft. Rocks ist auch nach fast 40 Jahren weit weniger langweilig. Auch Permanent Vacation oder Pump, die die Vorlage gewesen sein mögen, sind viel, viel kreativer.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Oct 1, 2014 6:50 AM MEST


Songs in the Attic
Songs in the Attic
Preis: EUR 9,99

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Weltklasse, 7. Februar 2014
Rezension bezieht sich auf: Songs in the Attic (Audio CD)
Ja, von 1973 bis 1983 war Billy Joel in fast jedem Moment Weltklasse. Auch danach folgten noch einige große Momente, aber sie wurden leider weniger. Und seit 20 Jahren schweigt er (fast). Schwer verständlich bei einem Mann, der so lange so viel zu sagen hatte. Der seine Musik so kreativ ganz unterschiedlich arrangieren konnte, wie nur wenige andere.

Das ist ein untypisches Live-Album. Es stammt von der 1980er Tour enthält aber nur Stücke aus der Zeit von 1971-76, vor seinem großen Durchbruch ab 1977. Die Live-Veröffentlichungen der Klassiker aus dieser Zeit mussten bis zum Long Island Video (1983), dem Concert-Album (1988) oder gar noch länger warten.

Es ist aber auch ein erstaunlich rauschhaftes Live-Album, wie es nur wenige gibt. Was ist das für eine Power? Und das ohne E-Gitarren im Vordergrund, was ja auch Joel-untypisch wäre. Nur er, seine Tasten und diese großartige Band (natürlich mit dezenter E-Gitarre). Was sind das für unglaubliche Songs hier? "Captain Jack" ist die Eruption überhaupt, "Miami 2017" und "Say Goodbye To Hollywood" eröffnen beide Seiten der Original-LP mit einer Weite, mit einer Eleganz die ihresgleichen sucht und die den Ton des Album vorgeben. "The Ballad Of Billy The Kid" muss man gehört haben, das kann man nicht beschreiben. Mit dem hymnischen "I've Loved These Days" beschließt er schließlich stilgerecht die Reise in die eigene, damals jüngere Vergangenheit.

Es gibt keinen einzigen Ausfall unter den Stücken. Höchstens mag man bedauern, dass andere Klassiker aus der Frühzeit fehlen (The Entertainer, Stop In Nevada, Prelude/Angry Young Man, New York State Of Mind und natürlich Piano Man). Aber für ein ursprünglich auf Vinyl erschienenes Album ist das mit 48 Minuten schon ziemlich lang und es erschien ja nunmal zunächst so. Auch da war der Klang schon sehr gut, was bei der Spiellänge nicht selbstverständlich war.

Das Long Island 82 Video, Concert, 2000 Years, 12 Gardens und Shea 2008 sind auch ohne Einschränkung phantastisch, aber das hier konnte er nie toppen. Auch sonst fast keiner. Das Album hat einfach einen Fluß und eine erstaunliche Dynamik die man gnaz selten findet. Es ist eines der perfekten Live-Alben überhaupt.


Creedence Clearwater Revival - Royal Albert Hall
Creedence Clearwater Revival - Royal Albert Hall
Wird angeboten von mdo2
Preis: EUR 11,89

7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ich verstehe die Kritik in den anderen Rezensionen nicht, 19. Januar 2014
Die DVD ist in jeder Beziehung weitaus besser als ich nach dem Gejammere hier erwarten konnte. Nee, dass ist nicht nur was für Hardcore-CCR-Fans (bin ich nicht), das sollte auch allen Sympathisanten gefallen.

Die DVD ist von 1970. Ich weiß nicht, was mancher hier für Ansprüche an 1970er Konzertfilme hat, aber das hier ist für damals richtig gute Qualiät. Das ist halt nicht 1980 oder 1990. Aber selbst da könnte diese DVD noch ganz gut mithalten. Ok, das Bild ist was körniger, was man aber erst sieht, wenn man mit der Nase direkt vor dem Bidschirm hängt. Da sind auch mal ein paar unschöne Bildstörungen (Fortunate Son) drin, aber der Ton ist jederzeit über jeden Zweifel erhaben.

Der klingt so schön rauh wie auf "Live in Europe 1970" (was auch mancher nicht mag) oder dem tontechnisch höher eingeschätzten Oakland-Konzert. Anders als so kann ich mir CCR gar nicht vorstellen. Erwartet da einer was anderes? Und das Bild ist jeder Zeit mal mindestens gut genug, was abgesehen von dem oben erwähnten Fehler auch eher Understatement ist.

Das Bonus-Stück "Down On The Corner" stammt von einem nicht näher beschriebenen TV-Playback-Auftritt. Nette Ergänzung, aber wahrscheinich nur vorhanden, damit das Zauberwort "BONUS" auf der Hülle stehen kann.

Trotzdem ist das ist eine in jeder Beziehung wirklich gute DVD und das nicht nur unter historischen Gesichtspunkten.

Ich weiß nicht wie der Rest der CCR-DVDs so ist, aber das Ding hier verdient eine klare Empfehlung.


Yessongs [Blu-ray] 40th Anniversary Special Edition [UK Import]
Yessongs [Blu-ray] 40th Anniversary Special Edition [UK Import]
DVD ~ Peter Neal

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Enttäuschend., 10. Januar 2014
Die Rezension bezieht sich auf 40th Anniversary Special Edition als DVD.

In vielen Kritiken taucht hier auf, dass man den (wirklich nicht tollen) Ton von den (auch nicht so toll klingenden, aber immerhin besseren) Yessongs-CDs hätte ziehen können. Leider stammt bis auf Close To The Edge keine Aufnahme der CD von diesem Konzert. Es wäre also sicherlich keine Option gewesen das zu synchronisieren. Der Ton sollte schon zum gezeigten Konzert gehören. Sonst wäre das ja Playback wie bei den Schlagerfuzzis im Fernsehgarten.

Aber warum das Teil jetzt noch mal - auch noch als Blue-Ray - in einer 40th Anniversary Edition erschienen ist, ist mir schleierhaft. Das weckt falsche Hoffnungen. Man war ja auch bisher nicht auf VHS angewiesen, denn eine DVD-Fassung gab es ja schon länger.

Ich habe zwar nur die neue 2012er DVD gesehen, aber der 5.1-Sound ist fast schlechter als der alte Mono-Klang (auch auf der DVD vorhanden). Besser ist er jedenfalls nicht, auch weil er im wesentlichen aus dem Center-Speaker kommt. Der Ton ist für mich auch das Hauptärgernis. Womit haben die das denn damals aufgenommen? Und dann auch noch in Mono? Mit einem Handmikro? Oder weiß keiner wo die Masterbänder sind? Als Konzertfilm (nicht Video) dürfte der ja wenigstens in ein paar Kino gelaufen sein. Aber mit dem Sound? Da war der selbst in den 70ern wohl kein Erfolg.

Das Bild ist so gut wie 1972er Aufnahmen halt sein können. Ich finde das absolut OK, viel mehr kann man da nicht erwarten. Ich kenne da nur von T.Rex etwas nennenswert besseres aus der Zeit.

Man hat zwar wohl das Bild aufgehübscht, aber der Ton ist genauso dumpf wie früher in Mono (oder noch dumpfer?). Wenn es um Musik geht, ist sowas sicher ein KO-Kriterium.

Ich vergebe mal 3 Sterne, es könnten aber auch 2 sein. Ist auch relativ egal. Es ist halt eines der seltenen historsichen Konzerte mit Yes, was ungemein positiv ist. Auf der anderen Seite klingt es immer noch arg bescheiden, was halt viel kaputt macht. Aus dem Spagat erklären sich dann die 2-3 Sterne.

Noch ein paar Anmerkungen:

- Das letzte Stück "Starship Trooper" ist eigentlich nur ein Teil des Teils "Würm". Der Rest ist komplett.

- Mal ausnahmsweise ein Lob: "Yours Is No Disgrace" ist selbst in dem Klang eine unglaublich fulminante Killerversion, die durch die Bilder grandios unterstützt wird. Die hätte ich gerne mal in HiFi-Qualität. Das ist allerdings das vorletzte Stück, vielleicht hatte ich mich bis dahin auch zu sehr an den Klang gewohnt. Trotzdem entschädigt diese Fassung an dieser Stelle in der Tat für vieles. Im Wesentlichen ist es diese Interpretation, die 2 Sterne für diese DVD verhindert.

- "Beginnings" ist das 75er Steve Howe Solo Album. Hier gibt's einen 12 Minuten langen, ganz putzigen Promofilm mit einigen Stücken im Knistersound davon. Zumindest der 1. Video ist wirklich nett. Der Rest? Naja. Sicher auch historisch, aber nicht mein Fall.

- Der Kinotrailer ist auch drauf (reiner Füller)

- Die "Yessongs 40 Years On" Dokumentation verzichtet auf unnötige Untertitel. An irgendwas muss man ja sparen. Ansonsten sind das 60 Minuten Selbstbeweihräucherung, wo einem Howe, Squire und Graphiker Roger Dean ausführlich erklären warum das hier alles trotzdem ganz großartig ist, worüber ich oben zu Unrecht motze. Danke für die Erleuchtung. Was bin ich für ein Ignorant.

- Spielzeit: 72 Minuten (Hauptfilm) + 58 (Doku) + 12 (Beginnings) + 2,5 (Trailer)

Das inoffizielle 75er Konzert aus dem Queens Park Rangers Stadion wird hier bei Amazon zwar auch kräftig verrissen, ist aber nach den tontechnisch zweifellos üblen ersten 20 Minuten deutlich besser als das hier. Philadelphia 79 ist richtig übel. Es sieht so aus, als müssten wir bis in alle Ewigkeit auf richtig gute Videos aus der Hochphase von Yes in den 70ern verzichten. Schade.


Sports Car Racing 1962-1973
Sports Car Racing 1962-1973
von Rainer W. Schlegelmilch
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 29,95

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Positive Überraschung, 28. Dezember 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ja, ich habe das Buch bewußt als Bilderbuch bestellt, aber nicht damit gerechnet für den recht günstigen Preis (30€) einen derartig dicken und großen Schmöker zu bekommen, obwohl die Maße ja von Amazon angegeben wurden.

Warum Amazon das mit der Sprachangabe (8-sprachig und nicht nur spanisch) nicht mal korrigiert, bleibt deren Geheimnis. Das ist ja eher Anti-Werbung das Buch so anzubieten.

Papier- und Bildqualität finde ich sehr gut. Letztere nicht nur, wenn man ihr Alter in Betracht zieht. In der einzigen bislang negativen Kritik steht, dass sie pixelig seien. Das kann ich nicht bestätigen. Es gibt einige wenige grobkörnige Bilder. Das mag am Film gelegen haben, kann aber auch ein bewußtes Stilmittel des Photographen/Layouters gewesen sein.

Textlich hält sich der Informationsgehalt trotzdem in Grenzen. Aber das ist ja auch ein Bilderband, der auch nichts anderes sein will. Und da zeigt Schlegelmilch durchaus mit seinen Bildern, was z.B. Rennen auf dem Nürburgring von der Targa Florio unterscheidet, was Rennen in den 60ern und 70ern von heute unterscheidet. Dazu verwendet er auch mal Photos, die kein Auto enthalten, einfach um die Stimmung, sie Szenerie und das Gefühl von damals bestmöglich wiederzugeben. Ich finde, das gelingt ihm sehr gut.

Für meinen Geschmack geht auch etwas in der Beschreibung und den bisherigen Rezensionen unter, dass das Buch einen recht (überraschend!) hohen Anteil von Farbbildern hat. Da das Buch nicht chronologisch sondern nach Themengebieten (Rennstrecken) sortiert ist, muss man sich auch nicht durch endlose Schwarzweiß-Wüsten blättern, sondern es ist von Anfang an schwarzweiß und farbig, was das Buch und das Layout auflockert.

Das Buch heißt zwar "1962-73", der Schwerpunkt der Bildauswahl liegt aber eher auf 1966-73 und da verstärkt auf 1970-73. Der Grund ist vermutlich, dass die Schwarzweiß-Bilder ab Mitte der 60er besser waren als Anfang der 60er und die tollen Farbbilder ab 1969/70 sowieso am meisten Eindruck machen. Das Buch will als Bildband natürlich schön aussehen, wobei das leicht kontraproduktive Cover da eher auf Understatement macht.

Oft ist der Aufbau, der in sich auch nicht chronologischen, Themengebiete so:

- ein paar rennstreckentypische Impressionen
- Rennvorbereitungen, Training, Technik, Köpfe, das Drumherum
- Rennbilder (ausführlichster Teil)
- ein bisschen Siegerehrung

Und das alles aus verschiedenen Jahren gemischt. Alle Bilder, die ein Auto oder handelnde Personen zeigen sind entsprechend detailliert beschriftet. Schade allerdings, dass bei den Can-Am-Bildern (sehr Porsche-lastig und nur aus den beiden Porsche-Jahren 72/73) auf die Streckennamen verzichtet wurde.

Man kann an den Seitenzahlen schon sehen, wo die thematischen Schwerpunkte liegen:

1000 km Nürburgring 1962-73, Seite 18-123
24 h Le Mans 1963-73, Seite 124-249
Targa Florio 1967-71, Seite 250-314
1000 km Monza 1969-72, Seite 314-367
1000 km Spa-Francorchamps 1970-73, Seite 368-407
1000 km Brands Hatch 1970-72, Seite 408-447
1000 km Österreichring 1969-71, Seite 448-473
6 h Watkins Glen 1972, Seite 474-489
Race Of Champions 1973, Seite 490-499
Can-Am 1972-73, Seite 500-539


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