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Der Filc

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Dead Again
Dead Again
Preis: EUR 6,99

8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Dead Again - Nicht totlangeweilig!, 8. April 2011
Rezension bezieht sich auf: Dead Again (Audio CD)
Vorweg: Ich versuche möglichst objektiv, hart (damit es nicht zu den häufigen enttäuschungen kommt) und alle Leser ansprechend zu bewerten. Das natürlich eigene Meinung hineinspielt, lässt sich nicht leugnen.(Bin persönlich Fan) Gut, nun zur Musik.

Mercyful Fate gehören mit Sicherheit zu den Wegbereitern des Metals und beeinflussten sowohl im Heavy Metal, als auch im Black Metal bereich zahlreiche Gruppen. Musikalisch handelt es sich eher um klassischen Heavy Metal, (In diesem Album eher weniger, doch dazu später mehr) wobei textlich und athmosphärisch (oft ziemlich düster) durchaus Black Metal Feeling aufkommen kann. Der Frontmann King Diamond spaltet die Lager der Hörer. Sein Gesang ist geprägt von sehr hohen Falsett einlagen (Ich würde sagen noch schriller und spitzer als bei Rob Halford), was natürlich nicht jedem zusagt. Mir persönlich gefällts, da es einfach ein Zeichen für die gesanglichen Qualitäten unseres Lieblingssatanisten ist.

Das Album "Dead again" ist wohl ihr unzugänglichstes Werk. Insgesamt zeigen sich eher verstrickte und untypische (für heavy Metal) Songstrukturen auf. Die Produktion ist ziemlich optimal gehalten. Klarer, düsterer Sound, ohne zu glatt zu klingen. Mit Eingängigkeit wurde hier und da ziemlich gegeizt, doch vom Songwriting her wurde (fast überall) gute Arbeit geleistet. Zudem wurden auf unnötige Intros und Interludes verzichtet und die Spielzeit ist ok. Nun die Songs:

Torture (1629):
Ein sehr schwieriger Titel. Uneingängige, schwierige Riffs, ziemlich verschachtelter Aufbau und immerhin 5 Minuten Länge setzen eine relativ hohe Einhörzeit voraus. Einzig und allein der Refrain bringt (auf seine eigene Art und Weiße) Melodie hinein. Mich konnte aber auch nach mehreren Hören der Song nicht komplett überzeugen. Irgendwas fehlt da. Das der Song düster ist (musikalisch und christlichkritischer Text)und komplex Abwechslung hat, lässt sich aber nicht leugnen. Der Song ist sehr uneingängig, wächst aber mit der Zeit. 3/5 Sterne

The Night:
Das noch größere extrem. Wie Torture sehr schwierig, nur mit 6 Minuten noch etwas länger und selbst Refrainmäßig ziemlich schwach. Mit der Zeit erschließt sich einen die Songstruktur zwar komplett, doch gefallen tut er einen nie wirklich. Ein schwächerer Song, der aber nun mal musikalisch komplex ist. 2/5 Sterne

Since Forever:
Der Song wechselt zwischen ruhigen und harten Passagen. In Sachen Eingängigkeit geht es besser als in den ersteren Titeln voran, doch auch hier bleibt der absolute A-Ha Effekt aus. Nicht schlecht, mit Potential, doch nicht optimal. 3/5 Sterne

The Lady Who Cries:
Hier haben wir den ersten RICHTIG guten Song. Beim ersten Mal schiebt er sich schnell in die Schubladen der anderen, doch mit der Zeit kristalisiert sich das Hitpotential immer mehr heraus. Die melodischen und harten Parts im Zusammenspiel und der vielseitige Songaufbau lassen diesen Titel wachsen, bis er mit jedem Mercyful Fate Song mithalten kann. Nur braucht er eben seine Zeit. 4/5 Sterne

Banshee:
Hier ist nun der Überhit des Albums. Ist wohl eher eine "Ballade", da es eher ruhig angehaucht ist, obwohl es durchweg nicht an harten Gitarren und düsterer Athmosphäre fehlt. Tolles Gitarrenspiel und grandioser Refrain, wo der King seine meinungsspaltende Falsettstimme völlig genial und überzeugend einsetzt. Hat mich beim ersten mal umgehauen und tut es seitdem immer. 5/5 Sterne

Mandrake:
Wieder ein schwächerer Song. Hier gilt das selbe, wie bei the Night. 2/5 Sterne

Sucking Your Blood:
Leider folgt gleich der schwächste Song. Der Song ist einfach ein Ausfall und stört im Gegensatz zu "The Night" und "Mandrake" den Gesamtdurchlauf nur. Textlich kann das der King besser und melodisch die Band sowieso. 1/5 Sterne

Dead Again:
Der Titeltrack ist auf jeden Fall von Erinnerungswert. Die epische Länge von über 10 Minuten und musikalisch, sowie lyrisch solide Umsetzung lassen keine Langeweile aufkommen. Schade, dass hier der Hitfaktor der Überhits nicht ganz erreicht wird und die brutale Länge den Track ziemlich Mp3-Player untauglich macht. Im CD-Durchlauf solide, aber leider nur da. 3/5 Sterne

Fear:
Hier wieder ein wirklich guter Song. Der Kontrastreichtum von "The Lady who cries" wird zwar nicht erreicht, dafür punkten aber bisher die melidiösesten Klänge des Albums. Guter Titel, der ebenfalls etwas Zeit braucht. 4/5 Sterne

Crossroads:
Gegen Ende schließt sich tatsächlich ein Überhit an. 5.30 Kompromissloer Metal mit tollem Refrain, der sofort überzeugt. Ein Song, der ziemlich schnell "Spaß macht" und wo einfach alles passt. 5/5 Sterne

Fazit:
3.2 Durchschnitt also die 3 Sterne von mir, mit 4er Tendenz. Wenn man sich wirlich die Zeit nimmt überzeugen einen die guten Songs des Albums einfach völlig. Richtig erschlossen, muss es sich vor keinem King Diamond Solo Release verstecken. Jedoch ist es eben sehr schwierig und auch relativ utypisch für die Band. Überzeugte Fans sollten ein Ohr riskieren, wenn sie sich die Zeit nehmenn. Erstlinge würde ich zu einem typischeren Werk raten: Entweder 9 (Ähnlich düster, doch war mein erstes, und mich hats neugierig gemacht), Time (Von vielen als bestes Album gesehen und auf jeden Fall melodischer) oder ihr Zweitwerk "Don't break the Oath" (Was Metalgeschichte geschrieben hat.) Wem der Gesang nicht gefällt: Finger weglassen! Auch nicht mit King Diamond Solo versuchen, denn dort sind die hohen Lagen in der Regel noch häufiger. Objektiv gesehen ein eher schwächeres Mercyful Fate Album.


Darkly,Darkly,Venus Aversa
Darkly,Darkly,Venus Aversa
Preis: EUR 12,99

6 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Darkly, Darkly, venus Aversa - Meine Sicht, 29. Oktober 2010
Rezension bezieht sich auf: Darkly,Darkly,Venus Aversa (Audio CD)
Vorweg:
Ich konnte Cradle of Filth halbwegs für mich entdecken, da sie durch orchestrale und melodische Einlagen sich von der grauen Schranz-Black-Metal-Masse gekonnt abheben können. Und aus der Sicht eines solchen Art von Fan werde ich die Rezension hauptsächlich verfassen:

Ganz objektiv gesehen lassen sich schon mal einige Sachen positiv festhalten:
-man bekommt mit der Albumlänge auf jeden Fall genug Musikmaterial geboten (In der Ltd. natürlich noch mehr)
-das Album ist sehr sauber und dennoch druckvoll abgemischt (solide Produktion)
-jeder Song bietet durch komplexen Aufbau und durchweg orchestraler Untermalung an sich Abwechslung
-Songwriting und Gesangsleistung befinden sich auf dem gewohnt hohem Niveau

Ich persönlich hatte jedoch einige Probleme. Ja, zwar war jeder Song an sich Abwechslungsreich und melodisch genug, doch ich fand selten Stellen zum festhalten. Hauptsächlich spielten die Lieder so vor sich hin, ohne einen wirklich bleibenden Eindruck zu hinterlassen. Der Gesamtsound ist so gesehen recht monoton: Schnell, Orchestral, brachial; was nicht wirklich schlecht ist, jedoch sollte ein gewisser Erinnerungswert nicht ausbleiben. Insgesamt konnten mich nur 3 Titel wirklich richtig überzeugen "Lilith Immaculate", (Ja ich mag die Female-Vocals. Aber auch schickes Solo und schön sich steigender Aufbau) "Harlot on a Pedestral" (Einfach geiles Riffing und melodisch mit am stärksten) und "Forgive me Father" (Die Singleauskopplung)

Übrig bleiben 3 Sterne, meinerseits, die ich wie folgt erkläre.
-CoF Fans der ersten bzw. frühen Stunde spreche ich eine Kaufempfehlung aus, da der Sound wieder brachialer gewurden ist und aufgrund der oben genannten positiven Aspekte
-Leser, die Aufgrund meiner Rezension (Und Songtips) vermuten, eine ähnliche oder die gleiche Ansicht zu haben, empfehle ich das Geld lieber eher einzustecken und sich das Vorgängeralbum "Godspeed on the Devils Thunder" (Mischung zwischen Black, Heavy und Orchester hier am besten und abwechslungsreichsten gelungen) oder "Thornography" (Heavy angehauchtes Album, mit vielen tollen Riffs und Mellos) zu holen.

Eine Spaltung in zwei Lager. Daher 3 Sterne von mir.
Kommentar Kommentare (7) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Oct 31, 2010 11:00 AM CET


Halford 4-Made of Metal
Halford 4-Made of Metal
Preis: EUR 19,19

20 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Eine mal andere Meinung, 3. Oktober 2010
Rezension bezieht sich auf: Halford 4-Made of Metal (Audio CD)
Nun, ich höre schon solange ich überhaupt richtig Musik höre Halford und Priest und bin einer anderen Meinung.

Insgesamt bewegt sich der Sound im guten Oldschool-Priest Style, wirkt jedoch recht modern. Als Gesamtwerk betrachtet finde ich es eine ziemlich gute Scheibe, da ich wirklich keinen Song als schlecht bezeichnen kann. Selbst die in meinen Augen schwächeren Songs "Heartless", "Hell Razor" oder "Twenty-Five Years" fallen beim Gesamtdurchlauf nicht sonderlich negativ auf, da sie das Gesamtbild von der Abwechslung her gut erweitern. Zudem ist die Albumlänge (knappe Stunde) nicht schlecht , vorallem weil keine unnötigen Introstücke mit drauf sind.

Kritisiert wurde "Weichspülung". Nun, ich finde den Sound schön rockig bzw. metallig, da durchweg ziemlich solide Riffs vorhanden sind. Die Soli können jedoch nicht mit Priest mithalten, sind aber keinesfalls schlecht. Für mich klingt das jedenfalls nicht weichgespült. (Und ich höre gerne auch mal Metalcore und Black Metal)

Mit "Fire and Ice" (Popiger Refrain)und "Till the Day I Die" (Countryähnlich) sind auch mal "andere" Songs vorhanden. Das ist aber sehr gut dosiert und fällt nicht negativ auf, sondern bringt gekonnte Abwechslung. Das Album ist durchweg klar "Metal" und ich finde es melodisch, vorallem wegen den Refrains sehr stark. Melodisch einfacht toll und ansprechend. Das Songwriting finde ich zudem auch nicht wirklich schlimm. Da gibt es durchaus heftigere Sachen.

Abschließend also ein Album, mit einem starkem Gesamtbild, was melodisch und in Abwechslung überzeugt. Ich finde es besser als Crucible, da dort viele Songs ohne Erinnerungswert waren und gleich klangen. Gesanglich ist Halford ebenfalls noch fit!

Favoriten ergeben sich jedoch nicht wirklich, da viele Songs einfach unterschiedlich klingen und ihre ganz eigenen Reize haben. Ob das gut oder schlecht ist, entscheidet jeder selbst.

4 Sterne, mit Tendenz nach oben. Ich kann es jedem Priest/Halford-Fan empfehlen.
Kommentar Kommentare (5) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Sep 8, 2012 9:40 PM MEST


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