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Rezensionen verfasst von
steff (Dortmund)

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WWE - ECW - One Night Stand 2007
WWE - ECW - One Night Stand 2007
DVD ~ Jeff Hardy
Wird angeboten von GMFT
Preis: EUR 23,95

3.0 von 5 Sternen Fängt stark an und lässt stark nach, 17. Dezember 2014
Rezension bezieht sich auf: WWE - ECW - One Night Stand 2007 (DVD)
Eine Wrestling - Veranstaltung namens "Extreme Rules"? Da erwartet manch einer vielleicht zu viel... Gut, der Anfang haut hin, RVD und Orton im Stretcher Match geht definitiv klar. Ein paar Konter, etwas High Risk (von RVD). Danach macht das 6 - Mann - Tische - Match mit ECW - Beteiligung (CM Punk, Sandman und Tommy Dreamer vs. Matt Striker, Marcus Cor Von und Elijah Bourke) prima weiter, obwohl es fernab alter ECW - Härte ist. Die Hardys gegen Shelton Benjamin und Charlie Haas in einem Leiter - Match ist ein Favorit. Kane versus Mark Henry? Und dazu Lumberjacks? Übler Stuss und ganz sicher überhaupt nicht extrem. Dean Ambrose und Seth Rollins haben kürzlich gezeigt wie so etwas, trotz weniger Minuten, vernünftig gemacht wird. Irgendwie kippt danach die Stimmung. Auch ein Street Fight reißt das Ruder nicht mehr zum Positiven herum. Bereits die Besetzung ist völliger Quark: Vince McMahon, damals schon über 60, gegen Bobby Lashley? Der würde ihn komplett aufrauchen. Deshalb helfen Sohn Shane und die samoanische Dampframme Umaga auch tatkräftig mit, Regeln gibt es ja keine. Läuft trotzdem auf Sparflamme, Lashley in der Vorwärtsbewegung ist aber eine Wucht. Die nächste Schlaftablette folgt sogleich: das "Pudding - Match" zwischen Melina und Candice Michelle ist klebriger Unfug, kann man abhaken. Batista und Edge traktieren sich daraufhin im Stahlkäfig und es ist weder Fisch noch Fleisch. Den Anti - Wrestler Great Khali in einen Main Event zu packen, erscheint verkehrt. Erstaunlicherweise unterhalten er und John Cena im Falls Count Anywhere phasenweise passabel. Dass man aber den FU vom Kran nicht sieht weil die Kamera es schlichtweg nicht einfangen kann, ist eine Unsitte und setzt den Schlussstrich unter diese zerfahrene Show, welche vom Nachfolger 2008 weit überragt wird.


Das Bourne Vermächtnis [Blu-ray]
Das Bourne Vermächtnis [Blu-ray]
DVD ~ Jeremy Renner
Preis: EUR 9,99

3.0 von 5 Sternen Gericht nur im Backofen aufgewärmt, 17. Dezember 2014
Rezension bezieht sich auf: Das Bourne Vermächtnis [Blu-ray] (Blu-ray)
Bis auf Edward Norton als gewissenlosen Schreibtischtäter, für den das Wort Moral erst gar nicht im Lexikon auftaucht und einem gediegen fotografierten Anfang, bei dem Agent Cross als ein hoch trainierter Spezialist vorgestellt wird, hat "Das Bourne Vermächtnis" wenig in petto. Jeremy Renner ist nun mal nicht Matt Damon, die Handlung hat in letzter Instanz ihren Reiz verloren, den Kämpfen kann man kaum folgen und -auch nicht ganz so unwichtig- mit der Spannung hält es sich leidlich in Grenzen. Rein auf wirtschaftlichen Interessen motivierte Produktion. Vermutlich ist es von Vorteil, die vorhergegangene Bourne - Trilogie nicht zu kennen, sonst wird man nur längst Bekanntes entdecken.


Sabotage - Uncut [Blu-ray]
Sabotage - Uncut [Blu-ray]
DVD ~ Arnold Schwarzenegger
Preis: EUR 12,99

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Toll, dass Arnie wieder zurück ist. An der Qualität seiner Filme muss er noch arbeiten., 21. September 2014
Rezension bezieht sich auf: Sabotage - Uncut [Blu-ray] (Blu-ray)
John Wharton (Schwarzenegger), Leiter einer DEA - Sondereinheit, und seine Truppe bereichern sich an Kartellgeld. 10 Millionen Dollar wollen sie abzweigen, doch als sie kassieren wollen sind die Moneten weg. Nicht nur, dass die eigenen Leute sie des Diebstahls verdächtigen, das betroffene Kartell schickt prompt Auftragskiller los, um Rache zu üben.

David Ayer verfilmt sein zusammen mit Skip Woods ('Stirb Langsam 5`) verfasstes Drehbuch, und das erklärt schon mal, wieso dieser Polizeiactionthriller so raue Sitten an den Tag legt und in puncto Schimpfwörter und Kraftausdrücke überhaupt kein Blatt vor den Mund nimmt. Die korrekte Altersfreigabe hat "Sabotage" dafür verpasst bekommen. Es ist nur schwer zu glauben, dass die FSK diesem kaltschnäuzigen Selbstjustiz - Reißer vor zehn, fünfzehn Jahren auch so problemlos durchgewunken hätte. Manche Dinge ändern sich doch im Laufe der Zeit.
Wer auf Shootouts der Sorte blutig steht, sollte mal einen Blick wagen. Zudem ist die letzte Wendung der Geschichte ungeahnt gut in das Gesamtbild eingebettet worden, was man über diverse andere Überraschungen nicht ohne Weiteres sagen kann. Prominente Namen bevölkern das Team Schwarzeneggers, doch Josh Holloway aus 'Lost` hat nur einen unprägnanten Kurzauftritt, während Terrence Howard ('Die Fremde in dir`) sich anhand seiner Performance wahrlich nicht mit Ruhm bekleckert und 'Avatar` - Darsteller Sam Worthington nur Furore als Limp Bizkit - Frontmann - Double Fred Durst macht. Der die Nerven strapazierende Oberhammer der Machoballermännerrunde mit Polizeimarken ist aber das maskuline White Trash - Flittchen mit einer Optik und einem Mundwerk zum totalen Abgewöhnen.
Witz, Tiefe und Glaubwürdigkeit vermisst man bei Ayers Drehbuch gewaltig, mehr als einmal will es dafür cool und besonders lässig sein. Hat nicht geklappt, drei Sterne.


Payback 2014 [Blu-ray]
Payback 2014 [Blu-ray]
Preis: EUR 19,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Payback 2014" aus Chicago, 14. September 2014
Rezension bezieht sich auf: Payback 2014 [Blu-ray] (Blu-ray)
Los geht die PPV mit einer heiß erwarteten US - Champion - Titelverteidigung Sheamus` gegen Cesaro. Da ist richtig Feuer drin. Der Schweizer bevölkert die B - Karte, was den gefühlt etwas höher platzierten Iren dazu zwingt sich einem flüchtigeren Zeitfenster anzupassen. Die beiden Europäer könnten geniale Matches zeigen, wobei das vorliegende zweifelsfrei sehenswert ist, eingangs wie die Feuerwehr lospoltert und einen gelungenen Start in die Show markiert. Man darf auf das nächste Duell bei Night Of Champions in wenigen Tagen gespannt sein. Ein Streetfight, Belfast Brawl oder Ähnliches der beiden wäre traumhaft, wird aber eher Wunschdenken bleiben.

Cody Rhodes und Goldust sind eines der sympathischten Tag Teams, das die WWE gegenwärtig unter Vertrag hat, RybAxel ein sehr interessantes und harmonisches, was sich hier verifiziert. Letztere haben eine enorm hohe Wechselrate und schonen mithilfe dieser Taktik effektiv ihre Kräfte. Das temporäre, dennoch knackige Match zeigt, dass die WWE - Tag Team Szene lebendig ist und es wäre toll, wenn das auch vermehrt den WWE - Bossen bewusst würde, damit man als Zuschauer in diesem Sektor mehr Matches auf hohem Niveau sehen kann. Rhodes hat Glück, dass sein zu tief gesprungener Moonsault aufgefangen wird.

Rusev und Big E teilen offensichtlich eine Vorliebe zum leidenschaftlichen Fahnenschwingen und liefern sich dergestalt einen Wettkampf, bevor sie sich überhaupt innerhalb des Rings gegenüberstehen. R - Truth und Xavier Woods sind gegen den Bulgaren bei Extreme Rules radikal unter die Räder gekommen. Umso mehr überrascht es, wie viel Schwierigkeiten der körperlich ebenbürtige Big E hat. Andererseits, wer rechnet hier schon mit filigraner Technik? Das Zauberwort lautet Power - Moves. Big Es ultraharter Spear durch das 2. Ringseil nach draußen tut echt beim Hingucken weh. Ein Konzeptmatch mit dem Ziel, Rusev weiter das Antlitz einer unaufhaltsamen, russischen Dampframme aufpinseln zu können.

Ein Kuriosum ereignet sich Sekunden nachdem der Gong zum Match Kofi Kongstons und Bo Dallas ertönt. Ein ziemlich großer, Maske tragender Kerl erscheint, und attackiert den Afrikaner, woraufhin das Match abgebrochen werden muss, weshalb sich jegliche Wertung dazu als reichlich unpassend gestalten würde.

Im Zweiten von drei Titelkämpfen des Abends fordert RVD den IC - Gürtel BnBs. Nach der Vermittlung schlechter Nachrichten an RVD und all seine Fans sieht man weniger einen Showstealer, nichtsdestotrotz einen soliden Kampf mit ausgeglichenen Anteilen, der aber ohne erderschütternde Höhepunkte auskommt und einen deshalb nicht zwingend vom Hocker fegt. Doch Hardcore - Legende Van Dam sei es verziehen. Ich freue mich darüber, ihn auch jenseits der 40 noch sehen zu dürfen.

Es nähert sich die Entscheidung Daniel Bryans. Wird er seine zwei bei 'Wrestlemania XXX` hart erkämpften Titel der Autorität überlassen? Weigert er sich, muss er mitansehen, wie seine Gemahlin Brie Bella von seiner Chefin gefeuert wird. Zu viel soll hier nicht verraten werden, es folgt ein recht amüsant - kurzweiliges Segment mit Beleidigungen unter der Gürtellinie und einem Knall zum Abschluss.

Zeitlich betrachtet ist in etwa Halbzeit, drei Kämpfe stehen noch an:

Bray Wyatts Last Man Standing Match gegen John Cena gleicht einem Erdbeben. Jener bringt selbstredend Harper und Rowan mit zum Ring und es sieht einen Moment lang wirklich danach aus, als müsste Cena gegen alle drei antreten. Bei einem LMSM gibt es nämlich keine Regelung, die ein aktives Eingreifen von am Match nicht offiziell teilnehmenden Personen untersagt. Die zum Ring eilenden Usos unterstützen Cena und sorgen für faire Verhältnisse. Es ist wohl jetzt jedem klar, dass die vier nicht nur träge am Ring herumlungern und den beiden im Ring frischen Wind zufächern, doch das ist im Endeffekt etwas Positives. Die verfeindeten Lager geben sich die nächsten 24 Minuten keine Blöße. Hightlights gibt es en masse. Dabei kommen Tische, Stühle und die Ringtreppe zum Einsatz. Man wird Zeuge eines der härtesten WWE - Matches der jüngeren Vergangenheit. So sicher wie Wyatt am rechten Arm einen Cut davonträgt, ist dies die Klimax seiner Fehde mit Cena und ein Kandidat zum besten PPV - Match 2014. Kein Scherz, muss man gesehen haben.

Dass auch die Damen physisch rauer agieren können, daran lassen Alicia Fox und Titelhalterin Paige nur wenig Zweifel. Die Verbissenheit dieser Auseinandersetzung hat mir imponiert.

Vom Main Event, einem 6 - Man No Holds Barred (keine Disqualifikationen, kein Auszählen) Elimination Match, kann man einiges erwarten. Der Shield und die Evolution können sich nicht leiden, das ist im Vorfeld mehr als deutlich geworden. Sie wollen sich gegenseitig vernichten. Markige Worte, welche die Promo nochmals ins Gedächtnis zurückruft. Dazu passt dann später das oft zu beobachtene verächtliche Wegstoßen des Gegners nach einer erfolgreich ausgeführten Aktion, auch hier ist ordentlich Dampf drin. Die Evolution kann zwar gesamtheitlich mehr Kontrolle über das Match für sich verbuchen, der Shield seinerseits fungiert dafür unglaublich effizient und zielstrebig. Man hätte vielleicht mit letzter Konsequenz und Willen noch einen Happen fieser zueinander sein können, da wären gerade mit diesen Klauseln im Gepäck, und der Atmosphäre im Rücken, genügend Möglichkeiten dagewesen, das Level des Extreme Rules - Vorgängers (welcher spannender war) hält man dennoch locker.

Zusammenfassend ein starker Hauptkampf, eine starke Großveranstaltung, bis dato die stärkste 2014. In der Summe ergibt das, sämtliche Kategorien beachtet, fünf Sterne. Bis auf den Eklat beim nicht abgehaltenen Kingston vs. Dallas - Match erlaubt sich "Payback 2014" keine gravierenden Patzer. Money In The Bank kann kommen.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Sep 20, 2014 10:36 AM MEST


The Amazing Spider-Man 2: Rise of Electro [Blu-ray]
The Amazing Spider-Man 2: Rise of Electro [Blu-ray]
DVD ~ Andrew Garfield
Preis: EUR 12,99

5 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Und die goldene Himbeere geht an..., 12. September 2014
...diese verkorkste Fortsetzung, die sich keinen Deut besser präsentiert als ihr Vorgänger. Marc Webb inszeniert erneut ein juveniles Heldenabenteuer, das aber nie wirklich zu einem inhaltlich komplexen Epos mutiert, sondern mit hüftsteifen, affektierten oder schlichtweg infantilen Dialogen über zwei Stunden quält, weil Actionszenen nur rudimentär zu finden sind.
Satte 35 Minuten hat der Zuschauer zu warten, bis der Film die seichte Zone aus Zucker (und der Zuschauer die des Gähnens) verlässt, und endlich etwas Pep in die Geschichte gelangt. Bis zum ersten Auftauchen Electros vergehen mehr als zehn weitere endlose Minuten.

Garfield setzt seine aus Teil 1 bekannte, schmuddelige Grunge - Mimik fort; ich kann mir darauf keinen Reim machen, es wirkt auf seltsamste Weise kodiert. Filmpartnerin Emma Stone hat nur zwei Blicke - der eine glücklich, der andere traurig. Wenn das alles ist was sie kann, ist sie kilometerweit von einer respektablen Schauspielkarriere entfernt. Ich schlage vor, beide für das schlechteste Leinwandpaar in einem Superheldenfilm zu nominieren. Mir war ihr gesamtes Spiel und das Schicksal dieser Figuren herzlich egal und ebenso erging es mir mit dem von Jamie Foxx verkörperten Charakter Electro. Der pausenlos hoch Gelobte spielt erst einen Hampelmann von Techniker mit lächerlichen Toupet, den jeder beliebig kommandiert oder ignoriert, später einen pseudotragischen Spinner, der glaubt, ihm sei etwas gestohlen worden, das er sich nun um jeden Preis -auf Kosten anderer- zurückholen will und sich dabei noch in inadäquate Allmachtsfantasien verfängt. Das Problem: Weil die Wandlung zum Bösewicht nicht einleuchtet, funktioniert sie folglich nicht.
Weder erzählerisch noch mimisch kann diese Produktion irgendeinen Akzent setzen. Als Surrogat bedient sich Webb einmal mehr kindischen Stilmitteln wie klingelnden Mobiltelefonen während einer Verfolgungsjagd, Hurra - Stimmung in positiven sowie aufgesetzter Sentimentalität in negativen Momenten (gemäß dem Motto: so lange die Leute mit dem Verarbeiten ihrer Gefühle beschäftigt sind, haben sie keine Zeit zum denken) und Spider - Mans alberne narzistisch eingefärbte Einzeiler. Die Pennäler - Zielgruppe dürfte es Webb mit bedingungsloser Unterstützung danken, wen wunderts, sind alle Bösen doch jenseits der 40 Lenze, also uralt.

Was hat Webb im Ergebnis geschaffen? Einen Film ohne Wiedererkennungswert mit einer nichtigen Handlung, die er konfus und seifig erzählt, getragen von teils amateurhaften Mimen. Letzten Endes steht fest, dass das Reboot einer noch so jungen Reihe epochal gescheitert ist. Und aus artifiziellem Blickwinkel gesehen falsch war. Empfehlung an Racker, Lausbuben, Bengel, Frechdachse, Grundschüler, Fans des ersten Teils und an jeden, der tatsächlich meint, er würde hip werden, wenn er das sehe.


No Escape 2014 [Blu-ray]
No Escape 2014 [Blu-ray]
Preis: EUR 19,99

4.0 von 5 Sternen Zwei Fünf - Sterne - Matches sichern die Vier - Sterne - Wertung, 31. August 2014
Rezension bezieht sich auf: No Escape 2014 [Blu-ray] (Blu-ray)
"No Escape 2014", eigentlich "Elimination Chamber 2014", fand am 23. Februar in Minneapolis statt. Es ist die Veranstaltung unmittelbar vor Wrestlemania und wegen des titelgebenden Matches sehr beliebt. Die Erwartungen sind hoch, ein Elimination Chamber Match soll natürlich besonders sein. Im Klartext geredet ist "ECM 2014" typische WWE - PPV - Ware mit ein, zwei sehr guten und einer guten Matchansetzung sowie ein paar Füllern.

Den guten Opener bestreiten Jack Swagger und Big E, nachdem der demagogische Zwirbelbart und Manager des Real American Swagger, Zeb Colter, versucht, dessen Gegner zu degradieren. Nein, es ist ja recht witzig, was er so parliert. Ein ausgeglichener Kampf folgt sodann, in welchem Swagger erst nicht richtig Fuß fassen kann. "Die Aktionen sind Standard" könnte ein negatives Argument gegen das Match sein. Vielleicht. Doch sind sie ebenso präzise vollstreckt und immer wieder gerne gesehen.

Nun tötet die WWE etwas Zeit, wenn die New Age Outlaws ihre Tag - Gürtel gegen die Usos verteidigen. Nichts gegen die alte DX, die Attitude Era war eine geile Zeit, aber was man hier geboten bekommt, ist einfach schwach bis hochgradig unspektakulär und wäre in einer Raw - Ausgabe brillant aufgehoben gewesen. Naja, die Usos sollten es später ja glücklicherweise doch noch werden. Das hätte sonst auch einen heftigen Affront gegen die jetzige Tag Team - Szene dargestellt.

Nachdem Titus O`Neil seine Tag Team - Zusammenarbeit mit Darren Young ruckartig beendete, soll ein Match der einstigen Partner die Fronten endgültig klären. Sicher, beide stehen auf der B - Karte und von O`Neil erwartet man schon ein bisschen, doch ist es bestimmt nicht einfach, in solch einer Unlänge einen anständigen, über jeden Zweifel erhabenen Kampf auf die Beine zu stellen. Es ist weder Fisch noch Fleisch, jedoch ein akkurater Übergang zum nächsten Programmpunkt, da der Kontrast größer kaum sein könnte.

Der erste Hammer des Tages wird zwischen den Wyatts und dem Shield ausgefochten. Dieser verbissen geführte, fesselnde 23 - Minuten - Brawl ist absolut sehenswert und ein dicker Grund dafür, sich diese Blu - ray anzueignen. Exakt solche Gegner sind es, die dem Shield liegen: Ein Team bildenes Kollektiv, das die phasenweise chaotische Matchführung mitgehen kann und deren Mitglieder über spezielle Fähigkeiten verfügen, so wie sie selbst. Was kommt dabei hearus? Ein Kandidat für die Wahl zum PPV - Match des Jahres 2014 mit vielen imposanten Aktionen auf beiden Seiten und einem beachtlichen Spannungslevel, da der Ausgang völlig offen ist, weil alle sechs Athleten top Leistungen zeigen und die Hallenatmosphäre pure Magie ausstrahlt.

Das Diven - Match zwischen Titelträgerin AJ Lee und Herausforderin Cameron wirkt danach eher wie auf die Schnelle dazwischengestöpselt. Beide Mädels können definitiv mehr als sie hier zeigen, zudem ist das Ende aufgrund eines Eingriffes von außen und dem vorzeitigen Kampfabbruch unbefriedigend.

Ehe man sich versieht, betritt das Tier Batista die Halle, um seine Rechnung mit Alberto Del Rio zu begleichen - höchstens eine Verzögerung hin zum Elimintion Chamber - Main Event. Del Rio zeigt erneut, dass er mit allen Wassern gewaschen ist. Diese Konstellation ist nicht uninteressant und räumte man ihr genügend Zeit ein, käme da auch gewiss etwas Gutes bei heraus. Während Del Rio Batistas Arm zu schwächen versucht, konzentriert der sich auf seine Power - Moves. Unterdessen lässt das Publikum Batista spüren was es von ihm hält - dazu mal den Sprechchören in der Halle lauschen.

Der zweite Hammer der Show startet, sobald die Elimination Chamber - Stahlstruktur sich gen Boden gesenkt hat. Ein Match, 37 Minuten, und nicht eine davon ist öde. Alle sechs Ringer haben ein blendenes Timing in der Art, wie sie sich gegenseitig die Bälle zuspielen. Die vier aus den Pods kommenden sorgen jedes Mal für frischen Wind. Cesaro, der Champion Randy Orton über 30 Sekunden "swingt", liefert sich packende Duelle mit Sheamus. Die erste Elimination findet, man staune, in der 26. Minute statt. Zu diesem Zeitpunkt befinden sich alle Wrestler bereits aktiv in und um den Ring. John Cena hat seinen stärksten Moment im Duell mit Cesaro. Daniel Bryan ist stets für eine raffinierte Aktion zu haben und wer den Fuchs Christian unterschätzt, ist selber Schuld. Das Match übertrifft den Vorgänger von vor einem Jahr, weil die Eliminations meistens gut ausgearbeitet sind. Selbst die, die 'Wrestlemania XXX` kennen, und daher wissen, wer hier gewinnt, können die Spannung des Kampfes nicht leugnen. Der Beweis, das Chamber Matches nicht unbedingt den Einsatz von Blut nötig haben, wird hier wiederholt erbracht. Am meisten Eindruck hat Cesaro hinterlassen, welcher auch einer der großen Gewinner bei 'Wrestlemania XXX` war. Und Orton spielt vorzüglich den faulen Champ, der listig agiert, und nicht willens ist, mehr zu tun als nötig ist. Obwohl das Ende unübersichtlich und konfus, und der Sieger mindestens glücklich ist, kann dies der Qualität gesamtheitlich nicht schaden.

Tja, und danach? Danach ist Feierabend, aber nicht ohne einen expliziten Verweis meinerseits auf den disponierten Trashtalker Bad News Barrett und dessen unstillbre Redelust, wovon man sich des Öfteren, nach diversen Matches ein Bild machen kann sowie auf das Bonusmaterial (u. a. Kickoff Match Cody Rhodes & Goldust vs. Curtis Axel & Ryback).

Klare Kaufempfehlung für Fans vom Shield, den Wyatts oder Elimination Chamber Matches.


Jack Ryan: Shadow Recruit [Blu-ray]
Jack Ryan: Shadow Recruit [Blu-ray]
DVD ~ Chris Pine
Preis: EUR 9,99

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2.0 von 5 Sternen Jack Ryan: Die Rückkehr des bösen Imperiums aus dem Schatten., 19. August 2014
Rezension bezieht sich auf: Jack Ryan: Shadow Recruit [Blu-ray] (Blu-ray)
Doch ich behaupte, dass Kenneth Branagh der wahre Fiesling in persona ist. Was für ein beispielloses Desaster für den Shakespeare - Verfilmer als Regisseur einerseits, und in seinem Versuch, als Mime einen Russen - Fiesling zu verkörpern andererseits.
Hat er eigentlich strikt nach Drehbuch gefilmt? Denn wenn ja, dann erklärt sich auch leicht, wieso sein Film so mies ist. Er bedient nämlich ein reaktionäres Feindbild, das schon lange kitschig ist, wartet mit einfältig - primitiver Dramaturgie auf, wodurch keinerlei Spannung erzeugt wird (ein Genickbruch für Agentenfilme), hat seifige Dialoge und mit Chris Pine einen fehlbesetzten, überforderten und absolut unglaubwürdigen Hauptdarsteller, der wie ein Bravo - Posterboy aussieht. Seine hölzerne Filmpartnerin Keira Knightly ist hinreichend deplatziert und entwickelt mit ihm zusammen keine Chemie, sodass man sagen könnte, ja, die passen zueinander. Man kann ferner, wie gesagt, bei der Auflösung des Falls auch nicht mitfiebern, weil Ryan (Pine) wie ein Computerhirn zuverlässig jedes Rätsel im Handumdrehen knackt und Feinde hat, die sich auffällig dümmlich anstellen.

Kein Vergleich zu früheren Filmen, welche diese Figur als Protagonisten behandelten; das waren durchaus erwachsene Thriller mit einer Containerschiffladung an Spannung und bärenstark aufgelegten Akteuren. "Jack Ryan: Shadow Recruit" ist für infantile Bravo - Konsumenten bestens geeignet, die haben sowieso keine eigene Meinung und finden einfach alles sagenhaft. Nicht einmal die Actionszenen bieten Extravaganz, und so verdient sich dieser belanglose Streifen im Absturz seine Bärenurkunde in Form von zwei mageren Sternchen.

Zu hoffen, dass er floppt ist nicht etwa reine Bosheit oder Konsequenz zu hoher Erwartungen; vielmehr die berechtigte Angst vor der Geldgier der Studios, hier noch einen nachlegen zu wollen. Hat dieser Film denn überhaupt eine positive Eigenschaft? Nun, bis auf dass er schnell vorüber ist, nein! Fazit: lahmarschiges Rohrkrepierer - Popcorn - Kino in manierlicher Ausstaffierung, aber ohne einen Funken Seele - rekordverdächtig einfallslos und unterhalb Kevin Costners Niveau.


Extreme Rules 2014 [Blu-ray]
Extreme Rules 2014 [Blu-ray]
Preis: EUR 19,99

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4.0 von 5 Sternen Homogene Großveranstaltung mit vielen Typen, 27. Juli 2014
Rezension bezieht sich auf: Extreme Rules 2014 [Blu-ray] (Blu-ray)
"Extreme Rules 2014" verteilt klug und sorgfältig die Schwere seiner einzelnen Auftritte. Sicher, es gibt längere und kürzere, bessere und weniger starke Matches, auch leichte Konzentrationsschwerpunkte (Shield - Evolution - Fehde...), aber davon abgesehen können sich mehrere Leute in einem vorteilhaften Licht präsentieren.

Das geht mal sofort im Eröffnungsmatch los, einem Triple Threat mit Ausscheidungszusatzklausel geführt von Jack Swagger, RVD und Cesaro. Prägnant, knackig, ohne überflüssige Rumeierei und mit verdientem, sogar leicht überraschendem Sieger. RVD gibt den gealterten Veteran solide und verletzt sich noch am Auge - Stichwort Mülltonne. Swagger und Cesaro müssen natürlich liefern, was gerade vereinzelt dem Paul Heyman Guy gelingt. Ein Auftakt nach Maß.

Danach gibt es ein Handicap Match für Rusev gegen Xavier Woods & R - Truth. Kurz? Ja. Schlecht? Nein. Unterhaltsam? Definitiv, schon alleine Lanas Huldigung Wladimir Putins vor amerikanischem Publikum animiert zum grinsen und Rusev scheint weit mehr als nur ein martialisches Auftreten in petto zu haben, Kraft und Beweglichkeit gehören ebenso mit dazu.

Der Anchorman der WWE, Bad News Barrett, fordert Kraftprotz Big E um dessen Intercontinental Chmpionsship heraus: Während des Matches ist es auf den Rängen verhältnismäßig leise (was an den reservierten Reaktionen auf Big E liegt), doch sollte niemand irritiert sein, denn beide schenken sich nichts. Sogar hat, aufgrund des Zeitdrucks, wirklich jede Aktion ihre Berechtigung. So macht man aus wenig viel.

Eines der am meisten erwarteten Aufeinandertreffen seit langem -Evolution vs. The Shield- kann nun offiziell beginnen und eine ordentliche Spannung durchzieht von nun an die Halle. Nachdem beide Fraktionen zum Ring gekommen sind und sich das erste Chaos gelegt hat, entwickelt sich die nächsten Minuten ein Wrestlingmatch, welches von der Evolution wiederholt mit kleinen nickligen Aktionen geführt, infolge ihrer ausgiebigen Teamarbeit aber dominiert wird. Auch die Unerfahrenheit der Shield - Mitglieder schimmert in der ein oder anderen Situation deutlichst hervor. Die zweite Halbzeit ist ein Brawl außerhalb des Rings, bei dem der Shield die exorbitanteren Aktionen setzen kann und so die Evolution eindeutig auszustechen vermag. Gesamtheitlich sehen die Männer in schwarz glücklicher aus als die der Evolution, was vermutlich die Idee dahinter gewesen ist. Am schlimmsten erwischt es Batista, der nach dem Spinebuster an Reigns kassieren muss. Das war überhaupt nicht sein Match.

John Cena vs. Bray Wyatt im Steel Cage? Puh. Das soll extrem sein? Die Prämissen dafür waren vorhanden. Kein gutes, dafür ein recht interessantes Match mit überraschendem Ende, welches Spannung in diese Fehde bringt, und schon mal in Richtung 'Payback 2014` lukt. Aber hauptsächlich wegen des Endes bleibt der Kampf in Erinnerung und Wyatt steht einmal mehr unter Zugzwang sich in Zukunft behaupten zu müssen.

Das Diven Match zwischen Paige und Tamina Snuka geht in Ordnung, zumal bei circa sieben Minuten Matchzeit alles andere auch ein Desaster gewesen wäre - erneut bleibt nämlich keine Zeit für Geplänkel. Große Wows bleiben zwar aus, dennoch liefern beide eine solide Darbietung mit soliden Aktionen. Bei Paige, der jungen Engländerin, darf man gespannt sein, was einen noch erwartet.

Es ist Zeit für den Main Event.
Kann Hüne Kane nach langer Zeit wieder einen großen Wurf landen und Daniel Bryan die WWE World Heavyweight Championship abknöpfen? Chancen hat er auf alle Fälle. Und kann Bryan einer weiteren Tombstone - Attacke aus dem Weg gehen? Mit minimalen Punktabzügen (Gummi - Brecheisen, abruptes Ende) prügeln sich beide in ihrem Extreme Rules Match quer durch die Halle samt Backstage - Bereich. Viele Gegenstände kommen zum Einsatz und Bryan zeigt unter anderem einen Diving Headbutt von einem Gabelstapler um den "Dämon" zu bezwingen. Ein guter Main Event, obwohl ich glaube, das 6 - Man Tag Match in der Zuschauergunst am weitesten vorne gesehen zu haben.

Damit endet -besser als die 2013er - Ausgabe- "Extreme Rules 2014". Noch eben zur deutschen Blu - ray: Tonspuren gibt es in Deutsch und Englisch, auf Untertitel wurde diesmal verzichtet. Obwohl auf der Hülle nicht vermerkt, sind die exklusiven Extras der Blu - ray wie immer vorhanden.


Wrestlemania 30 [Blu-ray]
Wrestlemania 30 [Blu-ray]
Preis: EUR 28,99

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4.0 von 5 Sternen "Wrestlemania XXX" aus dem Mercedes - Benz Superdome in New Orleans, 2. Juli 2014
Rezension bezieht sich auf: Wrestlemania 30 [Blu-ray] (Blu-ray)
Rezension enthält Spoiler!

Am 6. April, also vor knapp drei Monaten, feierte die weltweit größte Wrestlingshow ihr 30 - jähriges Jubiläum. Unter den circa 75000 Zuschauern mischten sich WWE - Legenden wie Bret Hart usf. Doch die Action im Ring steht bei einer Wrestlemania natürlich im Vordergrund.
Die Stimmung in der prall gefüllten Halle kann sich sehen und hören lassen. Hulk Hogan, Steve Austin und The Rock sind die diesjährigen Gastgeber und finden sich zu Beginn in der Mitte des Rings ein. Während Hogan sich einen lustigen Versprecher leistet, kann man heilfroh sein, dass Austin diesmal keine Stunner verteilt, und dass The Rock diesmal nicht auf die Idee kommt zu wrestlen. Schließlich waren die letzten zwei Wrestlemania - Main Events unter seiner Beteiligung grotesk langweilig.

Nach dem vergnüglichen Vorgeplänkel gehts mit einem der besten Eröffnungsmatches in der langen Geschichte dieser Veranstaltung los. Publikumsliebling Daniel Bryan und sein Antagonist Triple H, welcher nicht auf die Zustimmung der Fans hoffen darf, kommen sich dabei intensiv in die Quere. Für ein Auftaktmatch wirklich exorbitant lang und ohne Witz gelungen. Wer Mattenwrestling, Haltegriffe, High Flying Moves und ein paar härtere Aktionen sehen möchte, kommt nicht drum herum. Bryan und der Hunter lassen sich gegenseitig richtig gut aussehen, vor allem der Yes - Mann kann wie schon beim 'Summerslam 2013` mächtig Eigenwerbung veranstalten. Nach hartem Kampf kann er Triple H endlich erfolgreich pinnen.

Der starke und viel versprechende Shield absolviert kurz darauf seinen zweiten Wrestlemania - Auftritt in einem 6 - Man Tag Match gegen Kane und die New Age Outlaws. Ein kleiner Dämpfer ist das, weil schon die Einzüge der Kämpfer zum Ring zu hektisch abgespult werden und das Match an sich diesem Prozedere in nichts nachsteht. Kane bekommt ein dickes Sonderlob, denn er ist sich bei einer Wrestlemania für gar nichts zu schade, aber immerhin fördert er mit derart altruistischen Verhalten den Nachwuchs. Highlight der temporären Konfrontation ist eine doppelte Triple Powerbomb des Shields.
Alternativwertung zum Match: Der Shield haut die von der Autorität (Triple H etc.) vorgeschickten Gegner mal eben aus dem Weg, musste später aber wie man bei 'Extreme Rules 2014` und 'Payback 2014` sehen konnte, selber eingreifen, was unter anderem die Evolution - Rückkehr zur Folge hatte. Von daher eher ein Konzeptmatch, welches gelungen ist.

Mehr als ein Highlight bietet die 30 - Man Andre The Giant Memorial Battle Royal. Bei 30 auf einmal im Ring aktiven Athleten entsteht zuvörderst ein ganz schön chaotisch Gekloppe, doch sobald das Viereck sich spürbar zu leeren beginnt, gibt es evidentere Aktionen zu bewundern und man merkt, dass die Beteiligten sich Mühe geben und sich nicht einfach mit einer indisponiert hingeklatschten Vorstellung zufrieden geben wollen. Gewinner dieses Events sind ganz eindeutig Kofi Kingston und der perfekt deutsch sprechende Schweizer Cesaro, welcher außergewöhnliche Kräfte offenbart.

Nach dieser Massenrangelei wird es wieder Zeit für ein normales Eins - gegen - Eins - Match. Bray Wyatt (bekommt Live - Musik) will das Monster in John Cena von innen nach außen kehren und es dem WWE - Universum präsentieren. Man musste wahrlich das Schlimmste Ergebnis bezogen auf den Matchverlauf in Betracht ziehen, da Wyatt bis dato wrestlerisch keine sonderbaren Akzente setzen konnte und auch dem Gesicht der WWE, John Cena, beileibe nicht alles gelingt. Überraschenderweise ist das, was einem dann geboten wird, äußerst unterhaltsam. Das Duo harmoniert vorzüglich, es gibt unerwartete Aktionen und die Geschichte ist interessant. Schade nur, dass Cena sein Monster in der Schublade, sich von Wyatt also nicht hinreißen lässt; diese aggressive Note, die ein, zwei Mal bei ihm durchschimmert, erinnert an seinen WWE - Karrierebeginn und steht ihm gut. Luke Harpers fulminante Mimik ist gratis.

Nun bedarf es für manchen Fan des Sensenmannes ein dickes Fell und Taschentücher - das kontroverseste Match der Show steht auf dem Plan. Die Auseinandersetzung ist solide. Nicht überdurchschnittlich gehalten wie zum Beispiel mit Shawn Michaels oder Batista, aber solide. Lesnar kann man das meines Erachtens nach nicht ankreiden: Er hat bewiesen, dass er große Matches abliefern kann. Jüngst ist der 'Summerslam 2013` zu erwähnen, wo er mit CM Punk fast die Show stahl, und wer kennt nicht das legendäre Hell in a Cell Match gegen eben jenen Undertaker, welches 2002 bei No Mercy stattfand? Auffällig hingegen ist die fehlende Spritzigkeit des Undertakers, der, obwohl er relativ wenig einsteckt, oft lange am Boden liegt und ständig das Gesicht vor Schmerzen, so scheint es, verzieht. Nach dem dritten F5 ist dann Feierabend und wieder dauert es Minuten, bis der Undertaker aufrecht stehen kann. Wenn das geskriptet ist, ist es eine geniale Schauspielleistung. Lesnars Mimik/Gestik vor, während und nach dem Kampf liest sich ziemlich bescheiden. War da doch so etwas wie Demut im Spiel? Klar, ein besseres Match wäre wünschenswert gewesen. Gigantisches Kino spielt sich derweil auf den Zuschauerrängen ab: lautes Raunen und fassungslose Gesichter mit weiten Augen und offenen Mündern werden von der Kamera eingefangen. Definitiv nicht gespielt! Offen ist, wann der Undertaker wieder vor das Publikum tritt, sicher ist dagegen, dass seine Siegeserie bei "Wrestlemania XXX" ein jähes Ende gefunden hat. Wenn das kein Wrestlemania - Moment ist, was dann? Für Lesnar sicher der prestigeträchtige Höhepunkt seiner Wrestlingkarriere.

Die Stimmung in der Arena ist beim darauf folgenden Diven - Champion - Titel - Einladungs - Tunier um AJ Lees Gürtel minimal gedrückt, aber nicht so extrem wie man vielleicht denkt. Tendenziell werden Damen - Matches stets etwas verhaltener begleitet. Anders als vorher bei den Herren, handelt es sich bei den Damen um einen normalen, durch Pin respektive Aufgabe auszufechtenden Wettbewerb mit 14 Teilnehmerinnen. Analog zu den Herren anfangs ein eher unübersichtliches Gerangel, werden die Aktionen nach und nach spektakulärer, und es entsteht eine gewiss kurzweilige Performance, die durchaus noch mehr Potenzial gehabt hätte.

Im Main Event geht es um die WWE World Heavyweight Championship, also eigentlich um zwei Gürtel. Randy Orton (bekommt Live - Musik) ist als Titelhalter logischerweise gesetzt. Dazu gesellen sich aufgrund seines Sieges über Triple H Daniel Bryan, der immer noch tut, als sei seine Schulterpartie verletzt, und der mittlerweile 45 - jährige, schmaler gewordene und eine respektable Leistung abrufene Batista, der konsequent ausgebuht wird. In toto eine starke Kollektivarbeit mit sämtlichen Spezialaktionen aller sowie einigen Pausen zwischendurch. Orton und Batista tragen die Hauptlast, Bryan hat die Fans im Rücken und was er macht, kommt an. Ohne noch mehr zu verraten, muss man als Fazit konstatieren, dass es der beste Main Event seit den Michaels - Undertaker - Duellen ist. Highlight ist eine Batista Bomb - RKO - Kombination durch das Kommentatorenpult.

Als Bonus gibt es unter anderem Interviews, Matchpromos, einen Karriererückblick für Hulk Hogan, ein Wrestlemania - Pre - Show - Tag Team Match (The Usos vs. The Real Americans vs. Los Matadores vs. Ryback & Curtis Axel) und zwar in voller Länge, und noch einiges mehr plus die obligatorische Hall of Fame - Feier mit der letzten Würdigung Paul Bearers durch den Undertaker und einem absolut dreisten, aber komischen Frechdachs namens Wade Barrett, der schlechte Nachrichten verbreitet.

Gute Wrestlemania mit geringfügigen Makeln. Begründung: fast nur gute Matches, tolle Promos (drei an der Zahl), positive Gesamtstimmung und diverse Wrestlemania - Momente, die haften bleiben.


Homefront [Blu-ray]
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DVD ~ Jason Statham
Preis: EUR 12,97

3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Typisch Jason Staham: kerniger Actionthriller, 15. Juni 2014
Rezension bezieht sich auf: Homefront [Blu-ray] (Blu-ray)
Phil Broker (Statham) lebt seit kurzem mit seiner Tochter in Louisiana. Durch einen dumm - banalen Zwischenfall in der Schule des Mädchens kommt ans Tageslicht, dass Broker sich ehemalig als Undercover - Agent verdingt hat, was den lokal agierenden Meth - Dealer Gator (James Franco) beunruhigt. Über Brokers neuen Aufenthaltsort wird gleichfalls der im Knast sitzende Bandenboss einer Motorradgang informiert, welcher den Expolizisten für den Tod seines Sohnes verantwortlich macht. Als Broker davon Wind bekommt, begreift er, dass von nun an nicht nur sein eigenes Leben, sondern auch das seiner Tochter in Gefahr ist...

Dieser flachen Ich - bin - alleinerziehender - Vater - und - fremd - in - der - Stadt - und - gerate - dummerweise - an - Schläger - Geschichte würde man gerne ein bisschen Kreativität und Einfallsreichtum einprügeln. Zwar gefällt ihr direkter Stil, das Ausbleiben überraschender Wendungen wird jedoch diesbezüglich nur umso folgerichtiger. Unglaublich aber wahr, "Homefront" versteckt ungeachtet seiner Einfältigkeit eine Botschaft. Sie könnte lauten: Beende eine angefangene Sache und sei bereit für etwaige späte Reaktionen auf frühere Taten deinerseits! Des Werkes größter Trumpf ist seine Besetzung, das Vierer - Team um Kate Bosworth, Winona Ryder, James Franco und selbstverständlich Jason Statham, der sich immer mehr den Status eines erfahrenen Routiniers im Actiongenre erarbeitet. In den hektischen Szenen des Films, wo er mittels seiner Physis zu glänzen versteht (nein, diesmal entblößt er nicht seinen Oberkörper), strahlt er genauso viel Ruhe und Gelassenheit aus wie in den sensibelen. Sehr abgeklärt wirkt das.

In toto ist "Homefront" gelungen, bietet aber alles andere als eine dramaturgische Meisterleistung und hätte ohne seine entschlossenen Darsteller nur den halben Wert.


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