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Hilfreiche Bewertungen: 510

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Rezensionen verfasst von
Torlok The Red One
(VINE®-PRODUKTTESTER)   

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Reiner Knizias Cthulhu Rising Board Game (japan import)
Reiner Knizias Cthulhu Rising Board Game (japan import)
Wird angeboten von Champion Toys
Preis: EUR 9,36

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Schnelles und pfiffiges Strategiespiel für Zwei, 28. Juni 2016
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ich bin großer Fan von H.P. Lovecrafts Cthulhu-Mythos und allen Werken, die ihn zum Thema haben, deshalb musste ich dieses Spiel natürlich haben. Leider ist das Spielthema völlig unwichtig bzw. austauschbar und hat nichts mit dem Spielprinzip zu tun - was dem Spielspaß aber keinen Abbruch tut. Das Spielprinzip ist abstrakt (Zahlenlegespiel), aber gut gemacht.

"Chtulhu Rising" (etwa: Cthulhus Aufstieg) ist ein Spiel für zwei Spieler mit einem zweigeteilten Spielplan und zweimal dreißig Zahlenplättchen (einmal in Rot, einmal in Blau). Jeder Spieler erhält die Plättchen einer Farbe, die jeweils dreimal die Zahlen von 1-10 enthalten. Der Plan ist in zwei Bereiche unterteilt, die aus je 5x5 Feldern bestehen. Jeder der Spieler kann/sollte aber in beiden Bereichen spielen.

Der eine Spieler schlüpft in die Rolle der Anhänger des monströsen Cthulhu, die ihren "Gott" auf die Welt loslassen wollen, der andere Spieler übernimmt den Part menschlicher Ermittler (Polizisten, Wissenschaftler, Regierungsbeamte), welche die fanatischen Kultisten aufhalten wollen.

Man legt abwechselnd ein zufällig aus seinem verdeckt liegenden Vorrat gezogenes Zahlenplättchen und legt es in eine beliebige Spalte oder Reihe. Kann man damit eine oder mehrere Spalten oder Reihen komplettieren, erfolgt sofort eine Zwischenauswertung. Wer dort die meisten Plättchen (drei oder mehr) liegen hat, für den zählt das Auswertungsergebnis. Für 2-5 Plättchen mit den gleichen Zahlen (Zwilling, Drilling, etc.) oder eine einheitliche Farbe in der Reihe/Spalte gibt es Punkte, ist nichts davon zu finden, gibt es Punktabzüge. Auf diese Weise kann man sich selbst Punkte verschaffen, aber auch den Gegner "reinreißen" - indem man zum Beispiel eine Reihe vervollständigt, die dem Gegner Punktabzüge beschert. Die Spieler teilen sich eine Punkteleiste, auf der eine Spielfigur hin und her bewegt wird. So verliert automatisch der eine Spieler Punkte, die der andere erhält.

Wer zuerst 13 Punkte erzielt hat, gewinnt. Das Spiel ist sehr einfach gehalten und trotzdem strategisch und intelligent. Eine Partie dauert ca. 15 - 30 Minuten, das Alter der Spieler würde ich bei 12 - 99 einordnen. Die Spielbeschreibung ist auf Englisch, aber sehr leicht zu verstehen. Weiter so, Reiner Knizia!


Warlock of Firetop Mountain (Fighting Fantasy)
Warlock of Firetop Mountain (Fighting Fantasy)
von Steve Jackson
  Taschenbuch

5.0 von 5 Sternen Ein Hit für Fantasy-Fans und Freunde des Ungewöhnlichen, 13. Mai 2016
Im WARLOCK OF FIRETOP MOUNTAIN (Deutsch: Der Hexenmeister vom flammenden Berg), dem ersten der Fighting-Fantasy-Spielbücher von Jackson und Livingston, spielt der Leser einen Abenteurer, der nur mit Schwert, Lederrüstung, Proviant und Rucksack versehen in das bedrohliche Labyrinth im Flammenden Berg eindringt, der seinen Namen von den rot leuchtenden Blumen erhielt, die auf seinem Gipfel wachsen. Das Labyrinth wird beherrscht vom bösen Hexenmeister Zagor, der - von monströsen Wachen und durch Fallen geschützt - tief in seinem Inneren haust und über einen mächtigen Schatz verfügt. Den will der Abenteurer erringen. Aber dazu muss sein Weg erst einmal erfolgreich durch das unglaublich verwinkelte, fallen- und monsterverseuchte Labyrinth führen...

Auch in späteren Fighting-Fantasy-Spielbüchern tauchen Irrgärten und Labyrinthe auf, aber dieses ist bei weitem das kniffligste und verwirrendste. Man sollte beim Spielen/Lesen einen Plan zeichnen und die jeweiligen Abschnittsnummern notieren - aber Vorsicht! Gelegentlich wird man durch ein Gas bewußtlos und dann erwacht man an einer völlig anderen Stelle des Labyrinths wieder. Auch werden manche Gänge durch verschiedene Abschnittsnummern bezeichnet, was die Orientierung zusätzlich erschwert.

Fazit: Ein spannender Mordsspaß für viele Stunden, nicht nur für Kinder! Außerdem reicht Schulenglisch absolut aus, um den Weg durch Zagors Berglabyrinth zu finden.

Übrigens wurde später unter dem gleichen Namen ein ähnlich interessantes Brettspiel herausgebracht. Zudem gibt es auf Englisch zwei Fortsetzungen des Abenteuers: RETURN TO FIRETOP MOUNTAIN und LEGEND OF ZAGOR. Denn Zagor ist nicht so einfach totzukriegen...

ALLGEMEINES ZU ABENTEUER-SPIELBÜCHERN:
Die Fighting-Fantasy-Spielbücher von Steve Jackson und/oder Ian Livingston waren der Hit unter jungen Fantasy-Fans in den 80ern. Sie wurden für den deutschen Markt zuerst als große Softcover-Ausgabe als "AbenteuerSpielbücher" von Thienemann herausgebracht, später dann nochmal als Taschenbuchversion von Goldmann-Fantasy. Insgesamt erschienen auf Deutsch so etwa 17 voneinander unabhängige Bände plus der 4-bändigen, inhaltlich zusammenhängenden Analand-Saga. Danach hörte die Produktion neuer Abenteuer leider auf, es kamen nur noch Sammelbände früherer Bücher und einzelne Neuauflagen heraus; auf Englisch sind bis heute über 60 der Spielbücher herausgekommen. Die meisten sind Fantasy-Abenteuer, es sind aber auch zwei oder drei Science-Fiction-/Weltraum-Abenteuer dabei.

Das Lese- oder Spielprinzip ist so einfach wie genial und beruht lose und stark vereinfacht auf den Pen-&-Paper-Rollenspielen, die vor allem in den 70ern und 80ern Hochkonjunktur hatten: Der Spieler liest nicht einfach das Buch, sondern schlüpft in die Rolle des Helden und steuert selbst dessen Weg durch das Abenteuer. Zumeist spielt man einen namenlosen Schwertkämpfer, in manchen Büchern aber auch einen Zauberer oder (im Weltraumabenteuer) einen Raumschiffkapitän. Die Fähigkeiten und Eigenschaften des Helden unterscheiden sich zumeist in Gewandtheit (= Kampfgeschick, Geschicklichkeit), Stärke (= körperliche Kraft, Gesundheit & Vitalität) und Glück (= die stets sinkende oder durch Erfolg wieder steigende Chance, sein Schicksal zu beeinflussen), deren Qualität durch Zahlenwerte definiert wird. Diese werden mit Würfelwürfen ermittelt und auf einem Charakterbogen im vorderen Buchteil notiert, so auch Änderungen der Eigenschaften im Laufe des Abenteuers. Hier werden auch Besitz, Goldvorrat und Proviant des Helden notiert. Wer keinen Würfel zur Hand hat, kann per Daumenkino-Prinzip die auf jeder Buchseite aufgedruckten, unterschiedliche Augen zeigenden Würfelabbildungen nutzen.

Dann beginnt der Leser/Held nach kurzer Einführung sein Abenteuer. Die Geschichte ist nicht chronologisch geschrieben, sondern in zumeist 400 nummerierte Abschnitte unterteilt. Am Ende jedes Abschnittes muss der Leser/Held eine Entscheidung treffen, wie es weitergehen soll, oder eine Würfelprobe auf seine Fähigkeiten entscheidet, wie und wo es weitergeht. Der Leser/Held wird je nach Entscheidung/Ergebnis dann zum entsprechenden Abschnitt verwiesen, zu dem er blättern muss.
Trifft er im Verlauf seines Abenteuers auf Feinde, die zu bekämpfen sind, so wird auch dies nach einem einfachen Würfelprinzip durchgeführt; hier ist die Höhe des Gewandtheitswertes entscheidend, um den Gegner zu treffen und eigene Verwundungen zu vermeiden. Bei erlittenen Wunden werden dagegen Punkte vom Stärkewert abgezogen. Sinkt dieser auf 0, ist der Held gestorben und der Leser muss sein Abenteuer von vorn beginnen.
Selbst wenn man jeden Kampf besteht, so gibt es zumeist nur EINEN richtigen Weg durch das Abenteuer, aber diverse Sackgassen, die den Leser zwingen, das Abenteuer von vorn zu beginnen...


The Warlock of Firetop Mountain (Fighting Fantasy)
The Warlock of Firetop Mountain (Fighting Fantasy)
von Steve Jackson
  Taschenbuch
Preis: EUR 7,63

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Hit für Fantasy-Fans und Freunde des Ungewöhnlichen, 13. Mai 2016
Im WARLOCK OF FIRETOP MOUNTAIN (Deutsch: Der Hexenmeister vom flammenden Berg), dem ersten der Fighting-Fantasy-Spielbücher von Jackson und Livingston, spielt der Leser einen Abenteurer, der nur mit Schwert, Lederrüstung, Proviant und Rucksack versehen in das bedrohliche Labyrinth im Flammenden Berg eindringt, der seinen Namen von den rot leuchtenden Blumen erhielt, die auf seinem Gipfel wachsen. Das Labyrinth wird beherrscht vom bösen Hexenmeister Zagor, der - von monströsen Wachen und durch Fallen geschützt - tief in seinem Inneren haust und über einen mächtigen Schatz verfügt. Den will der Abenteurer erringen. Aber dazu muss sein Weg erst einmal erfolgreich durch das unglaublich verwinkelte, fallen- und monsterverseuchte Labyrinth führen...

Auch in späteren Fighting-Fantasy-Spielbüchern tauchen Irrgärten und Labyrinthe auf, aber dieses ist bei weitem das kniffligste und verwirrendste. Man sollte beim Spielen/Lesen einen Plan zeichnen und die jeweiligen Abschnittsnummern notieren - aber Vorsicht! Gelegentlich wird man durch ein Gas bewußtlos und dann erwacht man an einer völlig anderen Stelle des Labyrinths wieder. Auch werden manche Gänge durch verschiedene Abschnittsnummern bezeichnet, was die Orientierung zusätzlich erschwert.

Fazit: Ein spannender Mordsspaß für viele Stunden, nicht nur für Kinder! Außerdem reicht Schulenglisch absolut aus, um den Weg durch Zagors Berglabyrinth zu finden.

Übrigens wurde später unter dem gleichen Namen ein ähnlich interessantes Brettspiel herausgebracht. Zudem gibt es auf Englisch zwei Fortsetzungen des Abenteuers: RETURN TO FIRETOP MOUNTAIN und LEGEND OF ZAGOR. Denn Zagor ist nicht so einfach totzukriegen...

ALLGEMEINES ZU ABENTEUER-SPIELBÜCHERN:
Die Fighting-Fantasy-Spielbücher von Steve Jackson und/oder Ian Livingston waren der Hit unter jungen Fantasy-Fans in den 80ern. Sie wurden für den deutschen Markt zuerst als große Softcover-Ausgabe als "AbenteuerSpielbücher" von Thienemann herausgebracht, später dann nochmal als Taschenbuchversion von Goldmann-Fantasy. Insgesamt erschienen auf Deutsch so etwa 17 voneinander unabhängige Bände plus der 4-bändigen, inhaltlich zusammenhängenden Analand-Saga. Danach hörte die Produktion neuer Abenteuer leider auf, es kamen nur noch Sammelbände früherer Bücher und einzelne Neuauflagen heraus; auf Englisch sind bis heute über 60 der Spielbücher herausgekommen. Die meisten sind Fantasy-Abenteuer, es sind aber auch zwei oder drei Science-Fiction-/Weltraum-Abenteuer dabei.

Das Lese- oder Spielprinzip ist so einfach wie genial und beruht lose und stark vereinfacht auf den Pen-&-Paper-Rollenspielen, die vor allem in den 70ern und 80ern Hochkonjunktur hatten: Der Spieler liest nicht einfach das Buch, sondern schlüpft in die Rolle des Helden und steuert selbst dessen Weg durch das Abenteuer. Zumeist spielt man einen namenlosen Schwertkämpfer, in manchen Büchern aber auch einen Zauberer oder (im Weltraumabenteuer) einen Raumschiffkapitän. Die Fähigkeiten und Eigenschaften des Helden unterscheiden sich zumeist in Gewandtheit (= Kampfgeschick, Geschicklichkeit), Stärke (= körperliche Kraft, Gesundheit & Vitalität) und Glück (= die stets sinkende oder durch Erfolg wieder steigende Chance, sein Schicksal zu beeinflussen), deren Qualität durch Zahlenwerte definiert wird. Diese werden mit Würfelwürfen ermittelt und auf einem Charakterbogen im vorderen Buchteil notiert, so auch Änderungen der Eigenschaften im Laufe des Abenteuers. Hier werden auch Besitz, Goldvorrat und Proviant des Helden notiert. Wer keinen Würfel zur Hand hat, kann per Daumenkino-Prinzip die auf jeder Buchseite aufgedruckten, unterschiedliche Augen zeigenden Würfelabbildungen nutzen.

Dann beginnt der Leser/Held nach kurzer Einführung sein Abenteuer. Die Geschichte ist nicht chronologisch geschrieben, sondern in zumeist 400 nummerierte Abschnitte unterteilt. Am Ende jedes Abschnittes muss der Leser/Held eine Entscheidung treffen, wie es weitergehen soll, oder eine Würfelprobe auf seine Fähigkeiten entscheidet, wie und wo es weitergeht. Der Leser/Held wird je nach Entscheidung/Ergebnis dann zum entsprechenden Abschnitt verwiesen, zu dem er blättern muss.
Trifft er im Verlauf seines Abenteuers auf Feinde, die zu bekämpfen sind, so wird auch dies nach einem einfachen Würfelprinzip durchgeführt; hier ist die Höhe des Gewandtheitswertes entscheidend, um den Gegner zu treffen und eigene Verwundungen zu vermeiden. Bei erlittenen Wunden werden dagegen Punkte vom Stärkewert abgezogen. Sinkt dieser auf 0, ist der Held gestorben und der Leser muss sein Abenteuer von vorn beginnen.
Selbst wenn man jeden Kampf besteht, so gibt es zumeist nur EINEN richtigen Weg durch das Abenteuer, aber diverse Sackgassen, die den Leser zwingen, das Abenteuer von vorn zu beginnen...


Warlock of Firetop Mountain (Puffin Adventure Gamebooks)
Warlock of Firetop Mountain (Puffin Adventure Gamebooks)
von Steve Jackson
  Unbekannter Einband

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Hit für Fantasy-Fans und Freunde des Ungewöhnlichen, 12. Mai 2016
Im WARLOCK OF FIRETOP MOUNTAIN (Deutsch: Der Hexenmeister vom flammenden Berg), dem ersten der Fighting-Fantasy-Spielbücher von Jackson und Livingston, spielt der Leser einen Abenteurer, der nur mit Schwert, Lederrüstung, Proviant und Rucksack versehen in das bedrohliche Labyrinth im Flammenden Berg eindringt, der seinen Namen von den rot leuchtenden Blumen erhielt, die auf seinem Gipfel wachsen. Das Labyrinth wird beherrscht vom bösen Hexenmeister Zagor, der - von monströsen Wachen und durch Fallen geschützt - tief in seinem Inneren haust und über einen mächtigen Schatz verfügt. Den will der Abenteurer erringen. Aber dazu muss sein Weg erst einmal erfolgreich durch das unglaublich verwinkelte, fallen- und monsterverseuchte Labyrinth führen...

Auch in späteren Fighting-Fantasy-Spielbüchern tauchen Irrgärten und Labyrinthe auf, aber dieses ist bei weitem das kniffligste und verwirrendste. Man sollte beim Spielen/Lesen einen Plan zeichnen und die jeweiligen Abschnittsnummern notieren - aber Vorsicht! Gelegentlich wird man durch ein Gas bewußtlos und dann erwacht man an einer völlig anderen Stelle des Labyrinths wieder. Auch werden manche Gänge durch verschiedene Abschnittsnummern bezeichnet, was die Orientierung zusätzlich erschwert.

Fazit: Ein spannender Mordsspaß für viele Stunden, nicht nur für Kinder! Außerdem reicht Schulenglisch absolut aus, um den Weg durch Zagors Berglabyrinth zu finden.

Übrigens wurde später unter dem gleichen Namen ein ähnlich interessantes Brettspiel herausgebracht. Zudem gibt es auf Englisch zwei Fortsetzungen des Abenteuers: RETURN TO FIRETOP MOUNTAIN und LEGEND OF ZAGOR. Denn Zagor ist nicht so einfach totzukriegen...

ALLGEMEINES ZU ABENTEUER-SPIELBÜCHERN:
Die Fighting-Fantasy-Spielbücher von Steve Jackson und/oder Ian Livingston waren der Hit unter jungen Fantasy-Fans in den 80ern. Sie wurden für den deutschen Markt zuerst als große Softcover-Ausgabe als "AbenteuerSpielbücher" von Thienemann herausgebracht, später dann nochmal als Taschenbuchversion von Goldmann-Fantasy. Insgesamt erschienen auf Deutsch so etwa 17 voneinander unabhängige Bände plus der 4-bändigen, inhaltlich zusammenhängenden Analand-Saga. Danach hörte die Produktion neuer Abenteuer leider auf, es kamen nur noch Sammelbände früherer Bücher und einzelne Neuauflagen heraus; auf Englisch sind bis heute über 60 der Spielbücher herausgekommen. Die meisten sind Fantasy-Abenteuer, es sind aber auch zwei oder drei Science-Fiction-/Weltraum-Abenteuer dabei.

Das Lese- oder Spielprinzip ist so einfach wie genial und beruht lose und stark vereinfacht auf den Pen-&-Paper-Rollenspielen, die vor allem in den 70ern und 80ern Hochkonjunktur hatten: Der Spieler liest nicht einfach das Buch, sondern schlüpft in die Rolle des Helden und steuert selbst dessen Weg durch das Abenteuer. Zumeist spielt man einen namenlosen Schwertkämpfer, in manchen Büchern aber auch einen Zauberer oder (im Weltraumabenteuer) einen Raumschiffkapitän. Die Fähigkeiten und Eigenschaften des Helden unterscheiden sich zumeist in Gewandtheit (= Kampfgeschick, Geschicklichkeit), Stärke (= körperliche Kraft, Gesundheit & Vitalität) und Glück (= die stets sinkende oder durch Erfolg wieder steigende Chance, sein Schicksal zu beeinflussen), deren Qualität durch Zahlenwerte definiert wird. Diese werden mit Würfelwürfen ermittelt und auf einem Charakterbogen im vorderen Buchteil notiert, so auch Änderungen der Eigenschaften im Laufe des Abenteuers. Hier werden auch Besitz, Goldvorrat und Proviant des Helden notiert. Wer keinen Würfel zur Hand hat, kann per Daumenkino-Prinzip die auf jeder Buchseite aufgedruckten, unterschiedliche Augen zeigenden Würfelabbildungen nutzen.

Dann beginnt der Leser/Held nach kurzer Einführung sein Abenteuer. Die Geschichte ist nicht chronologisch geschrieben, sondern in zumeist 400 nummerierte Abschnitte unterteilt. Am Ende jedes Abschnittes muss der Leser/Held eine Entscheidung treffen, wie es weitergehen soll, oder eine Würfelprobe auf seine Fähigkeiten entscheidet, wie und wo es weitergeht. Der Leser/Held wird je nach Entscheidung/Ergebnis dann zum entsprechenden Abschnitt verwiesen, zu dem er blättern muss.
Trifft er im Verlauf seines Abenteuers auf Feinde, die zu bekämpfen sind, so wird auch dies nach einem einfachen Würfelprinzip durchgeführt; hier ist die Höhe des Gewandtheitswertes entscheidend, um den Gegner zu treffen und eigene Verwundungen zu vermeiden. Bei erlittenen Wunden werden dagegen Punkte vom Stärkewert abgezogen. Sinkt dieser auf 0, ist der Held gestorben und der Leser muss sein Abenteuer von vorn beginnen.
Selbst wenn man jeden Kampf besteht, so gibt es zumeist nur EINEN richtigen Weg durch das Abenteuer, aber diverse Sackgassen, die den Leser zwingen, das Abenteuer von vorn zu beginnen...


Pagan Queen - Die Königin der Barbaren
Pagan Queen - Die Königin der Barbaren
DVD ~ Winter Ave Zoli
Wird angeboten von DVD-polis
Preis: EUR 6,66

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Freilichttheater im Wald, 1. Mai 2016
Rezension bezieht sich auf: Pagan Queen - Die Königin der Barbaren (DVD)
Damit ist eigentlich schon fast alles gesagt. Für den Film gab es wohl nur ein Minibudget. Die zumeist overacting-lastigen Akteure - darunter überwiegend Königin Libuse, ihre Vertrauten und ihre Fürsten - agieren gut gekleidet, aber fast ausnahmslos auf Waldlichtungen, so als hätten sie kein Dach über dem Kopf. Von einer angeblichen Burg sieht man nur einen Palisadenzaun und als spätere Stadt Prag erblickt man ein weit entferntes, in die Szene montiertes Schlösschen auf einem Felsen über einem Fluss - vermutlich der einzige Computereffekt des Films. Auch sonst bekommt man nie mal ein Dorf oder gar eine Stadt zu sehen; die Waldhütte des Bauern und Geliebten von Libuse ist das einzige Gebäude, was vollständig und in Großaufnahme im Bild ist. Von stattfindenden Schlachten wird nur erzählt, "Armeen" bestehen jeweils aus einem Dutzend Leuten und die wenigen Kampfszenen sind entsetzlich schlecht gemacht. Dafür hätte man besser eine der guten tschechischen Mittelalter-Gruppen eingekauft! So verliert die mächtige, in jahrelangen Kämpfen erprobte Amazone Vlasta (SPOILERWARNUNG) unspektakulär in einem 15-Sekunden-Kampf gegen König Premysl, der von Haus aus ein untrainierter Bauer ist - ohne einen einzigen Gegenschlag. Dafür wird in Großaufnahme explizit die Blendung eines Fürsten gezeigt - etwas grenzwertig für FSK 12!
Alles in allem kann man sich das Geld und die Zeit sparen. Schade eigentlich, denn die Legende um die Entstehung von Prag mutet vielversprechend an. Mit größerem Budget und einem besseren Regisseur hätte man was daraus machen können.


Legend of the Shadow Warriors (Puffin Adventure Gamebooks)
Legend of the Shadow Warriors (Puffin Adventure Gamebooks)
von Steve Jackson
  Taschenbuch

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kleines Abenteuer gerät zu epischen Ausmaßen, 11. März 2016
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
In LEGEND OF THE SHADOW WARRIORS aus der Fighting-Fantasy-Spielbuchreihe von Steve Jackson und/oder Ian Livingston schlüpft der Leser/Spieler/Held in die Rolle eines Veteranen des Krieges der Vier Königreiche in der üblichen Fighting-Fantasy-Welt Titan. Aufgrund einer Meinungsverschiedenheit mit einem Steuereintreiber musst DU die Hauptstadt des Reiches Gallantaria verlassen - da kommt es dir gerade Recht, dass einige Bauern aus dem entfernten Gebirgsdorf Karnstein einen Söldner suchen, der ihr Dorf vor der Bedrohung durch die mysteriösen "Schattenkrieger" bewahrt. Schon auf dem Weg dorthin merkst DU aber schnell, dass es sich bei den Schattenkriegern mitnichten um ein paar Strauchdiebe handelt, sondern um dämonische, nahezu unsterbliche Schergen, die noch dazu ein viel größeres Unheil vorbereiten, welches die ganze Welt zerstören könnte. Eh du dich's versiehst, bist du mittendrin als Auserwählter in einem epischen Konflikt, in dem mehrere Naturgötter eine alte Rechnung mit einem untoten Kriegsherrn von unvorstellbarer Macht zu begleichen haben...

Anders als in den meisten übrigen Fighting-Fantasy-Books spielst DU hier keinen namenlosen Schwertkämpfer, sondern einen bekannten Kriegshelden, der von einigen Personen, die er trifft, wiedererkannt und mit Respekt behandelt wird. Du musst hier ganze Städte von Bedrohungen durch Armeen von Gestaltwandlern oder lebenden Vogelscheuchen (siehe Buchcover) befreien bzw. ihre Verteidigung organisieren. Als weitere interessante Abweichung von früheren Spielbüchern gibt es nicht nur EINEN "richtigen" Weg durchs Abenteuer, vielmehr kannst du anhand einer farbig gedruckten Landkarte selbst deine Route zum Zielort wählen und dabei verschiedene Orte befrieden und Hilfen sammeln. Parallelen des Abenteuers zu Sauron und den Ringgeistern aus "Der Herr der Ringe" sind augenscheinlich, schmälern jedoch nicht den Spielspaß. Schulenglisch reicht übrigens aus, um Titan vor der Bedrohung zu retten!
FAZIT: Alles in allem ein gelungenes, ungewöhnlich lang und bedeutend wirkendes Spielbuch-Abenteuer, das mit Moonrunner inhaltlich fortgesetzt wurde.

ALLGEMEINES ZU FIGHTING FANTASY BOOKS:
Die Fighting Fantasy Books (deutsch: Abenteuer-Spielbücher) von Steve Jackson und/oder Ian Livingston waren der Hit unter jungen Fantasy-Fans in den 80ern. Sie wurden für den deutschen Markt zuerst als große Softcover-Ausgabe von Thienemann herausgebracht, später dann nochmal als Taschenbuchversion von Goldmann-Fantasy. Insgesamt erschienen auf Deutsch so etwa 17 voneinander unabhängige Bände plus der 4-bändigen, inhaltlich zusammenhängenden Analand-Saga. Danach hörte die Produktion neuer Abenteuer leider auf, es kamen nur noch Sammelbände früherer Bücher und einzelne Neuauflagen heraus. Auf Englisch sind inzwischen über 60 der Spielbücher herausgekommen; zunächst von Puffin Books, werden sie inzwischen alle von Icon Books unter dem Fighting Fantasy-Label erneut herausgebracht.
Die meisten sind Fantasy-Abenteuer, es sind aber auch einige Horror- oder Science-Fiction-/Weltraum-Abenteuer dabei.

Das Lese- oder Spielprinzip ist so einfach wie genial und beruht lose und stark vereinfacht auf den Pen-&-Paper-Rollenspielen, die vor allem in den 70ern und 80ern Hochkonjunktur hatten: Der Spieler liest nicht einfach das Buch, sondern schlüpft in die Rolle des Helden und steuert selbst dessen Weg durch das Abenteuer. Zumeist spielt man einen namenlosen Schwertkämpfer, in manchen Büchern aber auch einen Zauberer oder (im Weltraumabenteuer) einen Raumschiffkapitän. Die Fähigkeiten und Eigenschaften des Helden unterscheiden sich zumeist in Gewandtheit (= Kampfgeschick, Geschicklichkeit), Stärke (= körperliche Kraft, Gesundheit & Vitalität) und Glück (= die stets sinkende oder durch Erfolg wieder steigende Chance, sein Schicksal zu beeinflussen), deren Qualität durch Zahlenwerte definiert wird. Diese werden mit Würfelwürfen ermittelt und auf einem Charakterbogen im vorderen Buchteil notiert, so auch Änderungen der Eigenschaften im Laufe des Abenteuers. Hier werden auch Besitz, Goldvorrat und Proviant des Helden notiert. Wer keinen Würfel zur Hand hat, kann per Daumenkino-Prinzip die auf jeder Buchseite aufgedruckten, unterschiedliche Augen zeigenden Würfelabbildungen nutzen.

Dann beginnt der Leser/Held nach kurzer Einführung sein Abenteuer. Die Geschichte ist nicht chronologisch geschrieben, sondern in zumeist 400 nummerierte Abschnitte unterteilt. Am Ende jedes Abschnittes muss der Leser/Held eine Entscheidung treffen, wie es weitergehen soll, oder eine Würfelprobe auf seine Fähigkeiten entscheidet, wie und wo es weitergeht. Der Leser/Held wird je nach Entscheidung/Ergebnis dann zum entsprechenden Abschnitt verwiesen, zu dem er blättern muss.
Trifft er im Verlauf seines Abenteuers auf Feinde, die zu bekämpfen sind, so wird auch dies nach einem einfachen Würfelprinzip durchgeführt; hier ist die Höhe des Gewandtheitswertes entscheidend, um den Gegner zu treffen und eigene Verwundungen zu vermeiden. Bei erlittenen Wunden werden dagegen Punkte vom Stärkewert abgezogen. Sinkt dieser auf 0, ist der Held gestorben und der Leser muss sein Abenteuer von vorn beginnen.
Selbst wenn man jeden Kampf besteht, so gibt es zumeist nur EINEN richtigen Weg durch das Abenteuer, aber diverse Sackgassen, die den Leser zwingen, das Abenteuer von vorn zu beginnen...


Das Märchen der Märchen [Blu-ray]
Das Märchen der Märchen [Blu-ray]
DVD ~ Salma Hayek
Preis: EUR 12,99

28 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Düstere Märchen für Groß und nicht ganz Klein - fantastisch erzählt!, 9. März 2016
Rezension bezieht sich auf: Das Märchen der Märchen [Blu-ray] (Blu-ray)
In einem verwunschenen, waldreichen Gebirge befinden sich drei Königreiche. Im ersten sehnt sich die Königin (Salma Hayek) nach nichts mehr als nach einem Sohn, worauf der König (John Reilly) auf Anraten eines Sehers ein Seeungeheuer tötet, dessen Herz durch die Königin verspeist werden muss, damit sie niederkommt. Aber auch die Magd, die es zubereitet, wird schwanger... (frei nach dem Märchen "Die hinterlistige Hirschkuh")
Im zweiten Königreich vernachlässigt der König (Toby Jones) alle seine Aufgaben und seine einzige Tochter, als er sich um einen stetig wachsenden Floh zu kümmern beginnt. Nachdem seine Tochter ihn bittet, nach einem Mann für sie zu suchen, entwickelt der König eine bizarre Idee für einen unlösbar scheinenden Wettbewerb - mit fatalen Folgen... (nach dem Märchen "Der Floh")
Und im dritten Königreich stellt der in Liebesdingen unersättliche König (Vincent Cassel) unwissentlich einer von zwei alten Vetteln nach, deren zarte Stimme ihn betört hat, ohne dass er ihr Aussehen bemerkte... (nach dem Märchen "Die geschundene Alte")

Drei Märchen aus dem als erste Märchensammlung überhaupt geltenden, in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts erschienenen "Pentameron" des italienischen Schriftstellers Giambattista Basile (bei dem sich auch die Gebrüder Grimm und Andersen bedient haben sollen) sind hier lose miteinander verbunden worden. Die gemeinsame Verbindung beschränkt sich auf die Anwesenheit aller drei Königsfamilien bei einer Beerdigung am Anfang und einer Krönung am Ende des Films - sowie auf eine Gauklerfamilie, die in allen drei Märchen vorkommt. Die aus der Zeit des Barock stammenden Märchen sind trotz oder gerade mit Hilfe der populären und hervorragenden Hauptdarsteller sehr stimmungsvoll und zeitgemäß atmosphärisch in Szene gesetzt worden, in überwiegend sehr ruhigen Bildern und mit entsprechender musikalischer Untermalung. Umso überraschender und aufrührender wirken einige blutige Wendungen in den Geschichten sowie ein oder zwei Sexszenen, welche die geringe FSK-12-Freigabe des Films durchaus in Frage stellen können. Für Jugendliche und Erwachsene haben diese eindringlich wirkenden Märchen aber durchaus ihren Reiz. Wenn man eine Moral aus den Erzählungen ziehen will, so mag sich diese in der Fragwürdigkeit und Unbedachtheit der Absichten der agierenden Potentaten und in den gravierenden Konsequenzen für ihr Umfeld finden. Mich haben diese fantastischen Geschichten jedenfalls nicht ungerührt gelassen.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Mar 13, 2016 7:38 PM CET


Omnia - Starke Krieger, weise Magier [Blu-ray]
Omnia - Starke Krieger, weise Magier [Blu-ray]
DVD ~ Lara Baum
Wird angeboten von geiler-einkaufen
Preis: EUR 7,48

6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Ziemlich grottig!, 28. Februar 2015
Die Begeisterung meines einzigen Vorrezensenten kann ich leider so gar nicht teilen. Das Etikett "Independent-Film" muss neuerdings wohl immer öfter als Synonym für einen Geheimtipp herhalten, sollte aber nicht - wie in diesem Fall - einen einfach schlechten Trash-Film schönreden.
Die Aufnahmequalität wirkt so amateurhaft wie bei einem Homevideo, die Kampfszenen sind sehr gestellt und die Kostüme scheinen aus einem Fetish- oder Sadomaso-Club entliehen zu sein. Auch die Tonqualität ist grauenhaft; bei den Außenaufnahmen reißt der Wind zum Teil den Darstellern die Worte von den Lippen. Macht aber nix - die Darsteller agieren und sprechen ohnehin so laienhaft, dass es schmerzt. Ach ja, Monster gibt es auch noch, z. B. eine in Stop-Motion animierte Drachenfigur (!). Alles in allem: Das Ganze erinnert an den Mitschnitt einer Wochenend-Live-Rollenspielveranstaltung. Kann man sich echt sparen! Oder, um es netter zu formulieren: gut gedacht, besch...eiden ausgeführt.
Kommentar Kommentare (5) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Apr 7, 2015 1:16 AM MEST


Escape - Vermächtnis der Wikinger [Blu-ray]
Escape - Vermächtnis der Wikinger [Blu-ray]
DVD ~ Isabel Christine Andreasen
Wird angeboten von bari_medienvertrieb Preise inkl. MwSt.
Preis: EUR 7,94

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Überraschend gutes History-Action-Kleinod aus Skandinavien, 20. Januar 2015
Die Handlung ist schnell erzählt: Bei dem Überfall einer Räuberbande auf eine arme Siedlerfamilie im mittelalterlichen Norwegen überlebt von der Familie nur die halbwüchsige Tochter Signe und wird als Gesellschafterin für Frigg, die kleine - ihrerseits entführte - "Ziehtochter" der Räuberhauptfrau Dagmar, verschleppt. Signe und Frigg freunden sich an und fliehen gemeinsam aus den Fängen der finsteren Räuber, verfolgt von der rachsüchtigen Dagmar und ihren Schergen. Bei der Flucht muss Signe über sich selbst hinauswachsen, um sich und ihre neue kleine Schwester zu retten...

Die hierzulande gänzlich unbekannten Darsteller sind ausdrucksstark und machen einen guten Job. Signes Flucht ist spannend in Szene gesetzt und weist zwar nicht mit unvorhersehbaren, aber gut gemachten Wendungen auf. Es gibt einige brutale Szenen, welche die FSK-16-Freigabe durchaus rechtfertigen. Gewöhnungsbedürftig, aber nicht uninteressant ist allenfalls eine schöne Frau als Anführerin einer wilden männlichen Räuberbande. Und der deutsche Untertitel impliziert ein klassisches Wikingerabenteuer, was der vorliegende Film ganz sicher nicht ist. Alles in allem ein kurzweiliges Mittelalter-Abenteuer abseits des Mainstreams.


Das Blut der Wikinger
Das Blut der Wikinger
DVD ~ Marc Pickering
Preis: EUR 4,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Fängt langweilig an und geht dann gut weiter., 19. Januar 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Das Blut der Wikinger (DVD)
Die Handlung geht ausreichend aus der Kurzbeschreibung hervor und ist recht einfach gestrickt. Die Darsteller sind gänzlich unbekannt und teilweise wenig ausdrucksstark. Die Hauptperson, der junge sächsische Novize Hereward, wirkt mit seinem Pferdegebiss und seiner ängstlich-deprimierten Art zunächst eher wie ein Statist und der christliche Krieger Aethelwulf, der sich ihm und seinem Mentor als Beschützer anbietet, wirkt viel zu farblos und zu alt für die Rolle. Der böse Wikingerfürst erinnert unweigerlich an den bärbeißigen Bud Spencer in seinen besten Filmen und die hübsche, gebeutelte britannische Ureinwohnerin, die sich den Protagonisten anschließt, kommt viel zu schön, makellos und sauber daher. In der ersten Stunde des Films werden eigentlich nur abwechselnd die beiden Gruppen der Bösen und der Guten gezeigt und wie die eine die andere durch eine trostlose, neblige Wald- und Gebirgslandschaft verfolgt. Wäre diese nicht dauernd neblig, würde man aber trotzdem kaum etwas davon sehen, da die Darsteller ständig in Großaufnahmen gezeigt werden. Ihre Dialoge wirken hölzern und wiederholen sich andauernd. Die ständig wiederkehrenden Kernaussagen der Guten: "Die Wikinger dürfen niemals das Buch bekommen, das ist wichtiger als alles andere!" - und der bösen Wikinger: "Wir riskieren zu viel wegen eines Buches!" - "Nein, wir müssen das Buch unbedingt haben. Hinterfrage meine Pläne nicht!".
Logikfehler sind auch zu bemerken: So sagt Aethelwulf an einer Stelle, er sei auf das Signalfeuer von Herewards Kloster hin zu seiner Hilfsmission aufgebrochen und seit vielen Tagen unterwegs - Hereward trifft aber schon etwa einen Tag nach Beginn seiner Flucht aus dem Kloster auf ihn. Und wie weit soll das Signal eigentlich zu sehen gewesen sein? Und wie haben sie sich in der Wildnis überhaupt treffen können?
Die wenigen Kampfszenen sind in der hektischen Machart gedreht, die seit "Gladiator" in Historienschinken Mode ist und mich tierisch nervt, da man zumeist kaum etwas vom Kampf erkennt.
Kurz bevor ich schließlich einzuschlafen drohte, wandelte sich die Handlung und es kam dann doch Spannung auf, wenngleich das Meiste vorhersehbar blieb. Ich will hier aber nicht spoilern.
FAZIT:
Wenn man den Film wohlwollend betrachten will, vielleicht als Spiegel der frühmittelalterlichen Welt, so wird der Schmutz, die Verzweiflung und die Trostlosigkeit des finsteren Mittelalters, in dem der Starke mit Gewalt über die Schwachen herrschte, weitgehend gut und atmosphärisch dicht vermittelt. Gut ist auch, dass Prota- wie Antagonisten keine unbesiegbaren Übermenschen sind, sondern alle menschliche Schwächen aufweisen. Wer aber einen actionreichen Unterhaltungsfilm erwartet, wird sich langweilen und sich fragen, wo man die öden Darsteller aufgegabelt hat. Und wer bei Amazon die Frechheit besessen hat, den Streifen mit der genialen "Game of Thrones"-Serie zu vergleichen!
Alles in allem 2,5 Sterne, aufgerundet 3.


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