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TV Programm App & TV Zeitung
TV Programm App & TV Zeitung

5.0 von 5 Sternen Tolle App auch für Pay TV, 16. November 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: TV Programm App & TV Zeitung (App)
Leicht konfigurierba, super übersichtlich. Man kann seine Lieblingssender einfach nach oben ziehen. Kabel und Sky sind voll integriert, das ist für mich ausschlaggebend.


Gladiatoren: Kampfspiele auf Leben und Tod
Gladiatoren: Kampfspiele auf Leben und Tod
von Alan Baker
  Taschenbuch

11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Pizzataxi für den Kaiser, 13. Januar 2002
Was läuft in der Mittagspause? Hinrichtungen. Verbrecher, darunter nicht wenige Christen, werden am Kreuz angezündet. Damit sie schön brennen, sind ihre Tuniken in Teer getränkt. Der bessergestellte Römer isst derweil zu Hause und freut sich auf den Nachmittag, die „Prime Time", wenn die Gladiatoren auftreten. Den Tod in der trägen Mittagsschwüle bejubeln nur die Armen, die um ihre Sitzplätze fürchten - und Claudius, der angeblich so versessen auf die Spiele war, dass er sich sein Essen in die Kaiserloge liefern ließ.
Baker erzählt die Geschichte der todbringenden Spektakel lebendig und faktenreich. Entstanden als private Festspiele zum Totengedenken (munus), entwickelten sie sich unter Augustus zur Staatsveranstaltung mit dem Zweck der Staatserhaltung.
Baker stellt uns die einzelnen Kämpfertypen vor, u.a. in einem realistisch geschilderten Duell zwischen einem retarius (Netzschwinger) und dem secutor, einem gepanzerten Schwertkämpfer. Eingebettet ist das Ganze in das fiktionale Kapitel „Ein Tag in der Arena", das fast auf Thrillerniveau geschrieben ist.
Im Gegensatz zu Hollywood verliert der Autor auch die Hintergründe nicht aus den Augen. Wer waren die Gladiatoren? Wie wurden sie ausgebildet? Warum ergriffen sogar nobiles diesen Beruf? Und warum trieben sich immer wieder verheiratete Damen aus bestem Haus in Gladiatorenschulen rum?
Erhellend ist das Buch für alle, die bisher glaubten, in der Arena schlugen sich nur Duellanten die Köpfe ein. Man kommt aus dem Staunen nicht mehr raus, wenn Baker die Tierhetzen (venationes) schildert. Dabei wurde an einem Vormittag die Staffage eines abendfüllenden Grzimek-Films gemetzelt. Der Höhepunkt waren nach Baker aber die Seeschlachten, sog. naumachia. Bis zu 20.000 Menschen sollen während einer Vorführung umgekommen sein. Und die Römer haben vor Begeisterung getobt...
Leise Töne schlägt Baker an, wenn es um die moralische Bewertung der Spiele geht. Zu Recht, denn diese hatten durchaus staatspolitische Funktion. In der kriegsarmen Kaiserzeit hielten sie die Überzeugung militärischer Überlegenheit lebendig. Ansatzweise macht Baker klar, dass der antike Mensch ein komplett anderes Weltbild und Menschenverständnis hatte. Da ist es zu billig, über die Spiele den Daumen zu senken.
Überdies: Hat nicht vieles aus den römischen Arenen überdauert? Würden wir nicht einschalten, wenn Tyson und Holyfield die Sache mal ohne Ringrichter klären könnten? Und sollte nicht manche Talkshow längst als Fightshow angekündigt werden? Die übelsten von der Sorte laufen ja auch zur Mittagszeit. Während sich Prolltussis an den Haaren ziehen, geht es uns wie Claudius. Wir sind fasziniert, kriegen den Hintern nicht hoch und rufen das Pizzataxi.


Attic: Special Agent Pendergasts 2. Fall
Attic: Special Agent Pendergasts 2. Fall
von Douglas Preston
  Taschenbuch
Preis: EUR 10,99

5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Die Unterschicht als Nahrungsmittel, 6. Januar 2002
Samstagnachmittag ist meine Welt in Ordnung. Ich bin nicht müde. Das Handy schweigt. Bis zu Nataschas Party sind noch fünf Stunden Zeit. Gelegenheit, auf den Dachboden des Teufels zu steigen. Oder besser: hinunter.
„The devil's attic" liegt hunderte Meter unter New York, tiefer als das Tunnel- und Schachtsystem der U-Bahn. Auf den ersten zehn Seiten präsentieren Preston/Child die obligatorischen Leichen. Eine war eine schöne Frau. Die andere ist verkrüppelt. An beiden hat etwas herumgenagt, und trotzdem - oder deswegen? - umarmen sie so innig, dass man es unbedingt genauer wissen will.
Folgen wir also Wissenschaftlern, Polizisten und Reportern in die alten Schächte. Dort lauert der nackte Schrecken. Die hungrigen Wrinkler sind nicht eingeflogen von einem anderen Stern. Oder schlicht aus der Wiege des Bösen geschlüpft. Wie immer haben Preston/Child eine theoretisch nachvollziehbare Erklärung, warum New Yorks Unterschicht zum Nahrungsmittel für echsenartige Kuttenträger wird.
Bei Seite 205 hole ich mir 'ne Cola light. Auf Seite 350 merke ich, dass es schon nach elf Uhr ist. Ich rufe das Pizzataxi. Morgens um halb zwei weiß ich endlich, wer für das Gemetzel verantwortlich ist und ob das Gute siegt. Genug Thriller-Achterbahn für heute.
Und die Party? Sorry Natascha.


Seneca und Kaiser Nero
Seneca und Kaiser Nero
von Manfred Fuhrmann
  Gebundene Ausgabe

10 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Sex and Crime im Kaiserhaus, 5. Januar 2002
Rezension bezieht sich auf: Seneca und Kaiser Nero (Gebundene Ausgabe)
Das Dilemma ist offensichtlich. Wie schreibt man eine Biografie über einen Menschen, der kaum biografische Daten hinterlassen hat? Unter den antiken Geschichtsschreibern erwähnt lediglich Tacitus in den „Annalen" Seneca ausführlich. Nicht einmal Senecas Nachfolger in der stoischen Schule, Epiktet und Mark Aurel, haben ein Wort für den großen (?) Vorgänger übrig.
Später usurpierten die christlichen Lehrmeister Seneca. Die Zuneigung zu dem römischen Philosophen gründet auf dessen angeblicher Kirchennähe, die sich aus einem Briefwechsel mit dem Apostel Paulus ergeben soll. Der Briefwechsel ist aber leider wohl gefälscht.
Dummerweise hat Seneca, anders als etwa Cicero, über sich selbst kaum etwas geschrieben. Deshalb trickst der Autor. Er versucht, das überlieferte Werk Senecas mit seinen Spuren in der Geschichte zu verknüpfen. Immerhin war Seneca Erzieher und Premierminister des Kaisers Nero.
Das Experiment ist gelungen. Durch die Einbettung in den historischen Kontext wird der Leser kurzweilig hin- und hergeführt zwischen einer Einführung in die Philosophie Senecas und Sex and Crime im julisch-claudischen Kaiserhaus.
Dankenswerterweise vermittelt Fuhrmann vom Stoizismus des Seneca gerade einen ersten Überblick. So wird der Einsteiger nicht von der Lawine Schwulst und Langatmigkeit erstickt, die einem ohne Vorwarnung aus anderen Büchern über den Philosophen oder gar den Werken Senecas selbst entgegen quillt.
Dass Senecas Werk nicht das letzte Wort ist, sondern häufig durchschnittlicher Philosophen-Senf, streitet glücklicherweise auch Fuhrmann nicht ab. Er würdigt Senecas Werk mit Sympathie, verliert die Schwächen des Meisters der marinierten Lebensweisheiten aber gleichfalls nicht aus den Augen.
Die Schilderung der Epoche Nero unterhält, kommt aber über einen konventionellen Abriss nicht hinaus. Hat Agrippina Claudius wirklich ermordet? Tötete Nero seinen Bruder Britannicus und seine schwangere Frau Poppea Sabina? Die neuere Forschung macht hier immer dickere Fragezeichen. Und dass Nero wirklich nicht mehr war als ein Psychopath vom Schlage Caligulas, darf heute doch wohl eher bezweifelt werden. Immerhin erwähnt auch Fuhrmann, dass das Volks seinen Kaiser innig liebte, und zwar über seinen Tod hinaus.
Nach der Lektüre habe ich mir gleich Fuhrmanns Cicero-Biographie bestellt. Sicherlich ist die auch für einige interessante Lesestunden gut.


Die römische Republik: (dtv-Geschichte der Antike)
Die römische Republik: (dtv-Geschichte der Antike)
von Michael Crawford
  Taschenbuch

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Leichte Durchhänger, 17. Juni 2001
Das Buch ist sicher nicht der geeignete Einstieg in die Geschichte der römischen Republik. Der Autor setzt an vielen Stellen ausreichende Kenntnisse der Basisdaten und Ereignisse voraus. Er gleitet mitunter in einen Kommentar ab, ohne vorher darzustellen, welche historischen Fakten er kommentiert. Außerdem stört die Sprunghaftigkeit. Das Thema, aber auch die Chronologie wechseln mitunter im laufenden Kapitel, ohne dass hierfür ein Grund erkennbar ist. Vor allem in der Mitte hat das Buch deutliche Durchhänger. Wer sich aber durchkämpft oder zwei Dutzend Seiten überspringt (bis zum Auftritt Sullas), den belohnt eine passable Darstellung des Niedergangs der Republik fürs Durchhalten.


Fish. Ein ungewöhnliches Motivationsbuch
Fish. Ein ungewöhnliches Motivationsbuch
von Stephen C. Lundin
  Gebundene Ausgabe

6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Kurz mal nachdenken - etwas besser fühlen, 13. Juni 2001
Macht Fischeverkaufen wirklich Spaß, bloß weil es Spaß machen soll? Wenn's nur so einfach wäre... Die Autoren wollen uns im Prinzip erzählen, dass wir nur eine positive Einstellung zu unserer Arbeit brauchen, um glücklich zu werden. Trotz der etwas seichten Geschichte möchte ich das Buch nicht wie andere Rezensenten in Bausch und Bogen verdammen. Immerhin erinnert es doch prägnant an banale, aber nun mal wichtige Wahrheiten: Schlechte Laune löst keine Probleme. Erfolg stellt sich ein, wenn man sich ranhält. Mut zur Veränderung und zum Risiko ist besser als das Mühlrad der Routine. Daran erinnert zu werden, ist den Kaufpreis wert.


Caesar
Caesar
von Martin Jehne
  Taschenbuch
Preis: EUR 8,95

23 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Kompakt und unterhaltsam, 13. Juni 2001
Rezension bezieht sich auf: Caesar (Taschenbuch)
Auf knapp 100 Seiten erfährt der historisch interessierte Leser alles, was er für eine grobe Orientierung über eine der faszinierendsten historischen Persönlichkeiten wissen muss. Der Autor schreibt überraschend locker ("Wie ist Cäsar in diesen Schlamassel hineingeraten?"). Information und Kommentar stehen in einem ausgewogenen Verhältnis. Wie auch andere Rezensenten bereits zutreffend anmerken, hält sich der Verfasser mit Werturteilen weitgehend zurück, so dass man sich sein eigenes Urteil über Cäsar bilden kann. Bei einer derart kontroversen Figur sicher ein klarer Vorteil gegenüber anderen Werken, die je nach Ausrichtung Cäsar vergöttern oder ihn verurteilen.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jan 5, 2009 3:34 PM CET


Die Indoeuropäer: Aufbruch aus der Vorgeschichte
Die Indoeuropäer: Aufbruch aus der Vorgeschichte
von Reinhard Schmoeckel
  Taschenbuch

10 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Amazon(en)? Mag(i)er? Die Antworten gibt's in diesem Buch, 13. Juni 2001
Das Werk kostete mich ein Wochenende - im positiven Sinn. Wer sich für die frühe Geschichte interessiert, wird das Buch nicht mehr freiwillig aus der Hand legen. Schmoeckel erklärt farbig und trotzdem nicht anspruchslos unser aller Herkunft. Unsere frühen Vorfahren, die Indoeuropäer, treten einem lebendig gegenüber. Verblüffend, wieviel unserer heutigen Welt seinen Ursprung irgendwo in der russischen Steppe hat.Wer sich für die Antike und das Mittelalter interessiert, sollte unbedingt dieses Buch lesen. Es präsentiert sozusagen die Basis, auf der alles aufbaut. Kompliment an den Autor.


Geo Epoche, Nr.2 : Das Mittelalter
Geo Epoche, Nr.2 : Das Mittelalter
von Michael Schaper
  Broschiert

15 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein faszinierender Einstieg ins Mittelalter, 4. Juni 2001
Wie alle Bände dieser Reihe bietet "Geo Epoche Mittelalter" einen faszinierenden Einstieg in das Thema. Tausend dunkle Jahre? Das Heft verspricht einen anderen Blick auf diesen Zeitraum. Und dieser Blick ist wirklich erhellend. Allein schon das Durchblättern des Bandes zeigt Licht und Schatten des Mittelalters. Hervorragend wird die Gestaltung ergänzt durch lebendige, außerordentlich dichte Texte. Der Hauptautor Cay Rademacher (schreibt auch in anderen Epoche-Heften) schildert zum Beispiel die Rolle der Klöster anhand der zahlreichen Urkundenfälschungen, mit denen sich viele Kleriker beschäftigt haben. Der Leser kriegt gleichzeitig einen Einblick in die Klosterwelt und in die "bewahrende Geschichtsschreibung" - das ist nicht nur interessant, sondern spannend. Toll, dass die Hefte keinen Vollständigkeitsanspruch erfüllen, sondern einzelne Themen exemplarisch aufarbeiten. Jeder geschichtlich interessierte Leser bekommt so Lust, sich weiter mit dem Mittelalter zu beschäftigen.


Rom
Rom
von Jerome Carcopino
  Gebundene Ausgabe

17 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die lebendigste Schilderung der römischen Glanzzeit, 4. Juni 2001
Rezension bezieht sich auf: Rom (Gebundene Ausgabe)
Obwohl es schon aus den dreißiger Jahren stammt, ist das Buch ein Meilenstein auf dem Weg für eine Geschichtsschreibung, die auch "Laien" Freude macht. Der Autor schildert alle Aspekte des römischen Lebens zur Glanzzeit des Imperiums. Das geschieht so lebendig, dass man sich - wie der Klappentext verspricht - manchmal wirklich wie ein Römer fühlen kann. Trotzdem hat das Werk einen streng wissenschaftlichen Hintergrund, auch wenn manche Ausführungen (zum Beispiel zur Rolle der Römerin) sicher nicht mehr ganz zeitgemäß sind. Als Einstieg in die römische "Alltagsgeschichte" unbedingt zu empfehlen.


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