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"krossepommes"

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Lineare Algebra : Eine Einführung in die Wissenschaft der Vektoren, Abbildungen und Matrizen
Lineare Algebra : Eine Einführung in die Wissenschaft der Vektoren, Abbildungen und Matrizen
von Albrecht Beutelspacher
  Taschenbuch

53 von 64 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Am Anfang vielleicht ganz hilfreich, aber dann..., 29. Mai 2005
Albrecht Beutelspacher ist einer der wenigen deutschen Mathematiker, die in der Öffentlichkeit präsent sind, Interviews geben und jede Menge populärwissenschaftliche Bücher schreiben. Dass Beutelspacher dabei auch viel Müll produziert (vielleicht, damit er in den Medien präsent bleibt), wird nur allzu deutlich, wenn man Beutelspacher in Interviews im "Spiegel" von der "schönen Abgeschlossenheit und Rundheit der Zahl Acht" schwadronieren hört bzw. liest und sieht, wie er sich dazu hinreißen lässt, esoterischen Humbug über die Mathematik zu erzählen, nur um Klischees zu erfüllen. Soviel zum Geltungsbedürfnis der Person A. Beutelspacher.
Das sein LinA-Buch auf einem ähnlichen Niveau ist, kann man sich dann natürlich denken. Ich habe mir im ersten Semester das Buch zugelegt und fand es zunächst auch recht locker und witzig, aber schon während des ersten Semesters begann es zu nerven, dass Beutelspacher zu jeder noch so kleinen Gleichung und jedem kleinen Sätzchen seinen Senf dazugibt. Ich halte es durchaus für sinnvoll, wenn man flüssige mathematische "Prosa" (wie einige Leute etwas abfällig sagen) schreibt, aber dann sollte der Stil auch mathematisch-sachlich sein und nicht immer vom Thema ablenken wie Beutelspacher. Wenn die Definition der Matrixmultiplikation, die nun wirklich keines großen Kommentars bedarf, mit "Sind das die Auswüchse eines kranken Mathematikergehirns?" kommentiert wird, so muss man doch an Beutelspachers geistigem Zustand zweifeln. Der Schreibstil ist auf Dauer einfach indiskutabel, darüber hinaus ist das Schriftbild unter aller Kanone: Formeln sind nicht abgesetzt, Definitionen irgendwo im Text versteckt, Beweise werden nicht angekündigt, sondern einfach irgendwo durchgeführt, eine Nummerierung der Sätze hält Beutelspacher offensichtlich nicht für nötig; ich als Viertsemester hätte dies professioneller hinbekommen, aber Herr Beutelspacher hat anscheinend noch nichts vom LaTeX-Satzsystem gehört.
Auch die Themenauswahl ist nicht vernünftig und es wirkt, als ob sich Herr Beutelspacher einfach um die schwierigen Themen herumdrückt: Die Jordansche Normalform wird kaum erwähnt (lediglich sagt Beutelspacher, dass er das nicht behandeln will), zentrale Sätze wie der Trägheitssatz von Sylvester aus der Theorie der symmetrischen Bilinearformen werden einfach locker ohne Beweis zitiert, in einem Anfängerbuch einfach tödlich! Selbst einfache Sätze wie der Spektralsatz im endlichdimensionalen Fall werden einfach übergangen. Stattdessen wird über ganze Kapitel Druckerschwärze verschwendet für Themen wie Codierungstheorie, die zwar vielleicht nett sind, aber überhaupt nicht zum Standardstoff der Linearen Algebra gehören. Interessant ist auch, dass Beutelspacher selbst überhaupt nicht konsequent ist; in seiner Einleitung erzählt er noch, dass er möglichst oft in allgemeinen Vektorräumen arbeiten möchte, weil man sich "nicht mit einer festen Basis herumschlagen" muss; ein paar Seiten weiter werden einem dann die Basen um die Ohren geschlagen, der Dualraum wird dann stiefmütterlich wieder nur im endlichdimensionalen Fall betrachtet etc.
Warum ich dann überhaupt noch zwei Sterne gebe: Als blutiger Anfänger, der noch keine vernünftigen Bücher kennt bzw. die mathematische Strenge noch nicht schätzen gelernt hat, kann man den ersten Kapiteln des Buches vielleicht etwas abgewinnen. Jeder, der aber mehr als LinA I hören will, sollte sich zumindest ein zweites Buch ergänzend kaufen, denn dort werden die Mängel vom "Beutelspacher" mehr als deutlich. Als Nachschlagewerk für später ist er überhaupt nicht geeignet und jedes konventionelle LinA-Skript hilft einem mehr als der Beutelspacher.
Kaufempfehlung: eindeutig nein!


Austin Powers in Goldständer
Austin Powers in Goldständer
DVD ~ Beyoncé Knowles
Wird angeboten von brandsseller
Preis: EUR 9,49

5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Erste Sahne!, 3. März 2004
Rezension bezieht sich auf: Austin Powers in Goldständer (DVD)
Dieser Teil der Austin-Powers-Reihe polarisiert wohl wie kaum ein anderer: Der Slapstick, der besonders im ersten Teil der Trilogie zum Tragen kam, wird hier noch konsequenter eingesetzt, auch vergisst man mittlerweile während des Films sogar, dass Austin Powers eigentlich eine James-Bond-Parodie sein soll (wie ja auch der Titel "Goldständer" suggestiert). Nein, dieser Film steht allein für sich, wenn der durchgeknallte Holländer "Goldständer" sich sein gerade abgepultes Hautstückchen in den Mund steckt und dies noch mit dem unnachahmlichen Akzent kommentiert: "Hmm... Das war salzig, das war lecker." Wer daran Gefallen findet (wie ich), der wird in Goldständer wohl den besten Teil der Austin Powers-Reihe sehen, anderen wird vielleicht das Gag-Feuerwerk als überdreht vorkommen und vor allem an Goldständers Akzent scheiden sich die Geister.
Alles in allem kann ich den Film aber nur jedem empfehlen, denn durch ihn erst emanzipiert sich Austin Powers von James Bond, die vielen Cameos am Anfang runden diesen Eindruck ab... Die grotesken Gestalten wie "Fieser Fettsack", Dr. Evil, der warzenbesetzte "Nr. 3" und vor allem Goldständer lassen diesen Film zu einer bunten Slapstick-Collage werden, die einem in Erinnerung bleiben wird.


Take Them On, On Your Own
Take Them On, On Your Own
Preis: EUR 12,57

7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Unverkennbarer Sound, 29. September 2003
Rezension bezieht sich auf: Take Them On, On Your Own (Audio CD)
Nachts, an einer US-amerikanischen Highway-Raststätte. Im Hintergrund ein Motel im Stile der 50er Jahre, im fahlen Scheinwerferlicht sitzen drei lederbejackte, sonnenbebrillte Männer auf den Motorhauben ihres rostigen 73er Chevy. Black Rebel Motorcycle Club könnten diese drei Männer sein, so suggerieren ihr Video zur neuen Single "Stop" und ihre typischen Posen auf den Covern ihrer Alben. Auch die Musik der drei Kalifornier scheint zu diesem selbstauferlegten Klischee zu passen. Tatsächlich?! Nein, nicht wirklich. Nicht, dass sie diesen Lederjacken-Biker-Rock parodieren oder karikieren würde, nein, sie erweitern ihn um viele Aspekte. So erinnern die ersten Takte von "Stop", das packende Riff, das gradlinige Schlagzeug und die Synkopen im ersten Moment wohl nicht zufällig an Road-Klassiker wie ACDCs "Highway to hell". Doch schon im Refrain wird dieses Klischee aufgebrochen, der Sound verdichtet sich ungeheuer und unter Hinzunahme von elektronischen Effekten taucht der Hörer in eine große Klangcollage ein, jedoch ohne im Klangmeer zu versinken und unter Beibehalt des straighten Anfangsrhythmusses. Auch in "Six barrel shotgun" bleiben sich B.R.M.C. treu: Ein schnelles Riff wird minimalistisch verarbeitet, auch hier ungeheuer dichter Klang, dazu haben es sich B.R.M.C. jedoch nicht nehmen lassen, Harmoniefolgen, die sonst eher im Rockabilly und Country zu finden sind, im Klangteppich zu verstecken. "We're all in love" und "In like the rose" sind dagegen typischer LoFi-Rock mit packenden Wendungen. "Hahahigh babe" wirkt fast wie ein kleines Interlude, ist trotzdem mit einem packenden Riff ausgestattet. "Generation" dagegen hat, vor allem von den Harmonien, fast Nu-Metal-Charakter, jedoch mit einem typischen Indie-Anspruch. "Shade of blue" gehört zu den schönsten Liedern der CD: Keine Hektik wie in "Generation" oder "Six barrel shotgun", sondern eine relaxt-psychedelische Atmosphäre bildet sich aus einem simplen Anfangsriff auf, um dann bei "US Government" kompromisslos und wieder fast Metal-artig loszurocken. Das akustische "And I'm aching" ist meines Erachtens der einzige Schwachpunkt des Albums: Im Grunde genommen ein schönes, ruhiges Lied, so wird es doch sehr schnell vor allem vom harmonischen Aspekt monoton. "Suddenly" dagegen greift die wunderschön relaxte Atmosphäre von "Shade of blue" wieder auf, während "Rise or fall" und "Going under" minimalistisch ein Riff durchziehen und wieder ein bisschen an die anfangs angesprochene Road-Movie-Atmosphäre erinnern, vor allem letzteres. "Heart + soul" ist schließlich eine tolle, psychedelische Soundcollage am Ende, die stark an die Dandy Warhols erinnert.
Insgesamt ein tolles Album, wo besonders der atmosphärisch dichte Sound auffällt, der sich durch das gesamte Album durchzieht. Anspieltipps und Highlighs sind "Stop", "Six barrel shotgun", "Shade of blue" und "Suddenly", doch auch der Rest des Albums ist sehr gut gelungen. Alle Fans von den Dandy Warhols und Monster Magnet dürfen bedenkenlos zugreifen, doch auch alle anderen, die Rock im entferntesten mögen, sollten die Platte schnellstens probehören.


The Tussler
The Tussler
Preis: EUR 15,99

11 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Motorpsycho überrascht wieder!, 28. September 2003
Rezension bezieht sich auf: The Tussler (Audio CD)
Die Trondheimer lassen sich mit jedem Album auch etwas neues einfallen: Mit ihrem Re-Release ihrer streng limitierten 1994er CD "The tussler" zeigen sie, dass sie schon weit vor "Let them eat cake" kräftig in anderen Genres herumgestöbert haben und dies sogar absolut bravourös. "The tussler" ist ein einmaliges Konzeptalbum, tituliert als "Original Motion Picture Soundtrack" zum Italo-Western "The tussler" vom berühmten Regisseur Theo Buhara. Der dazugehörige Film jedoch existiert ebensowenig wie der berühmte Regisseur, wie eine kurze Internet-Suche stark vermuten lässt: Unter diesem Deckmantel konnten Motorpsycho 1994 (leider nur in streng limitierter Auflage) ihre heimliche Liebe zur Country-Musik der Öffentlichkeit zeigen.
Nun, 2003, wird das damalige Album neu releast, nun mit 10 Bonus-Tracks als netter Dreingabe. Und das Ergebnis kann sich mehr als sehen lassen: Kaum etwas erinnert noch an die Indie-Götter von Trust us, die frühen Metal-Anleihen oder den kürzlichen Wandel hin zur Musik der 60er und 70er Jahre auf "Let them eat cake", "Phanerothyme" und "It's a love cult". "Theme of 'The tussler'" entführt einen sofort in die Lagerfeuerromantik des 19. Jahrhunderts, Gebhardts Banjo-Spiel fesselt sofort. Auch die Trucker-Hymne "Six days on the road" wird stilsicher gecovert und die Gradwanderung zwischen Country, Southern Rock und Boogie gelingt. Die Tracks "Frances" und "Babylon" sind ursprünglich auf den Motorpsycho-Alben "Demon Box" und "Lobotomizer" zu finden und wurden hier stark abgewandelt: aus dem ursprünglich punkigen "Babylon" wurde eine wunderschöne Lagerfeuerballade, während man bei "Frances" schon eher durch die Indie-typischen Harmonien an Motorpsycho erinnert wird. Weitere Highlights sind das bluesige "Hogwash" (ebenfalls von der "Lobotomizer") und das wunderschöne "A memory", bis dahin eine B-Seite, die auch ursprünglich in einer Punk-Version existierte.
Doch auch die Bonustracks sollte man nicht vergessen: Auch in "Polka with the devil" zeigt Gebhardt seine Banjokünste und "Lazy Days", ein Tribut an Gram Parsons, ist waschechter Rockabilly, geht sofort in die Beine und regt sofort zum Tanzen an, ebenso wie "One more Saturday night".
Insgesamt ein tolles, ungewöhnliches Motorpsycho-Konzeptalbum, dass sich kein Motorpsycho-Fan entgehen lassen sollte. Aber auch Country-Freunde dürfen bedenkenlos zugreifen und könnten so eventuell den Einstieg zu Motorpsycho schaffen. Die 10 Bonustracks zeigen, dass die drei Trondheimer auch weiterhin im Country-Genre wuchern und beweisen weiterhin ihre ungebrochene Vielseitigkeit bezüglich der Musikgenres, die sie stilsicher beherrschen.


Militärmusik
Militärmusik
von Wladimir Kaminer
  Taschenbuch
Preis: EUR 7,95

12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Erfrischend naiv und schön beobachtender Stil!, 11. September 2003
Rezension bezieht sich auf: Militärmusik (Taschenbuch)
Selten habe ich in der letzten Zeit ein derartig kurzweiliges Buch wie "Militärmusik" gelesen: Der unverwechselbare Schreibstil von Wladimir Kaminer hat sich hier im Vergleich zu den schon exzellenten Vorgängern noch um einiges gesteigert, die tollen, gespielt naiven Beobachtungen und der trockene Humor fangen einen sofort in den realsozialistischen Alltag ein. Statt realsozialistischer Propaganda oder den üblichen Berichten vom Leben im Unrechtsstaat wird hier eine Perspektive von "unten" eröffnet, sei es die realsozialistische Kindheit (wo Kaminer ganz beiläufig den "roten Plastikpanzer" als durchaus gängiges realsozialistisches Spielzeug erwähnt), die nationalen Konflikte im Vielvölkerstaat Sowjetunion oder die Underground-Szene um Hippies, Punks und Heavy-Metal-Fans: Alles wird mit einem leichten Augenzwinkern erzählt. Da wird Gorbatschow auf einem Portrait mit dem Weihnachtsmann verglichen und die antisemitischen Auswüchse einer Bürgerinitiative werden nur durch die gewählte Formulierung des Dargestellten dezent lächerlich gemacht.
Kaminer schreibt beobachtend, faktisch, statt lange Charakterbeschreibungen erschließt sich der Charakter seiner Figuren größtenteils durch ihre Handlungsweise. Seine gute Beobachtungsgabe und vor allem sein literarisches Talent lassen den Leser Alltagssituationen nochmals miterleben und herzlich darüber lachen.
Insgesamt, vor allem wohl wegen der Thematik, das wohl beste Buch Kaminers.


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