Profil für Samanta Weber > Rezensionen

Persönliches Profil

Beiträge von Samanta Weber
Top-Rezensenten Rang: 7.330
Hilfreiche Bewertungen: 213

Richtlinien: Erfahren Sie mehr über die Regeln für "Meine Seite@Amazon.de".

Rezensionen verfasst von
Samanta Weber "SamSam" (Hessen)
(REAL NAME)   

Anzeigen:  
Seite: 1 | 2 | 3 | 4 | 5
pixel
The Fall - Mutant City - [PC]
The Fall - Mutant City - [PC]
Preis: EUR 14,03

2.0 von 5 Sternen Kurzes Vergnügen, 12. Juli 2014
Rezension bezieht sich auf: The Fall - Mutant City - [PC] (Computerspiel)
Leider ziemlich unbefriedigend! Dabei fängt es ganz gut an: Man wird abrupt in eine öde, feindliche Wüstenwelt geworfen. Der Charakter, ein beinharter Outlaw, sieht nach einem Aufstand der Mutanten seine einzige Überlebenschance in der letzten menschlichen Stadt unter einer Glaskuppel mitten in der Wüste. Dort muss er aber erst einmal reinkommen, und als das geschafft ist, stellt sich heraus, dass die Situation auch drinnen nicht gerade rosig ist.
Mutanten, Stadt unter einer Kuppel, ein Outlaw, Aufstände... Es werden so viele interessante Themen angeschnitten, nur um dann nichts daraus zu machen. Zu Anfang stört es noch nicht, dass man so wenig über die Charaktere und Umstände erfährt, da denkt man noch, das könnte ja im Verlauf des Spiels noch kommen... Tut es aber nicht.

Musik, Hintergründe und Synchronisation sind gut gemacht, da kommt gleich Stimmung auf. Doch dieses Versprechen kann das Spiel kaum einlösen. Alles ist viel zu knapp gehalten. Es gibt insgesamt nur 11 Orte und nicht mal dort viel zu entdecken. Mit allzuviel Story hält man sich schon gar nicht auf. Sogar ich als sehr gemütlicher Gamer hatte das Spiel nach höchstens 3 Stunden durch. Und selbst davon ist gefühlt die Hälfte nur Zeitschinderei, denn der Hauptcharakter zockelt aufreizend lahm durch die für ihren Inhalt viel zu großen Szenerien, ohne dass man rennen oder Wege überspringen könnte (außer bei Szenenwechseln).
Die Rätsel sind gut, immerhin, und es gibt ein Tagebuch mit anstehenden Aufgaben und einer schrittweise aufrufbaren Rätselhilfe. Keine Hotspotanzeige. Allerdings braucht man die für die paar aktiven Pünktchen auch nicht wirklich.

Das Ende kommt plötzlich und unkreativ. Was weiterhin mit den Charakteren passiert, war mir dann aber auch ziemlich egal, ich hatte ja eh kaum was über sie erfahren. Die 14 Euro, die das Spiel im Moment kosten soll, sind jedenfalls ein Witz. Geht vom Preis-Leistungs-Verhältnis her gar nicht. Aber wenn ihr es mal als billiges gebrauchtes kriegt oder, so wie ich, als Beigabe der jetzt aktuellen "Computer Bild Spiele", kann man es für ein bisschen Endzeitatmosphäre ruhig mal spielen.


Disneys Dinosaurier (Special Collection)
Disneys Dinosaurier (Special Collection)
DVD ~ Pam Marsden
Preis: EUR 7,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Ausrutscher, 30. April 2014
Mit 24 gehöre ich wahrscheinlich nicht mehr so wirklich zur Zielgruppe. Das hält mich sonst aber auch nicht davon ab, bei einem guten Disney-Film auf meine Kosten zu kommen. Nicht nur die, die ich noch aus meiner Kindheit kenne - ich kaufe mir auch heute noch welche neu und so manch einer hatte schon das Zeug zum "Immer-wieder-Gucker". Auf "Dinosaurier" hatte ich mich besonders gefreut, wo ich doch als Kind hinter jedem Schnipsel über Dinos her war und auf einen solchen Film eigentlich nur gewartet hatte. Trotzdem, leider: Ich kann mich nicht erinnern, von einem Disney-Film schon mal so enttäuscht gewesen zu sein.
Die Ausgangssituation ist spannend - wie viel man daraus hätte machen können! "Hauptcharakter wird von seiner Art getrennt, wächst bei anderen Tieren auf und kehrt dann unter schwierigen Umständen zurück" hatten wir beim "König der Löwen" schon, aber die Wiederholung hätte mich nicht gestört, wenn das Thema auch nur halb so super umgesetzt worden wäre. Aber keine Spur von den unvergesslichen Charakteren, die ich aus anderen Disney-Filmen kenne, dafür blieb alles viel zu oberflächlich. Der Witz fehlt ("Und das, Kinder, ist ein Idiotosaurus!"), die Story ist platt und eindimensional. Wo Disney sonst auf den ersten Blick einfache, aber gute Unterhaltung und auf den zweiten Blick auch noch einiges an Tiefe hat, gibt es hier Schwarz, Weiß, Gut, Böse, Happy End, fertig. Actionreiche Verfolgungsjagden sollen das wettmachen, haben es für mich dann aber auch nicht mehr rausgerissen.

Ich weiß ja, dass Disney es viel, viel besser kann, deshalb betrachte ich diesen Film jetzt einfach mal als Ausrutscher. Da war wohl jemand so begeistert von den tollen neuen Effekten, dass er darüber alles andere vergessen hat, und das finde ich wahnsinnig schade. Ganz ehrlich, wenn ich nicht diesen Spleen hätte, Filme, Bücher etc. der Vollständigkeit halber zu Ende schauen/lesen zu "müssen", hätte ich "Dinosaurier" nicht mal bis zum Ende geguckt. Ich hätte auch nicht viel verpasst (SPOILER, falls es nicht sowieso offensichtlich ist): Das absolut unlogische Happy End. Es ist Weltuntergang und regnet Meteroriten, aber in diesem einen bestimmten Tal sind wir davor geschützt? Ist das nicht auf der Erde??!

Von mir deshalb leider keine Kaufempfehlung. Es gibt so viele tolle Disney-Filme, aber der hier - einmal angucken und vergessen.


Ich bin die Nacht: Thriller
Ich bin die Nacht: Thriller
von Ethan Cross
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Klischee juchee, 16. April 2014
Rezension bezieht sich auf: Ich bin die Nacht: Thriller (Taschenbuch)
Okay... Zumindest der simpel gehaltene Schreibstil dürfte wohl niemandem Kopfschmerzen bereiten. Dann schon eher die Charaktere. Jeder, wirklich jeder, ist ein wandelndes Klischee. Der rechtschaffene Ex-Cop, der schwer an dem trägt, was damals in JENER NACHT (hier bitte Donnergrollen einfügen) geschah, der hirnlose Kleinstadtrowdy, der größenwahnsinnige Provinzsheriff, der sich über dem Gesetz wähnt, die blonde Südstaatenschönheit, korrupte Politiker, der irre Killer mit traumatischer Kindheit, die White-Trash-Mami, die als Teenie mit dem erstbesten Highschool-Schönling abgehauen ist und jetzt mit miesem Fabrikjob in einer Wellblechhütte haust...
Bei ich-weiß-nicht-wie-vielen Neuerscheinungen jedes Jahr kann nicht jeder Roman das Rad neu erfinden, verlange ich auch nicht, aber wenn solche Stereotypen noch nicht mal nett aufbereitet werden, nervt es irgendwann. Die Charaktere haben einfach keine Seele. Ich erkenne zwar das Bemühen, jeder Figur eine Geschichte zu geben, letztlich bleiben sie aber zu fremd & abstrakt, um wirklich mitzufiebern.

Dazu kommt, dass in vielen Situationen der gesunde Menschenverstand völlig außen vor bleiben musste, damit nur ja die Story wie geplant konstruiert werden kann. Das geht schon ganz am Anfang los. Ich drücke es mal unnett aus: Wenn von einem Polizistenduo in einer angeblich doch "verschlafenen Kleinstadt" alle beide keine Ahnung haben, wie der Tankwart ihres Bezirks aussehen sollte, einen gesuchten Serienmörder nicht erkennen und dann auch - obwohl sie ja gerufen wurden, also nicht unvorbereitet in die Situation mussten - keinerlei Strategien für den Umgang mit einem bewaffneten Gegner haben, dann haben sie wahrscheinlich den Tod verdient.
Nächstes Beispiel, gleich im Anschluss: Polizisten, die im Fernsehen einfach mal wichtige Details über eine laufende Ermittlung ausquatschen? Und, weil sie doch grad so nett am Plaudern waren, auch mit vollem Namen UND Bild verraten, dass das letzte Opfer des flüchtigen Serienkillers doch noch lebt? Leute, ihr WOLLT doch gar nicht, dass die Frau überlebt, dann fahrt Ackerman doch gleich zum Krankenhaus und gebt ihm die Zimmernummer.
Noch ein Beispiel? Wie oft kann man in einer "verschlafenen Kleinstadt" in Wildwest-Manier um sich ballern, ehe das mal jemandem auffällt??! Usw. usf...

Ach ja, sein Frauenbild könnte Ethan Cross auch mal überdenken. Nicht, dass ich großen Wert auf eine (mittlerweile auch stereotype) ach-so-toughe Superzicke in der Story legen würde. Aber bei ihm können Frauen ja wirklich gar nichts außer kuhäugig in der Gegend rumstehen/-sitzen/-liegen und als Rettungsmaterial dienen, damit auch wirklich jeder merkt, was für ein großer Held Marcus doch ist.

Letzten Endes läuft es dann auf eine Verschwörung in der Verschwörung raus, und eine schwer zu ertragende, selbstgerechte Moral nach dem Motto "Der Zweck heiligt die Mittel". Das immer gern eingestreute küchenphilosophische Geschwafel vermag die recht dünne Suppe dann auch nicht mehr anzudicken.

Immerhin, das Buch sieht super aus, es liest sich alles recht schnell weg und die Lösung ist am Ende nicht genial, aber immerhin einigermaßen schlüssig. Auch Spannung wird immer wieder mal erzeugt, dafür der zweite Stern. Aber alles in allem: Doll war das nicht, sorry. Wenn ihr mit den 10 Euro bzw. 8 für die Kindle-Ausgabe zum Flohmarkt geht und Wildwest-Groschenromane kauft, habt ihr im Grunde das Gleiche, kriegt aber fürs Geld viel mehr Seiten.
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jul 23, 2014 12:31 AM MEST


Camelot [3 DVDs]
Camelot [3 DVDs]
DVD ~ Joseph Fiennes
Preis: EUR 12,99

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Nicht wirklich schlecht, nicht wirklich gut..., 13. April 2014
Rezension bezieht sich auf: Camelot [3 DVDs] (DVD)
"Camelot" hat auf jeden Fall seine guten Momente. Viele Puzzleteile der ursprünglichen Sage(n) wurden gut und schlüssig aufgegriffen - so zum Beispiel, wie Arthur an sein berühmtes Schwert kam, Merlin (ja, teilweise overacted, aber immer noch toll gespielt und glaubhaft in seinem Kampf mit Macht und Wahnsinn), die runde Tafel, Mordreds Entstehung...

Aber an der vielfach geäußerten Kritik ist auch viel Wahres. Die Logik- und Erklärungslöcher sind teilweise immens. Warum hasst Uther Morgan so sehr? Wie funktioniert Morgans Magie, wie ist sie dazu gekommen und warum ist sie körperlich so belastend? Merlins Vergangenheit? Warum wird Arthur einfach so als König akzeptiert? Wieso kann sich Morgan auf ihrer Burg geradezu orientalisch (??!) anmutende Pracht leisten? Und so weiter und so fort... Oft werden auch Szenen/Bilder gezeigt, die zwar schick sind, aber in überhaupt keinem erkennbaren Zusammenhang zu irgendwas stehen. Ich kann mir das nur so erklären, dass da entweder viele erklärende Szenen aus Zeitgründen dem Schnitt zum Opfer gefallen sind - oder dass die Verantwortlichen im Eifer des Gefechts schlicht vergessen haben, dass ich als Zuschauer nun mal nicht so im Plot drin bin wie sie.

Auch die Charakterzeichnung lässt oft zu wünschen übrig. Arthur ist wenig königlich, er fordert die Gefolgschaft der Leute einfach ein und das klappt dann, warum auch immer. Obwohl er gerne mal, sorry, null Durchblick hat. Die Liebesgeschichte zwischen ihm und Guinevere wirkt steril, die Liebe/Leidenschaft kommt nicht so richtig rüber.
Das ganze Umfeld wirkt eindimensional. Morgan sitzt in ihrer Burg, Arthur in seiner, man tauscht Besuche aus und ab und an kriegt man auch mal ein kleines Dorf zu sehen. Es werden auch Grenzstreitigkeiten erwähnt, aber irgendwie entsteht der Eindruck, dass Morgan und Arthur die einzigen Faktoren im Land sind, mit denen man rechnen muss, und das Ganze sich nur so ungefähr auf der Fläche einer kleinen Stadt abspielt.

Eva Green ist wunderbar als Morgan, sie beherrscht einfach den Bildschirm und füllt jede Rolle mit Leben. Aber, wie gesagt, auch sie durfte mir viele Dinge, die den Charakter und die Handlung ein wenig erhellt hätten, nicht zeigen. Die meisten Schauspieler fand ich gut gewählt. Nicht immer herausragend, aber gut.

Was "Camelot" aber auf jeden Fall bietet, ist Schauwert. Naaatürlich - die Damen sind perfekt frisiert und geschminkt, die Kleidung makellos - authentisch ist das nicht.
Aber die Kulissen sind sehr stimmungsvoll und trotz aller Fehler konnte mich die Serie durchaus fesseln und unterhalten. Ständige Schwertkämpfe, nette Landschaftsaufnahmen und eine nackte Eva Green sind natürlich recht durchschaubare Mittel, um dem Zuschauer was zu bieten, verfehlen aber nicht ihre Wirkung. Dazu die ganz oben erwähnten Lichtblicke. Noch mal schauen nicht ausgeschlossen. Kein Meilenstein, aber immer noch gute Unterhaltung - nicht schlecht.


Vampire Academy
Vampire Academy
DVD ~ Zoey Deutch
Preis: EUR 12,99

19 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das macht Spaß!!!, 15. März 2014
Rezension bezieht sich auf: Vampire Academy (DVD)
ACHTUNG: Rezension bezieht sich nur auf den Film (Kinofassung), nicht auf die Qualität & Ausstattung der DVD!

Bei den unbegeisterten bis gehässigen Kritiken, die teilweise kursieren, geht wohl so mancher VA-Fan mit einem leicht mulmigen Gefühl ins Kino. So ging's jedenfalls mir. Entwarnung! Der Film ist gelungen und lohnt die Karte allemal - auch und gerade für Buch-Fans!

Zunächst mal: Dankedankedanke, dass hier wirklich "nur" das erste Buch verfilmt wurde und nicht wild Elemente aus mehreren Bänden zusammengemust wurden, wie das bei Buchreihenverfilmungen schon vorgekommen ist.
Das Drehbuch hält sich eng an den ersten "Vampire Academy"-Band, alle wichtigen Teile der Story, Charaktere usw. sind drin. War mir als Fan des Buchs schon wichtig. Und sie sind auch gut umgesetzt. Die fast alle (noch) unbekannten jungen Darsteller waren für mich eine angenehme Überraschung und haben ihre Rollen gut und glaubhaft umgesetzt. Dramatisch, gefühlvoll, locker, lustig und auch mal romantisch, mit spürbarem Einsatz. Gerade Zoey "Rose" Deutch zeigt eine unglaubliche Energie und szenenweise eine tolle Gesichtskirmes - ohne sich lächerlich zu machen. Eine Kunst für sich.
Das Erzähltempo passt, es wird weder langweilig noch hetzt man durch die Story, es wurde nichts Entscheidendes weggelassen oder geändert (Fortsetzung ohne Logikprobleme möglich! ;D ) und der Soundtrack sowie die Kulissen sind schön stimmungsvoll.

Natürlich hat auch die Kritik an dem Film das berühmte Körnchen Wahrheit: Manchmal wird es schon wirklich arg "girly". Klar, das gehört auch im Buch dazu, aber an manchen Stellen wurde es mir ein wenig zu viel. Da hätte man lieber dem düsteren Teil der Geschichte, der Bedrohung durch den (anfangs) unbekannten Angreifer und die Strigoi, noch ein wenig mehr Raum geben können.
Dafür gibt's aber toll choreografierte Actionszenen und eine gute Story - eben die aus dem Buch.

Buch-Fans: Gucken!!! Es lohnt sich. Alle anderen: Lohnt sich immer noch. Der Film macht einfach Spaß. Wenn ihr euch für das Thema an sich halbwegs begeistern könnt, dann könnte das definitiv was für euch sein.
Kommentar Kommentare (4) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: May 20, 2014 10:58 PM MEST


Ayla und der Clan des Bären
Ayla und der Clan des Bären
DVD ~ Daryl Hannah
Preis: EUR 3,97

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Licht und Schatten, 11. März 2014
Rezension bezieht sich auf: Ayla und der Clan des Bären (DVD)
Vorneweg: Man kann sich den Film angucken. Er ist besser als sein Ruf. Aber leider hat er eben auch Schwächen.

Was schon ziemlich zu Beginn auffällt und im Verlauf des Films immer mehr, ist, dass reger Gebrauch vom Erzählermodus gemacht wird. Hat mich persönlich etwas gestört, denn damit macht es sich ein Film natürlich sehr einfach. Aber ok, es ist eine Möglichkeit, den Stoff zu komprimieren, ohne allzu viel wegfallen zu lassen, und das muss bei der Verfilmung eines Romans von diesem Format einfach sein.
Die Handlung aus dem Buch bleibt grundsätzlich bestehen, einige Dinge wurden abgeändert bzw. zusammengefasst. Das ist wahrscheinlich der Kürze des Films geschuldet. Für Buchliebhaber schade, da hätte man sich einfach mehr Zeit nehmen sollen, aber größtenteils noch in Ordnung.
Einige Änderungen allerdings gibt es, die mir unverständlich blieben und auch mit der Zeitfrage nicht erklärbar sind. Warum z.B. fällt beim Clan-Miething der Handlungsstrang um Ura weg und wird durch eine leicht wirre Flirt-Drama-Story ersetzt?! Hat nichts zur Geschichte beigetragen, hat keine Zeit gespart, hätte nicht sein müssen.

Die Oscar-Nominierung für die Maske wird ja so gern erwähnt. Aber selbst mit Rücksicht auf das Alter des Films sehe ich ehrlich gesagt nicht, wie diese gerechtfertigt wäre. Die Clan-Leute sind im Gegensatz zu Ayla dunkel- und strubbelhaarig und haben ein wenig dunklere Haut, das ist schon alles. Keine Spur von Neandertaler. Der Grund dafür, dass Ayla von Anfang an so fremdartig erscheint, wird gar nicht sichtbar. Und mit Ayla selbst hat man es etwas zu gut gemeint. Im Buch heißt es zwar, dass sie auf sich und ihre Körperpflege achtet, aber schicker Ponyhaarschnitt und kein Stäubchen auf den Klamotten vor 30.000 Jahren?! Naja...
Immerhin, die "Stammeszeichnungen" anlässlich der Feiern sind gut gemacht und die Landschaft ist toll.

Und, was mir viel wichtiger ist: Die Charaktere sind super dargestellt. Man spürt Izas mütterliche Hingabe, Aylas Lebenslust, Freude, Verzweiflung, Brouds Hass... Super gemacht.
Das bringt mich aber auch wieder zu einem Minuspunkt. Die meisten Mitglieder des Clans sind kaum mehr als Statisten, man erfährt kaum etwas über sie und ihre große Bedeutung in Aylas Leben. Das ist schade, gerade für jemanden, der das Buch kennt und weiß, wie viel diese Charaktere hergeben. Ich kann es nur wiederholen - eineinhalb Stunden waren wohl einfach zu kurz, man hätte sich für eine solche Verfilmung mehr Zeit lassen müssen.

Die Umsetzung der hauptsächlich aus Handzeichen bestehenden Clansprache fand ich nicht schlecht. Nicht so komplex, wie sie sein sollte, und mit zu vielen Lautwörtern durchsetzt, aber nicht schlecht. Eine wirklich komplette, extra für diesen Film entwickelte Sprache wäre "nice to have", aber so aufwendig, dass man das nicht wirklich erwarten kann.

Unterm Strich bleibt der Film der Geschichte halbwegs treu und in sich schlüssig. Nur leider wird am Ende

SPOILER!!!

so ziemlich alles über den Haufen geworden, was bis dahin wichtig war. Nur, um den Abschluss künstlich auf "moderne Powerfrau" zu trimmen. Ayla besiegt Broud im Zweikampf, alle sind auf ihrer Seite, Brouds Autorität ist gebrochen und sogar der Todesfluch interessiert keinen - na dann ist doch eigentlich alles tuttifrutti und sie müsste gar nicht gehen?!
Jahaaa, tut sie aber doch. Weil "sie den Weg ihres Totems gehen muss". Ayla verlässt also ohne zwingenden Grund ihren Sohn, ihre Familie, ihr Zuhause, die Sicherheit der Höhle, alle Menschen, die sie je kannte, und soweit sie weiß, die einzigen Menschen, die es in erreichbarer Nähe überhaupt gibt - um sich auf einen Selbstfindungstrip zu begeben??!! Sorry, aber das ist sowohl vom Buch als auch vom allgemeinen logischen Empfinden her ziemlicher Quark.

Unterm Strich: Kann man sich ansehen, Ayla-Fans sollten es wenigstens der Vollständigkeit halber mal tun. So schlecht ist der Film nicht, nur leider stellt er sich durch Zeitmangel und den Anspruch, einiges (vor allem das Ende) besser zu machen als das Buch, selbst ein Bein. 3 Sterne ("Nicht schlecht") sind deshalb aus meiner Sicht angemessen.


Snobs: Roman
Snobs: Roman
von Julian Fellowes
  Taschenbuch
Preis: EUR 8,99

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Edith, ich hasse dich., 16. Februar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Snobs: Roman (Taschenbuch)
Als großer Fan der Serie "Downton Abbey", deren führender Kopf Julian Fellowes ist, musste ich seinen Roman unbedingt haben. Dass das Buch ganz unabhängig von der Serie ist, war mir schon klar. Aber da das Handlungsumfeld ja (scheinbar) ein ähnliches ist und ich von Julian Fellowes bis dahin nur Gutes gewohnt war, dachte ich schon, dass es wohl gut sein MUSS. Weit gefehlt.

Die Ausgangssituation: Edith Lavery ist nichts, kann nichts und hat mit immerhin 27 Jahren keinerlei Ausbildung oder berufliche Perspektive. Sie sieht auch gar keinen Sinn darin, sich um Derartiges zu bemühen, da ihr einziges Ziel im Leben sowieso ist, einen Mann seines Geldes wegen zu heiraten. Dummerweise ist aber ihr letzter Kandidat abgesprungen, weshalb sie in ihrem "gefährlichen Alter" langsam mal Tempo machen muss und sich an Charles Broughton ranschmeißt, einen reichen Landadligen.
Völlig ok, wenn man im 18. Jahrhundert lebt und als Frau einfach keine anderen Möglichkeiten hat. Das Buch spielt aber in den 90ern.

Erzählt wird die Geschichte aus der Sicht eines Freundes von Edith, der familiäre Verbindungen zum Adel hat, aber jetzt als Schauspieler lebt. Wenn man ihm Glauben schenkt, ist so ziemlich alles blöd. Die Produktionen, in denen er mitspielt, sind blöd, die meisten seiner Kollegen sind blöd, und der Adel ist am allerblödesten, dumm und langweilig und versnobt.
Trotzdem hat scheinbar kein Mensch in ganz England auch nur ein Ziel im Leben außer dem, sich beim nächstbesten Landadligen einzukratzen, was sie aber natürlich nie schaffen, weil die armen Wichte die ausführlich beschriebenen, supergeheimen Insiderregeln nicht kennen und sich nur lächerlich machen, wenn sie wie kleine Stalker bei den hohen Herren und Damen um Aufmerksamkeit betteln.
Warum sie das überhaupt tun? Wurde mir nicht ganz klar. Offenbar soll es wohl die absolute Erfüllung sein, zur "besseren Gesellschaft" zu gehören. Und warum ist das so toll? Weiß ich nach der Lektüre des Buchs auch nicht.

Mit Edith verhält es sich ähnlich. Warum findet Charles sie so toll? Keine Ahnung. Sie wird als sehr hübsch beschrieben. Das finde ich aber als einzige Begründung ein bisschen dürftig, hübsch sind viele Frauen. Intelligent soll sie angeblich auch sein - davon merkt man aber nichts. Und sonst - von Charme ist nichts zu lesen, freundlich ist sie schon mal gar nicht, sie ist berechnend und eine Opportunistin durch und durch, die Leute fallen lässt, sobald sie ihr nicht mehr vorteilhaft genug erscheinen.
Der Erzähler versucht zwar allerhand Entschuldigungen für Edith und ihr Verhalten zu finden, für mich blieb sie jedoch das ganze Buch hindurch hochgradig unsympathisch. Solch ein Charakter lässt einen nicht mitfiebern. Da war ich eher auf "Googies" Seite, Charles' Mutter, die wohl in der Geschichte die Böse sein soll, weil sie gegen die Beziehung ist, aber doch mit ihren Vorbehalten gegen Edith völlig Recht hat.

Was bleibt? Die Handlung ist vorhersehbar, es gibt nur wenige Wendungen, die aber auch nicht überraschen. Der Schreibstil ist recht gut und ließ mich trotz all der Kritikpunkte weiterlesen. Alles in allem war ich ziemlich enttäuscht. Zwei Sterne hauptsächlich deshalb, weil ich es nicht übers Herz bringe, dem Mann, dem ich mit "Downton Abbey" und auch "Gosford Park" so viele schöne Stunden verdanke, noch weniger zu geben. DA-Fans, legt lieber die DVDs noch mal ein, da habt ihr mehr von.
Adelsroman-Fans, ihr könnt leicht Romane finden, die stimmungsvoller, nicht so ernüchternd und deren Charaktere sympathischer sind.


Der Tod kommt nach Pemberley: Kriminalroman
Der Tod kommt nach Pemberley: Kriminalroman
von P. D. James
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,99

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Gute Idee, aber..., 16. Februar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
...die Umsetzung hat mich ein wenig enttäuscht.

Das Buch beginnt mit einer Zusammenfassung von "Stolz und Vorurteil", auch später werden immer mal Rückblicke eingestreut. Das alles war für meinen Geschmack leider sehr langatmig. Ich verstehe, dass P.D. James das Buch auch für Leute lesbar machen wollte, die "Stolz und Vorurteil" nicht kennen, aber als jemand, der es kennt, empfand ich es als viel zu ausführlich und nur die eigentliche Handlung verzögernd.

Dann scheint Schwung in die Sache zu kommen, wie der Klappentext schon sagt: Lydias Kutsche kommt in wilder Flucht in Pemberley an, man macht sich auf die Suche, findet den toten Denny und neben ihm Wickham, der scheinbar den Mord gesteht.
Das Tempo wird dann aber ganz schnell wieder abgewürgt. Man ergeht sich in nichtssagenden Gesprächen, es werden Andeutungen gemacht, die nirgendwo hinführen, der Ablauf des Alltags im Herrenhaus, ermittlungstechnische Abläufe, der Gesundheitszustand von dieser oder jener Person werden ausführlich erörtert, ohne dabei jedoch wirklichen Aufschluss über die leider recht farblos gezeichneten Protagonisten zu geben.

Die Charaktere sind sowieso kaum wiederzuerkennen. Colonel Fitzwilliam ist plötzlich ein kalter Unsymphat, Jane und Bingley kommen praktisch gar nicht vor, Elizabeth nur wenig mehr und wenn, dann in ihrer Funktion als Hausherrin, von ihrer schnellen Auffassungsgabe und Gewitztheit nichts zu merken. Und Darcy, der ernste, aber kluge und selbstbewusste Gentleman, der sich nach außen hin bedeckt hält, aber im Hintergrund diskret und äußert effektiv die Fäden zieht, wenn es sein muss? Er wirkt fast schon dümmlich, wie er sich als träge Masse durch die Geschichte ziehen lässt und (wie die meisten Charaktere) maximal reagiert, aber nicht agiert.
Die ganze Maschinerie mit Ermittlungen, Verhandlung etc. läuft praktisch von alleine und ansonsten passiert nicht viel. Es scheint ein bisschen, als hätte P.D. James sich nicht so recht entscheiden können, ob sie einen Gesellschaftsroman oder einen Krimi schreiben will. Beides, wahrscheinlich, aber die Kombination ist in diesem Fall nicht sehr gut gelungen.

Man erkennt das Bemühen, das gesellschaftliche Miteinander der damaligen Zeit darzustellen und ein wenig vom Zauber von "Stolz und Vorurteil" einzufangen. Aber wenn dann völlig unverhohlen über Themen wie Georgianas geplante Flucht oder Mord und Selbstmord geplaudert wird oder der Colonel seinem Nebenbuhler "Zum Glück hat Sie niemand gebeten, mitzukommen" entgegenrotzt, naja... Gentleman- oder ladylike ist das alles nicht, und Austen-like schon gar nicht.
P. D. James ist nicht Jane Austen, das ist klar und das verlangt auch keiner. Aber warum dann diese Konzentration auf den Gesellschaftsteil, der offenbar einfach nicht ihr Metier ist? Etwas mehr Krimi-Anteil und Tempo hätten dem Buch gut getan.

Der Schreibstil ist nicht schlecht, es liest sich alles gut weg, auch die Auflösung des Falls war ok. Aber für Austen-Fans ist es nur ein schales Wiedersehen mit den liebgewonnenen Charakteren, und für Krimi-Fans gibt es spannenderes. Von mir deshalb nur zwei Sterne.


Disney Channel präsentiert: Der 16. Wunsch
Disney Channel präsentiert: Der 16. Wunsch
DVD ~ Debby Ryan
Preis: EUR 5,00

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Schlimmer geht's immer... Aber das ist auch schon schlimm genug., 2. Oktober 2013
Schöne Idee. Und die Darsteller tun wirklich alles, was möglich ist, um aus diesem Drehbuch noch was rauszuholen. Nur leider geht da nicht viel.
Ja, ich wusste, dass ich mir eine Teenie-High-School-Komödie ansehe. Das wollte ich und hatte ich erwartet. Aber mit "Kömodie" war da nicht viel - ab und an kann man sich mal ein Schmunzeln abringen, aber meist läuft es dann doch eher auf lahme Witzchen raus, die schon alt waren, als die meisten Zuschauer geboren wurden. Ein Mädel tritt in einen Kaugummi und wird dann von einem vorbeifahrenden Auto nass gespritzt? Ui... Ich merk's mir und lache vielleicht später mal drüber...
Die Hauptperson Abby fand ich zu Anfang gar nicht sympathisch. An Debby Ryan lag das nicht, die hat wirklich süß gespielt. Aber WAS sie spielen musste...! Abby zickt ihren Bruder an, ihre Eltern, ihren besten Freund, einfach alle. Warum sollte ich mit ihr mitfiebern? Immerhin, das gibt sich im Verlauf des Films ein bisschen und sie kommt sympathischer rüber.

Die Message ist relativ simpel, aber das ist ja auch ok für so einen Film. Der erhobene Zeigefinger hält sich in Grenzen.
Was mich echt geärgert hat, war das Verhalten der Protagonisten untereinander. Total absurd! Aber nicht im Sinne von lustig, sondern so, als hätten Drehbuchautor und Regisseur noch nie unter richtigen Menschen gelebt. (Achtung, Spoiler!)
High-School-Mädels rennen beim Anblick von schicken Klamotten kreischend und mit wedelnden Armen rum. Eine Lehrerin lässt sich vor versammelter Mannschaft mit einer Tasche bestechen. Die Eltern beschließen von jetzt auf gleich, ihre Tochter an ihrem Geburtstag rauszuschmeißen, und packen ihren ganzen Kram in einen Umzugswagen, während sie grad nicht mal da ist. Zwei Minuten Aussprache genügen, damit 8 Jahre Hass und gegenseitige seelische Misshandlung komplett vergessen sind. Mit 22 ist man schon so eine furchtbar alte Frau, dass Schulfreunde einen nicht mal mehr erkennen, und muss sich "altersentsprechend" anziehen, d.h. wie eine 45jährige Vorstandsvorsitzende. Ja nee. Schon klar.
Auch wenn der Film für ein junges Publikum ist, muss man seine Zuschauer so für dumm verkaufen? "Der 16. Wunsch" ist immerhin ab 12, nicht für Kleinkinder. Sorry, wenn man echt der Meinung ist, dass Jugendliche eh verblödet sind und nichts mitkriegen, sollte man keine Filme für sie machen. Ein klein bisschen Respekt vor der Zielgruppe und Vertrauen in deren geistige Fähigkeiten gehören schon dazu, um einen guten Film zu machen. Beides war hier wohl nicht vorhanden.

Meine Tipps für das Genre: zB "Girls Club" und "30 über Nacht". Auch Komödien, auch teenietauglich (und bei "30 über Nacht" ist sogar die Message von wegen "Sei vorsichtig, was du dir wünschst" dieselbe), aber WIRKLICH witzig, rührend und ohne diese ständigen "Halten die mich eigentlich für bescheuert?"-Momente.


Das indische Tuch
Das indische Tuch
Preis: EUR 0,00

7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Ohne Krimi geht die Mimi nie ins Bett" - jetzt weiß ich, warum, 1. Oktober 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Das indische Tuch (Kindle Edition)
Ein richtig altmodischer, klassischer Krimi, wie er sein sollte. Das war mein erster Wallace und es wird sicher nicht der Letzte sein! Ein düsteres altes Schloss, schön schrullige Charaktere, klassisch-britisches Flair, spannende Wendungen und eine clevere Auflösung: Es passt alles. Der Schreibstil ist eher nüchtern und aufs Wesentliche beschränkt, trotzdem kann man sich alles und jeden gut vorstellen.
Mit modernen Krimis ist das Ganze natürlich kaum zu vergleichen - weniger Blut, weniger Action, weniger internationale Verschwörung, weniger reingeklöppelte Romanze, weniger "Boom". Das ist aber keineswegs ein Nachteil; es lohnt sich, wenn man sich mal auf diese Art des Erzählens einlässt. Die kommt auch ohne viel "Drumherum" prima aus.

Übrigens hat die Story des Buches kaum etwas mit der bekannten gleichnamigen Verfilmung zu tun, also können sich auch Leser, die den Film bereits kennen, noch überraschen lassen.

Aber sagt mal, ist es nicht etwas merkwürdig, dass hier die Rezensionen so durcheinandergehen? Ich bin über die Ebook-Seite gegangen und darauf beziehe ich mich auch, aber offenbar landen die Hörspiel-Rezensionen auf genau der gleichen Seite. Sollte das nicht besser getrennt sein? Ist ja doch ein Unterschied.


Seite: 1 | 2 | 3 | 4 | 5