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Rezensionen verfasst von
Dämonenkiller "Kantenkauer" (Offenbach)

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Friedhof der Kuscheltiere: Roman
Friedhof der Kuscheltiere: Roman
von Stephen King
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

3.0 von 5 Sternen Redundanzen, Redundanzen, 25. September 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Es gibt gute Bücher von King, sehr gute und ... schlechte.
Bezeichnenderweise sind einige seiner Kurzgeschichten mir lebhaft in Erinnerung geblieben, während ich langatmig überladene Schmöker oft (nicht immer!) zum Vergessen fand: so "The Stand".

Der "Friedhof" gehört zu keiner Kategorie, allerdings hat King eine Story, die Stoff für 20 (KG!) bis maximal 200 Seiten hergibt unter'm Nudelholz breitgewalzt. Viel zu viel, viel zu minutiös in Situationen, wo mit wenigen Pinselstrichen klare Atmosphäre erstellt werden hätte können - seitenlange Beschreibungen von Dingen, die nichts beitragen an Inhalt oder Stimmung - und jede Menge Wiederholungen und Redundanzen.

Glorios und stimmig dann das Finale - knackig, spannend - und auf 20 Seiten! - mit einem Ende (1 Seite) das vieles des Vergurkten vorher wiedergutmacht.


Torso: Roman
Torso: Roman
von Wolfram Fleischhauer
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,99

2.0 von 5 Sternen Zu viel des Guten, 10. Juni 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Torso: Roman (Gebundene Ausgabe)
Eindeutig zu viel des Guten.

Vor allem an Zusammenhängen. Kann doch alles gar nicht sein, wer sich da alles zufällig oder nicht so zufällig schon über den Weg gelaufen ist - die Story ist bemüht und konstruiert, gespickt zudem mit unglaubwürdig agierenden Protas, denen einleuchtende Motive fehlen. Ein Riesendurcheinander von Bezügen, nur schwerlich zusammengehalten von einer Rahmenhandlung, die leider auch nicht allzu spannend daherkommt.

Und der Schluss? Sorry aber - deus ex machina - wie war das bei Dallas? Der arme tote Bobby Ewing stand von den Toten wieder auf, weil der Tod für 24 Folgen nur geträumt war? Nenenene


Picknick auf dem Eis
Picknick auf dem Eis
von Andrej Kurkow
  Taschenbuch
Preis: EUR 10,90

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen What the hell?!!, 28. November 2013
Rezension bezieht sich auf: Picknick auf dem Eis (Taschenbuch)
Dieses Buch ist so spannend wie einer Pfütze Regenwasser beim Verdunsten zuzusehen. Bis zu Seite 115 passiert extrem wenig, allerdings wird man Seite um Seite mit minutiösen und langweiligen Vorgängen bombardiert: Was die Prots essen, wie sie es zubereiten, dann wieder saufen, dann wieder einen Scherz machen - ohne Athmosphäre und Relevanz für die Handlung. Und ohne irgendeinen sonstigen - philosophischen oder psychologischen - Unterhaltungswert.

Der Autor schreibt wie eine Kamera. Der geht dorthin und dahin und nimmt dies oder das und dann sagt er jenes und dieses usw. - ohne das dies irgendwas tatsächlich erzählt.

Rätselhaft, wie gut das Ding bewertet ist. Der Plot hat die Kraft für eine 6-12seitige Kurzgeschichte - der Rest ist Füllmaterial, das man vergisst, wenn man eine Seite weiter ist, weil es wirklich gar nichts hinzufügt außer zusätzlichen Text!

Ich hab es gekauft weil ich schräge "Russen" eigentlich mag - Bulgakow oder Jerofejew - aber dies ist einfach sehr öde.


Target
Target
von Tom Cain
  Taschenbuch

1.0 von 5 Sternen Oh nein, leider nicht, 27. August 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Target (Taschenbuch)
Tom Caine ist kein guter Autor. Wirklich sonderbar, wie gut er bewertet ist!

Die Handlung der Geschichte ist relativ eindimensional und weitgehend voraussagbar. Die Figuren sind klischeehaft und einige davon schlicht unglaubwürdig - als Personen, aber auch in den Motivationen.
Einer russischen Agentin mit der von Cain geschilderten Vita ist es schlicht nicht möglich "über Nacht" zu der tollen, liebevollen Superfrau zu werden. Hier sieht man, wie wenig Ahnung der Autor von Psychologie hat. Die plötzlich aufkeimende ehrliche echte tiefe Liebe zwischen dem Killer und der Prostutuierten mit all ihrem Hass, anfangs wie eine Borderline-Person geschildert - kann hier nun kaum als solche bezeichnet werden; eher schon als erotisches Begehren, als Wunschvorstellung - und könnte keineswegs glattlaufen. So werden die Figuren mit ihren Geschichten gar nicht ernst genommen - was blöd wirkt und auch viele gute Spannungsmomente, die sich aus den Konstellationen thrillermäßig ergeben könnten, auslässt.

Bei Caine hat man also die Guten und die Bösen, ärgerlicher allerdings ist, dass man auch die Intelligenten und die Blöden hat. Die Art und Weise, wie sich in der Story ein (immerhin!) Offizier des französischen Geheimdiensts selbst reinlegt und auslöschen lässt - sorry sorry sorry - aber dass man es so nicht machen kann, weiß heutzutage die kleine Susi aus der 2. Klasse, wenn sie 1x abends Tatort gesehen hat... die Leser, die die Szene kennen, werden nicht umhin kommen, mit mir laut drüber zu lachen - und das war nur 1 Beispiel für Quatsch! Dilletantische Vorgehensweise, inkonsistente Motive und weil das noch nicht genug des Schlechten ist, kommen auch noch falsche hard facts und an den Haaren herbeigezogene Zufälle auf die Bühne, wenn der Autor nicht mehr weiter weiß.

Die psychologisch gefärbten Darstellungen des traumatisierten Helden am Ende inklusive der Reaktionen von Fachpersonel und Geliebter darauf geraten dann schlicht ins peinliche. Wie kommt der Erfolg hier zustande?

Wäre Cain nicht ein guter Journalist - und hätte er seine Geschichte nicht an realen spektakulären Ereignissen festgemacht, die Verschwörungstheoretiker fesseln - hier der Tod von Lady Di, später der Anschlag auf's WTC - sondern wäre ein unbekannter Anfänger gewesen, wohl kaum hätte sich ein Lektorat getraut, das so zu drucken. Und dabei ist die hier angebotene Auflösung sowohl uninteressant als auch unglaubwürdig.

Manchmal ist es einfach nicht zu verstehen, wie so was gehen kann. Und ja, übrigens, ich mag gute Thriller - und ich kenne auch welche. Die dieses Autors sind keine.


Der Mann Der Vom Himmel Fiel
Der Mann Der Vom Himmel Fiel
von Walter Tevis
  Broschiert

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Einfach und wahr, 30. Juni 2013
Rezension bezieht sich auf: Der Mann Der Vom Himmel Fiel (Broschiert)
In einer einfachen, auf das Wesentliche reduzierten Sprache meiselt Tevis seine Story aus dem Granit. Newton, der Außerirdische, erreicht alles, was man erreichen kann: Liebe, Macht, Geld, doch dies alles hat keinen Wert, denn nur eines will er: wieder weg von diesem Planeten, der ihn verseucht und umbringt. Dieser Text ist die große Hinterfragung unserer Lebensweise, unserer gesellschaftlichen Werte - aufgebrochene Sichten durch die Sehnsucht nach einem Leben ohne Hass und Vergiftung. Es ist die Sehnsucht, die Newton antreibt, die Sehnsucht nach dem eigenen Leben, die ihn verzweifeln lässt, als er erkennen muss, wie ein Insekt zu sein, das gegen das geschlossene Fenster fliegt.

Stark!


Schiffbruch mit Tiger: Roman
Schiffbruch mit Tiger: Roman
von Yann Martel
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,95

2 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Schwafel, 23. Mai 2013
Rezension bezieht sich auf: Schiffbruch mit Tiger: Roman (Taschenbuch)
Vorab: Ich hab mich gefreut, dieses Buch zu lesen, nachdem so viel Positives drüber zu hören war... nach ca. 100 Seiten hab ich es zum Ramsch gebracht. Unerträgliches pseudoreligiöses Geschwafel voller kindlich-unreifer Klischees - darüber konnt ich nicht hinweg. Manche Sätze waren wie Reißnägel des Blödsinns, die ich mir eintrat.

Wirklich sonderbar, wie viele Leute das nicht nur ertragen können, sondern sogar gut finden - oder "genial" und "weise". Für mich drei Millionen Fragezeichen.


Mystic River
Mystic River
von Dennis Lehane
  Taschenbuch

2.0 von 5 Sternen Konstruiert, konstruiert, 22. Mai 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Mystic River (Taschenbuch)
Ich mochte/mag "Shutter Island" sehr, doch dieses Buch fällt ab. Warum?
Nun, erstens, es ist nicht besonders spannend, denn bald schon kann sich jeder, der seine Finger nicht braucht um bis zehn zu zählen, das Ende ausmalen. Wäre trotzdem gut, wenn die Charaktere tatsächlich tief gezeichnet wären - das sind sie aber nicht, und dazu brauche ich jetzt noch nicht mal die Figur des Raskolnikow von Dostojewski als Vergleich. Sie sind mit deutlichen Klischees angetüncht.
Jimmy ist durchromantisiert, in Dave finden sich stümperhaft abgebildete Schemata eines Opfer/Täter-Profils - die "Abspaltung" an sich ist so verkürzt dargestellt nur pseudo-psychologisch (fragt sich auch, warum er so lange wartete mit dem Ausleben seines Dilemma? weil der Autor seine Handlungen erst später brauchte? aber wo ist ein Auslöser in der Story??).

Teile der Handlung/des Settings sind sehr konstruiert-gekünstelt. Die Ehe des Sean und ihre Rettung ist ein Hollywood-Klischee schlechthin... überaus unrealistisch; da hätte sich der Autor mal vorher mit einem/r Paartherapeuten/in unterhalten sollen.

Achtung, mit Spoiler:

Die Ausgangslage der Krimilinien (beide Morde) ist eine der heftigsten Koinzidenzen, die mir als Leser je geliefert wurden (ja so ein unglücklicher Zufall aber auch!). Die Aufklärung des Mordfalls ist unbefriedigend, denn die Täter waren/sind im Roman vorher präsent, spielen praktisch keine Rolle; es fragt sich auch, warum denn der Notruf angerufen wurde? Sieht so aus, als hätten die Täter nur dem Autor den Gefallen getan, seinen hilflosen Polizeifiguren einen Ansatz zur Lösung des Falls zu überreichen. Ein eigenes Motiv ist jedenfalls nicht erkennbar, im Gegenteil. So wie sie gezeichnet sind: unglaubwürdig.

Miserabel geschrieben ist's aber nicht, da gibt's deutlich schlimmeres, von da her: zwei Points für das Konstrukt.


Die Angst zu versagen und wie man sie besiegt
Die Angst zu versagen und wie man sie besiegt
von Hans Morschitzky
  Broschiert
Preis: EUR 14,90

12 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Einfach aufhören mit der Angst, 31. Juli 2012
Morschitzky steht am Ufer und ruft dem Ertrinkenden zu, er solle einfach damit beginnen, richtige Schwimmbewegungen zu machen. Der Rat ist nicht *falsch. Er nützt nur genau so wenig wie einem vor Lampenfieber Zitternden zu raten, einfach nicht so nervös zu sein - und so ist das Buch: Alles schon sehr richtig, was da steht - und ziemlich nutzlos.

Der Autor hat im Durchflug fast alles gestreift, was sein Thema berührt. Seine "Hilfe" besteht dann darin, einem z. B. Alkoholkranken einfach zu raten, mit dem Trinken aufzuhören. Stimmt, so könnt's gehen - dann aber fragt sich der unglücklich Betroffene: und wie?!

Also, ein gutes Buch, um erste Hinweise zu erhalten, wo die Probleme lokalisiert sein könnten. Zum "besiegen" irgendwelcher Ängste aber völlig ungeeignet, und somit führt der Titel in die Irre; die "Tipps" könnten auch vom lieben Nachbarn sein:

{Seite 156 unten}
Problem: "Verschieben Sie Ihr Training oder eine anstehende Aufgabe immer wieder gern?"
Lösung: "Dann fangen Sie endlich damit an! Überwinden Sie Ihre Lustlosigkeit!"
Für *den Tipp muss man natürlich schon psychologisch geschult sein, nicht wahr?
Aber schnelles Geld nebenher kann man machen...


Bitte lächeln!: 23 Humorgeschichten
Bitte lächeln!: 23 Humorgeschichten
von Sabine Ludwigs
  Taschenbuch

0 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Licht und Schatten, 17. Dezember 2010
Anthologien haben es schwer - selten präsentiert sich da eine homogen, was Stil und Niveau betrifft... So ist es auch mit dieser. Kaum zu glauben, dies sei der 23-fache Gipfel 600-fach eingereichten deutschen Humors.

Nur zehn der Storys haben mich wirklich zum Lachen gebracht; einige davon wurden schon von Vor-Rezensenten genannt: allen voran Dorotha Böhmes "Blumenbeet", Klaus Brittings Intro-Geschichte vom Kongo und die schamlose Pornodarstellerin von Robert Reitz.

Der Rest fällt ab, ja mehr noch, wird in drei, vier Fällen zur literarisch-humoristischen Qual.
Unsäglich öde, unlustig, sinnlos und schlecht geschrieben kommt (dies ist der schlimmste Fall) "Die Heidschnucke" von Eva Market daher. Der Herausgeberei sei's wohl gezollt, dass dieser Text es geschafft hat, 577 andere zu verdrängen (um sicher zu sein, hab ich die Geschichte mehreren Freunden zu lesen gegeben - es hätte ja sein können, mit mir stimmt was nicht!).

"Erwähnenswert" ist leider auch das nichtssagende, geschmacklose und unpassende Cover, aber das kann ja jeder selber sehen. Kaufempfehlung? Bedingt. Man muss nur wissen, wo man nach einer Seite zur nächsten Story springen sollte. Vielleicht die bessere Idee: Im Netz nach D. Böhme, K. Britting und R. Reitz fahnden und schauen, ob's mehr von jenen zu lesen gibt!
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Der unheimliche Mönch/Die gebogene Kerze/Die drei Gerechten: Drei Romane in einem Band
Der unheimliche Mönch/Die gebogene Kerze/Die drei Gerechten: Drei Romane in einem Band
von Edgar Wallace
  Taschenbuch

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Schlimme Übersetzung, 14. November 2010
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
"Der Chauffeur schien jedes Loch im Gelände aufzusuchen."
(Gemeint ist, dass er mit dem Wagen den Schlaglöchern nicht auswich)

"Und Sommer wie Winter ist das Wasser immer in Nebel gehüllt."
(Gemeint ist, dass es übr dem Wasser neblig ist).

Aus "Die drei Gerechten". Nur zwei Beispiele für eine katastrophale Übersetzungsleistung des Herrn Küas. Schwerlich kann man davon sprechen, dass "ins Deutsche übersetzt wurde". Denn das ist kein Deutsch, was da geschrieben steht. Ein Schüler der siebten Klasse kann es besser.
Schlimmer kann man Wallace nicht verhunzen.

Allerdings ist schlimmer, dass dies dem Verlag entweder nicht aufgefallen oder egal ist. Zum Glück sind die beiden anderen Romane nicht von Herrn Küast übersetzt; zu Wallace selbst braucht man nicht viel sagen - prägnant und geistreich steckt er viele der modernen Topsellerautoren in die Taschen.


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