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Rezensionen verfasst von
Matthias Ulmer

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Sin City
Sin City
Preis: EUR 20,99

10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen atemberaubend, 27. August 2005
Rezension bezieht sich auf: Sin City (Audio CD)
Selten habe ich so eine perfekte Übereinstimmung von Vorlage, Film und Musik gesehen. Hört man sich den Soundtrack vorab an, dann kommt er einem eigenartig leer vor, vollkommen anders, als man es erwartet hat. Dann, nach dem Film, lebt er, ist ein ewiges Déjà vu der Szenen, Bilder und Stimmungen des Films.
Auch wenn man die CD einen kompletten Tag rundum laufen lässt, sie wird mit jedem Mal besser und man giert richtig danach, die Musik wieder mit den Bildern zusammen zu bringen.
Hier hat ein Team Comic-, Film- und auch Musikgeschichte geschrieben. Und es werden nur wenige mitbekommen, weil den meisten der Stoff einfach zu hart ist. Schade für sie.


Was zur Wahl steht
Was zur Wahl steht
von Ulrich Beck
  Taschenbuch

12 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Ulrich Beck ist Gregor Samsa, 24. Juli 2005
Rezension bezieht sich auf: Was zur Wahl steht (Taschenbuch)
Mit seinem Buch tritt Beck zu einem wichtigen Thema im richtigen Moment auf die Bühne, um zu einem niedrigen Preis einen Debattenbeitrag abzuliefern. Perfekt. So aktuell und treffend wünscht man sich Verlagsprogramme.
Der Inhalt ist eine bittere Enttäuschung nach dem vielversprechenden Vorspiel: es spielt überhaupt keine Rolle, ob man von links oder rechts, von oben oder unten kommt; Beck bringt das Thema einfach nicht auf den Punkt.
Anstatt eine Analyse zu bieten verliert sich Beck in wirklich sinnlosen Analogien mit Käfer Samsa, Flüssen mit toten Fischen, Exkursen über Baumaterialien oder über den FC Bayern München. Diese Analogien werden über mehrere Kapitel strapaziert, gedehnt und gebogen und verzweifelt mit dem Löffel leergekratzt in der Hoffnung ihnen irgend einen Sinn zu entlocken. So vergehen Seite um Seite und man fragt sich, was den Autor dazu getrieben haben mag dieses Buch zu schreiben. Eine Idee, eine Vision, ein konkreter Plan waren es nicht, denn sonst hätte das Buch irgend etwas zu bieten, irgend eine Essenz. Vielleicht war es einfach eine gute Idee seines Lektors im Verlag und Beck hat eingewilligt und saß dann Woche um Woche vor einem leeren Blatt und wusste nicht, was er schreiben sollte um sich am Ende im Fabulieren sinnloser Käfergeschichten seines Vertrags zu entledigen. "Auch Kinder speist man mit Märchen ab", schon Nathan der Weise hat sich mit diesem Plan aus einer verzwickten Situation gerettet.
Zwischen all den Gschichtle streut Beck - immerhin in verständlicher Sprache - einige Einsichten aus seinen Arbeiten über Globalisierung, die Veränderungen der Industriegesellschaft oder die Notwendigkeit internationaler Kooperationen ein, typische Themen für einen Soziologen, heimisches sicheres Terrain. Von diesem Terrain aus lassen sich die Probleme Deutschlands aber nicht lösen. Da muss man sich schon in die Niederungen der Wirtschaft begeben.
Wir vertun unsere Zeit damit über Umverteilung zu diskutieren. Für den Reichtum des Landes ist es aber gesamtwirtschaftlch weitgehend irrelevant, wie das Einkommen verteilt ist. Viel wichtiger ist es sich dafür einzusetzen, dass das Gesamteinkommen in Deutschalnd steigt, dass neuer Reichtum entsteht. Dann hat auch der Staat wieder etwas zum Verteilen. Solange wir nicht neuen Reichtum schaffen sondern vorhandenen umverteilen wird sich das Land keinen Zentimeter bewegen. Aber die Frage, wie überhaupt neuer Reichtum entsteht, darüber hat Beck offensichtlich noch nie nachgedacht.
Das einzige einigermaßen konkrete Kapitel befasst sich mit den Universitäten. Hier schafft Beck es innerhalb von wenigen Zeilen Verblüffung beim Leser auszulösen: erst schreibt er, dass die Betonung von Individualität und Selbstverantwortlichkeit notwendig seien für die Ernneuerung der Bildungspolitik. Und eine schlappe Zeile tiefer wettert er gegen die Neoliberalisierung der Universitäten und warnt vor dem neuen Sozialdarwinismus.
Und dann kommt die lustigste Stelle des Buches: "Der Staat, der in seiner Finanznot Sozialausgaben streichen muß, muß das Geld statt dessen in Hochschhulen stecken". Wunderbar. Wenn Sie kein Geld haben, dann kaufen Sie doch einfach Blumen. Der Hochschulprofessor plädiert also dafür, lieber in den Sozialversicherungen zu kürzen und dafür die Hochschhulen besser auszustatten. Ein Schelm, der böses dabei denkt...
Da liegt Ulrich Beck auf seinem breiten runden Rücken und strampelt mit vielen dünnen Beinchen in der Luft und keines davon ist stark genug, dass es ihn trägt.
Ach ja: wer gerne Bücher liest, bei denen auf jeder Seite wenigstens drei Mal das Wort Neoliberalismus steht, der ist mit diesem hier gut bedient. Ich hätte gerne gewusst, was das eigentlich ist, Neoliberalismus, wenn es nicht Eigenverantwortung und Individualität bedeutet. Aber dazu findet sich leider nichts. Vermutlich steht das Wort so oft in diesem Buch, damit der vertragliche Umfang des dünnen Manuskripts wenigstens annähern erreicht wird.


Radiance
Radiance
Preis: EUR 20,98

38 von 41 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen selten, 26. Mai 2005
Rezension bezieht sich auf: Radiance (Audio CD)
Auf Veröffentlichungen wie Radiance muss man ewig warten. Manchmal dauert es Jahre, bis wieder ein Stück Musik erscheint, das so einzigartig ist, auf diesem Niveau und vor allem: das einen so lange beschäftigt und fesselt.
Auch wenn man in diese Patte nicht gleich den Einstieg findet: es lohnt sich an ihr zu arbeiten, sie immer wieder zu hören. Osaka, Tokyo, Osaka, Tokyo, immer im Wechsel. Es wäre schade, würde man sich einzelne Teile zu einer Best of Osaka/Tokyo zusammenschneiden. Die Gesamtheit stellt einen Kosmos dar, in dem sich Keith Jarretts Musik über Jahrzehnte widerspiegelt.
Im Zusammenhang mit Radiance wird viel über das Köln Concert, über Bremen oder Lausanne geschrieben. Man müsste aber genau so über Facing You oder über The Melody at Night with You schreiben. Von allen stilprägenden Aufnahmen von Keith Jarrett finden sich in Radiance Spuren. Die besten Momente dieser Stile finden sich wieder und ziehen in den Melodien, in den Stimmungen, in der Dynamik des Spiels vorbei. Jarrett mischt nicht, er wechselt von Part 1 bis 17 von einer Periode in die andere. Das macht für mich auch den wichtigsten Unterschied zu den genannten Aufnahmen aus. Mit Radiance wird nichts grundsätzlich Neues geschaffen. Die Verbindung von allem in den beiden Konzerten ist das Neue.
Im Rückblick ist es unbegreiflich, wie ein Mensch sich am 27. Oktober in einen Konzertsaal setzen kann und einfach zu spielen anfängt. Und drei Tage später setzt er sich in einer weit entfernten Stadt wieder an den Flügel und spielt weiter, spielt neu, erfindet, malt, spricht und singt mit Tönen und Ideen, gießt diesen ganzen Reichtum einfach so aus, den man nun auf zwei Scheiben vor sich hat. Wo kommt das her, wie geht das?


Max Mutzke
Max Mutzke
Preis: EUR 20,99

2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Max überrascht, 12. Januar 2005
Rezension bezieht sich auf: Max Mutzke (Audio CD)
Natürlich waren wir alle auf diese CD gesapnnt. Das Ergebnis überrascht mich wirklich. Erwartet hatte ich eine Sammlung von eingängigen Hits bei denen Stimmeffekte strapaziert werden. Ein echt kommerzielles Produkt also. Stattdessen liegt nun eine Platte mit viel Anspruch vor uns. Max hat offensichtlich etwas gemacht, was ihm richtig wichtig war. Ich habe nicht das Gefühl, dass ihm da viele reinreden durften. Wahrscheinlich musste das jetzt mal sein. Leider. Denn mit so vielen Erwartungen und Bedeutung aufgeladen ist das Ganze etwas schwer und unfröhlich, so gar nicht locker geworden. Wenn man die Aufnahme von "Ain't no sunshine" mit der Vorstellung bei TV total vergleicht, dann war das damals frech, überwältigend, überraschend. Die Einspielung jetzt ist perfekt abgemischt, musikalisch verfremdet, eben mit dem Anspruch etwas Besonderes zu machen. Leider.
Das mit den Texten von Max mag Geschmackssache sein. Ich finde sie manchmal etwas peinlich. Sie kommen sehr ehrlich rüber. Aber so ehrlich will mans nicht unbedingt haben. Alles ein bisschen viel Baby und Oh Babe und so. Na ja. Das musste jetzt auch mal abgearbeitet werden.
Die nächste Platte dann einfach schlampiger einspielen, mehr Lockerheit, mehr Spass, weniger Schnörkel. Denn die Grundlagen sind schon außergewöhnlich. Die Stimme muss man nicht mehr loben. Das Musikgefühl von Max ist aber ebenso großartig. Und die Abmischung, die Band, einfach hervorragend produziert, hoch professionell.


Süden und das Geheimnis der Königin (Knaur TB)
Süden und das Geheimnis der Königin (Knaur TB)
von Friedrich Ani
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Licht und Schatten, 30. Dezember 2004
Von Ani hatte ich noch nie etwas gehört. Ob ich weitere lesen werde? Keine Ahnung. Der Band hat Stärken und Schwächen. Ani beobachtet gut und kann mit wenigen Worten sehr präzise beschreiben. So ist etwa das Dorf Tissano, die Villa und das Mobiliar von den inzwischen toten Hühnern bis zum Miniaturschwein Liesl perfekt beschrieben. So trifft man sie an, wenn man dort einen Besuch macht. Die Beschreibungen sind dabei so genau, dass mir auch wieder Zweifel kommen. Ist es eigentlich statthaft, die Realität einfach abzuschreiben? Kann man nicht auch eine gewisse Verarbeitung erwarten? Ob Walter von der Bar im Dorf begeistert wäre, wenn er wüsste, dass er persönlich und namentlich in einem Krimi auftaucht? Andere sind dafür schon vor Gericht gezogen worden.
Wirklich schlecht ist über weite Strecken die Sprache. Da gibt es grausame Formulierungen, sinnlose Sätze, peinliche Beschreibungen. Das darf ein Lektor nicht durchgehen lassen. Die Süddeutsche Zeitung schwärmt vom deutschen Simenon. Die editorische Sorgfalt des Diogenes Verlag hätte hier jedenfalls gut getan.
Insgesamt eine laue Story, teilweise grossartige Beschreibungen, teilweise jämmerliche Sprache. Sehr durchwachsen.


Die geheimnisvolle Flamme der Königin Loana
Die geheimnisvolle Flamme der Königin Loana
von Umberto Eco
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 25,90

7 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Zwei Seiten, 27. Dezember 2004
Zunächst das Wesentliche: ein spannendes Buch, gut geschrieben und mit viel Stoff zum Nachdenken. Aber wie schon oft bei Eco: man muss durchhalten, muss sich durch hundert Seiten durchschleppen, bevor die Geschichte Fahrt auf nimmt. Eigentlich sogar 250 Seiten. Das gilt für deutsche Leser.
Eco stellt sich der Frage, ob unser Bewusstsein und unsere Erinnerung aus Erlesenem oder aus Erlebtem besteht. Der Protagonist des Romans verliert sein Gedächtnis und versucht, die Erinnerung wieder herzustellen. Die verlorene Erinnerung nur aus einem Nacherleben von Fotos, Briefen oder Büchern zurückzugewinnen, damit scheitert sein Held in der ersten Hälfte. Aus den Dokumenten gewinnt er eine Ahnung, nicht aber ein Wissen von der Realität. Er muss einen anderen Weg gehen, der sie ihm zwar wiederbringt, gleichzeitig aber auch für immer entreisst.
Mit diesem Motiv ist Eco wieder bei der zentralen Szene des Foucaultschen Pendels, der Trompete. Er gesteht damit ein, dass all die fleissigen Literatustudien zwar Spass machen, nicht aber zum wirklich Wesentlichen vordringen.
Das ist wenigstens ein gewisser Trost, nachdem man sich durch endlos scheinende Aufzählungen von Trivialliteratur durchgemüht hat. Mein Tipp: man kann in der ersten Hälfte viele Seiten überblättern, ohne den Kern zu verpassen. Die Beschreibungen sind für Italiener sicher unterhaltsamer, die mit dem selben Kosmos an Jugendliteratur aufgewachsen sind. Hier hätte ein Lektor den Autor besser bremsen sollen.
Neben dieser nostalgischen Komponente ist das Buch für Italien aber auch eine wichtige Aufarbeitung der Mussolini-Zeit. Im italienischen Alltag spürt man, dass das bitter nötig ist.
Dass Eco die Archivstudien so kritisch sieht, das ist eine weitere interessante Facette des Buches. Und die sehr spannende und brilliant erzählte Geschichte aus den Partisanenkämpfen ist ein weiteres Argument, warum,Sie dieses Buch lesen sollten.


Vingt a Trente Mille Jours
Vingt a Trente Mille Jours

19 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Traummusik, 23. August 2004
Rezension bezieht sich auf: Vingt a Trente Mille Jours (Audio CD)
Als die Medienwelle zum neuen französischen Chanson durch Deutschland schwappte habe ich mir Benjamin Biolay und Francoiz Breut gekauft. Zunächst fand ich Biolay besser. Aber je öfter ich die Platten höre, desto stärker tritt Francoiz Breut in den Vordergrund. Das sind ganz eigene Chansons, ein Stil, der auf den klassischen Vorgängern aufbaut und aus ihnen moderne Musik macht. Durch die wunderbare Stimme von Breut und ihre unglaublich sanft-coole Art zu singen ist eine unverwechselbar einmalige Platte entstanden. Traummusik.


The Originals - Argerich (Debut-Recital)
The Originals - Argerich (Debut-Recital)
Preis: EUR 11,99

16 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Unglaublich..., 12. Juli 2004
Auf der Suche nach der richtigen Interpretation von Liszts h-Moll Sonate muss man früher oder später auf Martha Argerich stoßen. Die Aufnahme ist einfach eine Sensation. Die Sicherheit, mit der sie durch die Takte fliegt, wie sie zwischen brachialer Gewalt und zarter Melodie hin und her wechseln kann begeistert mit Sicherheit jeden. Dabei ist die Interpretation nicht einfach auf Tempo anngelegt. Sie liefert wirklich ein Stück aus einem Guss, spannt einen Bogen, der bis zum Ende nicht abreisst. Es gibt wenige Aufnahmen, auf denen das einem Pianisten gelingt. Besonders bemerkenswert finde ich die Dynamik, die Bewegung, die Argerich hervorbringt. Wenn bei vielen Interpreten in den Übergängen Tempi abgebrochen werden und ein neues beginnt, dann ist der Übergang bei dieser Interpretation eine Bewegung. Der Schwung wird weiter gegeben. Dadurch entsteht ein Fluss und ein Zusammenhalt, der anderen sehr fehlt.
Die Interpretation von Yundi Li finde ich herausragend wegen des strahlend kalten und perfekten Spiels (ein Rezensent spricht von Fingern, die durch Marmorlocken streichen). Emil Gilels ist sensationell im Cantando espressivo, auch für Argerich unerreichbar. Aber er hat ein paar fürchterliche Patzer bei der Live-Aufnahme. Krystian Zimerman halten viele für die ultimative Aufnahme; ich finde sie dumpf im Ton und insgesamt perfekt aber an keiner Stelle begeisternd. Martha Argerich ist sicher die beeindruckendste. Aber für mich ist das nicht der richtige Liszt-Ton. Jorge Bolet interpretiert Liszt weniger spätromantisch, dafür schon impressionistisch. Sein Spiel ist absolut sauber und die Noten perlen und fließen nur so. Er interpretiert aus meiner Sicht am schlüssigsten. Aber dann wieder Martha Argerich... Unglaublich!


All the Magic
All the Magic
Wird angeboten von EliteDigital DE
Preis: EUR 92,95

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ewiger Glanz, 1. Mai 2004
Rezension bezieht sich auf: All the Magic (Audio CD)
Diese Platte habe ich nun seit bald zwanzig Jahren und sie hat keinen Millimeter nachgelassen. Gleich der erste Titel, die Hommage an Louis Armstrong ist eine Sensation und zeigt in einem Stück das komplette Spektrum der Musik von Lester Bowie und dem Art Ensemble. Unterhaltsam, spannungsreich, ironische Verarbeitung von Zitaten, Ordnung und Chaos, Dekonstruktion und Neuschöpfung, brilliante Technik, Gänsehaut-Sänger, strahlender Sound. Mehr als in diesem Stück kann der Jazz kaum bieten.
Die erste Platte dekliniert das Spektrum des Art Ensembles of Chicago, auf der zweiten lässt Lester Bowie seiner Spielfreude freien Lauf.
Die Platte ist für jeden AEC-Neuling ein Abenteuer, das sich in jedem Fall lohnt. Eine der besten Platten der Jazz-Geschichte.


Anything Goes (Standards)
Anything Goes (Standards)
Preis: EUR 16,99

5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Höchstes Niveau, 13. März 2004
Rezension bezieht sich auf: Anything Goes (Standards) (Audio CD)
Mit Anything goes feilt Brad Mehldau weiter an der Perfektion des Klaviertrios. Sehr schöne Stücke, abwechslungsreich von Latin bis Bebop. Besser ist das kaum machbar, perfekter Jazz, stimmungsvoll, intellektuell, technisch auf höchstem Niveau. Im Vergleich zu den Live-Einspielungen sind die Aufnahmen hier strenger, weniger frei und dadurch stärker und mit weniger Durchhängern (die etwa auf der letzten Standards-CD Progressions durchaus vorkommen). Ich meine einen Fortschritt zu hören. Aber sicher bin ich mir nicht, und wenn, dann ist er kaum wahrnehmbar. Wenn man noch keine Platte von Mehldau hat, dann ist das die richtige. Wenn man alle hat, dann ist das aber auch ein bisschen enttäuschend. Ja, sehr schön, aber eben auch nichts Neues. Die Ausbrüche von Largo werden eingefangen, die kleine Eskapade ist zu Ende. Wird das jetzt so weiter gehen? Jedes Jahr eine Trio Platte? Genug Standards gibt es ja. Ich würde mir statt dessen etwas ganz anderes wünschen, eine Überraschung. Bis dahin kreist eben jetzt Anything goes auf dem Plattenteller statt der älteren Scheiben.


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