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Rezensionen verfasst von
Fräulein Bücherwald "Der Buchblog!"

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Katzequiz. Mit Fußball.: Mit Bonusteil zur WM 2014
Katzequiz. Mit Fußball.: Mit Bonusteil zur WM 2014
von Marc-Oliver Schuster
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 9,90

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Muss für jede WM- Party!, 5. Juni 2014
Pünktlich zur WM hat der Lektora Verlag das nächste Quiz- Buch veröffentlicht! Und es geht natürlich um Fußball. Das Ganze inszeniert von der lustigsten Katze der Poetry Slam- Szene, „Katze“.

Schon seit einiger Zeit veranstaltet Marc- Oliver Schuster zusammen mit seiner Kunstfigur „Katze“ Quizabende. Jetzt sind diese in Buchform erschienen, illustriert von Markus Freise. In insgesamt 21 Kapiteln kann hier gequizzt werden, was das Zeug hält. Dabei werden beinahe alle Themenbereiche abgedeckt, die man sich vorstellen kann – von Spielerfrauen über Zitate zuordnen bis Vize- Torschützenkönig. Dazwischen präsentiert Katze lustige „Fell- Facts“ rund um den Wahnsinn Fußball.

Bereits im Vorwort wird klargestellt: Die meisten Fragen sind schwer. Und was für echte Fans. Andere Fans müssen wohl recht lange knobeln oder sich von den Lösungen überraschen lassen. Aber für den entspannten Fußballabend mit Freunden ist dieses Buch genau das Richtige. Ich wette, dass auch der übelste Besserwisser im Freundeskreis hier ab und zu einen Dämpfer bekommen wird.

In Vorbereitung auf diese Rezension habe ich versucht, das Buch an einem Nachmittag durchzuknobeln (zugegebenermaßen allerdings mit männlicher Unterstützung). Und ich war doch überrascht, wie treffsicher ich raten kann. Und ich habe richtig viel gelernt. Zum Beispiel weiß ich jetzt endlich, von wem dieser legendäre Satz „Heute hat das Glück gefehlt, und dann kam auch noch Pech dazu“ stammt. Und ich weiß, mit wem Lodda Matthäus verheiratet war und mit wem er nur eine kurze Affäre hatte. Ich weiß, welcher Torwart die meisten Tore geschossen und welcher die meisten Gegentore erhalten hat. Ich kenne das schlechteste Team der Bundesliga aller Zeiten und kenne alle Schiedsrichter mit Namen und Nationalität. Insgesamt haben wir zu zweit am Ende des Buches etwas mehr als die Hälfte der möglichen Punkte geholt.

Zwischen den Quizfragen gibt es übrigens auch noch verschiedene Spiele (Bingo), die man auch beliebig zu Trinkspielen umfunktionieren könnte.

Fakt ist also: Das Katze- WM- Quiz- Buch ist ein Buch, das auf keiner privaten Fußballfeier zur diesjährigen WM fehlen sollte. Wer sich zwischen den Spielen wachhalten muss, um auch die Übertragung um 3 Uhr nachts noch sehenden Auges zu erleben, der sollte unbedingt in den Halbzeitpausen sein Gehirn ein wenig anstrengen und quizzen.


Bei Hitze ist es wenigstens nicht kalt
Bei Hitze ist es wenigstens nicht kalt
von Dora Heldt
  Audio CD
Preis: EUR 10,99

1.0 von 5 Sternen Was war das Problem?, 22. Mai 2014
Dora Heldt. Die Heldin der Frauen im besten Alter.
Die Heldin der Frauen in der Midlifecrisis. Und die
Heldin all der andern Heldinnen des Alltags.

Ich habe mal wieder ein Hörbuch gehört, um mir die elende Pendelei von 160 km am Tag ein wenig zu verschönern. Ich habe bisher nur ein Buch von Dora Heldt gelesen und fand es ganz nett und dachte mir, dass es auf jeden Fall eine leichte und nette Kost sei.

Leider konnte mich das Hörbuch gar nicht überzeugen. Da war an erster Stelle die unrealistischste Geschichte, die mir je untergekommen ist. In jedem Frauenroman, in jeder Liebesgeschichte dieser Art gibt es immer noch die winzige, die ganz winzige Chance, dass das alles doch wahr sein und dass einem das auch passieren könnte. Aber diese Geschichte ist wirklich die Krönung allen Irrwitzes.So viele Zufälle, die einen nur den Kopf schütteln lassen, zusammen mit der leierigen Stimme der Autorin, die man definitiv nicht als „angenehm“ bezeichnen kann, hölzerne Dialoge, ohne jeden Esprit vorgetragen… ich musste mich auf jeder Autofahrt wieder dazu zwingen, wach zu bleiben.

Zum Inhalt: Die Geschichte handelt im Wesentlichen von Doris Goldstein- Wagner (Typ: beschäftigungslose reiche Hausfrau), Katja Severin (Typ: karrieregeile Fernsehtussi) und Anke Kerner (Typ: aus Liebe gescheiterte Existenz). Da Doris aus irgendwelchen unverständlichen Gründen panische Angst vor ihrem 50. Geburtstag hat, machen die drei Freundinnen aus alten Tagen kurzerhand die Biege und vergnügen sich ein Wochenende in einem Wellness- Hotel an der Ostsee. Dabei werden sie mit allem möglichen Kram aus der Vergangenheit konfrontiert, verflossene Liebschaften tauchen auf und sogenannte „dunkle Geheimnisse“ kommen ans Licht.

Am Ende sind wieder alle glücklich, Doris verspricht, sich nicht mehr wie eine hysterische Ziege zu benehmen, Katja schläft fröhlich weiter mit ihrem 25- jährigen Freund und verspricht, ihrem 60- jährigen Ex- Lover nicht mehr nachzutrauern und Anke Kerner hat zwar noch keinen Weg gefunden, wie sie ihre Schulden abbauen kann, schläft dafür aber mit einem Mann, der unglaublich sexy Türen aufhalten kann.

Und sie schreiben ein Buch über ihr absolut langweiliges Leben und dieses heißt „Bei Hitze ist es wenigstens nicht kalt“.

Wenn ich solche Bücher lese, kann ich wirklich sauer werden, dass ich noch keinen Bestseller geschrieben habe. Denn so etwas sollte eigentlich jeder zu Papier bringen können. Und nach wie vor kann ich den Hype um Dora Heldt nicht verstehen.

Friede, Freude, Eierkuchen.


Wann wird es endlich wieder so, wie es nie war. Roman
Wann wird es endlich wieder so, wie es nie war. Roman
von Joachim Meyerhoff
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Überraschend, 20. Mai 2014
Joachim Meyerhoff ist ein nicht unbekannter Theaterschauspieler. Seine Kindheitserlebnisse verarbeitete er in einem 6-teiligen Theaterzyklus, der großen Anklang beim Publikum fand. Der erste Teil dieser Reihe „Alle Toten fliegen hoch“ erschien 2011 bei Kiepenheuer & Witsch. „Wann wird es endlich wieder so, wie es nie war“ ist der zweite Teil und erschien 2013 in Buchform.

Vorab muss ich anmerken, dass ich den ersten Teil nicht gelesen habe, dies aber meiner Meinung nach auch nicht notwendig ist. Ich habe nicht das Gefühl gehabt, etwas nicht zu verstehen oder Vorwissen zu benötigen.

In „Wann wird es endlich wieder so, wie es nie war“ erzählt Meyerhoff die Erlebnisse seiner frühen Kindheit sehr ausführlich und stärker zusammengefasst auch die Erinnerungen an seine Jugend und das junge Erwachsenenalter. Aufgewachsen als jüngster von drei Söhnen lebt er mit seinen Eltern auf dem Gelände der Psychiatrie „Hesterberg“ in Schleswig. Sein Vater ist der dortige Leiter und – wie Meyerhoff es beschreibt – ein wirklich ausgezeichneter Psychiater. Doch es wird schnell klar, dass seine Defizite im Umgang mit der Familie liegen, wobei der kleine Joachim das noch am wenigsten von allen Familienmitgliedern spürt.

Meyerhoff beschreibt in seinem Roman sowohl das Leben auf dem Klinikgelände – wobei er mit den Patienten vergleichsweise sehr wenig Kontakt hatte – aber auch das „ganz normale“ Leben innerhalb der Familie. Dabei vermischen sich die Erzählungen einer ungewöhnlichen Kindheit, die unter dem Eindruck eines ganz anderen Verständnisses von „normal“ steht und die viele ungewöhnliche Ereignisse in sich birgt, und die Erzählungen ganz normaler Pubertäts- Erlebnisse, die jeder Junge so erlebt haben könnte, auch wenn er in einem anderen Umfeld aufgewachsen wäre.

Dadurch hat mir ein wenig der rote Faden im Buch gefehlt. Es war keine klare Struktur in den Erzählungen zu finden, mir war teilweise nicht klar, warum er einige Szenen mit in das Buch eingebunden hat, da sie mir fast belanglos erschienen und auf der anderen Seite die Erfahrungen mit den Patienten im zweiten Teil des Buches doch sehr kurz abgehandelt wurden. Dadurch wirkte der ganze Roman doch eher wie ein Kurzgeschichtenband mit Geschichten, die alle lose zusammenhingen – mal mehr, mal weniger.

Ich nehme an, dass es so gedacht war, dass in etwa der ersten Hälfte die Erlebnisse der Kindheit berichtet werden sollten und anschließend aufgezeigt werden sollte, was er aus diesen Erlebnissen gelernt hat und wie sie sein weiteres Leben beeinflussten, aber das kam für mich nicht wirklich rüber. Die zweite Hälfte konzentriert sich sehr auf die Familie und das war zwar toll zu lesen, hätte für mich aber auch der Inhalt eines anderen Buches sein können. Der Verlust des Bruders und schließlich des Vaters ist so gut erzählt, dass ich gerne mehr darüber gelesen hätte. Vor allem hätte die Aussöhnung mit dem Vater, die stattfinden musste, obwohl es zuvor gar keinen Streit, lediglich eine Belastung der Seele, gegeben hatte, einen größeren Raum einnehmen können. Ich hätte aber auch gerne mehr über den direkten Kontakt mit den Patienten gelesen. In dem Buch werden im Prinzip nur zwei „Spotlights“ auf zwei bestimmte Patienten geworfen, zu denen der junge Joachim („Josse“) Kontakt hatte, aber eben solche Erinnerungen hätte ich in der Breite des Buchs erwartet.

Die Perspektive des kleinen Jungen war auf jeden Fall gut gewählt. Der eigentlich sehr voyeuristische Blick auf die Patienten des Vater wurde so abgemildert und in dieser Perspektive wirkt auch der „political correctness“ entgegen und es darf durchaus auch Negatives über die Psychiatrieinsassen gesagt werden, was in dieser Form aus Erwachsenensicht vielleicht möglich gewesen wäre. Trotzdem werden die Erlebnisse recht distanziert beobachtet, was aber auch daher kommen kann, dass Josse eben alles als gar nicht weiter erwähnenswert und normal wahrnimmt.

Das Buch bleibt somit hinter meinen Erwartungen zurück – erfüllt aber mit der eigentlich recht traurigen, aber auch schönen Familiengeschichte andere, die ich gar nicht hatte. Ich spiele mit dem Gedanken, mir den ersten Teil vielleicht auch noch zu kaufen, um die Perspektive auf die Geschichte noch zu erweitern.

Auf jeden Fall ein interessantes Buch, das ich mir auf einer Theaterbühne auf Grund der fehlenden Struktur in der Handlung aber kaum vorstellen kann. Da das Buch ja aber auf dem Theaterstück basiert, muss es wohl irgendwie gehen und ich wäre sehr neugierig darauf, es irgendwann einmal inszeniert zu sehen.


Warum Seepferdchen im Sommer keine Schuhe tragen
Warum Seepferdchen im Sommer keine Schuhe tragen
Preis: EUR 4,99

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Nichts besonderes, aber süß :-), 14. Mai 2014
Ich hatte Lust auf einen Sommerroman. Einen, bei dem ich mich zumindest kurzzeitig so fühlen kann, als würde ich bei angenehmen 28 Grad und leichtem Wind auf einer Liege am Pool liegen.

Meine Wahl fiel auf Tracy Brogans Debütroman „Warum Seepferdchen im Sommer keine Schuhe tragen“, einfach weil ich den Titel toll fand und ich eine 0-8-15- Sommerliebesgeschichte erwartete.

Und was soll ich sagen: Treffer versenkt!

Sadie ist Mutter von zwei niedlichen Kindern und mit einem recht erfolgreichen Geschäftsmann verheiratet. Perfekt also, könnte man sagen. Leider ist ihr Ehemann ein unbelehrbarer Schürzejäger und so lässt Sadie sich scheiden und fährt mit den Kindern den Sommer über zu ihrer Tante Dodie, die irgendwo direkt am Meer lebt.

Dodie ist wirklich ein Unikat, denn sie bringt ständig Sprichwörter durcheinander, lebt ihren ganz eigenen Lebensstil und hat nur eines nicht im Sinn: Sadie den Sommer über in Ruhe zu lassen. Im Gegenteil, denn da ist sie sich mit ihren Söhnen einig: Sadie braucht einen neuen Mann. Und Nachbar Desmond kommt da wie gerufen…

Nun ja. Es ist vorhersehbar, es ist einfach, aber es ist sooo schön! Ich kann von diesen Büchern einfach die Finger nicht lassen und verschlinge sie wie sonst nur Toffifee.

Die Hauptperson könnte man (am Rande bemerkt) streckenweise zwar als recht unsympathisch und neurotisch bezeichnen, aber Desmond macht das mit seinem Traummann- Charakter dann doch wieder wett.

Und Dodie verschafft diesem Buch echt Sternstunden mit ihrer lustigen Art.

Aber natürlich: Das ist alles ein bisschen zu glatt, zu einfach und zu schön. Aber Träume… ja, Träume…


Extrem laut und unglaublich nah: Roman
Extrem laut und unglaublich nah: Roman
von Jonathan Safran Foer
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,95

5.0 von 5 Sternen Großartig., 14. Mai 2014
Was schreibt man zu einem Buch, das einen so restlos begeistert hat, dass man danach ganz still und klein zurückgeblieben ist? Was schreibt man zu einem Buch, das einen mit seiner Sprachgewalt erschlagen könnte und doch so fein und leicht mit den Worten und Buchstaben spielt? Das solche Emotionen erzeugen und verändern kann?

Mich hat selten ein Buch so beeindruckt wie „Extrem laut und unglaublich nah“, das seinem Titel alle Ehre macht. Doch dazu später mehr.

Die Grundgeschichte hat mich erstmal abgeschreckt: Ein 10jähriger Junge versucht nach dem Tod seines Vaters, der am 11. September 2001 im World Trade Center starb, den Verlust zu verarbeiten und zurück ins Leben zu finden.

Ein Politikum, dachte ich mir, mit der typisch amerikanischen Sicht auf die Dinge, die damals geschahen.

Doch das ist es ganz und gar nicht: Der Tod im World Trade Center ist zwar allgegenwärtig, aber es geht darum, den Verlust des Vaters zu verarbeiten. Die näheren Umstände der historischen Ereignisse spielen dabei keine Rolle.

Oskar Schell war schon immer ein besonderer Junge: Er ist über alle Maßen schüchtern, aber eigentlich unglaublich intelligent. Er erfindet Dinge und erklärt sich die Welt auf seine ganz eigene, unfassbar schlaue Art und Weise.

Mit einem Vater, einem Juwelier, spielte er immer Entdeckungsspiele, die dazu dienten, seine Schüchternheit zu überwinden, vor die Tür zu gehen und Dinge zu entdecken.

Nach dem Tod des Vaters ist Oskar psychisch labil, seine ganze Welt scheint in Trümmern zu liegen. Auch die Mutter kann ihm nicht wirklich helfen, sie ist selber viel zu sehr in ihrer Trauer gefangen.

Als Oskar einen geheimnisvollen Schlüssel in den Sachen seines Vaters findet, weiß er, was zu tun ist: Er muss dieses letzte Entdeckungsspiel spielen und aufklären, was dies für ein Schlüssel ist.

Parallel zu Oskars Suche wird die Geschichte seiner Großeltern erzählt. Beide schrieben schon früh Briefe an ihren Sohn (Oskars Vater) und Oskar selbst, die sie allerdings nie abschickten und dem Leser nun präsentiert werden.

Wie der Nachname der Familie schon vermuten lässt, stammen die Großeltern aus Deutschland. Nach dem Bombenangriff auf Dresden emigrierten sie in die USA. Und zeugten gemeinsam einen Sohn. Und das, obwohl der Großvater eigentlich gar nicht in Oskars Großmutter, sondern ihre Schwester verliebt war, die bei den Angriffen allerdings getötet worden war.

Die Geschichten nehmen beide sehr viel Raum ein, Jonathan Safran Foer gibt allen Personen sehr viel Platz, sich zu entfalten und ihren Charakter darzustellen. Trotzdem ist dieses Buch nur knapp 450 Seiten dick, auf denen einige Seiten auch noch von Bildern gefüllt werden.

Und das Ende ist einfach herzergreifend. Also wer da nicht sentimental wird, dann weiß ich es auch nicht…

2011 wurde „Extrem laut und unglaublich nah“ übrigens auch verfilmt, mit Tom Hanks und Sandra Bullock in den Hauptrollen. Im Film wird die Lebensgeschichte der Großeltern allerdings fast ausgespart und die Story beschränkt sich auf Oskars Versuch, die Geschichte des Schlüssels zu rekonstruieren. Trotzdem ist auch der Film absolut empfehlenswert und bleibt von der Emotionalität her sehr nah am Buch.

Abschließend bleibt zu sagen: Dieses Buch ist in der Tat extrem laut. Es packt den Leser mit allen Sinnen und versetzt ihn unglaublich nah in Oskars Inneres und man fühlt, denkt und hofft mit diesem 10jährigen Jungen, wie mit kaum einer anderen Figur der Literatur.

Jonathan Safran Foer ist mit diesem Buch ein kleines Meisterwerk gelungen und es landet für ewig auf meiner Lieblingsbücherliste.


Noah: Thriller
Noah: Thriller
von Sebastian Fitzek
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,99

5.0 von 5 Sternen SO GUT!, 14. Mai 2014
Rezension bezieht sich auf: Noah: Thriller (Gebundene Ausgabe)
Vor gar nicht all zu langer Zeit habe ich „Splitter“ gelesen und war beeindruckt von der Spannung, die Fitzek auf nur wenigen Seiten aufbauen kann. Man ist total gefesselt und will das Buch gar nicht mehr beiseite legen. Ich musste das Buch einfach “auf Ex”, quasi in einem Rutsch lesen. Und das hat man ja auch nicht alle Tage.

Aber fangen wir mal von vorn an:

Sebastian Fitzek lebt in Berlin und ist DER deutsche Thrillerautor überhaupt. Einer der wenigen, die auch in den USA und England erfolgreich sind. Seine Bücher wurden mittlerweile in über 20 Sprachen übersetzt und mit “Das Kind” sogar verfilmt. Und der Mann ist auf dem Boden geblieben. Gerade erst beendete er eine Lesetuour durch deutsche Wohnzimmer: 50 mal las Fitzek quer durch die Republik und das alles in gerade mal sieben Tagen. Als ich dann an der Bahnhofsbuchhandlung stand, kam ich nicht an seinem neusten Werk „Noah“ vorbei. Allein das Cover sieht schon spannend aus: Ein Handabruck, wie ihn viele vielleicht noch aus dem Kindergarten kennen, der, und das sage ich, um euch zu warnen, im Dunkeln leuchtet. Ihr könnt euch also vorstellen, wie ich senkrecht im Bett lag, als mich die leuchtende Hand vom Nachttisch aus grüßte.

Kurz zum Inhalt:

Als er aufwacht, weiß er gar nichts mehr. Er weiß nicht, wie er heißt, wo er herkommt und er weiß schon gar nicht, wie er eigentlich nach Berlin kam. „Noah“ nennt ihn der Obdachlose Oscar nur, weil ihm dieser Name auf die Hand tätowiert ist. Auf der Suche nach seiner wahren Identität und dem Grund für sein Vergessen reist Noah nicht nur quer durch Europa, sondern auch durch seine Vergangenheit. Das einzige, was er sicher weiß: Seinetwegen sind schon Zehntausende gestorben. Und nur er kann verhindern, dass es noch mehr werden.

Gleichzeitig leben in fast 10.000 km Entfernung Alicia und ihre beiden Kinder in Armut, nicht wissend, ob das, was Noah ausgelöst hat, sie umbringt oder der Hunger.

Da ich „Noah“ ja derzeitig nur mit „Splitter“ vergleichen kann, muss ich sagen, dass ich Noah doch besser fand. Und dabei war Splitter schon eines DER BÜCHER, die ich 2013 gelesen habe. Die Mischung aus Politik, Thriller und Spannung ist perfekt aufeinander abgestimmt. Ich konnte mich einfach nicht langweilen. Zwar war es nicht so brutal wie „Splitter“, aber das muss es ja auch gar nicht sein. Es waren kaum bis gar keine Längen zu finden und ich hab mich nicht getraut, auch nur eine Seite zu überfliegen. Alles, was im Moment wirr erscheint, klärt sich am Ende wieder auf. Zwei parallel zueinander laufende Handlungsstränge machen plötzlich total Sinn, Szenen, bei denen ich mich gefragt habe „Hm? Warum sollte man sowas tun? Warum macht der das?“, haben am Ende doch den perfekten Platz gehabt.

Oder um es ganz kurz zu sagen: KAUFEMPFEHLUNG!


Jauche und Levkojen / Nirgendwo ist Poenichen / Die Quints: Die Poenichen-Trilogie
Jauche und Levkojen / Nirgendwo ist Poenichen / Die Quints: Die Poenichen-Trilogie
von Christine Brückner
  Taschenbuch
Preis: EUR 14,99

5.0 von 5 Sternen Ein einzigartiges Buch (Rezension bezieht sich nur auf "Jauche und Levkojen"), 14. Mai 2014
„Jauche und Levkojen“ von Christine Brückner gehört zu den großen deutschen Büchern des vergangenen Jahrhunderts.

Zusammen mit den Fortsetzungen „Nirgendwo ist Poenichen“ und „Die Quints“ bildet es die „Poenichen- Trilogie“.

In dieser wird die Lebensgeschichte der Maximiliane von Quindt erzählt, die 1918 in Pommern zur Welt kommt. Hineingeboren in eine adlige Großgrundbesitzerfamilie, muss sie in ihrem Leben viele Änderungen hinnehmen.

Sie heiratet, bekommt Kinder und muss schließlich mit diesen vor den Kanonen der Russen im zweiten Weltkrieg fliehen. Hier endet „Jauche und Levkojen“, das Leben der Familie wird dann in den Folgebänden fortgeführt.

Man kann die Trilogie wirklich als Epos bezeichnen – eine Familiengeschichte, die tragischer in dieser Zeit kaum sein könnte und doch bringt sie so viele schillernde Figuren hervor.

Besonders angetan hat es mir übrigens Maximilianes Großvater, der mit seinen saloppen Sprüchen den Laden immer ein wenig aufpeppt. :-)

Allerdings ist es nicht nur der Inhalt, der das Buch so bekannt gemacht hat. Vielmehr ist es Brückners Schreibstil, der in vielerlei Hinsicht an Fontane erinnert.

So geht auch der Titel „Jauche und Levkojen“ tatsächlich auf ein Fontane- Zitat zurück und nicht etwa auf eine besonders prägnante Stelle im Buch, er ist allerdings symbolisch sehr passend.

Brückner hat einen außerordentlich nüchternen Schreibstil. Man kann sicherlich sagen, dass man das Buch langweilig findet, da kaum Emotionen dargestellt werden. Aber gerade das macht diese Schreibweise und damit auch Übermittlungsweise so interessant, denn die Emotionen werden nur im Leser selbst ausgelöst.

Besonders bei den Geburtsszenen fand ich das bemerkenswert. Man weiß, dass Maximiliane zu dieser Zeit kein besonders schönes Leben gehabt haben kann, aber doch nimmt sie alles mit Ruhe und Gelassenheit auf, während es im Kopf des Lesers mächtig arbeitet.

Neben der gut recherchierten und sinnvoll dargestellten Geschichte ist es also vor allem diese außergewöhnliche Schreibweise, die das Buch so lesenswert macht. Und nebenbei ist es noch ein riesiges Stück deutscher Geschichte, das aufgearbeitet wird.


Alexis Sorbas
Alexis Sorbas
von Nikos Kazantzakis
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 6,95

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Ich finde es schrecklich..., 14. Mai 2014
Rezension bezieht sich auf: Alexis Sorbas (Gebundene Ausgabe)
„Alexis Sorbas“ (erstmals erschienen 1946) gehört sicherlich zu den bekanntesten Büchern überhaupt und ist vielleicht das bekannteste griechische Buch der Neuzeit. Alle, die mir davon erzählt haben, überschlugen sich gerade zu vor Begeisterung für die Einfachheit des Stils und die tiefe Lebensweisheit in diesem Buch.

Vor fünf Jahren habe ich mir dann „Alexis Sorbas“ das erste Mal aus der Stadtbibliothek ausgeliehen, um es zu lesen. Und habe nach 100 Seiten aufgehört. Seitdem habe ich es mir in schöner Regelmäßigkeit jedes Jahr wieder ausgeliehen, weil ich immer dachte, dass das nicht sein könnte, dass mir das Buch so wenig zusagt. Klar, vor 5 Jahren war ich gerade mal 16 und es kann ja sein, dass man eine gewisse Lebenserfahrung und Weisheit braucht, um einen Zugang zu dem Buch zu finden.

Zu Ende gelesen habe ich es in diesen 5 Jahren nie und auch dieses Mal lag es wieder bis zwei Tage vor dem Rückgabedatum bei mir herum und jetzt wollte ich es endlich lesen. Lesen und durchziehen bis zum Schluss. Und bin wieder daran gescheitert.

Dieses Buch gibt mir einfach nichts.

Dabei hört sich die Geschichte zusammengefasst super an: Der junge Schriftsteller Nikos Kazantzakis trifft auf den Lebemann Alexis Sorbas, einen Herumtreiber, Frauenaufreißer und den Inbegriff von Lebensfreude. Durch die Bekanntschaft mit ihm, löst sich Kazantzakis von seiner vergeistigen Welt und erlebt das Schöne und die Liebe im Leben.

So weit, so schön.

Aber: Der Großteil des Buches geht für philosophische Überlegungen Kazantzakis drauf. Das ist auch völlig legitim. Nur kann ich mit diesen Überlegungen überhaupt nichts anfangen.

Vor allem stört mich die Sichtweise, mit der Frauen in dem Roman betrachtet werden. Ich bin wirklich keine Feministin, aber das geht mir viel zu weit. Wir sprechen hier vom 20. Jahrhundert! Und einem hochgelobten Buch, das seinen Platz in der Weltliteratur sicher hat! Und dann werden da Frauen (ohne jegliche Ironie etc.) als willenlose Sexobjekte beschrieben, die den Männern jederzeit zur Verfügung stehen. Egal, ob sie hässlich sind oder geächtet, Sorbas will jede und Kazantzakis dann auch.

Zweitens kann ich überhaupt nicht nachvollziehen, warum Kazantzakis als scheinbar ganz vernünftiger Mensch es zulässt, dass Sorbas sein gesamtes Geld verprasst. Er hatte ein kleines Bergwerk gemietet und Sorbas als eine Art „Vorarbeiter“ eingestellt. Auf einer dienstlichen Reise vergnügte er sich allerdings mit lauter leichten Mädchen und das Geld war weg und scheinbar hatte er auch vorher nichts in die Geschäfte investiert.

Aber Kazantzakis geht lieber in die Berge und sinniert über das Leben. Okay, kann er ja machen. Aber ich will das nicht lesen. An dieser Stelle habe ich aufgehört.

Ich kann mich zu 0% mit den beiden Hauptfiguren identifizieren. Ich weiß nicht, ob ich mich dafür schämen muss, dass ich es nicht kann. Vielleicht muss ich das, aber ich stehe dazu, dass ich dieses Buch einfach nur schrecklich finde. Schrecklich langweilig und inhaltlich fragwürdig. Und das, obwohl es autobiografisch ist. Aber vielleicht kenne ich mich auch einfach in den Verhältnissen zu der Zeit auf Kreta nicht gut genug aus und diese Verhaltensweisen waren damals normal – wer weiß. Nennt mich spießig und lebensfreudelos.

Trotzdem will ich hier noch einmal klarstellen, dass ich das Buch abgebrochen habe und diese Rezension sich somit nur auf die ersten 200 Seiten bezieht.


Der Fälscher, die Spionin und der Bombenbauer: Roman
Der Fälscher, die Spionin und der Bombenbauer: Roman
von Alex Capus
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,90

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen SO GUT!, 14. Mai 2014
Alles, was ich beim vorherigen Buch "Leon und Louise" noch kritisiert habe, ist hier wunderbar. Und alles, was ich beim vorherigen Buch gelobt habe, ist noch wunderbarer.

„Der Fälscher, die Spionin und der Bombenbauer“ – der Name sagt doch eigentlich schon, worum es in dem Buch geht, oder nicht?

Der Fälscher – namentlich Emile Gilliéron, ein Schweizer Junge, der eigentlich Künstler werden will und zum größten Fälscher der Archäologie und Kunst wird. Das bekannte historische (minoische) Kunstwerk „Blue Boy“ stammt von ihm. Er arbeitete einst mit dem Archäologen Arthur Evans daran, den Palast von König Minos auf Kreta auszugraben und zu rekonstruieren. Und bei dieser Rekonstruktion sind ihm wohl einige… Fehler unterlaufen.

Die Spionin – namentlich Laura d’Oriano, eine junge Italienerin, die eigentlich Sängerin werden möchte und zur einzigen jemals hingerichteten Frau in Italien wird – verurteilt als französische Spionin im 2. Weltkrieg.

Der Bombenbauer – namentlich Felix Bloch, sicherlich der bekannteste dieser drei historischen Figuren. Ein pazifistischer Schweizer, der eigentlich Gullideckel gestalten will, dann aber zum besten Schüler Heisenbergs und zum Pionier der Atomphysik in den USA wird und später gemeinsam mit Robert Oppenheimer die Atombombe entwickelt.

Alle diese drei Personen, deren (reale!) Lebenswege hier rekonstruiert werden, haben eigentlich nichts gemeinsam. Außer einen Moment in ihrem Leben – im November 1924, als sich alle zur gleichen Zeit am Zürcher Bahnhof befunden und sich gegenseitig gesehen haben könnten.

Wie oft sitzt man im Zug und sieht Menschen, die am Bahnsteig stehen, aus Zügen aussteigen oder in andere Züge einsteigen. Und jeder hat sich doch wahrscheinlich schon mal gefragt, was diese Menschen jetzt wohl machen, wohin sie fahren. Was sie für ein Gefühl dabei haben. Und Alex Capus hat eine dieser Geschichten erzählt. Und sich dafür drei außergewöhnliche historische Persönlichkeiten ausgesucht.

Abwechselnd erzählt er ihre Lebenswege, die sich bis auf diesen einen Abend in Zürich nicht berühren, sich sogar in unterschiedlichen Ländern abspielen.

Bemerkenswert dabei ist, wie auch schon in „Léon und Louise“ vor allem Alex Capus Schreibstil, der distanziert, geradezu unbeteiligt wirkt. Und dadurch erst die ganze Kraft der Situation darstellt. Der den Figuren Raum gibt, sich selbst auszudrücken, ohne dass eine Erzählerfigur dies oder das bemerkt oder vermutet oder bewertet.

Dadurch ist das Buch zwar recht dünn und liest sich sehr schnell, aber es ist so wahnsinnig viel Inhalt in diesen wenigen Seiten!

Man hätte aus dem Buch auch einen 2000- Seiten- Schinken machen können. Aber dies nicht zu tun, sich darauf zu beschränken, was essentiell ist: Das macht Capus zu so einem guten Schriftsteller. Der auch mal schweigen kann, sodass der Leser sich seinen Teil denkt.

Der es schafft, drei so unterschiedliche Lebenswege miteinander zu verbinden und sie alle gleichwertig darzustellen. Der es fertigbringt, dass man mit allen Figuren mithofft und mitleidet und sich mit ihnen freut, wenn ihnen etwas Gutes widerfährt.

Zusammenfassend also: In „Léon und Louise“ brauchte ich noch (wie auch in der Rezension beschrieben) ungefähr ein halbes Buch, um mich mit Capus und seinen ungewöhnlichen Figuren anzufreunden. In „Der Fälscher, die Spionin und der Bombenbauer“ hatte ich diese Probleme nicht mehr. Vom ersten Satz an war ich von diesem Buch gefesselt. Und das nächste Buch liegt somit schon auf meinem Stapel der Neuerwerbungen.


Anziehungskraft: Stil kennt keine Größe
Anziehungskraft: Stil kennt keine Größe
von Guido Maria Kretschmer
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 17,95

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Nichts Neues..., 14. Mai 2014
Guido Maria Kretschmer gehört zu den großen Fernsehemporkömmlingen der letzten zwei Jahre. Mit seiner Sendung „Shopping Queen“, in der Frauen innerhalb von 4 Stunden und mit 500 Euro ausgestattet, ein Outfit zu einem bestimmten Motto shoppen müssen und als Jurymitglied von „Das Supertalent“ machte er zuletzt Karriere. Daneben vergisst man manchmal, dass nicht das Fernsehen den Designer groß gemacht hat, sondern dass er auch schon vorher zu den bekanntesten deutschen Modeschöpfern gehörte.

Durch seinen unvergleichbaren trockenen Humor und seine außerordentlich sympathische Art eroberte er die Frauenherzen im Sturm.

Klar, dass sein Buch „Anziehungskraft – Stil kennt keine Größe“ zu der Pflichtlektüre eines jeden Mädchens gehört, dass regelmäßig „Shopping Queen“ schaut.

Ich habe mir das Buch zunächst gar nicht kaufen wollen, interessiert hat es mich aber schon. In unserer Stadtbibliothek konnte ich es dann glücklicherweise ergattern und soeben habe ich es fertig gelesen.

Auf knapp 200 Seiten beschreibt Kretschmer die unterschiedlichen Frauen- und damit Figurtypen, die er für sich definiert. Detailliert schildert er dabei, welche Kleidung zu welchem Figurtypen passt und auf was man lieber verzichten sollte.

Die meisten Tipps dabei sind leider nicht besonders neu.

Außerdem hatte ich blöderweise das Gefühl, dass mein Figurtyp nicht getroffen wurde und ich mir so Tipps aus unterschiedlichen Kapiteln zusammenklauben musste.

Aufgewertet wird das Buch allerdings durch Kretschmers ganz eigene Art, liebevolle Anekdoten über Frauen zu erzählen, die ihm in seiner Designerkarriere begegnet sind. Zu jedem Frauentyp kann er eine Geschichte erzählen. Das macht das Buch zu einer angenehmen Lektüre.

Dabei kommt mir der Humor allerding manchmal etwas zu kurz, einzig die 10 Frauentypen, die er definiert, sind sehr treffend benannt… ;)

Von den manchmal sehr bissigen Sprüchen, die er bei „Shopping Queen“ gelegentlich loslässt, kann man aber nicht viel spüren.

Fazit also: Man kann das Buch schon lesen. Gerade für Frauen, die einen Einstieg in die Modewelt suchen, kann dieses Buch hilfreich und interessant sein. Kretschmer beschreibt zum Beispiel auch, welche Kleidungsstücke in jedem gut sortierten Kleiderschrank vorhanden sein müssen und präsentiert das Einmaleins der Stoffkunde.

Wer sich allerdings schon länger mit dem Thema Mode beschäftigt, wird hier nur einige nette Geschichten aus dem Leben eines Designers hören und nicht viel Neues erfahren.


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