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Rezensionen verfasst von
Bio-Observer

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April in Stein
April in Stein
von Robert Streibel
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 22,90

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen ad personam, 7. September 2015
Rezension bezieht sich auf: April in Stein (Gebundene Ausgabe)
Das ist jetzt keine Rezension des Buches an sich, mag aber die Themenwahl erklären helfen: In jungen Jahren war Herr Streibel glühender Kommunist. Das muss sich geändert haben, denn als Kommunist kann man ja wohl nicht Volkshochschuldirektor werden - noch dazu im bürgerlichsten Bezirk Wiens, oder doch -?


Weizenwampe: Warum Weizen dick und krank macht
Weizenwampe: Warum Weizen dick und krank macht
von Dr. med. William Davis
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

11 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Erstaunliches Ergebnis von Kreuzungen, 19. März 2015
Ziemlich am Anfang des ungeheuer reisserisch, ja geradezu hetzerisch geschriebenen Buches klärt der Autor uns staunende Leser auf, dass bei der Kreuzung von zwei Weizensorten plötzlich 5 % ganz neue Gene da waren, die also gar nicht aus den Elternsorten stammten. Woher die denn gekommen sein sollten, erfahren wir aber nicht. Wenige Seiten später - man weiss jetzt wie gefährlich die vielen verschiedenen Glutene sind - schockiert uns Davis damit, dass Weizen sogar noch viele andere Proteine mit ganz seltsamen Namen enthält. Das kann ja nicht gesund sein.
OMG !!! Dann schon lieber was Anderes essen, das keine verdächtigen Proteine enthält, Hülsenfrüchte, Milchprodukte oder Fleisch zum Beispiel (Ironie off).
Weshalb sollte ich da noch den Rest des Buches ernst nehmen ? Ach ja, die Patientengeschichten. Man findet immer jemanden, der irgendetwas tut und dann geht es ihr/ihm besser (Homöopathie oder beten, Gras rauchen, vegan leben, Fleisch essen, joggen, nicht joggen, mehr schlafen, weniger schlafen, Milch trinken, keine Milch trinken - name it, damn it).
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jun 6, 2015 10:15 AM MEST


Die neue religiöse Intoleranz: Ein Ausweg aus der Politik der Angst
Die neue religiöse Intoleranz: Ein Ausweg aus der Politik der Angst
von Martha Nussbaum
  Gebundene Ausgabe

2 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Worst practice modell, 11. Februar 2015
Gleich vorweg das Eingeständnis, ich habe das Buch nicht gelesen. Die Inhaltsangabe erlaubt mir aber genug Einblick, um der Autorin einige sympathische Attribute zu bescheinigen: Bejahung von Toleranz was Religion, Weltanschauungen und sexuelle Orientierungen betrifft, aufgeklärtes Denken, Bekenntnis zur Frauengleichberechtigung, zu Demokratie, freiheitlichem Rechtsstaat, sozialer Absicherung und dergleichen mehr.
Nun aber die Frage an Frau Nussbaum: Kennen Sie auch nur ein mehrheitlich islamisches Land auf dieser Welt, in dem diese Werte auch nur annähernd so verwirklicht wären, dass Sie dort leben möchten? Ihre Antwort vorwegnehmend gleich die Relativierung: Freilich hat das mit dem Islam nichts zu tun und ist nur eine späte Auswirkung des Kolonialismus und der westlichen Überheblichkeit, oder so.
WENN die Misere in diesen Ländern vielleicht aber doch etwas mit Religion zu tun haben sollte, warum soll sich der Westen dann gar so freuen auf ein Anschwellen der Zahl solcherart Gläubiger?
Kommentar Kommentare (5) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: May 11, 2016 11:08 AM MEST


Gekaufte Journalisten
Gekaufte Journalisten
von Udo Ulfkotte
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 22,95

9 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Mut vor Pressethronen, 10. Januar 2015
Rezension bezieht sich auf: Gekaufte Journalisten (Gebundene Ausgabe)
Wenn man in zeitlicher Nähe dieses Buch und "Die liberale Gesellschaft und ihr Ende" von Kleine-Hartlage liest, dann kann man Ulfkottes etwas hastig hingeschriebene und intellektuell nicht immer dichte Epos nicht mit vollen fünf Punkten bewerten. Nichtsdestoweniger ist es ein lesenswertes Buch und sein grosser Erfolg macht Hoffnung für dieses Land.

Wie unglaublich recht der Autor allein mit dem im Vergleich harmlosen ersten Kapitel hat, zeigt dieser "Reisebericht" aus dem Oman (sic !):
Da links hier nicht klappen: in der ZDF Mediathek nach "Oman---Im-Reich-des-Sultans" suchen.
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Dec 11, 2015 2:44 PM CET


Der Soldat - Ein Nachruf: Eine Weltgeschichte von Helden, Opfern und Bestien
Der Soldat - Ein Nachruf: Eine Weltgeschichte von Helden, Opfern und Bestien
von Wolf Schneider
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 24,95

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der Soldat als Mensch - als Unhold und Opfer, 13. Oktober 2014
„Weil die Ära des Soldaten, wie wir ihn kennen, zu Ende geht …“ Die täglichen Nachrichten belehren uns eines, nun, äh Schlechteren, auch wenn freilich IS Freischärler eher nicht als Soldaten im klassischen Sinne zu bezeichnen sind. Wolf Schneider gibt in diesem Buch eine weitausholende Darstellung all dessen, was die Menschen, die sich mit dem schrecklichen Handwerk des Krieges befassen oder befassen müssen, antreibt (von der Hoffnung auf Ruhm und Reichtum bis hin zu Ausschweifung aller Art), was sie fürchten und was sie erleiden müssen. Nach einem hochinteressanten geschichtlichen Abriß des Soldatenberufes und einem bemerkenswert kurzen Kapitel über Waffen befasst sich Wolf sehr eingehend mit der Frage, warum Menschen überhaupt Soldaten werden. Er beschreibt ausführlich die Verlockungen des Zurücklassens aller bürgerlichen Schranken, aber ebenso eingehend die perfiden Techniken, welche auch die weniger kämpferisch gesinnten Männer unter Waffen zwangen.
Schneider geht an das höchst kontroverse Thema Soldat in erstaunlich ausgewogener Weise heran. Niemals geht mit ihm die Faszination der Montur oder des Kampflärms durch. Ebenso wenig aber verfällt er in eine pazifistisch motivierte Abwehr-Grundhaltung gegen alles Soldatische. Wer immer mit dem Themenkomplex Militär und Soldatsein konfrontiert war, dem sei dieses Buch eine spannende Fundgrube von kleinen Details und großen Erkenntnissen.
Als Kostprobe ein Satz aus dem Kapitel über Drill und Prügel: „Wie üblich, trägt in der Weltmeinung Preußen die Last dessen, was in fast allen Armeen der Erde irgendwann praktiziert worden ist.“ Vor diesem Hintergrund erstaunt es aber, dass Schneider an vielen anderen Stellen ein treuer Träger eben dieser Weltmeinung ist. Es wäre interessant zu erfahren, ob Schneider einen Schultze-Rhonhof zum Beispiel einfach noch nicht gelesen hat, oder diesen Blickwinkel schlicht ablehnt.
Enttäuscht bleiben wohl jene Leser zurück, welche sich eine Begründung für das Wort „Nachruf“, z.B. durch einen Einblicke in die moderne Kriegstechnik der Drohnen und des Cyberwars erwartet haben. So erkläre ich mir die schlechten Kritiken. Für mich war es vielleicht gerade wegen des Mangels an Technisch-Militärischem ein insgesamt überaus lesenswertes Buch von einem höchst verehrten Autor.


Die Weltverschwörer: Was Sie eigentlich alles nie erfahren sollten
Die Weltverschwörer: Was Sie eigentlich alles nie erfahren sollten
von Helmut Reinalter
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,95

3 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Alles immer nur Einbildung ?, 20. April 2013
Reinalters Buch ist zunächst einmal eine Falle für all jene, die ihren nächsten Verschwörungskick suchen. Der Titel suggeriert Lektüre a la van Helsing und Co., aber Reinalter will die Lust an der Verschwörungstheorie nicht bedienen, sondern ihr wissenschaftlich zu Leibe rücken. Zwar spricht er einige historische, aber auch aktuelle Verschwörungstheorien konkret an, aber es geht im dabei in keinem Falle um eine Abwägung der pro- oder kontra-Argumente. Er vermeidet peinlich die naheliegende Erklärung, dass dunkle Vermutungen aus dem Umstand entstehen, dass man eben immer nur einen kleinen Teil der Realität wahrnimmt und sich den Rest – insbesondere auch Kausalzusammenhänge - irgendwie zusammenreimen muß (siehe Platons Höhlengleichnis). Das tun einfache Menschen genauso wie Politiker, Börsenspekulanten oder Militärs – wenn auch auf anderem Niveau. Die Annahme, dass hinter so manchem Ereignis Personen mit eigennützigen bis brutal rücksichtslosen Motiven stehen, ist keinesfalls immer unvernünftig, wenngleich auch nicht immer zutreffend.
Eine für meinen Geschmack sinnvolle Herangehensweise an das Phänomen von vermuteten Verschwörungen beinhaltete den Versuch,ein System zu entwerfen, mithilfe dessen die Wahrscheinlichkeit der Stichhaltigkeit einer solchen Vermutung ermittelt werden kann. Ein solches Buch könnte Beispiele anführen, wie tatsächlich Verschwörungstheorien durch rationale Argumente entkräftet oder vielleicht auch erhärtet wurden. Es war aber gar nie die Absicht des Verfassers ein solches Buch zu schreiben. Reinalter genügte es, wortreich gegen alle zu Felde zu ziehen, die hinter dem einen oder anderen Ereignis Kräfte vermuten, die sich nicht zu erkennen geben.
Konkret geht es ihm vor allem darum, alle die hinter so mancher Revolution und hinter dem Wirken von Kommunismus und Sozialismus oder gar hinter dem Freimaurertum verschwörerische Aspekte sehen als reaktionäre Hohlköpfe erscheinen zu lassen, die einfach geistig und moralisch nicht in der Lage sind, seinen Vorstellungen von fortschrittlichem Denken zu folgen. Diese Vorstellungen treten spätestens im Kapitel über die französische Revolution klar zu Tage. Über fünf Seiten ergötzt er sich an all den wunderbaren Proklamationen von Freiheit, Gerechtigkeit und Brüderlichkeit. Er vergisst aber leider zu erwähnen, dass während Robespierre und Co. Ihre schönen Reden hielten, auf ihr Geheiss Ströme von Blut flossen und der ganze Schrecken dem Großverbrecher Napoleon den Weg bereitete, der mit falschem Pathos ganz Europa ins Elend stürzte. Im Gegenteil, der Autor versucht alle jene als muffige Reaktionäre und klerikale Kleingeister darzustellen, welche hinter den Erben der französischen Revolution, notabene hinter sozialistischer Internationale und Kommintern mehr als blosse Klubs zum Briefmarkentauschen sahen. Laut Reinalter gedeihen Verschwörungsvermutungen vor allem im rechten Lager und zielen völlig zu Unrecht auf Freimaurer und andere Speerspitzen der aufgeklärten Vernunft. Er geht hierbei aber soweit, dass er seinem Anliegen einen Bärendienst erweist und so mancher Leser mit Schiller sagen wird: „Die Botschaft hör ich wohl, allein mir fehlt der Glaube“.
So schreibt er auf Seite 132: „Das rechtsextreme Weltbild weist verschiedene ideologische Elemente auf: „eine Ideologie der Ungleichheit zwischen den Geschlechtern, zwischen Ethnien und zwischen Nationen als zentrales Kernstück; …“ Wenn man diesen Spiess umdreht, dann erscheinen plötzlich erstaunliche viele Denkgebäude als rechtsextrem, denn so gut wie alle Religionen sehen eine Ungleichheit der Geschlechter und so manche Nation (=Staat) betrachtet sich als anderen überlegen, weil demokratischer oder weil obendrein noch „Gods own country“. Wenn – rein hypothetisch freilich – ein solches Land die Hälfte der weltweiten Rüstungsausgaben verbucht, 300 Militärstützpunkte ausserhalb seines Staatsgebietes betreibt, und sich offenbar das Recht nimmt zu jeder Zeit an jedem beliebigen Ort der Welt militärisch aktiv zu werden, dann ist nicht so ganz klar, ob wirklich alle Verschwörungstheoretiker (Stichwort auf S. 142: Iraner) immer falsch liegen. Kurioserweise kann es sich der Autor dann auch nicht verkneifen, eine Reihe von Ungereimtheiten der offiziellen 9/11 Erzählung anzuführen. Damit stösst er ins Horn genau jener, gegen die er ansonsten das ganze Buch hinweg zu Felde zieht. „Also was jetzt, Herr Professor?“ – möchte man fragen.
Deutlich klingt seine Abneigung gegenüber der religiös motivierten Ablehnung aufklärerisch-freimaurerischer Gedanken durch. Sorgsam beschränkt er diese Ablehnung natürlich auf die christliche Religion, jedoch müsste er – der Ethiker und Rationalist reinsten Wassers – so ehrlich sein zuzugeben, dass alle bei uns relevanten Religionen hier im gleichen Boot sitzen. Aber, Du meine Güte, dann würde ja der Herr Professor selbst im Boot mit genau jenen rechten Verschwörungstheoretikern sitzen, die es an den Pranger zu stellen gilt.
Egal, die Studenten, pardon Student_innen in seinen Seminaren werden diese Bruchstellen in seiner aufgeklärten Logik schon nicht bemerken. Dennoch, man kann das Büchlein durchaus mit Interesse lesen. Vielen wird es aber dann so gehen, wie Galileo, der – angeblich – nach dem Prozess sagte: „Und sie dreht sich doch“.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Oct 14, 2015 3:47 PM MEST


Der heilige Deix
Der heilige Deix
von Manfred Deix
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 14,95

3 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Selektiver Heldenmut, 1. April 2013
Rezension bezieht sich auf: Der heilige Deix (Gebundene Ausgabe)
Na, so ein Held aber auch, der Deix - hat keine Angst vor der FPÖ (wie Rezensent Döring weiß) und vor der katholischen Kirche mit ihrer furchterregenden Schweizergarde sowieso nicht. Ohne Deix wüssten wir gar nicht, was Priester unter der Soutane haben. Da kann man sich ja schon freuen auf seine mindestens ebenso mutigen Enthüllungen über die Zustände in staatlichen Kinderheimen (Wilhelminenberg!), über die fröhliche Christenverfolgung in fast allen muslimischen Staaten und über die lustige Scharia. Ein schmales Bändchen über Ehrenmorde in Mitteleuropa könnte sich recht gut verkaufen. Löckchen an den Schläfen sind vielleicht auch ein lustiges Motiv. Mit diesem Sujet wurde doch seinerzeit schon viel Humor verbreitet. Selektives Lächerlichmachen bestimmter gesellschaftlicher Gruppen ist höchst problematisch. Haben sich Julius Streichers Zeichner auch auf die Freiheit der Kunst berufen?
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: May 3, 2013 12:23 PM MEST


Transatlantische Wechselwirkungen.: Der Elitenwechsel in Deutschland nach 1945.
Transatlantische Wechselwirkungen.: Der Elitenwechsel in Deutschland nach 1945.
von Stefan Scheil
  Broschiert
Preis: EUR 28,00

27 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Aufbruch in den Westen, 3. Juli 2012
Dieses Buch hat sich die beiden ersten sinnleeren Rezensionen wirklich nicht verdient. Obwohl, es ist in der Tat ein schlechtes Buch für drei möglicherweise grosse Gruppen von Lesern: Zuerst für all jene, die die Welt nur in Schwarz oder Weiß sehen wollen ' egal in welcher Zuschreibung; weiters für jene, die sich das Korsett der politischen Korrektheit gerne allzu eng schnallen und manche Fakten lieber gar nicht sehen oder bis zur Unkenntlichkeit überschminkt haben wollen. Letzlich ist es auch kein Buch für jene, die leichte Kost bevorzugen á la '12 Tricks für ein besseres WeissderGeierwas'. Man muss bei vielen Sätzen nachdenken und das Springen zwischen Text und Fußnoten verlangt Ausdauer, denn Scheil hat sich - nicht zum ersten mal - wirklich Mühe gemacht, Quellen ans Licht zu fördern, die oft sehr im Verborgenen liegen. Er kann damit höchst interessante Zusammenhänge über die Entwicklung des Geisteslebens der Nachkriegszeit aufzeigen. Höchst aufregend ist es zu erfahren, dass viele der Dinge, die an Schulen und Hochschulen geschahen ' notabene in den Bereichen Soziologie und Politikwissenschaften ' keinesfalls zufällige Entwicklungen und in wesentlicher Weise nicht autochtonen Ursprungs waren. Scheil zeigt mit beachtlicher intellektueller Schärfe die inneren Widersprüche einer Erziehung zu demokratischer Gesinnung durch einen letztendlich in dieser Schnelligkeit und Konsequenz durch die westlichen Allierten in die Wege geleiteten Prozeß. Er verzichtet dabei auf Polemik und Wertung dieses Geschehens. Somit kann jedermann dieses Buch mit grossem Gewinn lesen, die Eine mit Genugtuung über das ja offenbar erfolgreiche Vorgehen zur 'Demokratisierung' Deutschlands und seine Einbindung in die westliche Staatengemeinschaft, der Andere mit leichtem Groll über den Versuch der kulturellen Bevormundung eines Landes, dessen verworrene Geschichte ja auch lange Phasen hatte, die seine Fähigkeit zu einer gesunden staatlichen Entwicklung aufzeigen.


Kommandant in Auschwitz: Autobiographische Aufzeichnungen des Rudolf Höß
Kommandant in Auschwitz: Autobiographische Aufzeichnungen des Rudolf Höß
von Martin Broszat
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,90

5 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Beeinflusst ?, 8. November 2011
Eines der wichtigsten Bücher über dieses grauenhafte und trotz aller Befassung unbegreifliche Verbrechen - wie von den anderen Rezensenten schon ausreichend dargelegt. Ich fand leider keine Begründung zwischen der Diskrepanz der von Höß angegeben Opferzahl und jenen, welche von der Lagerleitung heute dem Besucher gezeigt werden (die übrigens etwa 1990 von 4 auf 1.5 Millionen gesenkt wurde). Vielleicht erklärt sich der Unterschied daraus, dass Höß in polnischer Gefangenschaft, also quasi in stalinscher, Gefangenschaft war und er die Memoiren nich völlig unbeeinflusst verfasst hat. Egal, das ändert ja nichts am Leid der Opfer.


Stalins Vernichtungskrieg 1941-1945: Planung, Ausführung und Dokumentation
Stalins Vernichtungskrieg 1941-1945: Planung, Ausführung und Dokumentation
von Joachim Hoffmann
  Gebundene Ausgabe

6 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Auch diese Seite sehen !, 5. November 2011
Ein enorm wichtiges Buch, das eine neue Auflage verdienen würde. Die Fülle an Material, die Hoffmann hier zum Beweis der hasserfüllten Brutalität des stalinistischen Systems sammelt ist überwältigend. Die Bestialität gegenüber Soldaten wie auch Zivilisten ist erschütternd. Die UDSSR hatte übrigens der Genfer Konvention und der Haager Landkriegsordnung nicht zugestimmt.
Jenen kritischen Rezensenten, die das Buch als rechtsradikalen Unsinn abtun, kann man mit Fug und Recht "Verhöhnung der Opfer" vorwerfen. Freilich ist es auch ein "gefährliches" Buch, da sich dem Leser natürlich der Gedanke aufdrängt, dass "Barbarossa" so unbegründet nicht gewesen sein könnte - zumal gemessen an den lächerlichen Vorwänden, welche die USA bemühen um andere Länder zu bombardieren.
Noch gefährlicher ist der Verdacht, dass so manches, was heute unser nationales Gewissen drückt, der Feder stalinistischer Hasspropagandisten entstammen könnte.
Leider ist das Buch aber in weiten Teilen eine etwas ermüdende Materialsammlung und kein flüssig lesbares Werk, deshalb nur gute 4 Punkte.
Kommentar Kommentare (10) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Apr 26, 2013 6:59 AM MEST


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