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3.0 von 5 Sternen
durchwachsener Eindruck, 4. Januar 2012
Ich besitze den JetProtector JPX seit einigen Wochen.
Dezember letzten Jahres habe ich im Garten mal ein Magazin leerschießen wollen.
Gleich vorweg: Der Umgang mit Waffen ist mir geläufig. (Armbrust, Luftgewehr, ...)
Beim 1. Abdrücken ist nichts passiert. Beim 2. Abdrücken ist schließlich eine
Treibladung losgeschossen. Distanz zum Testobjekt betrug ca. 4,5 m.
Ich war von der Wirkung der Waffe positiv überrascht. Beim Aufprall auf
dem Objekt ist auch ziemlich viel Pfefferspray entwichen. Obwohl ich nichts
von dem Zeug abbekommen habe hatte ich ein Reiz im Hals und die Nase
ist leicht gelaufen. Ich will gar nicht wissen wie sich das anfühlt, wenn man es
tatsächlich in's Gesicht bekommt.
Wie ich bereits erwähnt habe ist beim 1. Abdrücken nichts passiert. Trotzdem
sind beide Treibladungen von den jeweiligen Bolzen, die abwechselnd links
und rechts auslösen, eingedrückt. Sprich: Auch beim ersten Versuch hätte
die Waffe auslösen müssen.
Generell finde ich die Qualität des Abwehrgerätes auch eher mittelmäßig in
Anbetracht des Preises. Bei meinem Jetprotector scheint der Bolzen-Mechanismus
nicht richtig zu funktionieren. Das Nachladen geht zwar sehr zügig vonstatten,
aber auch hier finde ich die Verarbeitungsqualität nur mittelmäßig - maximal gut.
Man ist sich aufgrund der Spaltmaße manchmal nicht 100%ig sicher, ob das Austauschmagazin
korrekt sitzt. Hier wäre ein anderer Mechanismus (z.B. akustische Rückmeldung durch deutliches
Einrasten o.ä.) hilfreich. Schade finde ich zudem, dass kein Sicherungsmechanismus vorhanden ist...
Alles in allem gebe ich 3/5 Sterne. Bei direktem Treffer ist der Jetprotector sicherlich äußerst
effektiv und man kann eine doch recht große Distanz zum Zielobjekt halten. Auch
kann man ihn problemlos und unauffällig in einer Jackentasche mitführen. Aufgrund meiner
gemachten Praxiserfahrung habe ich ein flaues Gefühl, ob der JPX - wenn es darauf ankommt -
auch ordnungsgemäß funktioniert. Ich kann nur jedem raten regelmäßig (z.B. halbjährig) mal
ein Testschießen zu machen.