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Rezensionen verfasst von
Selina

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Die Tribute von Panem -  Catching Fire (2 Disc Fan Edition)
Die Tribute von Panem - Catching Fire (2 Disc Fan Edition)
DVD ~ Jennifer Lawrence
Preis: EUR 14,99

3 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Besser hätte man es nicht machen können, 30. November 2013
Ich verzichte vorerst auf eine ausführliche Rezension bis die DVD erscheint, wer sich jedoch überlegt, ob es sich lohnt, ins Kino zu gehen: Ja, unbedingt! Eine der besten Buchverfilmungen seit Herr der Ringe. Catching Fire ist der Beweis, dass ein Film klasse sein kann, wenn man sich an die Handlung des Buches hält. Die Schauspieler haben auch wieder einen absolut tollen Job gemacht. Und ja, es stimmt: Wer The Hunger Games mochte, wird Catching Fire wirklich lieben!


Ein ganzes halbes Jahr
Ein ganzes halbes Jahr
Preis: EUR 12,99

9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Es ist nicht alles Gold, was glänzt - auch nicht dieses Buch, 26. November 2013
Rezension bezieht sich auf: Ein ganzes halbes Jahr (Kindle Edition)
Ich habe mir das Buch gekauft mit dem ungefähren Wissen, was auf mich zukommt.

Louisa kommt aus einer eher ärmlichen Familie, und auch sonst hat sie eigentlich nicht viel vorzuweisen, außer ihren geliebten ehemaligen Job in einem kleinen Café und ihrem unkonventionellen Modegeschmack. Will hingegen hat einiges vorzuweisen, vor allem Geld, gutes Aussehen und seinen Hang zum Zynismus. Leider sitzt er aber im Rollstuhl.
Dann brennt seine Ex-Freundin auch noch mit seinem besten Freund durch. Da kann nur eins helfen: Eine Gesellschafterin für den verbitterten Will. Und wer eignet sich dafür wohl besser als die, bis auf ihren Kleidungsstil, unspektakuläre Lou? Wie man sieht, sind alle Klischees bedient.
Nun gut, nach anfänglichen Schwierigkeiten freunden sich Will und Lou trotz unfreundlichem Verhalten und Einfältigkeit an. Dann aber die Wendung! Will, der schon zuvor versucht hat, sich umzubringen, möchte sterben. Er hat seiner Familie sechs Monate versprochen, bevor er diesen Plan in die Tat umsetzen wird. Davon erfährt Louisa, die prompt ihren eigenen Plan schmiedet, der da wäre, Will von seinem abzubringen.
Lou's Geburtstagsfeier zu Hause, die Hochzeit von Wills Ex-Freundin, während all dem kommen sich die beiden noch näher, und eigentlich weiß man auch schon lange bevor es ihnen bewusst ist, dass sie ineinander verliebt sind.
Ach ja, zwischendurch hat man noch eine frühere Vergewaltigung eingeschmissen, damit man auch ja sieht, dass Will Louisa trotz seines körperlichen Zustands geradezu aus ihrer geistigen Verfassung retten kann, so kommt es einem fast schon vor. Und das alles mit nur einem Gespräch. Wow! Dieser Will scheint ja echt was drauf zu haben.
Wie auch immer, Will zeigt Louisa was es alles im Leben noch gibt, sie möchte ihn weiterhin vom Selbstmord abbringen, das ganze gipfelt in einer Reise, inklusive zwölfstündigem Flug, das ist aber natürlich gar kein Problem für Will, schließlich sitzen ja alle nur rum im Flugzeug, Tetraplegiker oder nicht. Dort angekommen ist alles wundervoll, und Lou gesteht Will endlich ihre Liebe, der meint erst Mal, dass er gerne Sex mit ihr hätte. Lou weist ihn daraufhin, dass es Möglichkeiten gäbe, welche erfährt man aber nie, und Will interessiert das alles sowieso nicht, ohne Sex will er erst recht nicht mehr leben, denn scheinbar ist das neben der fehlenden Entscheidungsfreiheit sein größtes Problem.
Das Ende ist ziemlich voraussehbar, zumal "Ein ganzes halbes Jahr" schon das meiste verrät. Will geht zum Sterben trotzdem in die Schweiz, Lou entscheidet sich in letzter Sekunde bei ihm zu sein. Er sagt auch, dass das vergangene halbe Jahr das Schönste seines Lebens wäre, aber irgendwie scheint das keine große Rolle zu spielen, weil ja trotzdem alles doof ist. Natürlich wird dadurch das Leben nicht wieder perfekt, aber zu sagen, dass noch nie etwas so schön war wie die sechs Monate, und dann trotzdem sofort ins Gras beißen zu wollen, scheint mir doch etwas drastisch.

Wie gesagt, das Ende war nicht sonderlich überraschend, das letzte Kapitel war an Schnulzigkeit kaum zu übertreffen und hat auch nicht mehr wirklich viel gerettet. Der Schreibstil ist einfach gehalten. Die Charaktere wirken insgesamt zu flach und eindimensional, besonders für eine Geschichte wie solch eine.
Ich habe zuvor Bücher gelesen, in welchen einer der Hauptcharaktere gestorben ist. Ich verlange kein Happy End. Was ich jedoch verlange, insbesondere bei einem Thema wie Suizid, vor allem unter Wills Umständen, ist etwas Tiefgründigkeit. Warum möchte die Person nicht mehr leben, selbst nach einem halben Jahr voller wunderschöner Erinnerung, und die Aussicht auf eine Zukunft mit noch mehr von eben diesen? Entscheidungsfreiheit, Eingeschränktheit, nicht mehr aktiv sein können, das sind alles Schlagwörter die immer mal wieder eingestreut wurden. Aber eine wirkliche Einsicht die einem diese Entscheidung verständlich macht, gab es nie. Schade.
An sich hätte die Geschichte viel Potential gehabt. Leider war es so doch eher ein oberflächliches Liebesgeplänkel voller Klischees unter dramatischen Umständen.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Mar 6, 2014 1:04 PM CET


Rubinrot [DVD]
Rubinrot [DVD]
DVD ~ Maria Ehrich
Preis: EUR 7,99

15 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein sehr schöner, sehenswerter Film! Nur getrennt vom Buch zu beurteilen., 4. September 2013
Rezension bezieht sich auf: Rubinrot [DVD] (DVD)
Erstmal vornweg: Buchverfilmungen können sich nicht nur auf die Leser als Zuschauer verlassen, daher müssen sie darauf achten, dass die gesamte Handlung auch für Zuschauer, die das Buch nicht gelesen haben, spannend und verständlich ist.
Ich lese viel und gerne und habe daher auch lange den Fehler gemacht, möglichst buchgetreue Verfilmungen zu erwarten. Wenn einem bewusst ist, dass das einfach nicht möglich ist, dann ist Rubinrot ein sehr sehenswerter Film!

Jetzt zur eigentlichen Rezension: Als ich erfahren habe, dass Rubinrot verfilmt wird, war ich echt gespannt. Und als der Cast bekannt wurde, hatte ich bei Gwens und Gideons Besetzung meine Zweifel. Völlig unberechtigt! Ich finde Maria Ehrich und Jannis Niewöhner wirklich perfekt und sehr überzeugend. Auch mit der restlichen Besetzung bin ich im Großen und Ganzen zufrieden. Auch hier muss einem klar sein, dass jeder beim Lesen seine eigene Vorstellung hat, und es ganz klar ist, dass da nicht jede getroffen werden kann.

[ACHTUNG SPOILER!]
Im Film treffen Gideon und Gwen gleich am Anfang, noch vor Gwens Zeitsprüngen, auf Charlottes Geburtstagsfeier zusammen. Gideon unterhält sich mit Charlotte, und fragt Gwen, ob sie ihnen Champagner bringen könnte, diese sorgt dann aus Versehen dafür, dass Gideon den Champagner über den Anzug geschüttet bekommt. Schon der Anfang unterscheidet sich also vom Buch, jedoch hat das entschiedene Vorteile. Die zwei Hauptcharaktere werden gleich am Anfang etabliert: Gideon ist zwar interessiert an Charlotte, jedoch herablassend zu Gwen, und Gwen ist ein wenig tollpatschig. Das ist für einen nur zwei Stunden langen Film wichtig, vor allem, da Gwens Gedankengänge im Buch sehr detailiert sind.

Danach geht es, finde ich, relativ buchgetreu weiter. Gwen erlebt ihre Zeitsprünge, bis sie schließlich von ihrer Mutter zur Loge gebracht wird. Bevor sie ihren Zeitsprung erlebt, der beweist, dass sie tatsächlich der Rubin ist, trifft sie auch nochmals auf Gideon, der sie auch hier von oben herab behandelt. Desweiteren wird bei einem Gespräch zwischen ihm und Falk noch mal deutlich gemacht, dass Gwendolyn nicht sein Typ sei. Wie im Buch wird einem klar gemacht, dass Gideon Gwen für unfähig und ein Kind hält, man soll also denken, dass aus ihm und Gwen nichts wird.

Allerdings statten Gwen und Gideon im Film erst Lady Tilney einen Besuch ab, und dann dem Grafen. Ich denke hierbei ging es hauptsächlich darum, die Zuschauer wissen zu lassen, dass an den Motiven des Grafes gezweifelt wird, bevor man ihn überhaupt zum ersten Mal sieht. Bis auf die umgekehrte Reihenfolge fand ich jedoch beide Besuche ziemlich buchgetreu und vor allem spannend und gut umgesetzt.

Nach dem Besuch bei Lady Tilney wurde noch etwas hinzugefügt, und zwar der Besuch beim Inder. Ich persönlich fand das sehr süß. Es hat dem Verhältnis zwischen Gwen und Gideon einfach eine persönlichere Note gegeben, was im Buch eben eher subtil geschehen ist und zwischen den Zeilen zu lesen war, leider lässt sich das in Filmen schlecht umsetzen, daher fand ich die Lösung völlig in Ordnung.

Was mir an dieser Stelle noch mal sehr gut gefallen hat, vor allem in der Kutsche und auch beim Inder, aber auch sonst den gesamten Film über hinweg, ist das Gezanke und Gestichele zwischen Gwen und Gideon. Bei sowas bin ich oft etwas empfindlich, weil es schnell übertrieben wirken kann, aber genau so habe ich es mir vorgestellt.

Ich vermute mal, ab da gab ging es mit der Kritik der Leser wirklich so richtig los. Gwen und Gideon küssen sich in der Kirche nur beinahe. Ich schätze mal, da man wollte, dass dies wie im Buch erst am Ende geschieht. An dem Punkt könnte man sich jetzt natürlich zu Recht fragen, warum der Film denn dann nicht einfach an der selben Stelle wie das Buch beendet wurde.
Wie ich schon einmal gesagt habe, sind Gwens Gedankengänge sehr detailiert beschrieben gewesen. Das hat es für den Leser spannender gemacht. Für den Film war das wahrscheinlich aber einfach nicht genug Material, vor allem, da er wie gesagt eben auch für Nicht-Leser gedacht ist, und man da einfach noch mehr Spannung reinbringen muss.

Gideon scheint sehr viel schneller an den Absichten des Grafes zu Zweifeln als im Buch, wieder logisch, denn die Zeit reicht einfach nicht, um den Vorgang ausführlicher zu zeigen. Er und Gwen erfahren daher auch schon viel früher, dass Gwen sterben soll. Und das tut sie dann auch.. beinahe. Ich denke mir, dass es dem ganzen Film einen dramatischeren Touch geben soll, während man gleichzeitig auch herausfindet, dass die Loge doch nicht so fürsorglich ist, und bereit wäre, Gwen im Fall der Fälle sterben zu lassen. Natürlich stellt sich hier dementsprechend auch raus, dass Gideon also doch etwas für Gwen empfindet.

Da die beiden zusammen auf Gwens Schulball gehen, scheint es doch etwas ernster zu sein, wobei ich mich persönlich frage, wie es dann mit Gideons Unbeständigkeit im Bezug auf deren Beziehung in den nächsten zwei Teilen aussehen wird. Aber nun gut, wir werden sehen!

Alles in allem kann ich nur wiederholen, dass ich den Film sehr gerne geschaut habe und ihn wirklich toll fand. Ich kann zwar irgendwo den Frust der Leser verstehen, andererseits will ich auch noch mal darauf hinweisen, dass es Filme gibt, die dem Buch zwar fast haargenau gleichen, und trotzdem nicht zufriedenstellend, dafür aber fast schon langweilig sind. Was Bücher erst richtig lesenswert macht, funktioniert in Filmen oftmals leider einfach nicht. (Die einzige Buchserie, die meiner Meinung nach fast perfekt verfilmt worden ist, ist Herr der Ringe, jedoch sind die Filme doppelt so lang und das Budget um ein vielfaches höher als bei solch einer deutschen Produktion. Man sollte schon realistisch bleiben.)

Ich jedenfalls habe lieber eine Verfilmung, die vom Buch abweicht, dafür aber Spaß macht, und ich bin wirklich sehr froh, dass Saphirblau nun doch verfilmt wird, und freue mich schon total darauf!


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