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Rezensionen verfasst von
Raimund Eller (Innsbruck, Tirol Österreich)
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Face Value
Face Value
Wird angeboten von westworld-
Preis: EUR 15,92

27 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ehre wem Ehre gebührt, 2. Dezember 2010
Rezension bezieht sich auf: Face Value (Audio CD)
Was Genesis angeht, gehöre ich ja eher zu den Fans der Gabriel-Phase. Und ich wurde auch nie ein wirklicher Phil Collins Fan, weil ich halt Pop weniger mag als Rock. Trotzdem finde ich es lächerlich - wie es manche sogenannte Fans immer noch tun - Phil Collins als den schnulzensingenden Gottseibeiuns darzustellen, der Gabriel aus Genesis rausgemobbt hat und mit dem es bei Genesis nur mehr bergab ging. Dagegen sprechen folgende belegbare Tatsachen: 1) Collins hat auf mehreren Alben von PG mitgewirkt und der stilbildende Schlagzeugsound der Achziger von PG III ist in Wahrheit ein Collins-Sound. 2) Einmal (Stichwort Womad) hat Collins PG den A. gerettet! Sie also immer gegeneinander auszuspielen ist wider die Tatsachen und obsolet. 3) Collins war unter Kennern und Wissern allseits anerkannt ab 1971 der mit Abstand beste Musiker (als Schlagzeuger) unter allen Genesis-Mitgliedern, ein begnadeter Background-Sänger auf den Alben bis Lamb und auch ein ausserhalb von Genesis auf sehr vielen unterschiedlichen "Hochzeiten" gefragter Sessionmusiker. Kein anderes Genesismitglied hat und hatte annähernd eine solche Bandbreite zu bieten. Und schliesslich gab es auch nach dem Abschied von PG noch 3-4 grenzgeniale Genesis-Alben! 4) Genesis haben sich nicht wegen Collins dem Mainstream zugewandt, sondern weil Prog Ende der 70er einfach tödter als tot war. 5) Zurück zu Gabriel und Collins: Es gibt unzählige Parallelen zwischen den Erstlingssolowerken der beiden: Kein roter Faden aber eine riesige Bandbreite an Ideen, nicht jedes Stück ein Volltreffer aber welch sprühende Kreativität!, die Alben sind nicht typisch für den jeweiligen späteren Stil der beiden aber auch viel weniger eindimensional und langweilig als spätere Werke. 6) Und was unterscheidet die beiden Alben? PG I war ein Versprechen für Großtaten, die noch kommen sollten. Face Value war ein unvergleichlicher Geniestreich eines hochtalentierten Musikers, als dieser noch unbeschwert von einem schielenden Seitenblick auf Charts sich von der Seele sang und spielte, was ihm gerade in den Sinn kam. Diese Leistung konnte schon deshalb nie mehr überboten werden, weil es eines der besten Alben aller Zeiten ist.

Nachtrag 2010: Welch ein "Zufall", beide bringen fast gleichzeitig ein Coveralbum heraus - ich liebes das von PG heiß, das von PC schätze ich, jedoch gebe ich gerne zu: Mit welcher unkomplizierten Selbstverständlichkeit und Leichtigkeit tut PC nichts besonderes und erreicht mit seinem Talent doch ein besonderes Ergebnis. Hingegen merkt man dem Scratch-Projekt von PG den Schweiß, das Kopfweh, banal gesagt die Arbeit ganz deutlich an. Irgendwie war es auch bei den Erstlingswerken vor 30 Jahren schon so. PC küsst die Muse eben im Vorbeigehen!
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Feb 1, 2016 3:47 PM CET


And Then There Were Three (Remastered)
And Then There Were Three (Remastered)
Preis: EUR 14,99

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Besser als sein Ruf ..., 18. Oktober 2010
ATTWT ist für mich als eingeschworener Fan der 70er-Genesis natürlich auch das erste Bauchweh-Album der Band, die uns in den Jahren davor seit dem 1970er-Trespass 7 der genialsten Alben der gesamten Rockgeschichte geschenkt hat. Dennoch mochte ich dieses Album seit Beginn an, weil es meiner Meinung nach eine phantastische, einheitliche melancholische Grundstimmung hat, insofern nur mit Trespass zu vergleichen ist. Hat ja auch was, die Vorstellung, dass die Band sich Ende des Jahrzehnts mit einigem Sentiment und einer spürbaren Herbst-Winterstimmung vom Progjahrzehnt verabschiedet und künftig halt eben andere Wege geht, auf denen wir Progfans ihnen nur schwer folgen konnten.
Der Sound auf ATTWT ist meiner Meinung nach zu keyboardlastig bombastisch, Steve Hackett hätte Tony Banks da als einziger in die Schranken weisen können, aber das war ja wohl auch der Grund für Hacketts Ausscheiden, dass die beiden nun einmal nicht mehr miteinander konnten. Banks war ja immer schon ein genialer Musiker dem geniale und ungewöhnliche Dinge eingefallen sind, den man aber nicht für sich alleine (oder in einer Gruppe zu tonangebend) werken lassen konnte (siehe seine Soloalben), weil er sich dann einfach zu sehr im eigenen Soundgebräu suhlt und neben genialen Momenten gleich wieder Plattitüden daherkommen und er dazu neigt, zuviel des Guten zu wollen. Dennoch finde ich viele der Qualitäten von Trick und Wind auch auf ATTWT. Gut, die Stücke sind durchwegs kürzer und es gibt keinen so richtigen Proghammer auf ATTWT, wie bspw. noch One for the Vine u.a. auf Wind. Doch gibt es für meinen Geschmack genug Musik auch in den kürzeren Stücken, die den Progvirus in sich tragen. Hätten die Jungs ein, zwei Songs mittels einer wie früher gewohnt gekonnten Überleitung (da eben war Banks immer genial) und einer Schlußreprise zusammengebastelt, würden viele Fans der Prog-Genesis ATTWT als klasse Prog-Abschied der Band feiern.

So sind es dafür eben mehrere kürzere Teile, die in Summe aber nicht weniger her geben. Und bedenken wir: Ende der 70er war die Zeit für Rock-Suiten halt einmal abgelaufen und die Jungs wurden genug dafür geschmäht, dass sie anstelle der 2-Minutenstücke des Punk und New Wave so unzeitgemäß prätentiös ausufernde Langeweilemucke verbreiten. Nur: Die Halbwärtszeit der 2-Minutenteile war eben auch nicht viel länger als 2 Minuten, ATTWT höre ich mir nach gut 30 Jahren immer noch von Zeit zu Zeit mit viel Spaß dabei gerne an. Und noch eines: Als Melodiker waren sie nie vorher oder nachher besser als auf diesem Album!


Selling England By the Pound (Remastered)
Selling England By the Pound (Remastered)
Preis: EUR 11,99

42 von 46 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Unvergleichlich, 22. Mai 2010
Die Genesis der Siebziger waren vor 30 Jahren für mich DIE Band, bewundert, geliebt, verehrt. Ich habe dann gelitten an den Verrissen von Sounds und Rolling Stone etc., die sich so ab 1976 mit dem Aufkommen des Punk und New Wave häuften und ich habe schliesslich selbst auch das Interesse an der Band verloren, als ich "erwachsen" wurde und die Band sich mehr und mehr der Hitparade zuwandte. Meine musikalischen Interessen wandten sich der Klassik und der Oper zu und schliesslich dem Jazz. Nun nach fast 30 Jahren erhielt ich letzte Weihnachten die 1970-75er Box von Genesis, und hörte die alten Sachen nach so vielen Jahren - zuerst ehrlich gesagt mit einer gewissen naserümpfenden Distanziertheit - wieder und was soll ich sagen: The Knife, Musical-Box, Supper`s Ready, In the Cage u. Co. hauten mich sofort wieder um. Die alte Magie war blitzartig zurück und seit Jahren war es mir nicht mehr so den Rücken runtergelaufen.... Unglaublich, was diese Anfangszwanziger damals für Musik machten!!! Ich hörte wieder Yes` Close to the Edge, King Crimsons Red und Larks`..., Gentle Giant etc. - meine damaligen Favoriten eben und ich komme aus dem Staunen nicht heraus, was die anno 1972/73 für Musik machten und noch mehr: dass diese Musik damals erfolgreich war!! Wenn ich denke, wieviel - besser: wie wenig von dem Punk und New Wave heute noch hörbar ist, der die alten Prog-"Dinosaurier" ab 1976 dann wegspülte? Wenn ich denke, was heute für Plastikmusik die Hitparaden dominiert und das schon seit den Achzigern! Seit 5 Monaten höre ich die alten Scheiben wieder rauf und runter und ich liebe sie und es gibt so viele tolle unglaubliche Sachen zu hören und Details neu und wieder zu entdecken, uferlos viel wunderbare Musik, aber eines ist unvergleichlich: Dieses Album von Genesis! Das war eindeutig ihre reifste, erwachsenste, wunderbarste Leistung und es gibt für mich nichts in der Pop-/Rockmusik der letzten 50 Jahre, was dieses Album übertifft. Zum Schluss ein Genesis-Spezialtipp für Jazz-Fans: Rewiring Genesis (Lamb Tribute von Nick d`Virgilio) - genial!
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jan 28, 2016 8:48 AM CET


Wagner: Tristan und Isolde
Wagner: Tristan und Isolde

11 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ja, aber!, 13. April 2004
Rezension bezieht sich auf: Wagner: Tristan und Isolde (Audio CD)
Bei den allemeisten Kritikern wird diese Aufnahme regelmäßig hymnisch bewertet. Das war auch der Grund, warum ich mir die Aufnahme angeschafft habe und ich muß sagen: Angesichts der darüber geschriebenen Hymnen bleibt ein Gefühl der Enttäuschung zurück. Auch das ist jedenfalls nicht die allein gültige Traumaufnahme des Tristan, die gibt es nämlich nicht! Wer auf Stereosound nicht verzichten kann, muß sowieso eine spätere Aufnahme wählen. Selbst Furtwängler als vielgepriesener Tristandirigent ist meiner Meinung nach nicht über Kleiber zu stellen, dafür hat dieser bestenfalls niedliche (Price) bis schwächliche (Kollo, der alte F-Dieskau) Sänger - ok. Kurt Moll ist Spitze!. Wer die Flagstadt auf dem Höhepunkt (und nicht als 57-jährige Oma) als stimmlich jugendliche Isolde hören will, muß sich die Covent-Garden-Live-Aufnahme 1936 mit Melchior besorgen. Wer Suthaus at his very best und damit unübetroffen hören will, der lege sich die konzertante Berliner-Aufführung des 3. Aktes von 1947 unter Furtwängler zu. Den insgesamt besten Tristan bietet ebenfalls die erwähnte Covent-Garden- Aufnahme aus 1936 mit Lauritz Melchior, nebenbei auch den meiner Meinung nach auf keiner Aufnahme übertroffenen Kurwenal von Herbert Janssen. Allerdings kommt bei dieser Aufnahme angesichts der prähistorischen Aufnahmetechnik der Klangphantasie des Hörers ein nicht unbeträchtliches Gewicht zu. Trotzdem: alle 3 Hauptprotagonisten erreichten 1936 mit rein sängerischen (!) Mitteln ohne die histrionischen Mätzchen von Lorenz (nicht ohne Faszination aber halt doch mehr ein TristanSchreier als ein TristanSänger), Suthaus (wenn die Stimme nur immer täte, was der Sänger will - aber trotzdem Respekt!), Kollo (wenn ich 85% der Oper nur flüstere, dann glauben die Leute bei den restlichen 15% womöglich glatt, ich hätte Stimme?)und unzähligen anderen Nachgekommenen eine immaginative und sängerisch nie mehr überbotene Aufführung.


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