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Rezensionen verfasst von
D. Vollmer
(REAL NAME)   

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Little Big Planet
Little Big Planet
Wird angeboten von games.empire
Preis: EUR 21,90
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5.0 von 5 Sternen Einfallsreiches Jump'n'Run, 17. November 2009
Spaßfaktor:5.0 von 5 Sternen 
Zugegeben: Nicht mehr Kind bin ich an dieses Spiel mit einer gesunden Skepsis rangegangen. Alles sagen "Super!", also muss da wohl auch was dran sein. Und das ist es.

Eine Story gibt es nicht. Man spielt eine Sackperson, die sich von Kopf bis Fuß sehr variantenreich einkleiden, färben etc. lässt und hat damit seinen eigenen Style unter den etlichen anderen.
Man wird also quasi "hineingeworfen" in diese Welt, die sofort zu beeindrucken weiß: Die Grafik mag nicht umhauen, schaut aber gut aus, viel wichtiger sind aber die vielen Mechanismen, mit denen die Level ausgestattet sind. Da gibts runde an Ketten befestigte Vögel, die sich beim Festhalten hochziehen, die Figuren scheinen aus Holz zu sein und bewegen sich, als würde da irgend wo jemand seine Stricke ziehen. Es scheint nicht abzubrechen, mit jedem Level kommt wieder etwas erstaunliches dazu!
Nun, Sackpersons sind nicht die beweglichsten, so dass die Steuerung recht schwammig wirkt. Das wird aber nicht problematisch, da man sich bald an das Verhalten der kleinen gewöhnt hat. Viel können sie auch nicht, neben normalem Rennen, Festhalten, bzw. Ziehen/Drücken und Springen gibt es nichts mehr. Mehr braucht man aber auch nicht! Gegner gibt es in dem Sinne auch nicht wirklich, vielmehr sind es kleine Maschinen, deren Schwachpunkt berührt werden muss, damit sie verschwinden. Dass es sich hierbei bloß um "Autos" handelt, wird durch vorne aufgebrachte Bilder von Ninjas z.B. sehr schön kaschiert.
Neben all diesen Mechanismen, die Leben in das Spiel bringen, gibt es hier quasi drei Ebenen (Vorne, Mitte, Hinten) die über einfaches Laufen oder Springen gewechselt werden. Auf der einen Seite bekommen die Levels dadurch eine gewisse Tiefe, auf der anderen Seite ist die Erkennung, wo ich nun wirklich hin will nicht perfekt und kann für etwas Frust sorgen.
Für Abwechslung sorgen auch die Themen der Level. Angelegt auf einem groben Globus geht es hier von einem europäischen Garten, über Mexiko in eisige Gefilde. Jedes Level bringt auch sein eigenes Musikstück mit. Größtenteils sind diese gelungen, viele sind aber auch einfach langweilig und passen eher in den Fahrstuhl. Letzten Endes Geschmackssache.
Gibts Bossfights? Jupp. Selbes Prinzip wie bei kleineren Vertretern, bloß in Groß und mit einigen "Effekten", die einem das Leben schwer machen sollen. Teilweise wirklich nette Ideen mit bei, müssen doch alle anders besiegt werden, schließlich hat der Sackboy ansich keine Waffen parat.

Wenn man keine Lust mehr auf den Singleplayer hat, entfaltet das Spiel seine schönsten Seiten: Die Community. Soweit ich weiß gibt es über eine Million von Usern erstellter Level, viele Schrott, aber auch viele grandios gemacht. Dafür haben die Entwickler dem Spieler auch einen wirklich mächtigen Editor hinterlassen, mit dem sich bei viel Zeit und Geduld so ziemlich alles verwirklichen lässt. Für zusätzliche Sticker, also Bilder, die auf Dingen aufgebracht werden können, können Bilder importiert werden, wodurch erstmal grundsätzlich eine unendliche Vielfalt entsteht. Nett sind z.B. auch Mariolevels, die davon massiv profitieren.

Wer ungern alleine umherstreift, kann auch auf das Matchmaking vertrauen und sich mit bis zu 3 weiteren Spielern messen, bzw. einfach nur Spaß haben. Ich bin nur leider absolut kein Freund des Matchmakings in diesem Spiel. Warum? Weil ich (warum auch immer) in 99% der Fälle Host bin und dann bis zu einer Viertelstunde erstmal auf mir zugeteilte Spieler warten darf. Zudem sind die Spiele fast nie lagfrei, zu viert bei mir bis jetzt unerträglich. Wer sich mit seinen Freunden im Spiel trifft, dürfte damit aber kaum Probleme haben.
Wenn mal was lagfreies zustande kommt, macht es auch verdammt viel Spaß. Zusätzlich kann die Sackperson auch Grimassen machen und seine Arme bewegen, inklusive Kopfbewegung per Sixaxis. Da kommt Freude auf. Pflicht für jeden sollte allerdings ein Keyboard sein, ohne dauert das Tippen zu lange, denn die Messages bleiben nicht ewig über den Köpfen der Mitspieler. Einmal hätte ich jemanden zweimal nach seinem letzten Satz fragen müssen, zum Lesen war neben eigener Tipperei einfach zu wenig Zeit.

Abgerundet wird das ganze durch offizielle Erweiterungen, wie z.B. dem Metal Gear Solid - Packet, das eigene Levels zusammen mit einer Paint-Gun mit sich bringt. Dafür muss allerdings geblecht werden, aber bald (oder ist sie es schon?) erscheint ja die Game of the Year - Version, die alles bisher erschienene enthalten soll.

Fazit: Mit diesem Spiel tut sich eigentlich jeder einen Gefallen: Es bietet umwerfend viele Möglichkeiten, selbst kreativ zu werden, ist nicht zu schwer und nicht zu leicht und bringt einen (theoretisch) spaßigen Multiplayer mit!

Halo 3
Halo 3
Preis: EUR 19,95
Verfügbarkeit: Auf Lager.

 
5.0 von 5 Sternen Nicht nur für Halo-Fans ein Genuss, 31. Oktober 2009
So einigen Spiele-OSTs kann man ja nachsagen, dass zum einfachen Anhören die benötigte Action fehlt. Dieser Soundtrack ist aber so genial, dass ich als Nicht-Halo-Spieler unter Umständen garnicht wüsste, dass er für ein Spiel konzipiert ist.
Die ganze Zeit über habe ich mir versucht vorzustellen, wie dieses doch recht bunte Game mit der Musik vereinbar sei; es ist mir nicht gelungen.

Fröhliche Klänge paaren sich hier mit stärker auftretenden ernsteren Themen, die aber immer wieder einen Funken Hoffnung versprühen. Ärgerlich bloß, dass sich einige Bereiche in den Tracks wiederholen, aber das mindert nicht den Genuss.
Beim letzten Track habe ich mir dann noch einen schönen Creditssong erhofft, leider war es nur random-Punk-Müll. Die knapp zwei Stunden davor waren allerdings göttlich.
Die Hülle ist aber alles andere als göttlich: Innen sind zwei Stifte abgebrochen (Schäden treten bei mir eher selten auf, und schon garnicht beim ersten Auspacken), wodurch die zweite CD nichts mehr zum Festhalten hat, falls sie das überhaupt jemals hatte. Nett ist auch das Siegel (?), das nach dem Abziehen eine Klebespur hinterließ, sicher ein schönes Zuhause für alles, was auf einer Hülle scheiße aussieht.

Fazit: Eigentlich für jeden Fan von OSTs ein Muss, unter den Spielen sicherlich der König!

LEGO Star Wars 10174 - Ultimate Collector's AT-ST
LEGO Star Wars 10174 - Ultimate Collector's AT-ST
Preis: EUR 84,95
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5.0 von 5 Sternen Ein Gummiband und die Welt sieht anders aus, 25. Oktober 2009
Haltbarkeit:5.0 von 5 Sternen Pädagogisch wertvoll:5.0 von 5 Sternen 
Als ich das Packet das erste Mal in den Händen hielt war ich überrascht: Ein ganz schön großer Brocken. Noch erstaunter war ich über die Größe des Endprodukts stundenlanger Arbeit. Jaja, Zentimeterangaben sollte man sich zu Herzen nehmen.

Der Aufbau ist einfach, dauert halt bloß seine Zeit. Die magischen Gummibänder sorgen dann sogar für die klassische Schräge des Turms, was ihn dem Original deutlich näher bringt, als die Play-Sets je kommen werden. Zudem besticht der Läufer durch hübsche Details wie den Innenraum oder die Ventilatoren (?) an der Rückseite.
Der Kopf lässt sich sogar nach vorne kippen und drehen, nur Laufen kann er nicht, aber das sollte man auch nicht voraussetzen. Am Ende gibt es noch die klassische Tafel mit technischen Angaben zum großen Vorbild.

Alles in allem: Für den Sammler ein Muss. So schön sah der AT-ST in Legobausteinen noch nie aus! Für Kinder ist er natürlich nichts, die sollten eher zum Play-Set greifen.

Resident Evil 5 (PC) [Import UK]
Resident Evil 5 (PC) [Import UK]
Wird angeboten von DVDGAMING DIRECT DE
Preis: EUR 22,50
Verfügbarkeit: Gewöhnlich versandfertig in 2 bis 3 Tagen.

 
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Weg vom Horror hin zum Shooter, 22. Oktober 2009
Spaßfaktor:4.0 von 5 Sternen 
Capcom hat wieder zugeschlagen. Das Debüt auf den Next-Gen-Konsolen ist gelungen, wer beim vierten Teil den älteren aber schon eine Träne nachgeweint hat, wird hierauf wohl verzichten müssen.

Die Geschichte ist simpel: Chris und seine Partnerin Sheva decken auf ihrer Mission in Afrika eine düstere Machenschaft auf, durch die die Welt mit einem Virus infiziert werden soll. Dabei trifft Chris auf alte Bekannte, die er schon totgeglaubt hat.

Capcom hat seine Hausaufgaben gemacht: War Resident Evil 4 auf dem PC ein Fiasko, muss der PCler diesmal keine Unzulänglichkeiten oder andere Einbüßen in Kauf nehmen. Obendrauf gibts DX10, was ich leider mangels Vista nicht ausprobieren konnte. Das Spiel läuft bei 1280x1024 selbst unter höchsten Einstellungen noch genügsam. Wer aber auf höheren Auflösungen spielen will, braucht für den immensen Hunger auch potente Hardware. Die Steuerung mit Maus und Tastatur funktioniert reibungslos, allerdings muss man sich dann statt mit Laser, mit Crosshair zufrieden geben, was allerdings kein allzu großes Problem darstellen sollte.

Eine große Neuerung, mit der sich das Spiel von älteren Vertretern abhebt ist das kooperative Gameplay: Chris und Sheva sind immer zusammen unterwegs; wenn kein menschlicher Partner via Split-Screen oder Online einspringen kann, macht das eben der PC. Die KI des Kollegen ist dabei OK, es lassen sich auch einfache Befehle geben, die man aber nicht zwingend zum Durchspielen braucht. Wie gewohnt ist die Sicht auf den Rücken des Spielers fixiert, was das ganze Geschehen etwas unübersichtlich macht. Das Inventar ist beträchtlich geschrumpft und lässt sich auch nicht vergrößern. Dafür gibt es für zwischen den Missionen eine große Ablagefläche für Dinge, die man sich für später aufheben will. Sheva hat ja aber auch noch Platz, wodurch man die Gegenstände oftmals hin und her tauschen muss. Die Waffen der beiden lassen sich erneut upgraden, diesmal ließe sich das komplette Maximum mit entsprechendem Budget aber schon zu Anfang erkaufen.
So sehr man hier auf den Platz achten muss, zumindest im zweiten der drei (?) Schwierigkeitsgrade hat das recht wenig Auswirkung, da sich immer ein guter Weg finden lässt.
Wie schon früher wollen diese Waffen benutzt werden, und diesmal gibt es eine wahrliche Unsumme an Feinden: Gleich zu Anfang wird man gejagt, wo man doch dort noch kaum Munition hat. Das lässt dann allmählich im Spielverlauf nach, und selbst wenn es mal knapp wird, findet man wieder genug, um den Bedarf erneut decken zu können.

Das große Wort, das Resident Evil bisher beschrieben hat ist Survival-Horror. Das ist passe. die Level finden fast ausschließlich bei hellem Tageslicht statt, wenn man sich nicht gerade in Gebäude-Komplexen bewegt, und die Locations wissen nicht durch gruselige Atmosphäre zu überzeugen. Darüber kann die Abwechslung (u.A. Afrika, Schiff, Sumpf) auch nicht hinwegtäuschen. Teilweise fühlt man sich hier eher wie in einem ganz normalen Shooter! Die KI ist wie gehabt, die Leute stapfen gemächlich auf den Spieler zu oder rennen auch mal. Später agieren die Infizierten, "Ouroboros" genannt, wie Soldaten, tragen Helm und Schutzweste und benutzen AKs und Stockgranaten, da ist Schluss mit Survival-Horror. Auf der anderen Seite kriegt das Spiel hier aufgrund des recht langsamen Gameplays und der Musik einen kleinen Jagged Alliance 2 - Touch, keine Ahnung, wie ich darauf komme.
Auf jeden Fall merkt man dem Spiel hier seine Wurzeln nicht mehr an. Zu selten werden die verbliebenen Momente genutzt, um die Atmosphäre gruseliger zu machen. Lichtblicke sind da eine riesige Halle, die einen Matrixtouch ala menschliche Brutkästen erzeugen kann und das Wiedersehen mit den Lickers, die im besten Falle leisen Schrittes umgangen werden müssen. Ruhige Momente mit einem gefundenen Dokument, leider zu selten, versprühen auch ganz gut Atmosphäre, aber das hält sich doch eher in Grenzen.

Apropos Matrix, der Oberbösewicht könnte direkt aus einem der Filme genommen worden sein: Er weicht Kugeln aus und hat nebst immenser Kraft einen Coolness-Faktor, der nicht nur Neo die Show stehlen würde, sondern vorallem dem Hauptprotagonisten Chris Redfield: Der Bizeps mag doppelt so groß wie der von RE4-Leon sein, das Profil ist aber nicht gewachsen, beliebig austauschbar.

Wie schon im vierten Teil wird jeder Akt mit einem Bossfight beendet, mal bockschwer (es sei denn, es befindet sich ein RPG im Gepäck <3), mal viel zu einfach. Quick-Time-Events sind dafür auch wieder stark vertreten, lassen teilweise aber meiner Meinung nach zu wenig Reaktionszeit. Oft sind Cutscenes damit bestückt, was doch schon oft genug ärgerlich sein kann, wenn man seinen Fingern etwas Ruhe geben wollte. Ich hab grundsätzlich nichts gegen QTE, aber manchmal rechnet man schlichtweg nicht damit.

So, halten wir fest: Horror's almost gone. Aber was die Locations an Horror verlieren, machen sie durch die Grafik wieder wett: Bis auf das matschige Wasser besticht das Spiel durch hervorragende Grafik, die erstaunlich flüssig über den Bildschirm wandert. Licht, Texturen, Modelle: Alles stimmt hier. Man kann sich teilweise garnicht satt sehen an der Umgebung. Streng linear, aber doch genug Finessen, um zu überzeugen.
Akustisch gibts auch nichts zu meckern, sowohl Effekte als auch Soundtrack passen ins visuell sehr gute Gesamtbild.

Das Spiel ist leider recht schnell rum, genug Entertainment gibt es aber. Freizuspielen sind unter Anderem noch andere Charaktere, wofür z.B. die Anzahl der Tode in jeder Mission begrenzt sein muss oder die Spielzeit. Für Lesefreudige gibt es ein paar Files, um etwas über die Personen und Organisationen in Erfahrung zu bringen, sie lesen sich doch aber teilweise eher wie Deutscharbeiten eines Schülers.

Fazit: Resident Evil 5 balanciert zwischen Action und Horror. Der Spagat funktioniert nicht, zum Gruseln ist definitiv zu wenig da. Nichtsdestotrotz ist hiermit ein Actionskracher vom Feinsten erschienen, der zu begeistern weiß, sofern man sich von den meisten bisherigen Merkmalen der Reihe trennen kann.





Die Siedler III - Gold Edition inkl. Mission CD + Das Geheimnis der Amazonen [Software Pyramide]
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4.0 von 5 Sternen Einer der besten Teile, 12. Oktober 2009
Spaßfaktor:5.0 von 5 Sternen 
Wie habe ich dieses Spiel damals geliebt: Wuselige Siedler, schöne Grafiken, passende Musik; Einfach stimmig. Wenn da nicht so kleine Schnitzer mit großer Auswirkung gewesen wären!

Es war tatsächlich mein erstes Siedler, darauf folgte dann schließlich der zweite Teil, der mich aber der Meinung der Siedler-der-ersten-Stunde zum Trotz nie so fesseln konnte. Das ganze Gameplay-Konzept war ja auch anders. Keine Wegpunkte mehr, steuerbare Soldaten, alles griff gut ineinander und für Spaß war gesorgt:

Mit dem Addon stehen 4 Völker zur Verfügung in Multiplayer- und Skirmishgefechten, sowie ihren jeweiligen Kampagnen, die nach Schwierigkeitsgrad sortiert sind. Die Missionsbeschreibung wird dabei vor jeder Mission von einer Stimme vorgetragen, wirklich gute Sprecher.

Das Territorium wird durch das Bauen von Türmen und Burgen vergrößert, wie es auch im zweiten Teil schon war (ersten habe ich nicht gespielt, da kam ich dann doch zu spät), allerdings können sich die Siedler auf dem Terrain frei bewegen, zu Baustellen müssen also keine Wegrouten mehr angelegt werden. Häufig "belaufene" Wege werden dann mit der Zeit von selbst planiert, wodurch die Siedler dort einen Geschwindigkeitsbonus bekommen. Ziel ist es, eine funktionierende Wirtschaft bis hin zur Waffenproduktion zu errichten. Alles aufzuzählen wäre zu kompliziert, im Grunde ist es aber einfach: Auf der einen Seite muss Nahrung her, damit die Minen Erträge für die Waffenproduktion liefern, auf der anderen Seite muss Baumaterial für Wohnhäuser her, damit die Population Unterkünfte hat, sonst streiken Leute, die theoretisch keinen Platz mehr haben und verweigern die Arbeit.
Die Bevölkerung, die stets als Träger aus den Wohnhäusern rennt nimmt dann den jeweils erforderlichen Beruf ein. Welche Waren eingelagert, wie viele Siedler welche Berufe annehmen dürfen, alles lässt sich einstellen.
Man fuchst sich schnell rein, auch wenn sich das nach sehr viel anhört. Eine Tutorialmission schafft schnell für die wichtigsten Dinge Abhilfe.

Was aber deutlich sein sollte: Dies ist kein Anno. Ziel ist es, Soldaten auszubilden, am besten so schnell, wie möglich. Dabei gibt es Schwertkämpfer, Bogenschützen und Speerkämpfer, jeder für eine andere Situation. Wenn die Truppe groß genug ist, geht es auf zum Gegner. Wenn alle feindlichen Türme und Burgen eingenommen wurden, ist das Spiel gewonnen. Zur Unterstützung können auch völkerspezifische Belagerungsgeräte gebaut und Priester ausgebildet werden, bei jedem Volk mit anderen Zauberkräften.

Grafisch ist dieses Spiel 2D, aber wirklich mit unheimlich viel Liebe zum Detail: Alles sieht stimmig aus, man vermisst nichts. Dazu gibt es noch einen hervorragenden Soundtrack, der das ganze Geschehen untermalt.

Die KI ist grenddebil: Sie kann keine Schiffe benutzen oder bauen, sie kann bei diversen Engpässen nichts mehr tun und verhält sich seltsam. Das ist ärgerlich, hier wurde geschlampt. Es gibt auch einige Bugs: Die Bereitschaft der Siedler, Kohlesäcke dahin zu bringen, wo sie gebraucht werden nimmt für jeden neuen Sack allmählich ab bis sie auf null fällt. Dadurch gibt es theoretisch eine maximale Produktionsleistung, da viele Säcke dann einfach stehen gelassen werden, obwohl eigentlich genug Träger und Platz verfügbar sind. Laut den Entwicklern aber ein Feature, naja, immerhin schont es ältere Rechner, wenn nicht so viel los sein kann.
Ein viel gravierender Bug ist aber eine wohl fehlende Animation für einen ägyptischen Bogenschützen, wodurch sein voll aufgewerteter Vertreter nicht nach Süden feuern kann und sich stattdessen munter im Kreis dreht.

Wenn nichts mehr geht, ist da noch ein Level-Editor mit dem sich alles realisieren lässt, was die Entwickler auch in den Missionen konnten, ist ja auch nicht wirklich viel. Schade, dass man im Singeplayer stets rot ist und sich in Multiplayergefechten die Farbe nicht aussuchen kann. Dies wurde im Nachfolger geändert, den ich aber nicht vorzuziehen würde.

Fazit: Ein sehr gelungenes Aufbaustrategiespiel, das mit knuffigem Siedler-Wuselfaktor sowie einem recht dynamischen Ablauf begeistern kann. Wer mal in die Siedlerserie einsteigen will, sollte hiermit oder mit dem zweiten Teil beginnen und nach dem Vierten aufhören. Für mich sind die weiteren Anno-Klone nichts mehr.


Tags des Prüfers: amazonen, asiaten, blue byte, römer, settlers, ägypter


Resident Evil 4
Resident Evil 4
Wird angeboten von GAMES-MECOMMUNICATIONS
Preis: EUR 39,90
Verfügbarkeit: Auf Lager.

 
0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Survival-Horror vom Feinsten, 8. Oktober 2009
Spaßfaktor:5.0 von 5 Sternen 
Ich stand diesem Spiel erst sehr skeptisch gegenüber. Ein Probespiel des 5. Teils auf der PS3 hat mich steuerungstechnisch in den Wahnsinn getrieben. Nichtsdestotrotz habe ich mich schließlich doch für einen Neuanfang auf der PS2 entschieden, und was soll ich sagen: Es gibt eigentlich nichts, dass einen von diesem Spiel abhalten kann!

Erschien Resident Evil 4 wohl erst für den Gamecube, wurde die später erschienende PS2-Version grafisch etwas ab-, inhaltlich etwas aufgestockt. Doch keiner dieser grafischen Abstriche kann das Spielvergnügen trüben, sieht es doch immernoch verdammt stimmig aus. Was den Sony-Zocker trotzdem noch entschädigen will, sind 5 Zusatzmissionen, in denen man sich in die Rolle von Ada, einer ehemaligen Kollegin des Hauptcharakters Leon, schwingen darf. Hier werden auch nocheinmal zusätzliche Dinge, die relevant für den Hintergrund sein können, ersichtlich.

Doch nun zum Spiel ansich: Was (bei mir) hängen blieb, war, dass die Präsidententochter entführt wurde und nun befreit werden soll. Ein Ansatzpunkt und damit der Anfang des Spiels ist ein verschlafendes (verdammt verschlafendes) Dorf. Dafür spielt man den gutaussehenden Leon (sein Bizeps sollte etwas kleiner sein als der des Hauptprotagonisten des 5. Teils), der dabei völlig auf sich allein gestellt ist. Bald stellt sich heraus, dass die Dorfbewohner einen an der Waffel haben und hier mehr hintersteckt. Ja, die Story ist nicht der Rede wert, ist aber genug, um den Spieler bei der Stange zu halten. Wenn man erstmal drin ist, lässt das Spiel auch trotzdem nicht so schnell los, zumal die Charaktere doch sehr überzeugend dargestellt sind und einfach Spaß machen.
Gute Dienste bei seinem Auftrag leistet ihm theoretisch das recht große Waffenarsenal, wobei die meisten Waffen gegen Bares bei diversen Händlern erworben werden können.
Das Inventar ist auch nicht unendlich groß, so sollte es mit gefundenem Geld bald erweitert werden, sodass es gut Platz für 3 Hauptwaffen neben der Pistole bieten sollte. Und hierzu zählen nicht bloß Gewehre: Unter Anderem lässt sich auch ein Raketenwerfer (einmal benutzbar) erwerben, ja sogar aufsammeln.

Wofür der ganze Kram? Diesmal wohl nicht für Zombies (zu meiner Schande: Ich habe die ersten drei Teile nicht gespielt), sondern für "Besessene", also von einer kleinen Kreatur als Wirt benutzte Menschen. Es sind also theoretisch keine Idioten, so verhalten sie sich auch nicht: Sie täuschen Bewegungen an, sie werfen mit Waffen und können sogar miteinander kommunizieren. Aber allem voran halten sie verdammt viel aus. Im späteren Verlauf kriechen sogar die Parasiten aus ihren offenen Hälsen (pardon), die auf ihre Ladung Schrot warten.
Eine große spielerische Abgrenzung zu vorherigen Teilen stellt aber vorallem die Sicht dar: Von nun an ist die Kamera dauerhaft hinter Leon platziert und es wird über die Schulter geblickt und geschossen. Darunter leidet oftmals die Übersicht, aber hey, das soll immerhin für Atmosphäre sorgen. Und das tut es auch.

Und diese Atmosphäre ist für so einen Titel wahrlich gelungen: Man fühlt sich teilweise recht hilflos, wenn der Reload zu lange dauert, in den schier endlosen Sekunden des Umschwenkens (was aber auch per Knopfdruck "schwubs" machen kann) oder wenn einer der Kerle durch schnelles Bewegen des linken Nippels abgeschüttelt werden muss. Dabei kann Leon aber sogar noch mehr: Er kann mit Kicks und Supplexhieben die böse Meute von sich halten; oftmals ein wahrer Segen.
Zudem gibt es noch viele End- und Zwischenbosse, die nicht nur durch ihr Aussehen erschrecken, sondern auch dadurch, dass Leon hier nicht untätig rumballern darf. Laufen ist angesagt, wenn die Kerle zu nah rankommen kann es schon vorbei sein und der Kopf ist ab.
Die Schauplätze sind auch sehr gelungen: Vom düsteren Wald bis zu unterirdischen Labors in einer scheinbar alten Festung wissen sie stets zu beeindrucken und die Lust, weiterzuspielen, auf dem Kurs zu halten.
Was das ganze etwas schmälert ist die Tatsache, dass Leon vielleicht etwas "zu" gut für den Einsatz ausgerüstet werden kann und zuviel findet. Außer bei den teils verdammt munitionsintensiven Bosskämpfen, hat man eigentlich immer genug, um genug auszuteilen. Vielleicht ist das im höchsten Schwierigkeitsgrad anders, ich habe es nicht getestet.

Nach gut 17 Stunden war das Spektakel dann auch schon wieder vorbei. Nein, schon wieder ist übertrieben: Das ist eine gute Spielzeit, von der sich viele heutige Spiele noch eine Scheibe abschneiden können. Und zwischendrin gab es auch immer wieder hübsche Filmsequenzen, wenn z.B. der Boss kommt oder auch Videodialoge mit den Antagonisten, sowie der hübschen Dame der "guten" Seite. Am Ende warten dann ja sogar noch die Bonusmissionen. Für viele unterhaltsame Stunden ist also gesorgt.

Fazit: Wer sich nicht komplett von der erwähnten Steuerung verprellen lässt und allgemein etwas für Horror übrig hat, sollte zugreifen. RE4 ist, auch wenn Kenner die anderen Teile noch so sehr in den Himmel loben, ein würdiger Nachfolger. Bleibt bloß noch zu sagen: Uncut-Version auftreiben für GC, PS2 oder gleich für die Wii (GC-Grafik + PS2-Inhalte), aber auf jeden Fall den PC meiden: Hier in den Rezensionen werden teilweise nur steuerungstechnische Schwierigkeiten aufgezählt, aber alleine die Tatsache, dass erstmal ein fetter, wirklich fetter Fanmade-Patch für komplette Abhilfe, auch grafisch, sorgen muss, ist lächerlich. Capcom hat sich ja aber gesteigert, so ist RE4 wohl leider noch das alte Relikt schlechterer PC-Portierungen.


S.T.A.L.K.E.R. - Shadow of Chernobyl
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2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen Gescheitertes Meisterwerk, 20. September 2009
Spaßfaktor:2.0 von 5 Sternen 
Es hätte so schön sein können...

S.T.A.L.K.E.R

Es fing katastrophal an, und ging katastrophal weiter: Zu viele Bugs, zuviele Features nicht mitreingenommen, man war erstmal enttäuscht. Bald steht Call of Pripyat in den Läden und ich bin gespannt, ob die Entwickler aus ihren Fehlern gelernt haben. Wenigstens werden es wieder neue Gegner ins Spiel schaffen - ach! Sie sind ja schon drin!

Man startet also als ein STALKER in der Zone und bekommt seine Aufträge von allerhand Leuten. Hauptziel ist es, den noch unbekannten Strelok zu töten - warum, weiß man nicht mehr.
Der Einstieg ist auch gelungen, sobald man den Keller verlässt, darf man die wunderschöne Grafik bewundern, die heutzutage auch mit nicht allzu teuren Rechner relativ flüssig über den Bildschirm blitzt. Dazu tragen die verdammt hoch aufgelösten Texturen und die grandiose Beleuchtung bei, auch der Wind ist "spürbar", die Umgebung wirkt glaubhaft, auch mit ihren Mutantenviechern, die überall rumstreifen.
Geplant war ein Nahrungssystem: Alle Lebewesen müssen Essen und schlafen, um dort zu überleben. Der einzige, der das wirklich tut im Endeffekt, ist man selbst. Schade. Geplant waren Zombies mit Controllern, die ihre dümmeren Kollegen von erhöhten Positionen aus dirigieren. Nicht im freien Spiel drin, die Zombies kann man sich allerhöchstens mit Mods angucken. Schade. Geplant war eine freie Welt mit Fahrzeugen. Übrig blieb eine lineare Welt ohne Fahrzeuge. Schade. Es geht ewig so weiter: Etliche Jahre an Entwicklung wurden verbraten, am Ende war weniger drin, als geplant.
Dann kam der Mist mit den Bugs, hier kann man sehr sauer werden: Ein GSC Spiel kann man also nicht bei Release spielen. Geht einfach nicht. Warum? Weil JEDER Patch die Savegames unbrauchbar gemacht hat! Also immer wieder von vorne anfangen! Das ist ein wahres Armutszeugnis, zumal es wirklich so einige Patches gebraucht hat, bis alles einigermaßen rund lief.

Wenn man die DVD aber heute, mit Patches, in das Laufwerk legt und anfängt, machen die ersten 10 Minuten wahrlich Freude. Dann geht es zum ersten Quest: Ein kleines Dorf (paar Häuser) von Banditen säubern, dazu KI-Unterstützung. Klasse, gleich mal ein wenig ballern. Man läuft also mit seinen Kumpanen zum Dorf und es geht los (man hätte ihnen übrigens auch sagen können: Nein, ich mache das alleine. Löblich): Es fallen erste Schüsse. Ich hole meine Pistole raus und nehme den ersten Gegner über Kimme und Korn ins Visier. Schuss! Daneben. Schuss! Daneben? Nochmal drei Schüsse. Steht noch. WTF?!
Hier begann ich am Spiel zu zweifeln. Das Aiming-System ist das schlechteste, das ich in meiner ganzen Shooter-Laufbahn je gesehen habe. Lachhaft, Operation Flashpoint gibt Realismus pur, und DORT treffe ich meine Gegner besser als in diesem STALKER? Die Pistole zieht so weit hoch, dass der Gegner 1 Sekunde lang verdeckt ist. Habe ich getroffen? Es lässt sich nicht feststellen. Ich habe natürlich noch weiter gespielt, hatte schließlich einen Vertreter der AK in der Hand. Genauso schlimm: Die Soldaten wollen sich nicht treffen lassen. Bis ich einmal einen Treffer lande bin ich schon tot. Es war der leichteste Schwierigkeitsgrad, aber ich bin kein Idiot. Das Spiel verschwand von meiner Platte.

Das Ende werde ich also nie sehen. Dabei würde ich das wirklich gerne! Die Grafik ist klasse, die Umgebungen sind klasse, die Mutanten sind klasse (wenn es auch so wenige sind), die Atmosphäre ist gruselig und damit spitze! Es gibt sogar Regen und Gewitter, dynamische Tag- und Nachtwechsel, verschiedene Gruppierungen, denen man sich anschließen kann, mehrere Enden! Bloß dieses besch...eidene Aiming-System! Aber GSC hören nicht auf: Dritter Teil erscheint bald, selbe Engine. Ich würde mir so sehr wünschen, dass es anders wäre, aber so muss ich die folgenden STALKER-Teile ständig auslassen.

Fazit: Warten Sie grundsätzlich bei STALKER-Games auf die Ankündigung des nächsten Teils. Dann wissen Sie: Aha, jetzt sind wohl allmählich genügend Patches draußen; jetzt gibt es genügend Mods, die mir Sachen nachliefern, die eigentlich von den Entwicklern schon hätten integriert werden müssen. Und wenn Sie dann den Frust mit den Waffen aushalten können, dann greifen Sie zu diesem Spiel! Die offene Welt ist grandios, solange keiner schießt!
Kommentar Anmerkungen (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Nov 8, 2009 11:14 PM CET

Tags des Prüfers: mutanten, tschernobyl, zone


Call of Duty 4 - Modern Warfare
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Auch auf PS3 klasse!, 20. September 2009
Spaßfaktor:4.0 von 5 Sternen 
Ich habe dieses Spiel vorher schon auf dem PC durchgespielt gehabt,
musste die Kampagne aber auf der PS3 umbedingt noch einmal durchspielen!
Ich gehe jetzt hier nicht noch einmal auf grundsätzliche Dinge ein, habe ich das doch schon in der Rezension der PC-Version getan.

Optisch auch hier klasse: PS3- und 360-Version nehmen sich hier so gut wie nichts. Man bekommt zwar keine nativen 720p (auf beiden Versionen), dafür saubere 60FPS spendiert, wodurch das Erlebnis in meinem Fall auf der PS3 um einiges sauberer als auf dem PC ist (natürlich abhängig von der PC-Hardware ;) ). Und obwohl der Schwierigkeitsgrad auf Veteran auch hier absolut tödlich ist und teilweise doch extrem koordinierte Vorgehensweisen verlangt (dafür einen Spielspaß-Stern Abzug), kommt man einfach nicht davon los, bis man den Abspann gesehen hat - und das lohnt sich auf jeden Fall!

Die Steuerung ist beispielhaft, geht absolut leicht von der Hand und wird auch Gamepadmuffel schnell überzeugen. Was nach dem SP-Einsatz noch bleibt, ist der grandiose Multiplayer, der sicherlich noch etliche Stunden an die PS3 fesseln kann. Hier sollte man beim Neukauf umbedingt darauf achten, sich wirklich die Game of the Year - Version zuzulegen, liegt hier doch kostenlos noch das ansonsten kostenpflichtige Mappack bei, was die Motivation noch erhöhen dürfte!

Kurzum: Ein verdammt gelungener Shooter, den man gerne auf mehreren Plattformen noch einmal in Angriff nimmt :)
Tags des Prüfers: sniper


Dead Space [UK-Import]
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Hoher Gorefaktor, 18. September 2009
Spaßfaktor:5.0 von 5 Sternen 
Die Ishimura, ein Abbau-Schiff, das im Orbit einer Kolonie schwebt, sendet nichts mehr. Also ist es an einem Ingenieursteam aus drei Leuten, nach dem Rechten zu schauen. Doch schon das Andocken verheißt nichts Gutes, ein Blick in das Raumschiff zeigt ein Massaker auf.
Der Spieler, der in die Rolle des Isaac Clarke schlüpft, wird schnell von seinen Compañeros getrennt und die Mannschaft wird von Mutanten angefallen. Oder sind es Aliens? Wer weiß.

Hier beginnt der Spaß auch schon, bald bekommt man seine erste Waffe in die Hand gedrückt und kann sich zur Wehr setzen. Das ist auch bitter nötig, um sich der Horden Monster zu erwehren. Aber hier ist nicht stupides Geballer angesagt: Die Gegner müssen "limb by bloody limb" - Gliedmaße für Gliedmaße zerstückelt werden, bis sich nichts mehr rührt. Das klingt furchtbar brutal - ist es auch. Schieße ich zuerst auf seinen Arm, oder doch lieber auf die Beine, damit er sich langsamer fortbewegt? Mit fortschreitenem Spielverlauf muss man sich dieser Frage öfters stellen. Isaac wird auch schnelleren Gegnern gegenübertreten, die eine schnelle Flucht in die nächste Ecke zu verhindern wissen. Dabei gibt es eine überschaubare Anzahl an Gegnern, die aber sehr krasse Unterschiede aufweisen: Der eine ist träge und entlässt eine nervige Brut, wenn er nicht schnell genug ausgeschaltet wird, der andere kriecht auf dem Boden und springt den Spieler für gewöhnlich lieber an, als zu rennen.

Um der Lage Herr zu werden stehen Isaac etwas mehr als ein halbes Dutzend Waffen zur Verfügung, die unterschiedlicher kaum sein könnten: Da gibt es verlässliche Einzelschusswaffen, deren Salven präzise platziert werden können oder eine Säge mit Reichweite, bzw. einen Laser-Beam, um chirurgisch tätig zu werden.

Aber ist dieses Spiel wirklich so gruselig, wie angepriesen? Nicht ganz: Auf der einen Seite sorgen so einige Events für kurzzeitige Panik, wenn zu viele Gegner auf dem Bildschirm rumlatschen, wird es auch schonmal brenzlig. Auch die härteren Vertreter, die es nicht so leicht weghaut erzeugen eine gute Brise Angst, weglaufen ist hier streckenweise angesagt. Die Kulisse, die nur allzu gerne einen Ausblick auf den Weltraum zulässt tut auch ihr Übriges, allgemein sind die Schauplätze überraschenderweise gut durchdacht und jedesmal erfrischend anders. Dabei spielt fast das ganze Spiel auf diesem Raumschiff.
Auf der anderen Seite will kaum Angst aufkommen, meistens läuft das Betreten eines Raumes auch nach Schema F ab, sodass man genau weiß: Gleich geht es los - gleich kriege ich hier Besuch!

Ein wundervolles Feature des Games ist "Zero-Gravity": In bestimmten Arealen lässt sich der Boden unter den Füßen per Sprung zur Wand/Decke beliebig wechseln, die Gegner (die hier leider bloß vereinzelt vorkommen)können sich dies ebenfalls zunutze machen.
Überall im Spiel findet man Audio- und Text-Logs, um mehr über das Schicksal der Crew und ihrer Experimente zu erfahren. Dies erzeugt eine gute Atmosphäre und sorgt für mehr Verständnis. Man steht auch im ständigen Kontakt mit seinen Kameraden, die Isaac des öfteren mal anfunken und ihn so durch das Raumschiff führen. Apropos führen: Die Karte ist verdammt übersichtlich, es zieht sich sogar ein blauer Faden durch das 3D-Konstrukt, um den Spieler zum nächsten Missionsziel zu leiten, wenn man mal nicht weiter weiß.
Ein weiterer Punkt ist das Inventar: Sehr übersichtlich zeigt es die aktuellen Munitionsvorräte auf. Um mehr Slots für mehr Gegenstände zu bekommen, muss der Anzug erweitert werden. Dies lässt sich für Cash in einem der vielen im Spiel platzierten "Shop-Stations" erledigen, für weitere Upgrades, auch für Waffen und co. ist die "Bench" da.
Als wäre das nicht genug gibt es noch "Stase" und "Kinese". Ersteres kann Objekte verlangsamen, muss aber ständig aufgeladen werden, die Kinese, stets verfügbar wird zum Bewegen ansonsten viel zu schwerer Objekte benutzt, wobei diese deutlich markiert sind, sollte es sich hier anwenden lassen.

Unangenehm aufzufallen weiß bloß die Beziehung zwischen Isaac und seiner Freundin, was sie sagt wirkt oft etwas hölzern. Aber auch hier wartet eine Überraschung auf den Spieler!

Grafisch ist das Spiel sehr solide, nichts bahnbrechendes, aber auch nichts, an dem man sich stören könnte. Das Spiel ist übrigens verdammt blutig, man wundert sich, wie viel in so einen Alien reinpasst. So spaßig das ganze aber auch ist, so schnell ist es wieder vorbei; sehr lange spielt man hier nicht, dafür gibt es gute Stunden guter Unterhaltung!

Fazit: EA hat hier doch etwas sehr gutes abgeliefert. Ein wunderbarer Horror-Shooter aus der 3rd-Person-Ansicht, der mit Blut nicht geizen will. Ich bin gespannt auf das Sequel! Oh, anbei: Wii-Zocker dürfen sich ja bald auf das Prequel freuen. Diesmal in Form eines Railshooters verpackt, verspricht auch dieser Titel unterhaltsame Stunden vor dem Bildschirm!
Tags des Prüfers: aliens, gore, ishimura


Half-Life 2: The Orange Box [UK-Import]
Half-Life 2: The Orange Box [UK-Import]
Wird angeboten von PentagonDirect
Preis: EUR 16,74
Verfügbarkeit: Gewöhnlich versandfertig in 4 bis 5 Tagen.

 
0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Wie auf 360, bloß schlechter, 23. Juli 2009
Spaßfaktor:4.0 von 5 Sternen 
Die PS3-Version kam mit einiger Verspätung, hätte man meinen können, das lohnt sich. Weit gefehlt.

Für diese Portierung zeichnete sich diesmal nicht Valve selbst sondern EA aus. Von denen ist man ja stets absolute Topqualität gewohnt. Auch hier wird man nicht enttäuscht: Etliche Slowdowns, Soundfehler (prickelte seltsamerweise hier und da bei mir) und Ruckler zogen sich durch alle HL2-Teile. Nach einem Patch sollten die größten Framerateeinbrüche beseitigt sein, aber ich, obwohl gerade mal ein paar Levels gespielt, hatte schon am Anfang andauernd Slowdowns. Da lässt sich gut auf das, was noch kommt schließen, Episode 2 wird sicherlich ein reines Fest. Was man so an Fakten aus Reviews liest/sieht deutet zumindest darauf hin. Wie gesagt: Es soll jetzt etwas besser sein, am besten man kalkuliert bei der Kaufentscheidung eine leicht bessere Performance als dort erwähnt ein. Trotzdem bleibt es spielbar, macht natürlich auch Spaß.

Nebst HL2 bleibt da noch TF2 und Portal, beides sicherlich gute Spiele, wenn ich Team Fortress 2 auch nichts abgewinnen kann. Bei diesen beiden ist auch keine Performancebeeinträchtigung zu spüren, so muss das aussehen.

Ansonsten: Man bekommt hier Half-Life² satt für die PS3 und das ist erfreulich. Vielleicht entscheidet sich Valve ja auch mal dafür, die PS3 zu unterstützen und macht Episode 3 dafür selbst. Hoffen kann man ja.

4 Sterne, 5 für die anderen Plattformen!
Tags des Prüfers: port, portal, ruckler, slowdowns, team fortress 2


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