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Rezensionen verfasst von
Susanne "Klusi" (Oberfranken)
(TOP 500 REZENSENT)   

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Der himmlische Weihnachtshund
Der himmlische Weihnachtshund
von Petra Schier
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 9,99

5.0 von 5 Sternen Ein kleiner Hund mit einer großen Aufgabe, 5. November 2012
Während Renovierungsarbeiten im Büro von Santa Claus wird beim Umräumen, unter einem Schrank, ein über 20 Jahre alter Wunschzettel gefunden. Santa ist bestürzt, wie so etwas passieren konnte und beschließt, dem mittlerweile erwachsenen Schreiber nun seine Wünsche noch zu erfüllen. Der damals neun Jahre alte Michael hat sich sehnlich einen Hund gewünscht und außerdem Santa Claus gebeten, dafür zu sorgen, dass seine allerbeste Freundin Fiona nicht mit ihren Eltern wegzieht.
Der Wunsch nach einem Hund ist leicht zu erfüllen. Die Weihnachtselfen setzen einen weiblichen Labrador-Welpen in einer Mülltonne aus und sorgen dafür, dass die Kleine von Michael entdeckt wird. Auch Michaels zweiter Wunsch scheint sich einfach erledigen zu lassen, denn seine Sandkastenliebe Fiona ist vor einigen Wochen in die Stadt zurückgekehrt. Aber es ergeben sich unverhoffte Probleme.

Der alljährlich erscheinende weihnachtliche Hunderoman ist inzwischen schon eine schöne Tradition von Petra Schier und wird von vielen Lesern und Fans ungeduldig erwartet. Ich habe im vergangenen Winter zwei Bände der Reihe gelesen und mich sofort in die kleinen. Büchlein verliebt, die alle nach dem gleichen Prinzip aufgebaut sind. Jedes der Bände hat 24 Kapitel und lässt sich daher auch gut als literarischer Adventskalender einsetzen.
Auch gefällt mir, dass alle Geschichten der Reihe locker verbunden sind, da sich die Protagonisten teilweise von früher kennen. So trifft man auch im aktuell erschienenen „Himmlischen Weihnachtshund“ „alte Bekannte“ wieder und hat irgendwie das Gefühl, nach Hause zu kommen. Diesmal begegnen wir unter anderem Tom und Tessa aus „Vier Pfoten unterm Weihnachtsbaum“.
Die Handlung, die sich im neuen Roman hauptsächlich um den niedlichen Welpen „Keks“, sein frisch gebackenes Herrchen Michael und die Tierärztin Fiona Maier dreht, hat genau die richtige Mischung aus Harmonie und Spannung zu bieten. Wer schon die bisherigen Bücher dieser Reihe kennt, kann sich auch wieder auf die vertrauten Szenen mit Santa Claus und seinen Weihnachtselfen freuen, die einen immer wieder zum Schmunzeln bringen. Besonders gelungen finde ich, dass auch die kleine Hundedame zwischendurch „zu Wort“ kommt. Insgesamt ist der Autorin auch diesmal wieder eine Geschichte gelungen, die das Herz und die Seele wärmt und damit die ideale Lektüre für die kalte, dunkle Zeit der Wintermonate ist. Das hübsch gestaltete Büchlein eignet sich auch ideal als kleines Geschenk oder Mitbringsel für die Adventszeit und würde vom Format her sogar in den Nikolausstiefel passen. Ich denke, die Handlung spricht nicht nur Hundefreunde an, sondern wird alle Romantiker und Liebhaber warmherziger Geschichten erfreuen.

Kaltes Herz
Kaltes Herz
von Charlotte Freise
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

4.0 von 5 Sternen Toller Erzählstil, auch wenn die rätselhaft-düstere Story für mich nicht immer logisch erschien, 1. November 2012
Rezension bezieht sich auf: Kaltes Herz (Taschenbuch)
Berlin, zu Beginn des 20. Jahrhunderts.
Bei ihren Auftritten und auf dem Heimweg vom Varieté Wintergarten fühlt sich die Sängerin Hetti Keller von einem asiatischen Mann beobachtet und verfolgt. Als er eines Abends wieder auf sie wartet, kommt ihr der Brite Charles Peter Jackson zur Hilfe und begleitet sie nach Hause. Hetti fasst gleich Vertrauen zu dem jungen Mann, und es entwickelt sich bald eine zarte Liebe zwischen den beiden. Als Hettis Mutter jedoch von der Verbindung erfährt, setzt sie alle Hebel in Bewegung, Charles von ihrer Tochter fern zu halten. Sie geht so weit, dass sie Hetti zu Verwandten aufs Land schickt, um sie aus Charles’ Einflussbereich zu schaffen. Der Empfang in Gramstett ist äußerst frostig. Tante Johanne verhält sich Hetti gegenüber schroff und abweisend, und Onkel Heinrich lässt sich gar nicht blicken. Der kranke Mann widmet seine ganze Zeit und Aufmerksamkeit seiner Erfindung im Keller des Hauses, denn er hat ein Perpetuum Mobile geschaffen. Nur seine Frau und ein gewisser Professor Regenmacher dürfen zu ihm. Hetti fühlt sich einsam und verlassen, lediglich ihre Cousine Ida kümmert sich um sie und wird bald zu ihrer Freundin und Vertrauten.
Mittlerweile sucht Charles nach Hetti. Er hat das ungute Gefühl, dass ihre Abreise nicht ganz freiwillig war und dass sie in Gefahr sein könnte.

Die bildhafte, gewaltige und zugleich einfühlsame Sprache versetzt den Leser sehr gekonnt ins Geschehen und vermittelt ein plastisches Bild der damaligen Zeit. Hetti ist eine schöne, sensible junge Frau und eine begnadete Sängerin, ganz anders als die Damen, die Charles bisher gekannt hat. Sie erscheint ihm wie eine Seelenverwandte. Trotzdem ist er hin- und her gerissen, zwischen dem Bedürfnis, sich Hetti anzuvertrauen und den Zweifeln, ob sie einen Mann wie ihn überhaupt lieben könnte. Charles wirkt, trotz seiner Schwindeleien und nicht immer legalen Aktivitäten, von Anfang an sympathisch. Mit der Zeit erfährt man dann auch, wieso er überstürzt aus England abgereist ist, und man kann seine Handlungen besser einschätzen. Dass er Hetti unbedingt finden möchte, ist nur allzu verständlich. Aber er muss mit einigen Schwierigkeiten fertig werden, die sich ihm in den Weg stellen, und er weiß nicht, wo er mit seiner Suche beginnen soll.
Die Geschichte wird von Seite zu Seite rätselhafter und dramatischer, und man hat das dringende Bedürfnis, nur schnell weiterzulesen, um zu erfahren, welche Geheimnisse Charles bedrücken, was er zu verbergen hat und auch was es mit dem seltsamen Verhalten von Hettis Mutter und dem mysteriösen Asiaten auf sich hat.
Sehr spannend entwickeln sich auch die Ereignisse im Haus von Hettis Verwandten. Die Tante betreibt eine Wäscherei, und der Onkel arbeitet an seiner Erfindung, einer riesigen Mangel. Was genau diesen monströsen Apparat im Keller der Familie Pflog antreibt und auch, wie Heinrich zu seinen schrecklichen Verletzungen kam, bleibt weitgehend ungewiss. Hier muss ich sagen, dass mich die näheren Hintergründe doch auch sehr interessiert hätten, obwohl natürlich gerade das Unausgesprochene der Geschichte eine zusätzliche geheimnisvolle Ausstrahlung verleiht.
Mit der liebenswerten Hetti leidet man direkt mit, denn sie hat einige dramatische und aufwühlende Begegnungen. Die meisten anderen Charaktere des Romans bleiben bis zuletzt undurchschaubar und rätselhaft, und ich konnte nicht alle Verhaltensweisen und Stimmungsschwankungen völlig nachvollziehen.
Mein Gesamturteil ist jedoch auf jeden Fall positiv, besonders der ausdrucksvolle Schreibstil hat mich gefesselt, und ich kann das Buch sehr empfehlen. Die zum Teil schaurige und phantastische Atmosphäre des Romans passt besonders gut in die kalte, trübe Jahreszeit.

Die Verbrechen von Frankfurt. Frevlerhand
Die Verbrechen von Frankfurt. Frevlerhand
von Ines Thorn
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gustelies ermittelt wieder, 30. Oktober 2012
Frankfurt im Sommer 1533: Ein undurchsichtiger Prediger bringt die Bevölkerung in Aufruhr. Er behauptet, das Leben der Menschen auf der Erde sei bereits die Hölle.
Besonders die Frauen lassen sich von dem attraktiven und charismatischen Mann in den Bann ziehen.
Zur gleichen Zeit entdeckt Gustelies, die verwitwete Schwiegermutter des amtierenden Richters, die Leiche einer jungen Frau auf dem Friedhof. Sie liegt in einem fremden, ausgehobenen Grab, ist mit einem weißen Gewand bekleidet und hat ein Aschekreuz auf der Stirn.
Anfangs schenkt niemand Gustelies Glauben, als sie von ihrer Entdeckung berichtet. Der Schultheiß ist viel zu sehr damit beschäftigt, das traditionelle, weit über die Stadtgrenzen hinaus beliebte Hirschessen zu planen. Auch hat er andere Sorgen, denn ein Teil des Ratsschatzes ist verschwunden. Als jedoch weitere tote Frauen auftauchen, lassen sich die Tatsachen nicht mehr vertuschen. Schnell gerät der mysteriöse Prediger in Verdacht. Nun ist Gustelies gefragt, die mit Herz und Verstand an die Sache herangeht und auf eigene Faust Ermittlungen anstellt.

„Frevlerhand“ ist bereits der vierte Band aus Ines Thorns Reihe historischer Krimis „Die Verbrechen von Frankfurt“. Wie schon in den vorausgegangenen Fällen ist auch hier wieder Gustelies aktiv, wenn es darum geht, Verbrechen in der Stadt aufzuklären. Die verwitwete Frau in den besten Jahren führt ihrem Bruder, Pater Nau von der Liebfrauenkirche, den Haushalt. Daneben kümmert sie sich um die Familie ihrer Tochter, aber dies alles füllt sie nicht aus. Sie hat den Eindruck, nicht wirklich gebraucht und geliebt zu werden, und sie fühlt sich alt. Als es jedoch darum geht, die seltsamen Vorgänge um die toten jungen Frauen aufzuklären, ist sie in ihrem Element. Mit Scharfsinn und einer guten Portion Feingefühl geht sie an die Sache heran.
Neben den unerklärlichen Todesfällen, die es zu lösen gilt, sind noch einige tiefsinnige, nachdenkliche Themen in die Geschichte eingebracht. Da geht es ums Altern, um verpasste Chancen und um die Liebe. Auch der Krieg spielt eine beachtliche Rolle, alles Probleme, die den damaligen Alltag bestimmten. Der Schreibstil passt sich fließend an die jeweiligen Gegebenheiten an, was den Roman besonders lebendig gestaltet. Ines Thorn findet für jede Stimmung den richtigen Ton. Da gibt es trübsinnige Situationen, spannende Momente aber auch humorvolle Szenen, genau im richtigen Verhältnis und jeweils wunderbar erzählt. Ich habe hier das erste Mal „Bekanntschaft“ mit Gustelies und ihren Lieben gemacht, aber nun bin ich auf den Geschmack gekommen und werde mir auch die vorherigen drei Bände besorgen.

Maschenglück
Maschenglück
von Angelika Wolk-Gerche
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,90

13 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sorgt für Glücksmomente, 25. Oktober 2012
Rezension bezieht sich auf: Maschenglück (Gebundene Ausgabe)
Schon beim ersten Durchblättern von „Maschenglück“ war ich hingerissen.
Ob gehäkelt oder gestrickt, in diesem Buch findet man vielerlei Anregungen ganz unterschiedlicher Art und in verschiedenen Schwierigkeitsgraden.
Gleich vorne im Buch wird das Basiswissen gezeigt, das man benötigt, um die zahlreichen Modelle nacharbeiten zu können. Es werden die Grundtechniken des Strickens und Häkelns ausführlich erklärt und auch die verwendeten Stickstiche besprochen.

Dann geht es auch schon zum übersichtlich gegliederten Hauptteil. Die Auswahl der gezeigten Modelle ist sehr gelungen, denn es gibt sowohl klassische Dinge, aber auch jede Menge an ausgefallenen Ideen. Man findet unter dem Thema „Originelles für (fast) jeden Tag vielerlei schöne und einfallsreiche Accessoires, wie beispielsweise eine gestrickte Banane als Schlüsselanhänger, originelle Vasen mit Rollkragen, eingehäkelte Seife und gestrickte Handyhüllen, sogar ein komplett gehäkeltes Frühstücks-Set. Besonders gut gefallen mir auch die Thementäschchen, die ein Fenster für ein ausgewähltes Foto haben und mit passenden Details verziert werden können. Ein Täschchen mit einem Rosenbild ist beispielsweise mit Blättern in verschiedenen Grüntönen und einer kleinen gehäkelten Rose am Reißverschluss geschmückt. Die vorgestellten Modelle sind nur Anregungen. Je nachdem, was für ein Bild man verwenden möchte, kann man hier der Phantasie freien Lauf lassen und richtige kleine Kunstwerke gestalten.
Das nächste Kapitel enthält Anregungen im Landhausstil, für wunderschöne Kissen, Lampenschirme, eine Buchhülle mit passendem Lesezeichen, Wärmer für Teeglas und Teekanne und vieles mehr. Auch kuschelige Mode-Accessoires für den Winter werden gezeigt. Man kann ein luftig-leichtes und zugleich wärmendes Mohair-Dreieckstuch nacharbeiten oder sich an dem allerliebsten Schäfchenmuff versuchen.
Sogar einen Abschnitt für gehäkelten Schmuck (Stulpen, Ketten und vieles mehr) gibt es im Buch.
Danach geht es zu den Kindersachen: Ein kleines Püppchen mit Himmelbett, eine gehäkelte Rassel, sogar eine große Puppe findet man hier, alles ganz genau erklärt, so dass man es leicht und sicher nacharbeiten kann. Besonders beeindruckt haben mich die Ideen für einen gehäkelten Piratenhut, eine Krone und sogar für einen Wikingerhelm, mit Hörnern versehen.
Ein weiteres Kapitel zeigt lauter kleine Dinge für den Kaufladen. Da gibt es gehäkelte Früchte und Pilze in großer Vielfalt, dazu auch Brezeln, Muffins und Tortenteilchen, sogar eine Espressotasse (mit „Inhalt“) für die gemütliche Puppen-Kaffeestunde. Für einige der Törtchen und bei den Brezeln kommt die gute alte Strickliesl zum Einsatz.
Ein sehr aktuelles Thema wird ebenfalls behandelt, das sind die niedlichen Amigurumis. Gehäkelte Bärchen, Küken oder Schildkröten machen richtig Lust aufs Handarbeiten.
Die gezeigten Modelle sind nur als Beispiele gedacht. Die Vorschläge für Materialien sind dabei nicht bindend, und einige Kleinigkeiten eignen sich bestens dazu, Wollreste aufzubrauchen. Jeder, der gerne strickt oder häkelt, kann sicher ein Lied davon singen, dass sich mit der Zeit ein wahrer Fundus an größeren und kleineren Garnresten ansammelt. Viele der Modelle im Buch lassen sich damit noch wunderbar umsetzen, und so wird die Restekiste erleichtert. Diese kleinen Dinge sind auch ideal zum Mitnehmen, wenn einen unterwegs die Handarbeitslust überkommt. Vieles, was so entsteht, ist auch prima als Geschenk geeignet, denn gerade in der Vorweihnachtszeit macht es doch besonders großen Spaß, sich Gedanken zu machen, womit man seinen Lieben eine Freude bereiten könnte. Wobei natürlich das Buch selbst auch schon eine tolle Geschenkidee ist, mit der man sicher jeden Strick- oder Häkelfan begeistern wird.

Wie schon der Titel sagt, kann dieses Buch wirklich zu vielerlei Glücksmomenten verhelfen.
Sei es beim Stöbern im eigenen Wollbestand, im Restekorb oder im Lieblings-Handarbeitsladen, sei es beim Planen eines Strick-Projektes oder auch schon einfach beim Anschauen dieses Buches und nicht zuletzt bei den Beschenkten, denn es ist immer etwas Besonderes, eine liebevoll gemachte und einzigartige Handarbeit zu erhalten.
Nach Durchsicht meiner Garnvorräte habe ich bisher drei der Vorschläge nachgearbeitet. Mein Handy hat eine neue Hülle bekommen, zwei kleine Brezeln (mit Salzkrümeln) sind entstanden, und eine Seife habe ich umhäkelt. Diesen kleinen Werken werden ganz sicher noch viele weitere folgen.

Dornentöchter
Dornentöchter
von Josephine Pennicott
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,99

4.0 von 5 Sternen Tragische Familiengeschichte, 22. Oktober 2012
Rezension bezieht sich auf: Dornentöchter (Gebundene Ausgabe)
Kundenmeinung aus dem Amazon Vine - Club der Produkttester-Programm (Was ist das?)
Nach ihrer Scheidung zieht die Journalistin und Autorin Sadie Jeffreys nach Tasmanien, in den kleinen Ort Pencubitt am Meer, in das alte Haus der Familie. Dort, im Poet’s Cottage, wurde in den dreißiger Jahren Sadies Großmutter auf brutale Weise im Keller des Hauses, umgebracht.
Sadie und ihre Tochter Betty haben Sidney hinter sich gelassen und wollen in diesem schönen alten Cottage ihr Leben neu einrichten. Auch ist Sadie daran interessiert, Näheres über den Mord an Pearl Tatlow herauszufinden, denn der Täter wurde nie gefasst. Pearl war zur damaligen Zeit ebenfalls Autorin und schrieb gruselige Kinderbücher. Sie war eine Schönheit, der die Männerwelt zu Füßen lag, aber die selbstverliebte, exzentrische Frau machte mit ihren extremen Launen den beiden Töchtern und ihrem Mann das Leben schwer. Sadies Nachforschungen führen sie zu Birdie Pinkerton, die damals gut mit den Tatlows befreundet war und auch eine Biographie über Pearl geschrieben hatte. Als Sadie sie besucht, überreicht ihr die alte Dame das unzensierte Original-Manuskript ihres Buches „Die Netzespinnerin“, wo angeblich die ganze ungeschönte Wahrheit beschrieben ist.
Mit der Zeit lernen Sadie und Betty die Einwohner von Pencubitt kennen, und es gibt einige, die behaupten, in Poet’s Cottage würde es spuken. Auch wenn die beiden neuen Bewohnerinnen es zuerst als Gerüchte abtun, merken sie bald, dass sich seltsame Dinge in dem alten Haus ereignen. Zu allem Überfluss taucht auch noch Sadies verflossener Ehemann mit seiner neuen Liebe auf und mischt sich in die Entscheidungen seiner Ex-Frau. Wird Sadie sich ihm gegenüber behaupten und zugleich das Rätsel um den Tod ihrer Großmutter lösen können?

Diese tragische Familiengeschichte teilt sich auf zwei Zeitebenen. Die Rahmenerzählung findet in der Gegenwart statt, und die Episoden aus der Vergangenheit ihrer Großmutter liest Sadie in dem Manuskript von Birdie. Sie erfährt hier das ganze Ausmaß der Tragödie um ihre Großeltern, denn Pearl war ein sehr extremer Mensch und litt anscheinend unter einer krankhaften Persönlichkeitsstörung, wie sich nach und nach herausstellt. Ihre psychischen Probleme wurden wohl zur damaligen Zeit nicht als solche erkannt und behandelt. Ihr Mann und die beiden Töchter, ganz besonders die kleine Thomasina, mussten sehr unter ihren Launen und Allüren leiden.
Die Kombination aus abwechselnden Passagen in der Gegenwart und in der Vergangenheit, die ineinander greifen und sich ergänzen, finde ich sehr gelungen. Beide Handlungsstränge haben jede Menge Spannung zu bieten, die sich konstant weiter aufbaut. In der Vergangenheit dreht sich alles um Pearl. Sie ist die zentrale Figur und auch sehr ausführlich beschrieben. Neben ihr führen alle anderen Charaktere eher eine untergeordnete Rolle und wirken wie Statisten.
Sadie sieht ihrer Großmutter ähnlich, ist aber von Wesen her völlig anders. Ich konnte Verständnis für sie empfinden und auch ihre Zweifel nachfühlen, denn sie macht sich nicht nur Gedanken um die damaligen Ereignisse, sondern sorgt sich auch um ihre magersüchtige Tochter. Anfangs ist sie unsicher, ob sie die richtige Entscheidung für sich und Betty getroffen hat. Aber sie möchte unbedingt hier bleiben, um der mysteriösen Geschichte über ihre Großmutter auf den Grund zu gehen und herauszufinden, was damals wirklich geschah. Außerdem liebt sie das alte Cottage, auch wenn es manchmal recht unheimlich erscheint und man wirklich den Eindruck gewinnt, dass man es hier mit Geistern der Vergangenheit zu tun hat.
Der Roman liest sich flüssig, denn der Schreibstil ist sehr angenehm, nicht zu seicht und auch nicht zu anspruchsvoll. Der Autorin ist es gelungen, genau die richtige Portion an Gruseleffekt in diese tragische Familiengeschichte einzubringen. Die Auflösung des Ganzen war dann allerdings weniger spektakulär als erwartet. Auch gibt es einige Episoden, die sich zuletzt nicht aufgelöst haben. Ich hatte den Eindruck, die Autorin wollte damit die unheimliche Stimmung noch verstärken, aber zum Schluss verläuft leider so manches ungeklärt im Sand. Das hat mich ein wenig enttäuscht, denn eigentlich hat mir der Roman sehr gefallen, sowohl inhaltlich als auch vom Erzählstil, aber das Resultat ist eben nicht ganz perfekt. Trotzdem finde ich das Buch auf jeden Fall lesenswert, und es wird besonders diejenigen begeistern, die sich für alte Häuser und ihre Geheimnisse sowie für Geschichten über Geister erwärmen können.
Auch wenn es schon viele erwähnt haben, möchte auch ich mich lobend zu dem wunderschönen Design des Buches äußern. Das romantische Blümchenmuster auf dem Schutzumschlag ist einer Tapete von Laura Ashley nachempfunden. Der Umschlag hat vorne eine Art Fenster, durch das man einen Blick auf das Cottage werfen kann, welches direkt auf den festen Einband gedruckt ist.

Sonnentor Probier mal! Würz dich um die Welt, 1er Pack (1 x 50 g) - Bio
Sonnentor Probier mal! Würz dich um die Welt, 1er Pack (1 x 50 g) - Bio
Preis: EUR 4,99

9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gewürze zum Ausprobieren, 19. Oktober 2012
Das Set enthält 10 Beutelchen, mit jeweils 5 Gramm Inhalt. Die verschiedenen Gewürzmischungen sind für Gerichte aus aller Welt, und sie haben so wohlklingende Namen wie:

Witwe Boltes Brathendlgewürz
Sieglindes Erdäpfelgewürz
Yokos Tofugewürz
Wongs Reisgewürz
Nanas Tabouleh
Lázlós Gulaschgewürz
Aladins Kaffeegewürz
Habeshas Berberegewürz
Frankies Barbequegewürz
Shantis Tandoori Masala.

Ich finde so ein Set ideal, da man alle Würzmischungen erst einmal ausprobieren kann und nicht sofort die große Dose kaufen muss. So verhindert man Fehlkäufe und lernt vielleicht auch tolle Mischungen kennen, auf die man sonst gar nicht gekommen wäre. Es liegt dem Probierset ein kleines Heft mit Erklärungen und Hinweisen zur Verwendung der einzelnen Mischungen bei. Schon getestet habe ich "Sieglindes Erdäpfelgewürz", für eine Gemüse-Kartoffelsuppe, und es war sehr lecker. Ich bin schon gespannt, wohin mich die nächste kulinarische "Gewürz-Reise" führen wird.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Dec 19, 2012 8:44 PM CET


SPEICK Handpflegecreme, 50 ml
SPEICK Handpflegecreme, 50 ml
Wird angeboten von STV media GmbH
Preis: EUR 5,09

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Macht die Haut streichelweich, 19. Oktober 2012
Rezension bezieht sich auf: SPEICK Handpflegecreme, 50 ml (Badartikel)
Der Geruch der Handcreme ist typisch "Speick", also fast wie die Speick-Seife, allerdings hier sehr viel dezenter. Ich mag den Geruch sehr gerne, und bei der Creme verfliegt er sehr schnell, ist also nicht aufdringlich. Die Konsistenz ist leicht und relativ flüssig, und die Creme zieht super schnell in die Haut ein. Ein tolles Produkt mit guter Pflegewirkung.

BAD HEILBRUNNER Tee Cistus Granatapfel Filterbeut. 15 Stück
BAD HEILBRUNNER Tee Cistus Granatapfel Filterbeut. 15 Stück

5.0 von 5 Sternen Gesunder Genuss, 17. Oktober 2012
Dieser Tee schmeckt nicht nur sehr lecker, sondern er ist auch eine gute Vorbeugung und ein Schutz gegen Erkältungen. Darum trinke ich ihn fast täglich, wenn alles in meiner Umgebung hustet und schnupft.Der Tee unterstützt die körpereigenen Abwehrkräfte auf sehr angenehme Weise. Die gelungene Mischung aus Cistrosenkraut und natürlichem Granatapfelaroma zeigt, dass Gesundes auch durchaus wohlschmeckend sein kann.

Wichtig und interessant auch besonders für Nickelallergiker: Die 15 in der Packung enthaltenen Filterbeutel sind metallklammerfrei.

Peter Hase und seine Freunde - Ein Geschichten-Schatz: Tales of mayhem and mischief
Peter Hase und seine Freunde - Ein Geschichten-Schatz: Tales of mayhem and mischief
von Beatrix Potter
  Gebundene Ausgabe

7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hochwertige Ausgabe, die sich auch sehr gut als Geschenk eignet., 17. Oktober 2012
Die meisten Kinder kennen ihn, und auch viele Erwachsene können sich sicher noch aus ihrer eigenen Kindheit an den niedlichen Kerl erinnern. Die Abenteuer des kleinen Hasen und seiner Freunde konnten schon mehrere Generationen von Kindern begeistern, und auch viele Erwachsene können dem Charme der Geschichten, und ganz besonders der wunderbaren Illustrationen von Beatrix Potter, nicht widerstehen. Beatrix Potters Bildergeschichten sind Klassiker unter den Kinderbüchern und dürfen eigentlich in keiner Familienbibliothek fehlen.
Elf illustrierte Abenteuer mit Peter Hase und seinen Freunden sind nun, im Verlag Sauerländer, in einer neuen Geschichtensammlung erschienen, die besonders durch ihre hochwertige und sehr liebevolle Aufmachung besticht. Das großformatige, gebundene Buch hat einen mattgoldenen Einband, der mit einigen der schönen Bilder verziert ist, die zu den Geschichten gehören. Es kommt in einem stabilen Schuber, auf dem sich das Design des Covers wiederholt. Dunklere Schattierungen an den Rändern lassen den Anschein von Nostalgie entstehen, was ganz hervorragend zum Inhalt passt.
Auch das Vorsatzpapier ist dekorativ und stimmig gestaltet und zeigt die liebenswerten Helden sämtlicher Geschichten versammelt.
Der Band ist durchgehend wunderschön illustriert, und die einzelnen Seiten sind an den Rändern dunkler gehalten, so dass ein antiquarischer Eindruck entsteht.
Zu jeder der enthaltenen Geschichten sind außerdem noch viele kleine Briefe abgedruckt, von den liebenswerten Helden geschrieben, worin sie ihre Abenteuer und Streiche in humorvoller Weise kommentieren. Auch gibt es zu allen Episoden Hintergrundinformationen zu den Unständen und der jeweiligen Zeit der Entstehung. Ganz vorne im Buch findet man eine Seite über das Leben und Wirken der Autorin und Illustratorin Beatrix Potter. Ihr ganzes Werk zeugt von einem unabhängigen Geist und einer großen Liebe zur Natur. Diese neu erschienene Ausgabe ist rundum gelungen und konnte mich auf den ersten Blick begeistern.

Durch die ausgesucht schöne Gestaltung eignet sich dieser wundervolle Schmuckband auch sehr gut als Geschenk, mit dem man sicher nicht nur Kinderherzen höher schlagen lässt, sondern auch jedem Sammler und Liebhaber von Beatrix Potters Werken eine Freude machen kann.

Die Bucht des blauen Feuers: Roman
Die Bucht des blauen Feuers: Roman
von Micaela Jary
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Diesmal entführt uns Micaela Jary in die Kolonialzeit, nach Deutsch-Südwestafrika, 16. Oktober 2012
Berlin 1909: Im Nachlass ihres Vaters, der bei einem Unfall ums Leben kam, findet Emma Thiele einen ganzen Stapel Briefe, alle abgeschickt in der Lüderitzbucht, in Deutsch-Südwestafrika, von ihrer seit Jahren tot geglaubten Mutter. In einem der Briefe befinden sich einige Rohdiamanten. Nachdem sie den ersten Schock überwunden hat, beschließt Emma, ihre Mutter in Afrika aufzusuchen. Eine Fügung bringt sie mit der berühmten Pianistin Dorothee von Hirschberg zusammen. Als sich herausstellt, dass die Künstlerin für ein Gastspiel ausgerechnet nach Deutsch-Südwestafrika reisen wird, beschließen die beiden jungen Frauen, die lange Schiffsreise gemeinsam anzugehen. Ihre männlichen Begleiter auf der Windhuk sind Dorothees Vater Hugo von Hirschberg und der charmante jedoch etwas undurchsichtige Manfred von Paschen, zu dem sowohl Emma als auch Dorothee schnell Vertrauen fassen und bald sogar eine gewisse Zuneigung zu dem älteren Mann entwickeln. Auf dem Schiff lernen sie Ernst Keller, einen weiteren Passagier kennen, der sich als Reiseschriftsteller vorstellt und sich sehr um Emma bemüht.
Emma und Dorothee treten die lange Reise mit unterschiedlichen Hoffnungen und Gefühlen an. Für Dorothee bedeutet es nicht nur, Konzerte am Zielort zu geben, sondern sie erhofft sich auch Linderung, vielleicht sogar Heilung, für ihr schlimmes Lungenleiden. Emma wird von Zweifeln geplagt, ob ihre Entscheidungen, die sie getroffen hat, richtig waren. Ein wenig fürchtet sie sich auch vor dem Wiedersehen mit ihrer Mutter, nach der langen Zeit. Ob sich all ihre Erwartungen erfüllen werden, ist ungewiss.

Micaela Jary malt mit Worten farbige und lebhafte, sehr intensive Stimmungsbilder. Mit ihren Schilderungen der langen Schiffsreise und der Gegend um die Lüderitzbucht bringt sie den Lesern den Zauber und die Magie des Landes wunderbar nahe. Trotz aller schwärmerischen Betrachtung der vorhandenen Schönheiten sind jedoch auch die negativen Aspekte berücksichtigt, und es wird deutlich, dass das Leben in der Kolonie Deutsch-Südwestafrika nicht immer eitel Sonnenschein bedeutete. Obwohl es reichlich Diamanten gab, die man leicht finden konnte, war es eher unwahrscheinlich, sich auf legalem Weg großen Reichtum anzueignen, da es strenge gesetzliche Auflagen zu beachten gab. Die Gier auf das „blaue Feuer“ brachte nicht selten Unglück über die Menschen.
Die Charaktere sind alle sehr vielschichtig gezeichnet. Ohne Schwarz-Weiß-Malerei sind sie mit all ihren Ecken und Kanten, mit guten und auch negativen Eigenschaften beschrieben - eben realistisch und menschlich. Das Schicksal hat zum Teil andere Pläne, als die Betroffenen sich wünschen. Es zeichnet seine eigenen Wege, und die sind nicht immer gerade und glatt. Das bekommen auch Emma und Dorothee bei ihrer Ankunft zu spüren.
Bereits im Prolog und in verschiedenen Episoden lernt man auch Emmas Mutter Constanze kennen und erfährt mehr über ihr Leben, ihre Freunde und ihre Beweggründe für die Entscheidung, in der Kolonie zu leben. Man spürt ihre Hoffnungslosigkeit, denn nach all den Jahren und unbeantworteten Briefen hat sie sicher nicht damit gerechnet, ihre Tochter irgendwann wiederzusehen.
Zwar gibt es auch in diesem neuen Roman der Autorin eine gute Portion Romantik, aber diesmal sind auch kriminalistische Elemente dabei, die der Handlung zusätzlich viel Spannung verleihen. Ein geschickt angelegter Wechsel zwischen den Handlungssträngen bringt weitere Dramatik ins Spiel.
Nebenbei erfährt man noch einige wissenswerte Details über die Entstehung und Entwicklung der Lüderitzbucht. Sehr interessant fand ich die ausführlichen Einblicke in die Technik des Fotografierens zur damaligen Zeit. Man merkt sehr deutlich, dass diesen gründlichen Ausführungen eine umfangreichen Recherchearbeit vorangegangen ist. Für historisch Interessierte gibt es auch noch eine ausführliche Zeittafel im Anhang. „Die Bucht des blauen Feuers“ ist schon vom Cover her sehr einladend und schön gestaltet, und der Roman hat alles, was ich mir von einem guten Buch wünsche.
Im Nachwort schreibt Micaela Jary: „Nach dem Buch ist vor dem Buch!“ Ich nehme sie beim Wort!

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