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F. Heister
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Halloween 5 - Die Rache des Michael Myers (Uncut) [Blu-ray]
Halloween 5 - Die Rache des Michael Myers (Uncut) [Blu-ray]
DVD ~ Danielle Harris
Preis: EUR 12,99

4.0 von 5 Sternen Solide Fortsetzung und endlich uncut, 20. Januar 2015
Mit "Halloween 5- Die Rache des Michael Myers" präsentiert sich die reguläre dritte Fortsetzung des Franchise, die mit Michael Myers als Killer glänzt, da ja mit Halloween 3 dieser Aspekt vernachlässigt wurde. Diese Marschroute kam jedoch bei der breiten Masse nicht an und somit erfreuen wir uns weiterhin an etlichen Fortsetzungen des stummen Killers.
Regisseur Dominique Othenin-Girard knüpft mit seinem Sequel direkt und unmittelbar an Teil 4 an und schafft somit einen nahtlosen Übergang. Im Grunde lässt sich Teil 5 so sehen, als ob er und Teil 4 ein einziger Film wären, da ein direkter Übergang geschaffen wird und er sich somit auch Handlungstechnisch als geschlossene Einheit anfühlt.

Storytechnisch gibt es nix neues zu vermelden, da Michael immer noch hinter seiner Nichte Jamie her ist. Was jedoch etwas negativ ins Gewicht fällt, dass ist die Atmosphäre, die leider qualitativ nicht an den Vorgänger anknüpfen kann. Halloween 5 spielt zudem auch fast nur am Tage, was nachträglich zur etwas dezenten und weniger bedrohlichen Stimmung beiträgt. Ebenfalls dezent nervig sind einige der Protagonisten, die eine etwas penetrante und nervige Art an sich haben, so dass man sich als Zuschauer schon relativ früh wünscht, dass diese doch bitte schnellstmöglich ins Gras beißen, was sie am Ende dank Michaels zutun dann auch machen. Die Morde sind hier dann auch etwas kreativer als im Vorgänger, aber auch nicht sonderlich explizit, da einiges auch nur im OFF zu sehen ist. Visuell gibt es einige atmosphärische Einstellungen, wie auch jene in Michaels Haus, wo schon etwas Stimmung aufkeimt, wenn sein spürbar unbewohntes Heim mit dezent einfallenden Mondlicht eingefangen wird. Leider sind solche Shots die Ausnahme und lassen Halloween 5 eher im Mittelfeld dümpeln. Natürlich ist Halloween 5 absolut kein schlechter Film, nur muss er sich als direkte Fortsetzung an den vorherigen Teilen messen. Und da schneidet er in einigen Punkten halt etwas schlechter ab, unterhält aber dennoch den Genre Freund mit guten Einschüben und etwas Halloweenfeeling.

Die Bluray kommt, wie eben auch schon mit Teil 3 und 4 geschehen, im schicken Wendecover, so dass der geneigte Fan selbst entscheiden kann, welches Motiv seine Hülle zieren soll.
Bild und Ton sind dank der Neuauflagen absolut auf einem guten bis sehr guten Niveau und lassen die DVD blass aussehen.
Halloween 5 gehört somit in jede anständige Horrorsammlung und vervollständigt das Franchise mit diesem Beitrag von Tiberius natürlich nachhaltig. Somit trotz kleiner Schwächen eine Empfehlung, da man ihn endlich ungeschnitten und ohne teures Mediabook genießen und kaufen kann.


Halloween 4 - Die Rückkehr des Michael Myers (Uncut)
Halloween 4 - Die Rückkehr des Michael Myers (Uncut)
DVD ~ Donald Pleasence
Preis: EUR 10,25

5.0 von 5 Sternen Super Fortsetzung von Carpenter's Halloween 2, 20. Januar 2015
Dwight H. Littles "Halloween 4" ist die direkte Fortsetzung zu dem von Rick Rosenthal's inszenierten zweiten Teil des beliebten Halloween Franchise. Nachdem Halloween 3 (ebenfalls uncut von Tiberuis erhältlich), ja nur "namentlich" dem Franchise zuzuordnen ist, aber eine gänzlich andere Handlung und Marschroute einschlug, als Carpenters Original, verließ man die Pfade dieses neuen Konzeptes und brachte Michael Myers eindrucksvoll auf die Leinwand zurück. Da sich der Film auch chronologisch direkt hinter Teil 2 einreiht, ist der geneigte Fan und Zuschauer auch wieder schnell inmitten des Geschehens.

Die Handlung konzentriert sich jetzt primär auf Michael's Nichte Jamie und deren familiäres Umfeld. Auch Dr. Loomis, gewohnt souverän von Donald Pleasance gespielt, ist wieder mit von der Partie und versucht dem wilden Treiben seines einstigen Patienten Michael Myers, Einhalt zu gebieten. Das ganze kommt zwar nicht mehr ganz so düster wie der zweite Teil daher, macht aber als Fortsetzung eine verdammt gute und allen voran auch "stimmige" Figur, da eben auch die Atmosphäre wieder dieses typische Halloween-Flair mit sich bringt.

Die Tötungssequenzen sind ebenfalls wieder recht passabel ausgefallen und bringen die nötige, wenn auch nicht explizite Härte mit sich. Erfreulicher Weise ist jedoch nun jede Szene komplett ungeschnitten zu bewundern. Zu danken ist dieser Umstand einer Listenstreichung bei der FSK und somit konnte eine Neuprüfung ohne Zensureingriffe ermöglicht werden.
Die Bluray besitzt darüber hinaus auch noch ein Wendecover mit dem neu gestalteten Motiv, welches der österreichische Anbieter und Rechteinhaber NSM bei VÖ mit angeboten hatte. Tiberius hat nun die Rechte für den deutschen Markt und hat dieses mit übernommen und bietet den Käufern dieses Gimmick direkt mit an. Somit kann man selbst entscheiden, ob man sich für das Ursprungscover, oder eben das neue Motiv entscheidet.

Bild und Ton sind für das Alter des Films entsprechend gut und stellen einen erheblichen Quantensprung zur DVD da. Halloween 4 sah niemals besser aus und somit ist dieser wirklich atmosphärisch dichte und ungetrübte und zudem ungeschnittener Horrorspaß, jedem Slasherfan und Freund des Franchise, uneingeschränkt ans Herz zu legen.


Bionic Ninja (Große Hartbox)
Bionic Ninja (Große Hartbox)
DVD ~ Mike Abott
Wird angeboten von AVV-DVD
Preis: EUR 17,99

4.0 von 5 Sternen Für Kenner und Freunde von IFD Films, 4. Januar 2015
Rezension bezieht sich auf: Bionic Ninja (Große Hartbox) (DVD)
Wer sich Filme von IFD Films oder Filmark International ins Regal stellt, der weiss was ihn erwartet: 2 Filme die im "Copy and paste" Verfahren zusammen geschnitten wurden und eine Einheit ergeben. Oft ist es ein koreanischer/japanischer Hauptfilm, der um ein paar extra hinzugedrehten Minuten mit amerikanischen Akteuren verlängert wurde und dem das Storykonstrukt mit neuer Synchro angepasst wurde. Die Story ist dabei, wie man es von Joseph Lai und seiner IFD Schmiede her kennt, im Grunde belanglos. Die oftmals bewusst unlogisch und "dezent" übertriebenen Ninja Fights, die eigens hierfür inszeniert wurden, sind im Grunde die Highlights, auch wenn im Falle von Bionic Ninja, der im übrigen mit reellen Namen "Ninja Knight Thunderfox" heisst, eher rar gesät sind. Dafür aber ist die Haupthandlung ein echtes Highlight.

Man muss natürlich auf den Asia Trash der alten Schule mit 80iger Flair stehen. Wer also mit bunten Ninjas, independent Soundtracks und akrobatischen-kurzen Fight-einlagen und maßlosen Overacting der Protagonisten klar kommt, der darf sich gut aufgehoben fühlen, in der großen und bunten Welt von IFD und Filmark International.

AVV bringt einen großen Teil dieser Epoche in schicken Hartboxen an den Start, die qualitativ keine Wünsche mehr offen lassen. Einige Titel sind jedoch nur Re-Packs, jedoch hat man strikt darauf geachtet, dass es sich um die damals best möglichen VÖ's derjenigen Titel handelt. Aber auch eigens herausgebrachte Titel wie Ninja Force oder Frauenlager der Ninja, sind in der bestmöglichen Qualität erhältlich. Die Hartboxen sind streng limitierte Editionen und ein absolutes "must have" für den Fan dieser Titel, an denen sich diese VÖ's auch primär richten. Daher, eine von Fans für Fans gemachte VÖ, die mit Ninja Challenge und weiteren kommenden VÖ's in schicken Hartboxen, weiter ausgebaut wird. Anhänger jenes Genre, und nur DIE, sollten da zuschlagen, zumal die Boxen wirklich schick sind.


Hatchet 1-3 - Komplettbox mit allen 3 Teilen (3 Blu-rays)
Hatchet 1-3 - Komplettbox mit allen 3 Teilen (3 Blu-rays)
DVD ~ Danielle Harris
Preis: EUR 11,99

0 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Spitzen Trilogie zum Spitzenpreis, 21. Dezember 2014
Spätestens seit Adam Green's erstem "HATCHET"- Output, sollte der Name Victor Crowley jedem Slasherfan ein Begriff sein.
Die Hatchet-Trilogie und die Filme im einzelnen, stehen symbolisch für "handgemachten" und "old-schooligen" Horror, der sich ganz klar an die Ära der 80iger orientiert.
Die Story um Victor Crowley, der seinen Sohn bei einem "bösen Streich von Jugendlichen" verloren hat und seither auf Rache sinnt und alle Eindringlinge seines Sumpfes in den Wäldern Louisiana abmurkst, ist weder neu noch originell. Dafür aber eben mit einer speziellen Note versehen, die bei den Freunden des handgemachten Slasher/Splatterkinos gut ankommt.

Grundsätzlich ist die Story eine fortlaufende Geschichte, sprich jeder Teil setzt EXAKT da an, wo der vorherige aufhörte. Somit setzten sich alle 3 Filme quasi als ein vollständiges Epos zusammen, was man im Grunde direkt am Stück gucken könnte, ohne auch nur einen Anschluss zu verpassen.
Das Herzstück dieser schönen Box bildet aber zweifellos der erste Teil, der im Grunde den Auftakt und Entstehung eines neues Slasherhelden, "Victor Crowley" bildet. Da werden mal ganz nebenbei Arme rausgerissen, Kehlen und Köpfe auf und abgerissen und vieles, vieles mehr. Verwunderlich bis heute, dass die FSK da in ihrer Willkür den ungeschnittenen Segen gab.

Die Teile 2 und 3 dieser Box sind so gesehen ja eine "fast" kostenlose Zugabe, wenn man bedenkt, dass man hier 3 Blurays in einer Box bekommt. Die Schnitte selbst wurden relativ behutsam und sorgfältig gesetzt, so dass selbst Neulinge, die sich einfach nur mal einen Überblick über die Trilogie verschaffen wollen, immer noch auf ihre Kosten kommen. Tiberius hat desweiteren auch die Möglichkeit eingeräumt, die Filme des 2ten und 3ten Teils über Österreich zu beziehen, so dass der geneigte Fan natürlich weiss, was wo und wie zu besorgen wäre.

Für den Otto-Normal-Konsumenten, an den sich diese VÖ in erster Linie richtet, gestaltet sich das Ganze in Hinblick auf den unschlagbaren Preis, als faire Nummer. Man bekommt alle 3 Bluray's, die sich in Bild und Ton allesamt mehr als sehen lassen können, zusammen mit einem schicken Sammelschuber. Neulinge dürften sich da also angesprochen fühlen. Etwaige Komplettisten ebenfalls, die einfach alles und jedes von ihrer Lieblingsserie im Schrank haben wollen.

Hatchet ist und bleibt Kult und mit dieser Box findet der geneigte Konsument einen fairen und qualitativen guten Einstieg.


WolfCop [Blu-ray]
WolfCop [Blu-ray]
DVD ~ Leo Fafard
Preis: EUR 13,99

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Herrlicher "Old-school" Werwolf mit Witz und etwas Horror, 21. Dezember 2014
Rezension bezieht sich auf: WolfCop [Blu-ray] (Blu-ray)
Endlich, nach langer Zeit mal wieder ein Werwolf- Film, der wieder etwas "old-schoolig" daher kommt. Soll heißen, die Symbiose aus Mensch und Wolf verschmelzen hier mal wieder zu der Einheit, die aus früheren Epochen des Werwolf-Genres hervorgegangen ist. Unser Werwolf ist somit also eher der etwas "menschlichere" Typ, als diese eher reinrassigen Wölfe, wie man sie aus Joe Dantes "The Howling" oder eben auch den Underworld-Filmen her kennt. Somit haben wir hier also eher die Old-school Variante vorliegen, wie man sie schon aus den seligen Zeiten der Hammer Studios kennt, also "wolfmäßig" eher in die Ecke eines "Fluch von Siniestro".

Das ist aber auch alles, was unser haariger Freund mit jenem gemein hat, denn Lowell Dean's kanadischer Output schlägt eine gänzliche andere Marschrichtung ein.
Officer Lou Garou (man beachte alleine schon das Wortspiel) ist ein absolutes Wrack, extrem unzuverlässig, stark alkoholabhängig und mental so ziemlich am Ende angekommen. Ebenso regiert in seiner Kleinstadt das absolute Chaos, wo Raub, Sachbeschädigung, Gewalt und all das was sonst so in einer trostlosen Kleinstadt täglich ansteht, billigend in Kauf genommen wird und gerne mal auch zwei Augen zugedrückt werden, sofern man denn hinsieht.

Als er eines Nachts, während eines Diensteinsatzes von einer okkulten Sekte entführt wird, ändert sich am Folgetag jedoch alles.
Lou hat einen verstärkten Geruchssinn und auch sein Bart lässt sich einfach nicht mehr so ohne weiteres abrasieren. Auf seiner Brust ziert ein riesiges Pentagramm seinen ohnehin behaarten Körper, so dass spätestens jetzt gewisse Fragen aufkeimen sollten. Doch das ist bei weitem noch nicht alles. In den Vollmondnächten mutiert Lou zu einem Werwolf, der aber seine Situation von Tag zu Tag besser einzuschätzen weiss und für sich fortan beschließt, seine Stadt und vermeintlichen Peinigern, endlich zur Rechenschaft zu ziehen. Und somit streift er mit seinem eigens kreierten Fahrzeug durch seine Kleinstadt und sorgt für die ein oder andere blutige "Ordnung" seiner Stadt, bis er den Leuten gegenüber steht, die offenbar für sein neues "ICH" verantwortlich sind.

Lowell Dean, der sich mit seinem "13Erie" schon einen Namen machen konnte, hat in detaillierter Kleinarbeit, zusammen mit seinen Kollegen Hugh Patterson und Bernie Hernando, seinen Werwolf-Bullen entworfen. Hinzugeholt hat man sich dabei noch SFX Künstler Emersen Ziffle, der schon bei "Curse of Chucky" und "Chained" Hand anlegen durfte.
Herausgekommen ist eine krude Mixtur aus Horrorelementen und diversen Einschüben von schwarzem und teilweise etwas grotesken Humor. Es ist also als ein absoluter Normalzustand, wenn auch der Werwolf selbst mal zur Flasche greift :)

Was den Film aber relativ sympathisch macht, das sind seine handgemachten Effekte und eben sein Retrofeeling. Er kommt halt in der Tat etwas "80iger"-mäßig rüber und dezent trashig, was aber durchaus positiv gemeint ist. Bei den Effekten hat man sich auf alte Tugenden besonnen und verzichtet gänzlich auf CGI, was heutzutage schon ein echtes Novum darstellt. Einiges wird so dargestellt, dass "Weniger" sogar etwas mehr ist, wie man an Lou's Transformation deutlich zeigt. Aber es gibt auch nette Spielereien wie Kopf abschlagen oder auch mal das Gesicht abziehen, was dann auch "handmade" relativ gut umgesetzt wurde.

Etwas unausgegoren hingegen wirkt die Storyline, wenn es denn zu dem finalen Showdown kommt, da hier dann offensichtlich zu schnell zu einem Ende gekommen werden musste und man hier und da etwas unübersichtlich, gewisse Protagonisten auslöscht. Versöhnlich hingehen dann der Hinweis im Abspann, dass Teil 2 schon 2015 erscheinen soll.
Unterm Strich bietet Wolfcop dann das richtige Futter für die Nostalgiker unter uns, die es eher dezent trashig und mit einer gehörigen Prise "Old-school" mögen. Es bleiben somit ein optisch sehr ansprechender Werwolf, handgemachte splattrige Effekte, die nie überspitzt und angemessen der Szenen dosiert wurden, sowie die ein oder anderen satirischen Seitenhiebe. Wer also fernab des Mainstreams mal wieder einen sympathischen Film sehen möchte, der kurzweilig unterhält, dem sei der Wolfcop wärmstens empfohlen.


Rob Zombie Horror Classics (Stylische Schallplattenbox mit 4 Kult-Horror-Hits auf Blu-ray, streng limitiert und nummeriert, exklusiv bei Amazon.de)
Rob Zombie Horror Classics (Stylische Schallplattenbox mit 4 Kult-Horror-Hits auf Blu-ray, streng limitiert und nummeriert, exklusiv bei Amazon.de)
DVD ~ Brad Dourif
Preis: EUR 65,09

1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Erstklassige Edition mit klasse Filmen, 22. Oktober 2014
Zu den Rob Zombie-Filmen mag man stehen wie man will, sie sind alles aber sicherlich kein Mainstream.
In dieser erstklassigen Schallplattenbox, befinden sich die völlig individuellen Meisterwerke des verspielten und eigenwilligen Musikers, dem Mastermind des Astro Creeps und einem der meist unterschätzen Regisseuren, Rob Zombie.
Den Anfang macht sein erster internationaler Debütfilm, "House of 1000 Corpses", der Rob im Grunde den Weg ebnete für weitere, großartige Outputs. Hier gibt's den ersten Kontakt mit der Fire-Fly Family rund um Otis, Baby, Tiny und Capt. Spaulding und dem sagenumwobenen "Dr. Satan". Surreale Bilder, schräge Charaktere und ein wirrer Mix aus MTV Videoclipästhetik und einem Hauch "Backwoodhorror" machen den Film zu einem echten Highlight, wenn man mit dem optisch hochwertigen Look und der Finesse für abgedrehte Dialoge und Wortwitz etwas übrig hat. Absoluter Kult mit ganz besonderer Atmosphäre.

Zweiter Film dieser schicken Edition, ist der direkte Nachfolger zu "House of 1000 Corpses". "The Devils Rejects" ist nochmals gereift und weniger auf den Pfaden des Backwoodhorror zu Hause, sondern schon eher als Road Movie mit einem Hauch "Terror" zu verstehen. Dieses, in weiten Teilen des Vorgängers überlegenen Epos, ist brachial, roh, dreckig und mit einer wahnsinns Atmosphäre ausgestattet und zeigt eindrucksvoll, dass man durchaus Sympathien für die "bad guys" entwickeln kann, da Zombie der Charakterzeichnung seiner Figuren echtes Mitgefühl erweckt und den Zuschauer hautnah das brutale Treiben miterleben lässt. Ein absolutes Meisterwerk und auf seine Weise sogar noch erdrückender und weniger verspielt wie der Vorgänger "Haus der 1000 Leichen", dafür aber um einiges heftiger in der Visualisierung.

Das es auch anders geht, zeigt Zombie mit "El Superbeasto"
Der Film handelt von den Abenteuern des Ex-Wrestlers und Regisseurs El Superbeasto und seiner Schwester Suzi X. Während Suzi X gegen Zombie-Nazis unter Kommandeur Hess kämpft, vertreibt sich El Superbeasto Zeit mit dem Dreh von Pornofilmen und Müßiggang. In einer Striptease-Bar lernt er die Stripperin Velvet von Black kennen, in die er sich verliebt. Doch sie trägt das Mal des Teufels und so ist Dr. Satan hinter ihr her. Denn der kleine Teufel kann nur zur Höllenkraft kommen, wenn er die Frau ehelicht. Wie man den Zeilen entnehmen kann, ganz großes und abgedrehtes Kino, welches man, trotz der sehr gut gewählten deutschen Synchronsprecher, aber im O-Ton gucken sollte. Viele Bekannte wie Capt. Spaulding, Otis oder auch Michael Myers geben sich ein sympathisches Stelldichein.

Zum krönenden Abschluss dieser coolen Box, gibt's den völlig eigenwilligen und total verstörten, sowie rabiaten "Halloween 2", der direkt an die Geschehnisse des ebenfalls von Rob Zombie inszenierten Erstlings anknüpft. Rob Zombie weicht ganz deutlich vom Ursprungs Halloween 2 von Carpenter ab, da Rob Zombie eine völlig neue Eigeninterpretation zu dem Mythos "Myers" bilden wollte und gänzlich andere Pfade betritt. Pfade, die ihm nicht nur Pro-Sprecher für sein Werk bescherte, sondern auch harsche Kritik der Fans. Untern Strich ist seine Variante aber ganz großes, düsteres und extrem surreales Kino mit total verstörten Bildern und erdrückender Atmosphäre, so dass diese Version von Rob Zombie eigenständiger ist als alles, was der sympathische Musiker mit eigenwilligen Ideen jemals gedreht hat. Myers ist hier eine rohe Urgewalt, die äußerst rabiat zur Sache geht und den Mythos Myers noch einmal mit einer besonderen Note der Verstörtheit unterstreicht.

Auch wenn "Haus der 1000 Leichen" und "Halloween 2" nur gekürzt vorliegen (Fans haben/sollten die uncut ja eh schon längst im Schrank haben), so kann man Sunfilm/Tiberius Film für die Aufmachung der Box nur ein großes Lob aussprechen. Super geniales Cover und Backartwork, klasse Fotoseiten im Innenteil sowie ein Poster und eine eingravierte Limitierungsnummer, lassen das Sammlerherz höher schlagen. Und das nicht nur zu Halloween. Hier gibt's definitiv für Fans und solche, die es noch werden wollen, richtig "Value for money". Ideales Geschenk für den geneigten Filmfreund mit dem besonderen Geschmack oder für die heimische Vitrine für den individuellen Horrorfan, der einfach nur eine weitere, einzigartige Verpackung seiner Rob Zombie Filme sein eigen nennen möchte. Und diese hat es echt in sich. Klare Empfehlung.


Wolf Creek 2 [Blu-ray]
Wolf Creek 2 [Blu-ray]
DVD ~ John Jarratt
Preis: EUR 12,99

3 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Outback Legende Mick Taylor in Bestform., 17. Oktober 2014
Rezension bezieht sich auf: Wolf Creek 2 [Blu-ray] (Blu-ray)
„Welcome to Australia...Cocksucker“! Diese warmen, aber sicherlich nicht zwingend „willkommen“ gemeinten „Grüße“, stammen offenbar nicht aus einem angesagten Tourist Guide aus „Down under“, sondern von der selbst ernannten „Outback“-Legende und „Schweine“-Jäger Mick Taylor, der sich mit seiner Sniper und üppiger polierter Silberklinge erneut in seinem Outback austoben darf und Jagd auf harmlose Rucksacktouristen macht, die sich in „sein“ Land verirrt haben.

9 Jahre sind ins Land gezogen, bis Mick Taylor (erneut großartig von John Jarratt verkörpert) sich in vertrautes Terrain begeben durfte und erneut nahm auch, wie beim Vorgänger, Greg McLean auf dem Regiestuhl platz. Man durfte gespannt sein; denn nach dem enormen und internationalen Erfolg von „Wolf Creek“, war es lange ruhig um unseren kumpelhaften, sympathischen Psychopathen, ehe es 2013 erneut in die Pampa ging. Der bis dato erfolgreichste Importschlager aus „Down Under“ hätte schon viel früher ein Sequel bekommen sollen, jedoch wollte man den zweifelhaft hohen Status des Films nicht mit einem schnell herunter gekurbelten Direct-to-Video Sequel abspeisen. Somit zog etwas Zeit ins land, bis man mit Drehbuch-Autor Aaron Stern jemanden fand, der zusammen mit Greg McLean ein vernünftiges Script auf die Beine stellte, die das erneute und mitbegründete Konstrukt des „Backwood Horror“ als Leinwand-tauglich einstuften.

Zeit, die auch nötig war. Denn anders lässt es sich nicht erklären, weshalb Wolf Creek 2 so gnadenlos gut geworden ist. Dabei ist das grobe Grundgerüst noch dasselbe. Erneut sind es 2 Rucksacktouris, hier jetzt sogar 2 Deutsche, die sich durch die Pampa „trampen“ und dabei natürlich unweigerlich auf unseren lieben Antihelden und Charmbolzen „Mick-„ich hasse alles und jeden“-Taylor treffen. Dass jener natürlich nicht den Tourist Guide spielen wird, sondern erneut die Rolle des erbarmungslosen Jäger mit sarkastischer Note übernehmen wird, ist dem geneigten Zuschauer ohnehin bewusst.
Doch was macht Wolf Creek 2 anders als sein bedrückender Vorgänger? Nun, eine Sache ist geblieben. Die erneut wahnsinnig intensiven und atmosphärischen Kamerashots von Cinematographer Toby Oliver. Wahnsinn, was hier für ein Spektrum an Aufnahmen zum tragen kommen, die sich perfekt in das atmosphärisch dichte Gesamtbild einfügen. Dazu dieser irre atmosphärische Score von Sound Composer Johnny Klimek, der die ganzen bebilderten Szenen und Situationen perfekt und stimmungsvoll untermalt. Klimek sorgt somit immer für die ;“situationsbedingte“; beste Stimmung beim Zuschauer, was im Grunde bestens und so gut wie immer funktioniert.

Nahm sich der Vorgänger noch sehr viel Zeit für die Einführung und Charakterisierung der Protagonisten, so macht Greg McLean dieses mal kurzen Prozess und beschränkt sich bei der Einführung seiner Darsteller auf das Wesentliche und lässt „Mick Taylor“ relativ schnell und kompromisslos in Erscheinung treten. Eine gute Wahl; denn schnell wird klar, wer hier im Outback kompromisslos regiert.
Dennoch schafft es der Film auf phänomenale Weise, dass man sofort ins Geschehen katapultiert wird und die Augen nicht mehr vom Screen bekommt und mit allem und jedem sofort mitfiebert. Und das bietet alleine schon der völlig geniale Auftakt in den ersten 20 Minuten.
Neben den immer wieder genialen Landschaftsaufnahmen bietet der Film irre Verfolgungsjagden (Spielberg's DUELL lässt grüßen), fiese und sarkastische Sprüche und eine permanente Spannung, die erst in den letzten 30 Minuten etwas einzubrechen droht, aber durch „Kehrtwende“ noch mal die Kurve bekommt. Und wenn man im letzten Drittel in Micks Behausung zwischen zerstückelten, aufgespießten und wirr in Szene gesetzten Leichen wie wahnsinnig umher läuft, da kommen einem schon die ein oder anderen TCM 2 Anleihen in den Kopf, wenn man das abgedrehte Setting begutachtet. Generell bekommt der Film in der letzten Hälfte eine eher „Hostel“-mäßige Note, ohne aber hier einen auf Plagiat zu machen, da der großartige John Jarratt mit seinem Können auch in diesen Szenen, alle an die Wand spielt.

Und am Ende? Ja, da zeigt sich dann, wer denn erneut der „Looser“ ist und warum man sich mit einer Outback-Legende nicht anlegen sollte. „Mick Taylor“ hat das Zeug zur ganz großen Ikone. Das wird auch immer dann deutlich, wenn McLean ihn bedrohlich und immer dominant in Szene setzt. Egal ob nur in einer Silhouette oder im Schatten, Mick Taylor ist immer präsent, bedrohlich und irgendwie auch wieder der gute Kumpel, mit dem man am Wochenende einen saufen geht.
Wolf Creek 2 ist somit einer der Paradebeispiele dafür, dass Sequels auch besser als der Vorgänger sein können. Für mich ist Wolf Creek 2 ein ganz klarer Gewinner in fast allen Belangen, der somit das Genre „Backwood Horror“ neu-und mitdefiniert, auf seine ganz eigene ,charmante, boshaft und dreckige Art und Weise. Referenz.

Schnell noch ein paar Worte zur FSK 18 Fassung und der Bluray/DVD von KSM. Der Film wurde in den ein oder anderen kurzen Sequenzen fürs Kino gekürzt, damit er die indizierungsfeste und somit wirtschaftliche Freigabe erhalten konnte. Dem geneigten Fan steht es somit also frei auf eine VÖ über Österreich zu warten oder Abhilfe aus dem Ausland (US, UK...etc) zu schaffen. Wer sich für die dt. Fassung entscheidet wird aber keinesfalls enttäuscht und für eine Erstsichtung eignet sich diese Fassung immer noch.
Das liegt zum einen an der perfekten Synchro für Mick Taylor, der in der deutschen Fassung absolut genial und natürlich auch verständlicher rüberkommt (Die australische O-Ton ist nicht ohne) und für garantierte Lacher sorgt, weil die Synchro einfach den richtigen „Drive“ hat. Weiterhin sind die Cuts „relativ“ gut und ohne grobe Patzer gesetzt und es resultieren auch keine großflächigen Anschlussfehler, da auch relativ sauber gecutted wurde. Was aber echt genial anmutet, das ist die schier unglaublich gute Bild und Tonqualität der Disc. Meine Herren, was ein Bild und Ton. Wir sind hier echt im Referenzbereich, knackig scharf, super Farben, toller wuchtiger Sound.

Bluray erscheint mit gut ausgestatteten Extras in einem Amaray mit Glanzcover oder eben auch im echt schicken, matten Steelbook, welches es exklusiv bei einer Elektromarktkette gibt. Für mich eine echt positive Überraschung und ich hoffe, dass wir unsere Outback Legende auch ein 3tes mal sehen werden, was angesichts vom Ende des Films, auch durchaus im Bereich des Möglichen liegt. Helden sterben ja bekanntlich nicht.


Rob Zombie's Halloween 2 (Collector's Edition) [Blu-ray]
Rob Zombie's Halloween 2 (Collector's Edition) [Blu-ray]
DVD ~ Scout Taylor-Compton
Preis: EUR 15,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Rob Zombie typisch eben und dennoch besser als erwartet, 8. Oktober 2014
Zwei Jahre sind vergangen, wo ein gewisser Rob Zombie mit seiner Neuinterpretation von Carpenter's Kultopus "Halloween" für heißen Diskussions-und Zünststoff sorgte.
Zombie, der sich schon mit "Haus der 1000 Leichen" und "The Devil's Rejects" unter den Fans einen Namen als Regisseur machen konnte, verlieh dem angestaubten Myers Mythos mit seiner Interpretation von 2007 ein neues Image.
Der Look gewohnt dreckig, die Charaktere schräg und irgendwo am Ende ihrer Existenz und halt recht abgewrackt. Das aber das Remake dennoch, gerade auf dieser Ebene funktionierte, das hätten die wenigsten vermutet, auch wenn es immer noch genügend "contra"-Stimmen für den Rob'schen Halloween und seiner Art der Interpretation gibt.
Und jene welche, die zu letzter Gruppe gehören, die werden um H2 wohl einen großen Bogen machen.
Denn Halloween 2 ist anders, gänzlich anders als erwartet und vielleicht weniger Halloween im eigentlichen Sinne, als so mancher Fan es sich gewünscht hätte. Doch es funktioniert dennoch.
Die ersten 20 Minuten des Films suggerieren noch einen gewohnten Halloween im schicken Slashergewand und bilden noch irgendwie eine Hommage an den regulären zweiten Teil von Rick Rosenthal's Halloween 2, welchem Zombie hier offenbar Tribut zollt.
Doch nachdem diese Sequenz abgespult wurde, entpuppt sich der optisch dreckige Slasher schon fast als Drama mit düsterer Optik und ernster Charakterentwicklung.

Allen voran natürlich der Charakter der Laurie Strode, die ein völliges Wrack zu sein scheint, die eben die Geschehnisse von damals nicht so einfach weggesteckt hat. Die inzwischen in Therapie befindliche Laurie wohnt mittlerweile bei den Bracketts, welche sie nach dem damaligen Vorfall in ihre Obhut nahmen.
Doch das Zusammenleben in diesem Hause ist ein ständiger Konflikt, welchen auch Freundin Annie (Danielle Harris) immer wieder zu spüren bekommt.
Generell hat Zombie versucht, die ganzen Charaktere aus dem Vorgänger in ein neues Licht zu rücken welches sie nun von einer etwas anderen Seite beleuchtet. Man sieht also deutlich, was aus den Charakteren geworden ist und wie sie sich entwickelt haben. Ein intaktes und eher unkompliziertes Umfeld sieht anders aus, aber das kannte man ja schon aus dem Vorgänger. Doch ist die Charakterzeichnung im zweiten Teil doch noch um einiges düsterer und ernster ausgefallen, da eben alles irgendwie auswegslos erscheint.
Hauptaugenmerk und Zielperson in diesem Film ist natürlich M.Myers.
Wie auch im Vorgänger schon, macht Myers Hüne Tyler Manne seine Sache mehr als amtlich.
Sein imposantes Erscheinungsbild prägt den M.Myers wie niemals zuvor, Respekt.
Hatte der gute Myers im Vorgänger erst zur Hälfte des Films seine eigentlichen Auftritte, so tritt er hier deutlich früher und öfters in Aktion. Und wenn er in Aktion tritt, dann ziemlich rabiat.
Hier wird nicht 2-3 mal auf die wehrlosen Opfer eingestochen, sondern dann gleich 10-14 mal, auch wenn diese schon tot am Boden liegen. Auch Myers selbst gibt erstmals "Laute" von sich, wenn der die Opfer zur Strecke bringt.

Zwar passieren viele der Kills im Off und sind noch nicht einmal übertrieben blutig, aber sie wirken halt in Ihrer Art der Wiederholungen recht hart.
Da wird dann eine Stripperin ca. 11 mal gegen einen Spiegel geschlagen, eine Krankenschwester wird gleich ca. 15 mal weggeschlitzt, wo im Grunde 2-3 Aktionen gereicht hätten. Aber hier gibt’s dann gleich das volle Brett. Das freut natürlich das Slasherherz.
Zombie kündigte ja schon im Vorfeld an, das sein H2 anders werden wird und auch das innere des M.Myers beleuchtet werden soll. Dies wird symbolisch nach jedem Kill in Form von einem weißen Pferd symbolisiert, welches seine Mutter ebenfalls begleitet. Dieser Umstand, was dieses Symbol des weißen Pferdes zu bedeuten hat, wird direkt als erstes im Film erklärt und im Grunde recht belanglos abgehandelt. Zombie wollte wohl nur schnell erklärt wissen, warum und in welchem Kontext das weisse Pferd erscheinen muss.

Ob dies aber so in dieser Art nötig gewesen ist und in seiner Präsenz auch so stark vertreten sein musste, das muss jeder für sich entscheiden. Für mich war es etwas sehr überpräsent.
Weiterer wichtiger Aspekt ist natürlich der, das Michael nicht immer seine Maske auf hat, sondern auch in seinem "Hobo Outfit" auch mal ohne Maske durch die Gegend läuft. Mutiger Schritt von Zombie, wenn man Myers bis dato immer nur stumm mit Maske gesehen hat. Doch auch dies zählt für mich mit zu den innovativeren Neuerungen des Zombischen Franchise.
Zu den Charakteren selbst gibt’s noch nicht einmal soviel zu sagen. Der charmante und würdige Donald Pleasance Ersatz des Dr. Loomis in Form von Malcolm Mc. Dowell ist halt zu einem mediengeilen A****loch mutiert, was sämtliche Sympathien über Bord geworfen hat. Brad Dourif als Sherriff Bracket spielt wie immer souverän und Danielle Harris als Annie macht eine recht gute Figur. Scout Taylor Compton als Laurie Strode hat mit ihrere depressiven und labilen Art den Hang dazu etwas zu nerven, macht aber das beste aus Ihrer Rolle.

Tyler Mane als Myers ist wie immer ein Garant für einen Killer der Superlative, besser kann man Myers nicht besetzten, groß und kantig, echt klasse.Der Look von H2 ist Zombietypisch dreckig und sieht auf dem 16mm gedrehten Film auch entsprechend schmutzig aus. Der etwas grobkörnigere Look passt perfekt und ist so gewollt.
Die Atmosphäre ist jedoch eher Halloween-untypisch, was eben an den vielen Neuerungen und dem fehlenden Score liegt.
Es ist halt ein gänzlich anderer Halloween, wie man ihn noch vom Vorgänger her kannte.

Dreckiger, düsterer und brutaler geht’s hier zur Sache.
Wer sich an den Neuerungen nicht stört, wird bestens unterhalten.Kurz noch einige Anmerkungen zu den unterschiedlichen Versionen.
Der hier in Deutschland vorliegende Dir. Cut mit FSK 18 Freigabe ist zwar gekürzt, jedoch noch guckbar, da die Schnitte ziemlich gut gesetzt sind. Die ebenfalls von Tiberius erhältliche Spio JK Fassung bietet zwar etwas mehr Schauwerte, jedoch ist jene auch nicht uncut. Der Film wurde aber von Tiberius an Illusions weiter-lizensiert, so dass die uncut Fassung relativ schnell ausfindig zu machen ist.
Der Film ist im Directors Cut in den Handlungssträngen und der Charakterentwicklung etwas anders, vielleicht auch intensiver. Auch das Ende ist komplett anders.
Der Kinocut hingegen ist vielleicht nicht so komplex in der Charakterentwicklung, ist in sich aber vielleicht etwas runder und hat das für mich bessere und spektakulärere Ende.

Dennoch, ob nun in der Spio JK, FSK 18 oder in der uncut Version, H2 macht Spaß, hat Charaktertiefe, ist düster und atmosphärisch, wenn auch irgendwie keine richtige Spannung aufkommt.
Es macht aber Spaß, den Werdegang von Myers und Co zu verfolgen und die Charakterentwicklung zu beobachten.

Zwar ist es schade, das eben der Halloween-typische Grundtenor mit samt Score und dem stimmigen Haddonfield fehlt, aber das kann man verschmerzen.

Die Bluray kommt im hochwertigen Schuber mit 2 sehr hochwertigen Sammelpostkarten und vielen Extras.
Bild und Ton sind, wie bei Tiberius nicht anders zu erwarten, über dem Durchschnitt. Der rohe Look des Films ist nicht ein Manko der Bluray, sondern ein Stilmittel, welches Rob Zombie so gewählt hat. Und da die meisten den Film ohnehin schon uncut gesehen haben, bewerte ich hier auch den Film, denn der ist Top und in der jetzt erschienenen Edition nochmals lohnenswert.


Crystal Lake Memories - Die ganze Geschichte von Freitag der 13. (Blu-ray) (2 Disc-Set) (Limitierter & nummerierter Silberglanzfolienschuber mit Hochprägung)
Crystal Lake Memories - Die ganze Geschichte von Freitag der 13. (Blu-ray) (2 Disc-Set) (Limitierter & nummerierter Silberglanzfolienschuber mit Hochprägung)
DVD ~ Daniel Farrands

9 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die beste Jason Doku aller Zeiten…PFLICHTPROGRAMM für den Slasherfan, 23. September 2014
Das "Slasher Gerne" wurde bereits ende der 70iger in gewisser Weise "salonfähig", nachdem John Carpenter mit seinem "Halloween- Die Nacht des Grauens", Slashergeschichte schrieb. Das grobe Konstrukt um den stillen und gesichtslosen Killer, der aber einen nicht gesichtslosen Familienhintergrund hatte, war der Ausgangspunkt für etwas noch größeres, welches inzwischen zu der erfolgreichsten und wohl wichtigsten Horrorserie weltweit zu zählen ist : "Freitag der 13te"!!!

Sean S.Cunnigham begründete mit seinem "Friday the 13th"- Franchise, eine der wohl beliebtesten Serien im Slashergenre.
Neben Michael Myers, Freddy Krueger oder eben auch Leatherface, um mal die wichtigsten aufzugreifen, ist es Jason Voorhees, der den Olymp des Slashergenres erklommen hat und seitdem unangefochten nicht die Absicht hat, diesen zu verlassen.

Grund genug, mit einer "finalen" Dokumentation dem gesamten Franchise Tribut zu zollen und den Fans ein "Fest" zu kredenzen, was sie in diesem Umfang noch nie zu sehen bekommen haben.
Zwar gab es mit der ebenfalls guten Dokumentation "His name was Jason" einen Querschnitt durch das Leben unseres Serienhelden, der damals im Crystal Lake ertrunken zu sein schien, doch die ein oder anderen Fragen oder Andeutungen blieben nicht immer beantwortet.

Mit den "Crystal Lake Memories" hat dies nun alles ein Ende. VORWEG: Es gibt keine bessere, aussagekräftigere und umfassendere Dokumentation über das "Friday the 13th" Franchise, als diese Wahnsinnsdoku, die KEINE Frage unbeantwortet lässt und jedes kleinste Detail und jede Wissenslücke schließt.
Hier kommt jeder zu Wort, der auch nur im entferntesten mit der Entstehung der Filme zu tun hatte. Vom einfachen Scriptschreiber, bis hin zu außenstehenden Fans, die das Franchise zurecht frenetisch abfeiern.
Genau das macht die Doku so interessant. Es wird einfach alles aufgetischt. Von den Problemen mit der MPAA, die für die Zensur in den USA verantwortlich ist, die Unstimmigkeiten zwischen den Protagonisten untereinander oder eben auch die Schwierigkeiten, die der ein oder andere Jason Darsteller mit der Rolle hatte. Hier kommt alles zur Sprache.

Die Doku gliedert sich wie folgt:

"Friday the 13th"- Part 1:

Interviews: Creator Sean S. Cunningham, Crystal Lake Entertainment Produzent Noel Cunningham, Produzent Dennis Murphy, Schreiber Victor Miller, Casting Director Barry Moss, Darsteller Robbi Morgan, Darsteller Adrienne King, Jeannie Taylor, Ron Millkie, Ronn Carroll, Schreiber Ron Kurz, Make-up Artist Tom Savini, Greg Nicotero, New Line executive Jeff Katz, Soundmanager Harry Manfredini, Darsteller Betsy Palmer, und der erste jason überhaupt, Ari Lehman.

"Friday the 13th: Part 2"

Interviews: Schöpfer Sean S. Cunningham, Darsteller Betsy Palmer, Schreiber Victor Miller, Make-up Artist Tom Savini, Darsteller Warrington Gillette, Producer Dennis Murphy, Producer Frank Mancuso, Jr., Darsteller Adrienne King, Schreiber Ron Kurz, Darsteller John Furey, Amy Steel, Camp Kenmont Besitzer Lloyd Albin, Darsteller Stu Charno, Bill Randolph, Lauren-Marie Taylor, Steve Daskawisz, Crystal Lake Entertainment producer Noel Cunningham, Darsteller Jack Marks, Make-up Artist Greg Nicotero, and New Line executive Jeff Katz.

"Friday the 13th: Part III"

Interviews: actress Amy Steel, writer Ron Kurz, producer Frank Mancuso, Jr., writer Petru Popescu, 3-D supervisor Martin Jay Sadoff, actress Dana Kimmell, actress Tracie Savage, actor Larry Zerner, actor Richard Brooker, actor Paul Kratka, actress Catherine Parks, 2nd assistant director Marilyn Poucher, actress Gloria Charles, make-up artist Douglas J. White, composer Harry Manfredini, actor Kevin O'Brien, and Crystal Lake Entertainment producer Noel Cunningham.

"Friday the 13th: The Final Chapter"

Interviews: producer Frank Mancuso, Jr., director Joseph Zito, writer Barney Cohen, editor Joel Goodman, actor Ted White, make-up artist Tom Savini, actor Corey Feldman, casting director Fern Champion, actress Joan Freeman, actress Kimberly Beck, New Line executive Jeff Katz, actor E. Erich Anderson, actress Judie Aronson, actor Ted Monoson, actresses Camilla & Carey More, and actress Bonnie Hellman.

"Friday the 13th: A New Beginning"

Interviews: producer Frank Mancuso, Jr., producer Timothy Silver, editor Bruce Green, director Danny Steinmann, actor Corey Feldman, casting director Fern Champion, actor John Shepherd, composer Harry Manfredini, actor Tom Morgan, stunt coordinator Dick Warlock, actor Shavar Ross, actress Melanie Kinnaman, actress Carol Locatell, actor Ron Sloan, actor Dick Wieand, actor Caskey Swaim, actor Corey Parker, actor Bob DeSimone, actress Rebecca Wood-Sharkey, actor John Robert Dixon, actress Debi Sue Voorhees, actress Darcy DeMoss, actor John Hock, and New Line executive Jeff Katz.

"Friday the 13th Part VI: Jason Lives"

Interviews: producer Frank Mancuso, actress Melanie Kinnaman, editor Bruce Green, casting director Fern Champion, writer/director Tom McLoughlin, actor John Shepherd, actor Shavar Ross, actor Thom Matthews, New Line executive Jeff Katz, make-up artist Gabe Bartalos, actor C.J. Graham, actress Jennifer Cooke, actress David Kagen, composer Harry Manfredini, actress Cynthia Kania, actress Nancy McLoughlin, producer Don Behrns, actress Ann Ryerson, actor Whitney Rydbeck, actor Alan Blumenfeld, actor Vincent Guastaferro, actor Michael Swan, musician Alice Cooper, and actress Cynthia Kania.

"Friday the 13th: The Series"

Interviews: producer Frank Mancuso, Jr., producer Iain Paterson, writer/director Tom McLoughlin, actor John D. LeMay, and actor Steven Monarque.

"Friday the 13th Part VII: The New Blood"

Interviews: producer Frank Mancuso, Jr., producer Iain Paterson, director John Carl Buechler, actress Lar Park Lincoln, actor Kevin Blair, actress Susan Blu, actor John Otrin, actress Jennifer Banko, actor Kane Hodder, actress Elizabeth Kaitan, actor Craig Thomas, editor Barry Zetlin, actress Diana Barrows, and actress Diane Almeida.

"Friday the 13th Part VIII: Jason Takes Manhattan"

Interviews: director Rob Hedden, producer Frank Mancuso, Jr., actress Tiffany Paulsen, actor Kane Hodder, editor Steve Mirkovich, actor V.C. Dupree, actress Sharlene Martin, actress Jensen Daggett, actor Peter Mark Richman, composer Harry Manfredini, actor Lee Coleman, and New Line executive Jeff Katz.

"Jason Goes to Hell: The Final Friday"

Interviews: creator Sean S. Cunningham, Crystal Lake Entertainment producer Noel Cunningham, director Adam Marcus, actor John D. LeMay, make-up artist Greg Nicotero, actress Erin Gray, actress Julie Michaels, actor Kane Hodder, casting director Barry Moss, actress Brooke Scher, actor Michael B. Silver, actress Rusty Schwimmer, and visual effects artist Al Magliochetti.

"Jason X"

Interviews: Crystal Lake Entertainment producer Noel Cunningham, writer Todd Farmer, director James Isaac, actor Chuck Campbell, actress Melyssa Ade, actor Yani Gellman, actor Kane Hodder, actress Kristi Angus, composer Harry Manfredini, actor Phillip Williams, actress Lisa Ryder, and New Line executive Jeff Katz.

"Freddy vs. Jason"

Interviews: writer/director Tom McLoughlin, actor Robert England, director Wes Craven, actor Kane Hodder, New Line executive Jeff Katz, director Adam Marcus, executive Robert Shaye, New Line executive Mark Ordesky, writers Ethan Reiff and Cyrus Voris, writer David J. Schow, writers Mark Swift and Damian Shannon, director Ronny Yu, actor Kane Hodder, creator Sean S. Cunningham, producer Douglas Curtis, actor Ken Kirzinger, actress Monica Keena, actor Kyle Labine, and actor Doug Tait.

"Friday the 13th" -Remake

Interviews: producer Brad Fuller, director Marcus Nispel, cinematographer Daniel C. Pearl, writers Mark Swift and Damian Shannon, actress Danielle Panabaker, actor Ben Feldman, actor Derek Mears, actress Julianna Gull, actor Arlen Escarpeta, actress Amanda Righetti, actor Nick Mennell, make-up artist Scott Stoddard, and actor Travis Van Winkle.

Wie man unschwer erkennen kann, die absolute Vollbedienung in Sachen Jason Voorhess.
Diese Dokumentation ist somit die perfekte Lexika für alle Fans des beliebten Killer mit der Hockeymaske, die in KEINER, aber auch keiner Sammlung fehlen darf. Mehr Jason geht nicht.

KSM bringt diese Megadoku im schicken und limitieren Hochglanzschuber, was dem Inhalt mehr als nur gerecht wird.
Hier muss der geneigte Fan einfach zuschlagen, mehr "Value for money" gibt's nicht. Wenn's ein Pflichtprogramm gibt, dann diese sagenhafte Doku mit bis dato nie gezeigtem Material.
Für Fans und alle die es werden wollen, zuschlagen.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Oct 21, 2014 6:19 PM MEST


Steven R. Monroe's I Spit on Your Grave 2 [Blu-ray]
Steven R. Monroe's I Spit on Your Grave 2 [Blu-ray]
DVD ~ Jemma Dallender
Preis: EUR 9,99

3 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Krasser Genre Beitrag und super Sequel, 15. September 2014
Steven R. Monroe's „Rape'n Revenge“ Streifen geht in die nächste Runde.

Das „Rape'n Revenge“-Genre ist ein zweischneidiges Schwert, an dem sich oftmals die Geister scheiden. Genre Größen wie Wes Craven's „Last House on the Left“ ist einer, wenn nicht sogar der bekannteste Vertreter dieser harten Kost, in dem es primär darum geht, dass eine extrem gepeinigte Protagonisten, sich für die Ihr zugefügten sexistischen Gräueltaten, welche in erster Linie sexueller Natur und auch verbal ausufernd sind,sich im späteren Verlauf für jene Taten an ihre Peiniger rächt. Demnach beinhaltet der erste Teilabschnitt jener Filme hauptsächlich den etwas ausführlicheren „Rappe“-Teil, der eben die Vergewaltigungen in oft expliziten Ausmaßen verdeutlicht, während es sich im „Revenge“-Teil fast nur noch um den Racheakt handelt, der dann die Gorehounds zufrieden stellen dürfte.

Man kann es drehen und wenden wie man will, die Zielgruppe sind natürlich in erster Linie die Horrorkonsumenten, auch wenn konstatiert werden muss, dass nirgendwo sonst eine solche unangenehme und bedrückende Stimmung und Unbehagen begleitend aktiv ist, wie im „Rape'n Revenge“-Genre. Kann man in sogenannten „Torture Born“ Sektor noch bei n'er geselligen Bierrunde den Splatterorgien mit einem zwinkernden Auge beiwohnen, so bedarf es im Falle der Rape'n Revenge-Streifen an Ausdauer und Nervenstärke, da eben diese Ebene deutlich emotionaler ist, gerade die Vergewaltigungen verlangen dem Betrachter da so einiges ab.

Neben Wes Craven war es Meir Zarchi, der mit seinem „Day of the Woman“, oder eben auch dem später etablierten Titel „I spit on your Grave“ für Aufsehen sorgte. Auch wenn Cravens Rapeorgie sechs Jahre früher erschien, so war Meir Zarchis Grabspucker nicht minder intensiv.
Nachdem das Torture Born Genre mit den x-ten Sequles von SAW, Hostel und Konsorten auf ausgelutschten Pfaden ihr Dasein fristen, so brachte ein gewisser Steven R.Monroe wieder etwas Bewegung in das angestaubte und totgeglaubte Rape'n Revenge Genre und lieferte mit seinem furiosen Remake von Meir Zarchis „Spit on your Grave“, einen Shocker par excellence ab. Nachdem man Last House on the Left auch wieder neues Leben einhauchte, so war man auch für die etwas schwerer verdaulichen Fragmente des Genres wieder empfänglich. Das funktionierte offenbar so gut, dass Monroe 3 Jahre später die Fortsetzung zu seinem Remake auf die Menschheit los ließ, simpel betitelt mit „I spit on your Grave 2“.

Im Grunde ist sich Monroe seiner Linie treu geblieben und verlässt die gewohnten Pfade, die er mit seinem Vorgänger erfolgreich betreten hat nicht. Lediglich wurde der Schauplatz des Geschehen vom einst idyllischen Lande in die bulgarische Metropole Sofia verlegt. Und anstatt der attraktiven Sarah Butler rächt sich nun die nicht minder attraktive Jemma Dallender an ihren Peinigern.
Dabei ändert sich das grobe Storykonstrukt kaum. Auch hier geht's im Grunde darum, ohne die Inhaltsangabe wieder geben zu müssen, dass eine äußerst attraktive SIE in die Fänge dubioser und sadistischen Peinigern in die Hände fällt, die als Auffangstation und Zulieferer für einen Mädchenhandel agieren. Durch die Verlagerung in die Großstadt ist die Atmosphäre natürlich eine gänzlich andere und eben nicht mehr so dicht und facettenreich wie noch im Original und dessen Remake. Dennoch macht sich auch hier wieder die Ausweglosigkeit und Unwohlbefinden breit, auch wenn man meinen könnte, dass eine Großstadt mehr Zufluchtoptionen bieten könnte. Aber in dem Falle sind es fiese Internaten, die halt den bösen Jungs zuspielen und unsere Protagonistin immer wieder erneut vor dem NICHTS stehen lassen und alles auf Anfang setzen.

Cinematographisch setzt man auf Altbewährtes. Die Kamera hält wieder schön drauf und auch optisch wird man wieder mit viel Filtereinsatz und dezenter Hochglanzoptik verwöhnt. Der Score ist hingegen wieder unterschwellig begleitend aktiv und untermauert die verstörte Atmosphäre, die aber etwas gegenüber dem Vorgänger an Authentizität einbüßt, aber der guten Grundstimmung keinen Abbruch tut.
Auch hier steht natürlich der Rape-Teil mit all seinen Abscheulichkeiten im Vordergrund, von dem auch in der FSK 18 Fassung immer noch Notiz genommen werden kann. Auch im Racheteil, also dem Revenue Part, sind einige fiese Attacken übrig geblieben, die im Ideenreichtum einfallsreicher sind als im Vorgänger, aber in der Intensität anders zu bewerten sind, bezw. anders rüber kommen.

Tiberius Film ermöglicht mit dieser Fassung in erster Linie den regulären „Konsumenten“ die Option, den Film überhaupt erst zu Gesicht zu bekommen. Und das in einem gestochen scharfen Bild mit Bombensound. Nachdem man bei der Juristenkommission und der FSK mehrfach abgeschmettert wurde, sah man sich eben durch den deutschen Staat und dessen Zensurpolitik gezwungen, einen Großteil von Gewalttaten zu entfernen. Sei es an einigen Stellen im Bereich etwaiger Gewaltspitzen, als auch im Bereich einiger harter Vergewaltigungsszenen, die auch in der englischen Fassungen NICHT unangetastet blieben. Der geneigte Fan weiss natürlich, wo sich der ungetrübte Filmgenuss zu holen ist. Dennoch muss man Tiberius Film für den Mut und die Option danken, dass man eben auch „Nichtkennern“ des Genre's und Normalkonsumenten, die einfach nur den Film sehen wollten , die sich nicht zwingend an Schnitten stören (Ja, solche Leute gibt es), die Möglichkeit gibt, den Film zu sehen.

Ungeachtet dessen, dass es für den KENNER und Sammler in erster Linie keine Option ist, aber es gibt ja noch die breite Masse, die das etwas differenzierter betrachtet.
Teil 2 ist somit ein weiterer, extremer Vertreter des teils grotesken „Rape'n Revenge“ Genre, der in einem Atemzug mit dem grandiosen Vorgänger genannt werden darf und für den Horrorkonsumenten eine klare Empfehlung darstellt, wenn man denn so „open minded“ ist und den eigentlichen Film als Ganzes sieht und nicht die Relevanz der Schnitte. Daher, ein unterhaltsamer und zu empfehlender Genrebeitrag.


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