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Rezensionen verfasst von
F. Heister
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Mercenary: Absolution (Uncut) [Blu-ray]
Mercenary: Absolution (Uncut) [Blu-ray]
DVD ~ Steven Seagal
Preis: EUR 9,99

5.0 von 5 Sternen Seagal wieder in Bestform, 22. Mai 2016
Nachdem der gute Steven Seagal in letzter Zeit nicht durch nennenswerte Vö's auf sich aufmerksam machen konnte und im Brei der ganzen B-Movies und "Crime" Ableger unterzugehen drohte, ein erfreulicher Lichtblick am ende des Tunnels.
Mercenary:Absolution sieht in erster Linie auch schon eher aus wie ein Kinofilm. Die billige B-Movie-optik seiner letzten Ausflüge sind hier zu keiner Zeit spürbar. Auch wenn die Handlung, die sich nicht wesentlich von Steven's restlichen Klopperoutputs unterscheidet, relativ simpel und nachvollziehbar daher kommt und im Grunde das altbewährte Prinzip des "Rächers" aufweist, so ist jene dennoch unterhaltsam.
Das liegt auch mitunter an den gut gewählten Nebendarstellern, die ihre Sache allesamt sauber abliefern.
Der Gewaltgrad ist ebenfalls absolut in Ordnung und die FSK18 passt schon. Bild und Ton der KSM Bluray sind absolut auf sehr gutem Niveau.
Wer also Steven nochmal ne Channce geben möchte, nach all seinen weniger tollen Ergüsse der letzten Zeit, der ist mit Mercenary:Absolution bestens bedient. Unerwartet gut und einer seiner besten. Infos zum Inhalt erspare ich mir, da dies bei den Seagal Filmen ja schon fast bekannt ist :) Jedenfalls sehenswert, da auch die Optik wieder stimmt. Kaufempfehlung.


Day of the Dead 2 - Contagium [Blu-ray]
Day of the Dead 2 - Contagium [Blu-ray]
DVD ~ Laurie Maria Baranyay
Preis: EUR 17,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Trashvariante des Romerischen Stoffes für Indpendend Fans, 28. Februar 2016
Eines direkt vorweg...weder inszenatorisch als auch inhaltlich, hat diese Undergroundproduktion etwas mit dem "Romero" 'ischen Meilenstein gemein...lediglich der klangvolle Name ist so etwas wie ein indirektes Bindeglied, fungiert dieser Undergroundstreifen doch als Prequel und Sequel zugleich.
Dass James Glenn Dudelson nicht nur ansatzweise in die zu großen Fußstapfen eines Romero treten kann, sollte dem geneigten Fan und Freund der untoten Fleischeslust hinglänglich bekannt sein. Alleine das rückwirkend betrachtete Portfolio des Regisseures schreckt eher ab, als zu Begeisterungsstürmen zu verleiten. "House 101" und "Museum of the Dead" waren alles, jedoch keine Meilensteine des Genrekinos, welchen auch den härtesten B-Movie Fans und Underground Alleskonsumenten so einiges aberverlangte. In gewisser "gehuldigten" Art und Weise an seinem letzten Werke "Museum of the Dead", versucht James G. Dudelson dem "heiligen Grale" eines Romero Tribut zu zollen und präsentiert mit seinem "Day of the Dead" einen eher trashigen Vertreter, der in erster Linie die Allesgucker und Indiefans ansprechen dürfte. Denn für die breite Masse ist sein "Tag der Toten" auch sprichwörtich mehr tot als lebendig, zumindest was die stellenweise holprige Inszenzierung betrifft.
Die Story ist natürlich demzufolge eine völlig eigenständige und relativ simpel gestrickte, wobei auch hier einige Stolpersteine zu überwinden wären. Ein russisches Spionageflugzeug stürzt 1968 ab, dessen Insassen aber mit einem heimtückischen Virus befallen sind. In einem Miltärkrakenhaus breitet sich dann auch zugleich dieser Virus aus und alle Insassen werden zu reißenden Bestien. Diesem Problem nimmt sich dann auch flugs das amerikanische Militär an und versucht die Seuche eizudämmen und kontanimiert das gesamte Gebiet, unter größten Verlusten. Im Glauben bestätigt ist man sich sicher, das Problem an der Wurzel bekämpft zu haben und wiegt sich in Sicherheit....doch eine Probe des Virus bleibt in einem Behälter unentdeckt und das Horrorszenario beginnt in der Gegenwart erneut und nimmt seinen Lauf.

Zugegeben...der Auftakt des Films ist durchweg gelungen. Regiesseur Dudeslson und Co Regiesseurin Ana Clavell, schaffen zu Beginn einen glaubhaften und auch bemühten Spagat zu Romeros "Night of the Living Dead", jedoch natürlich nicht in der gewohnten Güteklasse des Großmeisters, sondern eher auf besseren Amateurebenen, was aber die Sache zumindest für Freunde des Trashkinos wieder interessant macht, an die sich der Film auch tendenziell zu orientieren scheint. Effekte und Masken sind zwar im Grunde eher Durschnitt, aber das hat man auch schon deutlich schlechter gesehen. Auch die ein oder anderen, der Zensur nicht zum Opfer gefallenden Headshots, sehen derweil noch ganz passabel aus.
Sobald sich der Schauplatz des Geschens in die Gegenwart verlagert, fokussiert sich der Film fast ausschließlich auf den dortigen Schauplatz, der Nervenheilanstalt samt Protagonisten. Diese machen ihre Sache auch sichtlich gut, jedoch ist das Drehbuch dann doch etwas zu verfahren um als stimmiges Gesamtkonzept betitelt werden zu können. Dieser Aspekt ist aber bei Freunden des Trashinos ohnehin zu vernachlässigen.
Die Protagonisten und deren Probleme werden angerissen und ein Umfeld wird geschaffen, was im Grundkonstrukt nicht mehr groß mit der eigentlichen Geschichte zu tun hat. Dennoch bleibt der Film auf Kurs und erstreckt sich somit auch auf die respektable Laufzeit und unterhält mit blutigem Firlefanz, so dass der Trashfreund zumindest bei Laune bleibt, auch wenn die ein oder anderen Effekte der Zensurschere zum Opfer fielen. Richtige Atmosphäre will nicht so recht aufkommen, auch wenn die bruchstückhaften Bemühungen erkennbar sind.

An wen also richtet sich Day of the Dead Contagium? Zumindest nicht an jene, die auf ästhetischen Look, sowie flüssige, lückenhafte Erzählstrategie setzen. Wer jedoch zu den "Allesguckern" und Trashliebhabern und Amateurfilmfreunden gehört, für den lohnt sich der Blick definitiv. Zwar ist der Film bei weitem nicht frei von Zensuren (Abhilfe im Ausland ist schnell besorgt, ebenfalls von CMV Laservision/über Österreich), jedoch für alle Komplettisten und Zombiefans immer noch einen Blick wert, da das Ganze dann doch in gewisser Art und Weise sehr unterhaltsam ist.
Das Bild der Bluray von CSV Laservision hingegen überzeugt. Eine deutliche Steigerung zur eher schlechten DVD VÖ von MIB, die den Film in dieser Bluray dann nochmals hochwertiger erscheinen lässt, auch in punkto Sound.
Zombie und Trashliebhaber dürfen also gerne mal einen Blick riskieren.


Ninja III - Die Herrschaft der Ninja - Remastered [Blu-ray]
Ninja III - Die Herrschaft der Ninja - Remastered [Blu-ray]
DVD ~ Shô Kosugi
Wird angeboten von Riverbird 912
Preis: EUR 15,90

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kultiger 80iger-Jahre Ninja Klassiker im besten HD Gewand, 11. Februar 2016
Mit "Ninja III-The Domination", der hierzulande unter dem regulären Titel "Die Herrschaft der Ninja" erschien, schließt sich nun der Kreis, der unter der Cannon Films Riege als "Ninja Triologie" angelegt wurde. Wobei jedoch die Filme sowohl handlungstechnisch als auch chronologisch zueinander, keinerlei Bezug aufweisen, mit Ausnahme des Ninja Kult Stars "Sho Kosugi".
Nach dem recht unerwarteten großen Erfolges des ersten Teils "Enter the Ninja" aka "Ninja die Killermaschine", welcher von Cannon Films Inhaber Menahem Golan inszeniert wurde, realisierte Sam Firstenberg (der später mit American Ninja (Fighter) große Erfolge verzeichnete) den hier vorliegenden 3ten Teil der Ninja Trioligie, nachdem er zuvor mit "Die Rückkehr der Ninja" einen der wohl besten und kultigsten Ninja Streifen der 80iger ablieferte. Man erinnere sich alleine nur an den legendären Kampf auf dem Dach des Wolkenkratzers, der in über 10 Minuten feinste Ninja Techniken zum Besten gab. Nur logische Konsequenz, dass man im Hause Cannon wieder auf ein altbewährtes Team zurück gegriffen hat.

Doch entgegen den recht guten Vorgängern, ließ Firstenberg die eigentliche Ninja Thematik und dessen Mystik dieses mal etwas außen vor. Im Kern und in seinem Grundkonstrukt, ist Firstenbergs "Ninja Domination" natürlich in erster Linie immer noch "Ninja", jedoch mit deutlich höherer Schlagseite in Richtung "Horror", wobei hier ganz klar das Thema "Exorcismus" Pate gestanden hat. Beim Betrachten des ganzen Geschehens wird auch relativ schnell klar, dass der alternative Filmtitel "Trancers", wie er in vielen Ländern auch heißt, deutlich besser gepasst hätte.
Aber nichts desto Trotz bekommen wir mit "Der Herrschaft der Ninja", einen waschechten 80iger Jahre Ninja-Actioner um die Ohren geknallt, der zwar die Gemüter spaltet, aber dennoch eine gewisse Sogwirkung entfaltet, der man sich nicht entziehen kann. Firstenberg hat eben das nötige Feingefühl, wie man sowohl auf visueller Ebene den Ninja Kult entfesselt, als auch die atmosphärische Note dabei nicht zu kurz kommen zu lassen.
Der Auftakt des Triologieabschlusses könnte auch besser nicht sein. Ein amerikanischer Golfplatz und dessen vermeintliche Golfprotagonisten werden mal eben Schauplatz einer Metzelorgie, die ein "schwarzer" Ninja (David Chung) eindrucksvoll mit aller Härte anrichtet und ein ganzes Rudel von Polizisten auf ein Minimum reduziert. Nach einigen eindrucksvollen Kampfszenen jedoch, nimmt auch unser Ninja dann deutlich mehr Schaden an als gedacht und siecht mehr oder weniger langsam vor sich hin.
Wäre da nicht die schicke und schöne Aerobiclehrerin und Elekrikerin "Christie", die dem schwer verwundeten Ninja bei ausführung ihrer täglichen Routinearbeit begegnet und erst einmal "reißaus" nehmen will. Dieser jedoch hat gänzlich andere Pläne und gibt seinen Geist samt martialartischer Kunst an Christie weiter, die fortan vom "schwarzen" Ninja besessen ist und seine Execution permanent vor Augen hat. Somit hat Christie seine (ihre) Wiedersacher immer abrufbar im Gedächtnis und kann, getrieben vom Geist des schwarzen Ninjas, sein (ihr) Werk vollenden und die Peiniger zur Strecke bringen.
Wäre da nicht der Ninja Yamada (Sho Kosugi), der mit dem "schwarzen" Ninja noch eine ganz spezielle Rechnung offen hat.

Man kann es beim lesen schon erahnen. Der Film ist anders, gänzlich anders als sein Vorgänger...ja vielleicht auch gewiss etwas abstrus, da eben keine übliche Marschroute erkennbar scheint, wie man es von den souveränen Vorgängern kannte. Die Mischung aus "Flashdance", Cannons Erfolgsfilm "Breakin" und "Der Exorzist" muten zwar wirr und konfus an, wirken aber beim Betrachten dann doch homogener als vermutet.
Die Kampfszenen, die wieder von Sho Kosugi selbst und dessen Stuntdouble Steven Lambert und Alan Amiel inszeniert wurden, begeistern wie eh und je. Der wieder sehr lange Endkampf trägt dann auch wieder ganz klar die Handschrift von Sam Firstenberg, auch wenn die nicht zwingend nötig gewesenen Spielereien mit den besessenen Shaolin-Mönchen oder den fliegenden Schwertern etwas "trashig" anmuten. So bleibt dennoch ein kruder aber unterhaltsamer Ninja Sreifen der alten Schule, der neben dem gradiosen Auftakt, mit diversen Ninja Fights im Mittelteil und dem gandiosen Finale zu begeistern weiss, auch wenn sich der Film sicher an jene Generation wendet, die mit dieser Epoche groß geworden sind und den Ninja Boom "live" mit erlebt haben.

Die hier vorliegende Bluray von Ascot-Elite, präsentiert den Film neu abgetatset in korrektem 16:9 Bildformat. Für das Alter des Films ist die Qualität sensationell. Da der Film in den vorherigen VÖ's nur im 4:3 Format vorlag, können nun alle Fans bedenkenlos zugreifen und den Film in der bestmöglichen Qualität genießen. Eine echte Perle die ins Regal eines jeden Ninjafans gehört. Danke Ascot.


Castle Freak [Blu-ray]
Castle Freak [Blu-ray]
DVD ~ Jonathan Fuller
Preis: EUR 14,49

4.0 von 5 Sternen Gepflegt dichte Gruselatmosphäre mit überzeugenden Setting, 25. Januar 2016
Rezension bezieht sich auf: Castle Freak [Blu-ray] (Blu-ray)
Castle Freak ist ein weiterer Beitrag aus Stuart Gordon's "Full Moon" Schmiede, die bereits so illustre und äußerst unterhaltsame kleine Indiperlen, wie die "Puppet Master" Serie zum Vorschein gebracht haben. Stuart Gordon, der sich natürlich in erster Linie mit seiner zum Kult avancierten "Re-Animator" Trilogy einen ernstzunehmenden Ruf einbringen konnte, inszenierte einen äußerst charmant-maroden, aber typisch "italienisch" angehauchten fiesen Slasher, der mitunter etwas zu langatmig anmutet, jedoch den Zuschauer durch die packende Gruselatmosphäre bei der Stange hält. Alleine durch die Anwesenheit und gewohnt souveräne Leistung seines Hauptprotagonisten Jeffrey Combs, punktet sein kleiner Film, der sich qualitativ zwar hinter den Ergüssen eines Re-Animators oder dem haushoch überlegenden "From Beyond" geschlagen geben muss, aber durch seinen schönen dichten Grusel und toll verpackten Bildern überzeugt.

Dabei ist die Story um den vermeindlichen zurückgelassenen "Burgherren" mehr Familiendrama denn Horror im ursprünglichen Sinne, doch sollten sich die Freunde subtilen und gepflegten Horrors eher angesprochen fühlen, als jene Gorehounds, die selbst in der ungekürtzten Fassung keine Orgien zu sehen bekommen. Castle Freak ist ohnehin nicht als ausufernde Schlachtpalette ausgelegt, somit ist für den geneigten "Allesgucker und Dauerkonsument" auch in der hier vorliegenden Fassung immer noch genügend Schauwertmaterial vorhanden, während unterdessen die Uncutfraktion anderweitig fündig geworden ist oder im Bedarfsfall wird. Zudem sind die Schnitte auch relativ sauber gesetzt und reißen den Film jetzt nicht komplett aus dem Kontext.

Der Film startet recht flott und lässt uns einen kurzen Einblick in das Anwesen und ins Verlies erhaschen, in dem die Burherrin unter anderem selbst noch die ein oder andere Leiche beherbergt. Der an Ketten gefesselte "Freak" wird mit Wasser und Brot so gerade noch am Leben gehalten, wird statt mütterlicher Fürsorge jedoch mit Peitschenhieben gestraft. Die "mütterliche" Peinigerin erliegt aber dann gottlob auf dem Weg zur (un)-verdienten Nachtruhe ihres Leiden, auch "Leben" genannt, dess Inhalt es wohl war, den ohnehin deformierten weiter grundlos abzustrafen.

Als Erbe tritt dann der gute John Reilly mit seiner Gattin Susan auf den Plan, die das idyllische Schlösschen in der italienisch-chramanten Pampa geerbt haben und sich von der guten noch existenten Seele, der "Hausdame", das Anwesen samt Zimmer zeigen lassen. Reilly selbst hegt zu Beginn direkte Verkaufsabsichten, da er mit dem Anwesen wohl nicht warm werden will....ebensowenig wie seine Gattin mit ihm- die ihn für die Blindheit seiner Tochter und den Tod des Sohnes, bis auf alle Ewigkeit zu verdammen scheint und jegliche Schuld nur ihm zuschiebt.
Auch der Tapetenwechsel im idyllischen Schlösschen und der mediteran atmosphärischen Umgebung mindern die Schuldzuweisungen nicht, so dass sich der gute John gezwungen sieht, seinen Frust zu ertränken und auf etwas "Abwechslung und Zuneigung" in der im Dorf beheimateten Schenke sucht. Fündig wird der Gute dort auch, jedoch wird nicht nur John auf den weiblichen Part aufmerksam, sondern auch der deformierte Kellerknabe, der sich mal eben seiner Daumen entledigt hat und dank "gelöster" Fesseln nun munter umherläuft und seinen Trieben nachgeht. Und so nehmen die Dinge und Handlungen ihren Lauf und finden dann zum finalen Schluss ihr tragisches und aufopferndes Ende.

Durch seine ja schon dramaturgisch aufgebauschte familiäre Konfliktsituation und der eher langatmigen Vorgehensweise diesbezüglich, erntete Stuart Gordon's Castle Freak mitunter natürlich Schelte. Auch in punkto Gore ist die deformierte Kellerassel eher harmlos. Vielmehr überzeugt der inszenatorische Gruselstil, der nicht nur aufgrund des tollen Settings ganz offensichtlich an die großen italienischen Vorbilder angelehnt ist. Ferner hat Gordon mit Jeffrey Combs einen Garant für einen überzeugenden Sympathieträger und jemanden, der den Film auch in den etwas ausgewalzten Konfliktsituationen tragen kann.
Der "Freak" selbst ist und bleibt eine traurige Gestalt, ein Filmmonster ohne Benimm und ein Opfer unsittlicher Umstände, der für sein handeln nicht mal groß etwas kann. Anlasten kann man dem Film lediglich, dass Stuart Gordon im Grunde nur zu lange auf den Problemen und Konfliktzonen seiner Protagonisten sitzen bleibt, während aber der Film selbst inszenatorisch solide bis gut und vor allen Dingen "atmosphärisch bebildert" umgesetzt ist.
Die Bluray von New Vision Films überzeugt mit gutem Bild und Ton und stellt die alte DVD locker in den Schatten, so dass sich jene, die noch keinen Kontakt zum Castle Freak hatten, gerne zugreifen können.


Two Evil Eyes [Blu-ray]
Two Evil Eyes [Blu-ray]
DVD ~ Sally Kirkland
Preis: EUR 11,99

5.0 von 5 Sternen Atmosphärisher Episodenfilm der beiden Großmeister des Horrors, 14. Januar 2016
Rezension bezieht sich auf: Two Evil Eyes [Blu-ray] (Blu-ray)
Bei dem hier vorliegenden Episodenfilm "Two evil Eyes" haben wir es mit einer Kollaboration der beiden geachteten Großmeister George A. Romero und Dario Argento zu tun, die sich in ihrem verwendeten Material an Edgar Alen Poe's Werken orientieren. Produziert wurde der zweiteilige Episodenfilm von Dario Argento, der zudem in der ersten Episode Romero's einen Cameoauftritt hat. Die für diese Epoche üblichen handgemachten Effekte, stammen von Tom Savini.
Dier erste Episode, welche Zombieurvater Romero inszenierte, hört auf den klangvollen Namen "The facts in the case of M. Valdemar" oder auch zu deutsch, "Der Fall Valdemar".
Hierbei handelt es sich um den im Sterben liegenden Ernest Valdemar, der von seiner Frau Jessica und ihrem Liebhaber Robert, einem Arzt mit dem Fachgebiet der Hypnose, gnadenos betrogen wird. Grund ist das beachtliche Vermögen Valdemar's, welches die beiden gerne für sich selbst in Anspruch nehmen würden. Hierbei nutzt der gute Doc seine hypnotischen Fähigkeiten und versetzt den todkranken Ernest in einen Zustand, der ihn bereitwillig sämtliche erforderlichen Dokumente unterschreiben lässt, die für die Auszahlung des Erbes von Nöten sind. Robert bringt ihn mittels seiner Hypnose sogar dazu, beim dem fingierten Gespräch mit dem Anwalt des todkranken, nach seinem Willen das Gespräch zu führen, damit der Anwalt die benötigten Unterlagen frei gibt. Alles scheint demnach glatt zu gehen und die Dinge nehmen ihren gewollten Lauf. Doch Valdemar stirbt unerwartet plötzlich und sein Tod darf aufgrund des laufenden Erbprozesses nicht an die Öffentlichkeit gelangen. Somit wird der Gute Valdemar in der im Keller befindichen Kühltruhe untergebracht, damit der Verfallsprozess möglichst lange hinausgezögert werden kann.

Doch es machen sich einige Zeit später einige Skrupel breit, ausgegend von Jessica, die ihre Ängste inzwischen in Alkohol ertränkt. Doch dann passiert das eigentlich Unvorstellbare: Valdemars Stimme und Stöhnen raunt durch die ganze Villa und es scheint, dass jener garnicht tot ist und fortan wieder unter den Lebenden weilt. Offenbar stand er in seinem Sterbeprozess unter Hypnose und befndet sich in einer Art "Zwischenreich" und kann noch nicht den finalen Schritt ins Jenseits antreten. Jessica versucht demnach Valdemar den schnellen Tod zu bringen, jedoch erweist sich dies als nicht ganz so einfach.

Auch wenn man anfangs vermutet, dass Romero seinem Plot nicht gewachsen ist und die Episode schwer in Fahrt kommt, so ist dank des genialen Scores eine stetig bedrohliche Atmosphäre spübar, die den Zuschauer gebannt das Geschenen beiwohnen lässt.
Die zugrunde liegende Thematik der "Hynose/Magnetismus" weiss zu gefallen und die herliche althergebrachte Umsetzung Romeros, trägt ganz offensichtlich den Spirit der 80iger und lässt seelige Erinerungen aufkeimen. Die Effekte, gerade zum Ende hin, können überezugen und tragen sichtbar die Grundzüge des Urvaters der Zombies und die Handschrift des geistlichen Effektevaters "Savini". Auch in der hier vorliegenden Fassung wird der Film durch kleinere Schnitte (oftmals Masterfehler oder lediglich alterative Einstellungen) nicht aus dem Kontext gerissen und fesselt an den Sessel und bietet kurzweilige Unterhaltung, die sicherlich des öfteren im Blurayplayer die Runden drehen wird.

Die zweite Episode "The black Cat" wurde demnach von Italogroßmeiser Argento in Szene gesetzt und glänzt mit dem großartigen Harvey Keitel in der Hauptrolle. Usher, gespielt von Harvey Keitel, ist ein eifer-und trunksüchtiger Photograph, der sich in die Enge getrieben fühlt, da er offenbar um seinen Platz an der Seite seiner Freundin fürchten muss, da diese eine schwarze Katze ins Haus ließ und sich liebevoll und zeitaufwändig um jene kümmert. Feinfühlig wie Katzen nun einmal sind, merkt der schwarze Samttiger schnell, dass er nicht willkommen ist und Usher unternimmt alles, um den Aufenthalt der Katze so unangenehm wie möglich zu gestalten.

In punkto Ästhetik und Bildersprache gewinnt Argento natürlich haushoch gegenüber Romero, das sieht man sofort. Black Cat ist permanent spannend und auch beindruckend photografiert und man bekommt unterschwellig das Gefühl das die bereit gestellte Stunde für Argentos Episode fast zu kurz bemessen sei und der Meister viel mehr noch hätte glanzvoll verpacken können. Bedingt durch den elliptischen Schnitt wirkt das ganze stellenweise sogar mitunter etwas "fahrig" oder auch gar schon etwas gehetzt, zumindest was die Organisation "Zeit" betrifft. Doch kommt diesen Attributen das Ganze dann doch irgendwie zum tragen, da man sich hierdurch die Zeit nimmt, durch Edgar Allan Poe's Epochen zu stöbern, wie auch gleich zu Beginn mit dem markantesten Titel "The Pit an the Pendulum" (Grube und Pendel).
Herausragend natürlich das Ende, wo sich die Katze aus der von Usher gezogenden Betonwand "herausfrist". Usher hatte seine Freundin eingemauert und offenbar auch die Katze, die ihr "Frauchen" ins Reich der Toten begleitet hat. Beim finalen Rundumschlag mit Axt und Keule sind zudem noch sämtliche Protagonisten von der Bildfläche verschwunden und gibt dem Film somit noch eine übersinnliche Note mit auf den Weg.

Noch ein paar Worte zur Bluray von New Vision Films. Grundsätzlich...der Hardcore-Uncutsammler weiss wo er fündig wird und wurde, demnach stehen Mediabook und Co sicher schon im heimischen Schrank. Jene welche, die der Materie fremd sind und ertsmaligen Kontakt oder ins Genre schnuppen wollen, also der Konsument der "Alleskäufer-Kaufhauskunde", die sich von dem zugegeben schönen Covermotiv in der schicken roten Amaray anlocken lassen, werden mit einer ordentlichen Bluray bedient. Die Schnitte (1:48 Min.) resultieren aus Masterfehlern und diveresen Alternativeinstellungen und eben der Willkür der FSK, reißen den Film aber nicht aus dem Kontext und sind zudem so gesetzt, dass sie nicht den Anschluss an die direkt folgenden Szene verhunzen.
Den Film daher mit nur wenig Punkten abzustrafen ist im Grunde nicht fair, da die beiden Episoden mächtig Spaß machen und zudem in sehr guter Qualität vorliegen. Als Extras gibt es Bildergalerien und Trailer und eine animierte Menüführung. Für Neueinsteiger und old-school Liebhaber also definitiv einen Blick wert.


Dämonen [Blu-ray]
Dämonen [Blu-ray]
DVD ~ Asia Argento
Preis: EUR 15,49

0 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Lamberto Bava's Dämonenkult endlich auf Bluray, 13. Januar 2016
Rezension bezieht sich auf: Dämonen [Blu-ray] (Blu-ray)
Italoikone Dario Argento produzierte damals den von Lamberto Bava inszenierten Dämonenschocker "Demoni", der 1985 unter dem deutschen Verleihtitel "Dämonen 2" hierzulande released wurde und seit 1988 noch in den Regalen der Bundesprüfstelle, sein "beschlagnahmtes" Dasein fristet. Die 1986 ebenfalls von Lamberto Bava regiegeführte Fortsetzung, welche ebenfalls von Giallo Meister Dario Argento produziert wurde, trägt ironischer Weise den Titel "Demoni 2" und wurde in Deutschland unter dem Titel "Dämonen" herausgebracht. Somit ist der zweite Teil im Grunde der erste und der Titel "Dämonen", welcher hier nun auch released wurde, das 1986 in Szene gesetzte Sequel. Warum sich der deutsche Distributor damals dafür entschied, bleibt weiterhin rätselhaft...eine ausgeklügelte Marketingstrategie schien es bewusst jedoch nicht zu sein.

Der von New Vision Films herausgebrachte "Dämonen" ist seit dem Jahre 2013 regulär vom Index gestrichen und somit wieder in jener Fassung auf dem Markt erhätlich, welche zu jener Zeit auch zu seeligen VHS Zeiten erhätlich war, allerdings nun trendbewusst auf dem neuen Medium Bluray. Da man dem Film keine Neuprüfung spendierte, bezog man sich offenbar auf die alte, um etwas über 9 Minuten gekürzte VHS Fassung und wertete diese für den Bluray und Massenmarkt aus. Für den geneigten Freund und Fan ungeschnittener Genrekost bietet sich da ohnhin der Griff ins benachtbarte United Kingdom an, da die beiden Teile dort ungekürzt und ohne dt. Ton erhältlich sind. Daher bezieht sich oder besser gesagt, richtet sich diese Rezension auch vorrangig auf den Konsument "Massentauglicher Alleskäufer", der trotz gewisser Abstriche im ohnehin reduzierten Goreanteil des Sequels, bestes Retro-Feeling in zufriedenstellender Optik genießen kann. Stellenweise sind es auch nur Masterfehler im Framebereich, die zu den Schnitten gehören oder lediglich diverse Einstellungen der Dämonen und dem Geschehen im OFF, welche zu den Schnitten zählen, die zudem aber relativ sauber absolviert wurden und das atmosphärische Begutachten nicht vehement stören.
Somit macht auch die hier vorliegende Dämonehatz auch nachwievor Laune und zeigt eindrucksvoll, warum der Horror der 80iger so erfolgreich war und unzählige Kultstreifen geprägt hat. Lamberto Bavas "Dämonen" gehört definitiv dazu und ist sicherlich die Referenz wenn es um den Damönenhorror der alten Schule geht, da die Effekte auch heute noch richtig Eindruck hinterlassen und so manche Produktion aktueller Werke alt aussehen lässt. Ebenfalls in punkto Atmosphäre und Maske, sowie dem bedrohlichen Score, kann Dämonen nachwievor uneingeschränkt punkten.

In Sachen "Splatter" fällt "Dämonen" gegenüber dem Vorgänger dann etwas ab. Auch die Location, die nun vom Kino in ein modernes Hochhaus verlegt wurde und offenbar einer deutschen Stadt zugeordnet werden kann (Weihnachtsmarkttreiben einiger Personen sei Dank) hat zwar von seiner Bedrohung als Ausgangsbasis für das "Böse" etwas eingebüßt, kann aber atmosphärisch Pluspunkte sammeln. Auch wenn der über weite Strecken etwas überlegen wirkende "Shivers" da Pate stand, so ist Bava dann irgendwie dennoch der Spagath geglückt, die Brücke zwischen zivilisationskritischen und eben auch technologieskeptischen Tönen zu schlagen. War jedoch das von Bava verwendete "Film im Film" Motiv des Vorgängers noch eine schlüssige Sache, so merkt man mitunter schon, dass es Bava beim Sequel etwas schwerer hatte, das neue Konstrukt zusammen zuhalten. Somit fällt sein "Dämonen" oder auch "Demoni 2" etwas schwächer aus, hat aber diese unnachahmliche Atmosphäre und eine Location, die in ihrer Architektur das offenbare "Böse" inne hat. Man denke an den mit Spiegeln versehenden Flur, den Bava schon recht angsteinflößend in Szene setzte. Ausgangspunkt in der Todesfalle "Hochhaus", ist nun nicht mehr die Kinoleinwand, sondern die Quelle des Bösen ist fortan der Fernseher, aus dem die Keimzelle "Dämon" sprießt. Das klingt zwar im ersten Moment nach Cronenbergs "Videodrome" und wird auch indirekt in einer Szene angepeilt, jedoch wird dieser Umstand nicht weiter verfolgt.

Ein weiterer Punkt ist jener, dass es zu Beginn kaum sowas wie einen Hauptprotagonisten gibt, oder das sogenannte Survivor-Girl. Erst in der letzten Endphase kristallisiert sich so etwas wie ein Held oder auch Heldenduo, welches zu Beginn durch die großflächige Hinzunahme diverser Akteure (man bedenke alleine die Horde der ganzen Body Builder, die sich in der Tiefgarage verschanzen und gegen die Dämonen mobil machen) nicht denkbar gewesen wäre.
Aporos Ende; dieses wurde auch hier verkürzt, so dass nach dem Ableben eines der Ausgangsdämonen, der Abspann über den Bildschirm flimmert. Im Grunde natürlich ein ärgerlicher Aspekt, jedoch ist das Ende in seiner Umsetzung und Dramatik eher ungewollt langatmig und wirkt "unnötig-ungewollt" inszeniert, so dass es im Grunde "streng genommen" sogar dankbar anfühlt, es nicht gesehen zu haben, so falsch das auch klingen mag...eine Rechtfertigung ist dies natürlich nicht. Ferner wirkt es in punkto Umsetzung auch eher wie ein Ende, welches nie so in dieser Art geplant war und als "Extended" angedacht gewesen sein könnte. Natürlich ist dies nicht der Fall und eine nicht unerhebliche Minutenanzahl der Schnitte gehen auf das Konto des nicht gezeigten Endes.

Unterm Strich ist die von New Vison Films releaste Bluray eine Anschaffung für jene, die Wert auf die alte dt. Synchro legen und unter Umständen für jene, die noch keine Bekanntschaft mit den "Dämonen" gemacht haben und sich einen Eindruck dieser atmosphärischen Perle machen möchten. Die Qualität der Bluray ist absolut in Ordnung, welches auch für den Sound gilt, welcher im kräftigen 2.0 Ton vorliegt.
Die Bluray macht also für jene Belange eine mehr als ordentliche Figur und ist für Neueinsteiger, die jene Epoche nicht live durchlebt haben, einen Blick wert. Die geneigten Freunde ungeschnittener Kunst wissen ohnehin Abhilfe zu schaffen, haben dies wohlmöglich ohnehin schon geatn. Jedoch dennoch efreulich, dass der Film auf neuem Medium in nun guter Qualität regulär für die breite Masse zu erwerben ist..und für jene ist dies absolut lohenswert, da der Film auch heute immer nocht funktioniert...auch in der Fassung, welche New Visoin hier vorgelegt hat.


Lost River: Kinofassung & Extended Version [Blu-ray]
Lost River: Kinofassung & Extended Version [Blu-ray]
DVD ~ ryan gosling
Preis: EUR 18,99

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Surreales und atmosphärisch packendes Bildergewitter, 14. Dezember 2015
Da ist es nun, das lang erwartete Regiedebüt von unserem "Drive" Protagonisten Ryan Gosling.
Nicolas Winding Refn machte Ryan Gosling als "Driver" populär und formte jenen durch seinen elegischen Film zu einem neuen Superstar der es verstand, die stoische Gesichtsmimik Goslings richtig und effizient einzusetzen.
Und somit verwundert es auch kaum, das Refn's Einfluss auch in Goslings Regiewerk noch Einfluss nimmt, was der suggestiven Bildersprache zuzuschreiben sein dürfte. In spürbar mystischer Atmosphäre geht es in Lost River um eine gleichnamige fiktive Stadt, die ihren Namen daraufhin erhielt, als eine Flut sämtliche Ortschaften unter Wasser setzte und die dort ansässigen Ortschaften überschwemmte. Glaubt man den Protagonisten, liegt ein Fluch seit jenem Tage der Überflutung auf dem "Lost River", dessen seelenlos wirkende Bewohner apocalyptisch anmutend durch die Gegend stapfen und von besseren Zeiten träumen, wohlwissend dass dies niemals mehr zutreffen wird.

Die nicht gerade frohsinnig angelegte Demontage der zerrütteten Gesellschaft wurde konträr in betörende und verstörend schöne Bilder eingefangen, die irgendwie versuchen, auch noch das Beste und Schönste in dem doch ach noch so weniger Schönen zu finden. Die Faszination des Abtrusen ist das, was auch Gosling auszeichnet, denn anders ist es nicht zu erklären wie er es schafft, die dekadente Jet Set Gesellschaft dazu zu animieren, mit tosendem Applaus dem abschlachten bilschöner Tänzerinnen beizuwohen, die sich auf der Bühne abschlachten oder selbst verstümmeln. Aber auch Metaphern, wie eine Straße, die direkt in einen Fluss führt und auf dessen Grund einst eine blühende Stadt liegt, sind nur einige Beispiele des Verfalls und der Vergangenheit.

Bei all den wahninnigen Impressionen ist jedoch der Handlungsstrang stellenweise etwas ruppig inszeniert und wirkt im Gegensatz zu den Bildern etwas halbgar. Durch diese fast permanente Opulenz, gerät der Rest der Handlung irgendwie ins Hinterfeld, so dass der geneigte Zuschauer dem Geschehen also mehr als Aufmerksam folgen muss und ständig Augen und Ohren auf Empfang stehen haben sollte.
Doch durch seine irgendwie schon fast rebellische Darbietung und der damit auch gleichzusetzenen Aufbruchstimmung, macht Lost River wiederum mächtig Spaß. Kein Film jedenfalls für die breite Masse und fernab jeden Ansatzes von Kommerz...aber das sollte der Film ja auch nie werden. Wer Gosling's Regiewerk mit "Drive"- Charakteristik in Verbindung setzen will, der sollte sich täuschen, denn vielmehr ähnelt er den sperrigen Werken eines "Only God forgives", denn als Refn's elegisches Werk. Aber auch die Alptraumhaften Belege eines Lost Highways oder die eines Mullholland Drive bieten in ihrer Skurilität Vergleichsoptionen, ohne aber als Plagiatsvorwurf zu gelten.

Mit Hochspannung ist Lost River ganz sicher nicht gesegnet, dafür ist das Gesamtkonstrukt einfach nicht dauerhaft rund, aber das ist jetzt nicht ein K.O. Kriterium. Es bleibt eine Sogwirkung zurück mit nachhaltigen Bildern, meditativem Feeling und einer Prise absurden Humors. Gosling erzählt in seiner "märchenhaften" Präsentation von einer (Gedanken-) welt, welche mit surrealen und betörenden Bildern von einer dahinrottenden Menscheit geprägt ist, die sich zwischen Agonie und vielleicht auch Tristesse suchend, nach Erlösung sehnen und ihr altes, sicherlich auch farbintensiveres Leben zurück haben wollen.
Toller Film mit Ecken und Kanten aber grandioser Bildersprache.

Bild und Ton sind Top und das kleine Mediabook wirkt wertig verarbeitet und macht sich als Sammelobjekt auch sicherlich ganz gut. Von Gosling wird man sicherlich noch hören, denn was Lost River bietet, war gewiss erst der Anfang.


Caedes - Die Lichtung des Todes (Uncut) [Blu-ray]
Caedes - Die Lichtung des Todes (Uncut) [Blu-ray]
DVD ~ Bernhard Bozian
Preis: EUR 8,99

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gelungender Genre Beitrag aus Deutschland, 14. Dezember 2015
Mit Caedes- Die Lichtung des Todes bekommen wir einen erfrischenden neuen Genre Beitrag aus Deutschland serviert.
Der Film ist weit davon entfernt, trotz seiner Herkunft, eine billiges Amateurprodukt zu sein und besticht durch seine gute Optik und handgemachten Effekten. Die Darsteller machen ihre Sache weitesgehend gut und rangieren deutlich über dem sonstigen Amateurniveau.
Der Film setzt auch mehr auf handgenachte Effekte als denn auf primären CGI Einsatz, so dass zumindest etwas Old-School Atmosphäre rüber kommt- Film ist zuweilen auch recht blutig und die Spannungskurve zieht in den letzten 30 Minuten deutlich an.

Bild und Ton der Bluray von Tiberius sind der Produktion entsprechend gut ausgefallen. Man darf jetzt keinen Referenz Ton/Sound erwarten, aber das ist aufgrund der eher "günstigen" Produktion auch nicht zu erwarten gewesen. Optisch kann sich die Bluray jedenfalls sehen lassen und sollte jene zufrieden stellen, die mal einen gut gemachten Zombie-splatterer aus dem eigenen Land genießen wollen. Kurzweilige und überraschend blutige Zombiemar :)


Wyrmwood - Road of the Dead (Uncut) [Blu-ray]
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DVD ~ Jay Gallagher
Preis: EUR 15,49

5.0 von 5 Sternen Bombastische Endzeit Zombie Apocalypse, 27. September 2015
Was Regiesseur Kiah Roache-Turner hier auf die Menschheit los lässt, ist schier unglaublich.
War das Zombie-Genre doch inzwischen recht "tot-gesagt", da immer wieder eher preisgünstige Produktionen auf den Heimkinomarkt schwappten, so offenbart sich mit "Wyrmwood" ein echtes Genre-Highlight, was es die letzten Jahre in dieser Form, SO noch nicht gegeben hat. Es gibt ihn also noch, die Innovation und den Mut etwas neues zu kreieren, im Zombiegenre.

Im Grunde bedient man sich vom Grundkonsrukt her, alt hergebrachtem. Soll heißen- Postapokalytisches Umfeld und eine eher dünn, aber denoch spaßige Storyline, die abgedrehter nicht sein könnte. Inmitten des Geschehens steht Barry, ein Familienvater der Frau und Kind in dieser Apokalypse verloren hat und nun auf der Suche nach seiner Schwester ist. Jene wird jedoch von einem verrückten Wissenschaftler in seinem provisorischen Labor für Testzwecke missbraucht und harrt der Dinge die da kommen, oder aber auf den finalen Befreieungsschlag. Diesen erfährt sie auch dann als sie bemerkt, dass sie über telepathische Fähigkeiten verfügt und somit Kontakt zu den Untoten aufnehmen kann und jene auch kontrolliert. Mittels dieser Fähigkeiten gelingt ihr auch somit die Flucht aus den Fängen des vermeintlichen Wissenschaftler.
Bruder Barry findet unter dessen weitere Mitstreiter auf seiner Suche und stößt auf die absurde Erkenntnis, dass der Atem der Untoten als Brennstoff fungiert und somit als Energiequelle genutzt werden kann. Als sich dann im weiteren Verlauf Barry und dessen Schwester treffen, sind die umher irrenden Zombies das kleinste Problem. Die Untoten aus dem Labor sind ebenfalls ausgebrochen und wenig erfreut darüber, dass Ihnen das "Versuchskaninchen" abhanden gekommen ist. Und somit kommt es zu irrwitzigen Szenen voller Abgedrehtheit und gorigem Slapstik, der bis dato seines Gleichen sucht.

Wyrmwood- Road of the Dead ist dermaßen abgedreht, dass es sichtlich Spaß macht, dem bunten und skurillen Treiben beizuwohnen.
Regieseur Roache-Turner schickt seine Protagonisten in diesem sehr temporeichen Film in die irrsinnigsten und brenzligsten Situationen und brilliert dabei mit völlig abgedrehten Ideen, die so noch in keinem Zombiefilm Verwendung gefunden haben. Begleitet werden diese Szenen von unzähligen Splattereinlagen, die zwar mittels CGI generiert wurden, aber von einer sehr hochen Qualität in punkto Umsetzung begleitet werden, dass es kaum ins Gewicht fällt und den Spaßlevel nur noch höher treibt.

Das Setting dieser australischen Produktion erinnert zwar im groben und ganzen, dank seiner suggerierten post-apokalytischen Atmosphäre, dezent an Mad Max, aber durch das staubige und perfekt inszenierte dreckige Bild mit der nötigen Farbästhetik, weiss man um seine Eigenständigkeit und kann sich von etwaigen Plagiatsvorwürfen relativ schnell loseisen.

Wyrmwood ist grundsätzlich, im Gegensatz zu Romeros Werke, NULL sozialkritisch und wenig anspruchsvoll in diesem Bezug. Was aber dazu führt, dass es selten einen Film gab, der auf sämtliche Konventionen keine Rücksicht nimmt und stattdessen eine rasante und permanent actionreiche und sehr ideenreiche Zombiehast darbietet, die mit dieser Abgedrehtheit noch nirgends zu finden war.
Bild und Ton der Tiberius Bluray lassen keine Wünsche offen, der Sound passt ebenfalls und punktet immer dann, wenn es auch sein muss und die richtigen Szenen zur Geltung kommen müssen.
Ein echtes Juwel und ein bis dato total abgedrehter und noch nie gesehener Spaß in diesem Genre. Absolute Empfehlung.


Warte, bis es dunkel wird (Uncut) - Steelbook (Limited Edition inkl. Der Umleger auf 4 Discs) [2 DVDs + 2 Blu-rays] (exklusiv bei Amazon.de)
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DVD ~ Addison Timlin
Preis: EUR 14,97

1 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Brillianter Slasher mit dichter Atmosphäre und Crime Attitüden, 14. September 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Unter dem Sammelbegriff "The Texarkana Moonlight Murders" wird eine Akte geführt, welche Auskunft darüber gibt, was im Frühjahr 1946 in dieser idyllischen Kleinstadt geschehen ist. Ein maskierter Killer, den man wegen seiner Identitätslosigkeit den "Phantom Killer" taufte, attakierte zu jener Zeit 8 junge Menschen in einem Zeitraum von nur 10 Wochen, 5 von ihnen starben bei den Angriffen. Den Killer selbst hatte man damals nicht gefasst, ferner wurde auch nie die Identität des "Phantoms" enthüllt. Man erzählt sich heute, dass das Phantom wohlmöglich in den Sümpfen umgekommen sei; andere hingegen sind der Meinung, dass eben das Phantom unbemerkt als "Freund und Nachbar" unerkannt unter der Bevölkerung weiter lebt. Soviel zur Geschichte von Texarakna und dem Grundkonstrukt, welches dem Film von 1976 zu Grunde liegt und hier in Deutschand als "Der Umleger" oder "Phantom Killer" bekannt wurde.

Regisseur Charles B. Pierce macht sich auf perfid-reziproke Weise diesen Umstand zu Nutze und schuf mit seiner Variante des Phantom Killers in seinem Spielfilm "The Town that dreaded Sundown" einen äußerst charmanten und atmosphärischen Slasher, den bis dato nur die wenigsten kannten. Dabei war und ist sein Film ein wirklich sauber ausgearbeiteter Vorgänger der damaligen Slasher-Welle. Selbst Slasherikone "Jason Voorhees" sah in seiner Angfangszeit mit seiner optischen Präsenz (Maske aus Teil 2 mit Jutesack) dem Phantom Killer nicht unähnlich.
"Der Umleger", in welchem Regiesseur Charles B. Pierce sogar selbst in einer Rolle agiert, war und ist ein verkannter Film, der dank der dichten Atmosphäre, der guten Kameraarbeit, welche den Killer (Bud Davis) stets bedrohlich einfängt und der dokumentarischen Erzählweise mittels Sprecher im Off, ein echtes Juwel alter Slasherschule.

Im Zuge der ganzen Remakes alt hergebrachter Originale, war es nur eine Frage der Zeit, bis auch "The Town that dreaded Sundown" eine Frischzellenkur bekam und von Alfonso Gomez-Rejon in Szene gesetzt wurde, der schon mit Beiträgen der bekannten "American Horror Story" vertraut wurde.
Das man den Film nicht 1:1 wieder-interpretiert und neue Wege geht war und ist ein großer und kluger Schachzug von Gomez-Rejon. Seine Interpretation des Stoffes ist vielmehr ein auf "Meta-Ebene" angelegtes Stück Film, da er mehr Sequel als Remake ist, aber das Original immer wieder gekonnt mit einbaut und somit ehrt. "The Town that dreaded Sundown" wird in der aktuellen Version auch als "Film", den es tatsächlich gibt behandelt und somit startet die Neuinterpretation auch denn auch in einem Autokino, in dem Charles B. Pierce "Umleger" auch gezeigt wird.

Jami (Addison Timlin) und ihr Freund Corey verlassen jedoch frühzeit das Autokino, um in einem abgelegenen Waldrand, andere körperliche Regionen zu erforschen. Ein fataler Fehler. Denn unmittelbar nach Ankunft in der bewaldeten Einöde, tritt ein maskierter Killer auf den Plan, der kurzer Hand den Freund unserer Protagonistin tötet und Jami jedoch leben-, sie aber mit einer Botschaft zurück lässt. Somit bringt der "vermeintliche" neue Killer, die alte Geschichte Texarkana's wieder ins Rollen und Jami fängt an zu recherchieren und versickert immer tiefer in den Sumpf alter Geschichten und neuen Erkenntnissen, die nicht allen Beteiligten gefallen. Und alsbald geschehen weitere Morde und der "Phantom Killer" ist präsenter denn je.

Die Idee der "Meta Ebene", also die "Film im Film" Option ist durchaus originell und sorgt für mächtiges Retro-Feeling. Gewisse Klischees untermauern diese These. Jedoch mutet eben durch dieses "bedienen" althergebrachter Genrekonventionen, ein gewisses "Scream"-Feeling der ganzen Sache an, welches im Grunde streng genommen einer kontinuierlichen Demontage des Konstrukts gleichkommt. Doch Regisseur Gomez-Rejon kommt im laufe des Films und der immer dichteren Storyline noch auf Kurs und bringt statt bekannter Slasherattitüden, mächtig viel Crime-Flair der Marke "Zodiac" in Spiel, welcher atmosphärisch ähnlich anmutet.
Gomez-Rejon Film ist aber bei weitem kein Plagiat von Lynchs Regieepos, sondern ein atmosphärischer Brocken, der mitunter ausgefallene Slashersequenzen streut und auch das Original weiterhin nicht unbeachtet lässt. So ist auch der kultige "Posaunenmord" ein weiterer Bestandteil und wurde "zeitgemäß" mit der nötige Härte umgesetzt. Aber auch die restlichen Tötungssequenzen können sich sehen lassen. Sie sind in Summe jetzt nicht explizit hart oder ausufernd, aber mit der nötigen Härte versehen, ohne dabei richtig plakativ zu wirken.
Viele Fragmente wurden aufgegriffen. So gibt es neben den genialen Kamereinstellungen, die für wahnwitzige Perspektiven sorgen, auch alte Schauplätze wie eben Maisfeld, Farmhaus oder Tankstelle, die aufgegriffen und eingebaut wurden. Auch der bedrohliche Score kann im Remake durchaus Akzente setzen.
Auf Seite der Darsteller kann Addison Timlin durchweg punkten und auch die Nebenrollen sind mit Gary Cole und Ed Lauter sehr gut besetzt.
Ungeachtet der "screamischen" Auflösung, wer sich hinter der Maske des Killers versteckt, wird der "Phantom Killer" von Stuntman Andy Abele über den ganzen Film verkörpert, der zumindest die physische Präsenz bietet, aber in punkto "bedrohliches acting", dem im Original verkörperten Phantom von Bud Davis, nicht das Wasser reichen kann. Bud Davis Performance erinnert stark an die Performance von Richard Brooker, der den Jason Voorhees in Teil 3 verkörperte. Auch Statur-mäßig ist Bud Davis ne Ecke größer und erinnert in seiner Erscheinung an Brooker. Aber vielmehr ist es sein eiskalter Blick unter der Maske und seine wirren und starren blauen Augen, die hier Akzente setzen.

Unterm Strich ist "Warte bis es dunkel" wird ein Slasher im atmosphärisch dichten Gewand, der eben auch mit seiner Erzählweise auf mehreren Ebenen, echte Punkte sammelt. Das generierte Retro-Feeling wird zudem durch die großartige Kamerarbeit von Michael Goi auf ein neues Level gehoben. Ein herkömmlicher 08/15 Slasher ist "Warte bis es dunkel ist" definitiv nicht, aber sicherlich anders als gedacht und wohlmöglich erwartet. Denn hier ist die Storyline wichtiger Bestandteil und das ganze ist wohlmöglich mehr Thriller als Slasher im herkömmlichen Sinne. Aber die sagenhafte Atmosphäre und die Bildersprache lassen diesen Umstand schnell vergessen und somit präsentiert sich "The Town that dreaded Sundown" anno 2015, als absolute Bereicherung für Fans des Origianals und solche die es werden möchten.

Dank Tiberius Film, ist in diesem extrem schicken Steelbook nicht nur das neue Werk "Warte bis es dunkel wird" in bester Qualität enthalten, sondern auch Charles B. Pierce Originalversion des "Umlegers", der ebenfalls in TOP restauriertem Bild und alter deutscher Synchro daherkommt. Mehr "Phantom Killer" geht nun wirklich nicht und somit ist das Gesamtpaket eine Investition, die in einfach in jede gut sortierte Horrorsammlung gehört, ohne wenn und aber.


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