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Rezensionen verfasst von
"el-aurens"

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A.I. - Künstliche Intelligenz (2 DVDs)
A.I. - Künstliche Intelligenz (2 DVDs)
DVD ~ Haley Joel Osment
Wird angeboten von audiovideostar_2
Preis: EUR 12,90

90 von 110 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Vielleicht der radikalste Spielberg-Film, 6. März 2002
Rezension bezieht sich auf: A.I. - Künstliche Intelligenz (2 DVDs) (DVD)
Die Filme von Steven Spielberg haben der Menschheit schon oft ein sehr bescheidenes Zeugnis ausgestellt. Sie wollen an das Gute im Menschen glauben, wissen aber, dass die Regel anders aussieht. In "The Sugarland Express" steuern alle Beteiligten, trotz aller guten Absichten, geradewegs in die Katastrophe. In "Unheimliche Begegnung" sieht der Protagonist nur einen Ausweg aus all der Heuchelei und Fadenscheinigkeit seines Vorstadtlebens, raus ins All (oder, wie es auch oft interpretiert wurde: zurueck in den Mutterleib, wie am Ende von "2001"). In "E.T." muss ein Ausserirdischer einem Jungen das geben, wozu seine Mitmenschen offenbar nicht in der Lage sind, Liebe und Zuneigung. In "Das Reich der Sonne" desintegriert die Welt vor den Augen des Jungen so stark, dass er sich in seine eigenen Scheinwelten zurueckzieht.
Spielbergs Protagonisten suchen oft verzweifelt nach einem Ausweg und nach einer Moeglichkeit, sich selbst einen Rest von Anstand zu bewahren, wie etwa Oskar Schindler in "Schindlers Liste". In "Saving Private Ryan" ist die Welt sogar derart aus den Fugen geraten, dass die Suche nach Anstand (die Rettung eines Lebens) selbst ins Absurde muendet (Warum acht Leben fuer eine Lebensrettung riskieren?).
In "A.I." stellt Spielberg die Menschen vor ihre ultimative Pruefung. Er stellt ihr eine hemmungslos liebende Kreatur zur Seite, die sie sogar selbst geschaffen haben, was ihre Verantwortung ihr gegenueber sogar noch erhoeht.
Wie schon in vielen seiner frueheren Filme versagen die Menschen jaemmerlich. Einmal mehr entlarvt er die Oberflaechlichkeit (Monicas Liebe zu David endet immer dann, wenn er "Nicht-menschliche" Dinge tut) und Selbstverliebtheit (Prof. Hobby sieht Davids Entschlossenheit und Pein nur als endgueltigen Beweis seiner eigenen Genialitaet) der Menschen. Zudem belaestigt uns der Film immer wieder mit unangenehmen Fragen: Was ist "echt" (Der Film stellt immer wieder explizit und implizit die Frage, was eigentlich der Unterschied zwischen "echtem" und "unechtem" ist. Sei es nur durch einen Schnitt von einem Make-up auflegenden Roboter zu einer anderen Make-up auflegenden "Person", von deren "Echtheit"/"Unechtheit" wir noch nicht wissen, oder durch das Verwirrspiel mit dem kuenstlichen Mond)? Was ist Liebe? Was ist ihr Preis? Wie ist es um sie in der heutigen Zeit bestellt? Sein Film ist voller Sinnbilder fuer den Verfall der Kultur, wie etwa die Flesh-Fair oder Rouge City.
Ein paar gesonderte Worte zu den angeblich kitschig-sentimentalen letzten 20 Minuten. Diese Sichtweise ist kaum stichhaltig. Das Finale ist vielmehr die konsequente Weiterfuehrung der vorherigen Duesternis und Melancholie. "A.I." implizierte schon vorher, dass die menschliche Arroganz sie am Ende ausrotten wird. Das deutlichste Symbol ist das durch den Treibhauseffekt versunkene Manhattan ("The End Of The World"). Das Finale des Films macht dieses "Ende der (menschlichen) Welt" nicht nur gewiss, es wagt auch zu sagen: "Zum Glueck!" Wieder benoetigt es "Nicht-Menschen", hier sind es Roboter, die David einen letzten Rest von Trost spenden koennen, indem sie ihm eine "Mutter" zurueckzaubern, die all das sagt, was seine "echte" Mutter nie sagen konnte. Die Essenz ist also, wie es ein Kritiker richtig formulierte: "Eine bedingungslos liebende Kreatur wuerde die Menschheit in Einsamkeit ueberleben." Eine solch vernichtende Botschaft hat Spielberg seinen sinnsuchenden Protagisten (und den Zuschauern) noch nie mit auf den Weg gegeben.
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Mar 22, 2014 8:43 PM CET


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