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Rezensionen verfasst von
Jennifer

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Die Magier von Montparnasse: Roman
Die Magier von Montparnasse: Roman
von Oliver Plaschka
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 21,95

9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Magisches Paris in den 20er Jahren, 10. April 2010
Wenn ich erwache, fängt ein neues Leben für uns an - und was für ein Leben das sein wird!

Mit diesen Worten fiel sie in Schlaf.

Wenn ich eines mit absoluter Sicherheit sagen kann, dann das mich Die Magier von Montparnasse sehr in ihren Bann gezogen haben und von Anfang bis Ende verwirrt haben. Obwohl ich mich an einigen Stellen durchkämpfen musste konnte ich es doch nicht wirklich aus der Hand legen und war am Ende mehr als überrascht. Ich musste mir trotzdem meine Zeit nehmen um mir zu überlegen wie ich den Roman von Oliver Plaschka bewerten sollte. So hat er mich auch nachdem ich das Buch wieder ins Regal gestellt habe noch einige Tage begleitet.

Die Magier von Montparnasse spielt sich Ende September im Jahre 1926 ab. Der Zauberkünstler Ravi und seine bezaubernd schöne Assistentin Blanche fiebern ihrem letzten Auftritt im Bobino entgegen. Zunächst sieht es so aus als würde alles wie immer laufen, doch dann passiert das große Unglück. Ravi sitzt in einem Glassarkophag fest. Der Mechanismus der ihn retten soll funktioniert nicht und so muss Ravi das wichtigste Gesetz seiner Rasse brechen. Er setzt vor allen Augen echte Magie ein. Denn Ravi beherrscht wahre Magie, doch dies darf niemand wissen. Und wer vermutet hinter einem Zauberkünstler schon einen echten Magier? So kann Ravi sich und seine Geliebte Blanche retten, doch keiner von beiden weiß was die Société Silencieuse, die darüber wacht dass den Menschen die Magie verborgen bleibt nun tun wird. Dennoch isst Blanche nach dem Auftritt von einem verzauberten Apfel und fällt in einen tiefen Schlaf und sagt Ravi, dass er sie am nächsten Tag mit einem Kuss zurück holen soll.

Als Ravi am nächsten Morgen aufwacht scheint zunächst alles wie immer. Doch er braucht nicht lange um heraus zu finden, dass es schon wieder Sonntag ist. Der 26.09.1926. Ravi sitzt in einer Zeitschleife und Blanche, die erst Montag wieder erwacht, ist es nicht möglich ihren Zauberschlaf zu brechen. Paris steckt in einer Zeitschleife und so treffen nach und nach mehr Zauberer im Jardin ein, dem kleinen Hotel samt Café, in dem Ravi und Blanche während ihrer Zeit in Paris leben. Die magischen Besucher des Jardins sind bunt gemischt und Ravi kann nicht ahnen wem er trauen darf und wem nicht. Es gibt den britischen Zauberer Barneby, ebenso charmant wie undurchsichtig. Die Hexe Celeste, verführerisch und gefährlich, die eine gemeinsame Vergangenheit mit Barneby teilt. Orlando, der gefallene Engel, der im Auftrag der Société kommt, um über Ravi zu urteilen, und sein Begleiter Chloderic, ein seltsames Wesen über den niemand etwas weiß.

Ravi versucht herauszufinden was die Zeitschleife verursacht hat und zieht dabei die menschlichen Bewohner von Montparnasse mit ein, die jedoch mit jedem neuen Tag vergessen was passiert ist. Alphonse und Esmée, das ständig streitende Ehepaar, welches das Jardin leitet. Gaspard, der Schriftsteller und Mischa, der russische Angestellte im Jardin. Und es gibt Justine. Die Kellnerin, die als einzige merkt dass etwas um sie herum passiert und dass etwas nicht mit rechten Dingen zugeht. Alles läuft auf den siebten Tag hinaus, an dem sich entscheiden wird, ob Paris dem Untergang geweiht ist oder ob Ravi und seine Mitstreiter die Zeitschleife brechen können. Und während es auf den Showdown hinausläuft, spitzen sich die Dinge immer weiter zu. Schließlich hören die Glocken auf zu schlagen und die Zeit steht still.

Oliver Plaschka schafft mit seinem Roman Die Magier von Montparnasse vor allem eins: seine Leser bis ins Unendliche zu verwirren. Ich musste gelegentlich nicht mehr wo mir der Kopf stand und hatte keine Ahnung wie es weitergehen würde, oder wie es gar enden könnte. Bis zum Ende findet sich der Leser in einem großen Rätselraten wieder und ist ebenso ratlos wie die Protagonisten. Wem kann man trauen und wem nicht? Was hat es mit der seltsamen Zeitschleife auf sich? Während man liest kommen einem immer mehr Fragen auf und leider muss man sich sehr gedulden um auf diese vielen Fragen eine Antwort zu bekommen. Hier muss man sich eindeutig in Geduld üben, was nicht immer leicht fällt.

Dieses große Rätselraten macht für mich einen großen Teil des Buches aus. Man ist schlicht weg ratlos und gelegentlich richtig verärgert darüber wie wenig man weiß und mag das Buch fast schon frustriert zu Seite legen, weil man einfach nichts versteht. Trotzdem sollte man dran bleiben und weiterhin mit Ravi Detektiv spielen und den Gründen für die Zeitschleife auf den Grund gehen. Was mich absolut begeistert hat war die Auflösung dieses großen Zeit Rätsels. Nach und nach werden die Fragen, die man sich stellt beantwortet und somit belohnt einen Herr Plaschka im Nachhinein dann doch für das lange aushalten und das frustrierende rätseln. Was mich dann noch einmal total umgehauen hat war das Ende, welches für mich total unerwartet war. Die Vorgeschichte von Ravi und Blanche kam so unerwartet, dass es mich unglaublich begeistert hat. In dem Moment hätte ich wirklich gerne Beifall geklatscht für diese großartige Idee. Ich wäre nie im Leben darauf gekommen, was ich gerne zugebe. Daher hat es mich umso mehr begeistert.

Für die Charaktere des Romans würde ich dem Autor gerne persönlich loben. Hätte es sie in dieser Form nicht gegeben wäre es fraglich, ob ich jemals bis zum Ende gekommen wäre. Barneby war dabei mein ganz persönliches Highlight. Ich fand ihn einfach großartig, konnte immer wieder über ihn lachen und hab ihn mit jedem weiteren Kapitel mehr ins Herz geschlossen. Ravi als zweiter Sherlock Holmes hat mich ebenfalls überzeugt. Ich konnte mich zwar nicht so sehr für ihn begeistern wie für Barneby, aber hinsichtlich des Endes ist Ravi als Charakter eine glatte Meisterleistung. Obwohl man sehr viel aus seiner Perspektive erlebt, viel über ihn erfährt und der Meinung ist Ravi als einzigen wirklich zu kennen, stellt sich doch am Ende das genaue Gegenteil heraus.

Die Nebencharaktere waren ebenfalls sehr schön ausgearbeitet. Besonders Mischa fand ich irgendwie unglaublich liebenswert und war traurig, dass er so wenig Platz im Roman gefunden hat. Die Geschichte von Alphonse und Esmée war im Nachhinein ebenfalls sehr klasse. Alles in einem kann ich eigentlich nur feststellen, dass die einzelnen Charaktere sich mit jedem Tag weiter entwickeln. Als Leser erfährt man immer mehr über sie. Ihre Geschichte offenbart sich besser für einen und gleichzeitig legen alle eine große Entwicklung hin, obwohl dies in gerade mal sieben Tagen geschieht.

Die Magier von Montparnasse werden aus verschiedenen Sichten beschrieben. Ravi, Blanche, Barneby, Justine, Gaspard, Alphonse und Esmée. Die Sicht wechselt dabei regelmäßig. Dies ist auf den ersten Blick recht gewöhnungsbedürftig und tatsächlich brauch man seine Zeit um sich damit anzufreunden. Jetzt wo ich das Buch ganz gelesen habe, muss ich aber sagen, dass Oliver Plaschka seine Geschichte nicht besser hätte beschreiben können. Wäre sie nur aus Ravis Sicht erzählt worden, wäre der Charme der Geschichte verloren gegangen und somit an der Stelle ebenfalls noch mal ein großes Lob. Was ich ebenfalls sehr klasse fand, war dass die verschiedenen Sichten, von der Sprache her auch stets anders waren und man die einzelnen Charaktere so gut unterscheiden konnte. Ich muss aber zugeben, dass mir die Abschnitte aus Barnebys Sicht am besten gefallen haben und ich innerlich immer leicht gejubelt habe, wenn endlich wieder sein Name über einem neuen Abschnitt stand.

Was ich bemängeln möchte ist, dass sich die Handlung stellenweise sehr gezogen hat. Man wird zwar am Ende für das durchhalten belohnt und es lohnt sich Die Magier von Montparnasse zu lesen, aber nichtsdestotrotz musste ich gelegentlich wirklich mit mir kämpfen weiter zu lesen. Man hatte gelegentlich das Gefühl einfach nicht weiterzukommen, was vielleicht an den vielen Sichtweisen liegen mag, die zwar überzeugen, aber den Roman doch sehr in die Läge zieht.

Dennoch ist die Idee, die hinter dem Roman steckt wirklich klasse. Herr Plaschka wirft seinen Lesern immer wieder neue Rätsel vor die Füße und schafft es perfekt einen absolut ahnungslos und verwirrt dastehen zu lassen. Dies ist zwar stellenweise frustrierend, aber gerade das macht den Reiz aus weiter lesen zu wollen, weil man schlichtweg erfahren will, was den nun hinter allem steckt. Obwohl ich gelegentlich das Gefühl hatte, dass der Autor sich selbst in viel zu vielen Rätseln verstrickt und unmöglichen einen guten Weg daraus finden kann, hat er mich dann am Ende doch noch mal wirklich überrascht. Wenn man das Buch zuklappt sind alle Rätsel geklärt und man ist immer noch fasziniert wie gekonnt Oliver Plaschka einen hinters Licht geführt hat und am Ende alles wie selbstverständlich aufgelöst hat.

Ich habe es nie lange an einem Ort ausgehalten. Früher hatte ich geglaubt, das läge daran, dass es noch so viel zu sehen gab und mich die Rastlosigkeit übermannte, wenn ich zu lange stillstand. Heute glaube ich eher, ich habe schon zuviel gesehen, und es fällt immer schwerer, so zu tun, als überkomme mich nicht irgendwann die Langeweile.

FAZIT

Die Magier von Montparnasse ist für den Leser vor allem verwirrend und wirft immer neue Fragen auf, was stellenweise sehr frustrierend sein kann. Obwohl sich das Buch stellenweise zieht, ist es doch absolut lesenswert, da Oliver Plaschka sehr liebenswerte und charismatische Protagonisten erschaffen hat und mit einem absolut überraschenden Ende noch mal für großes Erstaunen sorgt.


Dämonenherz
Dämonenherz
von Julia Talbot
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 16,95

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Der Pakt mit dem Teufel, 10. April 2010
Rezension bezieht sich auf: Dämonenherz (Gebundene Ausgabe)
"Er war eine Naturgewalt, die ihr den Atem raubte und ihren Verstand in zuckenden kleinen Blitzen untergehen ließ."

Anna Sternberg leitet zusammen mit ihrer besten Freundin Vicky ein PR-Büro, welches jedoch viel zu schlecht läuft, als dass die beiden davon wirklich leben können. Dann jedoch bekommen die beiden einen Auftrag von der hübschen Sandrine Beaufort. Diese hieß früher Sandy und ging mit Anna für ein Jahr in die gleiche Stufe. Jedoch haben sich die beiden schon damals nicht sonderlich gut verstanden, da Sandrine ihre Mitmenschen ständig stets nur ausgenutzt hat. Dass sich die junge Frau nicht geändert hat, zeigt sich auch schneller als Anna lieb ist. Sandrine sieht das ausgearbeitete PR-Konzept von Anna als einen Freundschaftsdienst an und direkt zeigt sich, dass Anna sich nach wie vor nicht durchsetzen kann und stattdessen lieber still akzeptiert, dass Sandrine sie mal wieder ausnutzt.

Am gleichen Tag noch trifft sie in einem Café eher zufällig auf Carl Weller, den wohl berühmtesten Finanzmogul ihrer Zeit. Carl Weller ist nicht nur unglaublich gutaussehenden sondern auch ebenso erfolgreich. Er hat seine Hände in allen wichtigen Geschäften, hat jedoch auch ein ausgesprochen schlechten Ruf. Das ihn sein Image jedoch ziemlich egal ist, macht er Anna, die ihm anbietet seine PR-Agentin zu werden um ihm einen besseren Ruf zu verschaffen, augenblicklich deutlich. Durch einen Trick bekommt Anna dennoch die Chance sich zu beweißen und ehe sie sich versieht findet sich Anna in einer vollkommen anderen Welt wieder.

Anna braucht nicht lange um heraus zu finden, dass mit Carl Weller etwas nicht stimmt und so sieht sie sich plötzlich mit Dämonen, Ghulen und Amazonen konfrontiert. Sie findet heraus, dass Carl Weller ein unsterblicher Dämon ist, der um seine Herrschaft über Europa jedoch fürchten muss, da eine neue machtgierige Dämonin auf dem Spielfeld erschienen ist. Sandrine Beaufort. Die Herrscherin über Nord- und Südamerika. Obwohl Anna sich anfangs weigert findet sie sich plötzlich in einem Jahrhundertalten Kampf zwischen Dämonen wieder aus dem sie nicht mehr rauskommt. Denn Anna hat sich nach einer Liebesnacht in Carl Weller verliebt und ist bereit für ihn zu kämpfen und dabei vielleicht sogar zu sterben. Und ihre Gefühle bleiben nicht unerwidert. Denn Carls Herz fängt plötzlich wieder an zu schlagen.

Ich hätte Dämonenherz recht schnell durch, was vor allem an dem sehr flüssigen Schreibstil liegt. Der Roman lässt sich angenehm lesen und das Geschehen wird sehr anschaulich beschrieben. Allerdings geht die Geschichte für meinen Geschmack viel zu schnell voran. Ehe man sich versieht ist man mitten drin in der Handlung. An sich mag dies vielleicht gar nicht mal schlecht sein, aber in diesem Fall habe ich es irgendwie als negativ empfunden. Womit wir auch schon gleich zum nächsten Kritikpunkt kommen. Die Handlung an sich. Die Grundidee die hinter diesem Roman steckt ist wirklich nicht schlecht, da hätte man einiges draus machen können. Allerdings serviert uns Frau Talbot ein Paukenschlag nachdem anderen. Teilweise hat man als Leser das Gefühl, dass die gute Frau selbst nicht wusste, wie es mit der Handlung weitergehen sollte und das einiges einfach nicht gut genug durchdacht war. Anstatt sich auf Dämonen zu beschränken tauchen plötzlich Ghule und Amazonen auf. Dies ist ebenfalls an sich nicht unbedingt schlecht, aber mir hat einfach eine ausführliche und logische Erklärung gefehlt. Mir ging es zu schnell und war für meinen Geschmack nicht gut genug durchdacht.

Die Protagonisten bilden bekanntlich die Seele eines Romans, von daher will ich mit ihnen weiter machen. Das Gute kommt auch gleich mal zu Anfang. Ich fand Carl Weller wirklich interessant. Anfangs erschien er als ungehobelter Macho, aber dieses Bild hat sich mit jedem Kapitel verändert, sodass er plötzlich sogar als tragischer Held dagestanden hat. Ganz große Klasse. Julia Talbot hätte ihm zwar noch etwas mehr Tiefe verleihen können, aber was sie auf den fast 400 Seiten geliefert hat, gefiel mir wirklich gut. Welcher Frau würde es nicht gefallen, wenn man der Grund ist, warum das Herz eines Dämons wieder zu schlagen anfängt. Süße Idee.

Kommen wir zum weiblichen Hauptcharakter und somit leider auch zu den ersten Kritikpunkten. Anna ging mir teilweise unglaublich auf die Nerven. Anfangs war sie das kleine schüchterne Mauerblümchen, dann die selbstbewusst PR-Agentin und dann ging wieder alles von vorne los. Was den Charakter von Anna angeht, gingen mir die ganzen Wandlungen einfach viel zu schnell und vor allem blieb eine Erklärung aus. Entweder oder, aber bitte nicht beides, zumindestens nicht, wenn es einfach nicht logisch erscheint. Zwar können sich bestimmt viele Leserinnen in Anna hineinversetzen, aber ich hätte mir eine bessere Charakterentwicklung gewünscht.

Nicht ganz unwichtig sind natürlich die Nebenprotagonisten. Sandrine fand ich teilweise herrlichen bösartig. Ich hätte mir gewünscht, dass sie mehr durchleuchtet wird, anstatt dass man sie lediglich als hübsches Miststück abstempelt. Ich bin mir sicher, dass man aus Sandrine wesentlich mehr hätte machen können. Jean-Baptiste war ein kleines Highlight, welches jedoch ebenfalls viel zu kurz kam. Dies ist ein Kritikpunkt der mir sehr häufig auffiel. Für mich machen Nebencharaktere sehr viel aus, kamen bei Julia Talbot aber leider viel zu kurz. Die Ansätze waren wirklich gut, aber haben sich leider jedes Mal ins nichts aufgelöst. An der Stelle will ich noch feststellen, dass mir Vicky nicht gefallen. Ohne sie und Anna hätte das Buch sicherlich eine wesentlich bessere Bewertung bekommen.

Als letztes noch ein kleiner Kritikpunkt. Ich fand es sehr schade, dass vieles nur angedeutet wurde, aber nicht aufgeklärt wurde. Als ich das Buch zugeklappt habe, hatte ich das Gefühl, dass man mich mit vielen Fragen zurückließ, die man durchaus hätte aufklären können. Was hat es mit Sam auf sich? Was passiert mit Sandrine? Dass die ganze Welt der Dämonen nicht mal ansatzweise wirklich erklärt wird, fand ich ebenfalls sehr schade.

Und zu Jean-Baptiste und Vicky will ich an der Stelle gar nichts sagen, sondern versuchen so zu tun, als wäre es nie vorgekommen. Warum muss man unbedingt ein unglaublich kitschiges Ende haben? Schade.

Wie schon ein paar Mal erwähnt, finde ich die Ansätze und die Grundidee wirklich spannend. Daraus hätte sich ein unglaublich toller Roman machen lassen, aber leider gelingt dies der Autorin nicht. Die Liebesgeschichte war zwar süß, aber auch schon wieder kitschig und hat dem Buch und der Idee sein gewisses Etwas genommen. Nachdem sich Vampire und Werwölfe in Menschen verlieben, sind hier nun die Dämonen dran. Grundidee großartig, Umsetzung leider nicht gelungen.

"Ein Glücksgefühl durchströmte sie, wie sie es noch nie zuvor empfunden hatte. Sie war ein Wesen, eine Gestalt; sie schwebten genau in der Mitte von Oben und Unten; von Einst und Jetzt, von Vergangenheit und Zukunft, sie waren in der Ewigkeit, und sie waren zusammen."

FAZIT

Die Grundidee ist wirklich gut aber an der Umsetzung ist der Roman dann leider gescheitert. Trotz einigen guten Punkten, konnte mich Dämonenherz nicht überzeugen.

Wer nach Twilight und Co. eine weitere seichte Unterhaltung sucht, wird mit Dämonenherz aber sicherlich zufrieden sein. Wer am Ende nicht mit offenen Fragen und ohne wirklichen Erklärungen zurückgelassen werden möchte, sollte lieber nach besseren Roman Ausschau halten.


Little Brother
Little Brother
von Cory Doctorow
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,67

18 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Nor honour that we fight for, but for Freedom!, 21. Februar 2010
Rezension bezieht sich auf: Little Brother (Gebundene Ausgabe)
"Der Mann, der hineinkam, trug eine Militäruniform. Eine U.S.-Militäruniform. Er grüßte die Leute im Truck, und sie grüßte zurück, und da war mir klar, dass wir gar nicht Gefangene irgendwelcher Terroristen waren - ich war ein Gefangener der Vereinigten Staaten."

Der neue Roman "Little Brother" von Cory Doctorow berichtet über die düstere Vision eines modernen Überwachungsstaats, wie er jederzeit auch in unserer heutigen Zeit entstehen könnte.

Marcus Yallow und seine Freunde sind ganz normale Teenager. Sie gehen auf die High School in San Francisco und beschäftigen sich nebenbei leidenschaftlich mit Technologie. Als Terroristen einen Anschlag auf die Bay Bridge verüben, verändert sich das Leben der vier Freunde schlagartig. Während ihre Mitmenschen ohne Rücksicht auf Verluste nach einem sicheren Ort suchen, wird Darryl, Marcus' bester Freund, schwer verletzt. Marcus, Vanessa und Jose suchen Hilfe für ihren Freund und finden sich kurze Zeit später in einem wahr gewordenen Albtraum wieder.

Sie werden von seltsamen Männern entführt, doch wie sie entsetzt feststellen müssen, sind dies keinesfalls Terroristen. Die Männer und Frauen gehören zum Department of Homeland Security. Marcus und seine Freunde sind Gefangene der Vereinigten Staaten!

Auf qualvolle und erniedrigende Weise wird Marcus von der Heimlandschutzbehörde verhört und gefoltert. Schnell steht für die eifrigen Beamten fest, dass der Hobbyhacker ein potenzieller Al-Quida Terrorist ist und so scheuen sie keinen Versuch alles über ihn herauszufinden. Von seinen Freunden und der weltlichen Zivilisation getrennt, sterben seine Hoffnungen schnell. Als ihm schließlich die Möglichkeit geboten wird, frei zu kommen, ergreift er diese sofort. Doch die Freiheit fordert einen hohen Preis. Er muss Dokumente unterschreiben, die bescheinigen, dass Marcus sich freiwillig hat festnehmen lassen und auch die Befragungen mit seinem Einverständnis stattgefunden haben.

Marcus ist frei. Doch die scheinbare Freiheit hält nicht lange an. Kaum ist er wieder auf freiem Fuß, muss er feststellen, dass sich San Francisco in einen Überwachungsstaat verwandelt hat. Die Homeland Security wacht eisern über die Stadt. Die Freiheit musste der Sicherheit des Volkes weichen. Die Bewohner von San Francisco haben kein Recht mehr auf Privatsphäre, stattdessen muss man der DHS alles preisgeben. Wer nicht kooperiert wird als Terrorist eingestuft.

So erklärt Marcus der DHS den Krieg. Frei nach dem Motto "Traut keinem über 25!" kämpft die Jugend für ihre Freiheit und Marcus wird schnell zum heimlichen Drahtzieher und Oberhaupt dieser Freiheitsbewegung.

"Little Brother" konnte mich auf voller Linie überzeugen. Obwohl die Inhaltangabe bereits vielversprechend war und ich mich aufs lesen gefreut habe, war ich doch skeptisch, ob es Cory Doctorow gelingen würde, dieses heikle Thema gelungen umzusetzen. Dies, das kann ich an der Stelle bereits verraten, hat er auf gelungene Weise geschafft.

Marcus und seine Freunde kämpfen mit der modernen Technologie gegen niemand anderes als die Regierung selbst. Wie nicht anders zu erwarten kommen immer wieder Begriffe aus der Technologie vor, welche jedoch verständlich erklärt werden, sodass man auch ohne Wissen über die Computerwelt dem Geschehen gut folgen kann. Doctorow schafft es, dass man als Leser selbst paranoid wird und sie über die Überwachungstechniken des Staates Gedanken macht. Die vermeintliche Zukunftsversion scheint gar nicht so abwegig zu sein und gerade in der Zeit in der wir leben, ist der Gedanke gar nichts so abwegig, dass auch die eigene Stadt bald zu solch einem Überwachungsstaat wird.

Cory Doctorow schreibt sehr umgangssprachlich, wobei alles andere jedoch auch nicht gepasst hätte. Gleichzeitig mischt sich in diese Jugendsprache jedoch immer wieder auch Fachvokabular, sodass deutlich wird, dass der Autor ganz genau weiß, worüber er berichtet. So wird aus Marcus' Sicht immer wieder geschildert, wie man diverse Überwachungen umgehen kann. Im Anhang findet man kurze Berichte eines Hackers und eines Sicherheitsexperten, die noch einmal deutlich machen, dass 'Little Brother' gut durchdacht ist und keinesfalls auf Hirngespinsten aufgebaut wurde.

Alles in einem hat mich der Roman wirklich beeindruckt. Ich selbst hätte nicht damit gerechnet, dass mir das Buch so gefallen wird, geschweige denn, dass es mich tatsächlich so mitnimmt. Mir fällt es schwer, den Roman in eine bestimmte Richtung einzuordnen, geschweige denn eine Vermutung zu äußern, wem dieses Buch gefallen könnte. Ich kann trotzdem jedem nur empfehlen, sich dieses Buch zu kaufen. Es ist eindrucksvoll geschildert und reißt jeden unwiderruflich mit. Ich hatte den Roman innerhalb von zwei Tagen durch, weil ich ihn einfach nicht aus der Hand legen konnte. Abgesehen davon, dass "Little Brother" Unterhaltung der Extraklasse bietet, regt er gleichzeitig auch zum nachdenken an. Wie weit ist unsere Zivilisation von diesem düsteren Überwachungsstaat entfernt? Und wie weit darf eine Regierung für die Sicherheit des Volkes gehen?

"In dem Moment wusste ich, dass ich nicht weglaufen durfte.
In dem Moment wusste ich, dass ich bleiben und kämpfen musste."

FAZIT
Ein sehr eindrucksvoller Roman über einen Überwachungsstaat in der heutigen Zeit. Der Roman regt zum nachdenken an und behandelt nicht nur ein sehr aktuelles sondern auch ein sehr heikles Thema.

NOTE
8 / 9 Punkten
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jul 11, 2013 10:52 PM MEST


Küssen will gelernt sein: Roman
Küssen will gelernt sein: Roman
von Rachel Gibson
  Taschenbuch
Preis: EUR 8,95

4.0 von 5 Sternen Humorvolle Unterhaltung für einen kalten Winterabend...., 17. Oktober 2009
Rachel Gibson schreibt souverän, humorvoll und sexy.
Dieser Kommentar steckt dick gedruckt auf dem Rückseite 381 Seiten langen Buches und verspricht dem Leser somit einiges. Anfangs skeptisch, ob dies tatsächlich erfüllt werden würde, oder ob es sich dabei wie so oft um ein leeres Versprechen handeln würde, hat sich je mehr ich gelesen habe, gezeigt, dass dies durchaus stimmt.

Doch als erstes zum Inhalt. Delaney Shaw ist eine junge, selbstbewusste und hübsche Frau, die mit beiden Beinen fest im Leben steht. Sie liebt ihren Beruf als Friseurin und obwohl es in ihrem Liebesleben nicht gerade rund läuft, ist sie zufrieden. Was niemand ahnt ist, dass Delaney vor 10 Jahren vor ihrer Vergangenheit geflüchtet ist, welche sie nun jedoch wieder einholt.
Ihr Stiefvater Henry ist gestorben und so muss Delaney die Zähne zusammenbeißen und in ihre verhasste Heimatstadt zurückkehren. Nach Truly in Idaho, einem kleinen Städtchen in dem jeder jeden kennt und deren Einwohner es lieben zu klatschen, über jeden. Fest entschlossen nach der Testamentseröffnung die Stadt so schnell zu verlassen wie es geht, macht ihr toter Stiefvater ihr einen Strich durch den Rechnung. Zwar vererbt er ihr ganze 3 Millionen Dollar, doch unter einer Bedingung. Delaney muss ein Jahr lang in Truly bleiben und darf die Stadt nicht verlassen.
Als wäre dass nicht schlimm genug, ist da auch noch Nick. Der stadtbekannte Gigolo und leibliche Sohn Henrys, der von keiner hübschen Frau die Finger lassen kann, und mit dem Delaney einige Erinnerungen verbindet. Auch er erbt ein großes Vermögung von Henry, doch daran ist ebenfalls eine Bedingung geknüpft. Er muss die 12 Monate die Delaney in der Stadt ist, seine Finger von ihr lassen. Sollte sich einer nicht an die Bedingung halten erbt der jeweils andere das Vermögen.
Schnell merken die beiden dass ein Jahr nicht nur sehr lang werden kann, sondern dass die beiden einfach nicht die Finger voneinander lassen können.

Küssen will gelernt sein zu lesen war ein ausgesprochenes Vergnügen. Der Roman lässt sich schnell und leicht lesen und ehe man sich versieht hat man ihn bereits durch. Das lesen bereitet einem eine große Freude und man hört es regelrecht knistern zwischen Delaney und Nick.
Wunderbar mit eingebracht ist zudem das Kleinstadtleben, genau so wie man es sich vorstellt. Die Bewohner Trulys kennen nichts schöneres als über die neusten Skandale zu tratschen und natürlich sind Nick und Delaney bald schon in neues Lieblingsthema. Schließlich wurde schon vor 10 Jahren mit Leidenschaft über die beiden getratscht. Soll Nick doch die brave Stieftochter seines Vaters verführt haben, welche danach angeblich mit seinem Kind im Bauch aus der Stadt geflüchtet ist. Nebenbei muss sich Delaney gegen alte Rivalen behaupten und feststellen, dass sich in ihrer Abwesenheit viel getan hat. Oder vielleicht doch nicht?
Nick kann es nicht lassen sich immer wieder an Delaney ran zu machen und diese würde insgeheim nichts lieber, als sich von ihm verführen zu lassen. Bald schon stellt sich jedoch, ob es wirklich nur um sexuelle Anziehung geht oder nicht vielleicht doch Liebe mit im Spiel ist?!

Rachel Gibson bringt einem immer wieder zum schmunzeln und sowohl Delaney als auch Nick wachsen dem Leser schnell ans Herz. Wer Liebesromane im Stil von Nora Roberts mag wird von diesem Buch nicht enttäuscht werden. Die Autorin schafft es auch ohne Kitsch einen wunderbaren Liebesroman zu schreiben, der dem Leser wahres Vergnügen bereitet.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Feb 21, 2010 8:30 PM CET


Kalix. Werwölfin von London
Kalix. Werwölfin von London
von Martin Millar
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,95

0 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Blamage für die Fantasyliteratur..., 17. Oktober 2009
Rezension bezieht sich auf: Kalix. Werwölfin von London (Taschenbuch)
Inhalt

London: Werwolf Kalix MacRinnalch streift allein durch die Stadt. Sie hat ihren Vater, den Anführer des Werwolfclans, attackiert, eine unverzeihliche Tat. Nun wird sie nicht nur von mörderischen Werwolfjägern verfolgt, sondern auch von ihren rachsüchtigen Verwandten. Kalix findet jedoch Unterschlupf bei Daniel und Moonglow. Diese werden dadurch in einen Konflikt hineingezogen, der vom schottischen Hochland bis nach London reicht und noch ein paar Dimensionen weiter. Denn die Werwölfe rüsten sich zum Krieg um die Führung des Klans, und Kalix steht im Zentrum des Geschehens.

Leseeindruck

Nachdem die Inhaltsangabe für mich relativ viel versprechend war, muss ich zugeben dass ich von der Leseprobe ausgesprochen enttäuscht war. Sie konnte meine Erwartungen keinesfalls erfüllen.

Aus der Geschichte würde sich viel machen lassen, aber die Autorin konnte leider überhaupt nichts aus ihrer Idee rausholen. Bereits ihr Schreibstil war für mich erschreckend. Die Sätze erscheinen irgendwie abgehackt und lässt sich nicht flüssig und angenehm lesen. Es scheint fast als hätte eine 12 jährige beschlossen ein Buch zu schreiben, mit einem entsprechendem Wortschatz.

Die Charaktere erscheinen farblos und man entwickelt keine Sympathie für die einzelnen Charaktere. In den ersten 30 Seiten erscheint bereits eine große Anzahl von Charakteren, wobei die Perspektive oft wechselt, und trotzdem gelingt es der Autorin nicht ihnen wirklich Leben einzuhauchen.

Für mich eine sehr enttäuschende Leseprobe. Nach der Inhaltsangabe hatte ich wesentlich mehr erwartet und bin im nachhinein froh, dass ich hier die Leseprobe in die Hände bekommen habe und nicht im Handel das Buch gekauft hätte, denn das wäre eindeutig ein Fehlkauf gewesen.

Für Fans von guter Fantasyliteratur ist dieses Buch ein absolutes No-go. Besser die Hände von lassen und das Geld stattdessen besser investieren.


City of Glass. Die Chroniken der Unterwelt 3
City of Glass. Die Chroniken der Unterwelt 3
von Cassandra Clare
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die letzte Schlacht der Nephilim....., 13. Oktober 2009
City of Glass setzt direkt an seinen Vorgänger City of Ashes an und kann ohne Probleme mit den ersten beiden Bänden mithalten.
Die erste Schlacht gegen Valentin haben Clary, Jace und Co. erfolgreich gewonnen, doch der eigene Krieg geht erst noch los. Jace und die Lightwoods kehren New York den Rücken und kehren in ihre Heimat zurück. Idris. Denn Valentin bereitet sich auf seinen großen Schlag vor und die Schattenjäger aus aller Welt versammeln sich, um zu beraten, was man gegen ihn unternehmen wird. Und auch Clary sieht die Heimat der Nephilim zum ersten Mal mit eigenen Augen. Doch aus anderen Gründen, als ihre Freunde. Ihre Mutter liegt noch immer in ihrem freiwillig gewählten Koma und nur eine Person kann sie daraus befreien. Ragnor Fell, der berühmte Magier. Doch wie es das Schicksal will, geht natürlich alles andere Bahnen. So kommt auch Simon, Clarys bester Freund und Vampir, in die Hauptstadt Idris, wo Schattenwelter nicht gerne gesehen werden und stellt einiges auf den Kopf. Natürlich dürfen bei dem Abenteuer auch alte Bekannte, wie Luke, der wohl sympathischste Werwolf aller Zeiten und Magnus Bane, der charmante und schwule Magier nicht fehlen.
Neben einem neuen Schauplatz, tauchen in City of Glass auch viele neue Charaktere auf. Wie Sebastian, der charismatische Schattenjäger, der Clary so vertraut vorkommt.

City of Glass ist ein fulminanter Abschluss, der Schattenjäger Chroniken, welcher sicherlich niemanden enttäuscht zurück lassen wird. Und so finden die Leser endlich alle Antworten auf ihre Fragen. Was wird aus Clary und Jace, die sich lieben, obwohl sie Geschwister sind? Werden die Schattenjäger den großen Valentin besiegen oder wird er die Welt ins dunkle stürzen? Und was wird aus Jocelyn, Luke und all den anderen?

Meiner Meinung nach, nach Cassandra Clare es geschafft mit dem Abschluss ihrer Trilogie noch mal alles zu toppen. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen und hatte viel Spaß beim lesen. Abenteuer, Drama, Liebe, Trauer und Humor. All dies bietet City of Glass. Mein persönliches Highlight war eindeutig, dass nicht nur die Vergangenheit von Valentin und Jocelyn beleuchtet wird, sondern auch die Vergangenheit der Nephilim wesentlich mehr Platz einnimmt, als in den vorherigen Bänden. Auch die Schattenwelter - Werwölfe, Vampire, Hexenmeister und Co - spielen erneut eine wichtige Rolle. Werden die Schattenjäger ihre Abneigung überfinden und Seite an Seite mit ihnen kämpfen? Denn alles weißt darauf hin, dass nur mithilfe der ehemaligen Feinde der Sieg gegen Valentin und sein Dämonenherr tatsächlich möglich ist.
Mit vielen rechnet der Leser sicher nicht, was die Geschichte besonders reizvoll macht. Manche Fakten stellen sich als Lügen raus. Aus Freund wird Feind. Und selbst die Engel steigen aus dem Himmel.

Wer City of Bones und City of Ashes mit Freude gelesen hat, wird auch von City of Glass nicht enttäuscht sein. Das vorherige wird noch einmal getoppt und ich kann es ohne schlechtes Gewissen, als eines der besten Bücher bezeichnen, dass ich in den letzten Monaten in der Hand hatte. Über 700 Seiten purer Lesespaß. Ein Feuerwerk der Emotionen.


Harry Potter und der Stein der Weisen
Harry Potter und der Stein der Weisen
von Joanne K. Rowling
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 15,90

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Beginn einer großartigen Saga..., 17. September 2008
Eigentlich hatte Harry Potter immer gedacht er sei ein ganz normaler Junge. Aufgewachsen bei seinen schrecklichen Verwandten, erfährt er erst an seinem 11 Geburtstag, dass er ein Zauberer ist und das seine Eltern nicht bei einem Autounfall ums Leben gekommen sind, sondern von dem gefürchtesten dunklen Magier aller Zeiten Lord Voldemort, Ihm-dessen-Name-nicht-genannt-werden-darf, ermordet wurden. Harry überlebte den Todeszauber und gilt als Legende in der Zaubererwelt, über welche der Junge, der überlebte nicht auch nur das Geringste weiß. Harry soll von nun an Hogwarts besuchen, die Schule für Hexerei und Zauberei. Mit seinen treuen Freunden Ron Weasley und Hermine Granger, durchlebt Harry ein aufregendes erstes Jahr, indem er nicht nur etwas über Zauberei lernt sondern auch feststellen muss, dass nicht alle den berühmten Harry Potter verehren. Und so muss sich Harry nicht nur mit hinterhältigen Mitschülern und fiesen Lehrern rumschlagen sondern wird auch bald seinen ersten Kampf gegen das Böse austragen müssen.

J.K. Rowling schafft es mit ihrem Schreibstil ihre Leser schnell zu verzaubern. Harry Potter und der Stein der Weisen lässt sich leicht lesen und hat man einmal damit angefangen, vergisst man nicht nur die Zeit sondern ist überrascht, wenn man denn aufhört, wie viel man bereits gelesen hat. Die Abenteuer von Harry, Ron & Hermine sind gleichermaßen lustig wie auch spannend. Es fällt einem leicht die Charaktere zu verstehen und gleichzeitig wirft die Autorin so viele Fragen in den Raum, dass man einfach wissen will wie es weitergeht.

Das erste Buch ist ebenso wie das zweite Band eher als Kinderbuch zu beschreiben. Ab dem dritten Band werden die Geschichten jedoch deutlich härter und auch spannender. Mit dem steigenden Alter von Harry wird auch sein Leben gefährlicher. So ist die Harry Potter Saga eindeutig etwas für Jugendliche und auch für Erwachsene. In dem ersten Teil wird man ähnlich wie Harry in die unbekannte Welt der Zauberer eingeführt und lernt diese zu verstehen. Einige Charaktere wachsen einem besonders schnell ans Herz und andere verabscheut man ebenso wie Harry es tut. Die Spannung steigt zum Ende des Romans sehr, doch bestimmte Charaktere sorgen immer wieder für Lachmomente beim lesen.

Die Harry Potter Büchern sollten eindeutig in keinem guten Bücherregal fehlen. Auch wenn einem das erste Band nicht so gut gefallen haben sollte, sollte man unbedingt weiter lesen, denn jedes Buch wird besser und spannender. Vom großen Rummel um die Bücher von J.K. Rowling sollte sich ebenfalls niemand abschrecken lassen, selbst Menschen die sonst eher selten lesen kommen hier auf ihre Kosten. So hat selbst mein Vater die Bücher um Harry Potter mit Begeisterung gelesen und dies obwohl er sonst praktisch nie einen Roman zur Hand nimmt.

Mein Fazit lautet, dass jeder einmal Harry Potter zur Hand nehmen sollte, spätestens ab dem dritten Band (wenn nicht gar direkt ab dem ersten) wird man nicht mehr genug bekommen können. Der Junge, der überlebte, bezaubert also im wahrsten Sinne des Wortes.


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