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Rezensionen verfasst von
D. Stumm
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Mono - The Sky Remains The Same As Ever
Mono - The Sky Remains The Same As Ever
DVD ~ Mono
Wird angeboten von Empor
Preis: EUR 13,50

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Brachiale Livegewalt im Wohnzimmer, 23. August 2011
Rezension bezieht sich auf: Mono - The Sky Remains The Same As Ever (DVD)
Hinter dem sperrigen Titel "The Sky Remains The Same As Ever" verbirgt sich die Live-DVD der japanischen Postrock-Band Mono. Wobei es keine "Live-DVD" im klassischen Sinne ist, d.h. es wurden nicht bspw. 2 Konzerte an 2 Abenden gefilmt und auf eine DVD gepresst. Es ist tendentiell mehr eine Dokumentation über die Tour zu "You Are There" 2005-2006.
Die Tracklist ist dementsprechend. Es gibt Live-Aufnahmen von: "The Flames Beyond The Cold Mountain", "Moonlight", "Yearning", "Lost Snow" (mit einem sehr schönen, langen Feedback-Teil) und "Halcyon", zu den Studioversionen von "Sabbath" und "Mere Your Pathetique Light" werden Szenen aus dem Touralltag gezeigt, und zur Studioversion vom Titeltrack gibt es Fotos vom Engagement der Band bei einer Art Völkerverständigung mit Schulkindern und Origami, außerdem Aufnahmen von einem Besuch in Hiroshima.
Technisch merkt man, dass Mono trotz aller Anerkennung und allem Erfolg in der Szene immer noch eine kleine Band sind, die sich kein großes Team für so etwas leisten kann. Gerade weil es nicht um ein einziges Konzert, sondern eine ganze Tour geht, nachvollziehbar. Das bedeutet konkret: Es gibt nur einen Kameramann, zu dem später mehr. Das Bild ist relativ grobkörnig, was der Band aber gar nicht schlecht steht. Zumindest solange man es auf einem Fernseher schaut, auf einem PC-Monitor werden die Schwächen doch sehr offensichtlich. Der Sound geht in Ordnung, wird aber Soundfetischisten wahrscheinlich eher erschrecken. Vor allem fällt es mir immer am Anfang von "The Flames Beyond.." auf, wo der Bass einen seiner wenigen großen Auftritte hat. Er ist ja im Ganzen mehr im Hintergrund, damit aber auch kongruent mit der Rolle, die er bei dieser Musik spielt. Nur selbst an dieser Stelle, wo er es mal nicht sein sollte, ist er immer noch kaum hörbar. Die Performance an sich ist natürlich über jeden Zweifel erhaben, und findet stilecht die meiste Zeit im Sitzen statt. Dass generell die Wucht eines Konzertes nicht abgebildet werden kann, ist übrigens kein echter Kritikpunkt.
Was hingegen der Kritik nicht entgehen kann, ist die Machart der DVD, denn da gibt es einige ziemlich fragwürdige Entscheidungen, die ich der Band, die sonst immer als eine Bande perfektionistische Kontrollfreaks rüberkommen, nicht zugetraut hätte. Auf das Intro folgt der erste Track, und auf den folgt ein kurzer Ausschnitt aus "Lost Snow", der zwar eine interessante Kameraeinstellung zu bieten hat, aber mittendrin anfängt und genauso abrupt nach ca. 30 Sekunden wieder aufhört. Danach wird für runde 2 Minuten "Kidnapper Bell" angespielt. Da stellt sich mir die Frage: Warum? Ganz oder gar nicht, so wirkt es nur wie eine Vorschau. Dabei habe ich noch Glück und brauche das Lied nicht unbedingt auf der DVD, sonst würde ich mich womöglich noch mehr über dieses Antäuschen ärgern. Denn genau so ergeht es mir dann bei "Moonlight", wo einfach mittendrin mal 4 Minuten fehlen.
Anders, aber interessant ist hingegen, dass eben dieses Lied als Collage gezeigt wird, d.h. Aufnahmen von verschiedenen Konzerten auf den verschiedensten Kontinenten (also Japan und Europa) werden zusammengeschnitten.
Ein weiteres Problem ist dann aber der Kameramann. Man muss ja nicht gleich den "Pink Floyd live in Pompeii" oder den "Stop Making Sense" von Talking Heads machen und gar kein Publikum haben oder zeigen, aber Mono übertreiben maßlos. Gefühlte 50% der Zeit sieht man die Zuschauermenge (oder auch mal einzelne hübsche Mädchen...). An einigen Stellen passt das, z.B. wenn bei "Moonlight" alle fast synchron anfangen, sich im Takt hin und her zu bewegen. Beim gleichen Lied jedoch wird beim Höhepunkt statt der Band, die sich vermutlich gerade enorm verausgabt, eine Dame gezeigt, die gegen die Lärmwand anschreit, und ein junger Herr, der wild den Takt auf der Bühne nachklopft. Wäre es nicht so verteufelt stereotyp, könnte man vermuten, dass dem armen japanischen Kameramann die emotionale Gewalt zu direkt wurde. Ähnlich an anderen Stellen, wo mal der Bühnenboden ("Yearning"), mal das nicht benutzte Keyboard ("The Flames...") gezeigt wird, während es sich gerade offensichtlich anbietet, das Instrument zu filmen, das gerade die Führung übernommen hat. Der Punkt ist, es gibt schon nur wenige Aufnahmen der Band von vorne, und dadurch ist es subjektiv fast so, als würde man die Band gar nicht zu Gesicht bekommen. Was natürlich nicht stimmt, aber deswegen kauft man sich ja so eine DVD, um Mono bei der Arbeit zu sehen. Eine andere Marotte ist der ständige Wechsel zu Schwarz-Weiss. Vielleicht ist das Geschmackssache, aber die einfachen, eleganten Farben, die durch die leicht schummrige Bühnenbeleuchtung geschaffen werden, passen meiner Meinung nach viel besser.
Zur Ehrenrettung: Was der Kameramann wirklich gut kann, sind die Moment- und Landschaftsaufnahmen im Van, beim Soundcheck oder bei kleinen Sightseeingtouren in den USA.
Alles in allem ist es natürlich eine schöne Erinnerung, wenn man das eigene Konzerterlebnis noch im Hinterkopf hat, oder es womöglich gar noch in den Ohren klingelt, und dafür, dass sie sich die Mühe überhaupt gemacht haben, verdient die Band Respekt. Die Trackauswahl ist gelungen (jeden vollkommen zufrieden stellen kann man da sowieso nie, mich eingeschlossen), man bekommt ein ungefähres Bild vom Leben der Band auf Tour, aber erwartungsgemäß nicht von den Bandmitgliedern selbst, und die Verpackung ist auch schön. Auf der Sollseite stehen dann aber auch die erwähnten Punkte wie manch seltsame Entscheidung beim Schnitt und der Kameraführung, wofür ich einen Stern abziehe.
Trotzdem lege ich die DVD gerne und oft ein, nur schließe ich dann an manchen Stellen lieber die Augen und gebe mich dem Ton statt dem Bild hin.


Hymn to the Immortal Wind
Hymn to the Immortal Wind
Wird angeboten von hang-loose-records
Preis: EUR 21,99

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein bisschen neu, ein bissche ziellos, 17. Februar 2011
Rezension bezieht sich auf: Hymn to the Immortal Wind (Audio CD)
Wenn man die CD zum ersten Mal in den Händen hält, fällt direkt das schöne Cover auf, und dass es ein Booklet gibt, das mehr als 2 Seiten hat. Und nicht nur das, mit Bildern und einer Kurzgeschichte ist es sogar reich bestückt. Während die Bilder jedoch eine gute Ergänzung zur Musik sind, finde ich die Texte doch eher seltsam.
Aber das Wichtigste ist sowieso die Musik. Wer "You Are There" kennt, kann sich in etwa vorstellen, was Mono hier darbieten, aber es ist doch spürbar anders. Was direkt auffällt ist der Einsatz eines vollen Orchesters statt der 4 Streicher des Vorgängers, was einen sehr vollen Klangkörper zur Folge hat. Das eröffnet neue Möglichkeiten, aber auf der anderen Seite habe ich an dieser Band besonders geschätzt, wie sie mit so wenig so viel erreichen konnten, und ich muss auch sagen, dass es mir immer gefallen hat, wie Mono Leerräume geschaffen haben, aus denen die gerade spielenden Instrumente herausstechen (z.B. die ersten Takte nach dem Intro von "Moonlight"). Diese Leerräume werden jetzt eher mit dem Orchester aufgefüllt. Eine andere Veränderung, die jedoch nicht sofort bewusst auffällt, ist die Dynamik der Stücke. Nach allzu extensivem Genuss von "You Are There" kann das Leise-Laut-Spiel durchaus ermüden, und die Band hat gut daran getan, dieses Album nicht darauf aufzubauen. Sonst ist ja Promogewäsch immer Gewäsch, aber es ist richtig, dass es hier mehr um den Kontrast Hell-Dunkel geht. Das ist sicher ein Fall gelungener künstlerischer Entwicklung, wie ihn nur wenige Bands schaffen.
Aber wie gestaltet sich das konkret? Es fängt sehr gut an mit "Ashes In The Snow", das Spannung aufbaut und die im Klimax auflöst. Es geht besser weiter mit "Burial At Sea", das mich jedes Mal aus den Latschen haut, wenn nach dem Aufbau wie aus dem Nichts diese Melodie auftaucht. Aber dann geht's los. Mono haben ja immer Zwischenspiele, und selbst wenn sie manchmal auch nur die Stimmung zwischen 2 Titeln aufrechterhalten, stören sie doch nicht. "Silent Flight, Sleeping Dawn" ist da etwas anders. Mit 6 Minuten ist es sehr lang und bietet dann doch ziemlich wenig. "Pure As Snow" ist dann hingegen wieder ein guter Albumtrack, also einer, der sich im Fluss des Albums gut macht, den ich mir eher selten herauspicken und hören würde. Obwohl er das Gefühl, mitten in einem Schneesturm zu stehen, doch erschreckend gut nachbildet. "Follow The Map" fällt für mich dann in die eben erwähnte Kategorie der Interludes, die nicht weiter auffallen. "The Battle To Heaven" macht dann zwar auf dem Papier einiges richtig, wirklich zünden will es bei mir aber nie, es fehlt die große Melodie oder irgendetwas, das einen tiefen Eindruck hinterlässt. Gut, bleibt noch "Everlasting Light" für das Finale mit Feuerwerk und Pipapo. Aber auch das bleibt irgendwo unterwegs hängen und mäandert mehr vor sich hin. Das Ende erfüllt dann zwar alle Kriterien für einen würdigen Abschluss eines Albums, füllt die Form aber wieder nicht mit Inhalt. Will sagen, alles an Instrumenten und Lautstärke ist da, um es majestätisch klingen zu lassen, außer die notwendige Musik von entsprechendem Format.
Am Ende gibt es von mir 4 Sterne, die aber auch nur gerade so und vor allem wegen der ersten beiden Titel. Die kleine Neuausrichtung tat durchaus gut, nur müssen sie jetzt auch etwas damit anfangen, sonst steht schon die Belanglosigkeit drohend am Horizont, denn fast die Hälfte der Spielzeit ist ziemlich schwach auf der Brust.


1977
1977
Preis: EUR 11,62

5 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wäre man doch wieder 15..., 13. März 2007
Rezension bezieht sich auf: 1977 (Audio CD)
Wichtigste Frage zuerst: Wie klangen Ash anno 1995? Zelebrierte "Trailer", das Mini - Album, noch vergleichsweise rohen Grunge, so geht eben jener auf "1977" eine fruchtbare Liason mit Britpop ein. Die Gitarren können noch heftig rocken, aber die Harmonien verstecken sich auch nicht.

Es geht etwas krachig los mit "Lose Control", aber sobald Tim Wheeler anfängt, zu singen, ist es gar nicht mehr so hart, wie es zu Anfang schien. Er hat eine recht sanfte Stimme. Also genau das richtige für die melancholische, aber zugleich verträumt - glückliche Ballade eines verliebten Teenagers, die sich hinter "Goldfinger" verbirgt. Diesem Lied gehört ein Denkmal gebaut. Das wird auch nicht mehr getoppt, aber sowohl "Innocent Smile" mit seiner berauschten Lebensfreude und den Comic - ähnlichen Metaphern als auch "Darkside Lightside" mit dem genialen Solo kommen dem recht nahe. Mit "Kung Fu" ist auch noch ein Track zum rumhüpfen dabei, langsam, aber nie zäh, fließende Balladen machen jedoch den größeren Teil aus. "Lost in you", "Gone the Dream" oder "Oh Yeah" sind schöne Beispiele dafür. Das offensichtlich beliebte "Girl from Mars" ist so gar nicht mein Geschmack, genau wie "I'd give you anything", "Let it flow" ist ein bisschen arg poppig, geht aber noch klar, und "Angel Interceptor" ist für mich ein Lückenfüller, den man hören kann, oder überspringen. Es war übrigens eine Single, genau wie "Girl from Mars".

Also, was bleibt unterm Strich? 3 Lieblingslieder für die Ewigkeit, 5 sehr gute, 2 weniger gute und 2 gar nicht gute Lieder. Was aber der größte Pluspunkt für das Album ist, ist die Tatsache, dass man, selbst wenn man es nicht wüsste, merken würde, dass hier Teenager am Werk sind. Der Grundtenor ist so jugendlich - beschwingt und überhaupt nicht gekünstelt, kein Pathos, kein Kitsch, dass es einfach verdammt ansprechend ist. Das macht es zu einem emotionalen Hörerlebnis. Zumindest sehe ich das mit meinen 19 Lenzen so. ;)


Meltdown
Meltdown
Wird angeboten von Giant Entertainment
Preis: EUR 8,49

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Nicht ganz so rund, 20. November 2005
Rezension bezieht sich auf: Meltdown (Audio CD)
Am Anfang hat mich "Meltdown" ziemlich abgeschreckt, gerade unter dem Eindruck der Entwicklung von "1977" zu "Free all Angels". Mit der Zeit gefiel mir das Album aber dann immer besser (obwohl ich immer noch finde, dass Tims Stimme NICHT für das "Revolution, we're the solution" am Anfang geeignet ist). Bei diesem Album sind meiner Meinung nach die Unterschiede zwischen den guten und den schlechten Songs krasser. "Won't be saved", "Vampire Love", "Out of the blue", "Clones" und "Starcrossed" sind wirklich richtig geile Lieder, aber "Detonator", "On a Wave" und "Renegade Cavalcade" hingegen gefallen mir gar nicht. Die andern 3 schweben so im Mittelfeld ("Meltdown" mit Tendenz nach oben).
Empfehlen kann ich das Album trotzdem jedem. Und nach dieser kompletten Neuerfindung bin ich gespannt wie ein Flitzebogen, wie das nächste Album wird.


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