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Professor Röar www.darkscene.at "roear"

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Battle hymns 2011
Battle hymns 2011
Preis: EUR 19,99

4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Den Wettlauf gegen den Brechreiz verloren...., 26. Oktober 2013
Rezension bezieht sich auf: Battle hymns 2011 (Audio CD)
Was ist die originale "Battle Hymns" doch für ein geniales Album! Die erste Manowar-Scheibe hatte noch nichts von der lächerlichen Theatralik und dem dumpfen Gepose späterer Jahre, sondern war purer rock'n rollender Heavy Metal. Acht Songs, ehrlich, rau und erdig, damals aufregend neu und mit einer zwar rumpeligen, jedoch absolut authentischen und damals auch absolut zeitgemäßen Produktion ausgestattet.

Doch Joey deMaio, diese Personifizierung des Stumpfsinns, dieser Egomane und größenwahnsinnige Schwerstverdiener, der wie kaum ein anderer im Metal-Business – und etwas anderes als Business ist Heavy Metal für den passionierten Ledertangaträger wirklich nicht mehr – es versteht, den Fans Jahr für Jahr das Geld aus der Tasche zu ziehen, hat nun in seiner unendlichen Weisheit beschlossen, dass die Produktion aus dem Jahr 1982 für die Fans von heute nicht mehr "true" (=laut?) genug sei und darum Manowar "mit neuen Technologien das Album SO LAUT WIE MÖGLICH machen" wollen. Darum wurde kurzerhand das gesamte "Battle Hymns" neu eingespielt, damit es nun wirklich so klingt, wie es zumindest für Joey deMaio heute zu klingen hat. Natürlich wird mit der Digitaltechnik aus dem Jahre 2010 – Pro Tools sei Dank - gleich jeder noch so verhaltene Furz viel druckvoller und vor allem lauter, doch ob das besser ist, darf hier schwerstens angezweifelt werden. Denn Dynamik und Wärme findet sich in solch einem durch unzählige Filter, Quantisierer und Kompressionssoftware gejagtem Machwerk aus gesampelten Sounds definitiv nicht mehr. Und "Battle Hymns MMXI" klingt nun wie all die anderen Manowar-Scheiben seit "Fighting the World": bombastisch zwar, dafür aber steril, kalt, seelenlos, glattpoliert und laut. Wie weggeblasen ist der Charme der Originalaufnahmen, der damals eine Band zeigte, die ihren Sound noch nicht ganz gefunden hatte und irgendwo zwischen Hardrock und Metal schwankte, mit Großtaten wie "Dark Avenger" oder dem wohl besten Manowar-Song "Battle Hymn" aber schon einen Vorgeschmack auf die Götteralben "Into Glory Ride" und "Hail to England" bescherte.

Dass auf "Battle Hymns MMXI" aber noch viel mehr nicht stimmt, macht diese Neuaufnahmen nur noch unerträglicher: Um dem Machwerk mehr Glaubwürdigkeit zu verleihen, wurde kurzerhand Ur-Drummer Donnie Hamzik wieder in die Band zurückgeholt. Ob er aber tatsächlich selbst im Studio gespielt hat, bleibt anzuzweifeln, denn man weiß ja, dass Joey deMaio zwecks druckvollerer und exakterer Performance normalerweise nur zu gerne den Drumcomputer anwirft und diese Mogelpackung dann frech als True Metal verkauft. Zudem klingen die Neuaufnahmen trotz der erhöhten Lautstärke und Transparenz einfach langweilig und uninspiriert und Karl Logans Gitarre passt oftmals so überhaupt nicht, wie beispielsweise beim ursprünglich grandios rockenden Opener "Death Tone", der nun wie ein totes Copy-and-Paste-Produkt aus dem PC-Studio von Lady Gaga klingt und besser in "DEAF Tone" umbenannt werden sollte. Als letzte Draufgabe hat Joey de Maio dann noch die 1982 von Orson Welles gesprochene Erzählung bei "Dark Avenger" von Sir Christopher Lee neu aufnehmen lassen. So sehr man Lee als Schauspieler schätzen muss, was er hier durch übertriebene Theatralik verbrochen hat, ist seiner nicht würdig und zerstört diese Version von "Dark Avenger" endgültig.
Diese Veröffentlichung ist schlussendlich das letzte Zeugnis dafür, dass Manowar eigentlich seit mehr als 20 Jahren musikalisch keine Relevanz mehr haben, sondern tatsächlich zu einer lächerlichen Selbstparodie verkommen sind, zu der man sich guten Gewissens eigentlich nicht bekennen darf. Die Selbstdemontage dieser ehemals innovativen Band hat nach dem schon unfassbar grässlichen "Gods of War" nun einen neuen Tiefpunkt erreicht und – instrumentale und sängerische Qualität hin oder her – es ist für Manowar schon längst Zeit abzutreten, denn die Band definiert sich in ihrer grenzenlosen Dummheit und Belanglosigkeit nur mehr durch ihre Einträge im Guinness-Buch der Rekorde für die lauteste Konzertperformance. Bravo! Welch zwingend notwendige Leistung! Veröffentlichungen wie diese zeigen einfach nur wieder in aller Deutlichkeit, wie tot manche Spielarten des Heavy Metal und deren Protagonisten eigentlich schon lange sind.
Manowar werden trotzdem sicher nicht müde werden, in Interviews wieder und wieder zu versichern, dass sie diese Scheibe "für die Fans" neu eingespielt haben, die nun endlich ihre alten Klassiker in zeitgemäßen, lauten Versionen "genießen" können. Die wahren Gründe für die Neuaufnahme liegen offensichtlich jedoch ganz woanders: Nichts leichter, als ein schon recht angestaubtes Album, das sich seit Jahrzehnten eigentlich nur mehr als Nice Price-CD recht schleppend verkauft, schnell neu einzuspielen – mit der heutigen Studiotechnik kostet das auch kaum mehr was – und den wie ein Hündchen treu hinter der Band herhechelnden Fans zum Vollpreis unterzujubeln. Nicht zufällig erscheint "Battle Hymns MMXI" dann rechtzeitig zum Weihnachtsgeschäft und so mancher kaufkräftige Schenkwütige wird im Multimediamarkt seines Vertrauens beim Stöbern nach Gaben für die Metal-Freunde um die 40 zu dieser CD greifen, natürlich nichtsahnend, welch faules Ei da erwischt wurde. Denn "Battle Hymns MMXI" liegt adrett drapiert zwischen allerhand unnötigem Plunder, Stapeln von Greatest Hits-CDs von Tina Turner bis Rod Steward, Weihnachtliedersammlungen von Rob Halford, der neuesten Rock Christmas-Scheibe und Schlager-Compilations von Hansi Hinterseer - mit dem Joey deMaio und Eric Adams passenderweise die Vorliebe für Fellstiefel teilen, und wartet auf die Abreise in Richtung Weihnachtsbaum. Das ist schlaue Gewinnmaximierung mit Kalkül aber ohne großen Einsatz, eine Disziplin, die deMaio, der DJ Ötzi des Metals, noch besser als Vermarktungsmaschine Ozzy Osbourne beherrscht. Nicht zuletzt wird sich übrigens auch ex-Gitarrist Ross the Boss über "Battle Hymns MMXI" freuen, hat er doch sämtliche Songs mitgeschrieben und darf nun wieder kräftig Tantiemen kassieren, auch wenn das seinen ehemaligen Mitstreitern nicht so richtig ins Geldscheffelkonzept passt.

Letztendlich bleibt nur zu sagen, dass solchen ranzigen Käse kein Schwein braucht und ich dafür höchstens eines von 5 schimmligen Gnadenbroten für die eigentlich ursprünglich guten Songs spendiere und zur Genesung schnell mal die Originalscheibe auflege, denn die ist diesem gülligen Stück Kommerzdreck um Hauslängen überlegen. So schlecht war mir noch bei keinem Review bisher, und beim Gedanken daran, dass Manowar vielleicht demnächst "Into Glory Ride" und "Hail to England" neu aufnehmen, wird der Gang zur Leibschüssel zu einem Wettlauf gegen den Brechreiz, den ich nur verlieren kann. Und wenn das Unglück dann passiert ist, am besten "Battle Hymns MMXI" gleich dazuzuwerfen und mehrmals kräftig spülen…
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Mar 20, 2014 1:14 PM CET


Re-Animator (3-Disc Limited Collector's Edition) [Blu-ray] [Limited Edition]
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DVD ~ Bruce Abbott
Wird angeboten von digitalmediasoftware
Preis: EUR 34,99

4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Perfekte Blu Ray, 1. Oktober 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Dies ist die perfekte Heimkino-Version von Re-Animator. In besserer Qaulität wird es diesen Low Budget-Uralt-Klassiker sicher nicht mehr geben. Bild und Ton wurden aufwändig restauriert, dazu gibt es tonnenweise Extras und ein schönes Media-Book. Natürlich ist diese Version absolut ungeschnitten und als Draufgabe spendiert man noch eine "Integral"-Version, die alle zusätzlichen Szenen der TV- und R-rated-Fassungen enthält, ebenfalls in bestmöglicher Qualität.
Wer sich für 80er-Horror-Trash mit komödiantischen Elementen a la Evil Dead II und Braindead begeistern kann, kommt an Re-Animator nicht vorbei. Absolutes Pflichtprogramm für 80er-Aficiandos und zudem in dieser Version bildtechnisch der US-BluRay meilenweit überlegen.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Oct 1, 2013 3:17 PM MEST


Piece of Mind [Vinyl LP]
Piece of Mind [Vinyl LP]
Preis: EUR 21,99

7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Tolle Musik, mieses Vinyl, 23. November 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Piece of Mind [Vinyl LP] (Vinyl)
Diese Rezension betrifft nur die Qualität der Picture-Vinyl-LP aus dem Jahre 2012, nicht die Musik.
Ganz nach dem Motto "Außen hui, innen pfui" präsentiert sich dieser Re-Release. Sehr schön sind das Klappcover, die Innenhülle und natrülich die Bildmotive auf der LP. Leider ist aber die Klangqualität der LP unterirdisch - ein ständiges klar vernehmbares Rauschen und massig Knacksen. Meine (schwarze) Original-LP aus den 80ern ist hingegen klanglich einwandfrei. Und auch das Argument, dass Picture-LPs immer schlechter klingen, kann ich nicht gelten lassen, denn sogar meine The Trooper-Picture-Shape-7" von 1983 klingt wesentlich besser.
Fazit: als Souvenir sehr schön zum Ansehen, zum Anhören aber vollkommen ungeeignet. Und das trotz des angeblich verwendeten Original-Masters. Anscheinend kann heute wirklich keiner mehr gutes Vinyl herstellen.
Kommentar Kommentare (4) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Mar 13, 2013 6:05 PM CET


Der Name der Rose - Blu Cinemathek [Blu-ray]
Der Name der Rose - Blu Cinemathek [Blu-ray]
DVD ~ Sean Connery
Preis: EUR 9,99

3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Halbherzig, 18. Oktober 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Leider auch auf dieser "Neuauflage" wieder keine englische Originaltonspur und somit für Cineasten eigentlich vollkommen ungenießbar. Wer nur auf deutsche Synchronfassung Wert legt, darf aber zuschlagen.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Apr 13, 2012 10:30 AM MEST


Dark City
Dark City
DVD ~ Rufus Sewell
Wird angeboten von Film_&_Music
Preis: EUR 10,45

39 von 45 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Toller Film, furchtbare DVD, 8. Januar 2007
Rezension bezieht sich auf: Dark City (DVD)
Zum Film gibts nicht viel zu sagen, außer "gewaltig, genial, super, spitze..."

Leider trifft das auf vorliegende DVD von Kinowelt nicht zu: grobkörniges Bild, Blockbildung, Rauschen, detailarm, feste Untertitel bei der Originalfassung, lächerliche Extras. Einzig der Ton ist halbwegs genießbar. Hier greift man besser zur RC1 oder dem Import aus Frankreich oder Holland.

Vom Kauf dieser DVD, die noch aus der Steinzeit des Mediums stammt, muss ich dringendst abraten!


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