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Rezensionen verfasst von
Mark Szigat
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PES 2010 - Pro Evolution Soccer
PES 2010 - Pro Evolution Soccer
Wird angeboten von Game World
Preis: EUR 11,15

18 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Weiter auf Talfahrt, 14. März 2010
= Spaßfaktor:1.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: PES 2010 - Pro Evolution Soccer (Videospiel)
Jahr für Jahr die gleiche Frage: Fifa oder PES?
Die Diskussionen hierüber scheinen mir schon lange nicht mehr objektiv geführt sondern auf eine ideologische Ebene gehoben.
Als PES-Fan der ersten Stunde sehe ich seit PS3 Zeiten eine ständige Verschlechterung im Gameplay dieser einst von mir heiß geliebten Serie.

-Die Steuerung: Die Spieler reagieren extrem verzögert auf die Joypadbefehle, und oftmals hat man den Eindruck, die Angreifer warten darauf, daß der Com seine Verteidiger in Position bringen kann. Sehr oft werden Schüße auch erst ausgeführt, NACHDEM ihnen der Ball abgenommen wurde, um dann auf dem Allerwertesten zu landen...(Würde ich in dieser Häufigkeit gerne mal in der Realität bei den Profis sehen...)
Es lag wohl in dem Bestreben der Entwickler, die Unterschiede der virtuellen Kicker weiter herauszuarbeiten - leider sind sie dabei weit über das Ziel hinaus geschoßen:
Schwache oder durchschnittliche Mannschaften sind vom Spieler kaum noch vernünftig zu kontrollieren, inbesondere bei Dribblings und Torschüßen.
Hatte man früher die Möglichkeit, die Spieler direkt und gefühlvoll zu kontrollieren, fühlt man sich jetzt wie ein Trainer, der seinen Schützlingen jede einzelne Aktion auf den Platz brüllen muß.

Erwähnenswert sei hier auch, daß die stärker gewichteten Spielerfähigkeiten fast nur bei den von menschlichen Spielern gesteuerten Mannschaften zu greifen scheinen. Bei den vom Computer gesteuerten Mannschaften mutieren auch unterdurchschnittliche Kicker zu wahren Weltklassefußballern mit Pferdelungen, die alleine ganze Abwehrketten auseinander nehmen, Freistöße in den Winkel schaufeln oder mit Ball schneller laufen, als die schnellsten Flügelverteidiger, um dann punktgenaue Flanken auf den Mittelstürmer zu schlagen (Wann sehe ich bei PES eigentlich mal eine Flanke vom Com HINTER das Tor, verdammt?!).

- Die KI der Gegner und Mitspieler ist fürchterlich!
Premier League Mannschaften schieben sich (egal bei welchem Spielstand) minutenlang den Ball in der eigenen Hälfte zu, ohne das man die Möglichkeit hätte, dieses zu unterbinden. Auf der anderen Seite igelt sich der Com selbst bei Rückstand(!) in der eigenen Hälfte ein.
Die eigenen Mitspieler präsentieren sich indes erstaunlich lauffaul, selbst in Spielen, in denen es um Alles geht und sie besonders motiviert sein sollten (Übrigens egal bei welcher taktischen Einstellung).
Die meiste Zeit ist man mehr mit dem eigenen Team am kämpfen als mit dem Gegner...
(Hierzu gibt es dann immerhin den einzig passenden Kommentar des ansonsten unsäglichen deutschen Sprecherduos: "Wenn man es nicht besser wüßte, könnte man glauben, die Mannschaft spielt gegen ihren Trainer...")

Was den Gegner angeht: Hier hat man mittlerweile nicht mehr das Gefühl gegen verschiedene Mannschaften mit unterschiedlichen Temperamenten anzutreten, sondern immer gegen die gleiche kalte Maschine, die klinisch reinen Fußball spielt, keine unnötigen Fouls verursacht und die wenigen Torchancen zumeist eiskalt nutzt - Was oft auch an dem Torwart liegt, welcher zwar aus jedem hohen Ball in den Strafraum eine Showeinlage macht, ansonsten leichten Schüssen nur hinterher schaut, oder (trotz verzweifelten Drückens der Dreieckstaste) ehrfürchtig auf der Linie verharrt, um sich dann dem heranstürmden Angreifer demütig vor die Füße zu werfen ohne den Ball weitere Beachtung zu schenken...

- Das einstige Herzstück des Spiels, der Meister-Liga-Modus ist zwar ordentlich aufgebrezelt worden, nervt aber bereits nach einigen Spielzeiten wegen seiner vielen Unzulänglichkeiten (Unlogische: Spielerentwicklungen, Tagesform, Sponsorenverträge, Weltrangliste, Spielerbewertungen, Transfers usw...).

- Der letzte Rest an Spielspaß geht mir leider durch den wohl schlechtesten Fußballschiedsrichter der Videospielgeschichte flöten.
Dieser, wohl aus einem Basketballspiel entliehene, sogenannte Unparteiische verteilt vollkommen willkürlich gelbe und rote Karten für normale oder gar keine Fouls (Allerdings zumeist nur an den menschlichen Spieler) und bevorteilt eindeutig die Computermannschaft.
Er vergibt Freistöße für den Com selbst dann wenn man sich dem Angreifer nur in den Weg stellt und ihm den Ball abnimmt, gibt auf der anderen Seite aber selbst die eindeutigsten Elfmeter nicht.
Mehr als ein Ärgerniss - Eine Frechheit!

Bei mir entsteht mittlerweile der Eindruck, als würde es den Machern von PES darum gehen, den Spielern immer mehr Steine in den Weg zu legen um so für mehr "Anspruch" zu sorgen.
Das ist vollkommen unnötig und war einmal anders.

Positiv bleibt die Grafik zu erwähnen, welche nun wirklich längst Next-Gen würdig ist.
Über Lizenzen braucht man kein Wort zu verlieren - Diese waren den meisten PES Spielern von je her egal.

Mag sein, daß PES 2010 im Multiplayermodus noch Freude bereitet, für Singleplayer bleibt für mich festzuhalten:

Frust statt Lust, Krampf statt Kampf. So macht mir PES keinen Spaß mehr...
Kommentar Kommentare (4) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jul 5, 2010 4:12 PM MEST


Scoundrel Days
Scoundrel Days
Preis: EUR 19,99

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das beste Album der Gruppe, 13. März 2010
Rezension bezieht sich auf: Scoundrel Days (Audio CD)
Nach dem Hören dieses Album mutet es fast schon ein wenig tragisch an, daß a-ha in späteren Jahren augenscheinlich eine andere Musik machen wollten, als die, die sie am besten beherrschten - nämlich melodischen Synthie-Pop mit Tiefgang, wie er auf diesem Album förmlich zelebriert wird.

Scoundrel Days ist das homogenste Album der Gruppe, ein Album welches man von vorne bis hinten durchhören kann, um dann wieder von vorne anzufangen.
Fast scheint es, als seien die drei eines Morgens in ein Studio gegangen und haben die zehn Songs aus einem kreativen Überhang heraus in einem Rutsch bis zum Abend aufgenommen...
Alles wirkt leicht und inspiriert, dabei jedoch nie zu seicht und kommerziell.

Hauptthemen des Albums sind (wie so oft bei a-ha) Einsamkeit, Isolation und Verlust, aber die drei schaffen es, diese in atmosphärische Klanggemälde zu kleiden, welche entweder das Tanzbein des Hörers zum Zucken bringen oder Bilder vor seinem geistigen Auge erscheinen lassen.

Ein Album, das bei den damaligen Hörern bittersüße Erinnerungen weckt und einen in die Zeit der 80er zurück entführt...
Genial!


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