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Rezensionen verfasst von
Mirka von Lilienthal
(VINE®-PRODUKTTESTER)   

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Blood Magic - Weiß wie Mondlicht, rot wie Blut
Blood Magic - Weiß wie Mondlicht, rot wie Blut
von Tessa Gratton
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 17,99

3.0 von 5 Sternen Kein Pageturner, aber nette Unterhaltung, 27. Juni 2011
Kundenmeinung aus dem Amazon Vine - Club der Produkttester-Programm (Was ist das?)
"Blood Magic" ist keines dieser Bücher, das ich anpreisen werde, sobald mich jemand nach guter Urban Fantasy fragen wird. Ich werde nicht sagen: "Das war so unglaublich schlecht, dass sich mir die Zehennägel aufrollten" oder "Lass das bloß im Regal stehen, das ist sein Geld nicht wert". Ich werde aber eben auch nicht sagen: "Wow! Solch ein umwerfendes Buch, das musst du unbedingt lesen und weiterempfehlen und rezensieren und in Ehren halten!" Wenn ich ehrlich bin, dann wird "Blood Magic" wohl eher durchs Raster meiner Empfehlungen fallen - weil es mich nicht nachhaltig berührt hat.

Meine Objektivität mag vielleicht verfälscht haben, dass ich mit dem Thema Blutmagie nicht so viel anfangen kann, aber da ich hoffte, auf interessante Charaktere und einen mitreißenden Plot zu stoßen, entschied ich mich trotzdem dafür, "Blood Magic" eine Chance zu geben. Weder aber der Plot, noch die Charaktere, haben mich wirklich bewegen und mitreißen können. Die Handlung war für mich vorhersehbar, bereits nach dem ersten Drittel hatte ich eine Theorie bezüglich zweier Charaktere, die sich im Laufe der Geschichte bewahrheitet hat. Dass die Autorin auf recht plumpe Art und Weise versucht hat, den Leser auf eine andere Fährte zu locken, hinterlässt zudem einen faden Beigeschmack. Natürlich: Sie schreibt für Jugendliche, aber da Urban Fantasy zunehmend eben auch zu einem All Age Genre geworden ist, ist es schade, dass hier die Substanz fehlt, die vergleichbare Werke anderer Autoren vorweisen können. Dies ist mir auch immer wieder an den phasenweise sehr naiv und pubertär agierenden Charakteren aufgefallen. Natürlich: Viele Jugendliche sind so, Literatur sollte das nicht kontinuierlich beschönigen oder idealisieren. Dennoch habe ich mich, in der Erwartung einen All Age Roman zu lesen, während ein paar Passagen sehr stark über die Protagonisten geärgert. Nick zum Beispiel, der seiner Stiefmutter mit einer Haltung begegnet, die einfach nur als respektlos und völlig überzogen bezeichnet werden kann. Besagte Stiefmutter macht nichts falsch - außer, dass sie sich in seinen Vater verliebt hat vielleicht. Und ein wenig krampfig ist, wenn es darum geht, mit Nick umzugehen. Und dann der Umgang, den Silla, Nick und auch Sillas Bruder Reese mit Magie pflegen - als wäre es die normalste Sache der Welt, kaum Hinterfragen, kaum Zögern, kein Verstörtsein ob der Tatsache, dass es Magie wirklich gibt.

Fast schon positiv erwähnen muss man allerdings, dass uns in diesem Jugendbuch das leidige, für Jugendbücher schon fast typische, 'Love Triangle' erspart geblieben ist. Die Autorin konzentriert sich völlig auf die Beziehung zwischen Silla und Nick, anstatt hier noch eine unruhestiftende Komponente einzubauen. In wie weit einen die Beziehung der beiden mitzureißen vermag, das liegt bei der Natur des jeweiligen Lesers. Für mich waren sie kein Paar, das mich tief bewegt oder inspiriert hat, sie wirkten eher gewöhnlich und in dem Versuch außergewöhnlich zu sein völlig unauthentisch.

Ich meine mich zu erinnern, dass es sich bei "Blood Magic", wie heute gang und gäbe im Fantasygenre, um den Auftakt einer Trilogie handelt. Denkbar ist dies vor allem, weil Tessa Gratton in "Blood Magic" viele Fäden gesponnen hat, die sie im Laufe des Buches nicht entwirrt hat, beispielsweise, was für ein Mensch der Diakon genau ist oder in welchem Zustand sich Nicks leibliche Mutter gegenwärtig befindet. Nachfolgende Teile würde ich persönlich eher nicht kaufen, was aber eher an meinem Anspruch an Lesestoff liegt, als an der Qualität des Buches selbst. Wer leichte Unterhaltung sucht, wer sich für das Thema Magie interessiert, wer keine übermäßig reifen Protagonisten sucht, sondern eher welche, die pubertäre Makel sich herumschleppen, mag an "Blood Magic" aber durchaus seine Freude habe. Um sich einen eigenen Eindruck über das Buch zu verschaffen, empfiehlt es sich, in die Leseprobe zum Buch reinzuschnuppern. Meiner Meinung nach kann man schon auf den ersten paar Seiten ausmachen, ob es sich um eine Geschichte handeln könnte, die einen zu begeistern vermag.


Jeden Tag, jede Stunde: Roman
Jeden Tag, jede Stunde: Roman
von Natasa Dragnic
  Gebundene Ausgabe

5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Sprachschön, aber nicht überwältigend, 6. Juni 2011
Ein bisschen schwer getan habe ich mich mit "Jeden Tag, jede Stunde" von Natasa Dragnic. Wortschön las es sich, keine Frage. Aber die Geschichte hinter den schönen Worten hat mich nicht restlos überzeugen können. "Jeden Tag, jede Stunde" erzählt von einer Liebe, die alle Grenzen überschreitet, ohne je wirklich ihre Erfüllung zu finden, von einer Liebe, die das Leben der beiden Hauptprotagonisten zum Teil so stark prägt, dass es ihnen verwehrt bleibt, glücklich zu sein. Dragnic setzt uns zwei Hauptprotagonisten vor, mit denen man, egal wie sehr man sich bemüht, nicht wirklich warm wird. Durch den immensen Egoismus, den sowohl Luka als auch Dora an den Tag legen, dringt man nicht wirklich zu ihnen durch, hat Probleme, mit ihnen mitzufühlen, wenn die Erfüllung ihrer, so wird es im Buch immer wieder betont, großen Liebe mal wieder scheitert. Es lässt sich darüber streiten, ob man solche Probleme mit Dora und Luka hat, weil ihre Geschichte in den 50er-Jahren beginnt, es lässt sich darüber streiten, ob es dem Leser zusteht, über jedwede Form der Liebe eine Wertung vorzunehmen, aber Luka und Dora waren als Paar, das sich irgendwie nicht wirklich bekommen durfte, verflucht anstrengend. Luka weinerlich, verschüchtert, ständig der Ohnmacht - nein, nicht im übertragenen, sondern im Wortbedeutungssinn - nahe. Dora hingegen war stark, tough, so angelegt, wie alle Protagonistinnen angelegt sind, die man bewundern und als Rollenmodel ansehen soll. Auf mich wirkte sie an vielen Stellen allerdings wie ein aufgescheuchtes Mädchen, das eine rosarote Seifenblase als Wohnort bevorzugen würde.
Andererseits gibt die Geschichte ihrem Leser auch einige wichtige Wahrheiten mit auf den Weg: Dass es im Leben keinen Masterplan gibt. Dass nicht jede große Liebe Erfüllung finden muss. Dass sich einem Widrigkeiten in den Weg stellen und einen in die Machtlosigkeit drängen können. Macht das aber in irgendeiner Form die Hauptprotagonisten sympathischer? Nicht wirklich. Sie sind keine gescheiterten Antihelfen, denen man gerne eine Umarmung anbieten würde oder eine Decke, sondern zwei Protagonisten, die nicht für sich selbst einstehen konnten oder wollten und den falschen Idealbildern und Moralvorstellungen hinterhergerannt sind.

Trotz der inhaltlichen Schwächen ist "Jeden Tag, jede Stunde" sprachlich aber definitiv eine Perle. Viele Stellen sind sehr bildhaft und stilistisch so dicht, dass man sie am Liebsten abschreiben würde. An anderen Stellen hat Dragnic es fast schon ein wenig übertrieben, rutschen ihre Bilder ins Pathetische ab, wirken zu gezwungen und konstruiert, ebenso wie es beim Inhalt der Fall ist. Jedes Mal, wenn man gerade das Gefühl hat, die Protagonisten könnten endlich erwachsen werden, zaubert Dragnic eine neue Katastrophe aus dem Hut, lässt Dora und Luka nahezu wie Idioten dastehen, mit Lichtgeschwindigkeit gegen Wände donnern. Zu ihrer leisen Sprache hätte eine ebenso leise Geschichte besser gepasst.

Ich spreche eine Leseempfehlung für alle aus, die auch mit sperrigen Charakteren umgehen können, denen Sprachschönheit fast schon wichtiger als der Inhalt ist, für alle, die eine Zeitreise durch Kroatien machen wollen, an der Seite zweier Protagonisten, die einen als Leser manchmal an Grenzen bringen. Wer allerdings mehr Wert legt auf Protagonisten, die viele Projektionsfläche vorzuweisen haben, greift vielleicht lieber zu einem wenig sperri zwingegen zeitgenössischem Roman. Für mich persönlich war "Jeden Tag, jede Stunde" eine interessante Leseerfahrung, wenngleich ich an manchen Stellen sehr stark mit Dora und Luka und ihrer Geschichte gehadert habe - aber oftmals bleiben gerade die Bücher, die eine hohe Antipathie in einem gegenüber das Handeln der Protagonisten geweckt haben, länger im Gedächtnis, als Bücher, in denen schubladenangepasste Weichspülerprotagonisten das Zepter schwingen.


Göttlich verdammt
Göttlich verdammt
von Josephine Angelini
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,95

8 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Rasanter Jugendroman, der auf griechischer Mythologie basiert, 29. Mai 2011
Rezension bezieht sich auf: Göttlich verdammt (Gebundene Ausgabe)
Kundenmeinung aus dem Amazon Vine - Club der Produkttester-Programm (Was ist das?)
Wer ein literarisches Meisterwerk erwartet, der ist bei "Göttlich verdammt" von Josephine Angelini an der falschen Adresse. Wer hingegen einen rasanten Jugendroman erwartet, der ihn in eine faszinierende Welt eintauchen lässt, der wird auf knapp 500 Seiten bestens unterhalten werden.

Josephine Angelini hat die alten griechischen Mythen in einem modernen, urbanen Jugendroman eingebettet, der es versteht, seinen Leser zu entführen. Die beiden Hauptprotagonisten Helen und Lucas symbolisieren beide zwei imposante, unheilvolle Charaktere der griechischen Mythologie - welche verrate ich nicht, da ihre mythologische Bedeutung eine große Rolle für den Handlungsstrang des Buches spielt und dort auch nicht zu Beginn enthüllt wird, wen sie verkörpern. Als sie sich in einer kleinen Stadt in einer High School begegnen, verbindet sie gleich etwas - das drängende Verlangen, den jeweils anderen zu töten. Lucas ist mit seiner großen Familie auf die Insel Nantucket gezogen, dass es bei Lucas und seiner Familie um Halbgötter handelt, das ahnt Helen nicht. Ebenso, dass auch sie eine Halbgöttin ist. Ohne Mutter bei ihrem alleinerziehenden Vater aufgewachsen, ist Helen zuvor nie mit ihrer eigentlichen Identität in Berührung gekommen, obgleich sie schon immer anders war, Fähigkeiten hatte, die sie und ihre beste Freundin Claire sich nicht erklären konnten. Helen legt an einigen Stellen zwar schon Züge für eine Mary Sue, also für einen übermäßig perfekten Charakter, an den Tag (sehr schön, in vielen Belangen übermäßig talentiert, recht heldenhaft), hat aber zum Glück auch Ecken und Kanten und einige Schwächen. Ob sie aber alleine die Geschichte trägt, ist meiner Meinung nach eher strittig. Es ist vor allem die griechische Mythologie, die sehr mitreißend und überzeugend ist, und auch die Situationskomik, die in einigen Szenen entsteht, gefällt mir. Oftmals hat mich "Göttlich verdammt" an den ersten Teil der Biss-Reihe von Stephenie Meyer erinnert - den einzigen Teil, den ich weiterempfehlen würde, der ohne den übertriebenen Hype ganz nett zu lesen war.

Einziger Kritikpunkt, der aber eventuell auch an der Übersetzung liegen mag: Einige Passagen klingen ein wenig hölzern, nicht ganz rund, zu verkitscht. Es passt meistens einigermaßen in den Kontext, im Vergleich zu anderen Passagen wirken sie aber ein wenig zu überzogen, zu deskriptiv. Meiner Meinung nach muss nicht jedes Gefühl beschrieben werden, für den Leser ist es doch viel schöner, es zwischen den Dialogen rauszulesen, sich selbst vorzustellen, wie man sich an der Stelle der Hauptprotagonisten wohl gerade fühlen mag. Nicht alles, muss ausgesprochen werden, dem Leser vorgegeben werden.

Ich lege dieses Buch jedem ans Herzen, der oder die gerne lockere, leichte Liebesgeschichten mit Fantasyeinschlag liest. Bei "Göttlich verdammt" erhält man zudem etwas sehr Innovatives, eine neue Idee, keinen ausgelutschten Vampirkram. Ich bin gespannt, was Angelini in den nächsten beiden Teilen der Trilogie zu bieten hat - nach dem gelungenen ersten Teil verspreche ich mir von ihnen nämlich eine ganz Menge und fiebere sehnsüchtig ihrem Erscheinen entgegen. Besonders, nachdem der erste Teil mit sehr vielen losen Enden abschloss, die Raum für eine grandiose Geschichte lassen, immer mit Blick auf die griechische Mythologie, die so auch jungen Lesern schmackhaft gemacht wird. Nach "Göttlich verdammt" hat man definitiv Lust, in der "Ilias" zu stöbern, um die Hintergründe noch besser zu verstehen - und um vielleicht sogar schon ein wenig spekulieren zu können, wie die Geschichte weiter verlaufen könnte.


Extra Professional Peppermint 14 Mini-Streifen, 4er Pack (4 x 14 Mini-Streifen)
Extra Professional Peppermint 14 Mini-Streifen, 4er Pack (4 x 14 Mini-Streifen)
Preis: EUR 5,00

3.0 von 5 Sternen Inhaltsstoffe nicht außer acht lassen, 27. Mai 2011
Kundenmeinung aus dem Amazon Vine - Club der Produkttester-Programm (Was ist das?)
Der erste Eindruck nach dem Kauen des ersten Streifens: Durchaus in Ordnung, Geschmack hält sich recht lange und schmeckt nur eingangs ziemlich künstlich-chemisch, was einem nach einer Woche Verwenden des Kaugummis aber auch schon nicht mehr auffällt, so schnell gewöhnt man sich an Lebensmittel.

Positiv fällt auf, dass sich auch Wrigley's der Mikrogranulat-Formel angenommen hat - dadurch steigert sich definitiv das Kauerlebnis, auch wenn die Mikrogranulate, im Vergleich zu anderen Kaugummis, recht schnell verschwunden sind.

In wie weit Wrigley's wirklich dazu beiträgt, das Kariesrisiko zu reduzieren und die Zahnhygienie zu verbessern, kann ich als Laie natürlich nicht sagen, aber nach dem Kauen hatte ich schon ein sehr frisches, sauberes Gefühl im Mund. Besonders für Kaffeetrinker ist Kaugummi schließlich absolute Pflicht, wenn man Wert auf einen guten Atem legt. Das Zähneputzen ersetzen sie natürlich nicht, sie können höchstens als Ergänzung zum regelmäßigen Putzen gesehen werden. (Im Optimalfall drei Mal am Tag, wie man es uns schon als Kind lehrte. ;))

Um das Produkt umfassend bewerten zu können, habe ich mich auch mit den Inhaltsstoffen beschäftigt und mir die Analyse dazu angeschaut. Die meisten Inhaltsstoffe sind unbedenklich oder empfehlenswert, ein paar Inhaltsstoffe allerdings werden als eher bedenklich eingestuft: Aspartam (hierbei handelt es sich um Süssstoff, der Kopfschmerzen oder Migräne hervorrufen kann und besonders von Asthmatikern und Allergikern gemieden werden sollte), ähnlich verhält es sich mit den Inhaltsstofen Bha (Konservierungsmittel) und Lecithin (Emulgator). Da ich keine Lebensmittelchemikerin bin, kann ich nicht genau abschätzen, wie schädlich die Inhaltsstoffe wirklich sind, ich denke aber mal, dass sie sich im Großen und Ganzen kaum von den Inhaltsstoffen anderer Kaugummis unterscheiden werden. Kaugummis ganz ohne chemische Stoffe, die irgendwelche Schattenseiten haben, kann ich persönlich mir nur schwer vorstellen.

Insgesamt kann ich die Wrigley's Extra Professional Kaugummis weiterempfehlen, obgleich ich weiterhin die Wrigley's Extra Professional White Dragees bevorzugen werde, die einen besseren Geschmack haben und in der stabilen Dose einfach besser zu transportieren sind.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Oct 8, 2011 10:00 AM MEST


YogiPlus Yogamatte blue, NBR, 180x60x1cm
YogiPlus Yogamatte blue, NBR, 180x60x1cm
Preis: EUR 16,99

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Besticht in sämtlichen Kategorien, 21. Mai 2011
Rezension bezieht sich auf: FA Sports Yogamatte YogiPlus (Ausrüstung)
Kundenmeinung aus dem Amazon Vine - Club der Produkttester-Programm (Was ist das?)
Die FA Sports Yogamatte besticht in so ziemlich jeder Kategorie, in der man eine Yogamatte bewerten mag:

- Preis-Leistungs-Verhältnis
- Komfort
- Länge
- Transportumstände
- Gestaltung

Ich habe die Matte in zwei Einsatzgebieten ausprobiert: Beim Sport und beim Übernachten als Isomattenersatz. Beim Sport hat sie mich restlos überzeugt, aber selbst für ein oder zwei Nächte kann man sie gut und gerne als Schlafunterlage zum Einsatz bringen, obgleich sie nur knapp einen Zentimeter dick ist.

Mein Hauptsport ist Aerobic, obwohl ich hin und wieder auch Yoga betreibe, und in meiner Aerobicgruppe machen wir zum Abschluss der Stunde oftmals noch einige Übungen am Boden. Bislang musste ich immer eine Matte aus der Sporthalle nehmen, da ich selbst nur im Besitz einer äußerst peinlichen bunten Strandmatte mit überdimensional großen Fruchtemblemen war. Als ich die Yogamatte nun zum ersten Mal mit zum Aerobic mitnahm war ich begeistert: Sie ist bequem, vergleichsweise lang (1,80m), hat ein schlichtes Design, leicht und ist zudem leicht zu transportieren. Anders als viele Matten zieht man nicht zwei einzelne Gummibänder über die Seiten um die Matte zusammenzuhalten, sondern ein einziges, miteinander verknüpftes Band, das sogar einen Tragegriff hat, den man sich über die Schulter hängen kann. Was definitiv auch ein Pluspunkt ist: Das Preis-Leistungs-Verhältnis. Für einen kleinen Preis erhält man eine Matte, die alles kann, was man als regelmäßiger Hobbysportler erwartet.


Wie im richtigen Film: Roman
Wie im richtigen Film: Roman
von Oliver Wnuk
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 16,95

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Überraschendes, mitreißendes, authentisches Debüt, 4. Mai 2011
Oliver Wnuks Debütroman hat mich weggefegt. Sprachlich, inhaltlich, das Gesamtkonzept. Die Melodie, die in Wnuks Worten mitschwingt ist unverkennbar, ist ehrlich und unverblümt, emotional und authentisch, trifft genau auf den richtigen Fleck. "Ich habe diese Frau [Clara] nicht gesucht, sie ist mir einfach passiert", so beschreibt der Hauptprotagonist Jan beispielsweise, wie gewaltig das mit seiner Freundin Clara und ihm eigentlich eigentlich ist. Jan, der Ich-Erzähler, ist ein mittelprächtig erfolgreicher Schauspieler, der mit der weitaus erfolgreicheren Schauspielerin Clara liiert ist. Mit seiner Ex-Freundin Anne hat er eine fünfjährige Tochter und er hat immer noch ein wenig daran zu knabbern, dass sie als Familie gescheitert sind. Auch weitere Familienmitglieder treten in Erscheinung, beispielsweise sein alzheimerkranker Vater, der ihn nicht mehr erkennt - außer, er sieht seinen Sohn auf einem Foto in der Tageszeitung, das ihn kotzend beim Fernsehpreis zeigt. Auch wenn man beim Schildern dieser Episode fast annehmen möchte, dass Wnuk die Erkrankung des Vaters herunterspielt, komödiantisch oder unsensibel mit ihr umgeht: Er tut es nicht. Ich habe so viel in seinen Schilderungen über das Verhaltens von Jans Vater am eigenen Leib erlebt, bei meiner Oma beobachten können. Man merkt: Wnuk hat recherchiert, ihm liegt viel daran, eine authentische Geschichte zu schreiben.

Sein Hauptprotagonist Jan ist sympathisch, aber auch ein wenig hoffnungslos. Der geborene Antiheld. Einer, der fast zum Scheitern geboren scheint. Im Vergleich zu anderen Antihelden der Gegenwartsliteratur lässt Wnuk seinen Jan an keiner Stelle als bemitleidenswerten Vollhorst darstellen, sondern erzählt seine Geschichte ohne viel Pathos, lässt seinen Hauptprotagonisten immer nur so tief in der Scheiße stecken, dass er sich da noch erhobenen Hauptes rauslavieren kann. Gehen mir sonst Antihelden schnell auf die Nerven, wirken mir zu weinerlich und kraftlos, ist Jan glaubwürdig und überzeugend, da er an den richtigen Stellen weiß, wann es geboten ist zu Handeln, Dinge in die Hand zu nehmen. Besonders die Szenen mit seiner Tochter haben mir sehr gut gefallen, wie er sich auf sie einlässt, versucht die Welt durch ihre Augen zu sehen. Das Ende des Buches mag ein klein wenig zu dick aufgetragen gewesen sein, ein wenig zu vorhersehbar, aber das ist durchaus verzeihlich, betrachtet man das Gesamtbild, das der Roman hinterlässt.

"Wie im richtigen Film" hat mich restlos überzeugt, gut unterhalten und war ein absoluter Leckerbissen für zwischendurch. Keine tiefschürfende Literatur, aber ein Buch, das es versteht, seinen Leser zu packen, zum Schmunzeln zu bringen. Ein Buch über und für unsere Generation.

Ein paar Worte auch noch zum Hintergrund des Autors: Oliver Wnuk ist selbst Schauspieler, dürfte den meisten als Ulf aus Stromberg ein Begriff sein. Und für die Bunte-Leser: Er ist der Freund von Yvonne Catterfeld. Auf den ersten, oberflächlichen Blick hätte ich Wnuk so ein umwerfendes Buch gar nicht zugetraut, nachdem ich mich aber genauer mit seiner Person auseinandersetzte, musste ich feststellen, dass er neben der Schauspielerei bereits für Theater, Kabarett und Hörfunk geschrieben hat. Schön, dass dieses Buch, in dem er lässig mit vielen Klischees hinsichtlich der Welt der Schauspieler, der Reichen und Schönen, spielt, auch die Aufmerksamkeit auf seine Tätigkeit als Autor lenkt. Schreiben, das kann er nämlich auch sehr gut.


Der Sommer ohne Männer
Der Sommer ohne Männer
von Siri Hustvedt
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,95

2 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Bewegend und poetisch - trotz kleiner Makel, 4. Mai 2011
Rezension bezieht sich auf: Der Sommer ohne Männer (Gebundene Ausgabe)
Unglaublich, aber wahr: "Der Sommer ohne Männer" war mein erster Roman von Siri Hustvedt. Was für ein Skandal, hat sie mich doch so sehr mitgerissen und begeistert. "Der Sommer ohne Männer" erzählt die Geschichte der verlassenen Dichterin Mia, irgendwo in den Fünfzigern, die sich in ihren Geburtsort zurückzieht, nachdem ihr Mann Boris beschlossen hat, eine "Pause" einzulegen. Nach einem kurzen Nervenzusammenbruch, inklusive Aufenthalt in der Psychiatrie, beschließt Mia, Abstand zu allem gewinnen zu wollen.

Zurück in ihrer Heimatstadt bezieht Mia ein Ferienhaus, verbringt viel Zeit mit ihrer Mutter, die ihr Geschichten aus ihrer Vergangenheit erzählt, lernt die Freundinnen ihrer Mutter kennen, die verschiedener nicht sein könnten, entwickelt zu ihrer jungen Nachbarin, die im ständigen Clinch mit ihrem Ehemann liegt und zwei kleine Kinder hat, eine Bindung, leitet sieben junge Mädchen beim Gedichteschreiben an. Mir gefällt es, wie Hustvedt Menschen beschreibt, wie sanft und poetisch, und wie kraftvoll ihre Geschichten dabei dennoch sind. Sie schreibt über gescheiterte und scheiternde Liebe, über die Bindung zwischen Müttern und Töchtern, über Frauen, die versuchen auszubrechen, über junge Mädchen, die sich gegenseitig mobben. Dabei wirkt Hustvedt sehr souverän, ihre Bereitschaft, sich auf ihre Charaktere einzulassen, ist unübersehbar. Einzig und allein Boris, dem Ehemann der Hauptprotagonistin, hätte sie ein wenig mehr Tiefe verleihen können, obgleich er in den größten Teilen des Buches durch Abwesenheit glänzt.

Weniger zugesagt hat mir auch der E-Mail-Kontakt der sich zwischen Mia und einem gewissen "Niemand" entspinnt. Meiner Ansicht nach ist dieser Handlungsstrang überflüssig, völlig aus dem Kontext gerissen und führt zu keiner wirklichen Erkenntnis, zu keinem Ziel. Stattdessen beschleicht einen als Leser der Eindruck, dass Siri Hustvedt an dieser Stelle demonstrieren möchten, wie groß ihr Wissen hinsichtlich Philosophie, Psychologie und Naturwissenschaft doch ist. Dieses Sichbrüsten hätte Siri Hustvedt gar nicht nötig, die Sprachgewalt, die ihr zueigen ist, vermochte mich schon mehr als ausreichend zu fesseln, ebenso wie die Geschichte, die sie rund um ihre Hauptprotagonistin Mia und die anderen auftretenden Charaktere wob.

Insgesamt hat mich "Der Sommer ohne Männer" aber überzeugt und bewegt, einige schöne Stellen sind im Gedächtnis geblieben, die Geschichten hatten einen gewissen Nachhall. Siri Hustvedt ist ein Buch gelungen, das perfekt ist für den Sommer - ob nun mit oder ohne Männer.


Lieber Mischa: ... der Du fast Schlomo Adolf Grinblum geheißen hättest, es tut mir so leid, dass ich Dir das nicht ersparen konnte: Du bist ein Jude.
Lieber Mischa: ... der Du fast Schlomo Adolf Grinblum geheißen hättest, es tut mir so leid, dass ich Dir das nicht ersparen konnte: Du bist ein Jude.
von Lena Gorelik
  Gebundene Ausgabe

12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Judentum unverkrampft - ja geht das denn überhaupt?, 22. April 2011
Ein herrlich unverkrampftes Buch hat Lena Gorelik geschrieben. Ein Buch, das einen zum Schmunzeln bringt, zum lauten Auflachen, zu Kicheranfällen, die besonders in öffentlichen Verkehrsmitteln von Mitfahrern als bedenklich eingestuft zu werden scheinen. Ein unverkrampftes Buch über das Judentum, das Judesein, geht das denn überhaupt? Wegen der Geschichte, aus Pietätsgründen? Und überhaupt?! (') Natürlich geht das. Vor allem auch, weil Lena Gorelik selbst Jüdin ist.

Lena Gorelik ist nicht wirklich mit den jüdischen Traditionen aufgewachsen. Sie wurde in der ehemaligen Sowjetunion geboren, kam 1992 als 'Kotingentflüchtling' mit ihrer Familie nach Deutschland und hat erst zu diesem Zeitpunkt begonnen, sich wirklich mit ihrer Religion auseinanderzusetzen, zur Gebetsschule zu gehen, mit ihrer Familie Feiertage 'auszuprobieren'. Sie beschreibt all diese Erlebnisse mit einem Augenzwinkern ' und formuliert ihre Erlebnisse, ihre Lebensgeschichte, als eine Gebrauchsanweisung für ihren kleinen Sohn Mischa, eine Gebrauchsanweisung für das, was ihn mal erwarten wird: Das Judentum. Sie versucht ihm in Briefform, gespickt mit lustigen Randbemerkungen, nahezubringen, was das Judentum für sie bedeutet, was nervt, was toll ist ' und gibt Mischa so alles mit auf den Weg, was für sie wichtig ist und es eines Tages vielleicht auch mal für ihn sein wird. Sie verspricht ihm, keine typische jüdische Übermutter zu werden, lässt sich über Konvertiten aus, denen sie mit gesunder Skepsis entgegentritt, da viele so übereifrig sind und sie der Meinung ist, dass es sehr schwer, wenn nicht sogar unmöglich ist, ein 'echter' Jude zu werden, wenn man nicht von Geburt an der Religion zugehörig war. Sie listet erfolgreiche Juden auf und setzt sich mit dem Thema Antisemitismus auseinander, auf das sie laut eigener Aussage ständig angesprochen wird ' was sie oftmals als sehr lästig empfindet. Ebenso wie Abende im jüdischen Museum es manchmal sein können, da nur die jüdischen Anwesenden über ihre Witze lachen, die anderen allenfalls hinter vorgehaltener Hand leise kichern, weil sie das Gefühl haben, dass Lachen aus Geschichtsgründen einfach völlig unangebracht sei. Dabei will Lena Gorelik so nicht verstanden werden, sie will nicht nur anhand der Vergangenheit anderer Juden beurteilt werden, da es ihr wichtig zu betonen ist, dass das Judentum so viel mehr zu bieten hat, als nur eine schreckliche Geschichte während des zweiten Weltkriegs.

Lena Gorelik hat einen sehr angenehmen, ironischen, pointierten Schreibstil und hat ein bisschen bestätigt, dass viele Klischees, mit denen in der 90er-Jahre-Sitcom 'Die Nanny', die ich unglaublich grandios finde, gearbeitet werden, der absoluten Wahrheit entsprechen: Anstrengende Verwandte, obskure Feiertage, laute Stimmen, Männer mit Glatze, überbesorgte Mütter.

Lena Gorelik ist ein optimistisches, lebensfrohes, mitreißendes, spannendes Buch gelungen, das mir viel über das Judentum beigebracht hat. Dinge, die die Schule versäumt hat, da sie das Judentum meistens nur im Zusammenhang mit dem zweiten Weltkrieg thematisiert, niemals unverkrampft, unabhängig davon. Wie schade das ist, hat Gorelik mir aufgezeigt. Absolute Leseempfehlung für alle, die eine gesunde Portion Humor vorweisen und das Judentum mal auf eine völlig andere Art und Weise kennen lernen wollen.


Senna/Cassia (neutral)
Senna/Cassia (neutral)
Wird angeboten von Khadi Naturprodukte
Preis: EUR 6,95

32 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Den Gestank ignorieren und rein ins Vergnügen, 22. April 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Senna/Cassia (neutral) (Badartikel)
Ich habe vor einer Weile meine komplette Haarpflege auf Naturkosmetikprodukte umgestellt und seitdem beobachten können, dass meine Haarstruktur sich zum positiven verändert hat. Hatte ich vorher recht glattes, kaputtes Haar, fühlt es sich jetzt dick und gesund an und wellt sich sanft. Meiner Meinung nach haben dazu auch Haarkuren mit Henna beigetragen. Da ich im vergangenen August aufgehört habe, mir die Haare (ganz gleich ob chemisch oder mit Pflanzenhaarfarben) zu färben, bin ich nun bei neutralem/farblosem Henna angekommen, das ich nur zur Pflege meiner Haare ungefähr alle zwei Monate als Haarkur verwende. Der Gestank ist zwar nicht wirklich was für mich (Pferdestall und Landleben ist nicht so meins), aber ich habe das Gefühl, dass die Kur meinen Haaren gut tut, also sehe ich großherzig darüber hinweg.
Das neutrale Henna von Khadi wird genauso angerührt, wie jedes andere auch: Mit 300 ml heißem Wasser, bei Belieben vermischt mit anderen Zutaten (zum Beispiel Öl oder einem Ei, Naturkosmetikhaarspülung etc.). Ist das Wasser etwas abgekühlt, dann wird die Mischung auf die Haare aufgetragen und wirkt ein. Ich habe die Kur das letzte Mal ungefähr zwei Stunden einwirken lassen, nächstes Mal werde ich vielleicht noch eine Stunde drauflegen.
Was ich beobachten konnte: Selbst drei Haarwäschen später riecht man beim Waschen noch ganz leicht den Geruch des Hennas, das verfliegt aber glücklicherweise wieder, sobald die Haare getrocknet sind. Also: Keine Sorge, man ist nicht eine Woche lang ein wandelnder Bauernhof!
Allen, die hin und wieder ihren Haaren etwas Gutes tun wollen, kann ich nur eine Hennakur empfehlen!
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Oct 24, 2012 10:05 PM MEST


Herding 486670050 Bettwäsche Vampire Diaries 80 x 80 + 135 x 200 cm; Microfaser
Herding 486670050 Bettwäsche Vampire Diaries 80 x 80 + 135 x 200 cm; Microfaser

2 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Herkunftsland unbekannt - oder: Was bedeutet 'Textiles Vertrauen'?, 22. April 2011
Kundenmeinung aus dem Amazon Vine - Club der Produkttester-Programm (Was ist das?)
Für den Preis erfüllt die Bettwäsche das, was man erwarten kann: Keine fehlerfreie Verarbeitung, aber insgesamt eine überzeugende. Der Stoff fühlt sich nach der ersten Wäsche auch ganz gut an. Positiv auch: Die Farbe blutet nicht aus, obgleich das als mögliches Geschehnis angeführt wird. Nach der Wäsche ist die Bettwäsche sofort nahezu komplett glatt und kann nach einer recht überschaubaren Trockenphase schon aufgezogen werden. Der Reißverschluss hakt nicht und ist gut verarbeitet.

Was mich allerdings geärgert hat: Dass man nirgendwo ausfindig machen konnte, in welchem Land die Bettwäsche hergestellt wurde. Mir ist es wichtig, so etwas zu wissen - kaufe ich mir selbst etwas, dann möglichst nur unter Fair Trade Bedingungen. Dass man das bei diesem Preis natürlich nicht erwarten kann, ist mir klar. Es ist aber auch nicht richtig, dem Konsumenten vorzuenthalten, aus welchem Land das Produkt stammt. (Ich würde auf China tippen, so chemisch wie die Bettwäsche stank, bevor ich sie zum ersten Mal wusch. Selbst nach einer Wäsche riecht sie immer noch seltsam, vermutlich werde ich sie nochmal waschen, bevor ich sie benutze.) Das Zeichen "Textiles Vertrauen - Geprüft auf Schadstoffe nach Oeko-Tex Sandard 100", das sich auf der Bettwäscheverpackung befindet, klingt ja erstmal ganz gut, ist aber meiner Ansicht nach nicht allumfassend genug. Es wird mit folgenden Prüfparametern gearbeitet:

1. gesetzlich verbotene Substanzen
2. gesetzlich reglementierte Substanzen
3. bekanntermaßen gesundheitsgefährdende Substanzen, die vom Gesetzgeber jedoch noch nicht explizit erfasst sind
4. Parameter zur Gesundheitsvorsorge

Es gibt aber noch andere Prüfsiegel, die weit über das hinausgehen, was hier überprüft wird, zum Beispiel Oeko-Tex 1000, die unter anderem den Ausschluss von umweltschädlichen Technologien, Chemikalien und Hilfsmitteln (z. B. Verbot von Chlorbleiche), die Einhaltung von Richtwerten für Abwasser- und Abluftreinigung und den sparsamen Einsatz von Energieressourcen zur Zielsetzung haben.
Die bei der Bettwäsche vorgenommene Überprüfung klammert Herstellung, Arbeitsbedingungen und das ökologische Umfeld, unter dem die Produktion passierte, komplett aus und beschränkt sich auf das fertige Produkt. Allerdings stellt das 100er-Prüfsiegel auch nicht den Anspruch, dies zu berücksichtigen. Es ist andererseits aber schon lobenswert, dass die Bettwäsche überhaupt irgendeiner Prüfung unterzogen wurde, das fehlt bei anderer Bettwäsche ja komplett, wenn man sich mal so im Handel bei den billigeren Bettwäschen umsieht.

Da ich hier allerdings nicht nur als ökologischer Moralapostel in Erscheinung treten will, versuche ich eher beim Versuch ein Fazit zu ziehen, mich auf Verarbeitung und Qualität der Bettwäsche zu konzentrieren. Der Druck ist gut gelungen, das Motiv ansprechend (und macht die Bettwäsche somit für jeden Fan verlockend) und auch die Verarbeitung stellt mich, wie schon erwähnt, für den Preis zufrieden. Einen Stern Abzug für die Verschleierung des Herkunftslandes (so etwas sollte immer angeführt werden, mir als Konsument ist es irgendwie zu umständlich, mich erst mit dem Vertrieb in Kontakt zu setzen, um Informationen darüber zu erhalten - das Verschweigen wirkt einfach nur verdächtig und unseriös), einen weiteren Stern Abzug für den bestialischen chemischen Gestank, der auch nach einer Wäsche noch nicht ganz verschwunden ist.
Nach mehreren Wäschen, insofern es einem nicht so wichtig ist, woher erworbene Textilien stammen - was auf viele Jugendliche zutreffen dürfte, die ja nunmal die Zielgruppe dieser Bettwäsche darstellen - kann diese Bettwäsche aber meines Erachtens nach bedenkenlos weiterempfohlen werden.


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