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Sehnsucht nach Elena: Roman
Sehnsucht nach Elena: Roman
von Joel Haahtela
  Gebundene Ausgabe

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Das Sehnsuchthaben, 23. September 2009
Es fällt mir wahnsinnig schwer, meine Meinung zu dem Buch in Worte zu fassen. Das Buch hat eigentlich keine Handlung, es ist schlichtweg 151 Seiten lang Poesie. Es ist weise, ohne belehrend zu werden, trägt in eine ferne Welt davon und schafft unglaublich schöne, interessante Bilder - was etwas ist, mit dem ich sonst so meine Probleme habe. Ich bin kein Leser, der sich beim Lesen von allem ein Bild macht. Mich interessiert normalerweise die Sprache und die Geschichte an sich, aber nicht, wie eine Person aussieht. (Ich hatte zum Beispiel überhaupt kein Bild von Edward Cullen, im Gegensatz zu den anderen Milliarden Fans.) Aber in diesem Buch sah ich plötzlich Bilder, ich sah Elena, ich sah Greta, ich sah Jan und Eva und ich sah den namenlosen Ich-Erzähler, ganz zu schweigen von der Kulisse, der Natur, dem Haus, dem Drumherum. Das Buch hält einige Überraschungen bereit, vor allem zum Ende, als aufgelöst wird, wer der Mann ist, was seine Geschichte ist, wie alt er wirklich ist. Ich hatte ihn während des Buches auf ungefähr 40 bis 50 Jahre geschätzt, aber damit lag ich völlig daneben.

Ich empfehle das Buch weiter - aber nicht an sachliche Menschen, an Menschen, die gerne Geschichten zum Anfassen haben, die Liebesromane lieben oder Krimis, bei denen es ein gutes Ende gibt. Meiner Mutter zum Beispiel habe ich dringend vom Kauf abgeraten, sie hätte sich gefragt, was sie mit so einer Geschichte soll. Man muss schon eine philosophische Ader habe und sich auf solch eine Art von Buch einlassen können. Ein wenig enttäuschend ist ansonsten nur das Preis-Leistungsverhältnis: Nur 151 Seiten zu bekommen, die oftmals fast ganz leer oder nur halbvoll sind, ist schon ein wenig unverschämt. Die Kapitel sind zumeist nämlich nur durchschnittlich 1,5 Seiten lang, manchmal auch nur eine und ganz selten 3 oder 4 Seiten - so zum Beispiel, als sich der Ich-Erzähler und Elena das einzige Mal "bewusst" begegnen.


Die Tagebücher einer Nanny
Die Tagebücher einer Nanny
von Emma McLaughlin
  Taschenbuch

4.0 von 5 Sternen Geistreicher als erwartet, 23. September 2009
Rezension bezieht sich auf: Die Tagebücher einer Nanny (Taschenbuch)
Ich habe das Buch vor einer halben Ewigkeit schonmal gelesen. Damals habe ich es mir von meiner Mutter geliehen, habe es mir aber später nochmal selbst gekauft. Ich weiß, dass ich es auch damals schon gut fand, aber vermutlich war ich an einigen Stellen doch noch zu klein für das Buch, das mit Spitzen gegen die High Society nicht an sich hält. Es ist ein Vergnügen, Nanny durch ihre neun Monate Arbeit bei der Familie X zu begleiten. Man verliebt sich in den kleinen Grayer, man schüttelt über Mr. X den Kopf und weiß nicht, ob man Mrs. X hassen oder ob sie einem leid tun soll. Das Autorinnenduo schafft Charaktere, die jeweils ihr Für und Wider haben, halbwegs vielschichtige Charaktere für einen Frauenroman, würde ich behaupten. Alle, die im Vergleich zu "Die Au-pairs" oder "Die Park Avenue Prinzessinnen", etwas Geistreicheres lesen wollen, sollten lieber zu diesem Buch greifen und sich mit Nanny auf eine abenteuerliche Reise begeben. Neben dem "Alltag" mit der Familie X gibt es auch noch kurz Einblicke in das Privatleben von Nanny und in ihre sich entwickelnde Beziehung zu "dem Harvard-Prinzen", der im Hause der Familie X lebt. Die 'Liebesgeschichte' ist herrlich unkitschig und gefällt mir deswegen, auch wenn es an einer Stelle anfangs schwer zu entscheiden ist, ob es wieder nur eine von Nannys Traumvorstellungen ist oder ob das wirklich passiert. Das Ende ist sehr gelungen und Nanny hat endlich den Mut, sich aufzulehnen - besinnt sich dann aber doch noch, als ihr klar wird, was der einzig richtige Umgang mit der Familie X ist und wie sie Grayer vielleicht helfen kann, nicht mehr wie ein Spielzeug, das hin und wieder mal in Gebrauch genommen wird, behandelt zu werden. Einziger Kritikpunkt: Das Ende ist ein wenig aprupt, man bleibt im Unklaren, was aus der Familie X wird - was vermutlich aber völlige Absicht ist. Jeder kann sich seine eigenen Gedanken machen, sich fragen, ob sie es packen, als Familie, oder ob es eine dieser Geschichten ist, die das Leben schreibt: Die ohne Happy End.


Kopfüber in die Kissen: Roman
Kopfüber in die Kissen: Roman
von Susan Elizabeth Phillips
  Taschenbuch
Preis: EUR 8,95

6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Enttäuschend zäh, 23. September 2009
Rezension bezieht sich auf: Kopfüber in die Kissen: Roman (Taschenbuch)
An manchen Stellen war ich kurz davor mich oder das Buch aus dem Fenster zu werfen. Habe mich dann aber dagegen entschieden - gegen beides. Um ehrlich zu sein, ist dieses Buch entweder das schlechteste, das Susan Elizabeth Phillips geschrieben hat, oder mein Geschmack hat sich geändert. Allgemein und objektiv kann man aber schon beobachten, dass ihre älteren Werke nicht an ihre neueren heranreichen können. (Ich liebe zum Beispiel ihren letzten Roman aus dem letzten Jahr, der von vielen Fans nicht gemocht wurde, weil sie eine etwas andere Richtung einschlägt.) Dieses Buch ist nach dem typischen Kitschromanmuster gestrickt, das mir irgendwie langsam auf die Nerven geht: Graue, intelligente, sture, überhebliche Maus, die einen rüpelhaften, großkotzigen, sich intelligenzmäßig unter Wert verkaufenden Sportler kennen lernt, verliebt sich nach einer Weile in ihn - vorher streitet man sich ordentlich, beteuert einander, wie sehr man sich hasst und wie scheiße man sich findet, hat heißen Sex miteinander und vergisst zum Schluss so sehr, dass man sich überhaupt nicht leiden kann und dass man nicht zusammen passt, dass man heiratet und Kinder bekommt und ein Happy End geschenkt bekommt. Vorher kommt es natürlich zum großen Showdown und sie glaubt nicht, dass er sie jetzt doch plötzlich wirklich liebt. Das Buch wird dann noch gespickt mit ein paar tragischen Familiengeschichten und schon hat man ein 400 Seiten starkes Werk, bei dem die Nerven des Lesers gewaltig ächzen. An einigen Stellen war ich wirklich furchtbar genervt von dem ganzen Mist, aber es kam für mich nicht in Frage, das Buch nicht zu Ende zu lesen, weil ich sowas immer als Kapitulieren empfinden. Emma und Kenny sind in ihren tunnelblickartigen Charakterzügen so typische Charaktere für einen Frauenroman, dass es weh tut - und an ihnen merkt man, dass Susan Elizabeth Phillips in ihren Büchern letztlich doch alle Charaktereigenschaften kopiert. Das mag ja in zwei, drei Büchern witzig sein, aber dies ist mein sechstes Buch von ihr gewesen. Die beiden Bücher, die ich davor von ihr gelesen habe, haben mir echt gut gefallen, weil sie wenigstens eine Geschichte und Tempo hatten, das fehlte hier. Eigentlich spielt alles nur in Texas und in so einem kurzen Zeitrahmen, dass die große Liebe stark unglaubwürdig wirkt. Die Geschichte versuchte man mit dem genauen Gegenteil aufzuwerten - graue Maus Typ und Kennys Schwester mit sehr kennyähnlichem Charakter. Bei einer Szene lag ich beinahe vor hysterischem Lachen auf dem Boden: Phillips hat versucht, die Szene ein wenig sadomasochistisch anzuhauchen, aber das wirkt so lächerlich, dass man sich irgendwie für das, was da zu Papier gebracht wurde, schämt.

Ich rate vom Kauf auf - wenn ihr etwas von ihr lesen wollt, dann kauft lieber "Dieser Mann macht mich verrückt" oder "Der und kein anderer". Aber um ehrlich zu sein könnte es wirklich sein, dass ich aus dem Genre rauswachse: Hier gibt es schließlich ganze Lobesgesänge auf dieses Buch.


Mr. Right, Lady Di und ich: Oder: Der Tag, an dem ich plötzlich wieder fünfzehn war. Roman
Mr. Right, Lady Di und ich: Oder: Der Tag, an dem ich plötzlich wieder fünfzehn war. Roman
von Catriona McCloud
  Taschenbuch

7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Überraschung des Herbstes, 23. September 2009
Das Buch hat mich ungemein überrascht, weil ich etwas ganz anderes erwartet hatte. Schenkt man dem deutschen Titel Glauben, so beschäftigt die gute Janie sich auf knapp 400 Seiten mit der Rettung von Lady Di - doch weit gefehlt! Was man schon am englischen Titel erkennen kann: Growing up again. Darum geht es eigentlich. Janie wächst noch einmal auf. Wir begleiten Janie nicht nur im Jahr 1981, als sie 15 war, sondern bis zum Jahr 2001. Es ist spannend und fesselnd mitzuerleben, wie Janie alte Fehler wieder gut macht und ihren Mitmenschen Wünsche erfüllt. Und wie sie endlich erkennt. Erkennt, was die Wünsche ihrer Eltern sind, was im Leben wichtig ist und wie man alles in die richtigen Bahnen lenken kann. Immer wieder lässt sie durchblicken, was für eine unreife, egoistische, pubertäre 15jährige sie doch war - ich mit 16 kann mich damit wenig identifizieren und ich schwöre, dass ich nicht wie Janie zum zweiten Mal aufwachse und eigentlich schon 40 bin. Dann gibt es da auch noch die Kategorie "Elvis". Sie will Elvis retten. Was ein Synonum für "Weltrettung" zu sein scheint, denn Elvis kann nicht mehr gerettet werden, 1981 ist er schon tot. Zur "Elvisretten"-Kategorie zählen Dinge wie Tschernobyl und den 11. September zu verhindern, Mörder zu verraten und eben Diana zu retten. Die Rettung von Diana nimmt aber nur einen sehr kurzen Teil im Anfang des Buches für sich ein, aber vermutlich hat der Person, die den Titel ausgesucht hat, so etwas Glamouröses im Titel einfach nur gut gefallen. Neben Janie gibt es aber noch ein paar andere interessante Charaktere: Ihre Eltern, ihren Freund Danny, den sie in ihrer ersten Jugend vergrätzt hat, und Lawrence, ihren kleinen Bruder, den es in ihrer ersten Jugend gar nicht gab. Warum Janie ausgerechnet im Jahre 1981 landet erfährt man erst ziemlich spät - genauso wie die Fakten über ihren Ehemann Ludo. Das Ende fand ich einerseits gelungen, andererseits auch so unglaublich unbefriedigend, dass man jemanden schlagen möchte. Ein zweiter Teil wäre nach dem Ende durchaus möglich, ich halte ihn aber eher für unwahrscheinlich, wenn ich ehrlich bin.

Alles in allem hat Catriona McCloud (ob das wohl ein Künstlername ist?!) einen interessanten Debütroman vorgelegt und ich wäre sofort bereit ein weiteres Buch zu lesen. Weil das Buch viel mehr zu bieten hat, als das bunte, kitschige Cover und die Zuordnung in die Frauenromanecke vermuten lassen. Eigentlich ist sie ein qualitativ besser Cecelia Ahern mit weitaus mehr Humor, Charme und Situationskomik, aber durchaus auch genug Talent, um ernste Töne anzuschneiden. Ich empfehle das Buch allen, die nur ungern zu "schwere" Bücher lesen, aber bei einfacher Frauenliteratur dennoch gerne eine Message zwischen den Zeilen finden möchten. In diesem Buch kann man eindeutig eine Message finden: Mach das beste aus deinem Leben, halt die Augen offen, hilf deinem Nächsten. Denn wir bekommen nicht wie Janie die Chance, alles besser zu machen, als beim ersten Mal - jedenfalls gehe ich nicht davon aus. Pragmatischen Lesern rate ich vom Kauf des Buches ab. Der Fantasyteil, die "Zeitreise", kann abschreckend wirken, weil an einigen Stellen einfach von Seiten Janie zu sehr darüber hinweggegangen wird, wie absurd die Situation doch ist. Sie findet sich schon nach kurzer Zeit in die Situation hinein, bricht in blinden Aktionismus aus, wirkt wie ein weiblicher Jesus. Zudem wird es Pragmatikern schwer fallen, sich auf das Buch einzulassen, die Möglichkeit, dass jedem von uns das Gleiche wie Janie passieren könnte, während der Lesedauer für möglich zu halten. Ich habe es geschafft und habe wirklich etwas für mein Geld geboten bekommen.


Der Joker
Der Joker
von Markus Zusak
  Taschenbuch
Preis: EUR 8,95

6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Warum ich plötzlich Spielkarten in meinem Briefkasten haben möchte, 23. September 2009
Rezension bezieht sich auf: Der Joker (Taschenbuch)
Der Roman von Markus Zusak ist umwerfend. Der Hauptprotagonist und Ich-Erzähler Ed ist einer dieser typischen Versager. Er lebt irgendwo in einer heruntergekommenen Stadt in Australien, fährt Taxi, hat keinen Plan. Am Anfang fällt einem nur eines ein: Perspektivlos. Ed macht nichts aus sich, obwohl er intelligent ist, viele Bücher liest, viel erreichen k ö n n t e. Um aus diesem Konjunktiv herauszukommen, bedarf es vieler Zufälle, die sich am Schluss als doch nicht ganz so zufällig wie auf den ersten Blick angenommen herausstellen. Ed gerät in einen Banküberfall und wenig später werden ihm immer wieder Spielkarten mit indirekten Aufgaben zugesteckt. Namen, Filmtitel, Adressen, Autoren... Ed muss Rätsel lösen und etwas bei Menschen bewegen, um zu erkennen, dass auch sein eigenes Leben von ihm in die Hand genommen werden kann. Auf 443 Seiten zeichnet Zusak eine umwerfende Geschichte. Er versteht es, Bilder im Kopf des Lesers zu erzeugen, schöne Satzkonstruktionen zu schaffen. Es macht Spaß, Ed bei seiner Reise zu sich selbst zu begleiten. Man will immer wissen, wie es ausgeht, wer ihm diese Karten schickt, ob es auch für Ed ein Happy End gibt. Das Ende ist überraschend, ziemlich genial - weil der Autor sich irgendwie selbst integriert - und hat mir gefallen. Aber nicht nur Ed ist ein interessanter Charakter, der einen interessiert. Auch die Nebencharaktere - Audrey, Ricky, Marv, Eds Mutter... - sind zumeist sehr stark und interessant. Ich empfehle dieses Buch uneingeschränkt weiter. Lest es, lebt es, liebt es. Es ist eines dieser Bücher, das einen nicht so schnell wieder loslässt, das einem vor allem am Ende, bei der Herz-Karte, zum hemmungslosen Heulen bringt, das einem ein gutes Gefühl gibt, das einen dazu bringt, selbst aktiv werden zu wollen, ein Auge für die kleinen Dinge im Leben zu haben. (Ein Beispiel: Ed wird der Name einer Frau auf einer der Karten mitgeteilt. Er sieht, wie sie einmal in der Woche ihren Kindern ein Eis kauft - immer an dem Tag, an dem sie ihr Gehalt bekommt - aber nie kauft sie sich selbst ein Eis, was Ed sofort auffällt. Er kauft ihr ein Eis und diese kleine Geste drückt so viel aus, wundervoll!) Es ist eines der wenigen Bücher, die irgendwie dein Leben verändern, ohne dass du sagen kannst warum.


Agnes unter den Wölffen: Roman
Agnes unter den Wölffen: Roman
von Asta Scheib
  Taschenbuch
Preis: EUR 8,95

3.0 von 5 Sternen Nicht gut, nicht schlecht, sondern interessant, 23. September 2009
Rezension bezieht sich auf: Agnes unter den Wölffen: Roman (Taschenbuch)
Der anstrengende, knappe Schreibstil begeisterte mich von erster Minute - auch wenn er im Laufe des Buches ein klein wenig verliert. Anhand des Schreibstils hätte ich die Autorin in die Schiene der jungen, wilden Poeten eingeordnet. Umso überraschter war ich, als ich gelesen habe, dass die Autorin eine ältere Frau ist. Zum Inhalt: Agnes ist ein unsicherer Teenager, der den Vater verloren hat, nur schlecht mit dem Stiefvater klarkommt und darunter leidet, dass die kranke Mutter ständig im Krankenhaus liegt. Als sie Simon kennen lernt, ist sie im ersten Moment alles andere als begeistert von ihm, doch dank seiner Hartnäckigkeit kommt sie mit ihm zusammen - doch das Interesse von Simons Vater an ihr zerstört alles. Mein Fazit: Eine komplexe, interessante Geschichte, an manchen Stellen aber meiner Meinung nach "nicht genug". Das Buch ist, so denke ich, für ein Jugendbuch zu komplex, zu erwachsen, viele Jugendliche werden den Handlungsstrang vermissen und einfach nur eine Abfolge von Geschehnissen sehen, die zum Teil mehr ist, als eine einfache Abfolge. Dies deuten zu können, dürfte ab 16 oder 17 möglich sein, für jüngerer Jugendlich ist das Buch aber eher ein Fehlgriff.


Nick & Norah - Soundtrack einer Nacht
Nick & Norah - Soundtrack einer Nacht
von Rachel Cohn
  Taschenbuch
Preis: EUR 6,95

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Buch, das mich verändert hat, 23. September 2009
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Verzau?bert, ja, verzaubert, das ist das Wort, das am Besten zu diesem Buch und zu Nick und Norah passt. Die beiden Hauptprotagonisten, die Atmosphäre, die Wortwahl der beiden Autoren, die Bilder im Kopf entstehen ließ und einen zum Lächeln brachte, die Intensität der ganzen Situation, die tiefe Liebe zum Punk... Dieses Buch ist wohl eines der besten Jugendbücher, die es gibt. Ich habe es atemlos verschlungen, immer in der Hoffnung, es möge gut ausgehen. Dass man dieses Meisterwerk atemlos verschlingt, mag auch daran liegen, dass auf über 200 Seiten nur eine einzige Nacht geschildert wird - und ich liebe die Nacht. (Sagt das Mädchen, das um 9 Uhr 12 morgens geboren wurde.) Als ich die letzten Seiten dieses Buches las, war ich beselt, todtraurig, aufgewühlt, glücklich und schrecklich, schrecklich einsam. Ich will auch mitten in der Nacht mit einem völlig Fremden in einem Kostümraum einer Disko rumknuschten, Bortsch essen, in einem Getränkeraum eines Hotels von einem alten Ehepaar erwischt werden und todmüde die ganze Nacht durchreden. Aber nur, wenn dieser Fremde Nick ist. Während des Lesens dieses Buches habe ich immer nur gedacht: Wer, zum Teufel, war nochmal Edward Cullen? Auch wenn der Fokus stark auf Nick und Norah liegt, hat man in Trish einen wirklich starben Nebencharakter geschaffen, den man vermutlich eigentlich hassen sollte, was einem aber definitiv sehr schwer gemacht wird. Auch die anderen Nebenfiguren, wenn auch blasser, gefallen. Einerseits wünsche ich mir aus tiefstem Herzen einen 2. Teil, aber andererseits weiß ich, dass das alles kaputt machen würde und dass die Autoren davon lieber die Finger lassen sollten. (Was sie bislang auch taten, sie haben nämlich ein neues Buch mit völlig anderen Hauptprotagonisten geschrieben, das ich wohl auch kaufen werde.) Die Autoren haben nämlich einen Weg gewählt, der uns allen die Möglichkeit bietet, einen zweiten Teil zu erschaffen. Einen zweiten Teil im Kopf. Und unsere Fantasie ist doch grenzenlos, nicht wahr?


Mein glamouröses Doppelleben
Mein glamouröses Doppelleben
von Holly McQueen
  Taschenbuch

4.0 von 5 Sternen Ein Buch, das irgendwie 'anders' ist, 23. September 2009
Rezension bezieht sich auf: Mein glamouröses Doppelleben (Taschenbuch)
Wer auf Becky Bloomwood steht, der wird beim Lesen dieses Buches wirklich sehr viel Spaß haben. Isabel ist zwar ein völlig überdrehter, realitätsferner, irrationaler Mensch, aber durchaus liebenswert. Was mir an diesem Buch am Besten gefallen hat, ist allerdings, dass die Autorin Holly McQueen ein ziemlich neues Thema im Frauenromangenre aufgreift: Eine Pseudoromanautorin. Ich kann mich nicht erinnern, bislang ein Buch mit ähnlichem Inhalt in der Hand gehabt zu haben. Isabel hat eine ziemlich verträumte Vorstellung vom Autorendasein und baut sich ein Luftschloss nach dem anderen. Dabei verstrückt sie sich immer tiefer in ihrem Lügenkonstrukt, das schon ziemlich bald einzubrechen droht. Durch die Hilfe des Anwalts Will, deren Bruder Joe sie zu Anfang viel aufregender, witziger und attraktiver findet, kann sie sich allerdings ziemlich gut aus der Affäre ziehen und deckt sogar noch einen Skandal um eine andere Pseudo-Beststellerautorin auf. Das Ende ist ziemlich offen und deutet darauf hin, dass wir uns noch auf mindestens einen weiteren Teil über die bekloppte Isabel freuen dürfen. Ich werde ihn kaufen, definitiv, obgleich ich mir ziemlich sicher bin, dass dieses Buch nicht für jeden das richtige sein wird, man muss auf jeden Fall Interesse am Thema Schreiben und Verlagswesen haben.


Scheißleben: Alles wahr, alles witzig, solange es nicht dir passiert ...
Scheißleben: Alles wahr, alles witzig, solange es nicht dir passiert ...
von Maxime Valette
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,95

24 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine Bereicherung für das Seelenheil, 23. September 2009
Gott, ich habe mich beim Lesen dieses Buches an einigen Stellen wirklich totgelacht. Wenn man sich in Erinnerung ruft, dass das alles wirklich so passiert sein soll, ist jede kurze Geschichte, zumeist sind sie nicht länger als ein paar Zeilen, einfach nur urkomisch - solange einem selbst solch ein Mist nicht passiert. Ich kann euch allen nur empfehlen das Buch zu lesen, an Scheißtagen fühlt man sich gleich besser und an guten Tagen verbessert sich die Stimmung noch mehr.

Meine persönlichen High Lights aus dem Buch:

Heute habe ich erfahren, dass meine Mutter, die seit einigen Jahren bei Tupperware arbeitet, einen Dienstwagen mit riesigen Tupperwaredosen in allen Farben an den Seiten bekommt. Ich bin 15, mein Leben ist ruiniert. SL (S. 76)

Heute habe ich einem Kumpel aus der Uni (ich studiere Medizin) eine Moralpredigt gehalten, weil er seine Abende mit Dr. House verbringt, anstatt sich wie ich auf die letzte große Prüfung vorzubreiten. Das Klausurthema war genau der Fall der letzten Episode. Er hatte vier Punkte mehr als ich. SL (S. 88)

Heute ist meine Oma auf meinen Laptop gestiegen, "um zu sehen, wie viel sie wiegt" - sie dachte, es sei eine Waage. Jetzt wissen wir es, sie wiegt 900 Euro. SL (Buchrücken)


Alle sieben Wellen: Roman
Alle sieben Wellen: Roman
von Daniel Glattauer
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 17,90

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gut, aber nicht besser, 23. September 2009
Rezension bezieht sich auf: Alle sieben Wellen: Roman (Gebundene Ausgabe)
Auch der zweite Teil der Emmi-Leo-Geschichte konnte mich überzeugen, obgleich der erste Teil um Klassen besser war. Natürlich sind die Charaktere immer noch klasse gezeichnet, ich stelle es mir sehr schwer vor, mich in einem Buch auf zwei Charaktere zu beschränken, zwar gefällt mir die Story immer noch gut und die Grundidee ist unangefochten perfekt, doch "verliert" sich die zweite Geschichte ein wenig. In Planlosigkeit, in ein bisschen zu viel Kitsch, in ein wenig "Zuviel" eben. Too much, wie man so schön sagt. Während in Band 1 eine gewisse Tragik, große Unterschiede, Melancholie und Abstand das Geschehen dominieren, legt der zweite Band für mich persönlich zu viel Konfrontation an den Tag. Das Ende war mir ebenfalls irgendwie zu viel. Es ist für viele Leser zwar befriedigender als das Ende des ersten Teiles, aber ich bin wohl heimlich doch der Lesertyp, der mehr auf Tragik abfährt, was ich lange Zeit nicht für möglich gehalten hätte. Wenn man will, so kann man auch die beiden Bücher unabhängig von einander betrachten. Wer nur den ersten Teil liest, hat ebenso ein Ende für Emmi und Leo gefunden wie die, die den zweiten Teil gelesen haben. (Für das Lesen des zweiten Teiles braucht man übrigens nichtmal Vorwissen!) Das gefällt mir. Selbst wenn Glattauer noch einen dritten Teil schreiben würde - was definitiv unwahrscheinlich ist - würde ich ihn lesen, weil ich wissen würde wollen, wie Glattauer die Geschichte weiterführt. Denn die Charaktere wachsen einem ans Herz, definitiv. (Und ich will mit dieser Bewertung keinen potenziellen Leser des zweiten Teils abschrecken, denn schlecht war er nicht, nur im Vergleich zum ersten Teil ein wenig abgeschlagen.)


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