Profil für El Barto > Rezensionen

Persönliches Profil

Beiträge von El Barto
Top-Rezensenten Rang: 3.921
Hilfreiche Bewertungen: 189

Richtlinien: Erfahren Sie mehr über die Regeln für "Meine Seite@Amazon.de".

Rezensionen verfasst von
El Barto

Anzeigen:  
Seite: 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11-20
pixel
Der Sieger bleibt allein. Roman
Der Sieger bleibt allein. Roman
von Paulo Coelho
  Broschiert
Preis: EUR 9,90

2.0 von 5 Sternen Phrasendrescherei der "Superklasse", 17. Dezember 2014
Rezension bezieht sich auf: Der Sieger bleibt allein. Roman (Broschiert)
Was hat mich dieses dumme Wort über fast 500 Seiten genervt - Superklasse. Was soll das sein, die Superklasse? Coelho bleibt uns eine plausible Antwort schuldig, genauso wie eine schlüssige Handlung.

Kern des Ganzen soll wohl der Serienmörder Igor sein, der aus mehr oder weniger nicht nachvollziehbaren Motiven scheinbar wahllos tötet. Alle Charktere sind oberflächlich gezeichnet, Igor handelt zudem auch noch völlig unverständlich, viele erhalten nicht mal einen Namen (das ist wahrscheinlich Absicht um dem Leser die Oberflächlichkeit der Glamourwelt sowie die Austauschbarkeit der Personen vor Augen zu führen). Im Ergebnis wird aber nicht mehr draus als eine Aneinanderreihung sinnloser, allenfalls lose miteinander verbundener Handlungsstränge, wenn man es überhasupt Handlung nennen kann.

Ich gebe zu, ich verstehe nicht richtig was dieses Buch mit Liebe zu tun haben soll (wie der Klappentext und viele Rezensenten hier schreiben). Sind damit Igor und Ewa gemeint, oder doch das lebische Pärchen Jasmine nebst deren Agentin?

Fazit: Coelho betreibt hier über fast 500 Seiten eine sich ewig wiederholende Moralpredigt über die angebliche Oberflächlichkeit des Glamours, alles andere erschließt sich mir nicht. Die Krimihandlung, so es denn eine sein soll, ist langweilig, die Gedankengänge des Mörders nur schwer bis gar nicht nachvollziehbar. Polizei findet nur am Rande statt, ist selbst vom Glamour geblendet und wirkt dabei einfach nur peinlich. Das Buch berührt mich gar nicht, die Handlung ist schwach. Nun, Coelho ist eigentlich ein lesenswerter Schriftsteller, mit "Der Sieger bleibt allein" hat er allerdings tief in die Klischeekisten und ansonsten komplett daneben gegriffen.

Nix für mich, zwei Sterne sind knapp.


Schiffsmeldungen: Roman
Schiffsmeldungen: Roman
von Annie Proulx
  Taschenbuch
Preis: EUR 10,00

5.0 von 5 Sternen Quoyle - ein armer Mann im hohen Norden, 2. Dezember 2014
Rezension bezieht sich auf: Schiffsmeldungen: Roman (Taschenbuch)
Schon der Name ist Programm - Quoyle. Was sich beim Sprechen im Mund anfühlt wie ein unförmiger, kaum artikulierbarer weicher Klumpen, ist von Annie Proulx in eine literarische Figur gegossen worden. Quoyle ist groß, manche würden dick sagen, dazu mit eng stehenden Augen und einem monströsen Kinn gesegnet welches er ständig mit einer Hand bedecken möchte. Das macht sein Leben nicht einfacher. Schon von Kindheit an ein Verlierer stürzt er sich in eine unglückliche Beziehung mit einer nymphomanisch veranlagten Frau. Als diese bei einem Unfall stirbt setzt er sich mit seiner Tante und seinen beiden kleinen Töchtern nach Neufundland ab, dem Ort aus dem die Quoyles ursprünglich stammen. Dort beginnt für ihn ein neues Leben.

Proulx zeichnet detailreiche Bilder der schroffen Landschaft Neufundlands, seiner Bewohner und deren Lebensweise. Alle Personen haben ganz bestimmte Charakteristika, niemand wirkt unfertig oder gar oberflächlich. Heraus kommt eine stimmungsvolle Geschichte um den armen Familienvater, der stets das Beste für sich und seine Kinder aus der Situation herauszuholen versucht.

Ein wirklich hervorragendes Buch, welches ich erst gar nicht lesen wollte weil es für mich auf den ersten Blick eher langweilig wirkte. Gut das ich mir vorgenommen habe alles zu lesen was mir in die Finger fällt, und es auch zu Ende zu lesen.


Balzac und die kleine chinesische Schneiderin
Balzac und die kleine chinesische Schneiderin
von Dai Sijie
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

3.0 von 5 Sternen Hmmm....Liebesgeschichte? Oder Roman über China und die Kulturrevolution? Ich weiss nicht recht...., 21. November 2014
Luo und sein Freund, dessen Name ungenannt bleibt und der die Geschichte aus der Ich-Perspektive erzählt, werden im Rahmen der Umerziehung aus ihrer Heimatstadt verbannt und in ein rückständiges Bergdorf geschickt. Dort sind sie damit beschäftigt, verbotene Bücher zu lesen, ihren Kumpel "Brillenschang" zu besuchen oder einer kleinen Schneiderin aus einem Nachbardorf ihre Aufwartung zu machen. Wenn sie nicht gerade mit sklavenähnlichen Arbeiten beschäftigt sind.

Natürlich trägt die Umerziehung, anders als beim Brillenschang, bei den beiden keine Früchte. Beide verhalten sich "verboten", was anscheinend kein Problem ist, denn im China der früheren 70er Jahre ist anscheinend alles verboten. Das ist allerdings nie ein ernst zu nehmendes Hindernis, es wird höchstens mal andeutungsweise kritisch. Die Umerziehung wirkt irgendwie wie ein unbequemer Urlaub auf dem Lande, von einigen unerfreulichen Begebenheiten mal abgesehen.

Und eine Liebesgeschichte? Die wirkt auch relativ dünn bis nicht vorhanden, der Stoff gibt das meines Erachtens kaum her. Zurück bleibt ein zwar unterhaltsamer, aber sehr seichter Roman ohne besonderen Tiefgang und, was noch schlimmer ist, mit einem richtig miesen Ende (vielleicht habe ich es auch nicht verstanden). Die himmelhochjauchzenden Rezensionen, auch die vom Klappentext, kann ich nicht immer nachvollziehen. Daher nur 3 Sterne.


Mr. Mercedes: Roman
Mr. Mercedes: Roman
von Stephen King
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 22,99

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Nix Horror - Krimilektüre von Stephen King!, 18. November 2014
Rezension bezieht sich auf: Mr. Mercedes: Roman (Gebundene Ausgabe)
Mr. Mercedes bekommt seinen Namen weil er mit einem deutschen Dickschiff - einem Mercedes S600 - eine Reihe armer Arbeitsloser vor einer Jobbörse über den Haufen fährt und dabei ein Blutbad anrichtet. Zurückbleibt die tonnenschwere, jetzt bluttriefende Karosse, eine mit Bleichmittel behandelte Clownsmaske (ES lässt grüßen) sowie ein Smiley-Sticker mitten auf dem Lenkrad.

Das ist der einzige Fall den der jetzt pensionierte Detective Hodges nicht lösen konnte bevor er in Pension ging. Und dann, kurz bevor er sich aus Langeweile mit der Dienstpistole seines seligen Vaters umbringen will, tritt Mr. Mercedes wieder in sein Leben und fordert ihn zum letzten Tanz auf. Mit Hilfe seines farbigen Nachbarsjungen Jerome und, später, der halbverrückten Holly rückt er Mr. Mercedes auf die Pelle.

Die Identität des Mr. Mercedes ist dem Leser kein Geheimnis. Dieser Stil ist bekannt, es geht mehr um das Spiel "kriegt er ihn und kriegt er ihn rechtzeitig". Ungewöhnlich ist nur so etwas von Stephen King zu lesen. So sehr man sich bemüht - es ist nichts übernatürliches in Mr. Mercedes zu finden, auch bluttriefende Geschehnisse sind sehr selten. King liefert hier einen soliden Thriller ab der aber nicht aus der Masse hervorstechen kann. Dazu orientiert sich Mr. Mercedes zu sehr am Mainstream, ist dazu etwas zu blutleer, nicht spannend genug. Es hat den Anschein als würde es mehr darum gehen die handelnden Personen zu etablieren, dazu passt auch der (in meinen Augen ziemlich schlappe) Cliffhanger auf den letzten anderthalb Seiten.

Insgesamt ist Mr. Mercedes ein unterhaltsamer, aber nicht überragender Ausflug von Mr. King in ein für ihn ungewohntes Terrain. Es gibt ein paar Längen, das Ende ist mitreißend und spannend geschrieben (wie in einem Actionfilm). Respekt dafür, es gibt sehr viele schlechtere Bücher die sich um das Thema Serienmord ranken.


Affentheater: Roman
Affentheater: Roman
von Carl Hiaasen
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 17,99

4.0 von 5 Sternen Skurriles aus dem Sunshine State, 10. November 2014
Rezension bezieht sich auf: Affentheater: Roman (Gebundene Ausgabe)
Ein Tourist angelt einen abgetrennten Arm aus dem Meer - der Beginn einer aberwitzigen Story um Betrug, Mord und einen verrückten Affen. Yancy ist zum Restaurantprüfer degradiert worden nachdem er den Ehemann seiner Freundin mit einem (laufenden) Akkusauger angegriffen hat. Obwohl nicht mehr zuständig ermittelt er auf eigene Faust, zusammen mit seiner neuen Flamme, einer bildhübschen Pathologin.

Hiaasen erzählt hier auf sehr kurzweilige Art eine abstruse Story, die zwar nicht viel kriminalistischen Tiefgang aber dafür um so mehr witzige Einlagen hat. Das fängt an bei einem Affen, der einer der Darsteller aus Fluch der Karibik gewesen sein soll und ziemlich neurotische Züge aufweist, und endet bei bei Yancy, der mit allen Mitteln versucht seinen ehemals unverbauten Ausblick auf die Hirsche vom Nachbargrundstück und den Sonnenuntergang bzw. -aufgang zurückzuerhalten.

Affentheater ist durchweg witzig, kurzweilig und lesenswert. Aber nicht für Freunde ernsthafter Krimilektüre, sondern mehr für Leser witzig/satirischer Geschichten gedacht.


Das Hannibal-Syndrom: Phänomen Serienmord
Das Hannibal-Syndrom: Phänomen Serienmord
von Stephan Harbort
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

4.0 von 5 Sternen Populärwissenschaftliche Unterhaltung, 29. Oktober 2014
Das Hannibal-Syndrom füllt eine Lücke zwischen einem rein wiisenschaftlichen Fachbuch und einem handelsüblichen aber fiktiven Thriller. Erstere sind langweilig und nur dem Fachmann/der Fachfrau vorbehalten, letztere gibt es zu Hauf. So hat Stephan Harbort ein Buch auf den Markt geworfen welches sich an die Fakten hält ohne in die Tiefe zu gehen und dabei ein paar erzählerische Mittel verwendet die einem Fachbuch fremd sind.

Das ergibt eine sehr interessante und unterhaltsame Mischung die die voyeuristischen Bedürfnisse weckt die in fast jedem von uns schlummern. Schließlich ist das alles wirklich passiert, und was unterhält besser als die Wirklichkeit. Man muss es nur interessant machen und das Ganze dann verkaufen.


Die Tribute von Panem - Gefährliche Liebe
Die Tribute von Panem - Gefährliche Liebe
von Suzanne Collins
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

4.0 von 5 Sternen Zweiter Aufguss - immer noch gut, 21. Oktober 2014
Katniss und Peeta sind umgezogen. Jeder in ein Haus im Dorf der Sieger, in dem bereits Haymitch wohnt. Beiden geht es gut, es gibt, Geld, Essen, fließend Wasser...alles was sie früher mehr oder weniger vermisst haben. Und sie brauchen keinen Hunger mehr leiden.

Wäre da nicht de vertrackte Situation um die gespielte Liebe der beiden (zumindest von einer Seite). Im Land regt sich nämlich Aufruhr, und Präsident Snow verlangt nicht weniger von seinen neuen Siegern als die Massen zu beruhigen und das Kapitol zu stärken. Dazu sollen die beiden sogar heiraten. Doch wer Katniss kennt kennt weiss wie es ausgeht: sie setzt ihre Mission in den Sand, eigentlich hatte sie von Anfang an keine Chance. Und so lässt sich Präsident Snow einen prfiden Plan einfallen: er schickt eine Auswahl der letzten Sieger in die Arena, Katniss als einzige weibliche Siegerin aus Distrikt 12 ist automatisch dabei. Begleitet natürlich von Peeta, und das Morden beginnt erneut.

Gefährliche Liebe ist eine gelungene Fortsetzung die sich allerdings vom ersten Teil nicht wesentlich abhebt. Wieder müssen die beiden in die Arena, wieder ist der Ausgang klar. Obwohl....hier gibt es ein paar Wendungen. Die Voraussetzungen sind anders, das Ende ist ein gewaltiger Cliffhanger der nach einer Fortsetzung schreit. Insgesamt ist Gefährliche Liebe eine sehr unterhaltsames Buch, dem ersten Teil sehr ähnlich was Aufbau und Handlung angeht. Darum: gelungen, bravo dafür und her mit Teil 3.


Das Vermächtnis des Martí Barbany: Roman
Das Vermächtnis des Martí Barbany: Roman
Preis: EUR 8,99

4.0 von 5 Sternen Von jedem etwas, 16. Oktober 2014
aber trotzdem - irgendwas fehlt. Und zwar irgendwie der letzte Pfiff. Aber der Reihe nach:

Marti Barbany ist kaum 18 Jahre alt als er in Barcelona das Erbe seines Vaters antritt. Mit einem stattlichen Vermögen ausgestattet schwingt er sich mit Hilfe eines intriganten Ekelpakets, welches leider gleichzeitig für alle notwendigen Genehmigungen zuständig ist, zum erfolgreichen Händler und Reeder auf. Dumm nur, dass dieser gleichzeitig der Stiefvater von Mrtis heimlicher Liebe Laia ist - und das er diese lieber selbst besteigt anstatt sie zu verheiraten.

So kommt es wie es kommen muss - die beiden werden erbitterte Feinde, es gibt einen Showdown und ein ziemlich abgehacktes Ende. In den ersten geschätzten 350 Seiten liest sich alles wie ein Roman von Rosamunde Pilcher - eben nur im Mittelalter und in Barcelona. Alles ziemlich idealistisch, zuweilen schmalzig und so gar nicht historisch.Erst dann kommt so ein bisschen Fahrt ist das Ganze, Marti weht endlich etwas Gegenwind ins Gesicht. Allerdings ohne das er ernsthafte Probleme bekommt. So will der Funke nicht so recht überspringen, die Spannung will nicht so recht aufkommen. Es gelingt Marti nicht ganz mich gefangen zu nehmen, sobleibt ein immerhin überwiegend historisch korrekter gut recherchierter historischer Roman, der eine Spur zu ideal verläuft.


Erwartung: Der fünfte Fall für Carl Mørck, Sonderdezernat Q Thriller
Erwartung: Der fünfte Fall für Carl Mørck, Sonderdezernat Q Thriller
von Jussi Adler-Olsen
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,90

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Schwächer als die ersten Vier, aber noch gut...., 22. September 2014
Marco ist 15 und Teil einer organisierten Diebesbande. Dieses Leben geht ihm irgendwann gegen den Strich, und als er dann auch noch ein Geheimnis entdeckt welches ihm besser verborgen geblieben wäre muss er um sein Leben fürchten.

Ein paar Monate später landet der Fall über Umwege auf dem Tisch vom Sonderdezernat Q, und damit nehmen die Dinge ihren Lauf. Nur das sie diesmal nicht so spannend arrangiert sind wie in den vorangegangenen vier Fällen, die doch allesamt sehr viel spektakulärer waren. Olsen schlägt hier leisere und auch etwas kompliziertere Töne an, das ist manchmal schon etwas langweilig. Dafür wird wieder mehr Augenmerk auf die Ermittler gelegt, wieder werden kleine Splitter aus Assads illustrer Vergangenheit offen gelegt, Rose bekommt einige neue Facetten und mit Gordon taucht ein neuer Reizcharakter für Carl auf. Auch Carl hadert zunehmend mit persönlichen Problemchen.

Insgesamt ist Erwartung nicht immer so spannend und brillant erzählt wie seine Vorgänger, für die Fans des Sonderdezernats Q allerdings ein Muss. Quereinsteigern mag es schwer fallen, die Figuren würden wahrscheinlich überzogen und albern, zumindest unrealistisch erscheinen. Den Kennern allerdings ist das Buch empfohlen wenn sie wissen wollen wie es mit Assad, Carl und Rose weitergeht.


Die Liste: Roman
Die Liste: Roman
von John Grisham
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,95

3.0 von 5 Sternen Alles angesprochen, nichts vertieft - irgendwie schlapp, 11. September 2014
Rezension bezieht sich auf: Die Liste: Roman (Taschenbuch)
Willie Traynor kommt als gescheiterter Journalismusstudent nach Clanton zum lokalen Käseblatt. Einem glücklichen Umstand und seiner reichen Großmutter verdankt er es das die "Times" nach kurzer Zeit ihm gehört. Mit Hilfe billiger, reißerischer und immer parteiischer Berichterstattung auf Niveau der Bild saniert er das Blatt. Er hat natürlich auch Glück dabei, denn in der Zeit wo er das Blatt übernimmt wird eine junge Mutter von einem Abkömmling des hinterwäldlerischen, ortsansässigen Verbrecherclans namens Padgitt vergewaltigt und ermordet.

Und schon ist Grisham wieder da wo er hingehört - im Gerichtssaal. Aber - die Verhandlung ist in null Komma nix vorbei. Kein Tiefgang, keine Wendung, nichts. Stattdessen geht es mit der langweiligen Zeitung und einer Reportagenserie über Kirchen weiter. So dauert es bis Seite 400 bis endlich der auf dem Klappentext versprochene Plot in Bewegung kommt. Leider nicht lange, das Buch ist zu Ende bevor die 500 erreicht wird. Und das Ende - überraschend aber trotzdem irgendwie doof.

Grisham nudelt in "Die Liste" uralte Themen durch: Vietnamkrieg, Glaubensdiskurse, Rassentrennung, Korruption, käufliche Lokalpolitiker etc. Und geht bei keinem der Themen in die Tiefe, nichts davon ist irgendwie Hauptsache des Buches. Der eigentliche Mord, Grisham's Spezialität, das Gericht, tritt völlig hinter die langweilige Story um den nie gefährdeten Willie Traynor und seine öde Zeitung zurück.

Es bleibt bei einem lahmen, im dauernden Singsang dahinplätschernden Gerichtsroman ohne nennenswerten Spannungsbogen. Seine früheren Bücher sind deutlich besser, drei Sterne noch knapp.


Seite: 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11-20