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Rezensionen verfasst von
Milosch

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Life is Strange - Standard Edition - [PlayStation 4]
Life is Strange - Standard Edition - [PlayStation 4]
Preis: EUR 27,99

5 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Wurde meinen Erwartungen nicht gerecht, 28. März 2016
Da ich die Playstation 3-Spiele "Heavy Rain" und "Beyond: Two Souls" dermaßen geliebt habe, dass ich sie mehrfach durchgespielt habe und mich vor allem Heavy Rain noch lange danach mit den Fragen, die es dem Spieler stellt, sehr beschäftigt hat, habe ich mich unheimlich gefreut, als ich gelesen habe, dass Life is Strange in dieselbe Richtung gehen soll. Auch wenn ich sonst auch gerne mal Shooter ohne wirklich tiefgehende Hintergrundgeschichte spiele, sind solche o. g. Titel eine willkommene Abwechslung und packen einen im besten Falle so sehr, dass man völlig darin abtauchen kann. Die Idee der Spielmechanik an sich, in der jede Entscheidung den weiteren Verlauf beeinflusst, finde ich unheimlich spannend. In Heavy Rain und Beyond: Two Souls habe ich mich so in die Charaktere hineinversetzt und war dermaßen "drin" in dem Spiel, dass ich Entscheidungen getroffen habe, die ich so im wahren Leben wahrscheinlich auch getroffen hätte. Es ist sehr interessant, sich anzusehen, was sich daraus entwickelt und welche Konsequenzen jede Entscheidung hat - vor allem, weil man irgendwann vergisst, dass man gerade vor der Konsole sitzt und sich nicht mitten im Geschehen befindet.

Bei Life is Strange hat mir dieses Gefühl, das eigentlich der Kernpunkt eines solchen Titels ist, absolut gefehlt. Meiner Meinung nach gaukelt das Spiel einem lediglich vor, Entscheidungen treffen und Ereignisse beeinflussen zu können. Zwar gibt es immer wieder markante Punkte, an denen eine Auswahl getroffen werden muss. Oft lässt das Spiel einen aber so lange in der Zeit zurückspulen (die Protagonistin Max besitzt die Fähigkeit, die Zeit zurückzudrehen), bis die "richtige" Option gewählt wurde. Es fällt immer wieder auf, dass das Spiel sehr genau vorgibt, in welche Richtung der Spieler sich bewegen soll, welchen Pfad er einschlagen soll und welcher richtig oder falsch ist. So kann man schon an den Gedanken von Max, die sich immer zu "wichtigen" Entscheidungen meldet, erkennen, ob die Macher mit der jeweiligen Entscheidung des Spielers zufrieden sind. Andere Dinge können überhaupt nicht verändert werden, sondern werden vorgegeben. Die tatsächliche Entscheidungsfreiheit des Spielers ist für mich aber genau das, was einen solchen Titel ausmacht. Ich möchte nicht von dem Spiel verurteilt oder in eine andere Richtung gedrängt werden, wenn ich für mich eine Option ausgewählt habe. Das Spiel bleibt nicht neutral, und das stört mich ziemlich.
Damit einhergehend hat mich die mangelnde Bewegungsfreiheit gestört. Ich bin bei anderen Spielen niemand, der Welten bis ins kleinste Detail erkundet und jedes Objekt sammelt, das es zu sammeln gibt. Aber bei einem Titel wie diesem, der eine Art interaktiver Film ist, ist mir so etwas dann doch sehr wichtig. Meiner Meinung nach sollte mit mehr Liebe zum Detail gearbeitet werden. Ein kleines Beispiel dafür sind die Wohnheimzimmer von Max' Mitbewohnerinnen/Kommilitoninnen. An einem Zimmer sieht man normalerweise sehr schnell, um was für eine Person es sich handelt. Man hätte den Nebendarstellern viel mehr Charakter verleihen können, sie viel besser formen und darstellen können, aber das wurde unterlassen. Allgemein hätte man darüber hinaus die Welt etwas freier gestalten können, sodass man beispielsweise den kompletten Campus der Schule, die Schule an sich usw. erkunden kann. Jedoch ist der Spieler örtlich immer sehr beschränkt; bei einem Ortswechsel wird er sofort zum nächsten Ort des Geschehens "teleportiert", anstatt sich den Weg dahin selbst suchen und dabei noch mehr Dinge erkunden zu können.

Die Story an sich, die viele hier so begeistert hat, gefällt mir auch nicht wirklich. Sie ist süß, an einigen Stellen zugegebenermaßen auch spannend, aber alles in allem ist sie mittelmäßig. Vielleicht empfinde ich das so, weil ich zu Max keine Beziehung knüpfen konnte. Chloe, Max' beste Freundin, gefällt mir als Charakter deutlich besser, denn sie hat Ecken und Kanten. Max hingegen ist mir zu rund, zu freundlich, zu höflich, zu zuvorkommend. Ich bin auch kein Fan der Dialoge, die meiner Meinung nach sehr gestellt klingen und so in der Realität niemals stattfinden würden. Gerade zwischen Max und ihren Freundinnen wird es zuweilen sehr kitschig, was ich an einigen Stellen übertrieben und überzogen fand.
Inhaltlich befasst sich Life is Strange vordergründig mit dem Verschwinden der Studentin Rachel Amber und Max' und Chloes Versuchen, den Fall aufzuklären und die merkwürdigen Dinge, die in der Stadt vor sich gehen, zu enthüllen. Die Spurensuche hat mich nur entfernt an "Heavy Rain" erinnert, denn bei "Life is Strange" kann einem kein Hinweis entgehen. Man muss so lange suchen, so lange "kombinieren" (was keine große Leistung ist), bis man zu dem Schluss gekommen ist, den das Spiel zulässt. Auch die Verdächtigen gibt das Spiel vor und lässt dabei dem Spieler keine Wahl, welche Spur er wirklich verfolgen möchte, sondern drängt ihn wieder in eine Richtung. Man kann sich denken, dass die erwartete unerwartete Wendung nicht ausbleibt, ist jedoch gar nicht imstande, vorher zu wissen, wie sich diese gestaltet. Das ist etwas unbefriedigend, denn man hat keine Chance, dem Spiel voraus zu sein, sondern muss sich seinem Tempo anpassen. Die Auflösung erschien mir auch etwas zusammenhangslos und abwegig.
Auf der Metaebene geht es um Themen wie Freundschaft, Liebe, Loyalität, Ehrlichkeit usw. Das sind mit Sicherheit interessante Themen, jedoch wurden diese für meinen Geschmack zu kitschig transportiert.
Im gesamten Spiel gibt es zwei Entscheidungen, bei denen ich ein bisschen länger überlegt bzw. danach nochmal darüber nachgedacht habe. Eine dieser beiden Entscheidungen wurde aber vom Spiel vorweg genommen (was mich geärgert hat, weil ich mich anders entschieden hätte), die andere ist sehr klischeehaft, hat mich dadurch aber nicht weniger nachdenklich gestimmt.

Kurz erwähnen möchte ich auch noch die Grafik des Spiels, die, wie auch schon in anderen Kommentaren bemerkt, wirklich kein Meisterwerk ist. Von einem PS4-Titel hätte ich mehr erwartet; auch wenn ich sonst kein Fanatiker angeht, was die Grafik angeht, hätte man an einigen Stellen dann doch ein bisschen feiner arbeiten können. Die Musik finde ich hingegen sehr gut.

Alles in allem hat mich das Spiel einfach nicht gepackt, und das ist es wohl, was zu dieser schlechten Bewertung geführt hat. Wenn ich mich nicht mit dem Charakter und der Geschichte identifizieren kann und das Gefühl bekomme, mir würde nur das Gefühl suggeriert, ich könne Entscheidungen treffen, die den weiteren Verlauf beeinflussen, ist es einfach nicht mehr möglich, sich mitreißen zu lassen. Vielen geht es anscheinend anders, aber im Gegensatz zu Heavy Rain und Beyond: Two Souls sowie vielen anderen Next Gen-Titeln kann Life is Strange meiner Meinung nach nicht mithalten.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Apr 19, 2016 11:04 PM MEST


Hüter der Erinnerung - The Giver
Hüter der Erinnerung - The Giver
DVD
Preis: EUR 2,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Überraschend, 23. August 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Anscheinend nicht als Einzige habe ich den Film mit relativ niedrigen Erwartungen angesehen, vom Titel und auch dem Bild her habe ich mich eher auf einen seichten Unterhaltungsfilm eingestellt. Ich wurde jedoch eines Besseren belehrt. "Hüter der Erinnerung" ist, wenn man sich darauf einlässt, überraschend tiefgründig und regt den Zuschauer an, unsere heutige Gesellschaft und unser Leben zu hinterfragen. Ein entscheidender Faktor hierfür ist die Machart des Films, die anfangs für das junge Publikum etwas gewöhnungsbedürftig ist (schwarz-weiß), aber genau das unterstreicht, was der Protagonist Jonas erlebt. So wird Jonas' Welt, je mehr Erinnerungen er durch den "Geber" durchlebt, nach und nach bunter, farbenfroher, eben einfach lebendiger. In derselben Intensität, in der Jonas nach mehr Erinnerungen und somit mehr Lebendigkeit lechzt, sehnt sich der Zuschauer nach Farbe in der sonst tristen und einheitlichen Welt.

Die Idee ist sicherlich keine weltbewegende Innovation. Dystopien gibt es mittlerweile zuhauf, und diese hier reiht sich unauffällig bei den anderen ein. Was den Film hervorhebt, ist die Art, wie er den Zuschauer an das erinnert, was er selbst hat und nicht wirklich zu schätzen weiß, wie er die schönsten Seiten des Lebens hervorholt und sie uns entgegenwirft. So gesehen ist "Hüter der Erinnerung" eine Ode an das Leben, mit allen Facetten, die es zu bieten hat, guten und schlechten.

Wie schon gesagt, ist der Film kein Meisterwerk. Er könnte besser sein, die einzelnen Elemente flüssiger miteinander verbinden. Teilweise war es mir dann doch zu abgedroschen (Jonas als "Auserwählter", die "Grenze der Erinnerung" usw.), auch logische Fehler kommen vor. Trotz allem ein wunderbarer Film, der nicht so seicht daherkommt, wie es scheint, und den man sich getrost mal anschauen kann :-)


Naked Human
Naked Human
von Christopher Poindexter
  Taschenbuch

6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wunderschön!, 12. April 2015
Rezension bezieht sich auf: Naked Human (Taschenbuch)
Ich habe das Buch über eine andere Plattform direkt aus den USA gekauft und mich etwas geärgert, als ich gesehen habe, dass es für deutlich weniger Versandgebühren auch bei Amazon zu haben wäre, allerdings habe ich dafür ein signiertes Exemplar erhalten, was das natürlich wieder wettmacht :-)

Zum Buch selbst kann ich nicht so viel sagen - wer Christopher Poindexter kennt, weiß, was ihn erwartet. Es handelt sich um eine Sammlung von vielen kleinen Texten, keiner davon länger als eine Seite. Viele kann man sich auch kostenfrei über das Internet angucken, wenn man von dem Autor noch nichts gehört hat und schon mal so etwas wie eine "Leseprobe" haben möchte.

Ich liebe ihn abgöttisch, seit dem Tag, an dem ich das erste Mal etwas von ihm gelesen habe. Im Internet kursieren ja genug Autoren mit kurzen Texten voller Lebensweisheiten, die vom Stil her recht ähnlich sind, aber C.P.s Art zu schreiben und vor allem seine Art zu denken haben mich gefesselt. An einigen Stellen gibt es Texte, an denen ich dachte, er hätte über mich geschrieben, so exakt und perfekt hat er das getroffen, was ich denke. Auch die Art, wie er das tut, ist wunderschön.

Das Tolle daran ist, dass es keine völlig abgehobenen Szenarien sind, sondern das meiste von den Erlebnissen und Erfahrungen des Autors kommt und man deshalb unglaublich viel Persönlichkeit und Herzblut in diesen Texten erkennen kann. Das ist es wahrscheinlich, was so magisch daran ist.

Letztendlich muss jeder für sich entscheiden, ob er den Stil mag, ob er den Gedankengängen folgen oder sogar zustimmen kann, und es ist wohl eine sehr subjektive Entscheidung. Bei mir ist es genau das, was mich zum Nachdenken bringt, und genau das habe ich auch davon erwartet, als ich es gekauft habe. Deshalb von meiner Seite aus eine klare Kaufempfehlung :-)


Holzsammlung® einzigartigen handgefertigten Gehäuse Natural Wood Abdeckung Schutzhülle Schutzhülle für HTC one M7 mit freier Schirm-Schutz (Nussbaum Kompass)
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Wird angeboten von Holzsammlung
Preis: EUR 14,80

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Sehr schön, aber gewichtige Mankos, 29. August 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Als die Hülle ankam, war ich positiv überrascht - ich hatte sie mir zwar schön vorgestellt, aber nicht in dem Maße. Sie wirkt sehr hochwertig und fühlt sich gut an. Das Smartphone ist rundum gut geschützt und die mitgelieferte Folie für das Display ist ein zusätzlicher Pluspunkt.

Allerdings ist es sehr schwer bis unmöglich, die nötigen Zugänge des Handys zu erreichen. Die Kamera funktioniert einwandfrei, bei dem Knopf oben links (Display ausschalten) gestaltet es sich aber schon aufgrund der Breite der Holzhülle etwas schwieriger, ihn zu erreichen.

Das Laden des Handys ist, und das hat zu der schlussendlich etwas getrübten Bewertung geführt, nicht möglich, solange sich die Hülle noch am Handy befindet. Da sie so dick ist, kann das Ladekabel nicht so eingesteckt werden, dass es selbstständig steckenbleibt. Man muss die untere Hülle also jedes Mal entfernen, wenn man das Handy aufladen möchte, was zugegebenermaßen sehr lästig ist. Vielleicht finde ich irgendwo mal ein Ladekabel, das ein so dünnes Ende besitzt, dass es trotz Hülle benutzbar ist, allerdings finde ich, man hätte dieses Problem bei der Konzipierung der Hülle einkalkulieren und berücksichtigen sollen.


Winten 5200 mAh WT-P52S-SL mobiler externer Akku Pack, mit 1x Hochleistungs (5V/ 800mA) USB Ausgang, für iPhone , iPod Touch/Nano, Smartphone, Handy; silber
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Erfüllt nicht seinen Zweck, 10. August 2014
Ich habe mir den tragbaren Akku gekauft, da ich zurzeit beruflich viel unterwegs bin und daher auch während dem Reisen die Gelegenheit haben möchte, mein Handy laden zu können, um jederzeit erreichbar sein zu können.

Nachdem ich den Akku einmal komplett voll geladen hatte, habe ich ihn zuhause ausprobiert. Mein Handy hatte noch etwa 15% Akkuladung und ich wollte abends weggehen, musste es also noch einmal ein bisschen mehr laden.

Nach zwei Stunden (und nur minimaler Benutzung, vielleicht eine Whatsapp Nachricht pro halber Stunde) war meine Ladung bei 16%. Ich habe ein paar Tage später einen erneuten Test gemacht, dieses Mal mit etwas intensiverer (aber auch nicht übermäßiger) Nutzung, und die Ladung nimmt stetig ab - zwar nicht so schnell wie ohne Akkugerät, aber den Zweck der Aufladung erfüllt das Gerät trotzdem nicht. Nur wenn man das Handy ruhen lässt, kann man die gleiche Ladung über mehrere Stunden beibehalten - dafür würde ich aber nicht extra einen tragbaren Akku kaufen.

Mein Handy (nebenbei bemerkt ein HTC One) zeigte mir auch immer bei Verbindung mit dem Ladegerät eine Meldung an - es gäbe nur geringe Ladeleistung und ich solle ein original HTC-Gerät anschließen.

Insgesamt also völlig unzufriedenstellend, da das Gerät das Handy nicht lädt, sondern maximal auf demselben Level hält; das jedoch nur, wenn man absolut nichts damit macht.


Tomb Raider - [PlayStation 3]
Tomb Raider - [PlayStation 3]
Wird angeboten von Cmal2_GmbH
Preis: EUR 25,93

4.0 von 5 Sternen Lohnt sich!, 31. Mai 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Tomb Raider - [PlayStation 3] (Videospiel)
Um das vorwegzunehmen - ich habe vorher noch keinen Tomb Raider-Teil gespielt, hatte also nur das übliche Grundwissen zu Lara Croft, das, was eben jeder weiß. In der Hinsicht hatte ich demzufolge auch keinerlei Ansprüche und konnte nicht, wie andere Rezensenten, dadurch enttäuscht werden, dass dieser Teil nicht so gestaltet ist wie die vorigen.

Die Grafik finde ich toll. Anfangs wollte ich eigentlich mit dem Kauf dieses Spiels abwarten, bis ich mir die Playstation 4 geholt habe, und dann den entsprechenden Titel in verbesserter Form kaufen. Allerdings kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass es der hohe Preisunterschied wert sein sollte. Die Playstation 3-Auflage muss sich auf keinen Fall verstecken, sowohl Nahaufnahmen von Lara oder ihren Gefährten wie auch die Gestaltung der atemberaubenden Landschaft sind super gelungen. An einigen Stellen wurde es dann doch etwas sehr dunkel, sodass selbst durch die entzündete Fackel (und zum Teil heruntergelassene Rolladen) nicht alles erkennbar war, aber das Spiel ist an sich sehr düster - ich denke, das gehört einfach zur Stimmung dazu.

Die Atmosphäre ist dementsprechend finster und gruselig, hauptsächlich natürlich durch die Story. Lara und ihre Kollegen sind auf der Insel Yamatai gestrandet, auf der sie auf eine Gruppe ziemlich verrückter Typen treffen, die andauernd versuchen, sie zu erschießen. Ein Entkommen gibt es vorerst durch die völlig plötzlich auftretenden Stürme nicht - die Solarii, wie sich besagte durchgeknallte Inselbewohner nennen, glauben an den Mythos der Sonnenkönigin, die (da ihre Seele in einem verwesenden Körper festgehalten wird) so zornig ist, dass sie diese Stürme heraufbeschwört, um jeden daran zu hindern, die Insel zu verlassen. Ihr Anführer, Mathias, ist davon überzeugt, dass Laras Freundin Sam die nächste Sonnenkönigin ist und sie somit alle von der Insel herunterbringen kann. Unter fortwährendem Einsatz ihrer eigenen Leben versuchen Lara und die anderen, Sam (mehrmals) von den Solarii unter Mathias zu befreien sowie die Sonnenkönigin zu bekämpfen.

Anfangs fand ich die Story echt gut - Lara strandet auf einer einsamen Insel, wird gefangen genommen, kann entkommen und sucht dann ihre Freunde. Als aber noch der Mythos um die Sonnenkönigin und diese etwas übertriebene Fantasynote dazu kam, wurde es mir etwas zu blöd. Man hätte es auch einfach bei verrückten Inselbewohnern belassen können, die Lara und den Rest der Crew töten wollen, ohne die Seele einer längst verstorbenen Königin einflechten zu müssen. Vielleicht gehört das aber auch einfach zu Tomb Raider dazu, wie schon gesagt, kann ich nicht das beurteilen.

Auf jeden Fall erwähnt werden müssen die Charaktere, allen voran Lara selbst. Auch hier gilt wieder, dass ich nicht genau weiß, wie sie sich in den späteren Spielen darstellt; ich kann einzig ihre Veränderung innerhalb des Spiels bewerten. Die fand ich aber sehr gut - anfangs ist Lara nur eine einfache, wenn auch doch etwas risikofreudige und wagemutige junge Frau, die auf der Insel zuerst fast zusammenzubrechen scheint und ihren Freund sogar bittet, sie an ihrem Aufenthaltsort abzuholen. Als sie die ersten Menschen tötet, scheint ihr das sehr nahezugehen. Insgesamt dreht sich aber das Spiel und besonders Laras Entwicklung darum, wie viel man für sein eigenes Überleben tun würde. An Lara ist das sehr schön zu sehen - von der verstörten Entflohenen reift sie heran zu einer mutigen Rebellin, die sich nicht nur selbst verteidigt und um ihr Leben kämpft, sondern auch für das anderer eintritt, wie das ihrer Crewmitglieder (besonders Sam) oder auch dem von Fremden wie einem abgestürzten Piloten. Sie gewinnt zunehmend Selbstvertrauen in ihre eigenen Fähigkeiten und sorgt sich oftmals mehr um andere als um sich selbst.
Die anderen Charaktere sind selbstverständlich nur Nebendarsteller und dementsprechend nicht ganz so klar wie Lara. Gut gefallen hat mir Mathias, weil er zwar offenkundig nicht mehr ganz bei Sinnen ist, man seinen Lebenswunsch und das heftige Verlangen, um jeden Preis von der Insel herunterzukommen, aber nachvollziehen kann. Reyes, ein Crewmitglied Laras, ist ebenfalls nachvollziehbar und hat eine Art Rivalinnenverhältnis zu Lara - wobei ich mir gewünscht hätte, dass dieses bis zum Ende bestehen bleibt, zumindest unterschwellig. Der Verräter der Story fehlt auch hier natürlich nicht; allerdings ereilt ihn das übliche Schicksal - das hätte man an dieser Stelle etwas innovativer und nicht ganz so klischeehaft lösen können.

An einigen Stellen hat es für mich logisch gehapert, aber ich denke, das hat man zwangsläufig bei solchen Spielen. Die Frage, wie die (ebenso wie Lara gestrandeten) Solarii an solch hochentwickelte Waffen und Rüstungen sowie scheinbar unendliche Munition, Bomben etc. kommen ist wohl genauso wie die, warum an allen möglichen Stellen Pfeile und Munition einfach so herumliegen. Es gehört zum Spiel dazu und es würde wahrscheinlich auch keinen Spaß machen, wenn selbst die Feinde nach wenigen Schuss keine Munition mehr hätten. An dieser Stelle möchte ich gerne anmerken, dass mir das Spiel teilweise sogar etwas von Sammelstücken überladen vorkam. An jeder x-beliebigen Ecke findet man eine Vase, eine Münze oder irgendwelche Tagebücher, das hätte man reduzieren können, damit der Jagdinstinkt auf seltene Sammelobjekte gefördert wird.
Desweiteren scheint Lara (und auch hier weiß ich wieder nicht, wie es sich in den Vorgängern gestaltet hat) sehr zerstörungswütig - beinahe alles, was sie betritt, fliegt früher oder später in die Luft. Das ist natürlich ziemlich spektakulär, wirkt aber irgendwann übertrieben.

Die Steuerung ist gut, wenn auch manchmal zu einfach. Anfangs habe ich tatsächlich jedes Mal selbst mit Bogen oder Schusswaffe gezielt, bis mir aufgefallen ist, dass Lara noch lebende Gegner von selbst anvisiert. Nachbessern muss man also nur, wenn der Gegner sich bewegt, wobei sie auch da manchmal von selbst folgt.
Hier hat mich gewundert, dass ein Gegner ein ganzes Magazin Gewehrschüsse überlebt hat, ihn ein gut gezielter und aufgeladener Pfeil aber sofort getötet hat. Gerade bei gepanzerten Gegnern finde ich es etwas unrealistisch, dass nicht mal die Schrotflinte sie richtig von den Beinen holen kann, ein einziger Feuerpfeil dafür aber schon. Wie oben bereits angemerkt, muss es aber ja auch nicht immer mit reinster Logik zugehen.

Bei den Quicktime-Events in Kämpfen hätte man etwas mehr machen können, da muss man nämlich immer nur das Dreieck drücken. Anspruchsvoller wäre es gewesen, per Zufallsprinzip immer eine andere Taste auszuwählen und es so etwas schwieriger zu machen.

Das Klettern ist sehr einfach, also eigentlich nur eine Pflicht. Es gibt fast immer nur einen einzigen Weg - wie übrigens so oft im Spiel. Obwohl die Welt aufgrund der Weitläufigkeit sehr offen wirkt, ist sie letzten Endes doch recht linear, weil man nur einem Weg folgen kann, um weiterzukommen.

Den Multiplayer-Modus habe ich kurz ausprobiert. Für erfahrene Spieler ist es sicherlich spaßig, mich hat es etwas überfordert. Natürlich hat man bei jedem Multiplayer-Modus das Problem, dass es absolute Profis gibt, gegen die man einfach keine Chance hat. Allerdings hätte hier ein kleiner Einführungsmodus Abhilfe schaffen können, bevor man völlig unvorbereitet irgendwo hineingeworfen wird. Letztendlich war ich für das gegnerische Team wohl nur leichtes Kanonenfutter und für mein eigenes Team ein Klotz am Bein.

Ich habe nicht wirklich lange gebraucht, um die Hauptstory durchzuspielen, etwas unter zwei Nachmittagen. Da das Spiel aber mittlerweile für 25€ zu haben ist und das, was es beinhaltet, auch sehr gut ist, bin ich damit zufrieden. Sammelwütige haben da sicherlich noch länger etwas von, ich mag es eher nicht so gerne, stundenlang durch dieselbe Welt zu rennen und Artefakte einzusammeln.

Fazit: Für mich als Unvoreingenommene war das Spiel genau so, wie ich es erwartet hätte, nämlich eine Art Shooter mit einigen Kletterpartien und wenigen, nicht übertrieben schwierigen Rätseln. Die Grafik hat den Spaß daran deutlich unterstützt, ebenso die Story und die Entwicklung des Charakters der Protagonistin. An einigen Stellen fand ich es noch verbesserungswürdig. Demzufolge gebe ich vier Sterne.


Beyond: Two Souls - Standard Edition - [PlayStation 3]
Beyond: Two Souls - Standard Edition - [PlayStation 3]
Wird angeboten von GoForGames
Preis: EUR 22,90

1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Würdiger Heavy-Rain-Nachfolger, 6. April 2014
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Vorsicht, enthält eventuell SPOILER.
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Ich habe schon ewig nach einem Spiel gesucht, das "Heavy Rain" gleicht, weil es mich so begeistert hat - "Beyond: Two Souls" ist dabei offensichtlich völlig an mir vorbeigegangen, wie auch immer. Umso überraschter war ich, als ich es gestern ganz unschuldig im Laden entdeckt habe, mit dem Hinweis, es wäre von denselben Machern wie "Heavy Rain". Es hat sich interessant angehört, ein kurzer Check bei Amazon (mittlerweile Routine) hat zufriedene Käufer zutage gefördert und so habe ich letztendlich zugeschlagen.
Nach zwölf Stunden Spielzeit bin ich nachts dann aufgewühlt, aber glücklich ins Bett gefallen. Dieses Spiel hat mich absolut fasziniert und eine Wertung von zwei Sternen oder weniger ist für mich nicht nachvollziehbar.

Natürlich ist es Geschmackssache. Wer auf Open-World-Spiele steht und vieles selbst erkunden will, ist hier falsch. Und wer schon "Heavy Rain" nicht mochte (nebenbei übrigens ein absolut geniales Spiel), der kann hiervon auch direkt die Finger lassen. Für alle anderen lohnt es sich auf jeden Fall, zumal es für ein PS3-Spiel echt bezahlbar ist.
Die Grafik ist atemberaubend. Ich habe bisher noch kein vergleichbares Spiel gesehen, das eine so gute Grafikdarstellung hätte. Die Haare von Jodie sind in einzelnen Strähnen erkennbar, ihre Mimik und auch die der anderen Charaktere ist unglaublich ausdrucksstark. Die Grafik führt letztendlich auch zur Atmosphäre; da alles so realitätsnah wirkt und man teilweise wirklich vergisst, dass man hier etwas Computeranimiertes vor sich hat und keinen richtigen Schauspieler, kann man viel tiefer eintauchen. Allerdings wurde das leider nicht in Form von Landschaften eingebaut; Jodie hält sich oft in geschlossenen Räumen auf; ist sie mal außerhalb unterwegs, ist es meistens dunkel oder die Sicht anderweitig begrenzt. Das fand ich manchmal schade, hier hätte man wundervolle Rundum-Blicke oder Aussichten a la Assassins Creed einbauen können.
Was mich auch positiv überrascht hat, ist die große Vielfältigkeit der Fortbewegungsmittel. Für viele ist das vielleicht etwas, was überhaupt nicht auffällt, aber die meisten Spiele konzentrieren sich auf wenige Fortbewegungsmittel wie Autos oder mal ein Motorrad - Jodie kann zusätzlich auch noch U-Boote lenken, Pferde reiten, sich in einem Tauchanzug bewegen, ist in einem Zug unterwegs ... Das hat mir echt gut gefallen, weil jedes Fortbewegungsmittel in die jeweilige Sequenz gepasst hat und stimmig war.
Weiterhin gut gefallen haben mir die Charaktere. "Heavy Rain" (ich merke, ich ziehe hier viele Vergleiche - vorrangig liegt das natürlich an der ähnlichen Spielweise) schickt gleich mehrere Protagonisten an den Start, die man abwechselnd spielt, während man in "Beyond: Two Souls" nur bei Jodie bleibt und ihr Leben verfolgt. Obwohl man in "Heavy Rain" immer noch in jede Figur eintauchen konnte, ist es bei "Beyond: Two Souls" ganz anders, weil man Jodies kompletten Werdegang miterlebt. Man hat mit dem kleinen Mädchen in der Nacht Angst, bricht mit dem Teenager aus, begleitet die junge Frau zur CIA, bringt Missionen hinter sich, knüpft Kontakte und Beziehungen.
Und, was den Kern dieser Spielweise ausmacht, man prägt Jodie. Durch bestimmte Entscheidungen verändert man ihr Leben auf die ein oder andere Weise, auch wenn ich einigen schlechteren Bewertungen hier Recht geben muss - "Beyond: Two Souls" kann da nicht ganz bei "Heavy Rain" mithalten. Ich habe einige alternative Enden gespielt (oder dachte es zumindest) - letztendlich führt vieles aber zum selben Ergebnis. Ganz am Ende gibt es natürlich entscheidendere Fragen, die einen ganz anderen Verlauf bewirken, aber am Anfang und im Mittelteil sind es nur kleine Veränderungen, die man bewirken kann. Meistens läuft aber alles auf dasselbe hinaus. Auch bei Kämpfen kann Jodie nie sterben, sondern wird in letzter Sekunde immer von irgendwas gerettet. Hat man das einmal begriffen, geht die Spannung tatsächlich etwas flöten - bei "Heavy Rain" konnte schon das Drücken einer falschen Taste zum Tod eines der Protagonisten führen. Insofern konnte sich auch eine Entscheidung am Anfang stark auf den Ausgang des Spiels auswirken; bei "Beyond: Two Souls" hat man das (leider) nicht.
In einem Atemzug mit Jodie zu nennen ist selbstverständlich ihr ständiger Begleiter Aiden. Die Auflösung am Ende hat mir gut gefallen, weil ich schon die ganze Zeit gerätselt habe, wie genau die Macher die Verbindung zwischen Aiden und Jodie erklären wollten, ohne es total merkwürdig klingen zu lassen. Ich finde aber, man hätte es noch etwas besser einbauen können, noch ein paar mehr Hinweise säen, sodass am Ende dann alle roten Fäden zusammenlaufen - Aiden hätte beispielsweise beim Besuch von Jodies Mutter ein verändertes Verhalten zeigen können, schließlich ist sie auch seine Mutter.
Jodie selbst finde ich absolut klasse. Sie ist meiner Meinung nach ein sehr ausgereifter Charakter, unglaublich willensstark - anders hätte sie die früheren nächtlichen Besuche der Monster wohl nicht ausgehalten (wobei ich mich da am Ende noch gefragt habe, warum die Monster sie irgendwann einfach nicht mehr besucht, sondern in Ruhe gelassen haben). Sie ist eine Einzelgängerin, andererseits aber auch wieder doch nicht, denn sie hat immer Aiden dabei und verlässt sich komplett auf ihn. Anstatt sich selbst Mut zuzureden, redet sie mit Aiden, immer in der Gewissheit, dass er sie bestmöglich beschützen wird. Sie ist nicht unerschrocken oder furchtlos, sondern so menschlich und nahbar in ihrem Verhalten, dass man unwillkürlich mit ihr mitfiebert. In einer Rezension wurde angemerkt, man hätte gerne in die Gedanken Jodies hineingehört, wie es bei "Heavy Rain" der Fall war - für mich ist das überflüssig, wenn man sich in den Charakter hineinversetzt hat. An einigen Stellen war ich nicht komplett ihrer Meinung und hätte am liebsten rumgedreht (bsp. nachts auf der Navajo-Ranch), aber wenn man nochmal darüber nachdenkt, passt es auch zu Jodies Charakter - sie ist neugierig und will allem auf den Grund gehen. Und sie ist - wie wohl jeder Held - loyal ihren Freunden gegenüber und bleibt ihren Moralvorstellungen treu.
Die Nebencharaktere sind in Ordnung, aber nicht ganz so ausgereift wie Jodie. Mich hat am meisten gestört, dass sie so durchschaubar sind. Bei "Heavy Rain" hat der Schluss einem komplett in die Magengrube geboxt, weil man niemals damit gerechnet hätte und komplett unvorbereitet war, weil man die ganze Zeit dachte, man würde die Protagonisten kennen und nachvollziehen können, weil es alles infrage stellt, was man sich an Menschenkenntnis zurechnet. Bei "Beyond: Two Souls" hatte ich dieses Gefühl aber nicht. Hatte ich bei einem Charakter ein schlechtes oder ungutes Gefühl (was zugegebenermaßen eventuell einfach mit dem Schauspieler und seinen sonstigen Rollen zu tun hatte), hat sich das im weiteren Verlauf auch bestätigt, habe ich einem Charakter Sympathie entgegengebracht, hat er sich am Ende auch als "Guter" herausgestellt. Einerseits ist es natürlich erfreulich, dass man alle richtig einschätzen kann, andererseits nimmt es aber diesen ungläubigen Überraschungseffekt, der einen bei "Heavy Rain" erwartet. Auch wäre es sicherlich spannend gewesen, einem Nebencharakter vollstes Vertrauen entgegenbringen zu können - wie Jodie es tut - und dann komplett enttäuscht zu werden. Das hätte dann den Spieler selbst noch viel mehr gefangen genommen.
Einige Verwandlungen sind für mich auch nicht ganz ersichtlich. Jay, der Navajo-Ranchbewohner, ist zuerst sehr abweisend gegenüber Jodie, am Ende hat man aber sogar die Möglichkeit, eine Beziehung mit ihm zu beginnen. Mir ist nicht ganz klar, was genau diese Veränderung ausgelöst hat. Natürlich hat Jodie ihm einen großen Gefallen getan, aber dann hätte man meiner Meinung nach irgendetwas einbauen müssen, das darauf schließen lässt, wie dankbar er ihr ist und wie Leid es ihm tut, dass er ihr nicht genug vertraut hat und so schroff zu ihr war.
Hauptsächlich konzentriert sich die Geschichte aber natürlich nicht auf Jay, sondern auf Ryan. Das ist allein schon daran zu spüren, dass Ryan bei sämtlichen Epilogen auftaucht. Entweder trauert er um Jodie (wenn sie ins Jenseits geht) oder es ist ein Gespräch mit ihm vorgeschaltet, in dem Jodie ihm sagt, dass ihre Liebe zu ihm nicht ausreicht, bevor sie dann in ihr neues Leben geht (allein/mit Zoey/mit Jay). Entscheidet man sich aber für Ryan, muss Jodie keine klärenden Gespräche mehr führen, sondern wird mit ihm glücklich. Auch hier ist also trotz der alternativen Enden spürbar, welches als das "Richtige" erachtet wird.
In punkto Enden muss ich sagen, dass ich zum ersten Mal bei einem Spiel wirklich hart schlucken musste. Bisher hat mich auch noch kein Film zum Weinen gebracht - "Beyond: Two Souls" ebenso wenig, trotzdem hat es mich unglaublich berührt. Die Entscheidung zwischen Leben und Tod hat mich aufgewühlt, wie ich es beim letzten Mal dank "Heavy Rain" war - "Heavy Rain" orientiert sich eher an lebensnahen Fragen, beschäftigt sich damit, wie weit man wirklich gehen würde. "Beyond: Two Souls" stellt die elementare Frage: Leben (fühlen, lieben, geliebt werden) oder sterben (bei all den verstorbenen Lieben sein)? Das ist wohl keine Frage, mit der man sich als Normalbürger auseinandersetzen muss, aber sie hat mich auf einer philosophischen Ebene dann doch getroffen. Der Abschied Jodies von der einen oder eben anderen Seite ist herzzerreißend, ebenso wie die darauffolgenden Sequenzen; ihre Trauer bezüglich Aiden, ihre Entscheidung für ein neues Leben, ihr Aufblühen mit Ryan oder Jay oder der Wink mit dem Zaunpfahl bezüglich der Fähigkeiten Zoeys. Bei Zoey muss man aber dazusagen, dass mir hier das Ende mit Jodie im Jenseits besser gefallen würde, d.h. dass Jodie sie von dort aus beschützt und für sie da ist. Das macht deutlich mehr Sinn, weil sonst nicht ersichtlich wäre, warum Zoey mit einer Existenz verbunden sein sollte. Abschließend bewerten lässt sich das sowieso nur, wenn man weiß, wie der nächste Teil beginnt - ob Zoey oder Jodie hier die Heldin sein wird und ob Jodie überhaupt überlebt hat. Dass es einen nächsten Teil geben wird, lässt sich aber schon sehr stark vermuten.
Zur Story allgemein - ich persönlich finde ich sie gut, allerdings könnte ich Kritik daran auch nachvollziehen. Während "Heavy Rain" mit seiner Alltäglichkeit und Lebensnähe punkten konnte, ist "Beyond: Two Souls" natürlich deutlich mehr Fantasy-durchsetzt. Teilweise war mir das dann sogar etwas zu viel, wenn irgendein Kondensator ein Portal zur Infrawelt geöffnet hat und da irgendwelche merkwürdigen schwarzen Monsterfische ihr Unwesen treiben. Das hat für mich den Blick zu weit abgerückt von Jodie und Aiden und ihn zu sehr auf Science-Fiction-Zeug gelenkt. Dafür wäre mir dann eine weitere Mission wie die in Afrika lieber gewesen, bei der Jodie und Aiden zusammenarbeiten, es aber grundsätzlich nicht ganz so realitätsfern ist. Das muss jeder für sich selbst entscheiden.
Die Zeitsprünge finde ich absolut in Ordnung. In einigen Rezensionen wird sie als verwirrend und gewollt empfunden, meiner Meinung nach ist sie aber notwendig, um den Spannungsbogen aufrecht zu erhalten. Würde man Jodies Leben stringent folgen, hätte man von Anfang an viel mehr Informationen. So wird aber Sequenz für Sequenz etwas mehr verraten, was sich erst am Ende zusammenfügt. Jedes Kapitel wirft einige Fragen auf, die durch vorhergehende, aber erst später spielbare Kapitel erklärt werden. Die Erklärung Jodies für diese Zeitsprünge folgt im Epilog und ist akzeptabel, wenn auch wirklich etwas notgedrungen.
Gefreut hat mich der Einbau der CIA-Mitarbeit Jodies. Dadurch wurde sie zu einer der ersten Heldinnen, bei der nachvollziehbar ist, warum sie so gut kämpft. Vorher muss Aiden sie beschützen, aber danach ist klar, warum sie sich auch selbst wehren kann. Sonst bin ich immer etwas genervt, weil die Protagonisten ganz alleine eine Heerschar Angreifer erledigen, ohne einen erkennbaren Grund für die Kampffertigkeiten zu haben. Bei Jodie wurde das gut eingebaut.
Die Afrika-Mission hat mir dementsprechend gut gefallen, auch wenn der Schwierigkeitsgrad etwas höher hätte sein können. Man läuft einfach von Deckung zu Deckung, ohne jemals jemandem aufzufallen, lässt Soldaten durch Aiden ausschalten oder überwältigt sie mit einem Handgriff, aber viel war das nicht. Insgesamt hätte der Schwierigkeitsgrad meiner Meinung nach höher sein können, weil man machen kann, was man will, ohne jemals zu sterben oder ernsthaft verletzt zu werden (bis auf Ryan in einer Sequenz), aber wahrscheinlich wollten die Macher einen ungehinderten Ablauf des Spiels garantieren können, ohne hunderte mögliche Enden für jedes Szenario zu entwickeln.
Die Filmlastigkeit hat mich nicht gestört, weil es ja vordergründig darum geht, Entscheidungen zu treffen und dann zu beobachten, wie sie sich auswirken. Diese Spielart hat es nicht als Ziel, möglichst viel Action zu beinhalten oder den Spieler durch irre Tastenkombinationen Gegner auslöschen zu lassen, meiner Meinung nach geht es - wie bei Heavy Rain - um den psychologischen Aspekt, wobei der bei "Beyond: Two Souls" aufgrund der Soldatenmissionen nicht ganz so stark gegeben ist wie bei "Heavy Rain". Wer sich aber auf dieses Spiel einlässt, dem sollte schon klar sein, dass es eher um die Charakterentwicklung als um einen Third-Person-Shooter geht. Ich sehe sowohl "Heavy Rain" als auch "Beyond: Two Souls" eher als einen höchst interaktiven Film, dessen Handlung grundsätzlich vorgegeben ist, der aber trotzdem abhängig vom Zuschauer/Spieler ist.
Als winzige Kleinigkeit, die mir bei der Erforschung der übrigen Enden noch aufgefallen ist: Es gibt innerhalb der einzelnen Kapitel keine sonstigen möglichen Ansatzpunkte. Will man also z.B. ausprobieren, was passiert, wenn man Leben oder Jenseits wählt (also das jeweils andere von dem ursprünglich gewählten Ende), muss man das komplette letzte Kapitel nochmal spielen, bis man dort angekommen ist. Schön wäre es gewesen, wenn es hier nochmal Zwischenspeicherpunkte gegeben hätte, die man auch individuell aufrufen kann.
Die zwischendurch sammelbaren Boni sind auch recht interessant, vor allem einer der Filme ("The Dark Sorcerer") hat mich amüsiert. Das tröstet etwas über die doch recht kurze Spieldauer hinweg.
Das soll es erst einmal gewesen sein - sämtliche von mir bemerkten Punkte sind in meine Bewertung eingeflossen. Abschließend muss ich sagen, dass "Beyond: Two Souls" mich gepackt hat wie schon lange kein Spiel mehr, was wohl daran liegt, dass ich diese Form der psychologisch-interaktiven Spielweise sehr schätze. Ich mag die Story sowie die Protagonistin (sowohl bei Büchern als auch bei Filmen und Spielen wohl das Wichtigste, um eine richtige Bindung aufzubauen!); an einigen Stellen gab es dennoch Abzüge. Insgesamt aber eine klare Kaufempfehlung!


yayago Bumper Hülle Rahmenschutz Case Tasche Black Transparent für Ihr HTC One
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Preis: EUR 8,97

1.0 von 5 Sternen Mangelnde Qualität, 29. November 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Da das HTC One optisch an sich schon viel hermacht, wollte ich eigentlich auf eine Hülle verzichten, hatte dann aber doch etwas Angst, irgendwann wieder das altbekannte Problem mit abgebrochenen Ecken zu haben. Der Bumper hat sich dafür angeboten, da er wirklich nur die Kanten schützt und optisch klassisch und unauffällig ist. Die ersten Tage war ich wirklich begeistert davon, nach nicht mal einer Woche Nutzung hat sich das aber leider in Luft aufgelöst. Die schwarze Umrandung beginnt bereits an mehreren Stellen, sich abzulösen; an der oberen rechten Ecke hängt sie nur noch lose herum. Dank Amazon bleibe ich jetzt nicht auf den Kosten sitzen, sondern bekomme sie wieder erstattet, ich kann aber jedem nur davon abraten, sich dieses Produkt zu kaufen - lieber etwas mehr investieren und dafür etwas bekommen, das länger als eine Woche hält.
-- Kurz zur Erklärung, damit es nicht zu Missverständnissen kommt: Ich habe das Handy selbst erst wenige Tage vor dem Kauf der Hülle bekommen, weswegen ich mit beidem extrem vorsichtig umgegangen bin - die Ablösung der schwarzen Umrandung kann demzufolge nur auf mangelnde Qualität zurückzuführen sein.


Microsoft Touch Mouse schnurlos Limited Edition "Artist Cheuk" weiß
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4.0 von 5 Sternen Sehr gut, aber noch nicht ganz perfekt, 5. Juni 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Die Microsoft Touch Mouse habe ich mir zusammen mit einem neuen Notebook bestellt, weil ich die Apple Magic Mouse so unglaublich toll finde und den "Nicht-Apple-Gegensatz" dazu gesucht habe.
Meine Erwartungen wurden grundsätzlich erfüllt - die Bedienung ist einfach, lässt sich per Touch und Klick steuern und die Maus sieht wirklich toll aus. Sie liegt angenehm in der Hand und ist etwas rau - was ich aber ganz gut finde.
Die bisher beschriebenen Probleme mit dem Rechtsklick habe ich nicht, da passt alles ganz prima. Leider muss man beim Scrollen immer etwas fester aufdrücken, deshalb klappt es nicht immer beim ersten Mal. Mit etwas Übung kriegt man das aber sicherlich auch ganz gut hin.


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8 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Enttäuschend, 3. November 2012
Ich habe diesem Spiel SO entgegen gefiebert - und genau das war wahrscheinlich der Todesstoß. AC 3 wurde schon Monate vor seinem Release so hochgejubelt, dass die Ansprüche überhaupt nicht mehr realisierbar waren. Entsprechend enttäuscht bin ich jetzt von dem Spiel.

Als ich das erste Mal davon gehört habe, dass Teil 3 in Amerika spielen soll, war ich sehr skeptisch (habe mich dann aber vom allgemeinen Hype mitreißen lassen). Europa hat eine sehr bewegte Geschichte, da war eigentlich immer was los, und man hätte noch so viel da rausholen können. Klar hat Amerika auch was. Aber man fühlt sich sehr weit weg von den Ursprüngen der Assassinen und somit von den übrigen Spielen.

Das Spiel beginnt denkbar schlecht. Was habt ihr euch dabei gedacht, Ubisoft? Die ersten Stunden habe ich mich mit zusammengebissenen Zähnen durch dieses Spiel gequält und den ersten Charakter (ich will nicht zu weit vorgreifen) so oft wie möglich irgendwo runtergestürzt oder auch mal einen Faustschlag mehr einstecken lassen als nötig, weil er mir dermaßen unsympathisch war. Ich konnte mich nicht nur überhaupt nicht in ihn reinfühlen, nein, ich habe ihn sogar richtig gehasst. Gut, später stellte sich heraus, dass das ein sehr berechtigtes Gefühl war, aber es ist nicht wirklich schön, stundenlang mit einem Charakter zu spielen, der solche Gefühle in einem weckt.

Mit Connor ging es etwas besser - trotzdem fehlt mir einfach seine Tiefe. Er ist sehr demütig, abgeklärt, und redet nur so viel wie möglich. Kein Vergleich zu Ezio! Die AC2-Teile sind unschlagbar, nicht zuletzt, weil man so viel Zeit hat, Ezio kennenzulernen. Man begleitet ihn auf seinem Weg in die Gilde, lernt ihn kennen, erfährt seine Charakterzüge. Ezio sprüht in seinen jungen Jahren vor Witz und Charme - beides geht bis ins hohe Alter nicht verloren. Und Connor? Außer Wut und Heimatverbundenheit hört man nicht viel von ihm. Ich kann verstehen, dass man dieses geheimnisvolle Indianische einflechten möchte, das ist aber mit den ersten Auftritten von Connors Mutter zu Genüge gegeben. Wenn ich einen Charakter spiele, möchte ich mich in ihn einfühlen können. Das Spiel gibt überhaupt keine Möglichkeit, Connors Gedanken zu ergründen, er hetzt immer nur von Mission zu Mission auf der Suche nach Vergeltung und der Möglichkeit, sein Dorf zu retten.

Die Story ist ganz gut. Ich möchte sie nicht so in den Himmel loben wie das in anderen Rezensionen gemacht wird, denn das hätte sie nicht verdient. Sie ist eben ganz gut, aber sie ist weder brilliant noch überwältigend.

Wie bei den vorigen Spielen auch stören mich die Desmond-Einschnitte ziemlich. Oft wird er einfach nur so aus dem Animus geholt, um ihm irgendwas vollkommen unnötiges zu sagen. Man wird aus der Geschichte in Amerika vollkommen rausgerissen - für nichts. Auch fällt es mir schwer, Desmonds Geschichte zu folgen. Der Rückblick am Anfang des Spiels war schon ganz hilfreich, hat aber längst nicht alles beinhaltet, was man erlebt, wenn man alle Spiele gespielt hat. Aber gut, Desmond wird ja schon noch sein ganz eigenes Spiel bekommen - hoffentlich aber noch mit ganz vielen Spielen dazwischen, denn das wird ja aller Wahrscheinlichkeit nach das Letzte sein.

Das absolute Highlight von AC 3 ist die Spielwelt. Von den Vorgängern bin ich eine exzellente Grafik gewohnt, aber so lebensecht war noch kein Spiel der Reihe. Und mit der riesigen Spielwelt hat Ubisoft meine Meinung dann doch sehr rumgerissen. Revelations ist für mich der beste Teil der Reihe, allerdings ist man dadurch, dass man nur in Konstantinopel ist, sehr eingeschränkt. AC 3 kann darüber lachen - diese Weite ist atemberaubend. Manchmal ist es ein bisschen nervig, gefühlte fünf Kilometer zurücklaufen zu müssen, um an einer geeigneten Stelle eine Klippe hochklettern zu können, aber bei einer so großen Spielwelt ist das eben so. Ohne Pferd ist man auch ziemlich lange unterwegs, aber ich streife auch so mal ganz gerne durch diese Welt. Es ist unfassbar, mit welcher Liebe zum Detail und welchen Ausblicken gerade das Grenzland ausgestattet ist - Boston ist zwar auch ganz schön, allerdings auch kein großer Unterschied zu den Städten in den übrigen Teilen. Jagen macht großen Spaß und bringt auch ein wenig Geld, erfüllt aber natürlich nicht den Sinn des Spiels.

Ich kann die anderen Rezensionen bezüglich des Kampfsystems nicht verstehen. Zu einfach? Ich finde, unser jetziger Assassine hat viel weniger von der Unsterblichkeit seiner Vorgänger. Mit Ezio bin ich manchmal absichtlich durch die Städte gelaufen, bis ich einen ganzen Schweif Verfolger hatte, und habe ich mich dann genüsslich einem Kämpfchen hingegeben. Jetzt versuche ich jedem Kampf aus dem Weg zu gehen. Letzten Endes bin ich dann nämlich immer eingekesselt zwischen zwei Soldaten mit Musketen, an die ich nicht rankomme, weil beide perfekt abgestimmt abwechselnd auf mich eindreschen. Sobald ich die Deckung aufgebe, liege ich am Boden - und kontern soll Connor zwar können, allerdings funktioniert das bei mir eher nach dem Zufallsprinzip. Die Tasten sind auch etwas unglücklich gewählt, mit R1 war das wesentlich entspannender.

Dafür ist aber das Klettern einfacher als vorher. Hält man R1 gedrückt, sucht Connor sich quasi selbstständig einen Weg durch die Bäume. Ob das ein positiver oder negativer Punkt ist, muss jeder selbst entscheiden, ich fands ganz gut, das selbst zu machen.

Insgesamt muss ich also sagen, dass das Spiel mich sehr enttäuscht hat. Wer so einen Namen tragen darf, sollte diesem auch entsprechen können. An manchen Stellen erscheint es mir etwas unfertig (plötzlich stehe ich mit dem Pferd in der Hauswand und komme weder vor noch zurück oder kann absitzen), an anderen ist es sehr liebevoll gemacht (Umwelt). Ein sehr großes Manko ist aber wirklich Connor an sich. Seine fehlende Tiefe und die demzufolge völlig fehlende Bindung zu diesem Charakter sind extrem nervig. Noch nerviger war aber der Anfang des Spiels, ich weiß wirklich nicht, wer auf die Idee gekommen ist, so viele Sequenzen mit einem absolut hassenswerten Charakter einbauen zu lassen. Man sollte sich nicht von dem allgemeinen Hype mitreißen lassen, sondern lieber mal zur nächsten Videothek gehen und das Spiel anspielen. Wer Lust auf mehr bekommt (was ich nach den Anfangssequenzen mit Haytham nicht glaube), kann es sich ja dann kaufen. Für mich ist es das ganze Geld nicht wert - so Leid es mir auch tut, eine so schlechte Bewertung für ein Spiel der AC-Reihe abgeben zu müssen, denn eigentlich bin ich ein leidenschaftlicher Fan.
Kommentar Kommentare (4) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Nov 17, 2012 8:07 PM CET


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