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Rezensionen verfasst von
dr.morton

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Singer Pur sings STING
Singer Pur sings STING
Preis: EUR 10,98

3 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Hier wird Sting musikalisch abgeschlachtet, 13. November 2012
Rezension bezieht sich auf: Singer Pur sings STING (Audio CD)
Singer Pur scheinen sich, angesichts der vielen positiven Kritiken auf amazon.de, einer großen Beliebtheit zu erfreuen. Ein Umstand, der sich mir angesichts dieser CD nicht erschließen will.
Vorweg muss ich erklären, dass mir lediglich diese eine CD zufällig in die Hände fiel und ich ansonsten nichts von dem Ensemble kenne. Auch bin ich weder ein Feind von Klassik noch von Vokalmusik oder Crossoverprojekten. Ich bin die CD unvoreingenommen angegangen, hatte aber bereits bei der Durchsicht des Booklets eine böse Vorahnung, als darin von den Schwierigkeiten und Gefahren las, Popmusik als klassisch orientierte Musiker zu covern. Das nenne ich echte Einwandvorwegbehandlung.

Eröffnet wird mit "Fields Of Gold", sicherlich einem der Highlights der CD. Hier kommt das Ensemble in den gemeinsamen Passagen gut zur Geltung und kann seine Stärken ausspielen.
Aber schon mit den Folgenummern "Englishman In New York" und "Every Breath You Take" wird der erste positive Eindruch zunichte gemacht. Denn auch wenn das Ensemble technisch versiert ist, fehlt es ihnen an Ausdruck, Persönlichkeit und vor allem schönen Solostimmen! Selbst Kermit hätte einige Sachen nicht schlechter interpretieren können, dafür aber lustiger. Bei "Everything She Does Is Magic" fühlte ich mich an die vielen rhythmuslahmen Gospelchöre erinnert, die wie Pilze aus dem deutschen Kirchenboden sprießen. Und wie man "Fragile" richtig covert, das können sich Singer Pur gerne mal bei Jazul anhören. Roland Cabezas, wohlgemerkt der Gitarrist der Band, macht das 1000x überzeugender.
Mir ist es auch nicht gelungen, die CD in einem Stück zu hören, dafür sind die Arrangements viel zu langweilig und eintönig ausgefallen. Letztendlich glaube ich, dass dieses Album keine Herzensangelegenheit ist, sondern vielmehr eines der vielen Projekte vom Reißbrett, die man halt so machen muss, um als Profimusiker über die Runden zu kommen, so lieblos und uninspiriert klingt alles. Ich würde so gar noch weiter gehen und behaupten, einige Stücke von Sting werden von Singer Pur geradezu hingerichtet.

Abschließend lässt sich sagen, dass auch bei diesem Tonträger gilt: Bloß weil man kann, muss und sollte man nicht unbedingt.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Mar 23, 2014 5:28 PM CET


Divine Radiance
Divine Radiance
Wird angeboten von EliteDigital DE
Preis: EUR 19,98

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Santana auf Methamphetamin, 30. August 2012
Rezension bezieht sich auf: Divine Radiance (Audio CD)
Ich bin über Tisziji Munoz auf YouTube gestolpert und war von seinem unkonventionellen Stil positiv überrascht. Weniger begeistert bin ich von dieser CD. Avantgarde soll sie sein und illustre Gäste versammeln: David Lettermanns Paul Schaffer, Pharoah Sanders, Rashied Ali, Ravi Coltrane, Don Pate und Cecil McBee.

Und getreu dem Namen des Werkes, habe der Meister nichts geringeres als göttliches Leuchten von seinen Mitstreitern verlangt. Ich habe schon so manchen esoterischen Unterbau bei Künstlern ertragen, aber der gequirlte Bullenkack, den Meister Munoz ins Booklet entleert, dampft schon in einer eignen Liga.

Musikalisch ist Herr Munoz verträglicher. Es gibt gute Momente auf der CD, die sehr gut hätte ausfallen können, wenn der Gitarrensound einem nicht spätestens nach zehn Minuten die Schädeldecke wegsägt. TM spielt nur Single Note Lines. Eine Endloskette schnell gespielter Töne, wie es auch die Shredder unter den Rockgitarristen lieben. Dazu bedient er sich eines Overdrive-Sounds, wie ihn auch der Carlos liebt: kalifornisch und mitteltonlastig.
Ein Mesa Boogie/Dumble geprägter Ton, der sich gut im Bandgefüge durchsetzt - wenn man den Amp gut einstellt und ordentlich aufnimmt. Auf Divine Radiance war der Tontechniker wohl schwerhörig. Die Gitarre liegt wie eine Bohrmaschine über allem und klingt zudem noch wie über einen 6" Gorilla Amp eingespielt. Grausig. Sie fügt sich nicht ein und bildet keine Einheit mit der restlichen Band. Irgendwie klingt das ganze nach Fusion on Acid. Ist man in der richtigen Stimmung geht das in Ordnung, sollte man den Musikabend aber unentspannt beginnen, ist Divine Radiance der falsche Weg zum göttlichen Mittelpunkt.

Höhepunkt ist das 24 minütige Titelstück, wo alle Musiker mal richtig die Sau rauslassen und man das Keyboardgeklimper von Paul Shaffer einfach untergeht.
dagegen unterirdisch ist Stück vier "Fatherhood". Der Schmalz quillt einem förmlich aus den Boxen. Selbst auf dem Weihnachtsalbum von Kenny G findet sich nichts kitschigeres.

Zum Ende sei angemerkt, dass es weit bessere Alben von Tisziji Munoz gibt.


Detective K - Im Auftrag des Königs [Blu-ray]
Detective K - Im Auftrag des Königs [Blu-ray]
DVD ~ Myung-min Kim
Preis: EUR 8,69

2 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Im Osten nichts Neues, 27. August 2012
Als in den 90er Jahren die Filme aus HK (John Woo, Tsui Hark usw.) für Furore sorgten, liess einen deren neuartige Filmästhetik über die oftmals riesigen Logiklöchern in den Handlungen hinweg gucken. Doch auch scheinbar schwerelose Menschen oder Einschusslöcher in Zeitlupe nutzen sich irgendwann ab.

Also blickte man nach Korea und war von bitterbösen Rachestreifen geschockt.

In den letzten Jahren hatte ich das asiatische Kino aus den Augen verloren, vielleicht, weil mit zunehmendem Alter der Inhalt wichtiger wird als die Verpackung.

Doch das schicke Cover von Detektive K und die vollmundigen Versprechungen auf der Rückseite hatten mich in Versuchung gebracht. Von Sherlock Holmes war da die Rede und von spektakulärer Action...

Man soll halt nicht alles glauben, was man liest!

Der Film erinnert an die Werke Stephen Chows, nur eben ohne Stephen Chow, oder seinen Humor. Ein "Forbidden City Cop" in Nichtlustig halt.
Ich glaube, ich habe in den letzten Jahren wenig verpasst.


The World'S Rarest Funk 45'S Vol.2
The World'S Rarest Funk 45'S Vol.2
Wird angeboten von Cardboardstore
Preis: EUR 19,00

4.0 von 5 Sternen Nachschlag für Genrefans, 27. August 2012
Rezension bezieht sich auf: The World'S Rarest Funk 45'S Vol.2 (Audio CD)
Auch auf der zweiten CD dieser Serie finden sich 16 vergessene Kleinode des Genre.

Wie schon beim ersten Teil gibt es ein informatives Booklet mit Fotos und Informationen zu den Künstlern.

Auch an der Qualität hat sich nichts geändert. Licht und Schatten wechseln sich ab, purer Sonnenschein und abgrundtiefe Dunkelheit bleiben aus.


The World'S Rarest Funk 45'S
The World'S Rarest Funk 45'S
Wird angeboten von EliteDigital DE
Preis: EUR 57,95

4.0 von 5 Sternen Für Liebhaber des Genre, 27. August 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: The World'S Rarest Funk 45'S (Audio CD)
Auf dieser Compilation finden sich 16 seltene Perlen des Funk.

Abgerundet wird das ganze durch ein umfangreiches Beiheft, das ausführliches Hintergrundmaterial und Bilder zu den Künstlern enthält.

Das Niveau der Stücke schwankt, echte Ausfälle sind aber keine dabei. Auch Sensationen bleiben aus, sonst hätten die Künstler wohl ängst ihren Platz im Funk-Olymp gefunden. Liebhaber dieser Musikgattung sollten trotzdem ein Ohr riskieren, da sich keines der Stücke auf den üblichen Samplern befindet.


Raum für Notizen
Raum für Notizen
Wird angeboten von mario-mariani
Preis: EUR 37,90

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gar nicht so Mini das Album, 27. August 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Raum für Notizen (Audio CD)
Minimalelektronik aus dem Hause Friedmann, was soll man da groß an Worten verlieren...

Ist auch gar nicht so kurz, wie der man vielleicht vermuten mag. Mit 40:56 ist es länger als manches Rockalbum.


21 Spices
21 Spices
Preis: EUR 20,98

1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Nur Hausmannskost, 27. August 2012
Rezension bezieht sich auf: 21 Spices (Audio CD)
21 Spices, das klingt nach Orient, scharfem Essen und die Nase kitzelnden Düften. Auch die verführerische Dame auf dem Cover verspricht Exotik. Das musikalische Endprodukt offenbart sich mir aber lediglich als biedere Hausmannskost, was weder an Trilok Gurtus Spiel noch an seinen Kompositionen liegt. Gerade heraus: die NDR Bigband zeigt sich bei diesem Projekt an den Grenzen ihrer Möglichkeiten.

Das die Bigband über ausgezeichnete Musiker und Solisten verfügt ist unbestritten. Das eine solche Söldnertruppe aber jeder musikalischen Herausforderung gewachsen ist, muss man nicht glauben. An Konnakol, der rhythmische Silbensprache der südindischen Musik (die ein wichtiger Bestandteil von Trilok Gurtus Musik ist) haben sich schon viele westliche Musiker die Zähne ausgebissen. Da nutzen ein paar Proben und überdurchschnittliche Fähigkeiten nichts. Und wer glaubt, dass die Bigband Zeit hätte monatelang für ein solches Projekt zu proben...

Und so klingen dann die Bläser an vielen Stellen nicht wie The Tower of Power, sondern mehr nach dem Pinneberger Spielmannszug. Etwas besser geraten sind Stück eins und drei, die im NDR Studio mit wahrscheinlich größerer Muße eingespielt werden konnten. Aber auf den übrigen Liveaufnahmen müht man sich doch sehr, das filigrane Spiel des Meisters peppig zu umspielen. Dagegen können auch Roland Cabezas an der Gitarre und Simon Phillips (der hier für seine Verhältnisse zurückhaltend aufspielt) wenig ausrichten.

In Zukunft bleibe ich wohl bei Triloks Aufnahmen, die in kleinem aber feinem Ensemble daherkommen.


Joe Satriani
Joe Satriani

0 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sein bestes "Werk", 24. Juli 2012
Rezension bezieht sich auf: Joe Satriani (Audio CD)
Alben von technisch versierten Gitarristen gibt es wie Sand am Meer. Leider verwechseln 99% dieser Könner Musik, also Kunst, mit Sport, sprich Hochleistung. Da wird gefrickelt und gequitscht was das Zeug hält. Auch die Aufnahmen von uns Joe sind da keine Ausnahmen, auch wenn sie weit über dem Durchschnitt liegen. Dieses Album hier ist eine angenehme Ausnahme. Fast live eingespielt und musikalischen Partner statt Handlangern gepaart, erleben wir einen kurzen Augenblick lang eine Seite von Herrn Satriani, die bislang vorborgen blieb - Musik, von den unnötigen Klischees des Rockvirtuosenseins befreit. Leider nur eine Momentaufnahme, denn schon bei seiner nächsten Veröffentlichung kehrte er wieder zu den genreüblichen Peinlichkeiten zurück. Schade eigentlich Joe, wir hätten zusammen in Würde alt werden können.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Nov 28, 2014 12:12 AM CET


Nothing for Granted
Nothing for Granted
Wird angeboten von Edealcity
Preis: EUR 15,76

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Wer kauft noch CDs?, 27. Juni 2012
Rezension bezieht sich auf: Nothing for Granted (Audio CD)
Es ist schon eine Schande, da ist Sandra Nkakés zweites Album schon seit geraumer Zeit auf dem Markt und niemand erbarmt sich ihrer rezensionstechnisch!
Daran erkennt man einmal mehr, wie sehr der Musikmarkt in den Händen weniger Produzenten, Marketingstrategen und ihren Castingshows verendet. Dazwischen ein wenig Western von Gestern von einigen übrig gebliebenen Altvorderen...
Dabei gibt es haufenweise unverbrauchtes Talent am Wegesrand, man muss sich nur ein wenig umschauen.
Auch Sandra Nkaké gehört zweifellos dazu. Die Schauspielerin, Tänzerin und Sängerin hat nicht nur eine markante und kraftvolle Stimme, sie bemüht sich auch um Eigenständigkeit. Zwar ist die Idee ein Popalbum im Retrostil, nur mit akustischen und analogen Instrumenten eingespielt, nicht neu, auf Nothing For Granted aber konsequent ausgeführt. Dazu eine Produktion, wie sie eher auf Jazzplatten zu finden ist: Instrumente und Stimme räumlich klar verortbar. Überhaupt braucht Frau Nkaké wenig, um eine glänzende musikalische Figur zu machen. Auf Youtube finden sich einige Aufnahmen von einer Art Wohnzimmerkonzert, wo sie lediglich mit einem Boss RC-50 bewaffnet und von einem Gitarristen und einem Bassisten begleitet, ihre künstlerische Präsenz beweist.
Sandra Nkaké hat kein schlichtes Popalbum abgeliefert. Immer wieder räubert sie gekonnt in anderen Genres: R&B, Rock, Soul, Jazz, Weltmusik.
Warum also "nur" vier Sterne? Weil mir das Rumgereite auf dem einen oder anderen Refrain einfach zu dolle ist. Auch finde ich den einen oder anderen kritisch gemeinten Songtext ein wenig platt geraten. Ansonsten: Respekt!


Sarabande
Sarabande
Wird angeboten von rockpile19
Preis: EUR 39,00

6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Barockes Gerocke, 22. Dezember 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Sarabande (Audio CD)
Ich bin nie ein ausgesprochener Deep Purple Fan gewesen, aber Sarabande gehört seit Jahrzehnten fest in meine Musik-Sammlung. Immer wenn Jon Lord das Korsett seiner Brot-und-Butter-Band zu eng wurde, experimentierte er vor allem mit klassischen Elementen, die er geschickt und intelligent mit Rock verband. Das Ergebnis darf man keinesfalls mit dilettantischen Versuchen à la Metallica verwechseln, die lediglich ihre regulären Songs mit orchestraler Unterstützung aufwärmen. Auf Sarabande bedient sich Jon Lord im Barrock und benennt seine Stücke nach Tänzen dieser Epoche. Unbestrittener Höhepunkt ist die Bourrée, ein langsam anschwellender Epos zu dem wir schon vor über 25 Jahren im Jugendkeller des Pfarrhauses die Mähnen schwenkten. Gestern wie heute, auch ohne bewußtseinserweiternde Chemikalien, laut gespielt ein Hochgenuss!


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