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Rezensionen verfasst von
Gerd Röder "Nr. 47"
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Die Ermordung des Jesse James durch den Feigling Robert Ford (Verleihversion)
Die Ermordung des Jesse James durch den Feigling Robert Ford (Verleihversion)
Wird angeboten von chaosrecords
Preis: EUR 19,99

3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der Titel sagt alles..., 13. August 2008
Gestern Nacht habe ich mir -nach Abratung- "Die Ermordung des Jesse James durch den Feigling Robert Ford" endlich angeschaut und muss sagen: Nach "Sweeney Todd" und "Rambo IV" der Film des Jahres! Ich kann verstehen, dass er vielen Western-Fans nicht gefallen hat, da er wirklich lang- (ja, teilweise langweilig) ist! Der Plot kommt völlig ohne Wendungen oder Überraschungen aus - Man weiß nach lesen des Titels das Ende! Der Film möchte allerdings -so scheint es mir- nicht unterhalten, sondern eine Charakterstudie der beiden Protagonisten liefern. Die absolut glänzende Darstellung des Jesse James gelingt Brad Pitt einwandfrei! Cassey Affleck schafft es seiner Rolle extrem viel Tiefe zu verleihen und bringt den kindlich-naiven, etwas zurückgebliebenen, Robert Ford oscarreif rüber!
Die Atmosphäre des Films ist geprägt von einem fatalistischen Grundton, der unterstrichen wird von dem ebenfalls genialen Soundtrack (v.a. das tieftraurige Pianothema sticht hervor).
All dies verblasst sogar noch im Angesicht der wunderbaren Kameraarbeit und der wunderschönen Naturaufnahmen des Films!

Einer der spannungslosesten, langweiligsten und gleichzeitug besten Filme, die ich kenne!!


Kein Titel verfügbar

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Nichts neues im Folterkeller, 25. Mai 2008
Jetzt hab ich ihn endlich auch gesehen! Lange habe ich mich als bekennender Fan der "neuen" Horror/ Splatter Filme wie "Saw" und "Hostel" auf dieses Film gefreut.
"Captivity" bringt eigentlich alles mit, was ein Film aus diesem Genre benötigt: Einige kranke Ideen, eine nett anzusehende, aber nicht zu talentierte Schauspielerin und ein düsteres Setting. Allerdings hapert es an der Umsetzung, welche schlicht und ergreifend als öde zu bezeichnen ist! Regieseur Roland Joffé, der sich für das Meisterwerk "The Killing Fields" verantwortlich zeigt, schafft es zu keiner Minute Spannung oder sogar so etwas wie Sympathie/ Antipathie gegenüber den Darstellern wachzurütteln. Die Handlung plätschert vor sich hin, ab und an unterbrochen von einigen nett inszenierten Torture-Porn Szenen. Da hilft auch ein unbeholfener und vorrauschender Twist in der Mitte des Streifens nicht mehr ihn vor der völligen Bedeutungslosigkeit zu retten!
Schade ist, dass die entfallenen Szenen auf der DVD zeigen, was aus "Captivity" hätte werden können! Hier wird doch tatsächlich auf die Psyche des Opfers/ der Killer eingegangen und der Zuschauer bekommt Interesse! Die alternativen Enden sind zwar nicht der Brüller (vor allem Ende Nummer eins ist völiger Schwachsinn), Nummer zwei unterstreicht jedoch die "Message" die einem der Film krampfhaft versucht einzutrichtern: Seid also alle lieb zu euren Mitmenschen und lasst euch eurer Geld/ Ruhm oder sonstiges Konsumgut nicht zu Kopf steigen!


Colin McRae: DiRT
Colin McRae: DiRT

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kann die Rally Serie an frühe Erfolge anknüpfen?, 12. Mai 2008
= Spaßfaktor:5.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: Colin McRae: DiRT (Computerspiel)
Die 5 Sterne-Spiele Wertung beantwortet die Frage bereits! Allerdings müssen fans der ersten Stunde aufpassen keine Enttäuschung zu erleben: Waren die Vorgänger (insbesonders die ersten drei Teile) noch Rennsimulationen in Reinkultur, erwartet den geneigten Spieler nun ein fast schon Arcade-lastiges Fahrverhalten! Zwar ähnelt "Dirt" so immer mehr der "Need for Speed" Reihe, kann aber mit einer fast fotorealistischen Grafik (die Autos sind der Hammer), einem sehr guten Schadensmodell und einer enormen Weitsicht punkten!
Simuliert werden nicht mehr nur Einzel-Zeitfahrte, sondern auch Cross-, Hill-Climb, sowie diverse andere Renntypen. Das mag den Rally-Puristen stören, der Rennspielfan erfreut sich an dem so möglichen Abwechslungsreichtum!

Das Spiel ist für alle zu empfehlen, die von "NfS: Pro Street" maßlos enttäuscht waren und sich die letzten Tage bis zum erscheinen von "Race Driver GRID" (ebenfalls von Codemasters) versüßen möchten!!


Bondage Goat Zombie
Bondage Goat Zombie
Preis: EUR 15,99

3 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Rezension zu Belphegor - Bondage Goat Zombie, 4. Mai 2008
Rezension bezieht sich auf: Bondage Goat Zombie (Audio CD)
Endlich: Die Österreicher Belphegor liefern wieder ein Album voller Tod, Sex, Sathan und schreiender Frauen! Der Vorgänger Pestapokalypse VI" ist mittlerweile erst ein Jahr alt und ich sorgte mich bereits, ob Belphegor innerhalb so kurzer Zeit ein neues Meisterwerk einspielen konnten. Natürlich wurden meine Bedenken von Helmuths Growls, Serpenths Bassspiel und Tortures (der neue Session-Drummer) Blast-Beat völlig hinweggebombt! Es ist wirklich unglaublich, können die Mannen um Helmuth seit fast zehn Jahren kein schwaches Album vorweisen!
Belphegor liefern auf Bondage Goat Zombie" wieder alt bekanntes mixen dies aber mit neuen Elementen, wie sie in Ansätzen auch auf dem Vorgänger zu hören waren. Neben Songs wie ArmageddonŽs Raid", Shred for Sathan" oder dem Titeltrack, welche gewohnt geilen Standard liefern, fallen vor allem die Songs Sexdictator Lucifer" und Justine: Soaked in Blood" auf. Während ersterer in die selbe Kerbe wie Bluhtsturm Erotika" schlägt (beinahe Rammstein mäßige Riffs, sehr dynamisches Schlagzeugspiel) ist Justine" der wohl unkonventionellste Track auf dem Album; enthält er doch einen der gekonntesten Taktwechsel und eine der besten Melodien aller Belphegor Songs!
Die Lyrics sind wieder einmal herrlich sic und diesmal stark von Marquis de Sade beeinflusst, wie Helmuth in diversen Interviews immer wieder gerne betont. Widmete man sich auf dem Vorgänger vor allem Pest, Tod und Zerstörung stehen hier diverse sexuelle Praktiken und die Lust im Vordergrund. Das Artwork ist abartig geil und der Erstauflage liegt eine Bonus DVD bei, welche zwar nicht viel bietet, aber ganz nett ist!
In diesem Sinne hoffen wir, dass der nächste Brocken ähnlich schnell kommt, wie Bondage Goat Zombie" - und das er ihm qualitativ in nichts nachstehen wird... aber warum sorge ich mich eigentlich!?!


Feuchtgebiete
Feuchtgebiete
von Charlotte Roche
  Broschiert
Preis: EUR 14,90

4 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Rezension zu Charlotte RocheŽs "Feuchtgebiete", 4. Mai 2008
Rezension bezieht sich auf: Feuchtgebiete (Broschiert)
Als Liebhaber der subversiven Kunst, der Provokation und des Ungewöhnlichen" war ich natürlich hin und weg, als ich in diversen Interviews von Roches ersten Buch Feuchtgebiete" hörte. Das Buch also gekauft und in zwei Tagen durchgelesen. Während zu Beginn noch klar auf Schock- und Provokationselemente gesetzt wird, entfaltet sich spätestens ab der Hälfte des ca. 200 Seiten starken Werkes eine tiefsinnige und melancholische Geschichte.
Liest man andere Rezensionen über das Buch gewinnt man -leider- den Eindruck, dass Buch liefere ausser Brachial-Provokation nicht viel mehr! Dies ist umso tragischer, da Frau Roche selbst, wenn Sie aus Ihrem Buch zitiert grundsätzlich diese Passagen Revue passieren lässt. Somit wird das Buch fast völlig auf seine Schockpassagen reduziert, was dem Werk absolut nicht gerecht wird. Natürlich lässt sich Frau Roche kein Vorwurf machen, da sich Provokation nun mal als beste Werbung eignet und das Buch innerhalb von drei Wochen auf Platz eins der Spigel-Bestseller brachte.
Sieht man allerdings hinter die Schock-Fassade der Protagonistin Helen Memel findet man eine verletzliche, ja schüchterne (so absurd das klingen mag, nachdem man Lesezeuge davon wurde, wie Sie beschreibt, wie sehr sie Analsex (mit und ohne Schokodip") mag, oder sich von Ihrem Krankenpfleger Robin nach einer Arschoperation" hinten fotografieren lässt, um zu sehen, wie die OP verlaufen ist) kleine Heldin, die versucht mit der Scheidung Ihrer Eltern klar zukommen. Dieses Scheidungsdrama ist dann auch der rote Faden, der sich durch Roches Erstlingswerk zieht. Dies beginnt bereits beim Vorwort und endet mit dem interessanten (Happy-?) End. Verpackt wird die gesamte Geschichte der Helen (schon jemanden die Verwandtschaft des Names zur schönsten Frau der Antike" Helena aufgefallen?) in eine herrlich naive, aber doch vor wissen strotzende Sprache (Schleimhautbeschleimung"), die dazu führt, dass man die Protagonistin, trotz Ihrer Macken, einfach gerne haben muss und dass man sich selbst öfters in Ihr widerspiegelt *oh schreck*! Charlotte Roche hat es dank Ihrer unverkrampften Schreibe geschafft einen so plastischen Charakter zu erschaffen, mit dem man mitleidet und dem man auch trotz seiner zahlreichen Verfehlungen einfach nicht böse sein kann.
Zusätzlich zu der Scheidungsgeschichte kommt noch das Feminismus-Anliegen der Frau Roche. Dies ist sicherlich vorhanden (Schönheitswahn der modernen" Frau) verblasst meines Erachtens nach aber gegen die rebellische Geschichte eines ganz normalen (?) jungen Mädchens, dass eigentlich nur auf der Suche ist. Auf der Suche nach sich, Ihrem Leben und dem Glück!


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