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Rezensionen verfasst von
Brudi

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The Evil Within (100 % Uncut) - [PC]
The Evil Within (100 % Uncut) - [PC]
Preis: EUR 9,98

4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Nicht schlecht aber auch nicht besonders gut., 20. Dezember 2014
Das Game kommt eigentlich ganz gut aus den Startlöchern und baut mit seinem teils abgefahrenen Leveldesign der Marke Schlachthaus eine bomben Atmo/Spannung auf. Nachdem die ersten Kapitel durchgespielt waren, verlor das Spiel leider zusehends an seiner Sogwirkung, was daran lag, das die Story immer konfuser und der Spielfluss durch nervige Fallen ausgebremst wurde. Gut das sich wenigstens die ellenlangen Zwischensequenzen wegklicken liessen. Ganz ehrlich: gegruselt hab' ich mich kaum und erschrocken bin ich lediglich an jener Stelle, als im Herrenhaus der Tresor plötzlich vor meinem Gesicht explodierte. Allerdings: Wer sich zum erstenmal an solch ein Spiel heranwagt, wird das wahrscheinlich ganz anders empfinden, weshalb man hier schon ein gutes Nervenkostüm mitbringen sollte - gar keine Frage !

Ein weiterer Punkt bei dem mich das Game eher demotiviert hat, waren einige "neuralgische" Stellen bzw. Zwischengegner/Bosskämpfe (zwar grausig schön gestaltet, aber...) , die mitunter unfair programmiert wurden. Dabei speichert das Game zunächst die Kontrollpunkte automatisch oder man tut dies selbst in der Klinik. Der Punkt ist nur der, das ein manuelles Zwischenspeichern an den besonders haarigen Stellen nicht möglich ist. Nach dem X-ten Ableben der Spielfigur sorgt dies nicht nur für Frust, sondern zieht das Game unnötig in die Länge, wie ich finde. Ok, zwar lässt sich mit der richtigen Waffenwahl und einem entsprechenden Powerup etwas dagegensteuern, doch erstens leidet der Hauptcharakter ohnehin unter einem chronischen Munitionsmangel bzw. kann nur ganz begrenzt Ammo aufnehmen und zweitens bedarf es etliche Versuche, um die effektivste Kombination heraus zu finden, damit die zähe Gegnerschaft ins Pixelnirvana geschickt werden kann. Hat man den Dreh dann endlich raus, stellt man nicht selten fest, dass die Munition alle ist. Von der unzureichenden Vitalfunktion ganz zu schweigen...

Was die technische Seite anbelangt, so benötigt man zum flüssigen spielen, neben einer potenten 4 Core CPU vorallem eine starke Grafikkarte zb. GTX 680 2GB und mindestens 8GB Arbeitsspeicher. Danach lässt sich das Game auch mit hohen Grafiksettings relativ ruckelfrei in Full HD spielen, ohne allerdings optische Maßstäbe zu setzen, zumal die ID Engine für ihre matschigen Texturen bekannt ist.

Durchgängig überzeugen kann hingegen die dt. Synchro und besonders der Sound, der stellenweise eine intensive und bedrohliche Atmo vermittelt . Positiv ist auch, das die Entwickler Dank eines Patches, die schwarzen Balken am oberen und unteren Bildrand entfernt haben (kann im Optionsmenue aktiviert werden) und der Spieler somit in den Genuß des vollständigen 16:9 Formats kommt. Die 30 Frames-Sperre gehört seit dem Update ebenfalls der Vergangenheit an, wodurch sich der Schocker mit geschmeidigen 60fps/Full HD spielen lässt - entsprechende Hardware vorausgesetzt.

Nicht zu vergessen: "The Evil Within" ist trotz seiner äußerst expliziten Gewaltdarstellung und den Unmengen an Blut & Gedärm, hierzulande tatsächlich ungekürzt und bietet mit seinen insgesamt 15 Kapitel eine satte Spielzeit von 15 Stunden. Hat man das Game erfolgreich durchgespielt, werden als Belohnung ein paar nette Bonis u.a. Waffen & extra Game freigeschaltet, ob dies zum nochmaligen Durchspielen des kniffligen Survival-Shooters animiert, dürfte wohl jeder für sich entscheiden.

Fazit: Angesichts der Tatsache, das "The Evil Within" im Vorfeld ziemlich gehypt wurde, fällt das Ergebnis doch eher ernüchternd aus. Zwar handelt es sich unterm Strich um ein knallhart-forderndes Survival-Game, doch um so großartige Horror-Klassiker wie "Resident Evil", "Shadowman", oder jüngst die"Dead Space" Franchise zu beerben, wurde aus meiner Sicht zu viel Potential verschenkt. 3,5/5
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: May 4, 2015 8:01 PM MEST


Gipfelstürmer (Limited Deluxe Edition inkl. Doppel-CD im Digipack)
Gipfelstürmer (Limited Deluxe Edition inkl. Doppel-CD im Digipack)

2 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Es ist nicht leicht ein Graf zu sein., 18. Dezember 2014
Den Gipfel zu erreichen ist schwer, aber noch schwerer scheint es, oben bleiben zu können.
Man erinnert sich: Mit "Große Freiheit" und GUZL katapultierte sich Unheilig an die Spitze der Charts und dies überaus nachhaltig. Der Aha-Effekt und Hype um die einstige Gothic Band besonders aber um deren Frontmann war dermaßen groß, das man als Fan nicht mehr aus dem Staunen heraus kam und sich gelegentlich fragte, wie der Graf dieses Leben auf der Überholspur nur wegsteckt.

Nun, 2014 tritt der unheilige Frontmann auf's Bremspedal und liefert mit "Gipfelstürmer" sein letztes Unheilig-Album ab. Der Junge vom Dorf scheint also angekommen zu sein und verarbeitet darin seinen Abschied von der musikalischen Bühne, krempelt aber gleichzeitig die Ärmel hoch, um es quasi allen nochmal zu zeigen. Es soll bis zum Schluß gefeiert werden und wer sich das Album gönnt, kann sich auf eine Tour de France der Emotionen gefasst machen, bei der es von Anfang bis Ende hoch und runter geht, was bei der kommenden Tour nicht anders sein wird...

Mit seinen 16 Tracks ist das Album jedenfalls gut bestückt und wie schon erwähnt, wechseln die Lieder ständig das Tempo, wobei der Eindruck des Abschieds überwiegt, denn die ruhigeren Songs sind doch ziemlich nachdenklich & melancholisch, was sich auf's Gemüt legt. Damit es nicht zu tief in den Keller geht, lockern die schnelleren und teils hart-rockigen Nummern den Gipfelsturm merklich auf. Abgesehen davon: "Die Weisheiten des Lebens" find ich zb. richtig originell - mal was anderes.

Gibt's auch einen Titel der so richtig herausragt? Ja den/die gibt's !
Meiner heißt "Mein Berg". Ein zunächst ruhiger, zurückhaltender Song, der sich langsam steigert und die eigentliche, sehr persönliche Kernaussage des Albums ist - tolles Lied und die beste Ballade des Grafen seit langem, welche eine Singleauskopplung verdient hätte.

Insgesamt ist das neue Album ein Werk, bei dem es dem Graf und seinem Team erneut gelungen ist, ein Thema audiovisuell ganz groß bzw. einzigartig darzustellen. Dabei dürfte "Gipfelstürmer" nicht nur den Nerv der UH-Fans treffen. Und, was einst in der Gothic Szene begann, endet nunmehr mit der gefallenen Maske. Die einen werden es radiotauglichen Schlager, die anderen einfach nur Unheilig nennen.

* Bei der Deluxe Variante des Albums handelt es sich um ein aufklappbares Digipack, dem ein Booklet mit allen LiederTexten beiliegt. Auf der zweiten CD befinden sich 10 Demo's, denen zwar der instrumentale Feinschliff fehlt, die aber dennoch hörenswert sind.


Dr. Quinn - Ärztin aus Leidenschaft: Die komplette Serie (37 DVDs)
Dr. Quinn - Ärztin aus Leidenschaft: Die komplette Serie (37 DVDs)
DVD ~ Jane Seymour
Preis: EUR 59,94

14 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Inhalt hält nicht, was die Verpackung verspricht, 28. Oktober 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Die Freude war groß, als ich die Komplett-Box endlich in den Händen halten durfte. Doch schnell machte sich Ernüchterung breit, was hauptsächlich an der sehr bescheidenen Bildqualität der DVD's liegt. Das Label Koch Media hat sich hier offenbar keinerlei Mühe gemacht und sich einfach den alten TV Master von RTL2 bedient (das Logo erscheint nach dem Abspann). Das Bild ist stellenweise dermaßen matschig und detailarm, das man sich glatt an alte VHS Tage erinnert fühlt. Die Hoffnung, das sich dies vielleicht von Folge zu Folge bessert, erfüllte sich leider nicht. Gegenüber der deutlich älteren Bonanza-Serie - jedenfalls kein Vergleich ! Hinzu kommt, das die Angabe der Folgen nicht mit dem Inhalt der DVD's übereinstimmen.

Fazit: Halbherzige und inhaltlich recht schlampige Präsentation, die sich das Label hier geleistet hat. Deshalb nur bedingt zu empfehlen.
Kommentar Kommentare (5) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jul 11, 2015 1:21 PM MEST


Sony ILCA Alpha 77 II SLR-Digitalkamera Gehäuse (24,3 Megapixel, 7,6 cm (3 Zoll) LCD Display, EXMOR APS-C CMOS-Sensor, 79-Phasen AF-Messfelder, 12 Bilder/Sek, Full HD, WiFi/NFC, HDMI) schwarz
Sony ILCA Alpha 77 II SLR-Digitalkamera Gehäuse (24,3 Megapixel, 7,6 cm (3 Zoll) LCD Display, EXMOR APS-C CMOS-Sensor, 79-Phasen AF-Messfelder, 12 Bilder/Sek, Full HD, WiFi/NFC, HDMI) schwarz
Preis: EUR 884,91

24 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Speed ist Trumpf, 10. August 2014
Folgende Kameras standen zur Auswahl:

- Nikon D7100
- Canon 70D
- Pentax K3
- Sony a77 II

Am Ende wurde es die Sony.

Zur Kamera selbst.

Verarbeitung:

Würde ich als sehr gut bezeichnen. Das robuste Gehäuse wurde aus einer Magnesiumlegierung und Plastik gefertigt, was optisch und haptisch einen wertigen Eindruck vermittelt. Die zahlreichen Knöpfe haben einen angenehmen Druckpunkt und sind optimal angeordnet. Der Joystick mit dem man die Menues anwählt ist dagegen etwas gewöhnungsbedürftig.

Die Kamera ist lt. Hersteller gegen Staub und Spritzwasser geschützt, doch anders als bei der Pentax K3 würde ich es nicht auf einen Platzregen oder Sandsturm ankommen lassen. Auch die Nutzung bei -10 Grad, scheint mir bei der Alpha als nicht gesichert.

Features/Handling

Besonders Neueinsteiger dürfen sich bei der Alpha mit einem weitreichenden Funktionsumfang vertraut machen, wobei die Bedienbarkeit durchaus benutzerfreundlich und intuitiv gestaltet ist. Um die Kamera und ihre Funktionen letztendlich zu beherrschen, sollte man sich jedoch intensiv mit der komplexen Technik auseinandersetzen. Beispielsweise, bei der effektiven Nutzung des AF-Moduls im Zusammenspiel mit der rasanten Serienbildfunktion. Kurzum: als bloße Gelegenheitsknipse wäre die a77 II sonst völlig überdimensioniert - sprich, die falsche Wahl.

Die Kamera liegt ansonsten, gerade wegen ihres Gewichts, äußerst griffig in der Hand. Der helle elektronische Sucher (bildstabilisiert beim Antasten des Auslösers) liefert eine klare Ansicht und zeigt, wie sich die gewählten Settings auf das Bild auswirken. Die Funktionsknöpfe erlauben einen direkten Zugriff auf die div. Bedienoptionen und lassen sich zudem individuell konfigurieren.

Einen "alten Bekannten" trifft man mit dem 3" großen dreh/schwenk Display. Die Auflösung und Ansicht ist mit über 1 mio Pixel sehr gut, auf eine Touchfunktion hat Sony allerdings verzichtet. Wie schon bei der a77 setzt der Hersteller auf die etwas eigentümliche Scharniermechanik, die aber tadellos funktioniert und es dem Fotografen ermöglicht, den Display ganz nach Bedarf zu positionieren, womit auch "Selfies" kein Problem sind. Das er sich zuklappen läßt und somit vor Kratzern geschützt ist, finde ich eine feine Sache.

Loben muß man Sony dafür, das sich der hervorragend verarbeitete Batteriegrif des Vorgängermodells ohne Einschränkungen auch an der a77 II nutzen lässt. Dieser trägt viel zum Bedienkomfort der Kamera bei. Denn zum einen bietet er die wichtigsten Funktionsknöpfe/Rädchen und kann andererseits völlig unkompliziert mit zwei Akkus bestückt werden, was die Betriebsdauer deutlich verlängert. Hinzu kommt, das die Kamera dadurch perfekt in der Hand liegt, wovon auch User mit großen Händen profitieren werden. Nur schade, das sich die Akkus im Grip nicht laden lassen.

Bildqualität

Bezüglich der Bildqualität bestätigt sich im Grunde genommen das, was einige Reviews bereits berichtet haben: Die Schärfe und Detailwiedergabe der Bilder kann von ISO 50-400 richtig begeistern. Hier macht mir das Fotografieren mit der Alpha am meisten Spaß, zumal auch der AF äußerst schnell und weitgehendst präzise seine Arbeit verrichtet. Ab ISO 800 greift dann allerdings der Rauschfilter, worunter die Detailwiedergabe merklich leidet und der fast schon berüchtigte Sony Aquarell-Effekt auf den Fotos sichtbar wird. Zwar läßt sich der Rauschfilter (im high ISO Bereich) deaktivieren, doch die Ergebnisse sind insbesondere auf einem Full HD Bildschirm eher ernüchternd. Die Kompromisformel, weniger Rauschen dafür weniger Details, hat mich jedenfalls nicht so überzeugt.

* Was sich aus den RAW Daten an Qualität noch herausholen lässt, konnte ich bisher noch nicht testen. Meine Kritik bezieht sich also ausschließlich auf die JPEG-Aufnahmen.

Video

Der Videomodus ist ebenfalls mit zahlreichen Optionen ausgestattet und kann mit seinem stufenlosen & schnellen Nachfolge AF glänzen, der mit zum Besten gehört, was das APS-C Segment derzeit zu bieten hat. Full HD stellt die Alpha mit flüssigen 50 Bildern dar. Die Bildqualität bei Sonn/Tageslicht finde ich gut, bezüglich der Schärfe und Detailzeichnung ist allerdings noch deutlich Luft nach oben. Immerhin gibt die Kamera das Videosignal unkomprimiert und ohne Qualitätsverlust über die HDMI Schnittstelle wieder.

Fazit

Die a77 II ist aus meiner Sicht eine gute Kamera, zu deren Paradedisziplin zweifelsohne der schnelle AF mit seinen div. Funktionen und die rasante Serienbildfunktion zählt. Hier ist es Sony tatsächlich gelungen, der direkten Konkurrenz ein Schnäppchen zu schlagen und dem potentiellen Kunden somit ein echtes Kaufargument zu bieten. Neben der Top Verarbeitung und dem recht hohen Ausstattungsniveau ist sie bis auf das fehlende GPS Modul und dem Verzicht eines Touchscreens, eine rundum gelungene Kamera für ambitionierte Amateurfotografen. Das man ausgerechnet beim wichtigsten Kriterium, der Bildqualität ab ISO 800 mit Einbußen zu leben hat, trübt den ansonsten positiven Eindruck natürlich ein wenig. Doch alles in allem ist's eine Kamera, die meinen persönlichen Ansprüchen/Erwartungen am ehesten gerecht wird, weshalb ich sie an der Stelle auch gerne weiter empfehle.

Wertigkeit/Verarbeitung: 4,5/5
Features: 4,5/5
Handling: 5/5
Geschwindigkeit: 5/5
Videoqualität: 4/5
Bildqualität: 4/5

Getestet mit: Tamron 70-300mm
Sony 18-135mm


Excision - Uncut [Blu-ray] [Limited Collector's Edition]
Excision - Uncut [Blu-ray] [Limited Collector's Edition]
DVD ~ AnnaLynne McCord
Wird angeboten von sofort lieferbar
Preis: EUR 26,94

5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Nicht schön, aber selten., 17. Juni 2013
Dem kleinen deutschen Label MIG Filmgroup ist mit dem Rechteerwerb von "Excision" ein echter Wurf gelungen, was weniger damit zu tun hat, daß es sich bei dem Titel etwa um einen potentiellen Blockbuster handelt, sondern eher die Gelegenheit, mit "Excision" ein Filmchen für das heimische Kino zu präsentieren, welches gar nicht so in das Schema gängiger Mainstreamunterhaltung passen mag.

Das Psychodrama schildert dabei die Geschichte der jungen Pauline, die mit ihren 16 Jahren etwas anders als ihre Mitschüler ist. Wenn sie nicht gerade davon träumt Sex mit Toten zu haben oder im Blut zu baden usw. benimmt sie sich ihrer Umwelt gegenüber meistens ziemlich direkt oder sagen wir besser, wie ein Elefant im Prozellanladen, was natürlich überhaupt nicht in das spießige und überkanditelte Weltbild ihrer Mutter passt. Dennoch, das Mädel hat 2 feste Ziele, die sie im Verlauf des Films unbedingt verwirklichen möchte. Ziel Nummer eins: die Befreiung von der Jungfräulichkeit, was ihr auf makabere Weise gelingt. Und Ziel Nummer zwei: Chirurgin zu werden, damit sie ihrer kranken Schwester und der einzigen Person, die sie liebt, eine neue Lunge transplantieren kann. Letzteres wird schließlich zum Knackpunkt des Films...denn Pauline wird schmerzlich feststellen müssen, daß sich ihre bizarren Träume und Wünsche nicht auf die Realität übertragen lassen, sondern tragisch und im Wahnsinn enden werden.

Angesichts der teils äußerst drastisch-bizarren Bilder und dem durchgeknallten Schauspiel der Hauptdarstellerin (AnnaLynne McCord als das Enfant terrible einfach mutig & großartig!) bietet Richard Bates schräger Film alles andere als leicht verdauliche Kost. Oftmals ist man als Betrachter irritiert oder einfach auch nur angewiedert, denn trotz seiner ruhigen und beschaulichen Erzählweise, ist "Excision" kein schöner Film, dafür aber einzigartig und für Leute mit dem Hang zum Speziellen, sicherlich ein Blick wert.
Über Sinn/Unsinn eines Mediabooks kann man sicherlich diskutieren, jedenfalls hat sich das Sublabel '84 die Rechte hierfür exclusiv gesichert und den Film auf seine eigene Art gewürdigt. Der Inhalt der BD/DVD ist dabei mit der normalen 2 Disc - Collector's Edition von MIG identisch. Hinzugekommen ist ein Extra Booklet mit Einleger bzw. separates Artwork und eben ein stabiles, in matt gehaltenes MB welches eine offizielle Limitierungsnummer trägt. Rein optisch ein echter Hingucker!

Bildtechnisch ist die HD Scheibe hervorragend. Grundschärfe und Detailzeichnung sind top, die wenigen weichen Szenen stören den Sehgenuß keinesfalls und alle Filmkornhasser und Filter-Geschädigte können sich ganz entspannt zurücklehnen - Tolles Bild mit Referenzcharakter.

Der Ton kommt über DTS HD 5.1 kräftig und klar rüber. Die Sourroundeffekte sind gut abgemischt und die dt. Synchro ist passend, lässt aber Malcolm McDowell's Stammsprecher vermissen. Der teils launische Soundtrack wird von Steve Damstra & Mads Heldtberg beigesteuert und hält sich meist dezent im Hintergrund.

Fazit: Wie bereits erwähnt, ist "Excision" kein Film für zwischendurch und auch kein typischer Vertreter aus dem Horror oder Thriller-Genre, sondern ein bizarres Psycho-Drama, bei dem einem das Lachen gelegentlich im Halse stecken bleibt. Letztendlich ein Film für ein Publikum, mit einem speziellen Geschmack für's Absonderliche. Das vorliegende MB präsentiert den Film fast schon über Gebühr und richtet sich hauptsächlich an die Enthusiasten unter den Sammlern. Wer auf die Horror-Doku. "Nightmares in red, white and blue" als Extra-Feature verzichten kann, greift zur normalen Single Edition.

Film: 4/5
Bild: 5/5
Ton: 4/5
MB/Extras: 5/5


Texas Chainsaw 2D [Blu-ray]
Texas Chainsaw 2D [Blu-ray]
DVD ~ Alexandra Daddario
Preis: EUR 7,99

0 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Es ist nicht leicht ein Leatherface zu sein., 16. Juni 2013
Rezension bezieht sich auf: Texas Chainsaw 2D [Blu-ray] (Blu-ray)
Mit "Texas Chainsaw Massacre 2D" erlebt die Franchise ihre inzwischen sechste Wiederbelebung und knüpft diesesmal direkt da an, wo das Original von Tobe Hooper einst endete. Keine schlechte Idee, denn bisher waren alle anderen Teile bezüglich ihrer Chronologie völlig anders aufgebaut, was den Überblick und die Zuordnung der einzelnen Teile nicht gerade einfach macht. So gesehen hat man es hier mit einem Werk zu tun, welches vielversprechend beginnt und man tatsächlich eine zeitlang daran interessiert ist, ob die Story der Thematik nicht doch noch was neues zu entlocken weiss. Leider ist dies nicht der Fall, denn das vermeintliche Kettensägen Massaker gleitet schnell in einen hölzern inszenierten 08/15-Slasher ab, der außer einer schnittigen Hauptdarstellerin und einiger handvoll derber Splattereffekte nicht viel zu bieten hat. All das, was in Marc Nispels grossartiger Neuverfilmung noch funktionierte, wird hier praktisch niedergetrampelt. Und mal ehrlich: Die Geschichte, daß die Hauptdarstellerin das Anwesen von ihrer Oma erbt, bei dem Leatherface als Cousin im Keller der Villa sein Unwesen treibt, ist schlichtweg an den Haaren herbei gezogen. Das lachhafte Ende setzt dem ganzen schliesslich noch die Krone auf... Weshalb es vielleicht ganz vernünftig ist, wenn man sich diesen Aufguß mit nur ganz moderaten Erwartungen zu Gemüte führt.

Anmerkung: Bei der vorliegenden Fassung handelt es sich um die ungekürzte rated R Version des Films, die vom Goregehalt für deutsche Verhältnisse recht heftig ist. Eine Unrated Version wird in den Staaten exclusiv über Video On Demand vertrieben, wobei sich die zusätzlich expliziten Schauwerte in Grenzen halten.

Bild: Die BD präsentiert den Film in einer sehr guten Bildqualität. Im Gegensatz zu den beiden Vorgängern haben die Macher diesesmal jedoch auf den dreckigen Braunfilter-Look verzichtet. So erscheint das Bild recht clean und weniger eindringlich. Die Grundschärfe ist ebenfalls sehr gut. Plastizität und Detailzeichnung können sich sehen lassen - Top!

Die dt. Tonspur liegt in DTS HD 5.1 vor und entfaltet einen klaren, feindosierten räumlichen Klang, dem es auch an Dynamik nicht mangelt. Was die dt.Synchro anbelangt, wird man ganz passabel unterhalten, allerdings ohne großen Wiedererkennungswert der Stimmen. Der Soundtrack (John Frizzell) wirkt ein wenig langweilig und versprüht kaum eine unheimliche Atmosphäre, von einem markanten Theme ganz zu schweigen.

Fazit: Wenn die Serie um die berüchtigte Sawyer Familie etwas eint, dann die Tatsache, daß ihre filmische Interpretationen von höchst unterschiedlicher Qualität sind. "Texas Chainsaw Massacre 2 D" macht da keine Aussnahme und ist im direkten Vergleich zu Nispel's und Liebesman's Verfilmungen, in nahezu allen Belangen ein Rückschritt. Dank der ungekürzten Fassung mit ihren kruden Effekten und dem sehr guten Bild, hält die HD Scheibe das Fähnchen des Films zumindest knapp über dem Wasser.

Film: 3/5
Bild: 5/5
Ton: 4/5


Dredd [Blu-ray]
Dredd [Blu-ray]
DVD ~ Karl Urban
Preis: EUR 9,99

4.0 von 5 Sternen Du bist die Krankheit, ich die Medizin..., 15. Juni 2013
Rezension bezieht sich auf: Dredd [Blu-ray] (Blu-ray)
Hirnlose Brachialaction für einen gemütlichen Samstagabend gefällig?! Dann dürfte Dredd diese Erwartung bestens erfüllen, denn der Film schlägt nicht nur in jene Kerbe, sondern gaukelt dem Betrachter gekonnt eine wüste und bösartige Welt in ferner Zunkunft vor, in der sich die Schergen in endlos hohen Stahl und Betonkomplexen verschanzen, um von dort aus ihr brutales Drogenregiment mittels der Wunderdroge "Slo Mo"zu führen. Dabei kann es schon mal passieren, daß die zugekiffte Drogenbaronin Ma Ma ihre Gegnerschaft häuten läßt und sie anschließend von der 150 Etage befördert, was zu äußerst unschönen Bildern in der Einkaufsmeile führt. Doch nun soll Schluß mit Lustig sein, denn vortan wird sich ein sog. Dredd quasi ein Polizist als Richter und Henker in Personalunion, getreu dem Motto: Du bist die Krankheit, ich die Medizin, dem Problem annehmen. Damit dieses Himmelfahrtskommando nicht allzu einseitig wird, bekommt er eine hübsche Auszubildende im dritten Lehrjahr mit übersinnlichen Fähigkeiten zur Seite gestellt. Feuer frei, die Jagd auf die irre Ma Ma kann beginnen...

So simpel das Strickmuster der Comic-Adaption auch sein mag, eines muß man den Machern lassen: "Dredd" bietet schnörkellose und teils explizit brutale Daueraction, die Dank der psychedelischen Slo Mo Choreografie optische Akzente setzt und dem Film einen gewissen Reiz verleiht. Hinzu kommt, daß man mit dem relativ unbekannten Karl Urban einen Hauptdarsteller gefunden hat, der den eindimensionalen Part des Dredd fabelhaft verkörpert und der Hauptfigur trotz ihres begrenzt, grimmigen Minenspiels (oder gerade deshalb) sein ganz eigentümliches Charisma verleiht, welches durchaus haften bleibt. Sylvester Stallone wirkt in jener Rolle schon fast wie eine Witzfigur, was allerdings auch daran liegen mag, daß der neue Dredd voll auf kompromisslos und ernst getrimmt ist - hier wird noch nicht mal im Keller gelacht.

Grund zur Freude dürfte es insbesondere bei den Action- Fans geben, denn Dredd hat die Altersfreigabe ab 18 Jahren ohne Schnitte überstanden. Angesichts seiner plakativen und fast schon zelebrierten Gewaltdarstellung, eine echte Überraschung. Hier hat die FSK definitiv einen guten Tag gehabt !

Bildtechnisch zeigt sich die Universum Scheibe stellenweise recht launisch. Die Grundschärfe und Detailzeichnung ist im allgemeinen zwar gut bis sehr gut und zusammen mit den kräftigen Farben ergibt sich zunächst ein knackiges Bild, wie man es von einer Großproduktion heutzutage erwarten darf. Allerdings kann der Transfer das eingangs hohe Niveau nicht hallten und geht bei den vielen dunklen Szenen mit rauschen und unscharfen Passagen öfters mal in die Knie. Von einem Referenzbild ist man somit deutlich entfernt.

Die dt. Tonspur überzeugt mit ihrem klaren Sound und den effektvoll abgemischten Sourroundeffekte. Die dt. Synchro wurde mit passenden Sprechern besetzt und der Score steuerte ein gewisser Paul Leonard-Morgan bei, der mit stilsicheren bzw. dynamischen Synthie-Klängen für eine äußerst gelungene Untermalung sorgt und dem Slo Mo seine eindringliche Wirkung verleiht.

Fazit: "Dredd" ist alles andere als Ponyhof sondern einfach nur geradliniges, grobes Actionkino für Erwachsene, ohne allzu hohen Anspruch an Story und LogiK. Wer sich damit begnügen kann wird jedenfalls mit einem optisch erstklassig inzenierten Kracher und gut aufgelegten Darstellern belohnt, wie man ihn schon lange nicht mehr gesehen hat. Fortsetzung erwünscht!

Film: 4/5
Bild: 4/5
Ton: 5/5
Extras: 3/5


Die Nacht der Creeps - Director's Cut [Blu-ray]
Die Nacht der Creeps - Director's Cut [Blu-ray]
DVD ~ Jason Lively
Wird angeboten von GMFT
Preis: EUR 16,99

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Besser spät als nie !, 15. Juni 2013
Der ursprunglüch von FOX vertriebene Film hatte es hierzulande nicht gerade leicht und war offiziell lediglich in zensierter Form erhältlich - sieht man einaml von div. Bootlegs und TV Ausstrahlungen von anno dazumal ab... Das Release auf HD ist in so weit etwas überraschend, da der Film neuerdings ungekürzt und tatsächlich mit einer Altersfreigabe ab 16 Jahren bedacht wurde. Der neue Rechteinhaber (WinklerFilm) hat sich dieser kleinen B-Movie Perle kurzerhand angenommen und zusammen mit den üppigen Extras ein äußerst ansehnliches Gesamtpaket geschnürt, daß den Fans jedenfalls gefallen dürfte. Und - es geht auch ohne ein preistreibendes Mediabook.

Der Film an sich ist eine gelungene und fast schon niedliche Mixtur aus SF-Horror, Zombiesubkultur und seichter Teenage-Comedy, die den Zuschauer mit einer überaus spannenden Story zu unterhalten weiss, bei der keine Sekunde Langeweile aufkommt. Das es dabei mitunter nicht gerade zimperlich zur Sache geht und nebst dem Hackebeil auch ein paar zerplatzende Köpfe zu sehen sind, sei hier nur am Rande erwähnt. Von einer stumpfsinnigen Gewaltorgie ist man jedenfalls meilenweit entfernt, dafür steht die originelle Machart des Films zu sehr im vordergrund, was ihn letztendlich auch für den Filmfan allgemein sehenswert macht.

Das Bild der BD ist solide und versprüht nur wenig optischen Glanz. Der Kontrast und der Schwarzwert ist gut. Die Detailzeichnung mäßig und der Look leicht körnig und eher weich. Gegenüber der DVD Variante machen sich die Unterschiede hauptsächlich bei höherer Bildschirmdiagonale bemerkbar. Ok, einen Pokal gibt's dafür nicht aber immerhin einen Blumentopf.

Die dt. Tonspur, welche verlustfrei in 2.0 Stereo vorliegt, kommt kräftig und gut abgemischt rüber. Asynchrone Passagen wurden nicht festgestellt . Die Synchro passt und auch der Score trägt viel zum stimmigen Gesamteindruck des Films bei. Unterm Strich: sehr ordentlich.

Fazit: Lange hat's gedauert, doch am Ende steht ein verdientes Happy End für ein kultiges Horrorfilmchen, daß einen wohltuenden Kontrast zur üblichen Genreware darstellt und schlichtweg einzigartig ist. Zudem ist die Scheibe mit allerhand Extras und dem original Covermotiv (Wendecover) ausgestattet, so dass man mit dem Gebotenen absolut zufrieden sein kann.

Film: 5/5
Bild: 3/5
Ton: 4/5
Extras: 5/5


James Bond 007 - Skyfall [Blu-ray]
James Bond 007 - Skyfall [Blu-ray]
DVD ~ Daniel Craig
Preis: EUR 6,31

12 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen 50 Jahre James Bond!, 13. März 2013
Rezension bezieht sich auf: James Bond 007 - Skyfall [Blu-ray] (Blu-ray)
50 Jahre James Bond!

Exakt zum 50. jährigen Bestehen der Bond-Serie veröffentlichten die Macher mit "Skyfall" ihr 23. Abenteuer. Dabei war lange Zeit nicht klar, wann der nächste Bond gedreht werden sollte, denn die weltweite Finanzkrise machte auch vor den Filmstudios nicht halt. Vier Jahre nach dem abgedrehten "Ein Quantum Trost" war es dann endlich so weit und "Skyfall" feierte am 23.10.2012 in London seine WeltPremiere.

Bei der Story rückt diesesmal ein Feind aus den ehemalig eigenen Reihen in den Brennpunkt. Eine Art psychotischer Cyberterrorist, der mit Bond's Vorgesetzten M (zum letzten mal von Judi Dench dargestellt) eine Rechnung zu begleichen hat. Um diesen letztlich ausfindig zu machen bzw. an seinem Vorhaben zu hindern, wird der britische Geheimagent zunächst zahlreiche Türklinken putzen bzw. Maulschellen verteilen und nach und nach eine Reise zurück die Vergangenheit durchleben, die mit seinem ganz persönlichen Schicksal verknüpft ist...

Realisiert wurde die für einen Bond Film relativ tiefgründige Story von "American Beauty" Regiseur Sam Mendes, der auch gleich seinen Hauskomponisten Thomas Newman mitbrachte. Als Sahnehäubchen gab die englische Balladen Queen, Adele den Song "Skyfall" zum besten, der sich melodisch und instrumental an den klassischen Titelsongs von einst orientiert und im Zusammenspiel mit der exquisiten Titelsequenz, zu den absoluten Highlights des Films gehört.

Publikum und Kritik waren sich nahezu einig, daß "Skyfall" einer der besten James Bond Verfilmungen seit Jahren sei und Sir Roger Moore meinte gar, daß er Daniel Craig für den besten James Bond Darsteller überhaupt halte. Bei so viel positiver Resonanz, Grund genug, um sich der HD Scheibe einmal anzunehmen.

Kritik:

Wie schon in "Casino Royale" und "Ein Quantum Trost" orientiert sich auch das neuste Bondabenteuer an den Versatzstücken des konventionellen Actionkinos, das mit Nüchternheit und einem bestimmten Grad an Realismus zu unterhalten versucht. Daniel Craig scheint für diesen Style jedenfalls wie geschaffen zu sein, wobei Sam Mendes Inszenierung noch ein ganzes Stück weiter geht und den Thriller mit ein paar optischen Schmankerln schmückt, die schlichtweg beeindruckend rüber kommen und innerhalb der Bond-Serie neue Maßstäbe setzen - Shanghai wurde beispielsweise großartig in Szene gesetzt ! Dem aber nicht genug: war die Gegnerschaft der beiden Vorgänger noch relativ unspektakulär und bisweilen blass, präsentiert man hier mit Javier Bardem, als Raoul Silva, einen echten Bösewicht von Format, der es vorzüglich versteht mit seiner teils dämonischen Präsenz die Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen, wie man es in einem 007 schon lange nicht mehr gesehen hat. Als gespannter Betrachter ist man sich deshalb sicher, daß "Skyfall" mit einem großen Finale enden wird, in dem die beiden Kontrahenten so richtig aneinander geraten. Leider erfüllt das Drehbuch diesen Wunsch nicht vollständig, was schon damit beginnt, daß man sich auffallend früh von Bondgirl Berenice Marlohe verabschiedet und im Schlußspurt ein Finish hinlegt, welches in der direkten Außeinandersetzung zwischen Bond und Bösewicht Raoul Silva einiges an Potential verschenkt. Grundsätzlich bietet Daniel Craig's dritte Vorstellung als 007 aber bestes Unterhaltungskino, dessen erfrischende Machart sich an den Kinokassen erneut äußerst erfolgreich behaupten konnte und den Bond-Mythos somit weiterleben läßt.

Die Blu ray:

Das Bild der HD-Scheibe wurde vorbildlich umgesetzt. Grundschärfe und Detailzeichnung sind überragend und optisch vermag die Scheibe immer wieder für offene Münder zu sorgen. Ein grandioser Transfer, ohne nennenswerte Schwächen & HD auf dem aktuellstem Stand der Dinge!

Die dt. Tonspur liegt zwar nicht verlustfrei vor, kann aber auch unter DTS 5.1 einen kräftigen und sehr gut abgemischen Raumklang entfalten. Die Synchro ist gelungen und so langsam aber sicher dürfte man sich auch an Dietmar Wunder als Sprecher von Daniel Craig gewöhnt haben. Anstatt von David Arnold zeichnet sich diesesmal Thomas Newman, der seinerzeit den genialen Score zu "American Beauty" komponiert hat, verantwortlich - dem hier, ohne jetzt seine aktuelle und grundsolide Arbeit schmälern zu wollen, zwar passende und stimmige Klänge von der Hand gingen, die aber nicht annähernd solch eine Intensität entfalten wie in seinem Werk von 1999 .

Fazit:

Im Vergleich zu "Casino Royale" und "Ein Quantum Trost", haben die Macher mit "Skyfall" das Bondvehicle, sowohl inhaltlich, als auch visuell, noch ein Stückchen tiefer gelegt. Gegen Ende fällt es zwar etwas schwer das Szenario bezüglich der Spannung/Dramatik in der Spur zu halten, gleichwohl bietet Bond Nr.23 Unterhaltungskino der Premiumklasse, dessen konsequente und zeitgemäße Aufbereitung nicht nur die klassische Anhängerschaft der Franchise interessieren dürfte. Die vorliegende BD weiß dies jedenfalls eindrucksvoll zu unterstreichen.

Film: 4,5/5

Technische Umsetzung der BD: 4,5/5


James Bond - Casino Royale [Blu-ray]
James Bond - Casino Royale [Blu-ray]
DVD ~ Daniel Craig
Wird angeboten von saunaamfeuer
Preis: EUR 3,69

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5.0 von 5 Sternen Nicht nur für Bond-Fans !, 11. März 2013
Nachdem für Pierce Brosnan der letzte Vorhang als James Bond-Darsteller gefallen war, verfielen die Macher des 007-Universums nicht in blinden Aktionismus, sondern gönnten der Serie erstmals eine längere Drehpause, um sich grundlegende Gedanken darüber zu machen wie es mit dem britischen Vorzeigeagenten weitergehen und vorallem, wer künftig in dessen Rolle schlüpfen solle. Eines stand jedoch schon vor Drehbeginn fest: auch das neuste Abenteuer war dazu verpflichtet, dem Publikum im Zeitalter der permanenten Reizüberflutung etwas besonderes zu bieten, etwas was womöglich auch neue Maßstäbe setzen sollte. Und klar war auch - jedes Bond Installment steht und fällt mit der Wahl des Hauptdarstellers. Also keine leichte Aufgabe für das Team von Produzentin Barbarba Broccoli.

2005 wurde man schließlich mit dem britischen Charakterdarsteller, Daniel Craig fündig, dessen Verpflichtung als neuer James Bond bei einigen Kritikern allerdings auf große Skepsis/Ablehnung stieß, zumal er auch bezüglich seines Erscheinungsbildes nicht gerade deren Erwartungen entsprach.

Kurzum: 2006 ging schliesslich ein Film an den internationalen Kinokassen an den Start, der dem Publikum ein völlig neues Bond-Feeling vermittelte. Die Handlung wurde dabei betont auf konventionell und realistisch getrimmt, wobei man sich deutlich am harten bzw. kompromisslosen Actionkino orientierte. Aufgrund der angestrebten Altersfreigabe, wurde allerdings auf allzu explizite Gewaltdarstellungen verzichtet. Stilistisch wirkte der Film jedenfalls erfrischend & dynamisch, fast hatte man den Eindruck, als hätten die Macher alles daran gesetzt, um so wenig wie möglich an vergangene Bond-Zeiten zu erinnern, weshalb dieser Schwenk natürlich auch seinen Preis einforderte...

Zwar wäre es etwas weit hergeholt wenn man hier von einem Anti-Bond-Film sprechen würde, denn der gewisse Glamour -Faktor ist geblieben und mit Eva Green konnte man Craig ein sehr gut performendes Bond Girl zur Seite stellen, was im übrigen auch auf seinen schmierig-unsymphatischen Gegenspieler Mads Mikkelsen, alias Le Chiffre zutraf. Doch wer mit "Casino Royale" etwa eine neue Charmeoffensive oder gar originelle Ideen erwartet hat, wurde mit einer kühlen Ernüchterung konfrontiert, aus der Daniel Craig als ein äußerst austrainierter Killer hervorging, der seine Feinde abfertigte und dessen Mimik manchmal an die eines verärgerten Katers erinnerte. Die menschlichen Züge, die ihm das Drehbuch dabei eingeimpft hat, wirkten bisweilen zu gewollt. Etwas mehr Lockerheit und eine kürzere Spieldauer wären an der Stelle nicht verkehrt gewesen.

Andererseits spiegeln Bondfilme auch immer ein wenig das Zeitgeschehen und Angesichts dessen Schnellebigkeit, erscheint die Interpretation des Hauptcharakters und die Ausarbeitung der Story durchaus einen Sinn zu ergeben. Betrachtet man den Film als eigenständiges Werk oder als Reset der Serie, so kann man "Casino Royale" als einen gelungenen und unterhaltsamen Startschuß, hin zu einer neue Bond-Ära bezeichnen, in der Daniel Craig als Neubesetzung weitaus besser agierte, als von vielen im Vorfeld vermutet wurde.

Bild & Ton: Das HD Bild der Fox-Scheibe ist bis auf ein paar wenige Außnahmen glasklar, wobei gerade die Aufnahmen bei Tageslicht (Montenegro/Venedig/Comer See) einen echten Wow-Effekt vermitteln. Aber auch bei den dunkleren Szenen begeistert der Transfer mit seiner sehr guten Grundschärfe und einer schönen Detailzeichnung. Ein Bild auf höchstem Niveau also.

Tonal hat die Neuauflage von Fox den DTS 5.1 Mix mit im Gepäck, der zwar nicht verlustfrei vorliegt aber dennoch mächtig Rumms hat und bei dem der Subwoofer ein ganz ordentliches Klanggewitter entfaltet. Was die Abmischung der Dialoge und Umgebungseffekte anbelangt, wird man adäquat bedient, gleiches gilt für die stimmige Synchro. Der Soundtrack wird erneut von David Arnold beigesteuert, der in bewährter Manier für die passenden Töne sorgt. Der Titelsong: "You know my name" stammt aus der Feder von Chris Cornell und dürfte beim Publikum ziemlich polarisieren.

Fazit: "Casino Royale", der beste Bond aller Zeiten?! - Nein, aber ein gelungener und überaus zeitgemäßer Neustart einer Kinolegende, in dem es Daniel Craig als 007 vermochte, ein großes Ausrufezeichen zu setzen. Die erstklassige Umsetzung der Blu ray Disc macht den Film darüberhinaus nicht nur für Bond-Fans zu einem sehenwerten Vergnügen.

Film: 4,5/5

Technische Umsetzung der BD: 4,5/5


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