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Rezensionen verfasst von
S. Hiller
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1.0 von 5 Sternen Schöner Schuh mit kleinen Fehlern, 19. Juni 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Vom Style her ganz ok, leider läuft sich die Sohle viel zu schnell ab, von da her nicht zu empfehlen.


We Started Nothing
We Started Nothing
Preis: EUR 6,49

21 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen ganz schön Something, 2. Juli 2008
Rezension bezieht sich auf: We Started Nothing (Audio CD)
Von wegen - Wir haben gar nichts angefangen. „We started nothing“ haben The Ting Tings auf ihre Platte geschrieben. Entweder sind sie ganz schön bescheiden, oder sie wollten sagen: Das ist erst der Anfang.

Sie haben nämlich zumindest auf der Insel eine regelrechte Ting Ting Manie losgetreten. Mit Single und Album gleichzeitig auf Platz eins. Das ist nicht Nothing. Sondern ganz schön Something.

Besser hätte kein Produzententeam die neuen Abräumer im Unterhaltungsgeschäft entwerfen können. The Ting Tings kombinieren Rotznäsigkeit mit Laszivität, Tanzbarkeit mit Köpfchen und Mann mit Frau.

Jules de Martino und Katie White wollten ursprünglich gar kein Duo sein. Aber als ihre erste Band zerbrach, machten sie einfach zu zweit weiter. Das war vor einem Jahr. Ihre Songs haben sie dann zusammen am Rechner entworfen, und dabei angeblich konsequent alles gelöscht, was nicht innerhalb einer Stunde nach Pophit klang. Das ist wohl die beste Erklärung dafür, dass ihr Album „We started Nothing“ wie eine Single-Sammlung klingt.

Auf ihre Beats legen The Ting Tings besonderen Wert. Fast jedes Instrument benutzen sie perkussiv, so dass gegen Ende der Songs immer ein dichtes Gewebe aus Rhythmen entsteht. Deswegen klingen The Ting Tings auch ohne die übliche Hip Hop Sauce oder zeitgemäßes Gitarrenschreddern so modern: Ihre Songs sind fokussiert auf die Tanzfläche, wo die randvollen Beats den Ton angeben und die Melodien simpel sein dürfen. Resultat: Es geht in die Beine und bleibt im Kopf kleben.

The Ting Tings sind ein musikalisches Massenphänomen, weil sie es schaffen, mit ausgefuchster Musik fest auf dem Teppich zu bleiben.


Narrow Stairs
Narrow Stairs
Preis: EUR 10,99

4.0 von 5 Sternen Death Cab for Cutie goes Mainstream, 18. Mai 2008
Rezension bezieht sich auf: Narrow Stairs (Audio CD)
Wenn eine Band Jahre lang ein Geheimtipp ist, dann plötzlich von einer großen Plattenfirma geschluckt wird und auch noch Platin einheimst, ist die Sorge um Kommerzialisierung berechtigt. Death Cab for Cutie sind Vorzeige-Indies aus dem Bundesstaat Washington und bringen jetzt ihr zweites Album auf einem Major Label raus.

Entwarnung für alle, die sich mental schon seit drei Jahren auf den Ausverkauf der notorischen Indie-Band vorbereiten: Death Cab for Cutie lassen sich nicht auf die Regeln der Vermarktbarkeit festlegen. Ihre neue Single geht zumindest auf dem Album satte achteinhalb Minuten.

Auch mit Narrow Stairs, dem zweiten Album auf dem großen Label, ist von Kommerz musikalisch nichts zu spüren. Melodiös und sanft waren Death Cab for Cutie schon immer, aber die ausschweifenden Arrangements haben sie sich eben auch erhalten. Und nicht mal zersetzende Sounds, die der ungeübte Hörer für Download-Störungen halten könnte, hat man ihnen ausgeredet.

Die Songs von Death Cab for Cutie beginnen meist leise und zerbrechlich, bäumen sich dann aber langsam zu epischen Orchesterstücken auf, deren bescheidene Wurzeln am Ende in Vergessenheit geraten. Sie sind gleichzeitig sperrig und schmeichelnd: Da die Texte oft Vorfahrt haben, ergeben sich unebene Strophen, doch diese Kanten runden sich wieder in den bauchigen weichen Glocken oder perligen Gitarrensaiten ab. So geht komplexer Inhalt mit Zucker unbemerkt über die Zunge.

Ohne irgendetwas an ihren Produktionsmethoden zu ändern, haben sich Death Cab for Cutie vom Liebhaberobjekt zum globalen Musikprodukt entwickelt. Ihre Glaubwürdigkeit haben sie sich erhalten. Nur als Geheimtipp für Musik-Angeber taugen sie nun nicht mehr.


Rising Down
Rising Down
Preis: EUR 5,49

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen maximale punktzahl!!, 18. Mai 2008
Rezension bezieht sich auf: Rising Down (Audio CD)
Aus Finanz-Schwierigkeiten kann bei einer Band auch schon mal ein eigener Sound entstehen: The Roots sagt man nach, sie hätten sich zu Beginn weder Turntables noch Mikros leisten können und so sei ihr Mix aus Percussion und Rap entstanden, der auch heute noch durchklingt. Inzwischen haben sie ihr zehntes Album am Start.

Das neue Album von The Roots erscheint in den USA pünktlich zum 16. Jahrestag der Unruhen in Los Angeles, die sich am Tod von Rodney King entzündeten und daran, dass die beschuldigten Polizisten freikamen. Es ist ein politisches Statement. Eins von vielen auf dem Album „Rising Down".

Unruhe ist das richtige Wort, um diese atmosphärisch dichte und offensive Platte der Roots zu beschreiben. Sie steckt voller atemloser Wortsalven gegen Machtgefüge, Abhängigkeit, Armut und den zwangsläufigen Nihilismus.

The Roots und ihre Feature-Gäste von Talib Kweli über Mos Def bis Common verfallen aber nicht in bloßes Anprangern, sondern machen ihre Songs zu leidenschaftlich gemalten Bildern urbaner Realität.

Das wahre musikalische Kunststück von „Rising Down" liegt darin, mit nichts als rohen Rhythmen und Stimme schon eine intensive Stimmung zu erzeugen. Dieses Grundgerüst wird zumeist mit nur wenigen elektronischen Sounds effektvoll akzentuiert. Weniger wäre schon fast Nichts.

The Roots geben mit Rising Down nicht nur ein politisches Statement zur unveränderten Härte sozialer Missstände in Amerika ab, sondern machen gleichzeitig klar, dass die Intensität einer Platte in ihrem Ausdruck liegt, nicht in aufwendiger Produktion.


Oracular Spectacular inkl. "Time To Pretend", "Electric Feel" und "Kids"
Oracular Spectacular inkl. "Time To Pretend", "Electric Feel" und "Kids"
Preis: EUR 7,99

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Geniales Debut-Album, 2. Mai 2008
Die freakigste Musik im Pop-Business kommt traditioneller Weise immer von Kunststudenten. So bei Franz Ferdinand oder Blonde Redhead. Die zwei von MGMT sind ebenfalls von diesem Schlag.

Sie sind zwar nur zu zweit aber sie klingen wie 10. MGMT halten nichts von Zurückhaltung. Ihr Motto ist: Immer feste vorwärts. Aber die Haken, die sie dabei in ihre Musik schlagen, verraten ihre faszinierende Doppelbödigkeit.

Sich mit den Sounds der 80er anzulegen ist zur Zeit ein beliebter Sport von Bands aller Stilrichtungen. Aber MGMT wachsen weit über den bloßen Sound hinaus. Was sie musikalisch hervorhebt, ist ihr Mut, innerhalb eines Liedes die Genres von Funk zu Folk zu Disco zu wechseln und dabei aus vollen Chören Melodien zu schleudern, die hängen bleiben. MGMT schaffen es, Komplexität so zu verpacken, dass sie erfrischt, sich aber nicht aufdrängt.

Vielleicht ist es der offensichtliche Erfindungsreichtum, der die Plattenfirma Sony/BMG davon überzeugt hat, diesen Newcomern gleich einen Vertrag über vier Alben aufzudrücken. Vielleicht lag es auch daran, dass MGMT sich nicht leicht beeindrucken lassen. In ihren Texten jedenfalls erteilen sie dem Leben, das jetzt wohl vor ihnen steht, eine gründliche Absage: Celebrity ist erbärmlich und wer Dir zum Handel die Hand reicht, will Dich übers Ohr hauen.

Oracular Spectacular heißt das Album von MGMT. Der Name steht für esoterischen Mumpitz, über den die zwei sich amüsieren. Aber selten verbirgt sich hinter esoterischem Mumpitz soviel Gehaltvolles wie beim Debut-Album von MGMT.


Consolers of the Lonely
Consolers of the Lonely
Preis: EUR 9,99

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Verlässlich gut!!!, 18. April 2008
Rezension bezieht sich auf: Consolers of the Lonely (Audio CD)
Auch wenn die Single mit dem holzigen Groove und den vielen Stimmen sehr nach Beatles klingt – Der Rest der Raconteurs hockt wie gewohnt in der Seventies Rock Abteilung.

Provisorien halten länger als man glaubt. Waren doch die Raconteurs eigentlich nur als Nebenprojekt gedacht, scheint sich daraus langsam eine richtige Band zu entwickeln. Die Musik der vier breitet sich auf „Consolers of the Lonely“ soundtechnisch im amerikanischen Süd-Westen erst so richtig aus. Es gibt nicht mehr nur scheppernde Hard-Rock Gitarren, sondern auch Hippie und Western-Einlagen.

The Raconteurs bestehen auf die Wiederkehr der glorreichen Tage der Album-Bands. Nicht einzelne Songs, keine Single, sondern das ganze Album soll eine Band im Gehör verankern. Der Schlüssel dazu liegt in Veröffentlichungs-Tricks. Mit dem spontanen Album-Release wollten die Raconteurs dafür sorgen, dass sich die Hörer ihre eigene Meinung bilden, bevor sie von Medien gesagt bekommen, wie die Platte ist.


Box of Secrets
Box of Secrets
Preis: EUR 13,22

6 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das Rockt - auch Live ein kleiner Taum......., 18. April 2008
Rezension bezieht sich auf: Box of Secrets (Audio CD)
London is wohl Popmusikalisch abgegrast. Stattdessen ist das englische Badeparadies Brighton schwer im Kommen. Nach The Kooks kommt die nächste Band aus dem Touri-Ort zu uns: Blood Red Shoes.

Der Name verheißt schon Gefahr: Blood Red Shoes. Blutrote Schuhe. Eine Mischung aus Verlockung und Randale. Und das ist ziemlich genau die Musik von Blood Red Shoes.

Je kleiner die Formation desto dicker die Lippe. Die White Stripes haben vorgemacht, wie man als Duo mit Schlagzeug und Gitarre richtig auf den Putz haut. Zu ihren Nachkommen im Geiste zählen The Kills, The Ting Tings und nun auch Blood Red Shoes aus Brighton. Und die haben der rohen Spielart durchaus noch einige Nuancen hinzuzufügen: Ihre harten Riffs, schnellen Beats und Chor-Gesänge versinken nicht im Retrofieber, sondern verankern den Sound eher in der Sekunde bevor die Rückbesinnung begann.

Gemäß dem Bela B.-Motto „Ich bin am besten, wenn's mir eigentlich egal ist“ haben Laura Carter und Steve Ansell sich miteinander in Sessions von ihren eigentlichen Bands erholt. Noch in der Spaßphase sagten sie den ersten Gig zu und spielten sage und schreibe drei Songs. 300 Konzerte später hatten sie schon einige Songs auf verschiedenen Labels veröffentlicht, die nun auf ihrem Debut Box of Secrets wieder auftauchen.

Es springt einen nicht an, sondern ist vielmehr ein schleichendes Gefühl: dass Blood Red Shoes einer Version von Rock auf der Spur sind, die einzig und allein im Hier und Jetzt stattfindet.


Konk
Konk
Preis: EUR 14,49

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen rock on, 11. April 2008
Rezension bezieht sich auf: Konk (Audio CD)
Dafür dass The Kooks auf Deutsch die Spinner heißen würden, machen sie vergleichsweise vernünftige Musik. Insbesondere auf ihrem neuen Album.

Das Überschlagen der Stimme, die Gesangs-Schlenker, die wie versehentliches Abdriften klingen, all das hat Sänger Luke Pritchard spürbar eingedampft. An die Stelle des kalkulierten Auskreisens sind aufgeräumte Arrangements getreten. The Kooks beherrschen sich, schälen die Melodien aus ihren Songs deutlicher heraus und wirken weniger wild.

Satterer Sound und straffere Songs - Zu dieser Disziplinierung hat auch Produzent von Beck und Fratellis Tony Hoffer beigetragen, der die Kooks sechs Wochen lang in seinem Studio namens Konk im Norden von London beherbergt hat.

Die Zeit hat bei ihnen so viel Eindruck hinterlassen, dass sie ihr Album nach dem Studio benannt haben.

The Kooks wollen laut eigener Auskunft nicht mehr als gute Laune verbreiten. Wenns weiter nichts ist… Das dürfte mit den leichtfüßigen Songs auf Konk kein Problem sein!


Antidotes
Antidotes
Preis: EUR 8,99

2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Etwas Gewöhungsbedürftig, 11. April 2008
Rezension bezieht sich auf: Antidotes (Audio CD)
In der umnmittelbaren Umgebung von Universitäten wie Oxford entstehen oft Kopf-Blüten, die nur Um-die-Ecke-Denker wirklich super finden. Aber Foals schaffen es, gescheit zu sein, und gleichzeitig die Tanzfläche mit Tanzwütigen zu überfüllen.

Selten bekommt man so schöne sanfte Bläsersätze um die Ohren geweht. Aber selten liegt man auch so falsch, wenn man sich dann eine seichte Downtempo Platte vorstellt.

Mehr als nur Partymusik, aber trotzdem tanzbar. Das war der Plan der Foals aus Oxford. Umgeben von allgegenwärtiger Elektro-Tanzmusik, wollten Foals etwas machen, das nicht so eintönig ist, aber trotzdem geradeaus und aggressiv genug, um mit Maschinen mitzuhalten.

Was ihnen dabei herausgerutscht ist, wird mal digital verschmutzter Ska und mal Breakbeats geschüttelter Ambient. Und vieles mehr.

Natürlich haben die Foals Einflüsse aus der aktuellen britischen Gitarrenwelt um sie herum. Und auch der Trend zu Ska und handgemachter Tanzmusik ist nicht nur ihre Idee. Aber der Sound, der einem auf Antidotes entgegenbläst ist erstmal neu und eigenartig. So frisch wie Foals, junge Fohlen eben, obwohl auch die täglich geboren werden.

Foals werkeln aus wohlbekannten Teilen der nächtlichen Club-Unterhaltung eine wandelbare Tanzmaschine, die das kompromisslose des Elektro mit der Wildheit und Intelligenz handgemachter Musik verbindet. Mehr als nur Partymusik.


Rockferry
Rockferry
Preis: EUR 5,99

1 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Wer Braucht denn noch Amy Winehouse??, 7. April 2008
Rezension bezieht sich auf: Rockferry (Audio CD)
Der verrauchte Soul von Amy Winehouse bekommt die ersten Kinder. In Großbritannien gibt es schon einen Wettlauf unter der Überschrift "New Amies": Wer wird Nachfolgerin? Leona Lewis und Adele gelten als vielversprechende Kandidaten. Jetzt kommt noch Duffy ins Spiel.

Schon die Stimme gibt die Richtung vor: Hier wird gesoult und gebluest a la 60er, also mit ordentlich Orchester im Gesäß und sehr entspannten Grooves.

Der Retro-Sound und Duffys Stimme bescheren ihr Winehouse-Vergleiche frei Haus. Der größte Unterschied zwischen den beiden ist aber, dass Duffy viel braver wirkt, als die Femme Fatal. Sie singt von alltäglichen Dingen, zum Beispiel davon wie sehr sich ihr Leben verändert hat mit ihrem Umzug von Wales nach London. Und manchmal klingt sie dabei sogar nach Flower Power. Eben gar nicht gefährlich und morbide.

In ihrer Heimat Wales wurde Duffy durch eine Castingshow bekannt, in der sie den zweiten Platz belegte. Das britische Großlabel Rough Trade Records zeigte Interresse und brachte die Sängerin ins Studio des ehemaligen Gitarristen von Suede, Bernard Butler. Zusammen entwickelten sie dort den Sound, der heute auf dem Debut von Duffy zu hören ist.

Mehr als zwei Jahre Arbeit stecken in dem Album. Zum Teil hört man den ausgefeilten Songs die schwere Geburt auch etwas an. Dafür aber klingt der Sound als wäre er natürlich gewachsen, und nicht im Studio entstanden. Und das ist ein großes Plus.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Apr 11, 2008 9:03 PM MEST


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