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msp1406

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Graveyard Mountain Home/Spec.Ed. (CD + DVD)
Graveyard Mountain Home/Spec.Ed. (CD + DVD)
Preis: EUR 26,90

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Wieder nur ein Soundtrack...., 26. November 2004
GMH ist bereits die zweite Veröffentlichung des nach Istanbul umgezogenen Ex-Dream Theater Keyboarders Kevin Moore in diesem Jahr. Anscheinend fand er nach dem von ihm verfassten Soundtrack zu einer türkischen Horror-Komödie namens Okul (siehe Review zu Ghost Book) Gefallen an der Vertonung von Bildern. Für das neue Album seines Chroma Key Projektes nahm er sich jedenfalls wieder einen Film als Grundlage. Es handelt sich um einen in halbem Tempo abgespielten Experimentalfilm mit Namen Age 13. Tja, und irgendwie klingt das Album genau so. Es beherrschen, wie für Moore üblich, die ruhigen Klanggebilde. Doch während auf den ersten beiden Chroma Key Alben noch jede Menge "richtige" Songs zu finden sind, erinnert auf GMH lediglich Sad Sad Movie und der Titeltrack an diese ersten Errungenschaften. Die restlichen Tracks lassen grösstenteils Strukturen vermissen und dümpeln irgendwie vor sich hin. Insgesamt erinnert das Ganze viel eher an Ghost Book als an die bisherigen Werke mit Chroma Key. Man findet kaum Gesang und irgendwie macht sich einfach schnell Langeweile breit. Während ich Ghost Book aufgrund seines "interessantes Experiment"- Images einiges abgewinnen kann, geht mir Graveyard Mountain Home leider etwas zu sehr in die selbe Richtung.
Ich will damit nicht sagen, dass es sich hier um ein schlechtes Album handellt, nur damit wir uns nicht falsch verstehen. GMH bietet viel Atmosphäre und eignet sich bestens um einen Abend ausklingen zu lassen. Die manchmal fast schon meditativen Klanggebilde hinterlassen ein wohliges Gefühl im ganzen Körper und nicht zuletzt lässt Moore auch Klänge seiner neuen Heimat mit einfliessen, was dem Album einen willkommenen Abwechslungsreichtum beschert. Aber eben, da das Album nunmal unter dem Label "Chroma Key" erschienen ist, muss es sich eben den Vergleich mit dem absolut grandiosen Dead Air For Radios und dem auch über weite Strecken genialen You Go Now gefallen lassen. Und da sieht Graveyard Mountain Home leider kein Land. Bleibt zu hoffen, dass sich Mr. Moore für das nächste Album (mit Chroma Key) wieder etwas mehr auf seine Qualitäten als Songwriter zurückbesinnt.


Ghost Book (Soundtrack to the Film Okul)
Ghost Book (Soundtrack to the Film Okul)
Wird angeboten von ZUMM31
Preis: EUR 9,98

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Verkürzt die Wartezeit auf die nächste Chroma Key, 13. September 2004
Ex-Dream Theater Keyboarder schreibt Soundtrack zu türkischem Horrorfilm. Wer diese Scheibe, und auch die beiden Alben seines Projektes Chroma Key abhört, wird verstehen, warum Kevin nach dem Awake-Album bei Dream Theater ausgestiegen ist. Seine Vorstellung von Musik, verhällt sich zu derjenigen von Dream Theater, wie Tag zu Nacht. Minimalistische Sounds, häufig nur Keyboard-Klänge, absoluter Fokus auf Stimmung und Atmosphäre. Ghost Book ist, verglichen mit den Chroma Key-Alben, weniger songorientiert und geht eher in den Ambient-Bereich. Trotzdem erkennt man die unvergleichliche Handschrift Moore's. Ein wunderbares Album für die späten Abendstunden. Ruhig, relaxt, man kann richtig in den Texturen versinken.


Grace
Grace
Preis: EUR 9,38

28 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eines der besten Alben ever, 14. August 2004
Rezension bezieht sich auf: Grace (Audio CD)
Grace ist eines jener seltenen Alben, bei denen einfach alles stimmt. Keine Note zu viel, keine Note zu wenig, jeder Ton, jeder Mucks genau dort wo er hingehört, jedes Vibrato perfekt platziert...Die Musik lebt grösstenteils von Buckley'sausdrucksstarken Gesang (so spontan könnte man ihn mit Metthew Bellamy von Muse vergleichen) und der unglaublichen emotionalen Tiefe der Songs. Sei dies nun das traumwandlerische Dream Brother, das bluesig-rockende Eternal Life oder die einfach nur wunderschöne Cover-Version Hallelujah (Orginal von Leonard Cohen)...jeder Song ist einfach perfekt so wie er ist. Ruhige Phasen wechseln sich mit stimmlichen, instrumentalen (selten) und emotionalen Explosionen ab. Buckley quält seine Stimmbänder teilweise richtiggehend und holt ein ums andere mal das letzte aus sich heraus und schraubt seinen Falsetto-Gesang in die höchsten Höhen. Zugegeben gewöhnungsbedürftig, irgendwo zwischen Robert Plant (Led Zeppelin), Thom Yorke (Radiohead) und dem schon erwähnten Metthew Bellamy (Ich wage mal zu behaupten, dass letzterer massgeblich von Buckley beeinflusst wurde). In meinen Augen aber einfach nur genial.
Warum aber gleich eines der besten Alben aller Zeiten? Nun, selten ist mir ein kompletteres und emotionelares Album begegnet. Man kann es sich einfach immer wieder und wieder und wieder anhören und ist jedesmal von neuem begeistert. Einfach ein wunderschönes Gesamtkunstwerk das ich jedem, wirklich jedem empfehle. Selten war ein Hype um einen verstorbenen Künstler berechtigter.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jul 13, 2011 2:52 PM MEST


Subsurface/Spec.ed.
Subsurface/Spec.ed.
Wird angeboten von gimmixtwo Kontakt Widerrufsbelehrung AGB
Preis: EUR 14,92

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen ich liebe diese Band!, 14. August 2004
Rezension bezieht sich auf: Subsurface/Spec.ed. (Audio CD)
Ein neues Album von Threshold...was hat sich verändert? Ausser das Bassist und Gründungsmitglied Jon Jeary ausgestiegen ist und durch Steve Anderson, dessen Fähigkeiten man schon auf der Critical Energy Tour bewundern konnte, ersetzt wurde nicht viel. Vom Sound her gehen die Briten wieder deutlich härter zu Werke als auf dem Vorgänger Critical Mass. Überraschungen sucht man vergeblich. Threshold versuchen weiterhin ihren typischen Sound zu perfektionieren, und diesem Ziel sind sie mit diesem Album ein schönes Stück nähergekommen. Ich bin sogar geneigt Subsurface besser einzustufen als Hypothetical und es somit auf den Thron der Threshold-Alben zu setzen. Aber der Reihe nach. Das Album beginnt gleich mit einem Knaller (Mission Profile der Marke Paradox, Angels oder Phenomenon: Ein treibender, sehr eingänglicher Song der die 8-Minuten Marke locker durchbricht. Natürlich darf auch der obligate 10-Minüter nicht fehlen. The Art Of Reason erinnert vom Aufbau her an The Ravages Of Time vom Hypothetical-Album. Insgesamt mein persönliches Highlight der Albums. Der Refrain zwingt mich jedesmal in die Knie, obwohl er zugegebenermassen etwas platt ist . Auch darf natürlich die ebenfalls obligate Power-Ballade nicht fehlen. Flags And Footprints ist eine der gelungeneren Threshold-Balladen, kommt aber an Under The Sun vom Psychedelicatessen-Album nicht ganz ran. Die Special-Edition kann man sich getrost schenken. Der Bonus-Track What About Us wurde von Drummer Johanne James geschrieben, ursprünglich für seine eigene Band. Interessant, aber nicht essentiell. Btw. Johanne James ist für mich der Überragende „Akteur" auf Subsurface. Sein Drumming hat sich seit seinem Einstieg bei Threshold konstant verbessert und kommt hier extrem druckvoll und einfach hammermässig fett rüber. Das selbe gilt für die Produktion, absolut top.
Fazit: Ein Album ohne Überraschungen. Keine Schwächen, viele Stärken. Wäre dies ein Debut-Album müsste man von einem Meisterwerk sprechen. So ist es nur ein weiteres sehr gutes Album aus dem Hause Threshold. Für jeden Einsteiger zu empfehlen, Fans MÜSSEN zuschlagen.


Celestial Entrance
Celestial Entrance

5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Blows you away!, 18. Oktober 2003
Rezension bezieht sich auf: Celestial Entrance (Audio CD)
Norwegen war bisher, was Progressive Metal oder Power Metal betrifft immer etwas übergangen worden. Jedenfalls machen die musikalischen Exporte aus Schweden und Finnland weit mehr von sich reden. Das müsste, wenn es denn doch noch so etwas wie Gerechtigkeit im Musik-Buisness gibt, sich mit dieser Scheibe ändern. Ich habe sie mir ohne grosse Erwartungen gekauft. Hab irgendwo gelesen dass die Kerle so in etwa in die selbe Kerbe schlagen wie Dream Theater. Nun gut. Gekauft, rein in die Anlage und mal abwarten. Tja, wie soll ich sagen, es hat mich fast weggeblasen. Es beginnt noch recht ruhig, einwenig rauschen da...ein paar Windgeräusche hier. Dann tritt das Keyboard in Erscheinung...erste Vergleiche mit "V" von Symphony X gehen mir durch den Kopf. Dann die Überraschung schlechthin, da legen die Jungs die knackigsten Riffs hin wie ich die ich seit Threshold's Meisterwerk Hypothetical gehört habe. Dazu dampft das Schlagzeug dass es einem nur so zum Headbangen einlädt. Ich bin bereits hellauf begeistert. Noch Überraschender ist, dass dieses Niveau bis ganz zum Schluss gehalten wird. Jeder einzelne Song ist ein Killer. Abwechslungsreich und vertrackt, bis auf zwei knapp 2 1/2 minütige "Zwischenspiele" sind die Songs über der 6 Minuten Grenze angesiedelt. Nun, dies ist ja nicht gerade unüblich im Prog-Metal Sektor. Was diese Band aber von der (bescheidenen) Masse von Prog-Metal Bands unterscheidet ist, dass sie auch nicht vor kleineren Experimenten zurückschrecken. Da wird auch schon mal der Gesang durch den Elektromixer gezwängt und verzerrt so dass man sich für einen kurzen Moment an RATM erinnert fühlt. Auch schreckt Sänger Nils Rue vor vereinzelten Kreischeinlagen nicht zurück. Und einmal kann man sogar so etwas wie Growls feststellen (...Of Epic Questions, Dimensions Of Fire). Aber das Grundgerüst bilden natürlich cleane Melodien, Killermelodien um genau zu sein . Zum Gesang kann man noch sagen dass man sich hier mehr als einmal an Geoff Tate von Queensrÿche erinnert fühlt und das ist bei wahr keine Beleidigung. Einziger Kritikpunkt, der Closing-Track The Prophecy Of Pleiades. Ansich kein schlechter Track, nur hat man stellenweise 1:1 Melodiebögen mit dazugehörigem Text von Dream Theater's Learning To Live abgekupfert. Nun ja, vielleicht soll es ja eine Hommage an den Genre-Primus sein


Absolution
Absolution
Preis: EUR 21,19

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Grandios, 28. September 2003
Rezension bezieht sich auf: Absolution (Audio CD)
Einmal hatte Sänger Matt Bellamy angekündigt dass die neue Muse-Scheibe ganz anders klingen würde als die ersten beiden. Dem ist gottlob nicht so. Auch zweifle ich an der geistesgegenwart einiger Kritiker die schreiben dass Absolution viel härter sei als beispielsweise der Vorgänger Origin Of Symmetrie. Völliger Blödsinn. Absolution geht den genauen Mittelweg zwischen der stimmigen und düsteren Atmosphäre des Erstlings Showbiz und den verrückten aber nicht ganz zusammengehören wollenden Soundeskapaden des Zweitlings. Und das ganze ist absolut gelungen. Zum ersten mal überzeugt mich ein Muse-Album von der ersten bis zur letzten Sekunde. Nach einem kurzen Intro mit Marschtrommel folgt der Opener Apocalypse Please der genauso gut als Closer funktioniert hätte; wenn Bellamy "This is the end of the world" singt jagt es mir jedesmal ein schauer über den Rücken. Darauf folgt die Single-Auskopplung Time Is Running Out, insgesamt der mitreissendste Song der Scheibe und daher geschickt gewählt. Allerdings sollte ursprünglich das geniale Butterlfies And Hurricanes als erste Single figurieren, aber die Plattenfirma störte sich wohl an dem einminütigen Piano-Solo das man den MTV-Guckern doch nicht zumuten konnte. Dieser Song ist übrigens mein persönlichesw Highlight der Platte. Man kann den Hurrican richtig vor dem geistigen Auge sehen und eben jenes grandiose Piano-Solo setzt dem ganzen die Krone auf.
Textlich widmet man sich mal dem Stockholm Syndrom, mal mystisch-verzaubernd (Butterflies....) und mal Religiös angehaucht (Apocalypse Please, Thoughts Of A Dying Atheist). Musikalisch hat sich wie schon erwähnt nicht allzu viel verändert, mal hat man da an einer kleinen Feinheit geschraubt, mal hier etwas perfektioniert...jedenfalls klingt das Ganze immernoch 100& nach Muse. Die nicht zuletzt dank Bellamy der ein weiteres mal eine göttergleiche Leistung am Mikro abgibt. Leider kam das Album ein paar Wochen zu spät raus und ich verviel dieser Band leider ein paar Wochen zu spät denn das einzige Schweizer Konzert ist bereits ausverkauft. Denn wie schrie ein Konzertkritiker nach einem Gig in London: "Bevor du nicht den schreienden, quietschenden, wutrasenden Matt Bellamy gesehen hast, wie er den Song Cave (von Showbiz) singt, weisst du nicht was Angst ist, mein Freund." Einduetig die beste Muse-Scheibe und die volle Punktzahl ist absolut verdient.


The Painter's Palette
The Painter's Palette
Wird angeboten von Earache Records
Preis: EUR 6,99

6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Zwei riesen Schritte in die Zukunft, 30. August 2003
Rezension bezieht sich auf: The Painter's Palette (Audio CD)
Spricht man von Progressive Death Metal kommt man eigentlich an Opeth kaum vorbei. Wir alle kennen (hoffentlich) alle die Qualitäten dieser Band und deren an perfektion grenzender Mix aus Death Metal (oder Black Metal......ka) und ruhigen, atmosphärischen Passagen mit cleanen Vocals. Nun haben sich in Italien ein paar Kerle zusammengetan und dachten wohl "wir gehen jetzt einfach noch 2 Schritte weiter". Ich habe mir diese CD quasi Blind gekauft weil mich die Bezeichnung Jazz Death Metal neugierig gemacht hat. Was soll ich sagen, es braucht einiges damit ich mit herunterhängendem Kiefer stehen bleibe. Da finden sich in den ersten 60 Sekunden ca 20 Brakes die von ruhigen Cool-Jazz Klängen über Geknüppel und gekreische zu einem schrägen Riff begleitet von einem an Free-Jazz grenzenden Trompeten Solo übergeht. Dann für knapp 2 Sekunden einfach dumpfes Gehämmer und schon ist alles wieder ruhig und das Schlagzeug groovt locker und leicht daher, nur Begleitet von einer ruhigen Gitarre.
Der Mix aus Geschrei und Cleanen Vocals funktioniert auch hier ganz gut obwohl die cleanen Vocals etwas zu sehr im Hintergrund daherkommen und auch etwas kraftlos wirken. Ob das Absicht im Sinne des Konzeptes ist oder einfach an der Stimme von Davide Tobmei liegt kann ich nicht sagen. Gitarre und Bass spielen auf einem sehr hohen Niveau und brauchen den Vergleich mit anderen Grössen eigentlich nicht zu fürchten. Die Drums hingegen Stammen aus dem Computer, was man gewisserweise nachvollziehen kann wenn man die wahnsinnigen grooves mal gehört hat. Da geht einem schon mal der Gedanke durch den Kopf ob ein Mensch überhaupt in der lage ist sowas zu spielen. Möglich schon aber man braucht schon einen absoluten Ausnahmekönner.
Das Konzept hinter der Scheibe ist, wie der Titel eigentlich schon andeutet, dass jeder Song eine Farbe der "Painters Palette" darstellt und sich das ganze wohl zu einem einzigen Kunstwerk zusammenfügt. Wer's aushällt kann ruhig mal versuchen das Ding am Stück durchzuhören. Eins kann ich versprechen, ein einfacher Trip wird das nicht. Trip trifft es eigentlich ganz gut denn diese 45 Minütige auf CD gepresste Intensität gehört mitunter zum abgefahrendsten und aufregendsten was ich seit langem gehört habe.


Psychedelicatessen (Special Edition)
Psychedelicatessen (Special Edition)
Wird angeboten von EliteDigital DE
Preis: EUR 46,95

7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein weitere Hammer, 10. August 2003
Neben den frühen Enchant Alben werden auch die ersten beiden Threshold Scheiben von Inside Out als Special Edition wiederveröffentlicht. Und diese haben es wirklich in sich was das Preis - Leistungsverhältniss betrifft. Dazu aber später mehr.
Threshold sind eine der Bands die immer mal wieder mit Line-Up Problemen zu kämpfen haben. Während der Kern (Groom, Madsen, West, Jeary) der Band bis heute erhalten blieb, wechselten Sänger und Drummer praktisch mit jedem Album. Jedenfalls in der Frühphase der Band (Zum Glück haben sie mit Mac nun eine gewisse Konstanz erreicht, singt er doch auf den letzten 3 Alben). So singt auf dem Debut Wounded Land sowie auf der dritten Platte Exit Instinct Damian Wilson, auf den letzten drei Alben Clone, Hypothetical, Critical Mass Andy MacDermott, und auf dieser hier Glynn Morgan. Da ich bisher nur die Alben mit Mac besass habe ich mich lange dagegen gestreubt mir auch die früheren Alben zuzulegen weil ich mir Threshold ohne Mac einfach nicht vorstellen konnte. Das war, jedenfalls was Glynn Morgan angeht ein Fehler (die Damian Wilson Alben kenne ich noch nicht). Der Kerl ist nämlich mindestens genauso genial wie Mac. Zwar hat seine Stimme nicht ganz so viel Charisma wie Mac's, doch denke ich dass seine Stimmlichen Fähigkeiten ein wenig ausgereifter sind.
Zur Musik ansich. Das Markenzeichen von Threshold, die genial knackigen Riffs von Groom/Madsen und die absoluten Killermelodien sind natürlich auch hier wieder vorhanden. Dazu kann man noch sagen dass Phsychedelicatessen das bisher härteste Album der Briten ist. Auch findet sich hier die einzige Threshold - Ballade die wirklich 100% überzeugen kann, Under The Sun ist einfach ein Killer. Wenn man sich das ganze hier so anschaut dann kann man vor den Briten einfach nur den Hut ziehen und sich Fragen wie man seit gut zehn Jahren ein Album nach dem anderen auf allerhöchstem Niveau einspielen kann. Ich werde mir auch noch Wounded Land und Exit Instinct blind kaufen denn ich kann mir einfach nicht vorstellen dass die Jungs auch nur ein Schwaches Album abliefern können.
Die Special Edition bietet 2 Bonustracks, 2 Videos, Notizen, Photos und Screensavers. Und die als Sahnehäuptchen gibts die Mini-Live-CD Livedelica gleich noch mitdrauf. Insgesamt ein rundum Glücklichpaket das sich niemand entgehen lassen sollte.


Tug of War/Special ed.
Tug of War/Special ed.
Preis: EUR 20,35

5.0 von 5 Sternen Beautiful, 2. August 2003
Rezension bezieht sich auf: Tug of War/Special ed. (Audio CD)
Um ehrlich zu sein hatte ich lange Bedenken ob ich mir dieses Album wirklich kaufen sollte oder nicht, hat doch nur der letzte Output Blink of An Eye wirklich durchwegs überzeugen können. Doch Enchant scheinen nun definitiv die kurve gekriegt zu haben. Tug Of War ist ein klasse Album geworden.
William Jenkins spielt neu an den Keys und im ganzen klingt der Sound etwas softer als auf dem relativ harten Vorgänger. Das absolute Highlight bietet gleich der Opener Sinking Sand, mitunder das Beste was die Amis rund um Meistergitarrist Douglas Ott je geschrieben haben. Hier zeigt sich Wirkung der Keybords am besten. Der Song kling frisch und spritzig und wird natürlich wieder dominiert von Ted Leonards übermächtigem, obergenialen Gesang. Wenn man sich mal an ihn gewöhnt hat (was seine Zeit braucht) wird man ihn lieben, das versprech ich euch. Doug Ott liefert wieder Solo's allererster Güte ab und beweist einmal mehr dass ihm in punkto Gespühr für grandiose Melodien so schnell keiner das Wasser reichen kann.
Dennoch ist Tug Of War wie eigentlich alle Enchant Alben alles andere als ein Senkrecht-Starter. Beschleicht einem anfangs das Gefühl dass irgendwie jeder Song gleich klingt kommen die Einzelheiten erst von Zeit zu Zeit zum Vorschein (Auf A Blueprint From The World konnte ich diese zum Beispiel bis heute nach zig-maligem Durchhören noch nicht ausmachen). Der Einzige Schwachpunkt auf dem Album "Living In A Movie" welches irgendwie doch etwas zu seicht und langweilig vor sich her dümpelt. Das wars auch schon. Das obligate Instrumental ist natürlich auch wieder da, allerdings erreicht "Progtology" nicht ganz die Qualität von "Prognosys". Das Tüpfelchen auf dem I liefert dann noch das grandiose Artwork und das ausführliche Booklet in dem sich jeder der 5 Jungs auf je einer Seite kurz vorstellt, musikalische Vorlieben Preisgibt und etwas über seine Vorbilder und Lieblings CD's erzählt.
Fazit: Kommt verdammt nah an das geniale "Blink Of An Eye" ran...aber eben doch nicht ganz.


Live in America
Live in America
Wird angeboten von Hot Shot Records Hannover
Preis: EUR 13,49

4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Schade dass man das nie wieder erleben wird, 25. Juli 2003
Rezension bezieht sich auf: Live in America (Audio CD)
Wer kennt sie mitlerweile nicht? Transatlantic, das Side-Project von Neal Morse (Spock's Beard), Roine Stolt (Flower Kings) Mike Portnoy (Dream Theater) und Pete Trewavas (Marillion) bilden hier sowas wie die All-Star Truppe der Prog-Szene. Und was sie während diesem Konzert (eines der wenigen) der SMPT-Tour abgeliefert haben ist definitiv eine musikalische Sternstunde. Instrumental sind die Jungs sowieso über jeden Zweifel erhaben aber was sie hier an Spielfreude rüberbringen ist fantastisch. Es beginnt schon mit dem 30 (!) Minütigen Opener "All Of The Above". Hier wird nicht nur jedem Proggie as Herz höher schlagen. "Mysterie Train" und "Magical Mysterie Tour" kommen etwas kürzer aber nicht minder bombastisch daher. Und dann das! Da hauen die Jungs "Strawberry Fields Forever" hin wie es die Fab Four nicht in ihren kühnsten Träumen gepackt hätten. Auf der zweiten CD geht der Wahnsinn weiter mit einem Genesis Medley aus "Watcher Of The Skies" und "Firth Of Fith" weiter und zum Schluss nochmals ein Medley aus 'There Is More To This World' (Flower Kings), 'Go The Way You Go' (Spock's Beard), 'Finally Free' (Dream Theater) und 'The Great Escape' (Marillion). Was bleibt ist eine herunterhängende Kinnlade und wiederum die traurige Erkenntnis dass sich sowas nicht wieder wiederholen wird da Neal Morse sich aus dem Musikbusiness zurückgezogen hat. Das Cover erinnert übrigens nicht zu unrecht an dasjenige von "Made In Japan" von Deep Purple denn "Live In America" wird ebenso in die Geschichte eingehen.


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