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Rezensionen verfasst von
Frank Burkhard (Berlin, Germany)

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Er ist wieder da: Der Roman
Er ist wieder da: Der Roman
von Timur Vermes
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,33

41 von 53 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ääsch bän wedärrr dahaaa!...., 25. September 2012
Der Führer erwacht im Berliner Hinterhofdreck, aufdringlicher Benzingeruch hängt noch in der Uniform, von Eva keine Spur.
Man schreibt das Jahr 2011.
Mittel- und orientierungslos, aber zielstrebig wie eh und je macht sich der Herr Hitler auf, um das verlotterte Deutschland aus den Klauen der Demokratie zu befreien und zo beenden, was er damals so erfolgreich angefangen hatte. Freundliche, hilfsbereite und vor allem: geschäftstüchtige Mitmenschen erkennen schnell das Potential des herrlich kauzigen Alten, der gewagt, gewagt, so gar kein Blatt vor den Mund nimmt und seiner Empörung über den Zohstand! därrr Gägenwarrrt freien Lauf läßt.
Kaum daß der zackige Herr seine Uniform aus der Blitz-Reinigung abgeholt hat, bekommt er auch schon einen Sendeplatz in einem Comedy-Format. Als: Adolf Hitler natürlich. Von da aus ist es bis zur medialen Weltherrschaft nur noch ein Katzensprung...

Von der täuschend echt agierenden BILD-Zeitung bis zu überforderten NPD-Würstchen wird schneidig niedergebrüllt, wen man eigentlich als Weggenossen erwarten sollte - aber letzlich nur mit unwürdigem Dilettantismus seiner überlegenen Rhetorik im Weg steht.
Alle Nase lang kann man ein diebisches Vergnügen nicht verhindern, wenn entrüstete Führer fassungslos und fulminant abrechnet: mit Zeitungen und Fernsehen, dem aktuellen Politikbetrieb und seinen Darstellern, "moderner" Architektur, der Mode, mobilen Telefongeräten und anderem nützlichem -und hirnverbrannten Alltagsterror.
Vor dem scharfen Blick des alten Haudegens ist nichts sicher - und die moderne Konsumgesellschaft hat dem alten Adolf offenbar auch wenig gegen zu setzen; im Gegenteil, medialer Zynismus und die unfehlbaren Mechanismen der Marktwirtschaft sind einmal mehr willige Mitspieler.

Der militante Führerduktus ist brilliant wiedergegeben, die Geschichte makellos, die Grundidee großartig.
Dieses Buch macht einen Heidenspaß, der Humor so schwarz und in sich selbst verschachtelt, daß es...nur so eine Arrrt hat.
Im Roman bekommt Herr Hitler irgendwann der Grimme-Preis für seine erfolgreiche TV-Sendung. Timur Vermes hat nicht weniger verdient, finde ich. (Und ich hoffe, es springt für Walter Moers wenigstens ein dickes Abend-Essen raus, oder so. Zum Dank für die Vor-Arbeit mit seinen Adolf-Comics).


Ashby House: Roman
Ashby House: Roman
von V. K. Ludewig
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,95

9 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen It's an artistic smash!, 18. Februar 2012
Rezension bezieht sich auf: Ashby House: Roman (Taschenbuch)
Ashby House ist eine Horror-Story in dem Maß, wie "The Artist" ein Stummfilm ist.
Ein Genre wird hier als Spielwiese benutzt, auf der sich der Autor spürbar lustvoll austobt und von Schocker zu Schenkelklopfer ist es oft nur ein paar Sätze weit.
In Ashby House kämpfen nicht nur Antihelden und unheilvolle Kräfte um die Oberhand, sondern auch Glamour, Popkultur und Stil, Sex und Charme, Grusel und Glitter.

Die Verlags-Rezension ist lahm, das Cover ist noch lahmer (im Ernst liebe deutsche Verlage, what the fuck?!? Millionen von arbeitslosen Spitzengrafikern bevölkern die Erde und würden ihren rechten Arm dafür geben, Bücher in die visuellen Kracher zu verwandeln, die sie sein könnten! Besucht KEINER von euch jemals die englischen Abteilungen in Buchläden??? Fällt euch da gar nichts auf?!!???)

Das Buch selber, gottseidank, ist alles andere als lahm!


At Last
At Last

8 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen New Yorker Hinterhöfe, irgendwann in der, 25. November 2003
Rezension bezieht sich auf: At Last (Audio CD)
letzten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts. Aus den offenen Fenstern dringen die unterschiedlichsten Songs, man hört Edith Piaf und Burt Bacharach, man hört Frank Sinatra und Nina Simon, man hört Santa Esmeralda und Stevie Wonder. Und irgendwo in dem bunten Kulturmix steckt die kleine Cyndie und hat erfolgreich den Idioten von gegenüber verprügelt, in den sie ja eigentlich verknallt ist, aber er hat ihr halt nichts von seinem Eis abgegeben. Naja, Cyndi bleibt unberechenbar, später wird sie mal die durchgeknallteste Popgöttin ihrer Zeit, auch wenn sie das von der Musikpresse herbeigeschriebene "Duell" mit ihrer Kollegin Madonna aus marktwirtschaftlicher Sicht schnell verliert, macht sie weiter mit ihrer Arbeit, bei der man immer merkt, wie sehr sie sie liebt. Spätestens in den 90ern wird es sehr ruhig um die Frau mit der ausdrucksstarken Quietschstimme, es gibt da Alben, von denen die Öffentlichkeit kaum noch etwas mitbekommt. Jetzt jedenfalls ist sie wieder da und zwar mit einem Kracher! Absolut ungewöhnlich aber respektvoll interpretierte amerikanische Standarts, instrumentiert im Stil einer größeren Jazzband, im Vordergrund stehen -vor allen bei den Balladen- Cyndies Stimme und das Piano, aber keinen de Songs hat man so schon vorher gehört, es bleibt immer transparent und vor allen Dingen kraftvoll, niemals bekommt man, was man erwartet hätte und was alle anderen zur Zeit auf ihren mit Streichern zugematschten Swing-und sonstigen Retro-Alben produzieren. Was mich am meisten überrascht hat, war die überwältigende Kraft und Wärme, die emotionale Ehrlichkeit, die Freude, die aus jeder Note, die Cyndi singt, strahlt und vibriert. UND es wird tatsächlich NIE nervig, was früher in ihrer Stimme noch quietschig war, hat einer reiferen Rauchigkeit Platz gemacht und auch die Songauswahl ist bemerkenswert - jedesmal wenn man wegen der Traurigkeit der Balladen schon icht mehr kann, wird hier und da ein wenig Comedy aus dem Ärmel geschüttelt - wie zum Beispiel beim "Makin'Whoopie"-Duett mit Tony Bennett - aber auch das sind dann keine "Brüche" im Album, sondern nur gelungene Stimmungswechsel...eine absolut reife Leistung einer reifen Künstlerin!


Konica Minolta Dimage 7 Digitalkamera (5,2 Megapixel) inkl. 16MB CF-Karte, USB-Kabel und Gegenlichtblende
Konica Minolta Dimage 7 Digitalkamera (5,2 Megapixel) inkl. 16MB CF-Karte, USB-Kabel und Gegenlichtblende

71 von 101 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen unausgegorenes Technikmonster für Pixelfetischisten, 7. September 2001
ja, Wahnsinn, 5,2 Millionen Pixel sind wirklich, wirklich viel, die Kamera ist leicht, hübsch silbern und bietet alle einstellungsmöglichkeiten, die man sich nur irgend vorstellen kann, das 28-120 mm Objektiv reicht selbst bei semiprofessionellen Ansprüchen für die meisten Aufgaben. Soviel zu den positiven Aspekten der Dimage7. Ansonsten hab ich mal gezählt: die Kamerahülle tragt 15 (!!!) Knöpfe,Schalter,Hebel ... wie bedienungsfreundlich kann das wohl sein ??? Die Geschwindigkeit des Autofokus ist auf dem Stand von "klassischen" Kameras vor ....10 Jahren ungefähr, also gerade mal so an unzumutbar vorbeigeschrammt, aber der MEGAHAMMER ist der Energieverbrauch!!! Einerseits positiv, man braucht keine teuren Spezialakkus, sondern kann normale R6 / AA Batterien oder Akkus einsetzen (4 Stück). Bei Batterien hat der Saft für KNAPP 10 Aufnahmen gereicht, man kommt nicht um den Kauf von zusätzlichen NiMH ab 1500 mAh und zusätzlichem teurem Ladegrät herum (nichts davon ist im Lieferumfang enthalten!)mehr Leistung geht nicht, und die liegt im Maximalfall bei ein bis zwei Stunden Betriebszeit bis zum nächsten Akkuwechsel!!! Das ist ungefähr so, als würde man sich einen Porsche kaufen, bei dem der Tank aber nur einen Liter Benzin fasst...ach und, als professioneller Fotograf, der schon mit so einigen Kameras gearbeitet hat, denke ich, das mein Urteil durchaus ernst zu nehmen ist und ich kann jedem, der auf der Suche nach einer Digitalkamera ist, in diesem Fall nur raten: FINGER WEG!


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