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C. Schwalbe (Baden-Württemberg)
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Jawbone JBR52A-LG-EU UP Armband für Android und IOS Geräte Größe L onyx
Jawbone JBR52A-LG-EU UP Armband für Android und IOS Geräte Größe L onyx
Preis: EUR 88,00

245 von 258 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Must-Have" für Gadget- & Technikfans - aber keine Wunder erwarten!, 4. Juni 2013
Vor 2 Wochen habe ich mir das Jawbone Up-Band in einem Telekom-Shop geholt, weil es mir wichtig war, die Armbandgröße vorher zu testen. Seither nutze ich das Band jeden Tag und jede Nacht und kann hier einiges Feedback zu den meist genutzten Features geben:

ÄUSSERLICH
- Optik ist stylisch und auch die Metallkappe über dem Klinkenstecker sieht gut aus. Wurde noch nicht darauf angesprochen, weil man es offensichtlich für ein normales Armband hält.
- Das Hartgummiband ist flexibel, auch wenn es runterfällt entsteht kein Schaden. Es ist leicht sauberzuhalten (abschwischen, leichtes abspülen) und auch sonst macht es keinen anfälligen Eindruck.
- Das Band wird über nur einen Knopf bedient. Durch langes Drücken stellt man von Tages- auf Nachtmodus um (was durch das hübsche Blinken einer kleinen LED-Sonne oder eines blauen LED-Mondes bestätigt wird). Außerdem kann man durch mehrfaches Drücken eine Stoppuhr-Funktion oder eine Nickerchen-Funktion starten. Dazu unten mehr.

DIE SYNCHRONISATION
- Ich war erstaunt darüber, dass Klinkenstecker und eben nicht Bluetooth verwendet wird. Blickt man auf die Akkulaufzeit des Bandes, wird aber schnell klar, dass dies durch eine Bluetooth-Datenübertragung nicht zu erreichen gewesen wäre. Ich musste das Band bisher nur einmal aufladen, obwohl ich mich jeden Tag von ihm wecken lasse (das verursacht Vibrationen und kostet natürlich Akku). Außerdem erinnert es mich im Büro nach 1,5 Stunden Ruhezeit (also Stillsitzen) durch leichtes Vibrieren daran, einmal wieder ein paar Schritte zu gehen. Auch das tritt bei mir regelmäßig ein, was der Akku aber ebenfalls problemlos mitmacht. Akkulaufzeit ist mit 10 Tagen korrekt angegeben. Aufladen dauert nur 1-2 Stunden.

DIE APP - DAS HERZSTÜCK
- Das Band an sich ist nur ein Aufzeichnungsgerät von den Bewegungen, die ich Tagsüber oder Nachts mache. Spaßig, wird das ganze erst durch die App. Nach dem anstecken über Klinke synchronisiert das Band sofort und in wenigen Sekunden. Ich synchronisiere immer am Morgen und am Abend, das ist absolut unstressig. Direkt darauf wird einem über schöne Grafiken der Tages-Schrittverlauf bzw. der Nacht-Bewegungsverlauf angezeigt. Dort finden sich dann auch (beim Tagmodus) Kilometerangaben und Zielerreichungsgrad der selbst gesetzten Schrittzielzahl. Über die Kalibrierungsfunktion habe ich gecheckt, ob die gemessenen Schritte auch wirklich mit realen Kilometerangaben übereinstimmen und konnte kaum für möglich halten, dass über eine Strecke von 750 Metern KEINE Abweichung zwischen realer Strecke und aufgezeichneter Strecke bestand. Das Band misst wirklich sehr exakt. Richtig beurteilen lässt sich dies natürlich nur für den Tagmodus, wie genau sich die Tief- und Leichtschlafphasen im Nachtmodus voneinander abgrenzen lassen, müsste wohl ein Schlaflabor checken. Hier darf man keine Genauigkeitswunder erwarten, es ist ganz nett anzusehen wie sich die Phasen abwechseln, für mich bleib ein wenig die Frage nach dem "so what?" - also, was genau kann ich hier beeinflussen oder wie kann ich das ganze zum Positiven ändern. Dennoch lässt sich eine Zielzahl für Schlafstunden in der Nacht definieren und auch hier wird ein Zielerreichungsgrad ausgewiesen.
- Auf einem Startbildschirm sind diese zwei Zielerreichungen (Nacht / Tag) ständig zu sehen und präsent. Als Drittes können hier noch die konsumierten Mahlzeiten bzw. Kalorien "getracked" werden. Aus meiner Sicht ist die Erfassung der Mahlzeiten das wohl dickste Minus der App. Die Portionsgrößen sind unrealistisch (1g/100g) bzw. haben keinen Realiätsbezug zu Packungsgrößen, außerdem findet man über die voreingestellte Auflistung und Eingruppierung von Mahlzeiten zwar einige Hübsche Bildchen, bei komplexeren Gerichten jedoch schnell nicht mehr was man sucht. Dennoch ist dieses klare Manko kein K.O. Kriterium: Einige erfassen ihre Mahlzeiten nämlich wohl sowieso nicht, weil es ihnen zu umständlich ist und andere weichen einfach auf Apps aus, die sich mit der JAWBONE UP App kombinieren lassen. Ich mache das bspw. über MyFitnessPal - ist kostenlos erhältlich und alles was dort an Mahlzeiten gescannt und eingegeben wird, synchronisiert direkt mit der Band-App. Dies funktioniert sogar umgekehrt. Wenn ich über 100% Zielerreichung meines Schrittzieles habe, bekomme ich bei MyFitnessPal Kalorien "gutgeschrieben". Das ist wirklich stark!
- Die App bietet noch weitere nette Funktionen, hier in Kürze:
(1) Trends: Hier kann man beliebige Messwerte über gewisse Zeiträume (Wochen,Monate) miteinander vergleichen. Bspw. Schritte zu Tiefschlafphasen / Aktive Zeit zu Gesamtschlafzeit UND (wenn man fleißig Mahlzeiten erfasst) z.B. auch Schritte zu Eiweißaufnahme etc.
(2) Weckfunktion: Nutze ich täglich. Man kann eine Aufwachzeit eingeben und eine Toleranz von 10-30 Minuten vor dieser Zeit. Dann weckt einen das Band mit einem Vibrieren nämlich genau dann, wenn ich in einer Leichtschlafphase bin, was dann ein einfacheres Aufstehen ermöglichen soll. Mich weckt das Band konsequent ca. 20 Minuten vor dem eigentlichen Aufwachzeitpunkt, sodass ich mir überlegen werde ggf. künftig die Toleranz einzugrenzen (auf 10 Min) oder ganz abzuschalten und mich zum eigentlichen Zeitpunkt wecken zu lassen. Aber das geweckt werden an sich ist sehr angenehm und besser wie durch einen lauten Wecker. Man kann viele Weckzeiten für unterschiedliche Wochentage einstellen.
(3) Stoppuhrfunktion: Man kann über Knopfdruck eine Stoppuhr in Gang setzen und so Zeiträume bei der Tagesmessung abgrenzen um später über die App zu definieren, was für Sportarten man in dieser Zeit gemacht hat. Nutze ich allerdings nicht, weil... brauch ich nicht.
(4) Nickerchen: Das ist ganz lustig. Man drückt wieder den Knopf in bestimmter Weise und kann dann ein Nickerchen machen (z.B. in der Bahn). Das Band weckt einen nach einer definieren Gesamtdauer (z.B. 45 Minuten), jedoch auch dann, wenn ich in "optimaler Weise" erholt bin (bspw. nach 27 Minuten Tiefschlaf). Muss man vermutlich dran glauben, witzig ist es allemal und ich weiß zumindest, dass ich nach 45 Minuten sicher geweckt werde und den Ausstieg nicht verpasse.
(5) "Mood Tracking": Jawbone wirbt mit "Mood Tracking", was etwas vermessen ist. Defacto kann ich, wann immer ich lustig bin, über Smileys meine aktuelle Stimmungslage eingeben und so meiner ständigen "Lifeline" hinzufügen. Mit Mood-Tracking hat das nicht viel zu tun, sehen wir es als Tagebucheintrag.

Abschließend noch ein Aspekt, auf den ich nicht eingegangen bin, weil ich ihn nicht nutze und mir auch nicht vorstellen kann, für wen das wichtig sein soll: Die ganze App ist sehr auf social-connecting ausgelegt. Ich kann quasi alles was ich esse, laufe, schlafe, mood-track etc. beliebig in einer Jawbone-Team-Welt teilen. Ich kann es aber auch lassen, und das tue ich.

Fazit:

Für Leute die gerne mit Technik spielen aber auch wirklich einen Fokus auf ihre Lebensgewohnheiten legen wollen, ein wirkliches Must-Have. Ich bemerke, dass ich alleine durch die Anwesenheit des Bandes mehr am Spazieren gehen und am ausgewogenen Essen interessiert bin und freue mich immer, wenn ich über 100% meiner Zielerreichung habe :-)
Kommentar Kommentare (7) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Apr 2, 2014 10:06 AM MEST


Offen für alles und nicht ganz dicht
Offen für alles und nicht ganz dicht
von Florian Schroeder
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Irgendwie beruhigend..., 17. August 2011
...zu wissen, dass es Anderen auch so geht, sie ähnliche Gedanken haben und sich die gleichen Fragen stellen. Was Florian Schroeder hier beschreibt, trifft in vielen Punkten den Nagel auf den Kopf und man erkennt sich unweigerlich in dem Geschriebenen wieder. Wie schon manche Vorschreiber von mir anmerkten, verliert er sich zwar von Zeit zu Zeit in einem Extrem der Kritisierung, aber aus meiner Sicht sind die Fragen, die so aufgeworfen werden, durchaus zu stellen. Eigentlich muss man sie sogar stellen. Natürlich arbeitet er mit Zynik und Überspitzung, aber die Punkte, die er machen will, werden deutlich. Im Gegensatz zu einem anderen Kommentar, bin ich nicht der Meinung, dass er sich aus seiner Kritik ausnimmt - im Gegenteil, er ist sich seiner Rolle vollkommen bewusst, führt sich selbst sogar oft als bestes Beispiel an. Wer sich auch irgendwie unschlüssig fühlt, nicht weiß, wo es hingeht, sich ungerne festlegt und schon gar keine Möglichkeit verstreichen lassen will, chronische Angst hat etwas zu verpassen und sich und die Welt aber auch gleichzeitig nicht zu Ernst nimmt - dem sei dieses Buch empfohlen. Zugegeben - es löst zwar die Probleme nicht, aber allein dadurch, dass sie angesprochen werden, hat man das gute Gefühl, nicht alleine zu sein. Abgesehen davon, stellt Schroeder Fragen, auf die es keine pauschale Antwort gibt.


Die 4-Stunden-Woche: Mehr Zeit, mehr Geld, mehr Leben
Die 4-Stunden-Woche: Mehr Zeit, mehr Geld, mehr Leben
von Timothy Ferriss
  Broschiert

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gute Ansätze - Unrealistisches Gesamtkonzept, 9. August 2011
Vom Titel anziehen lassen - wie so oft - habe ich mich bei diesem Buch. Die wenigsten werden nach dem Lesen nur noch 4 Stunden pro Woche arbeiten. Man merkt, dass dieses Buch ein wenig auf dem amerikanischen Traum aufbaut und teilweise sehr idealistisch geschrieben die Realitäten negiert. Dennoch greift Tim Ferris einige gute Ansätze auf, die man sich im täglichen Leben sehr selten bewusst macht und die einem helfen können, sich im Kleinen zu optimieren. Die Geschichte die Tim Ferris von sich als Testimonial erzählt hat jedoch auch viel mit Glück zu tun und ist 1:1 sicher nicht nachahmbar. Er schrieb dieses Buch bereits aus der Perspektive heraus 70.000 Dollar im Monat zu verdienen (wie er selbst sagt) - die Geschichte wird wie wir wissen von den Gewinnern geschrieben und so ist auch Tim Ferris in einer relativ bequemen Situation uns damit zu belehren, wie smart er das alles geschafft hat. Ich persönlich nehme mir aus seinen Gedanken das mit, das ich auch als Angestellter und für mich selbst verwenden kann. Die Hinweise aufs Delegieren, virtuelle Assistenten und Traumpläne sind ebenfalls interessant und verbreitern den Horizont. Aber das Buch denkt viele Probleme nicht ganz zu Ende und so spricht der Autor zwar stets vom Ausbrechen aus dem Sicherheitsdenken und den Konventionen, liefert aber auch keine Antworten darauf, was man tun soll, wenn man ab einem gewissen Alter Haus, Ehe und Kinder haben und vor allem finanzieren möchte. Er schreibt aus der Perspektive eines Mit-zwanzigers der ohne etwas verlieren zu können solange etwas probiert hat, bis es funktionierte. Bemerkenswert, ohne Zweifel, viele die das Buch lesen werden jedoch mehr zu verlieren haben und sich den ein oder anderen radikalen Schritt zwei Mal überlegen.

Dennoch kurzweilig, lesenswert und regt zum Nachdenken an - alles was ich wollte! 4 Sterne.


Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen. Zum Glück bin ich keins!
Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen. Zum Glück bin ich keins!
von Alexander "Elton" Duszat
  Broschiert

18 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Uninteressant - Geldmacherei - Bleib besser beim Fernsehn, 7. Juli 2011
Wie wahrscheinlich viele andere auch, hab ich mich von der Person bzw. der Figur "Elton" locken lassen und mir das Buch in Hörbuchform zugelegt. Neben anderen Büchern versprach es dem Anschein nach leichte Unterhaltung für einige Stunden am Hotelpool zu werden. Bei allem Respekt vor der Unterhaltungsleistung, die Elton im Fernsehen - zumindest oft - erbringt, ist dieses Buch mit recht deutlichem Abstand das schlechteste weil langweiligste, mit dem ich mich jemals beschäftigt habe. Es folgt keiner Struktur, es hat keine Aussage, es ist nicht witzig, es ist nicht intelligent. Der Autor weiß das, glaube ich, auch selbst und betont immer wieder, dass er das Buch ja eigentlich nur für seine Mutter schreibe und mehr oder weniger gerade das schreibt, was ihm in dem Moment durch den Kopf geht. Ein bisschen was über Castings, Elton vs. Simon oder der jährliche Besuch des Hurricane Festivals, das wars auch schon. Ansonsten auch viel über Schnitzel und Essen. Ich dachte mir eine ganze Zeit lang, dass es ja jetzt eigentlich bald losgehen müsste, irgendeine kleine Weisheit oder zumindest etwas, das man sich nicht bereits denken konnte, habe ich erwartet. Fehlanzeige. Wie es Anfing, so endete es dann auch. Naja, für hartgesottenste Elton-Fans, die gerne auch seine Unterwäsche kaufen würden, ist es vielleicht zu empfehlen. Für Leute die sich mit inhaltslosem Zufallsgeschriebenen nicht so gut identifizieren können eher weniger.

Ich mag Elton weiterhin, habe an einem Flughafen sogar mal ein Bild mit ihm machen dürfen. Er ist nett, nicht überheblich, auf dem Boden geblieben und oft wirklich unterhaltsam. Ich gönne ihm seinen Schritt ins Kinderfernsehen und halte ihn im TV für gut aufgehoben. Bitte keine weiteren Bücher..


HTC Wildfire Smartphone (5MP, soziale Netzwerke, Android 2.1, ohne Branding) metal moccha
HTC Wildfire Smartphone (5MP, soziale Netzwerke, Android 2.1, ohne Branding) metal moccha
Wird angeboten von Krev24
Preis: EUR 129,90

7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Smarter Alleskönner - Schwachstelle Akku, 9. August 2010
Insgesamt bin ich mit dem Smartphone HTC Wildfire (kleiner Bruder des HTC Desire) zufrieden. Android läuft stabil, man kann sich an Apps alles runterladen, was der Android Market zu bieten hat. Google Navigationssoftware ist dabei und funktioniert einwandfrei (sogar Navigation mit Satellitenbildern ist möglich). Auch die Sprachqualität ist sehr gut und die Bedienbarkeit sehr intuitiv. Die Texterkennungssoftware erkennt auch Wörter, bei denen man auf der eigentlich recht einfach zu bedienenden Tastatur (besonders, wenn man das Handy quer hält), ein paar mal ordentlich daneben gehauen hat. Kamera ist gut, macht auch schöne Videos. Das große Display reagiert gut.

Also insgesamt, und vor allem für diesen Preis, ein Alleskönner - eine Kaufempfehlung kann ich aussprechen.

Einzige Schwachselle des Handys ist sein Akku. Ich hatte davor noch kein Smartphone, deswegen war ich es nicht gewohnt mein Handy auch bei wenig Benutzung in jedem Fall jeden Abend laden zu müssen. Wenn man auf Zugreisen ist und nebenher einige Apps nutzt (seien es Spiele, LastFM oder auch nur den Railnavigator) so kann man sich darauf einstellen, dass der Akku vielleicht nur 5-6 Stunden hält und man sogar tagsüber nachladen muss.

Wenn einem dies egal ist (bzw. man es mit KFZ-Ladegeräten oder Zweitladegeräten ausgleichen kann), oder wenn man die Apps nicht in einem größeren Umfang nutzt und das Handy vordergründig zum Telefonieren verwendet, sollte einen der Akku nicht vom Kauf abhalten.

Warum ein Smartphone und kein iPhone? - Besseres (offenes) Betriebssystem, viel kostenlose Software (z.B. Navi), deutlich günstigerer Preis.
Warum das Wildfire und nicht das Desire? - Ist einfach handlicher, kleiner, geht in jede Tasche.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Sep 8, 2010 2:15 PM MEST


Gestatten: Elite. Auf den Spuren der Mächtigen von morgen
Gestatten: Elite. Auf den Spuren der Mächtigen von morgen
von Julia Friedrichs
  Taschenbuch
Preis: EUR 17,95

5 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Vordergründig wissenschaftlich, 28. August 2009
Ich habe etwas geschwankt, ob dieses Buch einen oder zwei Sterne verdient hat, gebe ihm jetzt zwei, weil es doch immerhin eine kurzweilige Lektüre war. Vom Inhalt her kann ich mich den Vorschreibern nur anschließen. Hier schreibt eine, in einer linken Klientel aufgewachsene, "freie Journalistin" die wirklich nur von Anfang an ihre Klischees von der "herrschenden Oberschicht" bestätigt sehen wollte. Dazu besucht sie verschiedene "Elite-Einrichtungen" und spricht mit Studenten, Schülern und Direktoren. Mehr oder weniger wirft sie allen vor Karriere- und Leistungsorientiert zu sein ohne dabei Rücksicht auf Mitmenschen zu nehmen, die eben weniger leisten ("gönne ihnen doch ein bisschen Faulheit"). Immer wieder die Forderung nach Gleichmacherei und Gleichheit. Kommt fast etwas kommunistisch angehaucht rüber. Auf die Spitze getrieben wird das Ganze, als sie in einem der letzten Kapitel herausstellt, dass es nur bei den Globalisierungsgegnern von >attac< noch Leute gibt, die sich wirklich vollkommen uneigennützig für ihre Mitmenschen engagieren und die Welt verbessern wollen. Konkrete Handlungsaufforderungen mit Steinen auf Polizisten zu werfen bleiben dem Leser jedoch erspart. Klar hat das Buch an der ein oder anderen Stelle auch Recht und auch deswegen gibt es zwei Punkte dafür. Mit Sicherheit ist es teilweise so, dass sich die herrschenden Schichten dieser Welt gegenseitig legitimieren und ab und an trifft das Buch auch einen wunden Punkt. Den Leistungsgedanken deshalb von vornherein zu verurteilen kann jedoch nicht Essenz und Konsequenz sein. Leider ist das Buch zu überspitzt und subjektiv geschrieben, als das man es wirklich ernst nehmen könnte.


The Last Lecture
The Last Lecture
von Randy Pausch
  Taschenbuch
Preis: EUR 10,00

82 von 82 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Lernen durch den Rückblick, 15. Mai 2008
Rezension bezieht sich auf: The Last Lecture (Taschenbuch)
Ich bin kein Fan des Begriffs "Lebensweisheiten", aber viele Lehren aus den Erzählungen des an Bauchspeicheldrüsenkrebs sterbenden Professors Randy Pausch könnte man wohl als solche bezeichnen. Das Buch besteht aus mehreren Überkapiteln sowie zahlreichen Kleinepisoden - man muss das Buch also nicht am Stück lesen. In einem Interview hat Pausch gesagt er hat das Buch eigentlich nur für seine drei Kinder geschrieben, die er zurücklassen muss. Immer mal wieder geht es in seiner geschriebenen Ausgabe der "Last Lecture" dewegen sehr im Detail um seine Familie und um seine persönlichen Beziehungserfahrungen. Wer eine Ansammlung von Lebenstipps erwartet ist nicht unbedingt richtig. Pausch reflektiert über sein eigenes Leben und entwickelt daraus Weisheiten und Prinzipien. Mein Lieblingsausspruch von ihm, der sich auch wie ein roter Faden durch das gesamte Buch zieht, ist: "Brick walls are there for a reason: they let us prove how badly we want things". Sinngemäß: Mauern (vor denen wir in unserem Leben von Zeit zu Zeit stehen) gibt es aus gutem Grund: Sie lassen uns beweisen wie sehr wir etwas (auf der anderen Seite) wollen. Auch geht er, immer im Rückblick auf seine eigene Vergangenheit, darauf ein, dass man nur Erfahrungen sammelt und lernt, wenn man das was man wollte, nicht bekommen hat. Wer seine "Last Lecture" (im Internet vielfach anschaubar) gesehen hat, ist sich der unglaublich positiven und energetischen Art des Professors Bewusst. Insgesamt ein wirklich tolles Buch das mich persönlich auf jeden Fall bereichert hat. Es ist keine Belehrung, sondern vielmehr eine toll-traurige Autobiographie eines intellektuellen, der während des Buches auch immer wieder auf seine eigenen Charakterschwächen eingeht. An manchen Stellen hat man zwar das Gefühl, Pausch will sich bewusst in ein rechtes Licht rücken - aber sind wir mal ehrlich, wer würde das nicht. Ich habe das Buch auf Englisch gelesen, es ist wirklich nicht schwer geschrieben und einfach zu verstehen. Die Übersetzung ins Deutsche soll (laut Amazon Rezension) eine Katastrophe sein, also lieber gleich das Original lesen.


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