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Rezensionen verfasst von
Florentina

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Mattel Y2554 - Geister Geister Schatzsuchmeister, Strategiespiel - Kinderspiel des Jahres 2014
Mattel Y2554 - Geister Geister Schatzsuchmeister, Strategiespiel - Kinderspiel des Jahres 2014
Preis: EUR 21,99

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Spielprinzip und Idee sind super, aber für manche Kinder womöglich frustrierend, 27. Dezember 2014
Wir, zwei junge Erwachsene (24 und 25), haben uns dieses Spiel aufgrund der guten Bewertungen und der Hinweise anderer Rezensenten, dass es durchaus auch für Erwachsene ist, gekauft. Uns gefällt es gut, nach einigem Testen sind wir allerdings zu der Schlussfolgerung gekommen, dass dieses Spiel so manches Kind durchaus an die Grenzen der Frustration bringen könnte - mehr dazu weiter unten im Fazit für Kinder.

DAS SPIEL, DIE MATERIALIEN

Zum genauen Ablauf äußere ich mich hier nicht, das haben andere schon ausführlich getan. Uns gefällt die Spielidee jedenfalls sehr gut. Wir mögen generell Spiele, wo man zusammenarbeiten muss und entweder gemeinsam gewinnt oder gemeinsam verliert. Gerade auch für Kinder finde ich dieses kooperative Spielprinzip sehr wertvoll. Ganz ganz toll finde ich, dass sich das Spiel sowohl als einfachere Basisvariante spielen lässt, als auch als eine wesentlich schwerere Fortgeschrittenen-Version.
Die meisten Spielmaterialien sind sehr wertig und hübsch anzusehen: ein schöner Spielplan, fast schon niedliche Geisterfiguren aus grünschimmerndem Plastik (geben wohl sogar mehr her als es Figuren aus Holz getan hätten), nette Geisterkarten… Das ist alles liebevoll gestaltet. Die schweren, an den Ecken verstärkten Würfel sind jedoch alles andere als optimal, sie rollen einfach nicht gut. Man muss mit etwas mehr Schwung würfeln, dann geht es halbwegs - man gewöhnt sich an sie. Aber ganz normale Würfel hätten es auch getan. Die vier Kinder-Spielfiguren hätten mir wiederum aus Holz besser gefallen als aus Plastik, das ist natürlich sowieso Geschmacksache.
Die Spielanleitung ist leider nicht so gut geschrieben. Abgesehen von einem offensichtlichen Fehler (bei der Grafik auf der zweiten Seite, die die Position der 8 Edelsteine zu Beginn anzeigt, sind nur 4 der 8 Edelsteine eingezeichnet), sind die Regeln viel zu umständlich erklärt - dafür, dass sie eigentlich ganz einfach sind. So etwas finde ich immer sehr ärgerlich - für mich unverständlich, warum man das nicht besser überarbeitet.

UNSERE ERFAHRUNGEN

Wir haben zuerst ein paar Partien zu zweit gespielt - nur das Basisspiel, ohne Erweiterungskarten. Bei der ersten Runde habe ich mich noch absichtlich blöd angestellt, weil ich das Gefühl hatte, das ist sonst zu leicht - und wurde eines Besseren belehrt: wir haben verloren! Auch die zwei Partien danach: verloren! Dann zu viert in verschiedenen Konstellationen mit 16 - 50jährigen - ebenfalls verloren! Wobei der Erfolg hier doch auch sehr vom Würfelglück abhängt - aber nicht nur. Wir haben schnell bemerkt: ohne Strategie geht es hier nicht!

Wir sind Fans von Strategiespielen, ein paar Mal zu verlieren machte das Spiel für uns nur reizvoller! Wir hatten dann auch endlich eine gute Strategie und mit dieser lässt sich das Basisspiel nun problemlos gewinnen. Mit den zusätzlichen Hürden des Fortgeschrittenen-Spiels ist es jedoch wieder sehr sehr knifflig. Es bietet sich hier an, nicht gleich alle erschwerenden Elemente auf einmal ins Spiel zu bringen, sondern nach und nach zu erweitern.

UNSER FAZIT (Erwachsene)

Wir haben definitiv unseren Spaß mit dem Spiel (sowohl wir selbst als auch jeder, der mit uns zu viert gespielt hat)! Wir freuen uns nun auf die zusätzlichen Elemente des Fortgeschrittenen-Spiels, die uns auch in Zukunft noch vor einige strategische Aufgaben stellen werden… wir denken allerdings auch, dass sich dieses Spiel für eine längere Zeit ausgereizt haben wird, wenn man mal alle Erweiterungskarten und die zusätzliche Hürde (durch die richtige Reihenfolge der Edelsteine) ins Spiel gebracht hat. Allerdings könnte es bis dahin noch eine Weile dauern ;) Ob die Spannung bis dahin erhalten bleibt, ist natürlich auch fraglich. Denn der Spielablauf ist immer mehr oder weniger dasselbe. Ich fürchte, das ist eher kein Spiel, das für wirklich längere Zeit spannend bleibt. Trotzdem haben wir den Kauf nicht bereut und spielen gerne zwischendurch mal eine Partie - oder auch gleich noch eine zweite, wenn wir nicht erfolgreich waren.

UNSER FAZIT FÜR KINDER

Auch wenn wir das Spiel mit Kindern nicht erprobt haben, die Jüngste bei uns war 16, so kann ich mir doch vorstellen, dass zumindest manche Kinder an diesem Spiel verzweifeln könnten, wenn sie immer und immer wieder verlieren, bis sich dann dann mal der Erfolg einstellt. Es stellt sich die Frage, ob einige Kinder nicht davor das Interesse verlieren und das Spiel gar nicht mehr aus dem Regal holen wollen. Das hängt bestimmt auch sehr davon ab, wie strategiebegeistert die Kinder generell sind.
Die Altersempfehlung (ab 8) würde ich auch mit Vorsicht betrachten. 8jährige verstehen die Spielregeln zwar bestimmt schon, vermutlich auch noch jüngere Kinder, das ist weniger das Problem. Sie können aber denke ich noch nicht so gut selbst an einer Strategie feilen, sind hier wohl eher auf die Ratschläge der Älteren angewiesen - was genau durch dieses kooperative Spielprinzip allerdings auch kein Problem darstellt, man spielt ja eh gemeinsam und nicht gegeneinander. Trotzdem, wenn dann auch die Erwachsenen immer scheitern, so wie wir anfänglich… dann könnte bei den Kleinen doch Frust aufkommen. Und, wie gesagt: es hängt nicht nur von der Strategie ab, sondern auch sehr vom Würfelglück.
Aus diesem Grund vom Kauf abzuraten, wie dies mein Vor-Rezensent tut, finde ich jedoch ziemlich unfair. Denn dies ist ja definitiv kein schlechtes Spiel, im Gegenteil. Vielmehr sollte man sich vorm Kauf fragen, wie die eigenen Kinder mit dem möglichen Scheitern umgehen werden. Das sollte die Frage dann beantworten, ob dieses Spiel etwas für sie ist, oder eher (noch) nicht.
Die Voraussetzungen für ein richtiges Familienspiel, bei dem alle Altersgruppen auf ihre Kosten kommen, sind jedenfalls gegeben. Wenn alle schön zusammenarbeiten, haben sowohl die Erwachsenen ihre Freude und sind gefordert, als auch Kinder (eventuell sogar jünger als 8, wenn sie von den Älteren angeleitet werden).

BEWERTUNG

4 von 5 Sternen gibt es von uns. Abzüge für die Würfel und die sehr bearbeitungsbedürftige Spielanleitung. Unsere Vermutung, dass sich das Spiel für uns bald ausgereizt haben könnte, lasse ich nicht in die Bewertung einfließen, da wir ja nur Erwachsene sind. Als richtiges Familienspiel genutzt dürfte der Spaß länger erhalten bleiben. Alles in allem ein tolles Spiel!


Orphan Train: A Novel
Orphan Train: A Novel
Preis: EUR 5,84

4.0 von 5 Sternen A beautiful novel, based on an unknown chapter of American history, 22. Dezember 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Orphan Train: A Novel (Kindle Edition)
I haven't heard of the so-called orphan trains before. Intrigued, I started reading… And what Christina Baker Kline made of this topic is not only a totally interesting read, but also a product of very good research.

This is the second book I read by this author. I liked the other one, "Sweet Water", even more, but "Orphan Train" is almost as good. I especially like how Christina Baker Kline develops a story, at first only slowly… but then there's this wow effect at the end which makes her novels so special and unforgettable.

The main characters are Vivian, the orphaned train rider who at 91 years of age tells her fascinating story, and 17 year old Molly, also an orphan, who helps old Vivian to clean up her attic. Vivan's story starts in 1929, when 9 year old Vivian (at that time called Niamh) loses her parents and is sent from New York to the Midwest with an orphan train, into an uncertain future. Molly's present time story is told simultaneously. Again, like in "Sweet Water", the author interweaves the stories of an old woman and a young girl. And again, she does it masterly.

The book couldn't consistently enthrall me though. There were some chapters in between which I found a bit tedious, which leads to only 4 points. But the ending is really great! I also shed some tears.
An intriguing story, rich and beautiful language, strong characters… this is a novel one cannot forget so easily.


You Against Me
You Against Me
von Jenny Downham
  Taschenbuch
Preis: EUR 8,00

4.0 von 5 Sternen Totally enthralling, but I found the ending dissatisfying, 1. Dezember 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: You Against Me (Taschenbuch)
I read "Before I Die" a few years ago and fell in love with Jenny Downham's writing and her capability to make emotions so tangible, so of course I had to read her new novel as well - and it is almost as good. And I'm saying "almost" with caution because a few years ago I was more in the age group of her books. I think you can never be too old for her books though, her books are suitable for adult readers as well.

The story of Ellie, whose brother Tom is accused of rape, and Mikey, whose sister Karyn is the victim, is totally absorbing and quite unputdownable. And when you put it down, the story will continue to haunt you in your thoughts. I like such books.
But the best part about this novel is how wonderful the author can express emotions through simple and words and sentences. Her writing style is just so good, very authentic, at times a bit poetic, but never too dramatic. She always finds the best words to express feelings in a to-the-point kind of way. I felt so much with these characters, went through an emotional rollercoaster and found myself in a struggle of what the right thing to do is.
You ask yourself: what would I do in Ellie's situation? Many people in this book make mistakes, but most of them are so understandable, so traceable. I liked how this novel activated my thinking, I continually kept asking myself: what would I do? What is right, what is wrong? So this book is a lot about making the right choices and decisions. Can you choose against your family? What happens if you do?
And then there's the subtle love story that develops between Ellie and Mikey, very sweet and very authentic - but can you like the enemy?

The characters are very well developed, with lots of flaws as well, which I really liked; and lots of personality, with the only exception that Karyn remained a bit of a shadow for me. Also her character was not very likeable, which made it a bit hard for me to sympathize with her. But I could still understand why she was acting that way most of the time. I liked how well Jenny Downham described the different worlds Ellie and Mikey come from. Mikey with an alcoholic mother comes from an underprivileged working class family, Ellie and her brother are protected by their upper middle class family's influences, where money can buy the best lawyers. How unfair this seems… you will find yourself struggling a lot with what happens as the story unfolds.

But as I already mentioned in the caption of this review: I was disappointed about the abrupt ending! I usually tend to like open ends, but in this case there was too much unsolved, too much left out. It was as if a few chapters were missing, as if the author wasn't quite sure herself how to find a way out of this mess. It ends right before the final trial. And even though you as a reader know at this point whether Ellie's brother is innocent or guilty, you still don't know how this case is going to end (which family wins, if you want to put it that way). Now it feels like I still haven't finished this book.
This is the one and only reason why this otherwise extraordinarily good book only gets 4 stars from me.


Die verborgene Sprache der Blumen
Die verborgene Sprache der Blumen
von Vanessa Diffenbaugh
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

5.0 von 5 Sternen Ein sowohl schönes als auch schonungsloses Buch, 20. November 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Das ist eines dieser Bücher, bei denen man weiß, sie bleiben einem noch lange in Erinnerung.
Ein schönes Buch, das ebenso zart wie wütend geschrieben ist. Sehr überzeugend und glaubhaft schildert die Autorin die Geschichte der elternlosen zu Beginn 18-jährigen Victoria, die von Pflegefamilie zu Pflegefamilie gereicht wurde und dabei verlernt hat, Nähe zuzulassen und zu lieben. Man merkt, dass die Autorin Ahnung hat von dem, was sie da schreibt.

Für mich war die Geschichte besonders spannend zu lesen, weil es immer wieder Wendungen gegeben hat, mit denen ich nicht gerechnet habe und weil mich die unkonventionelle Art, wie mit bestimmten Themen umgegangen wird, sehr überrascht hat. Die Geschichte folgt nicht dem üblich 0815-Plot, sondern geht ihren ganz eigenen Weg. Das ist eine Geschichte, wie ich sie noch nie zuvor in ähnlicher Form gelesen habe, etwas ganz Neues… und damit meine ich nicht nur die Idee mit der Sprache der Blumen.
Und so ist auch die Persönlichkeit von Victoria unkonventionell gezeichnet, was ich als einen großen Pluspunkt des Romans ansehe. Sie wird nicht beschönigt, sondern sehr authentisch mit all ihren Eigenheiten dargestellt: als eine junge Frau mit einem ernsten Problem, Nähe zuzulassen und mit einem inneren Drang, immer wieder wegzulaufen, wenn ihr eine Beziehung zu einem Menschen zu nahe geht. Es gibt Stellen im Buch, da hat man kein Verständnis mit Victorias Taten, aber trotzdem kann man immer nachvollziehen, warum sie so geworden ist, bei der schwierigen Kindheit die sie hatte. Auch wenn der Titel des Romans es nicht vermuten lässt, ist die Realität teils so unbeschönigt dargestellt, dass manche Stellen einen in ihrer Härte, Wut und Schonungslosigkeit treffen. Ihnen gegenübergestellt sind Momente voller Einsamkeit und auch zarter Schönheit.

Die Sprache ist simpel und schön, teilweise auch leicht poetisch, vor allem durch die sehr stimmig in die Geschichte eingebundenen Blumen und ihre Bedeutungen. Die Handlung ist fesselnd, was wohl noch einmal verstärkt wird durch die kapitelweise abwechselnde Erzählsicht der 10-jährigen und der 18-jährigen Victoria. Parallel bauen sich zwei Handelsstränge mit ihren eigenen Höhepunkten auf. Zeitweise will man das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen, die letzten 100 Seiten habe ich dann bis in die Nacht hinein einem Rutsch fertiggelesen. Das Ende hinterlässt ein angenehmes Gefühl der Versöhnung und Wärme - ich persönlich fand auch das Ende gelungen.

Ganz selten habe ich mir (vor allem in der ersten Hälfte) gedacht, dass einigen Kapiteln eine leichte Kürzung nicht geschadet hätte; nichtsdestotrotz weißt das Buch für mich keine wirklichen Längen auf (weil das manch andere Rezensenten hier negativ erwähnt haben). Ein weiterer kleiner Kritikpunkt bezieht sich auf manche Nebencharaktere, die für mich etwas blass geblieben sind (Renata, Natalya, Marlena). Aber auch das tut dem Buch nicht wirklich einen nennenswerten Abbruch.
Und so ist "Die verborgene Sprache der Blumen" zwar kein neues Lieblingsbuch, aber doch ein ganz besonderes Buch und ein Lese-Highlight.


Ich, Zinny Taylor
Ich, Zinny Taylor
von Sharon Creech
  Gebundene Ausgabe

5.0 von 5 Sternen Schon als Teenager geliebt und ich liebe es immer noch, 6. November 2014
Rezension bezieht sich auf: Ich, Zinny Taylor (Gebundene Ausgabe)
Gerade habe ich das Buch seit über 10 Jahren zum ersten Mal wieder gelesen, hochgespannt ob es mir denn immer noch so gut gefallen würde wie in meiner Teenager-Zeit… und das hat es!

Kurz zum Inhalt, wer vorab schon etwas mehr wissen will (ohne zu spoilern):
die 13jährige Zinny lebt mit ihren Eltern und sechs Geschwistern auf einer Farm in Kentucky. Nebenan wohnen ihr Onkel Nate und ihre Tante Jesse, deren Tochter Rose gestorben ist, als sie vier war. Zinny hat sich schon immer bei Nate und Jesse wohler gefühlt als in ihrer eigenen Familie, in die sie nie so recht hineingepasst hat…
In dem Sommer, als Jake plötzlich wieder auftaucht und ihr ein Geschenk nach dem anderen macht, entdeckt Zinny den Weg, der von ihrer Farm aus bis tief in die Berge führt - und sie beginnt das Projekt ihres Lebens, die Freilegung des alten Pfades. Und dabei stößt sie sowohl auf Dinge ihrer Vergangenheit als auch auf Erinnerungsfetzen aus ihrer Kindheit, die sie bereits verloren geglaubt hatte und die sie nicht so recht einordnen kann…

Die Geschichte ist vielschichtig, die Charaktere sind sehr glaubwürdig gezeichnet, die Story an sich überzeugt neben der eigentlichen Handlung auch durch viele kleine, gelungene Details, die dem Roman enorm viel Tiefe verleihen. Man taucht völlig ein in diese schöne Geschichte… und für mich sind die Charaktere (nach geschätztem 5. Mal lesen) zu "alten Bekannten" geworden.
Jetzt werde ich das Buch sogar noch meiner Mutter zu lesen geben und bin mir sicher, dass es ihr auch gefallen wird!
Denn "Ich, Zinny Taylor" ist wirklich so viel mehr als nur ein 0815-Jugendbuch!

Vor allem die melancholisch-zarte Sprache und die so gelungene Auseinandersetzung mit Themen wie Tod, Schuld und Unsicherheit machen dieses Buch zu einem ganz besonders wertvollen Roman! Es wird sehr offen über den Tod geschrieben und die Frage, ob es Geister gibt, ist ein zentrales Thema. Gerade in der Art, wie die Thematik von der Autorin umgesetzt wurde, liegt meiner Meinung nach ein großer Teil des Wertes dieses Romans.

Leider finde ich die Covergestaltung, sowie auch den Klappentext der Taschenbuch-Ausgabe äußerst(!) misslungen, sowohl die an ein Comic erinnernde Illustration als auch der Text hätten mich davon abgehalten, das Buch jemals lesen zu wollen, hätte ich es nicht von früher gekannt - es wird in seiner ganzen Aufmachung zu einem (wenn man es nicht besser weiß) absolut banalen Jugendbuch degradiert. Das finde ich sehr schade! Die optische Aufmachung eines Buches ist ja doch sehr, sehr ausschlaggebend...
(Ich besitze die Gebundene Ausgabe mit dieser einprägsamen Schwarzweiß-Fotografie eines dunkelhaarigen Mädchens, das für mich immer Zinny Taylor verkörpern wird).


Saving CeeCee Honeycutt (English Edition)
Saving CeeCee Honeycutt (English Edition)
Preis: EUR 7,99

3.0 von 5 Sternen A sweet novel - but lacking depth, 1. November 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
I feel a bit torn, I don't know what to think of this book. I really wanted to like it, and was confident I would. But my expectations weren't satisfied.
It is a lovely story, a bit sad but most of the time sugar-sweet, almost too sugar-sweet. I'm referring to Cecelia's whole healing process… it's just not that simple in reality! When it comes to feelings, grief and all the sad stuff, the author hardly scratches the surface.
What I liked most about this book was the whole Savannah setting, which is so beautifully described throughout the novel - honestly, it makes you want to visit this place instantly!
All in all the characters are drawn quite good, but especially Cecelia herself remained a bit of a shadow for me. And the story of her mother's mental illness wasn't convincing enough. I didn't buy it.
The book has a satisfying ending (which is predictable right from the start) which leaves you with a warm and comfortable feeling… but, strictly speaking, the ending is also a bit too sugarcoated.

The author loses the thread a few times, which made this book quite boring in between. I kept waiting and waiting for the story to unfold (and develop), but it never really happened. It feels like there's something missing. There were a few chapters which add just nothing to the story. Such chapters would have been justifiable if the language itself had been richer or if the author would have dealt more with Cecelia's inner feelings. But her style of writing is not that special to compensate for that.
It gets better in the last third of the novel, where Cecelia finally confronts herself with the sad events of her past - and only then you get a better understanding why the author hadn't much mentioned her grief before.

Last but not least (this may partly only affect the kindle version?):
What I found extremely irritating were the constant typing errors. Whole words were omitted continually and I even found some spelling errors like 'I nodded but was too nervous too speak' or 'the air sparks when you move though it'. And then I found this sentence: 'Aunt Tootie looked at me kinda strange'. Now is it just me being overly meticulous…? I don't think so. "Kinda" is only okay in direct speech!

It's still a nice and comfy novel, but it will certainly not stay with me for long and is therefore far away from being a great or special book.


Wasser für die Elefanten: Roman
Wasser für die Elefanten: Roman
Preis: EUR 7,99

3.0 von 5 Sternen Trotz allem etwas farblos…, 26. Oktober 2014
Dies ist durchaus ein guter Roman, fesselnd und unterhaltsam, gibt er einen guten Einblick in die faszinierende Welt der fahrenden Zirkusleute der 1930er in Amerika.
Gut recherchiert, ein spannendes Thema - keine Frage! Ins Buch wurden viele Anekdoten eingebaut, die tatsächlich so passiert sind (wie man aus dem Nachwort erfährt) - das hat mir gut gefallen. Eine im Groben auch sehr gut konstruierte Storyline. Sehr gut hat mir zum Beispiel gefallen, dass die Geschichte aus der Sicht des mittlerweile über 90jährigen Jacob geschildert wird, der sich an seine Jugend erinnert. Vergangenheit und Gegenwart sind so sehr geschickt kombiniert worden, was dem Roman viel mehr Dichte verleiht. Das Ende gefällt mir in seiner Verrücktheit, auch wenn es genau genommen fast etwas unglaubwürdig ist…

Allerdings habe ich auch zwei Kritikpunkte, die letztendlich zu 2 Punkten Abzug führen:

1. Der Schreibstil:
Mit dem etwas nüchtern-sachlichen, oberflächlich-beschreibenden Schreibstil konnte ich mich nicht ganz anfreunden, ich hätte mir mehr Gefühl gewünscht. Dadurch blieb eine gewisse Distanz zu den Charakteren erhalten, ich konnte nicht richtig mit ihnen mitfühlen und mitleben, sie waren zu wenig greifbar. Diese gewisse Atmosphäre fehlte. Ein völliges Eintauchen in die Geschichte (dieses Gefühl, mit Haut und Haar dabei zu sein) war mir dadurch nicht möglich, macht für mich allerdings einen wirklich guten Roman dieser Kategorie aus.

2. Die Charaktere:
Die Personen blieben für mich mehr oder weniger farblos, gerade die Hauptcharaktere Jacob und Marlena. Nichts macht sie wirklich besonders, sie haben keine Ecken und Kanten, sie sind austauschbar, bleiben nicht im Gedächtnis. Vor allem Marlena - dafür, dass sie so schillernd beschrieben wird, bleibt sie erstaunlich blass. Oft fand ich auch ihre Handlungen nicht nachvollziehbar, fragte mich, "was will sie eigentlich?".
Man erfährt zwar über beide Hauptprotagonisten etwas Hintergrundwissen, aber auch da hätte ich mir mehr gewünscht. Und auch die Liebesgeschichte ließ mich relativ kalt, zu oberflächlich ist sie gestrickt, zu wenig leuchtet sie ein. August hingegen fand ich einen sehr gut ausgebauten Charakter, ebenso den 93jährigen Jacob der Gegenwart.

Fazit:
Leider kein Buch, das mir sonderlich in Erinnerung bleiben wird, dazu fehlt es an der nötigen Tiefe und Einprägsamkeit.
Trotzdem habe ich es ganz gerne gelesen, langweilig ist mir dabei zumindest definitiv nie geworden.
Idee hervorragend - aber man hätte wohl mehr daraus machen können.


Sweet Water: A Novel (P.S.)
Sweet Water: A Novel (P.S.)
Preis: EUR 1,80

4.0 von 5 Sternen Rich language, a valuable read - despite some lengths, 9. Oktober 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Sweet Water: A Novel (P.S.) (Kindle Edition)
A book which got my interest right from the start. I instantly connected with the main character Cassie and very much enjoyed the author's beautiful and quite poetic style of writing.
Kline tells the overlapping stories of Cassie and her grandmother Clyde in alternating first person perspectives. This is the second book I read in a very short time where the author used alternating first person perspectives - and I must say, I really enjoyed this here, while in the other books it got overly annoying. When used wisely (where it really makes sense), this is a powerful tool in generating suspense and building up a kind of psychological density. And the voices of the two women (as well as past and present time) are masterly woven together.

27 year Cassie lost her mother when she was a small child and has been raised in New York City by her father. When she inherits the Tennessee house where her mother spent her childhood, she quite spontaneously she decides to move there so that she may finally find answers: about her mother and the circumstances of her death and about her roots in rural Tennessee, about her family… Her grandmother and the rest of the family still live in the same town - the family Cassie never got a chance to get to know better.
But why does her grandmother act so reserved? What does she hide? And what really happened in the accident that killed her mother? While Cassie seeks answers, past time revelations gradually come to light...

Ok, now this seems like a rather common plot for a novel. Well, it is. But it's Kline's writing skills which turn this book into something special.
The language is rich and poetic. I like the way the author plays with words. The characters are well developed, the dialogues intense. I especially liked the chapters told from Clyde's perspective, which is unusual as I normally connect more with people around my own age. But I found her story very fascinating, mesmerizing… her memories are so vivid, you can almost grasp them. The atmosphere of the past is brought to life so beautifully through her thoughts and memories.

This is a compelling read as well as a psychological study of jealousy and guilt.
BUT there are a few lenghts which don't add much to the course of the story. Also the book ends quite abruptly, it feels like there are one or two chapters missing.
That's why I can only give 4 stars. Some passages are BRILLIANT, others are, let's say, capable of improvement...
All in all, I can really recommend this book and I enjoyed reading it nevertheless.


In This Moment (English Edition)
In This Moment (English Edition)
Preis: EUR 0,89

2.0 von 5 Sternen Not the book I fall for, 28. September 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
For 0.89 € you don't really think twice about buying a book that sounds like an interesting story and only has positive reviews so far.

But well, for me that was not THE book at all.
If you're into sentences like
"She could reach into my chest and rip my heart out of my body because it already belongs to her."
then this might be your book.

I got annoyed pretty soon by tons of bla bla dialogues (page long discussions whether the protagonist Aimee should go to a party or not - and then there's the next party and the discussion starts all over…), not getting to the main part. And then the main part was disappointing as well, it didn't go quite deep into the matter of dealing with loss. At least not in a way that appeals to me. These pretend-to-be-wisdoms, I felt like I've read them a thousand times before.
Like a not very good Hollywood romance/drama. Cliché ending included.

2 stars, because there were some better parts as well. I really liked the prologue, it's beautifully written. And you find sentences or paragraphs like that strewn inside the book - but they are rare.
I liked the plot line and generally, I liked Autumn Doughton's style of writing. But I think she spoiled the whole thing by including sooo many booooring dialogues (e.g. the ones Aimee had with her friend Jodi which add nothing to the story) and by introducing too many colourless secondary characters I simply didn't care about.

What I also didn't like: the constantly alternating first person perspectives of Aimee and Cole. The author sometimes switches perspectives like 3 or 4 times within one scene. That's just too much and more annoying than anything else.

This simply isn't the kind of book I fall for. A lot of people seem to love it though. You need to decide yourself, I hope my review helped.


Looking For Alaska
Looking For Alaska
Preis: EUR 4,21

5.0 von 5 Sternen Intense characters, intense story, 26. September 2014
Rezension bezieht sich auf: Looking For Alaska (Kindle Edition)
Blurb:
"Miles Halter's whole life has been one big non-event, until he meets Alaska Young. Gorgeous, clever and undoubtedly screwed up, Alaska draws Miles into her reckless world and irrevocably steals his heart. For Miles, nothing can ever be the same again."

After "The Fault in Our Stars" this is the second John Green book I read and it's almost as good. It's poignant, humorous, sad and intense, and the characters stay with you like friends, like you know them personally. It's an authentic story of a young man... struggling with life, and love, and loss.

The book is divided into two parts, "Before" and "After". While reading the "Before" I was constantly wondering what could happen that can draw such a clear line between the two parts. Well, I won't tell you a thing, except that the "Before" is quite different than the "After". And I personally didn't expect THAT to happen at all. But I must say, in the end I really liked how the story continued and how the characters developed.
Especially Alaska is a very captivating character: clever, funny, melancholic and full of inconsistencies. Reckless and completely lost. You get to know her and you mostly love her (also, sometimes you don't love her), but you never fully understand her, she's hard to grasp, she remains a mystery. I feel like I can tell you tales about her, but still… I don't know her at all (like nobody in the story really does). But God, she's fascinating!
And Miles… this guy collects famous people's last words - that's just great! Loved this detail (and many many last words are woven into the story).

I liked the raw sentences and sharp dialogues. John Green's wit is what makes this story so extremely attractive and makes it worth to read the book over and over again, just because of the sparkling dialogues and observations you just can't get enough of. I love it.
The novel makes it clear that life is full of twists and turns and you can never prepare for them. Sometimes the life you just start to feel comfortable with ends in an instant. You get a little lost then, you try to collect the pieces remaining - and then life just goes on, it doesn't wait for you… but that's ok.

4,5 stars for "Looking For Alaska" (vs. 5 stars for "The Fault In Our Stars").


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