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Rezensionen verfasst von
Prisca P.

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Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry. Roman
Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry. Roman
von Rachel Joyce
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 18,99

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der lange Weg eines Briefes, 22. Februar 2013
Harold Fry bekommt einen Brief. Von einer alten Freundin, nach 20 Jahren ohne Kontakt. Sie sei sehr krank und liege im Hospiz. Und sie wolle sich nur von ihm verabschieden.
Harald schreibt ihr zurück, nur ein paar Zeilen, aber es muss genügen. Und er geht los, den Brief einzuwerfen. Seine Frau Maureen soll nur kurz auf ihn warten.
Und dann passiert das unwahrscheinliche: Harold geht am Briefkasten vorbei, geht aus der Stadt, geht den ganzen Weg von über 800 Kilometern zu Fuß. Um seine Freundin vom Krebs zu retten. Und weil er einiges in sich trägt, dass er Schritt um Schritt durchdenken muss.

Die "unwahrscheinliche Pilgerreise" ist ein Buch, das den Leser mitnimmt. Nicht nur wörtlich auf Harolds Reise, sondern auch in einem übertragenen Sinn. Nach und nach zeigt sich nämlich, dass im Leben des Pilgers eine ganze Menge im Argen liegt. Die Eheprobleme mit Maureen sind da nur das kleinste Übel. Und je mehr davon aufgedeckt wird, desto weniger gut lässt sich die Geschichte aushalten. Am Schluss wird es beinahe unerträglich, denn das Leben hat es nicht gut mit Harold gemeint. Nur den kleinen Lichtblick scheint es zu geben, dass er am Ende die Freundin retten kann. Oder seine Ehe doch noch nicht zerrüttet ist. Oder er wenigstens seinem Sohn sagen kann, wie sehr er ihn liebt.

Ich lege dieses Buch mit einem lachenden und einem weinenden Auge weg. Es ist gut und flüssig geschrieben, manchmal erscheint die Sprache sogar oberflächlich. Aber unter dieser vermeintlichen Leichtigkeit versteckt sich eine Lebenstragödie, die mich beim Lesen beinahe umgehauen hat. Ich möchte es nie wieder lesen und dennoch war es eines der besten Bücher der letzten Monate! Wer allerdings eine Geschichte ähnlich des "Hundertjährigen, der aus dem Fenster stieg" erwartet, sollte gewarnt sein. Die Pilgerreise ist etwas ganz anderes.


Die Zwölf: Band 2 der "Passage-Trilogie" - Roman
Die Zwölf: Band 2 der "Passage-Trilogie" - Roman
von Justin Cronin
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 22,99

30 von 39 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein ganz anderes Buch, 12. Januar 2013
Wer ein Buch wie den ersten Teil der Trilogie erwartet hätte, wird verwundert sein. "Die Zwölf" ist ganz anders. Doch es sind keineswegs Enttäuschungen, die den Leser erwarten. Der zweite Band schafft das, was einige vielleicht nicht erwartet hätten: Er ist sogar noch besser, als "der Übergang".

Anstatt den Protagonisten des ersten Bandes bei ihrer Jagd auf die "Zwölf" zu folgen, die Usprung und Urgrund der Virusepidemie sind, springt die Geschichte für eine lange Zeit wieder an den Anfang zurück. Was war eigentlich zwischen dem Ausbruch der Infektion und der Zeit "100 Jahre danach"? Was macht eigentlich eine Gesellschaft, in der plötzlich alle Maßstäbe von richtig und falsch zusammenbrechen, weil der Nachbar von heute auf morgen zum babyfressenden Monstrum mutiert? Warum haben einige überlebt und wie sind all die anderen gestorben?

Was im ersten Band übersprungen wurde, begegnet nun jetzt mit intensiver und düsterer Genauigkeit. "Der Übergang" ließ den Leser über die schrecklichen Details im Unklaren und das war angenehm. Nun aber muss man sich der konkreten Vernichtung der Menschheit stellen. Und das bedeutet auch, sich dem Wahnsinn zu stellen, den die Angst und Verzweifelung bei den meisten auslöst. Sich damit auseinanderzusetzen, dass das Militär Bomben auf die eigenen Leute fallen lässt. Dass Menschen im Krankenhaus verhungern, weil sie keiner mehr pflegen will. Dass Kinder verspeist und Menschen zerfetzt werden.

Auch hier ist die Gewalt nicht ausgeschrieben, aber sie kommt näher. Was bisher noch irgendwo im Hinterkopf zwar präsent, aber nicht formuliert wurde, erscheint nun schon direkt vor den Augen. Schon alleine deshalb ist dieses Buch eine ganze Stufe stärker und eindrücklicher, als das erste. Und vor allem vermittelt es eine Botschaft ganz ausdrücklich: Die Bestien sind nicht nur diejenigen, die sich verwandeln...

In einigen Teilen des Buches springt die Geschichte wieder in die Zeit von Amy, Peter, Alicia und den anderen. Es hat sich herausgestellt, dass die Kolonie sehr wohl nicht die letzte menschliche Niederlassung im ehemaligen Amerika war. Und es hat sich auch herausgestellt, dass Menschen nicht unweigerlich auf der gleichen Seite stehen müssen. Manche scheinen zu kooperieren, um damit ihr eigenes Leben retten zu können. Manche sind sogar bereit, den "Zwölf" alles zu geben, nur um ewig leben zu können. Das muss nun verhindert werden.

Auch diesmal schrieb Cronin ein langes Buch, durch das es sich durchzukämpfen gilt. Immer wieder bricht er an interessanter Stelle ab, lässt Dinge offen stehen, zwingt den Leser hundert Seiten zu warten. Doch das macht es gerade so spannend und damit ist es kein gelangweilter Kampf, sondern einer mit der eigenen Neugierde. Viel zu oft möchte man gerne schon springen, nur um diesen einzelnen Strang weiter verfolgen zu können. In dieser Hinsicht ist der Autor wirklich ein Künstler.

Schwierig wird es in der innerlichen Struktur der Geschichte. Gerade die verschiedenartigen Auswirkungen des Virus` auf die Menschen wirken teilweise konstruiert. Wie in anderen Rezensionen schon angesprochen, scheint hier immer genau das zu geschehen, was gerade in die Situation hineinpasst. Warum werden nicht alle zu Virals? Warum gibt es jemanden wie Amy, der nicht zu altern scheint? Aber so wie der zweite Teil vermeintliche Lücken des ersten geschlossen hat, schafft es vielleicht auch der dritte in einigen Jahren, hier noch mal ganz überraschend logische Verbindungen aufzuzeigen, die bisher verborgen bleiben? Es wäre diesem grandiosen Werk zuzutrauen.


Tony & Susan: Roman
Tony & Susan: Roman
von Austin Wright
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,99

4 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen der Mann, der sich nicht wehrte, 2. Januar 2013
Rezension bezieht sich auf: Tony & Susan: Roman (Gebundene Ausgabe)
Es kann nicht jeder ein Held sein. Das ist eigentlich klar. Allerdings sollte man sich doch wehren, wenn es an Leben und Tod geht. Wenn man auf offener Straße von Fremden angehalten wird und mitansehen muss, wie diese Männer die eigene Frau und Tochter entführen. Da muss man doch einschreiten, zuschlagen, um Hilfe schreien... Oder man ist wie Tony, der Mathematikprofessor, der eben nicht geschrien hat. Dem die Familie abhandenkommt und der nachher nur noch die Leichen seiner Lieben im Wald finden muss.
Tony ist die Hauptfigur in Edwards erstem Roman. Und Edward ist der Ex-Ehemann von Susan, die diesen Roman lesen und kommentieren soll. Sie liest ihn innerhalb von drei Tagen, verschlingt ihn geradezu und kann nicht mehr aufhören. Was wird mit Tony nun geschehen, nachdem er als Mann doch irgendwie versagt hat und ganz alleine zurückbleibt? Susan zittert mit ihm, erst auf der Straße, dann im Wald und später in den folgenden Monaten, wenn er versucht, wieder ins Leben zurück zu finden und die Verbrecher zu fassen. Obwohl sie Edward nicht wirklich gern hatte, gefällt ihr sein Buch übermäßig gut. Auch wenn sie immer mehr zu ahnen beginnt, dass Tony, der-sich-nicht-wehren-konnte-Tony, der Mann, der nicht abdrücken konnte, ein bisschen auch ihre eigene Geschichte zu erzählen scheint.

Mich selbst hat das Buch (weder das "äußere", noch das "innere") nicht überzeugt. Auch wenn Susan immer wieder betont, wie gut Edward in ihren Augen schreibt, finde ich Sprache und Stil des Tony-Romans alles andere als gelungen. An einer Stelle sagt sie, Edward habe früher so geschrieben, wie sie es wohl auch hinbekommen würde, wenn sie sich nur einmal hinsetzte. Und meiner Meinung nach hat er sich auch nach den (seit ihrer Scheidung) vergangenen 24 Jahren nicht verbessert. Das kann natürlich Methode sein (vielleicht versteht sie nicht viel vom Schreiben?), aber andererseits ist es anstrengend, wenn ein Autor sich so - wenn auch vielleicht unabsichtlich - unentwegt selbst lobt.
Außerdem fehlt der ganzen Handlung Tiefgang. Susan, die wohl auch nie aufbegehrt, sich auch nie wehrt, scheint gar nicht so sehr unter diesem Leben zu leiden. Ja, ihr Mann betrügt sie. Ja, sie hasst ihn. Aber irgendwie überlebt sie nicht ganz unglücklich, so wirkt es zumindest. Und Tony, der ja in dieser schrecklichen Nacht alles verloren hat, was ihm lieb und teuer war, hat nicht genug Schuld auf sich geladen. Er bleibt immer noch so weit moralisch integer, dass man ihn nicht gänzlich verdammen kann. Und schon gar nicht er sich selbst. Damit bleibt dann auch der (hier in vielen Rezensionen gelobte) Rückschluss von ihm auf Susan platt und wenig spektakulär. Warum sie das Buch gar jemandem "zur Strafe" vorlegen will, erschließt sich mir am Ende überhaupt nicht mehr.

Fazit: "Tony & Susan" ist für mich eigentlich kein richtiger Thriller. Dafür fehlt noch einiges an Spannung, Grusel, Druck, Entsetzen und was sich nicht noch alles in diesem Genre finden lassen sollte. Die Dilemma-Situation "Was würdest du tun", die wahrscheinlich herausgearbeitet werden soll, fällt sehr flach aus und stößt keineswegs genug vor den Kopf, um dieses Buch zu einem empfehlenswerten Buch zu machen.


Kein Titel verfügbar

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Monster ist nicht nur das Monster allein, 14. Dezember 2012
Wer ein Buch wie den ersten Teil der Trilogie erwartet hätte, wird verwundert sein. "Die Zwölf" ist ganz anders. Doch es sind keineswegs Enttäuschungen, die den Leser erwarten. Der zweite Band schafft das, was einige vielleicht nicht erwartet hätten: Er ist sogar noch besser, als "der Übergang".

Anstatt den Protagonisten des ersten Bandes bei ihrer Jagd auf die "Zwölf" zu folgen, die Usprung und Urgrund der Virusepidemie sind, springt die Geschichte für eine lange Zeit wieder an den Anfang zurück. Was war eigentlich zwischen dem Ausbruch der Infektion und der Zeit "100 Jahre danach"? Was macht eigentlich eine Gesellschaft, in der plötzlich alle Maßstäbe von richtig und falsch zusammenbrechen, weil der Nachbar von heute auf morgen zum babyfressenden Monstrum mutiert? Warum haben einige überlebt und wie sind all die anderen gestorben?

Was im ersten Band übersprungen wurde, begegnet nun jetzt mit intensiver und düsterer Genauigkeit. "Der Übergang" ließ den Leser über die schrecklichen Details im Unklaren und das war angenehm. Nun aber muss man sich der konkreten Vernichtung der Menschheit stellen. Und das bedeutet auch, sich dem Wahnsinn zu stellen, den die Angst und Verzweifelung bei den meisten auslöst. Sich damit auseinanderzusetzen, dass das Militär Bomben auf die eigenen Leute fallen lässt. Dass Menschen im Krankenhaus verhungern, weil sie keiner mehr pflegen will. Dass Kinder verspeist und Menschen zerfetzt werden.

Auch hier ist die Gewalt nicht ausgeschrieben, aber sie kommt näher. Was bisher noch irgendwo im Hinterkopf zwar präsent, aber nicht formuliert wurde, erscheint nun schon direkt vor den Augen. Schon alleine deshalb ist dieses Buch eine ganze Stufe stärker und eindrücklicher, als das erste. Und vor allem vermittelt es eine Botschaft ganz ausdrücklich: Die Bestien sind nicht nur diejenigen, die sich verwandeln...

In einigen Teilen des Buches springt die Geschichte wieder in die Zeit von Amy, Peter, Alicia und den anderen. Es hat sich herausgestellt, dass die Kolonie sehr wohl nicht die letzte menschliche Niederlassung im ehemaligen Amerika war. Und es hat sich auch herausgestellt, dass Menschen nicht unweigerlich auf der gleichen Seite stehen müssen. Manche scheinen zu kooperieren, um damit ihr eigenes Leben retten zu können. Manche sind sogar bereit, den "Zwölf" alles zu geben, nur um ewig leben zu können. Das muss nun verhindert werden.

Auch diesmal schrieb Cronin ein langes Buch, durch das es sich durchzukämpfen gilt. Immer wieder bricht er an interessanter Stelle ab, lässt Dinge offen stehen, zwingt den Leser hundert Seiten zu warten. Doch das macht es gerade so spannend und damit ist es kein gelangweilter Kampf, sondern einer mit der eigenen Neugierde. Viel zu oft möchte man gerne schon springen, nur um diesen einzelnen Strang weiter verfolgen zu können. In dieser Hinsicht ist der Autor wirklich ein Künstler.

Schwierig wird es in der innerlichen Struktur der Geschichte. Gerade die verschiedenartigen Auswirkungen des Virus` auf die Menschen wirken teilweise konstruiert. Wie in anderen Rezensionen schon angesprochen, scheint hier immer genau das zu geschehen, was gerade in die Situation hineinpasst. Warum werden nicht alle zu Virals? Warum gibt es jemanden wie Amy, der nicht zu altern scheint? Aber so wie der zweite Teil vermeintliche Lücken des ersten geschlossen hat, schafft es vielleicht auch der dritte in einigen Jahren, hier noch mal ganz überraschend logische Verbindungen aufzuzeigen, die bisher verborgen bleiben? Es wäre diesem grandiosen Werk zuzutrauen.
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jan 12, 2013 3:09 PM CET


Der Übergang
Der Übergang
von Justin Cronin
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das Mädchen, das danach kam, 14. Dezember 2012
Rezension bezieht sich auf: Der Übergang (Taschenbuch)
Eigentlich könnte man meinen, diese Geschichte sei eine wie viele andere. Bei dem Versuch, Menschen mithilfe eines uralten Virus` unsterblich zu machen, geht etwas schief. Die Versuchsobjekte verwandeln sich in blutsaugende Monster und haben schnell die ganze Welt vernichtet. Wer nicht selbst angesteckt wird, ist bald tot.
So gestalten sich zur Zeit eine ganze Reihe Bücher und Filme.

Und doch ist "Der Übergang" etwas ganz anderes. Denn da ist Amy und Amy war das 13. Versuchsobjekt. Im Gegensatz zu den andern 12 hat sie sich nicht verwandelt...sondern ist nun tatsächlich unsterblich. Und während um sie herum die Menschen vergehen und als "Virals" ihre gesamte menschliche Identität verlieren, wandert sie als ewiges Kind hundert Jahre durch die Zeit. Bis sie eines Tages vor den Toren einer der letzten menschlichen Kolonien steht. Und schon beginnt eine Reise quer durch das zerstörte Amerika, auf dem Versuch die "Zwölf" zu töten und die von ihnen versklavten Virals zu befreien. Denn stirbt der Erste, so sterben auch alle diejenigen, die er geschaffen hat.

Amy ist ganz anders, als eine Heldenfigur scheinbar zu sein hat. Sie will nicht die Welt befreien und dafür alle Bösen töten. Ihr geht es nicht nur um die Menschen. Sie will auch die Virals retten. Denn sie trägt ein quasi zärtliches Wissen mit sich, indem sie den verlorenen Seelen der Infizierten die eine Frage beantwortet, die alle so sehr quält: "Wer bin ich?". Damit hat sie den Charakter einer Erlöserin und das prägt meiner Meinung nach das ganze Buch. Cronin schreibt diese Geschichte auf eine Art, die immer wieder fast sakral/religiös erscheint. Auch wenn es sicherlich nicht um Religion im engeren Sinne geht, wirft das Buch doch viele Fragen auf, die fundamental wichtig zu sein scheinen. Was bleibt, wenn alle Sicherheiten unserer Existenz aufgelöst sind? Was hält Menschen zusammen? Was macht Menschlichkeit überhaupt aus?

Das Buch selbst ist der Beginn einer Trilogie (deutsche Fortsetzungen im Januar 2013 und geplant 2015) und an sich keine leichte Kost. Da sind zum einen mehr als 1000 Seiten, die gelesen werden wollen. Zum anderen schreibt der Autor in einer massigen Anzahl verschiedener Stile, vom Email-Verkehr bis zum Tagebucheintrag der Koloniebewohner, der 1000 Jahre nach der Katastrophe verlesen wird. Einige Passagen erscheinen dadurch geraffter, als andere. Gerade die Prosastellen zeichnen sich allerdings meiner Meinung nach durch große Sensibilität und Tiefe aus. Die verschiedenen Protagonisten werden hier so detailreich beschrieben, dass der Leser sich schließlich in jeden von ihnen hineinversetzen mag. Auch in diejenigen, die eigentlich nur noch Monster sind...


Biss zum Ende der Nacht. Band 4
Biss zum Ende der Nacht. Band 4
von Stephenie Meyer
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 24,90

3.0 von 5 Sternen Ein Kind wird kommen, 28. November 2012
Bella wird Edward endlich heiraten. Und dann soll er sie beissen. So könnten sie schließlich und endlich bis in Ewigkeit zusammen sein.
So beginnt der vierte Teil der Twilight-Saga und verheißt Spannung. Doch dann treten Probleme auf: Bella wird schwanger und wahrscheinlich wird sie bei der Geburt getötet werden. Also darf das Baby doch nicht am Leben bleiben, oder? Und überhaupt, was für ein Wesen wird das schon sein, dieses Kind eines Menschen und eines Vampirs? Kein Wunder, dass die neuen Entwicklungen auch die Volturi auf die Bühne rufen. Und ebenso kein Wunder, dass am Schluss eine große Schlacht ansteht.
Ich persönlich bin kein großer Fan der Serie, aber war doch gespannt auf das Ende. Und alles in allem hat sich das Lesen gelohnt. Allerdings spart die Autorin nicht mit Stereotypen und vorhersehbaren Entwicklungen. Darüber kann man aber angesichts der Tatsache, dass es sich mehr um ein Jugend- als um ein Erwachsenenbuch handelt, gerne hinwegsehen.


Überman: Der Roman
Überman: Der Roman
von Tommy Jaud
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 16,99

1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Achsenkühe und Weltuntergang, 21. November 2012
Rezension bezieht sich auf: Überman: Der Roman (Gebundene Ausgabe)
Simon ist pleite. Der griechische Anlagenberater hat sein Geld durchgebracht. Aber da das Finanzamt nicht wartet, muss er schnell wieder flüssig werden. Simon hat auch schon eine Menge Ideen, aber kaum noch Zeit. Um die letzten 7 Tage vor Zahlungstermin gut zu nutzen, schläft er nicht mehr. Und schmeißt sich Pillen ein. Das alles hilft nichts und weil er so abdreht, will nachher keiner mehr mit ihm befreundet sein. Aber Simon hat da schon einen Plan: Er sperrt seine Freunde einfach mitsamt einer Kuh und Bergen von CurryKing in einen Weinkeller. Um sie vor dem kommenden Weltuntergang zu schützen. Da müssen sie ihn doch wieder lieben...

Ein wunderbares Ende der Trilogie über Simon Peters. Um einiges verrückter als die Vorgänger "Vollidiot" und "Millionär", aber das macht die Geschichte gerade interessant. Jaud schafft es, ein völlig bescheuertes Verhalten in sich so logisch aufzubauen, dass nachher sogar Kidnapping und Diebstahl einleuchtend und richtig erscheinen. Da stört es wenig, dass manches überdreht und unrealistisch wirkt. Simon hatte halt immer schon einen guten Riecher für die falschen Entscheidungen!


Das Festmahl des John Saturnall: Roman
Das Festmahl des John Saturnall: Roman
von Lawrence Norfolk
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 24,99

5 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Das Fest gehört nicht dem Koch alleine, 19. November 2012
Ein kleiner Junge ist der Sohn einer Hexe. Jedenfalls sehen das die Dorfbewohner so und jagen die beiden. Als die Mutter stirbt, gelangt er an einen Gutshof und wird Teil der großen Küchenwelt. Er ist der neue Stern am kulinarischen Hof-Himmel. Schließlich kocht er sogar für den König von England. Es könnte also alles gut sein, wenn da nicht die Liebe zur Tochter des Hausherrn wäre. Und die kann nun wirklich nicht den Koch heiraten. Also muss John einen anderen Weg finden, mit ihr zusammen zu sein. Und das geschieht nicht zuletzt, in dem er für sie kocht...

Wer eine Liebesgeschichte oder einen Historienroman erwartet, wird enttäuscht sein. Das hier ist etwas anderes. Ein Buch über Gerüche und Gerichte, über Standesdünkel, die englische Welt im 17. Jahrhundert und das Fest des Saturnus, das keinesfalls nur dem Koch allein gehört!


Der Schrecksenmeister: Ein kulinarisches Märchen aus Zamonien von Gofid Letterkerl. Neu erzählt von Hildegunst von Mythenmetz
Der Schrecksenmeister: Ein kulinarisches Märchen aus Zamonien von Gofid Letterkerl. Neu erzählt von Hildegunst von Mythenmetz
von Walter Moers
  Taschenbuch
Preis: EUR 10,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Lecker Kratzenfett!, 2. November 2012
Der Schrecksenmeister hat einen Plan: Er will jedes Lebewesen der Welt einkochen und dessen Fett konservieren. Das einzige Tier, das ihm noch fehlt, ist eine Kratze. Echo ist so eine Kratze: klein, katzenähnlich, kann sprechen und ist kurz vor dem Hungertod. Also schließt er mit dem Schrecksenmeister einen Packt: Der soll ihn durchfüttern und dann irgendwann darf er ihn einkochen. Klingt erstmal fair, läuft auch ganz gut...bis Echo feststellt, dass er doch lieber nicht im Kessel landen will. Also verbündet er sich mit der letzten lebenden Schreckse der Stadt und los geht die wilde Jagd rund um lebende Gespenster, Schuhus und die große Liebe.

Ein wunderbarer Moers-Roman, der sich an fantastischen Ideen kaum überbieten lässt. Schräge und teilweise gruselige Akzente machen eine fast schon unheimliche Atmosphäre aus, die weit über das bisher von ihm bekannte schräge Ambiente hinausgeht. Dieses Buch ist besser als vieles andere, was Zamonien bisher zu bieten hatte!


Lansinoh 50252 -  Handmilchpumpe
Lansinoh 50252 - Handmilchpumpe
Preis: EUR 32,29

4.0 von 5 Sternen Für einzelne Termine wirklich super!, 25. Oktober 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Lansinoh 50252 - Handmilchpumpe (Babyartikel)
Nachdem ich eine andere Handpumpe ausprobiert hatte, muss ich diese hier wirklich loben. Der Milcheinschuss wird ausgelöst, die Handhabung ist einfach, das Zubehör praktisch. Allein dass der Handlauf etwas kurz ist, führt bei häufiger Verwendung zu etwas krampfartigen Schmerzen im Handgelenk. Aber das wird wahrscheinlich bei allen Handpumpen so sein. Daher würde ich empfehlen eine andere zu kaufen, wenn man täglich abpumpen will.


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