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Rezensionen verfasst von
Andreas Simon

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Totenfrau: Thriller
Totenfrau: Thriller
von Bernhard Aichner
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,99

0 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Totenfrau, 16. April 2014
Rezension bezieht sich auf: Totenfrau: Thriller (Gebundene Ausgabe)
Die Zeit heilt alle Wunden. Endlich hat Blum einen Mann gefunden, an den sie sich anlehnen kann, eine Familie, die ihren Namen verdient und eine Arbeit, die sie ausfüllt. Blum ist Bestatterin von Beruf. Sie bringt Menschen unter die Erde und niemand ahnt von ihrem kleinen Geheimnis, dass sie einst mit Mark, dem Polizisten zusammengeführt hat. Doch wie das Leben so spielt, der über alles Geliebte kommt vor ihren Augen bei einem Motorradunfall ums Leben. Fahrerflucht. Der Tod ihre Mannes wirft Blum aus der Bahn. Die Zeit heilt keine Wunden. Durch einen Zufall kommt die Totenfrau einem Verbrechen auf die Spur, dass Marks Ableben in ein völlig neues Licht rückt. Anscheinend war der Polizist fünf Männern auf der Spur, die ein brutales Hobby pflegten. Blum kennt von nun an nur noch einen Gedanken. Rache! Denn wenn sie eines im Leben gelernt hat ist es: Der Tod heilt alle Wunden.

Im Allgemeinen bin ich kein großer Fan von Selbstjustiz und Rache-Thrillern, aber Bernhard Aichner legt mit „Totenfrau“ eine lesenswerte Ausnahme vor. Wie mit einer Machete geschlagen wirken die knappen Sätze mit der eine ungeheuer interessante Protagonistin aufgebaut wird. Blum kennt kein Erbarmen, was kein Wunder ist. Denn gnädige Götter hat sie persönlich niemals kennengelernt. Ihre eigene Kindheit war ein Alptraum. In Sekundenbruchteilen verschwindet ihr Lebensglück bei einem fingierten Unfall. Wer kann ihre Wut nicht verstehen?

Für mich war das Lesen des Buches ein großer Genuss, weil Blum eine Seele hat und nicht nur eine mordende Killermaschine ist. Nein, Blum ist eine anlehnungsbedürftige Rachegöttin, die manchmal einen über den Durst trinkt, um der Einsamkeit zu entkommen. Blums unwiderstehlichen Reiz können sich Männer nur schwer entziehen und auch mir, als Leser, ist diese Frau, die Menschen unter die Erde bringt unter die Haut gegangen. Das Spannende war für mich die Entwicklung Blums zu verfolgen und ihre Beweggründe kennenzulernen.

„Totenfrau“ ist sehr plakativ geschrieben, wie für Film und Fernsehen gemacht. Schwächen kann man allenfalls beim zu raschen Auffinden der Täter erkennen. Auch fehlt dem Roman ein starkes überraschendes Moment. Der Fokus ist eindeutig auf Blum ausgerichtet. Die kleinen Mängel werden von der Wucht der Ereignisse, der psychologischen Tiefe und dem mit fiebern mit der Protagonistin locker wett gemacht. Ein intensives Leseerlebnis, dass in mir Nachhall erzeugt hat.


Barrakuda: Roman
Barrakuda: Roman
von Christos Tsiolkas
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 22,95

4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Australien, 21. Februar 2014
Rezension bezieht sich auf: Barrakuda: Roman (Gebundene Ausgabe)
Für Christos Tsiolkas lag die Messlatte nach dem Bestseller „Nur eine Ohrfeige“ denkbar hoch. Nun ist sein nächster Roman erschienen, indem es im weitesten Sinne um Sport geht, eigentlich aber um verlorene Träume und dem Zurechtkommen im Alltäglichen. Keine einfache Aufgabe also. Den Mutigen gehört die Welt, das gilt für Tsiolkas ebenso wie für seinen Protagonisten Dan Kelly, der schon ihn Jugendtagen genau weiß, was er will: Bei der Heimolympiade in Sydney Olympiasieger im Schwimmen zu werden. Einer der Golden Boys zu werden, jener australischen Schwimmelite, die ohne Ende Goldmedaillen sammelt.

Das Wasser ist sein Element, es ist seine zweite Haut, eine Erlösung aus der Mittelmäßigkeit, die Chance auf dem Podest zu stehen, statt von unten auf die Sieger herauf zu gaffen. Zunächst treibt Danny der Hass auf seine Konkurrenten, die Zöglinge wohlhabender Eltern sind bei weitem weniger Zielgerichtet, dafür aber fies und hochmütig. Der Platz an der Sonne ist Ihnen eben in die Wiege gelegt. Ehrfurchtsvoll nennen sie Danny Barrakuda oder Psycho Kelly, weil die Willensstärke und das Durchsetzungsvermögen des Arbeiterkindes den Absolventen einer höheren Schule Respekt abnötigt.

Danny Kelly ist faul, wenn es um Mathe geht. Er wird zum Tier, wenn er vor einem Schwimmbecken steht, angetrieben von seinem Trainer entwickelt er einen galaktischen Ehrgeiz, dem alles untergeordnet werden muss, was lediglich sein skeptischen Vater bisweilen torpediert.
„Es gibt doch noch andere Dinge auf der Welt“..., sondert dieser bisweilen ab. Diese simple Wahrheit findet im Denkmodell seines Sohnes keinen Platz. Der will sein Stipendium nutzen, um auf einer Stufe mit seinen Mitschülern zu stehen. Im Grunde glaubt er nach den anfänglichen Erfolgen, er stünde dort bereits. Schließlich verbringt er gelegentlich sogar seine Freizeit mit den gelangweilten Burschen aus der Oberschicht. Es ist eine läppische Kleinigkeit, die Kelly seinen Traum kostet.

Christos Tsiolkas ist seit „Nur eine Ohrfeige“ Meister darin, sein Romanpersonal durch Lappalien ins Stolpern zu bringen und hinter die aufgebauten Fassaden zu blicken. In seinem ersten Buch erschütterte eine banale Ohrfeige die australische Mittelschicht. Hier sind es die Stunden vor dem Wettkampf, die nicht optimal verlaufen und eine Niederlage einläuten, die das geistige Grundgerüst für die Egomaschine Danny Kelly zum Einsturz bringt.

Eine Welt bricht für ihn, den besten und schnellsten Schwimmer seiner Altersklasse zusammen und die Reichen zeigen ihm von nun an die kalte Schulter. Danny Kellys Leben gerät aus den Fugen. Schließlich landet er sogar im Gefängnis, wo ein Lernprozess für ihn beginnt. Das einzige, was ihm eine ungefähre Peilung auf seinem Weg gibt ist seine Homosexualität und die Familie. Erfrischender weise zeichnet Tsiolkas seinen Helden nicht übertrieben sensibel oder besonders intelligent. Er siedelt also Danny Kelly in der Welt der Normalos an, ohne ihn intellektuell darüber zu stellen. Danny Kelly hat die Aggressivität eines Underdogs und einen gesunden Selbstbehauptungswillen, der ihn schließlich durch das Leben trägt.

Mich hat der Roman von der ersten Seite an gepackt. Phasenweise konnte ich das Buch gar nicht aus der Hand legen. Dieses Barrakuda Buch von Christos Tsiolkas finde ich noch besser, als seinen Bestseller Vorgänger. Mir hat es Danny wirklich angetan. Man lebt, liebt und leidet förmlich mit diesem Menschen, der authentisch daher kommt, als wäre es der eigene Bruder. Danny kommt ungeheuer facettenreich und vielschichtig daher. Das Buch hat ungemein tragische Momente, weil sich Tsiolkas weigerte eine der üblichen Aufsteigerstorys zu kredenzen. Viel lieber zeigt er das Scheitern und das emotionale taumeln eines jungen Mannes, der alles gemacht hat, wie es einem die Gesellschaft rät. Fokussiere dich auf ein Ziel und bleibe beharrlich am Ball, bis du zu den Golden Boys deiner Berufsgattung gehörst, dann kann nichts schief gehen. Als wenn das Leben so einfach wäre....

Die Geschichte birgt mehrere Überraschungen, von denen eines das geniale Ende des Romans einleitet. Wie sich der Blick Dannys auf die Welt verändert, weg vom eigenen Bauchnabel, weg vom Hass, hin zur eigenen Mitte, davon erzählt dieser Roman in einer aufwühlenden Weise, wie sie das Buch-Jahr nur wenige Male im Jahr zu bieten hat. Ganz großes Tennis!


Ich bin Tess
Ich bin Tess
von Lottie Moggach
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 17,95

0 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Tess, 18. Februar 2014
Rezension bezieht sich auf: Ich bin Tess (Gebundene Ausgabe)
Meiner persönlichen Meinung nach wollte Lottie Moggach mit „Ich bin Tess“ keinen Internet Roman schreiben. Mir scheint das Buch ist aus der Hauptfigur heraus entstanden und diese junge Frau setzt in ihrer Schrägheit und tragischen Komik Maßstäbe. Denn mit anderen zu kommunizieren findet für Leila hauptsächlich vor dem Computer statt, ansonsten meidet sie Menschen. Leila versteht alles wörtlich, ist Empathie befreit, kennt keine Konventionen, verhält sich bisweilen unhöflich und wirkt ruppig im Umgang. Ihre Direktheit paart sich mit der Naivität einer emotional Unreifen, die im starken Kontrast zu ihrer Intelligenz steht.

Leila verdient ihr Geld mit ihrer Detailversessenheit, indem sie Softwarefehler findet und sagt was sie denkt, auch in den unpassendsten Situationen. Schließlich kennt sie nur schwarz und weiß. Ganz oder gar nicht. Was sich in endlosen World of Warcraft Spielen widerspiegelt. Das Alleinsein macht Leila wenig aus, ihre Scheuklappenmentalität ist denkwürdig. Zudem ernährt sie sich miserabel, ist übergewichtig und Bekleidungsfragen hält sie für deutlich überbewertet. Keine Protagonistin von der Stange, also. Ihre Verkopftheit, die soziale Interaktion führt manchmal zu peinlichen Situationen. Oft trifft sie irrationale Entscheidungen aufgrund zwischenmenschlicher Missverständnisse. Dabei hat sie einen so klaren Verstand, der auf Logik und Sachbezogenheit aufbaut.

Gerne möchte Leila ihr rationale Seite und ihr Wissen mit Gleichgesinnten teilen und so sucht sie sich nach dem dahinscheiden der Mutter ein Internetforum auf, dessen User sich philosophischer Fragen verschrieben haben. Hier findet Leila zum ersten Mal in ihrer Außenwelt Anerkennung. Sie tritt sogar mit dem ominösen Gründer der Gruppe in direkten Kontakt. Von Angesicht zu Angesicht stellt ihr Adrian die seltsame Frage, ob sie bereit wäre einer sterbewilligen Frau ein verlängertes Leben im Internet zu schenken, damit Freunde und Verwandte von ihrem Ableben unbehelligt bleiben. Wozu Ihnen Kummer machen?

Geschmeichelt von Adrians warmen Worten stimmt Leila dem Ansinnen zu. Sofort beginnt die Tu- und Denkmaschine mit der Arbeit. Ohne Tess zu kennen, forscht sie deren soziales Umfeld aus. Tess ist in vielem das genaue Gegenteil von Leila. Schön, beliebt und erfolgreich. Die Männer lieben Tess. Doch kapitulieren sie vor der bipolaren Störung, die Tess beseelt. Sie will unbedingt sterben. Leila nennt den Todeszeitpunkt ganz in ihrer rationale Denktradition: „Das Auschecken“ und ein Spiel der Identitäten im Internet beginnt, in der Leila ihre seelische Leere mit dem Leben einer ihr im Grunde Fremden aufzufüllen beginnt: Tess, die bald darauf verschwindet. Aber ist Tess auch wirklich tot?

Mit „Ich bin Tess“ hat Lottie Moggach ein außergewöhnliches Romandebut vorgelegt. Dabei geht sie mit der „Ich“-Erzählerin Leila ein enorm hohes Risiko ein. Denn Leila ist anders, fast scheint es, sie befände sich mit ihrer beziehungskillenden Ader auf dem falschen Planeten. Leilas Eigenwilligkeit spiegelt sich natürlich auch im Erzählstil wieder, der auf Emotionen lange Zeit verzichtet und etwas sprunghaft daher kommt. Dafür ist er eben authentisch.

Hätte der Verlag gut daran getan, den Leser mit einem psychologischen Etikett für die Protagonistin vorzuwarnen? Vielleicht. So werden viele Uneingeweihte anfänglich durch den Roman stolpern, um die üblichen Fixpunkte eines Romans wiederzufinden. Also Gefühle und Spannung. Den zweiten Punkt liefert das Buch im Übermaß. Gefühle gibt es in der Schlussphase. Die Szene, als Leila versucht einen im Grunde unbekannten Mann mit rationalen Argumenten versucht an sich zu binden und eine peinliche Abfuhr erlebt hat mich wirklich berührt. Da habe ich die ganze Tragik Leilas begriffen, sie gefühlt, miterlebt und erlitten.

Insgesamt konnte mich das Buch überzeugen. Ich habe selten in Romanform eine so genaue Charakterstudie über Menschen, wie Leila gelesen. Ihre Entwicklung, dieser Sog, den die Internetaktivitäten auf den weiblichen Computer Nerd Leila hat, das immer stärkere Vergessen des eigenen, schwach ausgeprägten „Ich‘s“ und das bereitwillige Auffüllen der eigenen Leere mit dem Leben einer Lebensmüden kommt authentisch daher und ist hervorragend geschrieben.

„Ich bin Tess“ ist dabei viel weniger ein Internet Roman, als ein psychologisches Abenteuer, dass so nur durch das Internet stattfinden kann. Hier wird manipuliert, betrogen und gelogen. Die eigene Identität mutiert im virtuellen Raum zur Knetmasse oder einem Rettungsring in der Beziehungslosigkeit. Ganz nach Belieben. So ergeht oder gestaltet es auch Leila, die von sich und ihrer tiefen Entwicklungsstörung weniger weiß, wie von dem Ausgehverhalten und dem Männergeschmack einer wildfremden Frau.

Ich habe dem Roman im Grunde wenig vorzuwerfen. Das Leben der Hauptfigur hat mich einfach gepackt. Allerdings wird durch die gewählte „Ich“-Erzählperspektive Potenzial bei dem meiner Meinung nach nicht minder interessanten Tess und Adrian verschenkt. Lottie Moggach hat es anders entschieden und mir einen sehr unterhaltsamen Roman geschenkt.


Vergeltung: Thriller (suhrkamp taschenbuch)
Vergeltung: Thriller (suhrkamp taschenbuch)
von Don Winslow
  Taschenbuch
Preis: EUR 14,99

6 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Vergeltung, 23. Januar 2014
Dave Collins ist Sicherheitschef des JFK Flughafens, als das Unfassbare geschieht. Der hochdekorierte Ex-Soldat verliert durch einen Flugabsturz Frau und Sohn. Die amerikanische Regierung spricht von einem Unfall, bis die Wahrheit ans Licht kommt und Dave auf eine weltweite Vergeltungstour geht, die von Hinterbliebenen netterweise mit 280 Millionen Dollar finanziert wird. Er heuert eine Söldnertruppe an, natürlich die Besten der Besten. Männer, die es verstehen sich mit dreißig Zentimeter langen Messerklingen den Dreck unter den Fingernägeln zu entfernen (passiert tatsächlich, kein Witz) und den Abschaum des Planeten auf jede nur erdenkliche Weise ins Jenseits befördern können. Sein Gegenspieler, der diabolische Drogenbaron Aziz -übrigens ziemlich blass dargestellt- will mit der Schlimmsten aller Waffen, seinen verhassten Gegnern den Todesstoß versetzen.

Eines gleich vorneweg: Bei den ganzen Vorschluss Lorbeeren von Kritiker und Autorenseite über Don Winslow war ich enttäuscht von dem Roman. Ich hatte permanent das Gefühl in einem Werbeheftchen für das Kommando Spezialkräfte zu blättern. So überbordend prahlerisch wirft Winslow mit Fachausdrücken im Soldatensprech um sich und feiert den Chorgeist einer länderübergreifenden Söldnertruppe auf Dienstreise in die Hölle. Ihr Auftraggeber der typische amerikanische Good Guy Dave, ist ein unschlagbarer Kämpfer, der gerade einmal solange terrorbedingte Familienabgänge betrauern darf, wie der Spannungsbogen es zulässt. Winslows Held bleibt über die gesamte Länge des Buches in dem Korsett eines ehemaligen Soldaten hängen, der immer ganz genau weiß, was gut, gerecht und richtig ist. Dazu finden sich in dem Roman haarsträubend pathetische Dialoge und Sätze, die einfach nur Kopfschütteln verursachen können. Auf Seite 378 findet sich folgendes Beispiel, von einer selbstverständlich gut aussehenden, natürlich taffen schwerverletzten Informantin, die trotz misslicher Lage tapfer die Richtung weist. „Am Ende des Tages glaube ich immer noch daran, dass es die Guten und die Bösen gibt. Damit will ich sagen: „Geh und mach sie fertig, Dave“

„Vergeltung“ kennt nur schwarz und weiß, keine Zwischentöne, keine Ironie, kitzelt nichts Wahrhaftiges oder zynisches heraus und bleibt knapp 500 Seiten lang an der Oberfläche von Schundliteratur haften. Unser Dave, der Racheengel und das Söldner Personal von der Arnold Schwarzenegger Gedächtnisstange, lauter prachtvolle Haudegen mit dem Herz auf dem rechten Fleck, was durchaus doppeldeutig gemeint ist. Denn wir erfahren ganz in rechtskonservativer Denktradition, die Verräter sitzen im von Liberalen unterwanderten Washington und lassen den rechtschaffenden patriotischen Mittelschicht-Amerikaner allein im Kampf gegen zu allem bereite muslimische Terroristen, die durch ihre Gebärfreunde bereits ganz Westeuropa überflutet haben. Der Roman bedient dumpfe Südstaaten-Verschwörungstheorien und zielt vermutlich auf eine baldige Roland Emmerich Patriotismus Verfilmung ab. Es schreit danach. Winslow liefert den üblichen Militärverherrlichenden männerbündischen Rambo Schmarrn mit Bewährungsproben und Aufnahmeritualen für den etwas in die Jahre gekommenen Dave ab, der selbstredend rasch zu alter Stärke zurückgewinnt. Das Böse wird der Welt in Charles Bronson Tradition mit Waffengewalt ausgetrieben und schlittert inhaltlich auf dem Niveau von Trivialromanen seinem vorhersehbaren Ende entgegen. Wo verdammt noch mal soll die Spannung auch herkommen? Nach spätestens Hundert Seiten weiß der Leser alles, er kennt Herkunft, Namen und Hintergrund des Massenmörders. Der Rest läuft komplett vorhersehbar ab. Einzig die temporeiche Schreibe Winslows hat mich zum Durchhalten animiert. Zu loben ist auch die sicherlich intensive Recherchearbeit und die knappe Figurenzeichnung. Aber inhaltlich? Für einen Autoren dieses Kalibers eine Thrillerpeinlichkeit!


Glücklich ohne Geld!: Wie ich ohne einen Cent besser und ökologischer lebe
Glücklich ohne Geld!: Wie ich ohne einen Cent besser und ökologischer lebe
von Raphael Fellmer
  Taschenbuch
Preis: EUR 14,99

6 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Glücklich ohne Geld, 11. Dezember 2013
„Glücklich ohne Geld leben- wie ich ohne Geld besser und ökologischer lebe“ heißt das Buch von Raphael Fellmer. Ganz seiner Prämisse folgend ist das Buch im Internet gratis zu haben. Fellmer ist niemand der gerne halbe Sachen macht. Er verdient nichts und bezahlt auch nichts in bar. Er sammelt des Abends sein Essen zusammen, indem er die Abfalltonnen von Biomärkten öffnet und sich aneignet, was von der Überflussgesellschaft, als nicht mehr essbar eingestuft wird. Einfach weil das Haltbarkeitsdatum abgelaufen ist oder sonst irgendeinem Mitteleuropäischer Wohlstandszinnober das teilen von Grundnahrungsmitteln verhindert. Ähnlich konsequent, wie die neoliberale Wirtschaftsideologie, Gier, Ellenbogengesellschaft und durch ökonomisieren sämtlicher Lebensbereiche predigt schlägt sich der Idealist Fellmer auf die Seite der Andersdenkenden und setzt die Liebe an die Stelle des Götzen Geld, den die Menschen der westlichen Gesellschaftsform anbeten, um die eigene Leere zu füllen. Sein Leben gerät nach langen Auslandsaufenthalten zum kompletten Gegenentwurf zur Konsumfixiertheit der Vernunftmenschen, die nur Dummes zustande bringen. Er hat nichts Geringeres vor, als die Welt zu verändern und das geht nur, wenn man beim eigenen Verhalten beginnt. Fellmer geht in den Geldstreik, bereist die Welt per Anhalter und indem er selbstredend kostenlos auf einem Segelboot über die Meere schippert. Denn er zur Erkenntnis gekommen, dass alle wirklich wertvollen Dinge ohnehin gratis zu bekommen sind. Und so hat er unterwegs Begegnungen, statt fiebrig auf sein Handy zu starren. Sein Weg vom Vegetarier zum Veganer folgt einer „Liebe auf der ganze Linie“ Logik, die Tiere miteinschließt. Dazu inspirieren ihn Menschen und er gibt sein Wissen weiter, als er in Berlin Foodsharing aufbaut. Schließlich landet er nach Autostopp und Couchsurfing sogar in einer deutschen Talk Show, um über seine Projekte und seinen Geldstreik zu berichten. Ein radikaler Gutmensch sitzt zwischen den Karrieristen der Nachwendezeit. Fellmer hat es eher mit der Einfachheit mexikanischer Armutsviertelbewohner. Wieso nicht mit minimalen Mittel optimal Leben? Das ist sein Ansatz und den zieht er durch. Sein Kampf gilt der Umweltverschmutzung, der Verschwendung und den Konzernen. Damit liegt er auf einer Wellenlänge mit der deutschen Empörungskultur. Doch begreift er die Dinge nicht nur und krakeelt. Nein, der Don Quichote aus Berlin kämpft mit den Mitteln des gesunden Menschenverstandes gegen die Windmühlen einer Wegwerfgesellschaft, die nichts als Müll und Tod produziert.

Mich hat das Buch sehr beeindruckt und inspiriert. Fellmers Analysen sind treffend. Seine Konsequenz bewundernswert. Er stellt die Dinge vom Kopf zurück auf die Füße und lebt einen radikal ökologischen Ansatz. Fellmer zeigt auf mit welch einfachen Maßnahmen sich Lebensglück steigern lässt. Er lebt solidarisches Handeln und nachhaltigen Umgang mit vorhandenen Ressourcen vor. In dem Buch finden sich Dutzendfach Anregungen, wie jeder Einzelne sein Leben ändern kann, um in einen neuen Strom des Denkens zu kommen. All jenen, die von der Unmöglichkeit dieses Weges schwadronieren muss man entgegenhalten, dass sie den Abgrund auf den die Menschheit zugeht hinnehmen, wie eine Herde Schafe, die von Psychopathen in den Tod in geführt wird. Es ist klar, dass Raphael Fellmers Buch polarisiert und viele Gegner finden wird. Die Liebe wird nicht geliebt. Warum eigentlich?


Der Ruf des Kuckucks: Roman
Der Ruf des Kuckucks: Roman
von Robert Galbraith
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 22,99

1 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Strike, 11. Dezember 2013
Inhalt:
Lula Landry, ein kakakofarbenes Topmodel stürzt von ihrem Balkon in die Tiefe. Die Polizei geht von einem Selbstmord aus. Doch ihr Bruder hat Zweifel am Tathergang. So wendet er sich an Cormoran Strike, einen kriegsversehrten Privatdetektiv, den Schulden und Liebeskummer plagen.

Meinung:
Der Roman beginnt mit einem Paukenschlag, dem Tode der gazellenhaften Schönen und Reichen. Danach baut die Autorin in klassischer Erzähltradition ihr Personal auf, ohne sich tiefergehend um den Fall Lula Landry zu kümmern. Auf den ersten Hundert Seiten gleicht das Buch einem träge dahin fließenden Fluss, statt einem reißenden Strom. Was sich negativ anhört, stellt sich danach als Stärke heraus. Denn Cormoran Strike und seine Neu-Sekretärin Robin bilden schon bald ein vortreffliches Team und wachsen dem Leser schnell ans Herz. Ich hege große Sympathie für die Protagonisten und schätze den Schreibstil der Autorin außerordentlich.

Aufgrund der Vorgehensweise vermute ich, dass Cormoran Strike noch mehrmals ermitteln wird, worauf man sich nur freuen kann. Der Privatdetektiv steht mit einem Bein immer in der Sch..., das andere hat er in Afghanistan verloren. Robins Einfälle helfen ihm immer wieder auf die Sprünge. Cormoran ist die Welt der Reichen keineswegs fremd. Er taucht ein in einen Sumpf familiären Hasses und gesellschaftlicher Raffgier, deren Krönung das Berühmt-sein darstellt. Die Autorin baut geschickt Spannung auf, legt falsche Fährten und erzählt auf keiner der über sechshundert Seiten langweilig. Ein gelungenes Buch. Mit Aussicht auf mehr!


Herzgrab: Thriller
Herzgrab: Thriller
von Andreas Gruber
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

2 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Herzgrab, 15. November 2013
Rezension bezieht sich auf: Herzgrab: Thriller (Taschenbuch)
Inhalt:
Gleich zwei Menschen verschwinden in der Toskana. Die junge Privatdetektivin Elena Gerink macht sich auf die Suche nach dem weltbekannten Maler Salvatore Del Vecchio und stößt dabei auf ihren Nochehemann. Der Spezialist des Bundeskriminalamtes in Entführungsangelegenheiten soll Teresa Del Veccio finden, dass im ausgerechnet der Mann an die Seite gestellt wird, der ihm seine Frau ausgespannt hat macht die Dinge nicht unbedingt leichter. Doch selbst sein italienisch stämmiger Kollege stößt hinter den Alpen auf eine Mauer des Schweigens. Woher stammt das sonderbare Gemälde das die verstorbene Frau des Künstlers zeigt? Und wer legt die Blutspur, der die Ermittler folgen?

Meinung:
In zwei Handlungssträngen nähert sich das zerstrittene Ermittlerehepaar Gerink einem ungeheuren Verbrechen. Natürlich sind die beiden starke Helden, die genau wissen wo es lang geht, zumindest was ihre beruflichen Ambitionen angeht kann ihnen kaum jemand das Wasser reichen. Zum Glück belässt es der Autor nicht bei diesem schablonenhaften Personenzeichnung, nein, er gibt Ihnen ein lebendiges Gesicht durch die kleinen Schwächen des Daseins. So muss sich Peter Gerink mit der Untreue seiner Frau auseinandersetzen, was ungefähr so schwierig ist, wie in der Honeymoonsuite eines schäbigen Hotels mit seinem Nebenbuhler übernachten zu müssen.

Mir hat das Buch sehr gut gefallen. „Herzgrab“ ist ein glänzend komponierter Thriller, spannungsgeladen, handlungsintensiv, bisweilen sogar lustig und voller Rätsel. Die italienische Familie Del Veccio ist ein verschwiegener Haufen entseelter Gutshofbesitzer, jeder hasst hier jeden, jedem ist alles zuzutrauen und als aus dem ursprünglich existierenden Vermisstenfall eine Mordreihe wird erscheint alles in einem neuen Licht, der Wahnsinn bricht sich Bahn. Andreas Gruber versteht es falsche Fährten zu legen. Er ist ein Meister darin Grusel und Abscheu zu erzeugen. Für mich einer der spannendsten Thriller des Jahres. Sprachlich fulminant und exzellent durchdacht. Von der ersten bis zur letzten Seite ein Lesevergnügen. 4 Sterne mit Tendenz nach oben!


Commissaire Mazan und die Erben des Marquis: Kriminalroman (Knaur HC)
Commissaire Mazan und die Erben des Marquis: Kriminalroman (Knaur HC)
von Jean Bagnol
  Broschiert
Preis: EUR 14,99

5.0 von 5 Sternen Mazan, 13. November 2013
Die Provence hat viele Gesichter. Erbarmungslos umweht der Mistral, den Mount Ventoux. Touristen verlieben sich in den Lavendel oder urige Kleinstädte, wie Mazan. Der Tod kommt hier manchmal zu Besuch, um einen alten Boulespieler nach seinem letzten Pastis abzuholen. Ein Mordopfer hat Seltenheitswert in der Postkartenidylle.

Eigentlich ist dieses verschlafene Mazan im Herzen der Vaucluse kein Ort indem sich die Polizistin Zadira Matéo wohlfühlt. Die Tochter eines algerischen Einwanderers wurde aus ihrem ebenso verhassten, wie geliebten Marseille in die Provinz abgeschoben, weil ihre rassistischen Vorgesetzten Verbrechen lieber vertuschten, als diese aufzuklären. Zadira, die ewig Fremde fühlt sich von der Neugierde der Einheimischen bedrängt und von ihrem weinfassbäuchigen Kollegen Brell missverstanden, bis der Mord an der jungen Putzkraft Julie ihr eine Aufgabe verschafft, in der die ehemalige Drogenfahnderin aufgeht. Die Tote hat im Chateau de Mazan gearbeitet, wo vier einflussreiche Pariser Persönlichkeiten ihren sadomasochistischen Neigungen nachgehen, die an den Marquis de Sade erinnern.

Schon bald kommt Zadira Matéo dahinter, dass in der Provence ein Serienmörder umgeht und sie entdeckt in diesem Zusammenhang eine Besonderheit: Zeitgleich werden an den Tatorten tote Katzen aufgefunden. Hier kommt eine weitere Erzählebene ins Spiel. Das Buch ist beileibe kein Allerweltskrimi, weder sprachlich noch inhaltlich. Denn zeitgleich mit Zadira beginnt ein Kater auf leisen Pfoten seine Ermittlungen. Was sich zunächst vielleicht kitschig anhört erweist sich für mich als Leser charmanter genresprengender Glücksgriff.

Der begabte Kater- von Zadira prompt Commissaire Mazan getauft- bringt mit seinen nicht immer ganz katzentypischen Maßnahmen die Handlung voran und Humor ins Spiel. Selbst die toughe Zadira kapituliert vor dem selbstbewussten Kater mit dem feinen Riecher für Thunfischpastete. Dafür rückt Zadira den rücksichtslosen Oberschichten Franzosen auf die Pelle, die sich einfach gestrickter Leute bedienen, um ihre sexuellen Obsessionen auszuleben.

Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Der Stoff wird rasant erzählt, kommt ungeheuer authentisch rüber, das Autorenduo teilt gekonnt Seitenhiebe auf die degenerierte französische Gesellschaft aus, zeigt aber auch die warme pulsierende lebensbejahende Art des Südens. Erstklassige Landschaftsbeschreibungen und vielschichtige Charaktere sind eine weitere Stärke des Buches. Mit Zadira Matéo ist dem Autorenduo eine Underdog Figur gelungen, die sich gegen ein System aus Arroganz, Vertuschung und Rassismus durchsetzen muss. Dabei bleibt der Roman sprachlich immer ein Genuss. Eine Mischung die das Geschriebene unwiderstehlich macht.

Beim Lesen konnte ich das Buch kaum aus der Hand legen. Es strotzt nur so von klugen Lebensweisheiten und Wendungen. Zadira weiß im Süden Frankreichs gibt es keine geraden Wege, nur die Umwege führen zum Ziel.


Keen Herren Sandale Glisan 13046
Keen Herren Sandale Glisan 13046
Preis: EUR 113,50 - EUR 129,95

1.0 von 5 Sternen Preis Leistung, 2. September 2013
Rezension bezieht sich auf: Keen Herren Sandale Glisan 13046 (Textilien)
Nach vier Jahren waren die Sohlen meiner alten Sandalen abgelaufen und ich wollte neues ausprobieren. Sandalen die geschlossener aussahen, sich weniger Steinchen einfingen, vielleicht mit einer Gummikappe vorne dran. Schließlich bin ich gerne im Gelände unterwegs, was Robustes sollte es sein, konnte ruhig etwas teures sein. Also entschied ich mich für die Keen glisan. Ein richtiger Männerschuh, eine Festung mit kräftiger Sohle und narbigem Leder, dachte ich.

Was ich wirklich bekam ist einfach nur ärgerlich. Ich nutzte den Schuh insgesamt seit neun Monaten. Nach fünf Monaten zeigten sich an den Sohlen starke Abnutzungserscheinungen, dabei bin ich kein Vielgeher, auch kein Stubenhocker, ein Mann der Mitte, könnte man sagen. Nach neun Monaten ist die Sohle soweit abgetragen, dass ich sie nicht mehr bei allen Gelegenheiten trage, einfach weil ich dann auch ebenso gut Schlittschuhe tragen könnte, bei entsprechend leicht steilen Gelände komme ich mit den Keen glisan prompt ins Rutschen. Die „Schnürsenkel“ zeigen an vier Stellen starke Auflösungserscheinungen, die mich in Bezug auf eine weitere Saison nachdenklich machen. An zwei Stellen löst sich die Naht des Schuhs auf. Soviel zum Thema Robustheit.

Ganz nebenbei erwähnt sind die „Schnürsenkel“ relativ schwierig zu schließen, der Fuß hat keinen optimalen Halt, also eher nichts für das Gebirge. Zudem erweist sich der Rundumschutz des Fußes, als ein echter Rohrkrepierer, weil die Steinchen immer noch rein fliegen, ich sie aber nun nicht mehr einfach rauspulen kann, bzw.die Steinchen ihren Weg auch wieder von allein hinaus finden, nein, ich muss jetzt andauernd auf Bänken Platz nehmen und die Schuhe ausziehen. Wo keine Bank steht ist mit den Kenn Sandalen schlecht laufen.

Die Qualität dieser Schuhe ist schlicht eine Unverschämtheit. Das Preis Leistungsverhältnis ein Witz. Ich werde von der Firma keine weiteren Schuhe mehr kaufen.


Blütenreine Weste: Ein historischer Mülheim-Krimi
Blütenreine Weste: Ein historischer Mülheim-Krimi
Preis: EUR 9,49

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mülheim Krimi, 15. April 2013
1950. Der zweite Weltkrieg wirft noch Schatten auf Mühlheim, eine zerbombte Ruhrgebietsstadt, deren Einwohner um das tägliche Überleben kämpfen. An vorderster Front Kriminalinspektor Alfred Poggel, der gerade dabei ist einem Naziopfer zu seinem Recht zu verhelfen, als ein Mord geschieht. Eine Tat die Poggel mit der düsteren Vergangenheit und der unsicheren Gegenwart konfrontiert. Langsam füllen sich die Schaufenster, die goldenen Tage der Schieber und Schwarzhändler neigen sich ihrem Ende zu, doch nichts ist, wie es scheint in der Welt der Karrieristen, Hehler und notorischen Lügner.

Monika Detering und Horst Dieter Radke erzählen in dem Krimi „Blütenreine Weste“ die Geschichte eines Inspektors, der seine Beförderung der Tatsache zu verdanken hat, dass es ansonsten keine unbelasteten Kandidaten für die vakante Stelle gab. Eine schöne Einstiegsidee, die einhergehend mit dem Mord für das rasche hereingleiten in den Roman sorgt. Denn zwischen dem neuen Kriminalinspektor und seinem Vorgesetzten Dr. Goeke, der auf einen wie Alfred Poggel nicht unbedingt gewartet hat, fliegen schon bald die Fetzen. Während Anna Puff, Poggels neue Zimmerwirtin und gleichzeitig Freundin des Opfers, dem Inspektor tägliches Kopfzerbrechen bereitet.

Amüsant fand ich das leicht verständliche und nie übertriebene Ruhrgebietsdeutsch. Informativ die vielen Nachkriegsdetails, die der Geschichte Authentizität verleihen. Für Spannung ist ohnehin gesorgt. Auffallend die gelungene Figurenzeichnung, die knappe, präzise Sprache und das klug durchdachte Ende. Ein sehr lesenswerter Krimi.


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