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juneekay

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Wacom CTH-680S-DEIT Intuos Pen&Touch M Grafik-Tablet
Wacom CTH-680S-DEIT Intuos Pen&Touch M Grafik-Tablet
Preis: EUR 158,99

16 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Alles in allem ein geiles Teil..., 3. März 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ich habe mir das Wacom Intuos PT in der M-Ausführung gekauft. Es sollte mir hauptsächlich zum Arbeiten in Photoshop dienen. Allerdings fand ich auch die Idee interessant, ein solches Grafiktablet evtl. als "Mausersatz" zu benutzen, weshalb ich vor allem auf die Touch-Funktion sehr gespannt war. Und auch die Vorstellung, die Handschrifterkennung des Tablets als "Tastaturersatz" benutzen zu können, reizte mich, auch wenn ich an diese Funktion keine großen Erwartungen hatte.

Das Wireless-Kit hab ich gleich mit dazu bestellt. Mit einem 1-Meter-Kabel wollte ich mich dann doch nicht rumquälen. Und bevor ich extra ein USB-Verlängerungskabel mitbestelle, kann ich mir auch gleich das Wireless-Kit holen, zumal dieses im Rahmen einer Rabattaktion um 30% reduziert war.

Das Intuos kommt in einer schönen und sicheren Verpackung. Darin sind neben dem Tablet eine Treiber-CD, das viel zu kurze USB-Kabel, der Touchpen (oder Stift oder Stylus oder wie auch immer) sowie schwarze Alternativparts für den blauen Stifthalter und den blauen Gummiring enthalten.

Zur Verarbeitung:
Das Ding sieht wirklich edel aus. Die Aluminium-Oberfläche und die beiden LEDs machen das Tablet zu einem wahren Hingucker. Die Verarbeitung ist hochwertig und das Kunststoffgehäuse scheint sehr stabil zu sein. Mir ist das Tablet gleich am ersten Tag vom Schreibtisch gefallen, was jedoch keinerlei optische oder funktionelle Schäden hinterlassen hat.

Zur Treibersoftware:
Die Treiber-CD würde ich erst gar nicht auspacken. Erstens geht der Download über die Herstellerseite viel schneller als sich mit der CD rumzuplagen und zweitens würde die auf der CD enthaltenen Software vermutlich sowieso erstmal geupdated werden müssen.
Wenn der Treiber installiert und das Tablet angeschlossen und erkannt wurde, kann über die Taskleiste oder die Systemsteuerung das Einstellungsfenster geöffnet werden. Hier können beispielsweise die insgesamt sechs Tasten (vier am Tablet, zwei am Stift) frei belegt werden oder Parameter wie die Druckempfindlichkeit angepasst werden. Besonders gut gefallen hat mir hier die Einstellmöglichkeit für den Bedienbereich. Das heißt auf der einen Seite, dass ich bei der Verwendung mehrerer Bildschirme auswählen kann, welche von Ihnen ich mit dem Tablet bedienen können will. Auf der anderen Seite kann ich den gewünschten Eingabebereich auf dem Tablet frei in Position und Größe ändern. Sämtliche Einstellungen können für bestimmte Anwendungen wie z.B. Photoshop seperat angepasst und gespeichert werden. Es ist also möglich, in Photoshop mit anderen Settings und Konfigurationen zu arbeiten, ohne jedesmal etwas umstellen zu müssen.

Zur Größe:
Letztendlich ist es nun so, dass ich lediglich das linke obere Viertel der Tabletfläche (wenn nicht sogar noch weniger) benutze. Die restliche Fläche dient mir im Grunde nur als Handauflage. Trotzdem wäre ich vorsichtig zu behaupten, dass die M-Ausführung unnötig groß sei. Auch wenn ich nur einen Bruchteil der Fläche wirklich nutze: Meine Hand muss ich auch irgendwo auflegen und ich weiß nicht, ob die S-Version groß genug ist, um mir das gleiche "Gefühl" zu vermitteln. Damit meine ich das Gefühl, tatsächlich ein großes Blatt Papier vor sich liegen zu haben, ohne ständig mit der Hand an den Rand des Tablets zu kommen. Aber das muss jeder für sich selbst wissen. Vor allem wenn man mehrere Bildschirme gleichzeitig bedienen will, dürfte die M-Version auf jeden Fall angemessen sein.

Zur Bedienung mit dem Touchpen:
Ich selbst hatte zuvor noch nie etwas mit Grafiktablets, geschweige denn mit Digital Artwork zu tun. Deshalb war ich gespannt wie lange es dauern würde, bis ich mich mit der Bedienung zurechtfinden würde. Und das ging erstaunlich schnell. Die Steuerung des Cursors mit dem Touchpen erfolgt schon nach kürzester Zeit unglaublich intuitiv, mittlerweile bin ich damit mindestens genauso schnell und präzise wie mit der Maus. Das soll nicht heißen, dass ich jetzt keine Maus mehr benutze, aber es wäre auf jeden Fall denkbar. Manche Anwendungen wie z.B. Point-and-Click-Games lassen sich mit dem Tablet sogar komfortabler bedienen als mit der Maus.
Der Stift hat übrigens keine eigene Stromversorgung. Der Energieeintrag kommt nur durch die Induktionsspannung des Tablets zustande. Auf diese Spannung werden dann Informationen wie Druckstärke und Tastendruck aufmoduliert. Ich persönlich finde das ziemlich faszinierend.
Wenn man nun mit dem Stift über die Oberfläche des Tablets "schwebt", wird der Stift ab einer Entfernung von etwa 3cm erkannt. Bereits in dieser Entfernung bewegt sich der Cursor entsprechend der Stiftbewegung. Wenn man dann mit dem Stift auf die Tabletfläche tippt, ist das wie ein Mausklick. Hierbei funktioniert die 1024-stufige Druckerkennung einwandfrei. Das Feeling beim Malen/Zeichnen und Schreiben soll einem echten Blatt Papier nachempfunden sein, was ziemlich gut gelungen ist. Das Malen in Photoshop wird dadurch zu einem völlig neuen Erlebnis. Vor allem die Druckempfindlichkeit eröffnet einem viele neue Möglichkeiten. Ich bin nicht gerade der geborene Künstler, dennoch konnten sich meine ersten Versuche in Photoshop wirklich sehen lassen.

Zur Touchfunktion:
Das Tablet ist mit einer Touchfunktion ausgestattet, welche die Steuerung mit bis zu vier Fingern gleichzeitig ermöglicht. Die unterschiedlichen "Moves" lassen sich ebenfalls im Einstellmenü definieren.
Wer bei der Touch-Bedienung eine ähnliche Qualität wie bei "richtigen" Tablets erwartet, sollte seine Erwartungen allerdings etwas zurückschrauben. Die Bedienung ist vergleichbar mit der eines Laptop-Touchpads (im Grunde ist es ja auch nichts anderes). Das Auf- und Abscrollen im Webbrowser funktioniert damit sehr gut und fehlerfrei. Das stufenweise Zoomen und Drehen in Photoshop funktioniert meistens auch. Manchmal macht das Ding halt nicht genau das, was man will, aber auch hier hat man den Dreh irgendwann raus.
Was dagegen sehr zuverlässig funktioniert (und das muss es meiner Meinung nach auch), ist die Unterscheidung von Stift- und Toucheingabe. Wenn ich den Stift benutze und mein Handballen ebenfalls auf der Oberfläche aufliegt, kommt es niemals zu Fehlfunktionen oder Störeinflüssen. Wer ganz sicher gehen will oder die Touchfunktion nicht braucht, kann diese aber auch einfach über einen kleinen Schalter deaktivieren.
Anders sieht es aus, wenn man das Tablet mit den Fingern bedient und gleichzeitig der Stift in der Nähe ist. Das checkt das Ding natürlich nicht. Man sollte darauf achten, dass der Stift nicht in der Nähe der Oberfläche ist, solange man "seine Finger im Spiel hat".
Insgesamt bin ich mit der Touchfunktion jedoch sehr zufrieden. Mit ein bisschen Übung reicht sie für das, was sie machen soll, vollkommen aus.

Zur Handschrifterkennung:
Immer wenn man in ein Texteingabefeld klickt (egal ob in einem Programm, im Webbrowser oder sonstwo) erscheint ein kleines Symbol. Beim Klicken auf dieses Symbol öffnet sich das Texteingabefenster. Hier kann nun handschriftlich Text eingegeben werden.
Die Handschrifterkennung hat mich wirklich fasziniert. Anfangs ist es sehr ungewohnt, das Geschriebene nicht dort zu sehen, wo man es auch schreibt, und dementsprechend sieht dann auch das Schriftbild aus. Der Handschrifterkennung ist das egal: Oftmals erkennt sie selbst in wirrem Rumgekritzel, das jeder andere Mensch nichtmal mehr als Schrift erkannt hätte, noch das, was man tatsächlich schreiben wollte. Geschriebene Wörter können im Nachhinein per Eingabestift noch korrigiert, gelöscht, getrennt oder zusammengehängt werden. Mit ein bisschen Übung funktioniert auch das richtig gut.
Dennoch ist die Handschrifterkennung für das Verfassen längerer Texte oder gar das Mitschreiben von Diktaten (habe ich hier auch schon irgendwo gelesen) meiner Meinung nach ungeeignet. Da ist man mit der Tastatur einfach schneller und fehlerfreier, vor allem wenn man wie ich das Zehnfinger-System beherrscht.
Die Stärke in der Handschrifterkennung liegt ganz klar beim Surfen im Internet. Für kürzere Texteingaben in Google oder Youtube reicht das Feature völlig aus. In Verbindung mit Stifteingabe und Touchfunktion werden Tastatur und Maus dadurch überflüssig.

Zum Wireless-Kit:
Gehört hier zwar eigentlich nicht rein, aber ich werd hier trotzdem auch noch was zum Wireless-Kit sagen: Das Ding gehört einfach dazu. Wer über 180€ für ein Grafiktablet ausgibt, kann sich auch noch für 30€ (mit Werbeaktion nur 20€) das Wireless-Kit holen. Bei mir funktioniert das Teil einwandfrei, entgegen einiger Negativ-Rezensionen treten Verbindungsabbrüche bei mir fast nie auf. Die Akkulaufzeit ist deutlich länger als die angegebenen 8 Stunden und die Aufladezeit vergleichsweise kurz. Bei der Eingabe ist keine Verzögerung erkennbar.

Fazit:
Insgesamt hat mich das Intuos wirklich umgehauen. Die Bedienung mit dem Stift funktionierte besser als erwartet und sehr intuitiv. Die Touchfunktion könnte besser sein, macht aber weitestgehend das, was sie soll.
Digital Artwork in Photoshop macht einen Riesenspaß. Die sonstige Bedienung des PCs mit dem Tablet funktioniert auch einwandfrei, sollte aber meiner Meinung nach nicht der Hauptgrund für die Anschaffung als "Mausersatz" sein. Das gilt gleichermaßen für die Handschrifterkennung.

Warum nun 1 Stern Abzug?
180€ sind eine ganz ordentliche Stange Geld. Da dürfen die Erwartungen schon etwas höher sein.
Einen halben Stern weniger gibt's schon mal dafür, dass das Intuos so, wie es ausgeliefert wird, praktisch unbenutzbar ist. Mit einem 1m langen USB-Kabel kann kein Mensch etwas anfangen, außer am Laptop oder mit einem Verlängerungskabel. Auf diesen Wink mit dem Zaunpfahl "Kauft euch unser Wireless-Kit, wenn euch unser Kabel nervt!" hätte man auch einfach verzichten und das Ding gleich dazulegen können, meinetwegen für 20€ mehr.
Einen weiteren halben Stern zieh ich ab, weil die Touchfunktion zwar ganz nett und wie schon gesagt auch ausreichend, aber noch lang nicht ausgereift ist.


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