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Rezensionen verfasst von
Birgit Erwin "birgiterwin"
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Der Ketzer: Die Chroniken der Templer
Der Ketzer: Die Chroniken der Templer
von Joseph Nassise
  Taschenbuch

4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Klischee, 5. Juli 2007
Mal abgesehen von dem irreführenden Klappentext konnte ich dem Roman auch sonst nichts abgewinnen. Er bietet weder auf dem Gebiet Thriller noch auf dem Gebiet Phantastik irgendetwas Neues. Die Beschreibungen der Untoten hat man so oder so ähnlich schon viel zu oft gelesen, und auch die Personen bieten wenig Raum für Identifikation, allen voran Cade, der nur das Klischee des harten, verletzten Mannes darstellt. Enthielte das Buch nur eine Spur von Humor oder Selbstironie, wäre es wahrscheinlich sogar ganz erträglich, doch so ist es streckenweise eher unfreiwillig komisch, und weder Handlung noch Sprache vermögen zu überzeugen.


Das Hofkonzert
Das Hofkonzert
DVD ~ Martha Eggerth
Wird angeboten von hamburgmedia (mafrance24 com)
Preis: EUR 3,99

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Nostalgischer Charme, 19. März 2005
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Das Hofkonzert (DVD)
Bevor Douglas Sierk im Hollywood der 50er Jahre zum König des Melodrams wurde, hieß er Detelf Sierck und drehte Liebesfilme in Deutschland. Aus dieser Zeit stammt auch die Verfilmung des weitgehend vergessenen Bühnensingspiels "Das kleine Hofkonzert" mit der Musik von Edmund Nick. Zwei Dinge werden deutlich: Sierck hatte damals schon einen Hang zu gefühlvollen Stoffen, und er verstand schon damals sein Handwerk.
Natürlich ist die simpel gestrickte Handlung kein Glanzpunkt der Kinogeschichte, aber wenn man ehrlich ist, unterscheidet sie sich darin nicht von den Liebesschnulzen des heutigen Kinos. Was hingegegen immer noch wirkt sind die schön gefilmten Bilder, die ein nostaltisches Biedermeier heraufbeschwören, in dem man sich, wenn man sich auf die Kluft von fast 80 Jahren einlässt, für anderthalb nette Stunden Unterhaltung verlieren kann
Musikalisch wird die Partie der Sängerin Christine durch Martha Eggerths hellen Koloratursopran bestens besetzt, während der junge Heesters wohl eher das Auge als das Ohr bedient.


In einem dunklen Wald: Roman
In einem dunklen Wald: Roman
von Peter Gilbert
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 18,00

3.0 von 5 Sternen Verlierer auf Sinnsuche, 5. März 2005
Bernhard Steinway ist weder reich noch erfolgreich, doch er hat das unglaubliche Talent, sich überall durchzulavieren. Nur seine Frau Olivia hat irgendwann die Nase voll und verlässt ihren Mann. Zwei Jahre später heult Bernhard noch immer seinem Therapeuten Dr. Lear die Ohren voll. Doch dann kommt die Stunde der Wahrheit, in der Bernhard versucht herauszufinden, was wirklich in ihm steckt.
In einem dunklen Wald ist ein Roman, der schwer fassbar ist. Von der ersten bis zur letzten Seite schwankt die Erzählung zwischen der Tragik eines Verlierers und der absurden Komik einer halbherzigen Selbstfindung. Bernhard ist kein klassischer Loser, er ist vielmehr eine satirische Abrechnung mit einer Geisteshaltung. Passend zur Geschichte nimmt der Erzähler auch mit seiner Sprache eine sehr distanzierte Haltung ein. Obwohl er wörtliche Rede benutzt, wirkt der Roman dennoch über weite Strecken wie ein Bericht, vielleicht sogar ein Krankenbericht. Die Folge ist, dass In einem dunklen Wald trotz der emotionalen Obsessionen, von denen es handelt, fast ausschließlich den Kopf anspricht.


Beethoven, Ludwig van - Fidelio
Beethoven, Ludwig van - Fidelio
DVD ~ Nikolaus Harnoncourt
Wird angeboten von Galeria-Vintage
Preis: EUR 39,48

40 von 43 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Solide Inszenierung mit wunderschönen Stimmen, 5. März 2005
Rezension bezieht sich auf: Beethoven, Ludwig van - Fidelio (DVD)
Freunde opulenter, relativ werkgetreuer Opernaufführungen werden von den Inszenierungen des Opernhauses Zürich selten enttäuscht und auch dieser Fidelio macht da keine Ausnahme. Die Stimmen vermögen durchweg zu überzeugen, einzig der Don Pizarro fällt gegenüber Polgars stimmlich wunderschönen Rocco ein wenig ab.
Auch die Inszenierung hält in Bezug auf Bühnenbild und Kostüme eine gelungene Balance zwischen traditioneller Auffassung und moderner Schlichtheit. Dass es trotzdem keine fünf Sterne geworden sind, liegt daran, dass dieser Inszenierung ein wenig der Schwung fehlt. Hier wird die Oper vor allem als ein Hochlied auf die Liebe und Ehre gesehen, wobei die potentiell komischen oder doch "menschlichen" Momente, die vor allem in der Beziehung zwischen Marzellina und Fidelio/ Leonore stecken, nicht ausgeschöpft werden. So wirkt das Werk insgesamt leider etwas statisch, doch das tut vor allem dem musikalischen Genuss keinen Abbruch.


More is less
More is less
von Chantal Pelletier
  Taschenbuch
Preis: EUR 12,80

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Strafversetzung, 29. Mai 2004
Rezension bezieht sich auf: More is less (Taschenbuch)
More is less ist eine Mischung zwischen klassischem Kriminalroman und sprachlichem Experiment. Die Autorin Chantal Pelletier wählt bewusst die sprachliche Distanz, um dem Leser ihre gebrochenen Charaktere vor Augen zu führen. Ihr Held, der Kommissar Maurice "Momo" Laice ist ein von Krankheit und Zweifeln zerfressener Mann, dessen selbstquälerischer Pessimismus ihn zu einem ewigen Außenseiter macht. Auch ihre anderen Figuren, präsentieren sich schrill und leicht überspitzt, allen voran Vanessa, Momos Gegenspielerin und Anführerin einer gewalttätigen Mädchengang, die die Männer ihres Viertels das Fürchten lehrt.


Berenike. Roman
Berenike. Roman
von Tessa Korber
  Gebundene Ausgabe

7 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Odysee einer mutigen Frau, 29. März 2004
Rezension bezieht sich auf: Berenike. Roman (Gebundene Ausgabe)
Berenike ist eine dieser Frauengestalten, die gerne für historische Romane entdeckt werden, da sie in das Schema eines neuzeitlichen Frauenbildes passt. Gegen den Willen ihrer Familie - insbesondere ihres tumben Bruder Leonidas - folgt sie ihrer Bestimmung und ihrem Herzen. Sie verlässt ihren Ehemann und ihre Kinder, und begibt sich auf eine Irrfahrt wie die des großen Odysseus, der sich leitmotivisch durch den Roman zieht. Doch die Sehnsucht nach ihren Sprösslingen holt die junge Frau ein und wirft sie ein weiteres Mal aus der Bahn.
Tessa Korbers Roman liefert ein breit angelegtes Sittengemälde, das sich leider bisweilen in der Fülle der Fakten verliert. Zu detailliert werden dem Leser die Schlachtpläne, die Intrigen und Namen präsentiert. Doch seinen Charme bezieht Berenike letzten Endes aus seiner kämpferisch-naiven Protagonistin, die sich mit gut gelauntem Anachronismus durch Kleinasien liebt und singt und deren Hass-Liebe zu Eumenes mit viel Einfühlsamkeit erzählt wird. Erstaunlich blass bleibt hingegen ihre große Liebe Ptolemaios. Er ist nicht viel mehr als der Traumgeliebte in der Ferne, der erst auf den letzten Seiten seinen für das Happy-End nötigen Platz einnimmt.


Der Auktionator
Der Auktionator
von Charles Fernyhough
  Taschenbuch

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Finns Frauen, 29. März 2004
Rezension bezieht sich auf: Der Auktionator (Taschenbuch)
Finns Auktionshaus besteht aus den Bruchstücken seines chaotischen Lebens. Eine Fußbadewanne, ein Ehering, eine Baseballkappe. Sie sind die Zeugnisse von schmerzlichen und lustigen Verwicklungen, aber sie sind mehr als das: Sie sind die Spur, die zu seiner Mutter führt, die bei einem Autounfall ums Leben kam. Am Ende des Romans steht der Ausverkauf eines Lebens und eine Lösung, die die Wunden der Vergangenheit doch nicht heilen kann. Endlich versteht Finn die wahre Dunkelheit seiner Familie.
Der Roman beginnt betörend, verwirrend mit der Phantasie eines Halbwüchsigen, dem gerade die Göttin der Liebe über den Weg gelaufen ist. Doch der Junge wird erwachsen, aber das Buch bleibt verwirrend. Es sind einfach zu viele Figuren, zu viele Handlungsstränge, die sich ineinander verknoten und sich erst auf den letzten Seiten auflösen, um ein flüssiges Lesen zu garantieren. Zugegeben, die Sprache ist originell, aber die Handlung bleibt über weite Strecken mehr oder minder unverständlich. Erst als es zur Auflösung kommt, findet der Leser zu einer klaren Erzählperspektive, die darauf verzichtet, zwischen erster und dritter Person zu schwanken und Form über Inhalt zu stellen. Wer einen Roman im herkömmlichen Sinn sucht, ist mit Fernyhoughs Werk sicher schlecht beraten, wer hingegen das die expermentelle Form bevorzugt, für den hält der Auktionator einige Überraschungen bereit.


Sevillas bittere Orangen
Sevillas bittere Orangen
von Antonio Sarabia
  Gebundene Ausgabe

42 von 45 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ausbeutung und Intoleranz, 29. März 2004
Rezension bezieht sich auf: Sevillas bittere Orangen (Gebundene Ausgabe)
Sevillas bittere Orangen spielt in einer Zeit, in der sich die alte Welt mit ganz neuen Ideen auseinandersetzen muss. Das Schicksal der Mächtigen ist im streng katholischen Spanien ebenso von den Launen Fortunas Abhängig wie das der Besiegten. In einer kleinen Schenke im Herzen Sevillas treffen sich der Druckerlehrling Alonso, der Klosterschüler Bartolome und ihre Freunde und besprechen die Neuigkeiten. Christoph Kolumbus hat eine neue Welt entdeckt und die Auseinandersetzung mit den Fremden, den Indios wird zur Chefsache der kleinen Gruppe. Doch trotz bester Absichten scheinen die Barrieren zwischen den Spaniern und ihren eingeborenen Sklaven unüberwindlich.
Die Versuche des toleranten Bartolome, seinem indianischen Sklaven Religion und Kultur der Unterdrücker nahezubringen scheitern an der Kluft der Gegensätze. Der gekreuzigte Christus und das Ritual des Abendmahles scheinen Cristoballilo nicht schlimmer als der Kannibalismus seiner Heimat. Am Ende überschattet der Fluch der sterbenden Catalina die kleine Taverne mit ihren launigen halb philosophischen Geschichtsbetrachtungen. Auch Cristoballilo kehrt bei der ersten Gelegenheit in seine Heimat zurück.
Fazit: Fesselnde Verquickung von historischen Tatsachen und Schauplätzen und fiktiven Schicksalen


Affair of the Necklace [VHS] [UK Import]
Affair of the Necklace [VHS] [UK Import]

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Hilary Swank als dunkler Engel, 20. März 2004
Die junge Adlige Jeanne Valois verliert ihr Geburtsrecht und geht über Leichen, ihren Namen und ihren Besitz zurückzuerlangen. Die Rachestory um das sagenhafte "Halsband der Königin" vom Hof der schönen Marie Antoinette ist schon oft verfilmt worden, dennoch ist hier ein sehenswerter Film gelungen. In schönen Bildern entfaltet sich die Intrige dieser raffinierten, doch so verletztlichen Frau, die von Hilary Swank glaubwürdig verkörpert wird. Doch auch ihre Gegenspieler überzeugen durch schauspielerisches Talent, allen voran Jonathan Pryce als betrogener Kardinal und (wie immer sehenswert) Christopher Walken in der Nebenrolle des Grafen Cagliostro.
Streckenweise hätte etwas mehr Tempo dem Film gut getan, doch im Großen und Ganzen kann er überzeugen


Der singende Baum: Roman
Der singende Baum: Roman
von Tim Winton
  Gebundene Ausgabe

16 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Poetische Australienreise, 18. März 2004
Rezension bezieht sich auf: Der singende Baum: Roman (Gebundene Ausgabe)
Georgie ist vierzig und nach einer gescheiterten Beziehung in einem Fischerdorf an der Seite des Naturburschen Jim und seiner beiden Söhnen gelandet. Kompliziert wird es erst, als sie sich in den Raubfischer Luther Fox verliebt. Vor der grandiosen Kulisse Australiens kommt es für alle drei zu einer Begegnung mit der Vergangenheit, die alte Wunden aufreißt.
Was auf den ersten Blick wie eine 08/15-Liebesgeschichte mit den bekannten Zutaten aussieht, entpuppt sich bereits auf den ersten Seiten als eine aus dem Leben gegriffene Erzählung, deren Charaktere sich mit den den Figuren eines John Steinbeck messen können. Schweigsame, leicht skurrile Außenseiter treffen sich zwischen Fischkuttern und Wüsteneien und versuchen ohne falsche Sentimentalität, die Härten des Lebens zu meistern.


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