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Rezensionen verfasst von
Monsieur Matou

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E.X. Troopers PS3 JPN
E.X. Troopers PS3 JPN
Wird angeboten von Deputi Japan
Preis: EUR 16,21

5.0 von 5 Sternen Capcom kann es ja doch noch!, 23. Oktober 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: E.X. Troopers PS3 JPN (Videospiel)
Kaum zu glauben dass ein SpinOff zu "Lost Planet" das japanische Unternehmen zu Höchstformen auflaufen lässt.

E.X. Troopers ist wohl eigentlich primär für den 3DS entwickelt worden, denn es ist nicht nur auch dafür zu haben, sondern man sieht der PS3 Version das auch qualitativ an. Auch fällt der Starke Fokus auf 3D-Effekte auf, der später nochmal kurz beleuchtet wird. All das kann aber nicht über ein rundes Gesamtbild hinwegtäuschen, welches nicht mehr Anime sein könnte. SO macht "Lost Planet" mit jedenfalls sehr viel Spaß - nicht zuletzt wegen der wirklich grandiosen Charaktere, die man in der Regel von ihrem ersten Auftritt an leiden mag.

Die Story? Nun... Wie mag man diese genau beschreiben? Ich würde sagen als typischen Anime, bei den man unseren rosahaarigen Helden "Bren" nicht nur in die Tristesse des auf "Lost Planet" bekannten Planeten begleitet, sondern auch bei Alltagsgeschäften mit seinen "neuen" Kameraden, die er auf der NEVEC Basis findet. Hier ein Drama, da ein Verrat und viel Comedy dienen dabei als Garnierung. Szenen mit Gundam-ähnlichen Mechs dürfen freilich auch nicht fehlen. Ich halte es bewusst sehr grob, weil ich gerne gestehe nicht jedes Detail zu verstehen, aber das tut dem Spiel keinen Abbruch, denn man kann getrost sagen dass der Titel auf der PS3 ohne Regionalcode und ohne Kenntnisse der japanischen Sprache zu spielen ist. Es erklärt sich alles von selbst und den Szenen der Story kann man durchaus einen schlüssigen Faden entnehmen.

Spielerisch ist man natürlich doch recht nah an der Vorlage geblieben. Man läuft in einzelnen Missionen, durchaus auch mit einem KI-Kumpel, durch Level die sich mal mehr, mal weniger schlauchig anfühlen. Die schon bekannten "Käfer" aus der Serie dienen dabei als Kanonenfutter und müssen mal mehr, mal weinger taktisch ausgeschaltet werden. Ein relativ simpel aufgebauter "3rd Person Shooter" eben.

Was das Spiel jedoch gekonnt hervorhebt ist die Tatsache, dass man sich in der artdirection komplett von der bisherigen "Lost Planet"-Serie gelöst hat und wie schon beschrieben eher die Anime-Richtung verfolgt. Hier wird fast alles bedient, was man sich vorstellen kann. Besser noch: Viele Zwischensequenzen werden wie eine bewegte Comicseite präsentiert und es bewegen sich Dinge aus den einzelnen Frames heraus. Gerade hier merkt man den Ursprung des 3DS, wie ich zu Beginn schon erwähnt hatte. Und egal was aus dem Frame fliegt, oder was für einen Pop-Up-Effekt man sonst geboten bekommt: Es wirkt nicht nervig, sondern bereichert die Präsentation. Nur schade, dass die PS3-Fassung keine 3D Option hat.
Was man hier aber einmal mehr sieht ist das: Grafik ist nicht unwesentlich bei dem Spiel, aber sie ist nicht ausschlaggebend. Technisch ist das Spiel nämlich mau, aber sie ist so rund und verliebt in Szene gesetzt, dass man regelrecht auf die Technik pfeift und sich dieser wunderbaren Animewelt hingibt die einfach stimmig ist.

Der Sound steht dem freilich in nichts nach. Es gibt J-Pop, es gibt Megaman-artige "Techno"-Musik und typisch japanische Sprachausgabe - gerne auch sehr überdreht. Die Gegner-Effekte und Waffen-Klänge sind zweckmäßig - da sticht nichts groß heraus, aber es fällt damit auch nicht negativ auf.

Sehr schade, dass der Titel dem Westen vorenthalten wurde, aber das ist irgendwie auch verständlich. Die Übersetzung wäre in den animierten Cmic-Strips wirklich schwer, denn Text ist fest integriert. Soll heißen: Man müsste einzelne Objekte neu erstellen und davon nicht zu knapp. Einfach nur Text austauschen ist also nicht angesagt bei dem Spiel. Ärgerlich, aber wie erwähnt kann man es doch recht einfach ohne Japanischkenntnisse spielen, wenn man nicht exakt jedes Wort wissen will.

E.X. Troopers vereint wirklich viele Elemente für die man Capcom mag und es ist schön, dass Capcom noch solche Spiele macht. Gut, es hat jetzt auch schon wieder zwei Jahre auf dem Buckel, aber ich habe sowas wirklich nicht erwartet und bin total Feuer und Flamme für das Spiel. Fantastische Figuren, ein Spaßiger 3rd Person Shooter und tolle Präsentation überzeugen mich. Verdiente fünf Sterne und gerne mehr von diesem SpinOff - vielleicht ja sogar als eigene Serie? Ich würde jedenfalls sofort wieder zuschlagen!


The Evil Within (100 % Uncut) - [PlayStation 3]
The Evil Within (100 % Uncut) - [PlayStation 3]
Preis: EUR 34,99

24 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Wo nichts tot ist muss nichts auferstehen, 15. Oktober 2014
Das Survial Horror Genre ist also seit einigen Jahren hinüber - glaubt man der Presse und einigen "Gamern". In dieser Zeit sind allerdings, wie ich finde, einige doch recht gute Spiele erschienen. Selbst der letzte Ableger aus Silent Hill für die stationären Konsolen konnte mich davon überzeugen, dass das Genre noch nicht wirklich abgeschrieben ist. Aber gut, Shinji Mikami soll es mit "The Evil Within" aka "Psycho Break" (Japan) retten. Nur was soll er genau retten?
Bevor voreilig die Rezension abgestraft wird sei zumindest oben zum Eingang gesagt, dass es hier nicht darum geht zu sagen "das Spiel ist eine technische Gurke und verdient keine guten Wertungen", sondern es geht darum zu verdeutlichen, warum ich es lediglich "nicht schlecht" finde und nur dem Namen "Shinji Mikami" wegen nicht Bonuspunkte verteile. Ich will bewusst oberflächlich bleiben und nur meine groben Gefühle zum Spiel schildern. Ich werde daher weder die Story bis auf die Knochen abnagen, noch groß anderen Dingen hingeben, hoffe aber trotzdem, dass die Rezension soweit ihre Leser finden wird.

Shinji Mikami meldet sich nun also mit "The Evil Within" zurück und man kann behaupten, dass ein regelrechter Aufschrei durch die Communities ging. Warum? Nun, wer den Namen nicht kennt: Das ist der Schöpfer von Resident Evil und der angebliche Urvater des Genres, obwohl "Alone in the Dark" vor Killervirus und Zombiestadt das Licht der Welt erblickte. Eigentlich sollten alle Zeichen also auf Erfolg stehen, oder?

Im Vorfeld hatte ich es aber schon nach wenigen Trailern irgendwie geahnt: Das ist nicht wirklich Horror für mich. "The Evil Within" hält regelrecht schonungslos auf so ziemlich jeden Gore-, oder Splatter-Effekt und wem das nicht reicht, der bekommt fast an jeder Ecke Blut und Eingeweide als Dekoelement präsentiert. Laut Mikami sind die Spieler härter geworden, was man ja irgendwie durchaus attestieren kann, aber ich finde es einfach besser und wirkungsvoller, wenn man dem Spieler auch mal Dinge selbst überlässt. Wie in Resident Evil 1 bräuchte man es zum Beispiel nicht zu sehen wie die Protagonisten zerquetscht werden, sondern es reicht eine sich senkende Wand zu zeigen. Und genau davon ist man im Hauptspiel weit entfernt. Ich hätte wirklich gehofft, dass die Trailer ein falsches, effekthascherisches Bild vermitteln - FEHLANZEIGE! Horror wird für mich damit nicht erzeugt.

Auch sonst weiß ich nicht so recht was das Genre jetzt retten soll. Alte Klischees vielleicht? Dinge, die man schon so oft gesehen hat? Da hat man einen bunten Mix aus dem Kettensägenmassaker, mit dem typischen Unhold, der in seinem Keller zu klassischer Musik sein Werk verrichtet, bis sogar hin zum Asia-Horror, also der Dame mit den langen, schwarzen Haaren. Natürlich haben sich mörderische Fallen im SAW-Stil auch etabliert und die dürfen hier nicht fehlen. Viel zu viel scheint mir bekannt zu sein und wenig von dem schöpferischen Genie eines Resident Evils zu haben, was wirklich mehr Eigenständigkeit brachte.

Und auch das ist etwas "schwierig": Zu viel erinnert an "Resident Evil 4", einem weiteren Meilenstein für Mikami. Ich finde es nicht verwerflich wenn man Dinge nochmal hernimmt, diese gar erweitert. Ich mag das Gameplay aus "Resident Evil 4" sogar sehr, sogar in "Cold Fear", "Shadows of the Damned" und anderen Spielen. Aber zu oft meint man "Resident Evil 4" mit neuen Modellen zu spielen. Wäre nicht schlecht, wenn sich nicht zeigen würde dass Mikami zum Beispiel über eine Szene nie hinauskommt: Ein Haus in das Gegner "einbrechen" und das der Spieler quasi beschützen muss. Kennen wir aus "Resident Evil 4", haben wir auch in "Shadows of the Damned" (da hat er mitgearbeitet) gesehen und dürfen wir hier wieder machen. MEH! Und wenn wir nicht an Mikamis vierte Zombiehatz erinnert werden, dann finden wir uns bei an Silent Hill, Clocktower und Co angelehnten Elementen an andere Serien erinnert. Damit macht man nix falsch, man ist schnell im Spiel, aber einmal mehr liegt mir das Fehlen der Eigenständigkeit auf der Zunge. Vom Zerstören von Boxen und solchen Dingen, dessen Animation fast schon bekannt vorkommt mag man nicht erst reden.

Aber sind wir fair: Von der Atmosphäre her kann man dem Spiel kaum unterstellen es wäre schlecht, nur kristallisiert sich für mich eben nicht die Überbombe des Survival Horror heraus, besonders wenn zum Ende hin immer mehr und mehr Geballert wird. Munitionsknappheit kann man so auch kaum unterstellen, zumindest auf Einfach und Normal. Es sind eher die Gegner die viel Munition fressen und damit ein billiger Trick um diese Knappheit zu simulieren. Zum Glück gibt es dann aber doch noch die Funktion für Stealth-Kills, also dem anschleichen an Gegner und aus dem Hinterhalt angreifen. In diesem Part glänzt der Titel wirklich und fühlt sich dann doch endlich mal eigen an. Eine Schleichoffenbarung mag das Spiel zwar nicht sein, aber Schleichen in den düsteren Settings ist zumindest mir so bis auf die Siren-Serie nicht bekannt, daher ist diese Entscheidung nicht nur vom Spielen her die erste Wahl in der Gegnerkonfrontation, sondern auch mein persönliches Highlight!

Auch ein großes Highlight: Die Soundkulisse. Gerade die Umgebungsgeräusche sind grandios und spielen die Musik zu jeder Zeit an die Wand. Wohl auch ein Grund wieso es nicht so viel Musik zu geben scheint. Aber genau das trägt zur Atmosphäre bei! Es tropft, es trieft, es ist eine Freude.
Und die Sprecher? Zwar ist in der deutschen Version wirklich nicht die englische Sprachspur (schade), aber die deutschen Sprechen liefern solide Kost ab. da geht auch wirklich schlimmer!

Leider kann ich der Story, um diese kurz anzuschneiden, so nicht viel abgewinnen. Generell ist es nicht schlecht durch diese ganzen Alptraumsequenzen eine Aneinanderreihung an Szenarien zu erschaffen, die dann in der Levelgestaltung viel Abwechslung bieten. Bezogen auf die Story wirkt das aber zu sehr "zusammengewürfelt". Zum Ende hin will man diesen bunten Mix dann erklären, aber so ganz mag es nicht zünden - vielleicht auch den etwas steifen Figuren geschuldet. Egal ob Hauptprotagonist Sebastian Castellanos oder einer seiner Begleiter - eine Seele, oder einen Bezug finde ich nicht, der mich mitfiebern lässt und vielleicht die Story besser transportieren könnte.

Bezüglich der Grafik sei gesagt, abgesehen vom 21:9 Bild-Format, dass diese gerade für die PS4 und One etwas suboptimal ist. Das ist der ursprünglichen Entwicklung für PS3 und 360 geschuldet, daher kann ich da die Augen (noch) zudrücken wenn es um die Schärfe der Texturen geht, aber was nicht ganz verständlich ist sind aufploppende Objekte und nachladende Texturen auf den neuen Geräten. Zumindest das hätte man optimieren können - aber auch damit kann man sich arrangieren. Trotzdem kann man sich die Frage stellen wieso man jetzt fast bis zu 70 Euro für das Spiel zahlen soll, wo man fast das Gleiche - auch optisch - mit Resident Evil 4 schon viel billiger zocken kann.

Ich könnte wirklich noch tiefer graben, aber ich will das ja bewusst nicht. Fakt für mich ist, dass das Spiel von der Atmosphäre her absolut überzeugen kann, selbst im eigenwilligen 21:9 Format, wovon nicht jeder wirklich profitieren wird. Ansonsten hat man aber eher ein lustiges Treffen alter bekannter Komponenten und das finde ich nun wirklich nicht als "Rettung" des Genres, sondern einfach als "Ausruhen auf alten Erfolgen und Erfolgen anderer Leute". Die wirkliche Eigenständigkeit finde ich nicht in großer Masse und zu viel grafische Dinge (soll heißen: zu viel Blut, Splatter und Gore) langweilen auf die Dauer und erzielen keine Wirkung. Schade - die Erwartung war ganz anders, aber das Spiel wird seine Kunden finden. In diesem Sinne ein "nicht schlecht", weil von der Stimmung überzeugt der Titel einfach absolut.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Oct 16, 2014 1:40 PM MEST


Hyrule Warriors
Hyrule Warriors
Wird angeboten von Wülfrather Game Box
Preis: EUR 44,90

7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Erwartungen erfüllt!, 30. September 2014
Rezension bezieht sich auf: Hyrule Warriors (Videospiel)
Ich habe Dynasty Warriors mit Zelda Mantel erwartet und genau das bekommen. Kritik an Rucklern kann ich nicht verstehen, denn ich sehe wirklich nix und auch die Übersicht der Karte finde ich jetzt nicht so schlimm. Man bekommt angezeigt wo etwas ist, sobald eine neue Mission reinkommt. Dass man da schnell was verpassen kann, weil nicht alle der gefühlten 10+ Ereignisse auf einer Karte durchblinken mag passieren, aber ein akustisches Signal deutet neben einer Nachricht an wenn sich Dinge verändert haben. Wenn ich persönlich etwas kritisieren muss, dann sind es Kleinigkeiten:

- Gräser, Blumen und diverse andere Dinge sind "Pappaufsteller" die sich an der Kamera orientieren. Sie drehen sich also immer so hin, dass sie frontal in die Kamera zeigen. Bleibt man also stehen und dreht die Kamera, dann sind Gräser und Co nicht fixiert, sondern rotieren. Das sieht etwas blöd aus - aber in dem Spiel hat man eh kaum Zeit sich die Natur groß anzugucken.

- Sprachausgabe ist vorhanden, aber nur in der Form von einer Erzählerin. Sehr schade, denn die grandios animierten Filmsequenzen hätten das diesmal echt vertragen.

- Obligatorisch nutzt sich das Spiel schnell ab. Ich finde es daher nur in kleinen Dosen und nicht in einem Zock-Wochenende sehr gut. Oder eben wenn man nach der Arbeit mal kurz Dinge verkloppen will.

- Die eigen dafür geschaffenen Figuren haben keinen Sympathiebonus und wirken auf mich platt.

Ansonsten sind eben alle Dinge, wie zu Beginn erwähnt, erfüllt. Mehr noch: Es ist nicht einfach nur Fanservice das Zelda-Universum zu verbraten, sondern es ist REINER Fanservice. Es gibt massig kleine Details die Fans der Serie gefallen dürften und das Charakterraster ist eigentlich sehr gut. Zudem gibt es kleinere Änderungen am Gameplay die eben nicht nur stupide Klopperei zulassen wollen. Einem Dodongo zum Beispiel Bomben in den Rachen werfen gehört dazu, aber auch die Suche nach goldenen Skulltulas.
Ich persönlich könnte mir nicht nur solche Massenschlachten in Dosen für ein echtes Zelda vorstellen, sondern bin auch fast dazu bereit zu sagen, dass es sich hier um das wohl frischeste Dynasty Warriors und frischeste Zelda der letzten Zeit handelt - auch wenn es niemals ein vollwertiger Teil einer der beiden Serien sein will und auch nicht sein kann.

Was soll ich mich noch groß mit dem Ausweiden des Titels beschäftigen, wenn ich wieder spielen könnte? Die volle Wertung verhindert sich das Teil ohnehin nur, weil es eben schon ab Level 2 eher nur eine Wiederholung ist - aber eine die Fans von der ersten Sekunde an versteht und das bietet, was man als Freund von beiden Serien mag. Bleibt nur noch zu sagen: Es wäre wirklich schön, wenn der Titel es schaffen würde Fans des jeweils anderen Lagers für die andere Seite zu interessieren, sofern das noch nicht der Fall ist (Also Zelda-Fans für Dynasty und umgekehrt).


Killer is Dead - Limited Edition - [PlayStation 3]
Killer is Dead - Limited Edition - [PlayStation 3]
Wird angeboten von IT-STATION
Preis: EUR 19,78

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Was zur Hölle spiele ich da?, 12. September 2014
Als Freund der Werke von Suda51 konnte ich nicht herum auch "KILLER IS DEAD" irgendwann über mein Heim-TV flimmern zu lassen. Alleine der viele Fanservice, der so vielleicht nicht auffällt musste einfach ein Volltreffer werden. Mondo, der Hauptprotagonist auf "KILLER IS DEAD", zum Beispiel trägt den gleichen Namen wie der Held aus "Flower, Sun and Rain". Die ganze Aufmachunf und der Titel erinnern nur zu stark an "Killer 7" und diese ganzen kleinen Goodies ziehen sich durch das Spiel, dass das Fanherz aufgeht.

NUR: Genau das ist auch ein Problem am Spiel, denn es lässt Neueinsteiger nicht erst langsam in diese absurde Welt aus japanischer Folklore, J-Kitsch und einer Ansammlung an texturarmen Farbverläufen gewöhnen, sondern steigt gleich voll ein und zieht sein Ding gnadenlos für Kenner von Suda51 durch. Würde ich ihn nicht kennen (natürlich nicht persönlich) so wäre mir im ersten, richtigen Level, bei dem kleinen Stelldichein mit Alice in ihrem Zucker-Wunderland wirklich die Lust vergangen. Das aber nicht nur wegen abgedrehtem Drehbuch und ebensolcher Optik.

Nein, was mich wirklich stört ist die Kameraführung und das fast permanente Nachjustieren, bis die Farbverläufe nur so verschwimmen. Gerade dann, wenn mehrere Gegner auf Mondo, also UNS, zustrümen wird das ärgerlich und besonders durch die Tatsache, dass wir hier ein Spiel haben bei dem es wirklich um schnelle Reflexe mit Angriff und Blocken kommt, ist DAS nicht ganz zu verzeihen. Egalw ie simpel das System gehalten ist - GEHT NICHT! Zu allem Überfluss kann es zu etwas Tearing kommen, wenn man die Kamera seitlich rotiert.

Ebenfalls nicht ganz so schön: Einige Animationen. Tolles Beispiel wäre Scarlett, eine großbusige Krankenschwester in rosa Uniform mit überdimensionaler Spritze. Ihr Animationsablauf ist zu kurz und da fällt die Dauerschleife einfach sofort auf. Hände ausstrecken, kurz im Haar spielen, wiederholen. Ganz zu schweigen davon, dass sie wohl manchmal Bauchrednerin zu sein scheint... oder bewegt sich vielleicht andere Lippen beim Sprechen?

Ja, das ging unter die Gürtellinie, aber da kommen wir gleich zu einem Thema, wo das als Überleitung einfach mal so plump sein muss. Stichwort: Gigolo Missionen. Mondo ist nämlich offenbar permanent spitz wie Nachbars Lumpi. Hier ein doppeldeutiger Witz: Seine Waffe braucht wohl deshalb so viel Blut (wer das Spiel kennt wird es vielleicht verstehen...).
In diesen Missionen geht es darum, eine mehr oder weniger hübsche Dame zu umgarnen. Wie macht man das? Man wartet bis die Dame nicht guckt, dann glotzt man schnell in Ausschnitt oder Schritt um eine Leiste zu füllen. Ist diese Leiste voll kann man Geschenke, die vorher gekauft werden müssen, überreichen. Das kann so oft wiederholt werden bis die Dame uns abgöttisch liebt und mit uns in's Kämmerchen geht.... das Waffenkämmerchen wohl gemerkt, denn wir bekommen dadurch neue Utensilien ... oder wir werden beim Spannen erwischt und gehen dadurch im schlimmsten Fall als Verlierer aus dieser Mission. Für die richtigen Nerds kann Mondo übrgens eine "Kleider weg"-Brille ergattern, womit man die digitalen Damen nur in Unterwäsche sehen kann.

Für mich das absolute Lowlight des Spiels. dauernd wiederholende Sprachsamples, japanophiles Gestöhne, was einem Meerschwein gleichkommt, und man muss es machen, wenn man sein Arsenal aufstocken will. URGS.

Auch etwas nervig: Der permanente Versuch am Ende einer Mission mit den Leaderboards in Verbindung zu treten. Wenn ich einmal NEIN sage, dann sollte es dabei bleiben. hier muss ich jedoch nach jeder Mission sagen "nein, ich möchte mich nicht verbinden".

Wenn ich von dem Wust an negativen Punkten absehe, dann bleiben natürlich auch einige gute Sachen. Die Optik zum Beispiel, die auf Texturen so ziemlich verzichtet und auf einen zeitlosen Cel-Shading-Stil setzt ist gepaart mit diversen Effekten wirklich eine tolle Sache. Auch wenn es kein ganz reines Schwarz geben mag, sondern eher nur einen verlauf von Blau zu schwarz, was so wirken kann als würde den Bildschirm Clouding oder sonst eine Macke haben, so ist DAS wirklich als Kunstwerk und Suda51s Handschirft zu erkennen. Wäre das Spiel ein Film, so würde es wohl von Arthouse vertrieben werden, so anders ist die ganze Präsentation.

Die Musik reiht sich, obwohl etwas unauffällig, in die anderen Titel vom Tarantino der Videospiele ein. Hier etwas Jazz, da etwas Elektronik, hier mal Klassik. Ein bunter MIx, der gut gewählt wurde - für mich reicht es aber nicht an einprägsame Melodien wie zum Beispiel das permanente "No More Heroes" Thema heran.
Soundeffekte erfüllen ihren Zweck und... GROßES Lob auch an die US-Sprecher, die das überdreht japanische Flair fantastisch einfangen.

Insgesamt finde ich "KILLER IS DEAD" zwar gelungen, aber im Gegensatz zu anderen Titeln von Suda51 finde ich den Einstieg nunmal für Neuzugänge nicht so langsam und das mit der Kamera hat man in seinen Spielen auch noch nicht so gut hinbekommen. Da wird es wirklich mal Zeit!
Als Fan würde ich bestimmt die volle Wertung geben, aber darum kann es auch nicht immer gehen. Wären da nicht diese unsäglich dämlichen Gigolo Missionen, dann würde ich mich also zu vier Sternen durchringen, aber ich denke mit drei Sternen und einem "nicht schlecht" kommt das Spiel schon auch noch gut weg. In meiner Suda51 Rangliste befindet sich das Ding übrigens so ziemlich am Ende. Schade eigentlich.


Nintendo Wii U - Konsole, Premium Pack, 32 GB, schwarz mit Nintendo Land
Nintendo Wii U - Konsole, Premium Pack, 32 GB, schwarz mit Nintendo Land
Wird angeboten von toysmania
Preis: EUR 321,00

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Solide SPIELkonsole, 9. September 2014
...und mehr will das Gerät auch nicht sein. Es will kein Multimediazentrum sein, es will kein zusätzlicher Player sein, es will eine klassische Spielkonsole sein. Und das schafft die Wii U durchaus, wenn man vom etwas ruckeligen Start absieht. In der Zwischenzeit hat sich die U wirklich ihren Platz mit gutem Recht erarbeitet, nicht nur wegen permanenter Verbesserung (gerade bei Ladezeiten und Schnellstart) durch Updates.

Das größte Problem am Gerät ist jedoch Nintendo selbst: Es wird zum Beispiel zu selten gezeigt wie das Spielen zwischen TV und Gamepad funktioniert. Einfach eine Karte, oder eine Menü? Nein, das ist eigentlich nicht das Konzept - aber genau das wird zu oft genutzt. Erfreulich zu sehen, dass Nintendo endlich in die Puschen kommt und hier nachbessert.

Viel größer ist jedoch das Problem der Kommunikation. Nintendo macht lieber Werbung im eigenen Revier. In Facebook, Twitter, Nintendo Directs oder Newslettern werden Dinge recht prominent beworben. In Magazinen, Onlinewerbung und TV allerdings kaum - jedenfalls ist in Europa wirklich Ebbe in diesem Bereich, was ärgerlich ist. Da verwundert es auch nicht, wenn die Leute einfach nicht fähig sind sich einzulesen und den Unterschied zwischen Wii U und Wii nicht begreifen.

Aber genug dieser Dinge, gehen wir etwas mehr auf das Gerät selbst ein. Die Konsole ist die erste HD-Konsole von Nintendo. Besser spät als nie und sind wir mal fair: Ja, auf die Zukunft gesehen, so in vier, fünf Jahren, wird die U wohl schon etwas in's Taumeln geraten, aber bis jetzt gibt es sehr viele "Remaster" (ich zähle angekündigte Titel mal mit) mit die PS4 und ONE und einige andere Titel werden parallel auch für alte und neue Geräte entwickelt, weshalb man wohl doch noch etwas auf die richtig großen Kracher warten muss die grafisch so einen großen Unterschied machen. Und auch hier wollen wir fair bleiben: Ein schlechtes Spiel mit verdammt guter Grafik bleibt ein schlechtes Spiel. Wieso sollte die Software der Wii U also nichts wert sein?

Das Hauptargument der U ist aber das Gamepad und die neue Art Spiele damit zu erleben. Wie schon beschrieben hängen wir da etwas nach, aber es sind die kleinen Dinge die das Gamepad jetzt schon recht stark machen. Es mag plump und langweilig klingen, aber einfach das Gamepad aufheben und ein Spiel darauf spielen, sich hinzulümmeln wo man will (sofern die Verbindung mitspielt - bei mir aber bisher immer) und ganz ohne TV einschalten, evtl Vorhang zuziehen, usw. ist nicht zu verachten. Jo, man bekommt auf dem Pad wenig von HD mit, aber man erwischt sich gerne dabei Spiele nur so zu zocken.
Darüber hinaus kann man natürlich auch einfach mal Nachrichten über das Internet lesen, was jetzt für Tablet und Smartphone-Nutzer vielleicht nicht so toll klingt, aber eben das leitet hervorragend einen weiteren Vorteil ein, den man nicht verachten kann.

Bei der U ist das Gamepad fester Bestandteil des Systems - ähnlich wie die Bewegungssteuerung der Wii. Es ist kein Zusatz wie bei SONY oder MS, was dann darin resultiert, dass der Hersteller eines Spiels sich nicht fragen muss wie viele Leute solch den Zusatz evtl. kaufen um das Spiel "auf eine neue Art" zu erleben. Und auch hier sind wir wieder fair: Ja, vom Preis her treibt das Gamepad die U in die Höhe, aber wenn ich ein Tablet mit Smarglass für die XBOX kaufe, oder eine Vita für die PS4 um damit diese Konsole/Tablet-Kombination zu haben, dann sehen die Preise bei der Konkurrenz auch gleich ganz anders aus. Und immer bedenken: Auch wenn man schon ein Smartglassfähiges Gerät oder die Vita hat, so muss man das mit in den Preis berechnen!

Wirklich unschön finde ich nur das: Das Miiverse. Mit der Wii U hat Nintendo das "Nintendo Network" in die Welt berufen und auch damit das Miiverse - eine bunte Community für Kurzmitteilungen und Bilder, die man in einigen Spielen auch zuschalten kann um Hilfe zu bekommen. Der Grundansatz ist eigentlich ganz nett, aber... ...das Management ist grausam. Es reicht eines dieser "Kinder" aus und man bekommt Beiträge gesperrt und wird verwarnt, ohne wirkliche Möglichkeiten auf eine Gegenreaktion. Das ganze ist so inkonsequent durchgezogen, dass ein Bild mit einem Spoiler - ohne Spoiler-Warnung wohl gemerkt - mal zur Verwarnung führt, mal nicht. Noch besser: Bei Wario gibt es ein Zeichenspiel, worin das Miiverse mit einbezogen wird. Hier kann man Wörter zugespielt bekommen und muss das passende Bild dazu malen. Mein Wort: Pups! Ich habe zwei Klammern und eine Wolke gemalt (die Klammern waren Pobacken, aber wirklich nicht grafisch in dem Sinne) und promt flatterte eine Abmahnung rein. ICH habe die Abmahnung bekommen, nicht die Person die das Wort vorgeschlagen hat. Und solche Dinge passieren dauernd. Es macht daher nicht so großartigen Spaß im Miiverse zu sitzen - aber die Anbindung an manche Spiele ist echt ein netter Grundstein.

Über den Speicherplatz von 8, bzw 32 GB kann man klar streiten. Die meisten Downloads kommen aber in überschaubarer Größe daher und im Falle des Falles kann man eine externe Festplatte anschließen. Ja, mehr Speicher IM Gerät wäre nett gewesen, aber ich für meinen Teil komme sehr gut mit den vorhandenen Gegebenheiten aus.

Ich will es nicht zu weit ausdehnen und man kann schon viel über die Wii U lesen. Für mich ist die Konsole jedenfalls kein Flop, sie wird nur nicht richtig kommuniziert und zu viele lassen sich von Klischees hinreißen ehe sie den Kasten einmal ausprobiert haben. Wenn es keine Klischees sind, dann macht man sich selbst Hindernisse, etwas wie "Da muss ich auf zwei Bildschirme gucken" oder "Das Gamepad ist zu schwer und klobig". Das wir kaum ein Spieler sagen, der das Ding wirklich nutzt!
Die Wii U hat ihren Platz verdient, sie bekommt genügend Spiele - Nintendo zeigte auf der E3 2014 ja, dass man es auch alleine kann - und überhaupt ist es die einzige Konsole, die den Namen SPIELkonsole noch verdient, weil sie kein Multimediagerät ist. Beides hat seine Vor- und Nachteile, das müssen wir anerkennen, aber ein Flop sieht wirklich anders aus.
Kommentar Kommentare (4) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Dec 10, 2014 9:54 AM CET


Child of Light (Deluxe Edition inklusive Download Code)
Child of Light (Deluxe Edition inklusive Download Code)
Wird angeboten von Game World
Preis: EUR 13,70

21 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Erwarte ich vielleicht zu viel, ..., 25. August 2014
... oder liegt es doch am Spiel?

Ich habe mit Child of Light so meine Probleme. Was mich stört? Nun, ich versuche es mal dem Spiel passend zu halten:
___________________________________________

Die Optik ist grandios - keine Frage,
doch der Rest ist Grund zur Klage.

Zu Beginn wären da Texte als Reim.
Eine klare Frage: Muss das sein?
Vom Textfluss neigt man hier zum stolpern,
wenn die Worte nur so holpern.
Besonders in Sprechblasen während dem Erkundern,
muss man sich über diese Texte wundern.
Denn egal wie oft man die Augen verdreht,
der Text ist weg ehe man ihn versteht.

Auch so manch ein dummer Reim,
musste nun nicht wirklich sein.
Berliner Akzent und ein Reim auf "Kotze",
sind der Grund wieso ich so motze.
Denn das Konzept mit dem Gedicht,
ist so blöd nun eigentlich nicht.

Das Gameplay ist für Fans von Rollenspielen,
nur ein bekanntes, eines von sehr vielen.
Frei nach dem Motto "lieber gut kopiert als schlecht geklaut" -
ach hätte Ubisoft sich hier doch mehr getraut.

Nein danke, die Optik ist zwar stimmig und sehr schön,
doch bei so wenig Seele bekomme ich einen Fön.
Hinter der Erwartung bleibt es stecken,
hat für mich zu viele Ecken.

Klassische RPG-Kost in Ehren,
doch dieses Spiel kann ich entbehren.

___________________________________________

Ich kann einfach nicht verstehen, wie man das Spiel als regelrechte JRPG-Rettung bezeichnen kann. Ich würde eher so grob sein und behaupten Ubi hat sich doch nur diverse Elemente zusammengeklaut und mal wieder versucht was daraus zu machen. Dass demnach erneut Seele in Figuren fehlt ist fast absehbar und leider empfinde ich deshalb auch nichts bei den Figuren. Keine einzige Figur finde ich wirklich nett oder ansprechend - egal wie hübsch sie gezeichnet ist. Wobei das nur auf Hauptfiguren zutrifft, denn Nebenfiguren sind qualitativ gleich nur auf das Nötigste beschränkt. Bei den NPC Begleitern leidet sogar die Animation. Ist Aurora, unsere Heldin, noch ein 3D-Model, was gekonnt in die Optik der Welt gepresst wurde, so muss man sich bei den anderen Figuren fast ausschließlich mit 2D-Sprites und Puppetmorph begnügen. Gerade im Kampf fällt das etwas unkoordinierte Gezappel der NPCs auf, was eben bei Aurora nicht der Fall ist.

Auch sonst bleibt es durchwachsen. Das Skillsystem ist simpel und regelrecht langweilig. Je ein Skillpunkt erhält man pro Level, die durch Erfahrungspunkte erreicht werden. Dann darf man in einen Talentbaum, bei dem es zwar Abzweigungen gibt, der aber kaum ein eigenes Formen der Figuren zulässt. Auch das Ausrüsten sucht man in seiner Urform etwas vergeblich, sondern man kann nur Steine zu den Figuren hinzufügen die verschiedene Boni spendieren (Resistenzen gegen drei verschiedene Elemente, Angriffe mit Zusatzschaden in je einem von drei Elementn, etc.). Es spricht ja nichts gegen die simple Aufmachung, aber simpel muss nicht langweilig sein - besonders keine Langeweile die gleichzeitig irgendwie belanglos wirkt.

Auch das ganze "Zwischendurch", also das Erkunden der Welten ist so ein bischen durchwachsen. Aurora lernt schnell das Fliegen und kann dann in den sonstigen 2D-Sidescroller-Leveln in alle Richtungen flattern. Wirklich relevant ist das zu selten - es wirkt eher wie ein aufgezwungener Zusatz, damit man Level künstlich strecken kann. Klar, so kann man die Luft erkunden, aber meistens gibt es da nur vereinzelt fliegende Inseln zwischen diversen Gängen die man durchfliegen kann. Ich weiß nicht genau was ich so komisch daran finde, vielleicht einfach die Tatsache, dass das Spiel wie eine Art Jump'n'Run mit RPG-Einschlag startet, aber man recht schnell nicht mehr groß springen muss, weil man ja über alles fliegen kann. Was nicht zu erkunden ist sind einfach nur noch abgesperrte Bereiche die man erst öffnen muss. Das ist einfach langweilig, weil man schon viel zu früh so ziemlich alles durch das Fliegen erkunden kann.

Musikalisch dümpelt man auch irgendwie nichtssagend herum. Nichts gegen diese depressiven Klavierklänge, die wirklich schöne Themen hat, aber ich fühle da gerade beim Kampf nicht das Gefühl kämpfen zu wollen - auch nicht wenn ein Chor bei Bosskämpfen einsetzt. Lob allerdings an die Synchro, denn die wenigen Sprechpassagen sind schon gut eingesprochen - auch in Deutsch. Nur die Reimform beißt sich manchmal, besonders in den oben erwähnten Sprechblasen, bei denen der Text viel zu schnell weg ist und man den Reim nicht ganz mitbekommt. Erschwert wird das spätestens beim Berliner-Akzent (zumindest würde ich das jetzt hier zuordnen), der nichtmal witzig ist, sondern den Fluß der Reime hindert.

Ich bin total enttäuscht darüber, weil das Spiel eigentlich viel Potenzial hätte, aber sich genau das einstellt was ich erwartet habe: Ubisoft - Nette Ansätze nicht zum Ende durchgedacht. Mir ist das Spiel irgendwie zu inkonsequent, zu viel durchgewirbelt und dadurch zu unausgereift. Ich freue mich aber, wenn es seine Kunden findet und kann mir gut vorstellen, dass die UbiArt Framework-Engine uns noch optisch einige Dinge vorführen wird die toll aussehen. Leider reicht das aber nicht, wie man an Child of Light gut sehen kann. Schade1 Mein aktueller Flop des Jahres, auch wenn es im Grund nicht schlecht ist ...

... nur halt belanglos.
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Mar 27, 2015 11:32 AM CET


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4.0 von 5 Sternen Geschichten die das Leben so schreibt, 21. August 2014
...und genau das ist es. Es gibt kein großes Knallbumm, es gibt keine Fantasiewelt (obwohl man einige Dinge, besonders das Clubhaus "Quartier Latin", schon als fantastisch bezeichnen muss) und eigentlich nichts, was groß weltbewegend ist. Der Film glänzt durch das 60er Setting, was hier wirklich sehr gut eingefangen wird. Nicht nur optisch, sondern auch in der Musik, die sehr Jazz-lastig ausfällt.

Muss man mehr sagen? Ich habe mich jedenfalls unterhalten gefühlt und habe herrlich bei einigen Musikstücken, besonders aber beim Klassiker Sukiyaki, gesungen von Kyū Sakamoto (also das Original), mitwippen können. Dass die Beziehung der beiden Hauptfiguren nicht so intensiv vermittelt wird liegt vielleicht ja auch an dem Hindernis zwischen beiden Figuren, was zwar auch schnell erahnt, aber im Film erst am Ende gelüftet wird. Empfand ich so also nicht als Störfaktor.

Produziert ist die BR, sowohl von der Optik und dem Sound (inkl. Synchro), wie auch dem Drumherum (Packung, diverse Extras) wie immer.

Fazit daher: Ein Film, dessen Geschichte direkt aus dem Leben gegriffen sein könnte und eine durchaus gewohnt hohe Produktion, sowohl im Film als auch der Ausschmückung selbst. Die volle Wertung gebe ich lediglich aus dem Grund nicht, weil diese Geschichte leider auch der Fairness halber als herrlich unspektakulär bezeichnet werden muss. Wobei die Betonung hier ganz und gar auf "herrlich" liegt.


Kleine Katze Chi, Band 2: Chi's sweet home
Kleine Katze Chi, Band 2: Chi's sweet home
von Konami Kanata
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,95

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Katzenleben, 28. Juli 2014
Wie schon beim ersten Band fallen zwei doch recht untypische Dinge für Mangas der heutigen Zeit auf: Komplett in Farbe und in westlicher Leserichtung. Am Anfang reine Kopfsache, aber dann hat man sich an die Leserichtung wieder gewöhnt. Die Bilder sind natürlich auf dem gleichen Leven wie in Band 1 und bestechen einmal mehr durch den liebevollen aquarelligen Stil.

Die Geschichte selbst arbeitet wieder viele Klischees von Katzen ab, bei denen man oft nur schmunzeln kann, wenn man etwas die Eigenarten der Katzen wieder entdeckt die man vielleicht schon selbst erlebt hat. Aber man fängt auch an etwas wie eine richtige Geschichte zu entwickeln, zum Beispiel als die "große Braunbärkatze" in Chis Leben tritt.

Kurzweilige Unterhaltung findet man also einmal mehr, wobei es interessant zu werden scheint wie sich die Serie weiterentwickelt. Ich will fair sein: Ja, es ist ein Katzenbaby und da darf man dann auch keine große Lyrik erwarten. Aber es gibt viele Geschichten die schon jetzt etwas "langweilig" wirken, weil man sich wie bei den Teletubbies vorkommt. Wenn Chi ein ganzes Kapitel eher nur "Milch, Milch, ich will Milch" ruft, dann bewegt man sich irgendwie etwas zu oft im Kreis und denkt sich "ja, ich hab's verstanden". Wie gesagt, Baby und so...Sie (Chi) hat ja auch noch ihre kleinen Sprachfehler, die es in diesem Band ebenfalls wieder zu lesen gibt. Aber ich würde es schon begrüßen, wenn die Serie doch etwas dazulernt. Vielleicht ja wenn die kleine Katze etwas älter wird. Aber das ist gewiss Meckern auf hohem Niveau.

Die Unterhaltung ist sichergestellt, die Bilder sind auf dem gleichen Niveau wie vorher und auch das Buch selbst (Papier, Einband, sogar eine Kleinigkeit zum Basteln) haben nicht nachgelassen. Wenn das alles so beibehalten wird, dann kann man als Katzenfreund immer mal wieder kleine Häppchen genießen, die von der Produktion her auf sehr hohem Niveau angesiedelt ist. 5 verdiente Tatzen!


Astonishia Story
Astonishia Story
Wird angeboten von Game World
Preis: EUR 28,15

3.0 von 5 Sternen Nicht so schlecht wie sein Ruf, 14. Juli 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Astonishia Story (Videospiel)
Astonishia Story aus der koreanischen Softwareschmiede Sonnori spaltet zu gutem Grund die Reviews, denn es bewegt sich immer wieder zwischen einem tollen Retroerlebnis und völlig veralteter Monotonie. Vielleicht liegt es aber daran, dass das Spiel eigentlich schon mehrere Jahre auf dem Buckel hat und eigentlich zu Release auf der PSP schon ein acht Jahre altes PC-Spiel war.

Letzteres wird auch schnell am Anfang klar, wenn man an die Passworteingabe gelangt, die über ein im Handbuch abgedrucktes Passwort die Echtheit des Kaufs bestätigen soll. Sowas gibt es nun nicht mehr in diesem Sinn, daher wurde diese Szene umgeschrieben und scheint sehr abstrus zu sein, aber vielleicht soll dieses belanglose Kuriosum einfach nur auf das einstimmen, was die nächsten ca 20-25 Stunden so kommt: Sehr viele Witze, die wohl lustig sein sollen, und eine Szene nach der anderen die Potenzial hätte, aber irgendwie deplatziert wirkt oder einfach nur total langweilig.

Spielerisch macht das Spiel nichtmal so viel falsch, wobei ich die Eigenarten des Kampfsystems gerne an die Wand donnern möchte. Vom Prinzip gibt es Zufallskämpfe in den sich immer ähnelnden Leveln, auf der Karte sieht man Gegner (die nach dem Besiegen tot sind, es sei denn man verlässt die Karte und kommt wieder). Diese Inkonsequenz von Zufallskampf und eben nicht Zufallskampf geht dann im eigentlichen Kampfgetümmel dann auch noch weiter. Ds Spiel springt hier in eine eigene Kampfarena, die dem jeweiligen Umfeld angepasst ist. Hier kann man nach und nach seine Figuren in einem SRPG-typischen Raster bewegen und platzieren, dann diverse Standardaktionen auswählen. JETZT kommt aber die Inkonsequenz, denn was sich als SRPG aufbaut hat absolut keinen Belang in Sachen Strategie. Man kann keinen Vorteil erzielen, wenn die Figur hinter einer anderen Figur steht, oder wenn man auf einem erhöhten Plateau steht, weil es letzteres schon gar nicht gibt. Auch bleiben die Figuren alle wie Zinnsoldaten stehen und stecken Treffer nach Treffer ein. Einen Gegenschlag bei eingestecktem Treffer gibt es nicht. Resultat: Die Energie fällt schnell und der Frustpegel steigt. Wobei man mit etwas Levelgrinding viel umgehen kann, aber Level bekommt man immer schwerer, je länger man spielt.

Der Rest ist einfach Standard. Es gibt die obligatorischen Ausrüstungen und Menüs, Zauber und Gegenstände. Solides Beiwerk, auch wenn die Menüführung mir nicht so ganz gefällt, besonders dann, wenn man neue Ausrüstung kauft. Ein "Schnellausrüsten bei Einkauf" wäre da zum Beispiel toll gewesen.

Musik und Optik sind alten 2D-Spielen nachempfunden, wobei die Optik schon sehr viele Details hat und einfach toll zum Angucken ist. Zauber können dann schon mal einen dezenten 3D-Effekt haben, der sich durchaus gut in die bunten 2D-Sprites einfügt. Schade ist nur, dass der Aufbau der Weltkarte und der Level etwas komisch anmutet. Irgendwann gibt es immer Grenzen bei denen man zu einem neuen Bildschirm übergehen kann. Oder auch nicht, weil das manchmal nur so aussieht. Wieder so eine Inkonsequenz, aber das hatten wir ja schon an anderen Stellen.

Astonishia Story ist jetzt bestimmt keine lahme Gurke und auch kein Feuerwerk. Es ist einfach okay bis nett, wenn man diesen alten 32-Bit Titeln etwas abgewinnen kann. Dass das Spiel mehr oder weniger einfach so aufhört ist jetzt Geschmackssache. Man hätte da schon mehr rausholen können, aber jede Stunde mehr hätte wohl noch mehr einer Sache hervorgerufen - man ahnt es schon: mehr Inkonsequenz.

Für das bischen Spaß und den Retro-Charme ein "nicht schlecht", womit das Spiel wirklich sehr gut bedient ist. Aber hoffentlich ist die indirekte Fortsetzung "Crimson Gem Saga" besser.


Kleine Katze Chi, Band 1
Kleine Katze Chi, Band 1
von Konami Kanata
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,95

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Klare Empfehlung für Katzenfreunde..., 10. Juli 2014
Rezension bezieht sich auf: Kleine Katze Chi, Band 1 (Taschenbuch)
...und solche die es vielleicht werden wollen!

Der Alltag einer Katze wird hier einfach nur fantastisch eingefangen. Man erkennt so viele Verhaltensmuster wieder, dass es wirklich eine Wonne ist, wenn man etwas die Eigenheiten dieser Tiere kennt. Aber auch sonst wird man bestimmt gut unterhalten, was nicht zuletzt durch die wirklich tolle Aufmachung kommt.

Auffallend an Chi ist, dass die Bilder durchgehend in Farbe gehalten wurden. Der Stil selbst ist sehr minimalistisch, vielleicht etwas eigen (Augen bei Menschen sind gerne nur schwarze Punkte), aber die Aquarellkolorierung holt hier sehr viel heraus. Doch was gleich zu Beginn auffällt: Der Manga ist in westlicher Leserichtung! Das wirkt erstmal etwas komisch und man mag sich über die Gründe streiten, aber bedarf eigentlich keiner Kritik, höchstens einer Erwähnung am Rande.

Die Geschichte selbst handelt von der kleinen Katze - einer offensichtlichen Streunerin - die mein "Spazieren" mit iherer Mutter und den Geschwistern von einem Vögelchen abgelenkt wird und die Familie aus den Augen verliert. Nach kurzer Suche fällt die kleine Katze etwas ermüdet in's Gras, wo sie vom kleinsten Spross der Familie Yamada gefunden und zum Aufpäppeln in deren Wohnung mitgenommen wird. Dass es nicht nur beim Aufpäppeln bleibt stellt sich sehr schnell heraus, aber da gibt es dann auch noch die Hausordnung, die Haustiere verbietet... Die vielen simplen Aufhänger für die kleinen Kapitel reichen aus um nette Situationskomik hervorzurufen und fügen sich sehr gut in ein großes Ganzes ein.

Was beim Lesen der Geschichte auffällt: Chi hat kleine Sprachfehler, was damit begründet wird, dass sie eben noch ein "Kleinkind" ist. Warum ich das erwähne? Weil in einer Rezension von Schreibfehlern gesprochen wird. Dem ist nicht so. Auch wenn das gedoppelte "S" bei den Yamadas vorkommt, aber ich wurde hier nur bei einem "Ssht" fündig, was man ja auch "Psst" oder "Pst" oder von mir aus auch "Pscht" schreiben könnte. Die Kritik bezüglich Schreibfehlern kann ich also bei Chi nicht unterschreiben. Höchstens der kleinste Yamada hat - auch seinem Alter entsprechend - den einen oder anderen Fehler.

Als kleines Goodie ist übrigens der Umschlag um Klappen erweitert worden, wovon man eine zum Teil ausschneiden kann um ein Lesezeichen mit Chi zu erhalten.

Lange habe ich Chi entgegengefiebert, war aber skeptisch, ob die Geschichte am Ende überzeugen kann. Nach Band 1 muss ich klar sagen: Super niedliche Geschichte ohne Knall-Bumm und mehrere', aufeinanderfolgende Seiten in denen nur "AAAAAH"-Ausrufe zu vernehmen sind. Luftig-leichte Unterhaltung... in zarten Aquarellfarben mit sehr viel Witz, der gut und gerne einfach nur auf dem Wesen einer Katze basiert. SUPER! 5 von 5 Tatzen!
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jul 22, 2014 10:40 AM MEST


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