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Rezensionen verfasst von
Monsieur Matou

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Lindbergh 01
Lindbergh 01
von Ahndongshik
  Taschenbuch
Preis: EUR 6,95

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Bis zur Unendlichkeit und noch viel weiter, 20. Mai 2014
Rezension bezieht sich auf: Lindbergh 01 (Taschenbuch)
Lindbergh ist einer der neuen Manga des Labels KAZE und macht von der Inhaltsangabe und vom passenden Titelbild her richtig Lust auf dieses Abenteuer, nur so ganz angekommen bin ich in der Serie noch nicht. Ich denke, ich persönlich muss Teil 2 abwarten und dann entscheiden, aber ein Daumen geht zumindest für die etwas andere Art des Manga hoch.

Wieso anders? Sagen wir mal so: Die Geschichte mag nicht jedes Rad neu erfinden, aber der Zeichenstil ist doch etwas eigen. Spontan liegt mir ein vergleich mit den Artworks zu den Prof. Layton-Spielen auf der Zunge, denn Figuren sehen sehr Unterschiedlich aus, fast wie eben NICHT aus einem Guss. Eben genau das scheint mich aber auch noch nicht ganz aufgenommen zu haben. Egal ob nun unser kleiner Held, der Waise Knit, oder sein Schoßtierchen- beide Figuren sprechen mich von der Optik bisher nicht so an, dass ich auf Anhieb sagen könnte "Ja, das sind zwei Helden mit denen will ich in dieses Abenteuer ziehen".

Was ebenfalls beim Zeichenstil auffällt: Es ist durchaus sehr detailverliebt und manche Bilder wirken fast überladen. Einige Szenen - gerade zu Beginn - finde ich dadurch etwa schwer zu verfolgen. Manche Schnitte zwischen einzelnen Frames erschließen sich so nicht ganz schnell wie bei einem etwas einfacherem, klaren Zeichenstil.

Jetzt ist die Optik natürlich ein großer Teil eines Comics (bzw. hier "Manga"), denn Bilder überwiegen Worte. Trotzdem wäre es nicht fair nur das zu werten, denn wie oben geschrieben macht die Inhaltsbeschreibung und auch das Artwork auf dem Titel Lust auf ein Abenteuer in der fliegenden Welt von Eldura - und über ihre Grenzen hinaus. Und genau diese Abenteuerlust spürt man spätestens dann, wenn ein Luftpirat auf der fliegenden Insel strandet und man nur erahnen kann dass unser kleiner Held seinem Traum vom Fliegen - was in Eldura unter Strafe verboten ist - damit wohl ein gutes Stück näher kommt.

Ohne zu viel Fantasy-Kitsch und doch recht erwachsen kommt Lindbergh daher und hat mich durchaus unterhalten. Ob ich diese Serie aber wirklich für mich entdecken kann steht und fällt wohl mit dem weiteren Verlauf und mit Ausgabe 2 - oder Ausgabe 3. Je nachdem wie es sich eben entwickelt. Im Moment bin ich jedoch guter Hoffnung dass sich hier eine ganz neue Abenteuerwelt öffnen wird und Knit mit seinem tierischen Begleiter an mir wachsen kann.


Kirby: Triple Deluxe - [Nintendo 3DS]
Kirby: Triple Deluxe - [Nintendo 3DS]
Preis: EUR 34,99

11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Zu schön klein und so schön rund - zaubert ein Lächeln auf jeden Mund, 16. Mai 2014
Vorab: Warum so früh so viel Text? Weil das Spiel in den USA schon fast zwei Wochen zu haben ist und ich als Besitzer eines US-3DS an eben solche Spiele gebunden bin.

Nun denn: Die rosane Knutschkugel ist zurück und saugt sich wie sein Namensvetter, der Kirby-Staubsauger, einmal mehr durch die Welt. Auf die typische, knuddelbunte, lockerflockige Art erlebt Kirby in "Kirby: Triple Deluxe" sein neuestes Abenteuer auf dem 3DS und kratzt dabei meiner Meinung nach an den besten Spielen der Serie.

Typisch für Kirby darf man an die Story kaum große Ansprüche haben. Ein kleiner Aufhänger genügt - Kirby macht diesmal auf "Jack und die Bohnenranke" - und schon haben wir den Start für ein Abenteuer in bunte Welten.

Ebenso klassisch, wie der fast schon obligatorische "belanglos Aufhänger" zur Geschichte, gibt sich das Gameplay. Man hoppelt munter von der einen Seite des Bildschirms zu der anderen, saugt Gegner ein, nimmt deren Fähigkeiten auf und kann dazwischen diverse versteckte Gegenstände finden, die die Prozentleise unseres Spielstandes erhöhen. Einmal mehr gilt auch die Regel: Das Spiel ist leicht, aber wer alles will, der kann durchaus etwas gefordert werden. Richtig bockschwere Passagen, wie in "Mass Attack" oder Kirbys Bonusmissionen in seinem letzten Wii-Ableger, wird man aber eher nicht antreffen.
Zur Freude aller Spieler sind die Level angenehm in der Länge und man wird nicht mit Extraleben zugebombt, wie es in Mario und Yoshi die letzte Zeit so war. Auch sind die Endgegner nicht mal eben so besiegt, sondern auch recht lang mit jeweils mindestens zwei Verhaltensmustern. Gerade alte Bekannte profitieren hier durch einige neue Angriffe und die Bildtiefe spielt eine nicht sehr unwesentliche Rolle.

Neu in der Serie sind folgende Kleinigkeiten: Da ist ganz vorne natürlich die Meganova. Kirby futtert eine leuchtende Frucht von einem Zweig der Bohnenranke und kann ganze Teile der Welt einsaugen. Kleinere Puzzle lassen sich mit der Fähigkeit lösen, aber auch dem einen oder anderen Gegner kann diese Saugkraft zum Verhängnis werden. Spielerisch bietet das nicht zu viel Tiefgang, aber es bringt etwas frischen Pepp in die Sache.
Dann wäre da die Nutzung des 3D. Kirby kann im Vordergrund oder im Hintergrund agieren, was durch den Tiefeneffekt wirklich fantastisch aussieht. Und spätestens dann, wenn Kirby gegen den Bildschirm des 3DS gedrückt wird und förmlich daran kleben bleibt muss man dem Titel attestieren: Ja, hier ist in einem 2D-Spiel der Tiefeneffekt mal richtig klasse eingebunden worden. Auch wenn es überwiegend Spielerei und weniger Gameplay ist: Das 3D ist toll!
Als letzte Neuerung gibt es noch diverse kleine Minispiele, wobei ich das Musikspiel mit König Dedede (aka König Nickerchen) nur wärmstens empfehlen kann. Ob man hier Stunde über Stunde in Minispielen verschwendet sei mal dahingestellt, aber man lässt sich wenigstens neue Dinge einfallen und übernimmt nicht nur alte Minispiele. Die Steuerung in diesen, wie auch im Hauptspiel, funktionieren übrigens wirklich gut und sind nicht zu überladen. Selbst der eine oder andere Gyro-Sektor, bei dem der 3DS geneigt/gekippt wird, kann die durchaus eingängige und einfache Steuerung nicht trüben.

Apropos Gyro: Das 3D schaltet sich in diesen Momenten selbst ab. Toll, denn so gibt es kein verzerrtes Bild.

Vom Sound her erfüllt Kirby einmal mehr die Erwartungen. Niedliche Klänge die den einen oder anderen Ohrwurm liefern verpaaren sich mit den fast schon Standardisierten "Kirby-lauten". Sind wir mal ehrlich: Das ist ja soooooo süß, wenn der kleine Kerl rumqietscht.

Warum es am Ende nicht reicht meine absoluten Favoriten der Serie zu stürzen? Weil es sich zu wenig traut. Man hat mit Kirby schon viel experimentiert und gezeigt was man alles für nette Einfälle haben kann. Diese Einfälle sollten aber nicht immer in eigenen Spielen (Vergleich: Mass Attach, Power Paintbrush) zum Zug kommen, sondern auch einmal in einem Hauptspiel. Die Meganova mit ihren Puzzle-Abschnitten wäre der Ansatz in die richtige Richtung, kommt aber zu wenig und fast zu belanglos zum Einsatz. Dennoch fühle ich mich so fantastisch unterhalten wie zum Beispiel bei Kirby Superstar auf dem SNES (oder DS), was alleine schon die höchste Wertung bei den Sternen verlangt.


The Cat [DVD] [UK Import]
The Cat [DVD] [UK Import]
DVD ~ Park Min-young
Preis: EUR 16,91

5.0 von 5 Sternen Klassische Kost, 14. Mai 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: The Cat [DVD] [UK Import] (DVD)
Wer diverse Geistergeschichten aus Asien kennt, der kennt fast alle. Irgendwo gibt es immer ein kleines Mädchen, oder zumindest eine junge Frau, oft mit langen schwarzen Haaren oder einem weißen Leibchen bekleidet, welches aus oft gleichem Grund keine Ruhe findet. "The Cat" überrascht in der Hinsicht also nicht, denn es wird genau das gleiche Schema abgespielt, nur diesmal werden Katzen mit einbezogen. Ein kleiner Twist, der zwar keine zu großen Änderungen mitbringt, aber dadurch doch etwas mehr Eigenständigkeit vorweisen kann.

Da der Film in Deutschland noch immer nicht auf den Listen für einen Release steht habe ich, um ihn auf meinen PAL Geräten zu sehen, aus England kommen lassen. Überrascht hat mich hier, dass die Sprache nicht englisch war, sondern es nur den O-Ton mit englischen Untertiteln gab. Das mag aber auch wieder gut sein, denn ich persönlich finde manche Synchronisationen zu asiatischen Realfilmen gerne zu hölzern. Wer also keine Untertitel lesen möchte, der sollte vielleicht nicht zugreifen, oder sich über die US-Version informieren, die dann einen US-fähigen Player benötigt, aber vielleicht englische Sychronisation hat. Gestört haben mich die Untertitel allerdings nicht.

Zur Schauspielerei vermag ich wenig zu sagen. Sie fällt nicht negativ auf. Effekte, Musik und sonstiges in der Produktion sind - wie man es kaum anders aus koreanischen Filmen kennt - auf sehr hohem Niveau.

Solide Kost ohne große Abstriche und Neuerungen. Kann man als Freund des asiatischen Horrors recht gut an Gleichgesinnte weiterempfehlen.


The Innkeepers - Hotel des Schreckens [Blu-ray]
The Innkeepers - Hotel des Schreckens [Blu-ray]
DVD ~ Sarah Paxton
Wird angeboten von Bester Kauf
Preis: EUR 9,99

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Nix für Generation SAW, 14. Mai 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Okay, ich halte mich eigentlich mit Rezensionen zu Filmen gerne zurück, denn zu schnell schweift man in eine FILMrezension ab, aber in diesem Fall geht es kaum anders. Ohne Umschweife also die wichtigsten Dinge - auch zum Film - die mir aus meiner Sicht dazu einfallen:

Die Geschichte um das Yankee Pedlar Inn ist wahr, das drumherum, also wie die Geister aussehen, die beiden Angestellten und die Schließung sind für den Film und seinen Zweck so gemacht worden. Generell ist es interessant, denn es wird das echte Hotel als Kulisse verwendet und wie gesagt bestehen die Gerüchte um Geistererscheinungen in diesem Hotel. Ganz uninteressant ist es also für Freunde klassischer Geistergeschichten nicht.

Und genau da sind wir beim Hauptpunkt, denn der Film will eine klassische Geistergeschichte sein - und das ist er auch. Der ganzen Aufmachung her bedient man sich an alten Filmen, man vollzieht auch alles mehr als ruhig und benutzt kaum große Effekte. Das ist wirklich sehr gut gelungen aus meiner Sicht, denn zum Beispiel die Keller-Szene in der eine Nadel an einem Messgerät für Töne (ich habe den richtigen Namen für sowas nicht auf der Zunge) können durchaus unheimlich und beklemmend wirken. Von der Szene in der einer der Geister (fast) nackt im Kellerflur steht und nur kurz die Arme bewegt möchte ich da nicht erst reden. Minimalistisch, aber wenn, dann gezielt.

Jetzt passt das freilich nicht in die ganze SAW-Generation hinein, denn hier wird auf nichts großartig draufgehalten und man sieht auch kaum viel Blut und Eiter. Genau genommen gibt es nur eine Leiche und zwei entstellte Geister, wobei diese Eine Leiche schon recht grafisch daherkommt. Nicht so auf "guck mal - BLUT" wie das nunmal dieser Tage gerne der Fall ist, sondern meiner Meinung nach, obwohl ich noch nie eine Leiche, geschweige denn in dem Zustand, gesehen habe, sehr realistisch. Vielleicht ist ja auch deshalb der 18er Stempel auf dem Cover, weil es echter wirkt? Die Erwartungshaltung ist im Vorfeld aber freilich anders - da wundern die "Kritiken" dann auch nicht.

Abseits der Geistererscheinungen verbringt der Zuschauer sehr viel Zeit mit den beiden letzten Angestellten des Hotels. Das ist eigentlich auch ganz gut, denn diese Langeweile des Jobs wird gut transportiert - sogar unterhaltend. Wenn Zeichnungen der grimmigen Geistererscheinung gekritzelt werden, oder man angewidert versucht einen gigantischen Müllsack in eine hohe Mülltonne zu lupfen, dann erwischt man sich nicht nur kurz beim Schmunzeln, sondern auch dabei die Figuren sympathisch zu finden und einfach nur menschlich. Wie ich finde ein großes Plus, denn Figuren verkommen nicht einfach zum unnötigen Kanonenfutter.

Da es ja aber nicht nur um eine Filmrezension gehen soll sondern auch um das Produkt selbst lassen wir folgende Dinge freilich auch nicht aus. Die BR hat ein durchweg gutes Bild. hier kann ich mich nicht beklagen. Interessat finde ich, dass die BR bei mir gleich mit dem Film anfing, es also keine Logos zu Beginn gab und auch kein Menü. Ich glaube Disney nennt das unter eigenem Logo "Fastplay" - ich bezeichne es als angenehm. Das aber nur am Rande. Die Extras sind nicht sehr tiefgehend und die Trailershow... Naja.

Ein Wendecover ist in der Hülle, wer also das rote Kennzeichen nicht mag kann es sich wegdrehen. Schade an der Stelle: Es gibt ein wunderschönes Artwork, ja sogar ein Poster im Stil alter Kinoplakate zu dem Film. Das wäre als Wendecover eine richtige Bereicherung gewesen und in meinen Augen als wünschenswert zu erachten, aber leider gehört der Film zu denen, die in fast jedem Land ein eigenes Titelbild bekommen habe. Schade - wäre deutlich aufwertender gewesen als die unnötigen und in diesem Fall auch nichtssagenden Extras auf dem Silberling.

Bleibt zu sagen, dass ich den Film als gesehen abhaken und ihn entgegen aller negativen Kritiken als "unverstanden" mit einem "gefällt mir" einordnen kann. Ich finde es erfrischend dass man sich in einem Horrorfilm mal wieder Zeit für seine Figuren genommen und nicht nur auf billige Blutfontänen gesetzt hat. Die 18er Freigabe erschließt sich mir aber nicht ganz und dieser ist der negative Grundtenor der Menge wohl auch geschuldet.
Kommentar Kommentare (6) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: May 19, 2014 8:19 PM MEST


Crisis Core: Final Fantasy VII
Crisis Core: Final Fantasy VII

4.0 von 5 Sternen Spielerisch guter Fanservice, 5. Mai 2014
Rezension bezieht sich auf: Crisis Core: Final Fantasy VII (Videospiel)
Ach ja... ich glaube kein Gamer der Neunziger ist damals um Final Fantasy gekommen, besonders Final Fantasy VII hat damals das (J)RPG deutlich geprägt und neue Maßstäbe gesetzt. Jetzt kann man den ganzen Hype als Nostalgie oder gar als Mumpitz abtun, aber sehen wir es mal so wie es ist: Final Fantasy VII ist nicht einfach nur ein Serienteil, sondern schon fast eine eigenständige Marke. Square hat das erkannt und zum 10jährigen Jubiläum eine ganze Welle an Fanservice veröffentlicht - zum Beispiel eben auch Crisis Core: Final Fantasy VII - der Quasi-Vorgeschichte zu Final Fantasy VII (ab jetzt als FF7 gekürzt).

Ich glaube zur Geschichte muss ich nach so viel Zeit kaum noch etwas sagen. Hier möchte ich einfach frech auf die übrigen 60+ Rezensionen verweisen und gleich zu dem übergehen, was ich so zum Gesamtpaket zu sagen habe.

Kennt man den Hauptteil, dann wird man sich sehr schnell in die Welt einfinden und sehr viele bekannte Gesichter antreffen. Es ist sogar fast zwingend notwendig das Hauptspiel zu kennen, denn nur so kann sich alles zum Vollsten entfalten. Auch wenn das Spiel wohl ohne diese Vorkenntnisse gut spielbar sein sollte - empfehlen würde ich es nicht unbedingt.

Anders als in den sonstigen Hauptteilen der Serie - zumindest überwiegend - hat man es hier nicht mit den bekannten, rundenbasierten Kämpfen zu tun. Diese laufen in Echtzeit ab und sind sehr Actionorientiert, dennoch darf man das Wort "Zufallskampf" in den Mund nehmen, denn Gegner tauchen mehr oder weniger einfach auf und man wird in eine Art "Kampfarena" gebracht, die allerdings nur ein abgestecktes Gebietchen im aktuell befindlichen Areal darstellt. Einen völlig neuen Bildschirm bekommt man nicht. Man durchschaut das Spiel hier aber sehr schnell denn Gegner tauchen nur dann auf, wenn genügend Raum vorhanden ist. Es ist also schnell keine Kunst zu sagen "Hier kommt wohl gleich was".

Im Kampf selbst kann man sich mit verschiedenen Dingen ausrüsten. Erst fängt man mit nur wenigen Slots an die man mit normalen Angriffen oder Zaubern belegen kann und durch die man mit den Schultertasten klickt, während man die Aktionen jeweils mit dem X-Knopf ausführt. Später kommen mehr und mehr Slots hinzu, wobei ich festgestellt habe, dass ich in der Regel nur die ersten dieser Dinger nutze. Angegriffen wird immer der Gegner zu dem Zack - der Held übrigens - guckt. Mit dem Viereck-Button kann man ausweichen und mit dem Dreieck kann man blocken. Kurze Eingewöhnung, dann kann man sehr schnell und fix durch Gegnerhorden klopfen, oder zaubern. Ein großer Pluspunkt, denn das doch recht dynamische Kämpfen ist so sehr kurzweilig und man kann es gut zwischendurch in der Bahn machen.

Unschön an diesem ganzen System ist das: Es gibt eine Art Slotmachine im oberen, linken Eck und diese kann durch verschiedene Zahlenkobmbinationen gute, aber auch negative Statusänderungen hervorrufen. Leider aber ist genau diese Slotmachine dafür verantwortlich ob der Spieler oder seine Zauber im Level aufsteigen, denn durch simples Kämpfen erlangt man keine Erfahrungspunkte - lediglich "Punkte" die die Slotmachine am Laufen halten. Aufleveln wird also zum Glücksspiel...

Im Prinzip ist das auch schon das ganze Spiel. Freie Erkundung in diesem Sinne gibt es nicht, sondern nur einen Aneinanderreihung von Storyabschnitten die wenig verwinkelte Level mit einem Kampf nach dem anderen haben. Auch Nebenmissionen, die man über ein Menü abrufen kann laufen immer gleich ab - Kämpfen, kämpfen, kämpfen. Aber das ist in diesem Fall absolut nicht schlecht, eben weil die kämpfe, wie schon beschrieben, kurzweilig und sehr dynamisch ausfallen - es macht Spaß.

Optisch bekommen wir wunderschöne, vorgerenderte Filme zu sehen die sich auf dem Level von "Advent Children" bewegen. Im Spiel selbst bewegen wir uns in der Optik eines Kingdom Hearts. Die Modelle sind sehr gut, die Hauptfiguren haben schöne Mimik - wenn auch manchmal etwas zum Fremdschämen und eben überzogen japanisch - und die kurzen Abschnitte der Welt, die vielleicht etwas zu oft diverse Gänge sind - sehen auch recht gut aus. Bei größeren Beschwörungen bekannter Kreaturen - etwas Ifrit - vermischt sich auch die Ingamegrafik durchaus gut mit vorgerenderten Filmchen. Zwar wäre es gelogen zu sagen "der Übergang fällt nicht auf", aber der Übergang von vorgerendert zu Ingame ist sehr gut!

Die Musik bringt alte Melodien und neue Melodien sehr gut in Einklang. Die Sprecher wissen ebenfalls zu gefallen, auch wenn dem einen oder anderen Spieler wohl im Kopf andere Stimmen für diverse Figuren geistern mögen. Waffengeräusche und natürlich bekannte FF-"Blings", wie etwa beim Auswählen von Menüpunkten, fallen auch nicht negativ auf. Rundum also doch gelungen.

Insgesamt ist Crisis Core: Final Fantasy VII kein vollwertiges Final Fantasy, weiß aber seine Wurzeln zu verstehen und macht in seiner Kurzweil doch recht viel Spaß. Leider kränkelt es dann aber doch etwas an der Spielmechanik des Auflevelns, aber das reicht nicht aus um die Suppe ganz zu versalzen. "Ganz gut" könnte man also sagen.


Game & Wario - [Nintendo Wii U]
Game & Wario - [Nintendo Wii U]
Preis: EUR 24,99

4.0 von 5 Sternen Nicht ganz klassisches "Wario", 22. April 2014
Rezension bezieht sich auf: Game & Wario - [Nintendo Wii U] (Videospiel)
Einmal mehr geht Nintendo den Weg mit der "Warioware"-Serie die Fähigkeiten eines neuen Features zu präsentieren. Nach Gyrosteuerung für den GBA, Touchsteuerung beim DS und Bewegungssteuerung bei der Wii soll nun also das Tablet "beworben" werden, was jedoch nur bedingt gelingt.

Generell gestaltet sich der Aufbau etwas anders als bisher, denn man hat in dem Sinne keine Microgames mehr, sondern richtige Minispiele die jeweils einer Figur zugeordnet sind. Die klassischen Microgames finden sich nur in einer Form, nämlich im Minispiel "Gamer". Auf den ersten Blick mag das schade wirken, auf den zweiten Blick können die Minispiele dennoch fesseln und wissen noch immer zu unterhalten - dem Charme der Serie sei Dank, denn der geht an keiner Stelle verloren.

Die schon erwähnten Minispiele wollen nun also zeigen was man mit dem Gamepad so alles machen kann. Viele Funktionen scheinen hier schon aus Nintendoland bekannt zu sein, etwa das schießen von Pfeilen, was dem Werfen von Ninjasternen gleichkommt. Auch das Suchen und Abfotografieren von gesuchten Personen, bei dem man auf dem TV eine Szene sieht und mit dem Gamepad durch eine digitale Kamera guckt kann an einige schon bekannte Dinge erinnern. Dann gibt es sogar Spiele bei denen man das Pad wohl kaum großartig benötigt... Aber dennoch lässt sich an einigen Stellen sehr gut erahnen, wie große Spiele den zweiten Bildschirm nutzen können - etwa beim oben genannten Minispiel "Gamer".

Während man hier auf dem Gamepad die bekannten Microgames der Serie spiel - Grafisch überarbeitet natürlich - muss man immer den Fernseher im Blick haben, denn "Mama" hat etwas dagegen, dass man als kleiner Bub (natürlich die Figur "9-Volt") in der nacht heimlich auf seinem Handheld zockt. Scheint sich also etwas dem Kinderzimmer zu nähern, egal ob an der Tür oder dem Fenster, sogar im TV und auf diverse andere Arten, dann gilt es durch Drücken der Schultertasten den digitalen Handheld unter der Bettdecke zu verstecken.

Auch das für den Multiplayer ist etwas geboten, wenn auch serientypisch nicht zu viel. Der absolute Partyrenner hier dürfte wohl der Modus "Artwork" sein, was dem bekannten Montagsmaler gleichkommt. Ein Begriff darf nur durch Zeichnen erraten werden, wobei die ratenden Personen auf dem TV sehen was am Gamepad gezeichnet wird. Ist man fair, so muss man fragen "Wieso kann man das nicht mit Papier und Bleistift spielen?" aber das möchte ich an dieser Stelle nicht durchkauen.

"Game & Wario" ist ein Kessel Buntes, der treffend als "Hit and Miss" zu bezeichnen ist. Jeder wird sich hier die Spiele herauspicken, die ihm am ehesten taugen und den Rest eher mit Missachtung abstrafen. Genau hier liegt dann auch das Problem, denn dadurch kann die Ausbeute sehr klein ausfallen und man mag dem Spiel zu wenig Umfang attestieren. Der Charme der Serie wird aber selbst im schlechtesten Spiel gut eingefangen und für kleine Runden zwischendurch, gerade wenn man auf Jagd nach neuen Highscores ist, fetzt der Titel ungemein mehr als Wii Party U und andere "Minispielsammlungen". Aus diesem Grund kann man auch mit sehr gutem Gewissen ein "gefällt mir" aussprechen, auch wenn nicht durchgehend neue oder bahnbrechende Nutzungen des Gamepads gezeigt werden.


LEGO City Undercover - [Nintendo Wii U]
LEGO City Undercover - [Nintendo Wii U]
Preis: EUR 30,32

4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das charmanteste LEGO-Spiel bisher, 3. April 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Die LEGO-Spiele stagnierten für mich nach Indiana Jones, denn irgendwie war's immer das Gleiche. Mit LEGO City Undercover hat sich das irgendwie geändert, denn das Spiel verfolgt keine Lizenz, zumindest nicht direkt denn Anspielungen auf berühmte Verbrechensjäger gibt es, sondern ist wirklich ein eigenes Konstrukt mit einem Openworld-Spielprinzip.

Was mir persönlich sehr gefällt ist die Tatsache, dass man hier sehr viele richtige Lego-Modelle sieht - das hat mir bei den anderen Spielen irgendwie gefehlt (wobei ich da natürlich nicht mehr auf dem aktuellen Stand bin). Schade ist aber auch hier: Die Mehrheit der Umgebung ist "echt", also nicht aus Legosteinen. Der Mix funktioniert und sieht wirklich sehr schön aus, runder wäre es meiner Meinung nach aber mit einer vollen Lego-Welt.

Die Steuerung via Tablet ist erstmal etwas ungewöhnlich, man arbeitet sich aber sehr schnell ein. Auch die etwas schwammigen Fahrzeug-Steuerungen sind nach einiger Zeit kein Problem mehr. Was besonders nett ist: Das Tablet ist fantastisch eingebunden. Es zeigt Menüs und eine Karte, die via Touchsteuerung bedient werden können. Es funktioniert aber auch als Scanner, bei dem man eine stilisierte Version der Umgebung, ähnlich einer Blaupause, auf den kleinen Bildschirm gestreamt bekommt und somit versteckte Dinge oder gesuchte Personen finden kann.

Die Soundkulisse weiß ebenfalls zu gefallen. Sehr oft gibt es keine Musik und man hat nur wirklich ausgezeichnete Umgebungsgeräusche die sehr hochwertig und echt klingen. Die Musik selbst orientiert sich etwas in der Richtung 70-80er Jahre Polizei-Thema. Schön Funky und absolut passend.
Großes Plus geht auch an die Sprecher. Egal wie durchwachsen eine Stimme klingen mag, es fällt nicht negativ auf das Drehbuch trägt auch einiges zum Charme bei. Beide Daumen für die deutsche Synchro hoch. Was hier übrigens auch auffällt: Selbst Beschriftungen wie "Polizei" ändern sich je nachdem welche Sprache man einstellt. SO muss das sein! Auch wenn deutsche Polizei nicht mehr grün ist... Aber vielleicht habe ich mich da nur verguckt?

Unschön können die Ladezeiten wirken, denn diese fallen moderat aus - manchmal kommen auch einige an etwas fragwürdigen Stellen kurz hintereinander. Diese Szenen sind aber mit netter Musik unterstrichen und wenn die Welt einmal geladen ist, dann kann man ohne Ladezeiten komplett durchfahren/laufen/schwimmen/fliegen. Ruckler sind mir da keine untergekommen.

Insgesamt muss ich mich den positiven Wertungen einfach nur anschließen. Das Spiel macht Spaß, es fängt den Charme der Klötzchen wunderbar ein und es ist eigenständig. Eine echte Bereicherung für die Wii U.


Blue Exorcist - The Movie [Limited Edition] [Blu-ray]
Blue Exorcist - The Movie [Limited Edition] [Blu-ray]
DVD ~ Atsushi Takahashi
Preis: EUR 29,99

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Fantastische Erweiterung zum Manga/Anime, 31. März 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Blue Exorcist war damals ein Spontankauf und seit jeher verschlinge ich die Manga regelrecht. Die Anime-Serie habe ich bisher ausgelassen, denn immerhin lese ich die einzelnen Bände ja und demnach konnte ich bislang auch nichts zur angeblich schlechten Synchronisation (das typische "Kindchen-Problem" eben), oder der Animation selbst sagen.

Nun, der Film selbst ist fantastisch produziert und aufwändig gezeichnet. Computereffekte halten sich dezent im Hintergrund auf und erschlagen nicht als zu offensichtlich. Der Charme der Manga wird wirklich fantastisch eingefangen und auch die Stimmen wirken passend und solide. Da kennt man wirklich andere Kaliber! Wenn die Serie auch so gut produziert ist, dann muss man hier wirklich seinen Hut ziehen.

Die Story des Films erwartet kaum große Vorkenntnisse, ein Anschauen ohne Anime oder Manga ist also möglich, wenn auch nicht voll zu empfehlen, denn freilich wird man alle Hintergründe und die meisten Figuren hier nicht ausschweifend vorstellen. Mit ist das auch ein kleines Problem am Film selbst, denn viele Figuren tauchen nur am Rand kurz auf. Dann wiederum muss man sagen ist es wohl besser, weil der Fokus klar beim eigentlichen Plot bleibt. Es wäre also nur Meckern auf sehr hohem Niveau.

Die Limited Edition kommt in einem sehr hochwertigen Pappschuber daher, in der ein wunderschön gestalteter Sechs-Seiter ist, in dem die BR mit diversen Beilegern eingeschlagen ist. Die BR ist hier nicht lose in einer kleine Lasche, sondern fest in einer Halterung. Neben dieser Umverpackung befinden sich zwei recht dicke Büchlein mit im Schuber - das eine Silber, das andere Gold. Hier kann man jeweils Infos zu Figuren oder Orten, aber auch etwas zur Produktion erfahren. Auch wenn das Papier recht dünn ist so fällt die wirklich gute Produktion auch hier auf.

Das Komplettpaket kann man Fans wirklich sehr empfehlen, aber hauptsächlich wird es wohl eh nur um den Film gehen. Der hat übrigens kein Zusatzmaterial, aber darüber kann man wegsehen. Die unterhaltende Story, die fantastischen Bilder und überhaupt alles scheint hier zu stimmen. Sogar die Länge ist genau auf den Punkt. Beide Daumen hoch!
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jun 16, 2014 9:49 AM MEST


Yoshi's New Island - [Nintendo 3DS]
Yoshi's New Island - [Nintendo 3DS]
Preis: EUR 36,99

25 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Wie hätten Sie Ihr Ei denn gerne?, 14. März 2014
Wenn ich diesmal nicht viel schreiben will, dann würde ich einfach sagen "Befürchtung leider eingetroffen - nur ein Beinahe-Remake". Aber ich will das natürlich etwas erklären.

Yoshis Island für das SNES gehört für mich zu meinen absoluten Lieblingsspielen. Es hat die Mario-Serie nicht nur durch Baby-Mario und Baby-Luigi aufgefrischt (Schenkelklopfer?), sondern auch besonders durch eine neue Artdirection und eine Menge an neuen Ideen, die sich auch im Gameplay ausgewirkt haben. Yoshi konnte kurzzeitig in der Luft flatten, Gegner schlucken und dadurch Eier produzieren, die wiederum durch ein einfaches System durchaus strategische Kämpfe und einige nette Puzzle mitbrachten, aber auch diverse Verwandlungen in Vehikel - jedes mit seinen Eigenarten - konnte man bestaunen. Gezielt eingesetzte Effekte - wie ein bedröppelter Yoshi wenn er Sporen berührt - zeigten zudem was das SNES so alles an kreativen Dingen machen kann.

Die beiden Nachfolger - Yoshis Story, der nur entfernt verwand ist - und Yoshis Island DS konnten mich nicht ganz so überzeugen. Jedes hatte zwar seine Momente, aber an die Genialität des Erstlings ist man meiner Meinung nach nie gekommen, auch wenn ich Yoshis Story für die Optik ein dickes Plus zuschreibe und Yoshis Island DS für die zusätzlichen Babies, die jeweils eigene Fähigkeiten hatten. Yoshis Touch and Go, wie auch Yoshis Unversal Gravitation klammer an dieser Stelle übrigens mal bewusst aus.

Nun aber zu Yoshis NEW Island. Ich habe es anhand der ersten Trailer ja schon befürchtet, denn das gezeigte Level war fast eine 1:1 Kopie des ersten SNES-Levels. Nun, ganz so ist es dann aber doch nicht, denn die Welten und Level in Yoshis neuem Ableger bringen genügend Eigenständigkeit mit. Dennoch wird man zu oft diesen "Ach das kenne ich doch"-Faktor verspüren, selbst wenn man nur die SNES-Fassung kennt, denn daran orientiert man sich überwiegend. Genau das ist schade, denn sowohl vom Intro, dem ganzen Spiel im Anschluss und dem Ending INKLUSIVE Endboss wird man permanent von der SNES-Vergangenheit eingeholt und weiß sofort mehrere Dinge. Da hat "Link between Worlds" mehr als eindeutig gezeigt wie es hätte besser gehen können, denn obwohl auch hier die Bezeichnung "Beinahe-Remake" zutrifft hat man hier zumindest so viel neue Dinge eingebaut, die im Gameplay, der Story und natürlich dann auch am Ende noch zu überraschen wussten. Da bringen wenige Neuerungen wie gigantische Metall-Eier eindeutig zu wenig frischen Wind in diese Serie.

Grafisch kann man kaum meckern. Die Artworks, einmal mehr in Wachsmaloptik, sind hervorragend eingefangen. Gut, es mag stimmen, dass manche Hintergründe nicht ganz zu den bunten Welten passen, aber das ist irgendwo Meckern auf hohem Niveau. Was jedoch etwas unschön auffällt ist der 3D-Effekt. Wie in Trailern gesehen passiert es fast schon viel zu oft, dass Yoshi optisch VOR Dingen steht auf denen er eigentlich just in diesem Moment steht. Er fliegt also im 3D Modus auf einer Ebene herum auf der eigentlich mehr sein müsste. Das wirkt an einigen Stellen so absurd, dass man den 3D-Modus abschalten will. Ärgerlich, denn insgesamt werden viele Dinge unheimlich plastisch dargestellt. Da der Modus dem Spiel aber ohnehin keinen spielerischen Mehrwert bietet - es ist halt "nur" 2D - könnte man auf das EInschalten durchaus verzichten.

Beim Sound bin ich etwas gespalten. Seit Yoshis Story ziehen sich durch die Yoshi-Spiele die Hauptthemen so hartnäckig durch das ganze Spiel wie ein Hundehaufen am Schuh klebt. Auch hier ist das der Fall und es kann negativ auffallen, egal in wie vielen Variationen dieses eine Thema aufgefahren wird. Meiner Meinung nach ist das schade, denn der SNES-Ableger hatte noch viele verschiedene Themen, die sich zwar irgendwann auch mal wiederholten, aber nicht so schnell ausgereizt wirkten. Was auch etwas befremdlich wirken mag: Die Musik wurde mit einigen "Kinderspielzeug-Sounds" unterstrichen. Quietscheenten und Musikboxen sind da das geringere Übel. Es bleibt also unter Strich ein "Hit and Miss".
Löblich sind die Yoshi-Sounds, gerade wenn er Flügel hat und durch die Gegend flattert. Hier muss man sich wirklich manchmal ein grinsen verkneifen.

Ein großes Lob geht auch an die Steuerung. Sie ist durchgehend sehr weich und viel flüssiger als bei bisherigen Ablegern. Das weiß gerade nach den etwas langsamen New Super Mario-Titeln zu gefallen. Die Fahrzeug-Abschnitte, in denen sich Yoshi in Presslufthammer, Schlitten und Co verwandelt, kränkeln da durch Gyro-Steuerung etwas, sind aber dennoch recht gut zu steuern. Sie sind auch nur kleine Einstreuer und keine durchgehend eigenständigen Level, was manchen allgemeinen Mangel der Gyro-Steuerung verschmerzen lässt.

Zum Multiplayer kann ich an dieser Stelle nichts sagen, denn einmal mehr habe ich mich diesem nicht gewidmet!

Yoshis New Island ist schwierig zu bewerten. Ich finde diesen Teil deutlich besser als alles, was bisher nach dem SNES-Titel gekommen ist, aber dann doch gleichzeitig zu sehr am SNES-Titel, dass in mir nicht so arg viel Freude über fehlende Einfälle aufkommen mag. Musik und Knuddellook können ferner auch etwas abschreckend wirken und das "Kindchen-Image" wird durch das schnelle Verdienen von Extraleben, wie auch einigen anderen kleinen Helferlein begünstigt. Herausfordernd wird es allerdings, wenn man wirklich alles in jedem Level sammeln will, was nach immer einen großen Reiz hat.
Das Spiel ist gut und man kann es empfehlen, Veteranen des kleinen Dinos könnten aber enttäuscht sein. Mit beiden zugedrückten Augen ein "gefällt mir" das mehr als scharf an einem "nicht schlecht" vorbeschrammt.
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Mar 14, 2014 6:37 PM CET


Castlevania: Lords of Shadow 2 - [PlayStation 3]
Castlevania: Lords of Shadow 2 - [PlayStation 3]
Wird angeboten von Up2Games
Preis: EUR 19,99

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Amazon sagt: Drei Sterne ist "nicht schlecht", 7. März 2014
Mit "Lords of Shadow 2" habe ich, wie damals mit "Lords of Shadow" auch, ein Problem. Gut, nach "Lords of Shadow" und "Mirror of Fate" habe ich ohnehin KEIN Castlevania erwartet wie es eben die Japaner so machen. Also weder ein RPGlastiges "Metroidvania" noch einen der actionlastigeren Vertreter wie "Super Castlevania IV". So ganz selbstgemacht ist dieses Problem bei "Lords of Shadow 2" nun aber auch nicht.

Was man Mercurysteam einfach mal anerkennen muss: Sie hören auf Fanfeedback. Das vielleicht mit gutem Recht als Gejammer bezeichnete "Wir wollen ein Castlevania wie Symphony of the Night" wurde mit "Mirror of Fate" versucht und bei "Lords of Shadow 2" hat man sich der gewünschten freien Kamera zugewendet. Nur zu welchem Preis macht man das? Im Falle von "Mirror of Fate" kann man es fast schon als recht unnutz und nur Mittel zum Zweck - der da mehr Verkäufe zu sein scheint - bezeichnen, denn worin liegt der Sinn eines RPGgameplays, wenn ich in der Mitte der 20er das Aufleveln unterbinde und ohnehin kaum mehr Abwehr oder Stärke durch Levelanstieg bekomme? Eben genau an sowas scheint auch der hier vorliegende zweite Teil - eigentlich der Dritte - zu scheitern. Die freie Kamera kann nämlich sehr schnell die ohnehin etwas lästigen Kämpfe, bei denen man einmal mehr auf selbst die simpelsten Gegner gefühlte Stunden kloppen kann, unheimlich grausam gestalten. Nämlich dann, wenn die Kamera Gegner nicht mehr erfasst und diese somit ungesehen angreifen, während ich einen Gegner in meinem Sichtfeld bearbeite.
Ein weiteres Problem an der Kamera, aber auch an der deutlich offenere Spielwelt, die nicht mehr aus einzelnen als Kapitel getarnten Levelauswahlen besteht, ist die herrliche Tristesse der Level, bzw. der eine oder andere Schluckauf - sprich Ruckler. Wo ich in einer festen Kamera noch genau Szenarien gestalten und nicht unendlich Weitblick mit einfachen Mitteln vortäuschen kann ist es einfach in einer vollen 3D-Welt, die mehr oder weniger komplett einsehbar ist, zwar auch der Technik geschuldet, dass es Abzüge in Texturen und manch flüssiger Animation oder Kamerafahrt geben mag, aber im direkten Vergleich mit dem Vorgänger fällt es einfach zu stark auf, dass man nicht mehr an die vielen kleinen Details des Erstlings herankommt. Gut, das neue Setting der modernen Welt mag auch dazu beitragen, aber man hätte bestimmt auch den einen oder anderen üppigen Garten in das moderne Setting pflanzen können, sogar mit einigen "Gothic-Kitsch"-Elementen, wie zum Beispiel das Gewächshaus in "Batman - Arkhman Assylum". In den Passagen, die uns bei "Lords of Shadow 2" in die Vergangenheit führen kann man doch auch opulent auftragen, wieso also in der "Hier und Jetzt"-Welt, die auf Draculas Schloss aufbaut, dann eher nur Ikea-Niveau abfeuern, also das wohl einfachste, aber durchaus nicht ganz schlechteste Design was geht? Leider verhält es sich mit dem Gegnerdesign auch so, denn was hier gezeigt wird ist einfach nur Massenware die okay ist, aber mehr auch nicht.

Wo übrigens oben Fanfeedback erwähnt wurde: Auf Wunsch kann man in diesem Titel QTEs abschalten und sich ganz der Inszenierung einigen Kämpfe hingeben ohne durch alberne Knöpfchen-Spiele gestört zu werden. SCHÖN!

Größtes Ärger am Spiel sind - man ahnt es schon - die schon oft erwähnten Schleicheinlagen, wobei sie eher schlecht werden, weil man den eigentlichen Kick solcher Aufgaben völlig entfernt hat. Es geht dabei doch darum, dass der Spieler beobachten muss und sich seine eigene Taktik selbst aussuchen kann. Stirbt man, dann ist es die eigene Schuld, die im Idealfall auch sofort ersichtlich ist. Hier hingegen wird man gezwungen nur vorgegebene Aktionen zu nutzen und es gibt jeweils nur eine einzige Lösung. Der Weg zum Ziel ist hier Trial and Error. Dazwischen gibt es kein "ja, so geht es auch" womit einfach unheimlich wenig Spaß durch das eigentlich nette Feature vermittelt wird.

Es soll nun aber nicht heißen, dass das Spiel absolut für die Tonne ist. Sind wir mal fair: Es hat seine tollen Momente und es gibt wirklich sehr hübsche Szenen. Jetzt kann man darüber streiten ob die Geschichte wirklich DER Abschluss schlechthin ist, aber was man ganz sicher nicht abstreiten kann ist die erneut fantastische Untermalung von Sound und Musik. Es gibt diesmal - korrigiert mich - keinen klassischen Castlevania-Ton auf der musikalischen Ebene. Überwiegend könnte man austauschbaren Hollywood-Klang ausschreiben, was es wohl am treffendsten beschreiben würde. Der Mix aus klassischer Musik und elektornischen Elementen hingegen weiß jedoch zu gefallen und unterstreicht den Mix aus alter und neuer Welt auf wunderbare Weise.
Über die Sprecher muss man wohl kaum noch etwas sagen. Robert Carlyle und Patrick Stewart sind hier wieder über jeden Zweifel erhaben und hauchen den Figuren aus Teil 1 erneut Leben ein. Schade, dass Patrick Stewart nicht mehr durch jedes Kapitel führt, aber das ist meckern auf sehr hohem Niveau. Die fehlende deutsche Synchro dürfte aber durch die wirklich großartige Besetzung und Leistung der originalen Sprecher wirklich nicht zu sehr in's Gewicht fallen.

Ein richtig persönliches Problem - oder zwei - gibt es dann aber doch noch. Gut, jetzt werden bestimmt wieder Beiträge wie "dann spiel doch Kinderspiele" oder "was soll Dracula denn machen? Blumen verkaufen?" kommen. Ich sage es trotzdem: Auch wenn es sich im Spiel irgendwie erklärt, so finde ich den hier angewandten Nutzen von Blut etwas zu weit hergeholt, dass manche Szenen nicht nur fast komödiantisch wirken, sondern man fast dazu geneigt ist zu sagen eben dies sei eingebaut, damit man es den ganzen "Kiddies" schmackhaft gemacht wird. Blutige Explosionen und etwas brutale Szenen gab's ja schon immer in Castlevania, hier scheint man mir aber doch etwas über das Ziel geschossen zu sein. OKAY, das Schlss wurde immer als Lebewesen beschrieben, daher die vielen Versionen. Da ist mit dem Blut-Aspekt an einigen Stellen schon nicht uncool, aber nur weil man Dracula spielt muss nicht alles in Blut ersaufen.
Ebenfalls gefällt mir der Bruch zu "Draculas wahrer Form" nicht. Jaja, keine Lust mehr auf Menschen und so... Ist klar. Meiner Meinung nach ist der Konflikt aus Gut und Böse, welches der Mensch hinter Dracula ja so verabscheut, aber trotzdem nicht gut ausgearbeitet worden. Er ist halt oft als Böser gekennzeichnet, der gegen noch bösere Mächte loszieht. Schade, denn Dracula mal ganz anders zu zeichnen wäre eine nicht uninteressante Chance gewesen - leider misse ich diese.

Abseits diesem bisherigen Roman gibt es natürlich noch das Kampfsystem, was aber so standardisiert ist, dass ICH nun wirklich nicht groß darauf eingehen mag. Veteranen der "Lords of Shadow"-Serie werden sich sofort heimisch fühlen und auch solche, die das Hack'n'Slay-Genre als ihr Revier bezeichnen. Störend mögen am Gameplay eher die wirklich stark vorgegebenen Hüpfpassagen auffallen (Uncharted lässt grüßen, wobei man da noch öfter in einen Abgrund fallen konnte) und der permanent laute und "krisselige" Fledermausschwarm, der wichtige Dinge anzeigt und manchmal unschöne Erinnerungen an eine gewisse Fee der Zelda-Serie hervorruft.

"Lords of Shadow 2" muss sich gewiss nicht verstecken, verglichen mit der bisherigen "Castlevania"-Serie und auch mit bisherigen Ablegern der "Lords of Shadow"-Serie ist es aber ein durchaus schwarzes Schaf. Unschöne Entscheidungen der Entwickler, leider kränkelnde Technik die durch einige Neuerungen auffällt, zu austauschbare Gegner und "moderne Level" werden den vielleicht zu hohen Erwartungen nicht ganz gerecht. Dennoch: Es mag seine Momente haben (leider auch bockdumme, wie die Weltall-Szene) und ganz missen will ich das Spiel auch nicht. Immerhin gilt noch immer bei vielen Titeln: Man entscheidet sich für Farbpalette und Setting. Nun, da habe ich dann wohl mein Hack'n'Slay gefunden, denn weder neuere DMCs noch ein GoW konnten mich auf Dauer betrachtet so unterhalten wie die spanische Version dieser Vampirhatz.

Ich hoffe trotzdem, dass diese Serie hiermit ein Ende gefunden hat und sich IGA dem nächsten Serienteil wieder widmet. Castlevania aus dem Westen funktioniert zwar, aber dieser gewisse Charme fehlt, der sich aus dem westlichen Fantasy-Einheitsbrei mit seinen fast schon standardisierten Massenschlachten und anderen bekannten Mitteln einfach doch noch immer hervorhebt, egal wie oft man ihn schon gesehen hat.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jun 7, 2014 1:43 PM MEST


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