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ghoff "digi-can" (Solingen)

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Olympus E-PL2 Systemkamera (12 Megapixel, 7,6 cm (3 Zoll) Display, bildstabilisiert) schwarz mit 14-42mm Objektiv schwarz
Olympus E-PL2 Systemkamera (12 Megapixel, 7,6 cm (3 Zoll) Display, bildstabilisiert) schwarz mit 14-42mm Objektiv schwarz
Wird angeboten von Progallio - Medien und mehr
Preis: EUR 349,00

134 von 141 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Olympus E-PL2 überrascht und lässt manch große SLR erblassen, 27. Januar 2011
Ich habe die PEN am 21.1.2011 erhalten und bin begeistert. Zuvor hatte ich am Olympus-Kennenlern-Programm teilgenommen und die PL1 (das Vorgängermodell) 30 Tage kostenlos getestet. Ich fotografiere seit 30 Jahren und arbeite beruflich mit Canon EOS 5D MKII mit 4 L-Profi Linsen und dem ganzen Zubehör - Fazit: 12 kg Material, die ich nicht so gerne in meiner Freizeit mit mir herum schleppe. Von dem Vollformat bin ich eine hohe Bildqualität gewöhnt, daher waren meine Zweifel am Anfang recht hoch. Kompaktkameras erfüllen meine Ansprüche nicht, die CMOS oder CCD-Bildwandler sind einfach zu klein, das Rauschen zu hoch oder es wird im Chip per Software entrauscht und zu viele Details gehen verloren. Die Idee einer Wechsel-Objektiv-Kamera gefiel mir gut, doch der Chip darf nicht zu klein sein, ist er hingegen zu groß (Vollformat oder APS-C Format), dann brauche ich auch wieder große und schwere Objektive - dann wäre der Vorteil wieder weg. Also MFT (Micro 4/3= MFT) klingt ganz gut. Chip ist wesentlich größer als bei Kompaktkameras, kleiner als Voll - und APS-C-Format, so dass der Crop-Faktor bei Objektiven 2 beträgt und die Objektive damit sehr klein, leicht und besonders leistungsfähig gebaut werden können. Besonders hierbei auch der fehlende Spiegel, so dass der Abstand Blende-Chip sich stark verringert und die Objektive nochmals verkleinert werden können.

Fazit:
Die PEN E-PL2 erfüllt meine Erwartungen.

Das wichtigste zuerst: Die Bildqualität. Ich kaufe keine Kamera, weil sie gut in der Hand liegt, viele Knöpfe hat, eine tolle Haptik besitzt usw. ist für mich kein Kaufgrund (auch wenn es wichtig ist) - doch ein Fotoapparat soll vor allem eins, Fotos machen und die so gut, wie möglich! Stutzig wurde ich bei den ersten Tests aus der Colorfoto (Ausgabe 2-2011, Seite 125), als die PL1 bei 100ASA eine höhere Bildqualität erzielen sollte als meine 5DMKII - ich konnte es kaum glauben. Bei 100ASA (nur PL1, PL2 beginnt erst ab 200ASA, Testwerte für PL2 liegen bei Colorfoto noch nicht vor) hat die PL1 60 Punkte in der Bildqualität erhalten, die 5DMKII wurde bei 100ASA mit 59,5Punkten bewertet! Die kleine PEN E-PL1 und PL2 (mit gleichem Chip) erzeugen sehr scharfe Bilder mit geringstem Rauschen bei kleinen ASA-Werten. Ergänzung: In der aktuellen Colorfoto (3/2011) schneidet die PL2 in der Bildqualität nicht mehr ganz so gut ab, wie die PL1. Sie wurde von Olympus zugunsten weniger rauschen anders eingestellt und hat schlechtere Textur-Werte, so dass sie nun mehr im Mittelfeld der Bildqualität landet. Dafür ist der Autofokus schneller und das Rauschen, wie erwartet, geringer.
Objektivfehler werden (dies ist Standard bei 4/3, gleich im Prozess heraus gerechnet, so dass das beiliegende Standard-Objektiv mich schon verblüfft hat. Dpreview.com bietet Vergleichsbilder an, schauen sie sich das an und staunen sie - sie können die E-PL2 mit Nikon, Canon, Olympus, Sony etc. vergleichen, bei 200ASA hat die kleine echt was zu bieten. Ich freue mich schon auf die angekündigte Profi-Version dieses Modells.
Bis ca. 1.600ASA ein sehr gutes Rauschverhalten, man kann die PL2 bis 6400ASA betreiben, muss man aber nicht, würde ich auch nicht. Sinnvoller ist da die Investition in lichtstarke Objektive. Das schöne ist bei 4/3 es stehen einem eine riesige Zahl an Objektiven zur Verfügung, über Adapter sind auch andere Fabrikate (Minolta, Canon, Nikon, Leitz etc. ) anschließbar. Besonders die Micro 4/3 Objektive von Panasonic mit dem 7-14mm/f4.0 und andere sind sehr interessant. Panasonic bringt demnächst das 12-50mm/2.5-3.3 (entsprechend KB 24-100mm), ein lichtstarkes Profi-Objektiv heraus.
Das neue Standard-Objektiv 14-42mmII hat einen wesentlich schnelleren Autofokus, es bewegt sich alles ganz weich, kein Spiel, kein Schmirgeln etc. spürbar, und es ist fast lautlos - die optische Leistung ist ebenfalls sehr ordentlich.
Der optionale Aufsetzsucher mit 1,4Mio. Pixeln ist eine starke Ergänzung und besonders bei hellem Umgebungslicht sehr sinnvoll.
Die PL2 geht schnell zur Sache, der Autofokus ist wesentlich schneller als bei der PL1. Erreicht aber nicht SLR-Niveau. Für Action-Fotografie ist die Kleine noch ein wenig zu schwach.
Auch im Dunkeln trifft der Autofokus relativ schnell und sicher sein Ziel, wenn Kontrastkanten vorhanden sind . Wir reden hier von einem Kontrast-Autofokus, der anders als ein Phasenautofokus einer SLR arbeitet - Kontrastautofokusse benötigen immer eine Kante mit Kontrast, das bedeutet, wenn ein Gesicht bei Kerzenschein scharf gestellt werden soll, und die Person hat keine scharfe Kante im Gesicht (z.B. eine Brille) dann wird es schwer für den KonstrastAF. Hier hilft dann die komfortable manuelle Einstellung zu einem guten Bild.

Die Bedingung und die vielen Einstellmöglichkeiten sind für mich im wesentlichen kritiklos.
Das einzige was ich vermisse und von Nikon und Canon her kenne, ist das Abspeichern der letzten Position des Menüs. Das würde die Bedienung noch ein wenig verbessern, wenn man nicht immer die gleichen Baumstrukturen durchfahren muss.

Zur Bedienung:
Die Standardeinstellungen sind für mich nicht so toll, doch wenn man die Anleitung gelesen hat, kann man die Handhabung auf die eigenen Bedürfnisse anpassen und das mit vielen Möglichkeiten.
Mit einem Klick erfolgt eine Bildvergrößerung auf das 10- oder 14-Fache. Ein aufgenommenes Bild kann sofort gelöscht werden (ohne lästige Abfrage, wenn man will).
Mehrfachbelichtungen, und die gesamte Automatiksteuerung sind einfach und komfortabel. Einen manuellen Weissabgleich und eine Spotmessung oder AEL-Speicher können auf Tasten frei belegt werden. Mit einem einzigen Knopfdruck wird ein manueller Weißabgleich eingestellt - genial. 4 individuelle Speicher stehen zur Verfügung. 3 Bilder pro Sekunde ist für die Kleine nicht schlecht. Der Autofokus macht innerhalb der Gesichtserkennung eine Augenfokussierung - das ist genial, scharfe Pupillen sehen einfach besser aus.
Ich habe ein altes Minolta 1,4/50mm (=100mm in KB) angesetzt, dass dann nur in Zeitautomatik und manueller Fokussierung arbeitet - Schärfe und Bouquet sind sehr ansprechend. Auch existieren sehr leistungsstarke und bezahlbare Objektive für die PEN mit sehr hoher Lichtstärke von f=0,95/25mm z.b. das Nokton 25mm/0,95.
Das Beste beim manuellen Fokussieren ist jedoch die Einstellhilfe - sobald ich am Entfernungsring eines MFT-Objektives drehe, vergrößert die PEN das Bild um das 7fache und die manu. Fokussierung ist ein Kinderspiel - nicht ein Knopf muss dabei betätigt werden.
Die Filter-Stile sind abwechslungsreich und sinnvoll - selbst verregnete Nachmittage sehen mit dem Dramatik-Filter (eine Art HDMR-Filter) einfach spannend aus.
Das Beste ist für mich aber die Freude an den scharfen Bildern - genau so will ich es haben. Dabei sprechen wir nicht von einer Überschärfung durch Software, wie sie mit Hilfe von Bildbearbeitungsprogrammen erzeugt wird - sondern hier rede ich von optischer Leistung und der richtigen Kombination aus Optik, Chip, AntiAliasing-Filter und Elektronik- dies ist ein großer Unterschied. In einer Vergrößerungs-Ansicht am PC sieht man den Unterschied, die Kanten bleiben scharf, im Gegensatz zu einer künstlichen Überschärfung durch Software, wo nur der Kontrast angehoben wird und die Kanten verpixelt wirken.
Wer will kann mit einem Knopfdruck filmen, doch ich habe die Taste lieber für eine wichtigere Funktion belegt.

Ich bevorzuge bei der PL2 die Einstellung der ISO-Automatik bis 800ASA, dann bleibt das Rauschen unter 2, was einem sehr guten Wert entspricht. Ich finde es toll, dass man sogar diese Einstellungen frei wählen kann.
Übrigens man kann die Kamera so einstellen, dass der Bediener im Manuellen Modus die Zeit UND die Blende vorgibt, und die PL2 automatisch die passende ISO-Zahl aussucht. Ist bei vielen Pentax-Modellen zwar Standard, aber nicht bei meiner Canon, deshalb erwähne ich das hier.

Der kleine Blitz ist ebenfalls sinnvoll, denn er kann die großen Biltzgeräte fernsteuern und ist beweglich, so dass auch indirekt geblitzt werden kann.
Ganz zu schweigen von dem hervorragendem 3" Display, das bei 4/3 Format natürlich nicht das ganze Display ausfüllt, doch wer will, kann auf 3/2-Format umschalten und dann das ganze Display nutzen.
Auch nicht zu vergessen: der eingebaute Bildstabilisator, so dass verwacklungsfreie Aufnahmen mit dem Standard-Objektiv bis 1/6 Sekunde aus der Hand möglich sind. Wobei der Stabi der Profimodelle höherwertig ausgeführt sein soll, laut Hersteller bei der Pen E-PL1 bis max. 3 Blendenstufen, bei der PEN E-P2 bis zu 4 - habe ich selber aber noch nicht getestet. Ich finde es jedenfalls gut, einen Stabi bei ALLEN Objektiven zu haben.
Der Tracking-Contious-AF funktioniert übrigens bei Menschen, die sich nicht zu schnell bewegen, ziemlich gut. Aber zuviel darf man nicht erwarten.

Ich bin jedenfalls meinem Ziel näher gekommen und habe eine gute Ausgeh-Kamera mit kleiner Größe für mich gefunden, die viele manuelle Einstellmöglichkeiten, eine schnelle Bedienung und schnellem AF, eine hohe Individualisierbarkeit und 1a Bildqualität bei einem hervorragendem Gewicht und einem großen Angebot an hervorragenden Optiken besitzt.
Nun bin ich gespannt auf die weiteren angekündigten Objektive für MFT und die Profi-Version der Olympus!

Es macht einfach Spaß mit dieser Kamera zu arbeiten.
Olympus ist ein großer Wurf gelungen.
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Apr 27, 2013 10:43 PM MEST


Kata DB-455 Digital Umhängetasche
Kata DB-455 Digital Umhängetasche

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der ideale Begleiter!, 30. September 2009
Rezension bezieht sich auf: Kata DB-455 Digital Umhängetasche (Zubehör)
Ich besitze für meine Ausrüstung mehrere Fototaschen - je nach Einsatzort und Aufgabe werden die passenden Objektive und Kameras ausgewählt - natürlich muss dann auch die Tasche dazu passen. Die Kata DB-455 ist ideal, wenn es beispielsweise zum kleinen Shooting auf Messen oder zum Kunden geht. Die Verarbeitung der Tasche ist hervorragend, besonders das gelbe Innenfutter hilft in dunklen Räumen den Inhalt besser wieder zu finden. Auch sind weitere Trenner ebenfalls in gelb erwerblich, so dass dieses System weiter individualisiert werden kann. Die Tasche sieht cool aus und trägt sich auch mit 4 kg noch sehr angenehm. Es ist genug Platz für eine Canon 5DMK2 mit Batteriegriff, 2 Objektive und 1 großes Blitzgerät, Kleinteile, Batterien etc. und das Beste: Kata hat noch ein DIn A4 Rückfach integriert, so dass ein 15" Notebook bzw. meine DIN A4 Unterlagen, Präsentationsmappe etc. Platz findet. Genial! Die Tasche ist schmal, alle Teile liegen nebeneinander oder übereinander, dann wären sogar noch mehr Objektive oder Streulichtblenden tragbar. Außerdem kann die Innentasche ganz heraus genommen werden - auch praktisch. Weil die Tasche so schmal ist, passt sie sich gut am Körper an und man bleibt weniger an Türen, Gegenständen oder anderen Menschen hängen. Sie wirkt auch nicht wie eine typische Fototasche. Sehr praktisch der große Überwurf als Schutz, sieht lässig aus und erlaubt einen schnellen Zugriff, denn es ist nicht unbedingt nötig, den 2.ten darunter liegenden Deckel jedes Mal mit dem Reißverschluss zu zu ziehen. Schnelles Handling möglich. Ohne Batteriegriff passt meine Vollformatkamera sogar mit aufgesetztem 70-200 in die Tasche! Ich bin daher sehr zufrieden!


Canon EOS 5D Mark II SLR-Digitalkamera (21 Megapixel) Gehäuse
Canon EOS 5D Mark II SLR-Digitalkamera (21 Megapixel) Gehäuse

374 von 384 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Bin sehr zufrieden!, 4. Februar 2009
Ich fotografiere seit 30 Jahren, die letzten Jahre auch beruflich im Auftrag und ich habe seit dieser Zeit viele Kameras und Systeme ausprobiert.
Wenn ich eine Quintessenz daraus ziehen würde, heißt die für mich: EOS 5DMK2. Warum?
Worauf kommt es beim Bild an? Auf die Bildqualität! Da ich Maschinen in zum Teil dunklen Fabrikhallen fotografiere und auch Landschaften, Gegenstände und Menschen ablichte, brauche ich eine Kamera die Availible-Light fähig ist. Die 5dMK2 rauscht laut extrem wenig, gemäß Fotomagazin Colorfoto genauso so wenig wie die D3 von Nikon (siehe Ausgabe 2/2009) nur bei fast doppelter Auflösung. 0,5 bei 100ASA und 0,9 bei 1.600 ASA. Zum Vergleich: Die EOS 1Ds MK3: 0,4 bei 100ASA und 1,6 bei 1.600ASA. Die Nikon D700: 0,6 bei 100ASA und 1,0 bei 1.600ASA.
Dies sind also Spitzenwerte! Fotos bis 3.200 ASA sind damit kein Problem. 6.400 ASA schicke ich anschließend durch Lightroom und das Rauschen ist erledigt - trotzdem mit hoher Detailwiedergabe, wenn man in RAW fotografiert und den internen Rauschalgorythmus ausschaltet. Der Chip rauscht so wenig, dass ich mir erlaube die Rauschunterdrückung ganz abzuschalten - Ergebnis: Mehr Schärfe! Entrauscht werden die Bilder mit hoher ASA-zahl nachträglich am PC - das geht viel besser!

Für mich ist die Farbdarstellung ein weiters wichtiges Qualitätskriterium, dabei ist die 5D MK2 derzeit sogar führend in dieser Klasse (siehe ColorFoto). Die Farben sind natürlich und kommen der Realität sehr nahe, der Weißabgleich arbeitet besser, als bei allen anderen Systemen, die ich zuvor im Gepäck hatte.

Die Kamera ist immer nur so gut, wie die Objektive: Also muss auch hier ein gutes Material her, der Unterschied von Einfachen zu den Profi-L- Linsen ist gewaltig. Ich fotografier mit dem 70-200/4 (ist schärfer als das alte 2.8 und ich bauche nicht das "schnelle" und schwere Objektiv), das 24-105/4 (wegen IS in dunklen Hallen ideal) und das 16-35/2.8 (das beste Weitwinkel von Canon), sowie das 100/2.8 Makro und den Lichtsauger 50/1.4 von Sigma, das ist hierbei deutlich besser als das alte 50/1.4 von Canon, weil es kaum vignettiert, hervorragend vergütet ist und schon bei offener Blende brauchbar ist. Canon hat mit der 4er Serie eine für mich hervorragende L-Objektiv-Serie, die hohe Schärfe schon bei offener Blende besitzt.
Auch diese 4er Objektiv-Serie war für mich ein Kaufgrund und Wechselgrund des Systemanbieters.

Der Autofokus ist zusammen mit der Auslösezeit laut Testbericht Colorfoto 2/2009 schneller als der der EOS 1DsMk3 oder der Nikon700 und bei wenig Licht sogar noch schneller als der, der Nikon D3.

Die Kamera macht zwar lediglich 3,9 Bilder (bei RAW, 6.400ASA und kurzer Auslösezeit!), was nicht für eine Bewegungsstudie ausreicht, aber das eigentliche Scharfstellen und Auslösen ist grottenschnell! Was aber sicher auch am USM-Antrieb der Objektive liegt - ein Augenzwinkern und der Fokus steht - auch bei wenig Licht. Dies ist gerade das, was ich haben wollte!

Nun noch ein Wort zum viel geschmähten Autofokus: Wenn der Sucher mit Autofokus-Feldern übersäht ist, dann reichen bei manchen Modellen fast bis zum Bildrand. Ich brauche scharfe Fotos - physikalisch hat aber JEDES Objektiv seine Schwachstelle, je weiter es zum Rand geht - will ich wirklich mit einem 1.000€ Objektiv am Rand im ungünstigen Bereich arbeiten, wenn ich es nicht unbedingt muss?
Ich hatte zuvor ein anderes System mit 51 Sensoren, doch wenn die am Rand fokussierten, dann löste das Objektiv an seiner schwächsten Stelle auf, ich verlor kostbare Schärfe. Außerdem, je mehr Sensoren und Automatiken ich eingeschaltet hatte, desto länger brauchte der interne Chip zum Verarbeiten aller Daten. Und nur selten fokussierte ein Autofokus-Sensor auch das Motiv, was ich gerade ablichten wollte. Nach kurzer Zeit arbeitete ich nur noch mit dem mittleren Sensor, damit das Ergebnis heraus kam, was ich mir wünschte.

Da ich jedes gute Bild sowieso am PC nach bearbeite, spielt eine Ausschnittvergrößerung für mich auch keine Rolle. Dafür bekomme ich aber das schärfste und schnellste Ergebnis. Die 5DMK2 fokussiert auch bei sehr wenig Licht, und rödelt nicht Sekundenlang herum, wie ich es bei anderen System erlebt habe - das nervte vielleicht!
Was ich richtig mag: Scharfstellen in weniger als 1sek. bei Kerzenlicht auf dunkle Gegenstände - kein Problem. Wenn man bedenkt, dass eine 2,8er Linse im Kleinbildformat einen exkaten Fokuspunkt benötigt (weil die Schärfentiefe gering ist!), dann wird klar wie gut der Autofokus wirklich ist - denn er sitzt perfekt! Beim APS-C Format gelten andere Regeln als für das Vollformat!

Was aber Canon besser machen könnte: Ich wünschte mir statt 1 Kreuz-Sensor und 8 Linien-Sensoren, lieber 9 Kreuzsenoren, die aber nicht bis zum Bildrand reichen sollten, sondern nur bis zum Goldenen Schnitt. Das wäre für mich perfekt.

Nun zur Bedienung, die für gute Ergebnisse im stressigen Alltag nicht unwichtig ist. In der Vergangenheit bevorzugte ich bei meinem alten System viele Schalter und Hebelchen, die mir volle Freiheit ließen. Aber: Hebel und Schalter kann man nicht programmieren! Wenn nur wenig Zeit zur Verfügung steht, gibt es für mich nichts besseres als einen Drehschalter, der alle gespeicherten Daten sofort auf die gewünschte Situation umstellt - genial gelöst bei der EOS 5DMK2, wie ich meine. Das geht viel schneller. 3 programmierbare Stellungen, die alles erfassen, Belichtungsart, Korrektur, Bildfolge, Weißabgleich, Style, Vorauslösung des Spiegels, Selbstauslöser, Highspeed-Blitzen, 2.ter Verschlussvorhang, etc. Also erstelle ich ein Programm für dunkle Räume, eines für Portraits, eines für schnelle Aktionen, etc.

Alle anderen Knöpfe haben Doppelfunktionen und lassen sich blind bedienen, das Auge bleibt am Sucher.
Besonders mag ich den Joystick, ist vielleicht eine Gewohnheit vom PC, jedenfalls ein praktisches Teil. Ebenso wie das große Daumenrad, das aufgrund seiner Größe ein feinfühligeres und schnellers Einstellen erlaubt.

Früher dachte ich, eine gute Kamera muss immer ein Stellrad vorne und eines hinten besitzen. Irrtum. Solange ich eine leichte Linse drauf hatte, mag das stimmen, aber sobald ich eine Kamera mit 2 Kg in der Hand halte, änderte sich meine Erfahrung. Die Kamera rutscht aufgrund ihres Eigengewichts nach unten, ich kralle das Ding also fester und versuche nun möglichst schnell mit dem Zeigefinger das vordere Stellrad bei meinem alten System zu bedienen - es machte keinen Spaß, der Finger rieb immer über den Mittelfinger und mit schneller Verstellung des zu tief angeordneten Stellrades lief da gar nichts. Wahrscheinlich hat Canon deshalb das vordere Einstellrad frei nach oben gesetzt - hier gibt es keine Reibung der Finger und die Belichtung, Blende, ASA etc. können so schnell durchgescrollt werden. Egal wie schwer die Kamera bestückt ist. Klasse.

Die Menüs sind übersichtlicher und kurz gehalten und natürlich wird jede letzte gewählte Position in jedem Menü gespeichert, während bei meinem alten System die Menüs länger als die Bildschirmanzeige waren, so dass in vielen Menüs gescrollt werden musste, was Zeit kostete und der Übersicht schadete.

Die EOS 5DMK2 hat ein anderes ISO-Automatik-Konzept, dass mir sehr gut gefällt und meine Arbeit besser unterstützt. Automatisch erkennt die Kamera das gewählte Objektiv und die Brennweite und jagt die ISO Zahl nur so hoch wie nötig, damit die Verwacklungsgefahr minimiert wird (Regel: 1/Brennweite sek. also z.B. bei einem 100mm Objektiv 1/100stel Sekunde). Während andere Systeme die Iso-Automatik viel zu schnell bis zu der vorgewählten ISO-Stufe hoch fahren und dann unnötig die Aufnahme verrauschen. Da habe ich mir oft genau diese Automatik gewünscht, die ich jetzt an der Canon 5DMK2 gefunden habe.

Für mich war auch die Video-Funktion sehr wichtig, weil ich zur Funktionsdarstellung einer Maschine kurze Sequenzen benötige. Genau die liefert mir die 5DMK2 sogar in einer Superqualität mit Ton und HDTV-Auflösung - wenn gleich die 5DMKII auch nicht als klassische Videokamera gehandelt werden kann (Beim Ton sollte man ein externes Mikrofon benutzen!).

Die Programmierung von Funktionstasten ist guter Stand der Technik.
Was ich aber besonders nützlich finde: Eigene Taste für PictureStyles, eigene Taste für Lifeview. Eigene Taste programmierbar für die Aufnahme von Movies.

Der Lifeview von Canon funktioniert sinnvoll und sehr gut. Mit meinem vorherigen System bin ich in Konzerten auf die Nase gefallen, weil der Lifeview so laut war, durch das Klappern des Spiegels.
Bei Canon werden für Spiegel und Verschluss die beiden Motoren so gesteuert, dass der ganze Auslösevorgang nahezu lautlos, bzw. sehr leise abläuft. Das ist sinnvoll und wirklich nützlich.

Der Akku hält sehr lange, 850 Bilder sind möglich, wenn ich kein IS-Objektiv einsetze.
Auch prima: Die Mattscheibe kann selber gewechselt werden, habe ich gleich gegen eine Gitterscheibe getauscht.
Im Sucher und am oberen Display wird alles gut sichtbar angezeigt, wie man es von einer Profi-Kamera gewohnt ist.

Was ist nicht toll?
Das Konzept bei der Rückschau der Bilder könnte verbessert werden, ich vermisse die Programmierung des Zoom-Faktors, so dass man gleich mit einem Klick auf den 10fachen Zoom schalten kann. Bei den PowerShot-Modellen bietet Canon eine bessere Methode an - die Kamera zeigen einen vergrößerten Ausschnitt im AUtoFokus-Punkt - das geht viel schneller!)
Auch hätte ich gerne etwas mehr Flexibilität bei der Leuchtdauer des oberen Displays, das schon nach ein paar Sekunden wieder erlöscht. Da ich viel in relativ dunklen Hallen fotografiere, ist das schon ärgerlich.

Mehr Nachteile kenne ich für mich nicht, aber sicher noch weitere Vorteile, wenn ich noch mehr Zeit hätte, könnte ich ein Buch schreiben.

Was mir auffiel: Während ich bei anderen Kameras zuerst 400 Seiten Anleitung lesen musste, um das volle Potential der Kamera zu erschließen - konnte ich bei der Canon EOS 5DMK2 gleich mit der Fotografie beginnen. Ich erwischte mich bei meinem alten System häufig dabei, dass ich mit der Kamera beschäftigt war, anstatt mit dem Motiv. Bei manchen Kameras versank ich in Menüs und spielte an Schaltern herum, während die Canon EOS 5DMK2 meine Aufmerksamkeit auf das Motiv fokussiert. Und genau darum geht es - um das Motiv des Augenblicks - nicht die Technik sollte im Vordergrund stehen, sondern das Bild.

Wer mit seiner Kamera so arbeiten kann, dass er/sie Fotos schießt, mit denen der Fotograf und der Betrachter zufrieden sind, der/die hat auch die richtige Kamera für sich gefunden. Die Kamera muss zum Arbeitsstil des Fotografen passen und da ist nun mal jeder individuell. Meine Meinung ist daher nur eine Momentaufnahme, die auf meinen augenblicklichen Kenntnissen, Erfahrungen und finanziellen Möglichkeiten und meinen Motiven und Anforderungen basiert.

Ich hoffe, möglichst umfassend die Pros und Cons hier aufgelistet zu haben, die aus meiner Sicht wichtig sind, und die Ihnen hoffentlich weiter geholfen haben.

Für mich war die EOS 5DMK2 samt den passenden Objektiven (wichtig!) heute die richtige Entscheidung.

Viel Spaß beim Fotografieren!
Kommentar Kommentare (6) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Aug 8, 2012 12:00 PM MEST


Kata D-3N1-30 Fototasche
Kata D-3N1-30 Fototasche
Preis: EUR 144,98

47 von 47 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kata 3n1-30, die Tasche - die endlich paßt!, 4. Februar 2009
Rezension bezieht sich auf: Kata D-3N1-30 Fototasche (Zubehör)
Ist-Situation:
Canon EOS5DMK2 mit Batteriegriff, 70-200/4, 24-105/4, 16-35/2.8, 100/2,8 Makro, Sigma 50/1,4 mit 77mm Durchmesser (ein Lichtriese), Blitzlicht Canon 580EX2 mit Bouncer, dazu alle Gegenlichtblenden (die sind schon ein Problem für sich!) und Batterien, Kabel, Ladegerät, Filter, Reinigungsmaterial und ein großes Gorilla-Pod Zoom

Zielsetzung:
Die gesamte Ausrüstung muss passen und bequem heraus holbar sein, ohne dass die Tasche in den Dreck gestellt werden muss, da ich in schmutzigen Industriehallen fotografiere, habe ich weder die Zeit noch die Lust die Ausrüstung in Öllachen oder Metallstaub zu stellen.

Problem:
Umfang und Größe der Ausrüstung sind eine Herausforderung. Außerdem spielt der schnelle Zugriff auch eine Rolle, meine Kunden werden zum Teil ungeduldig.

Zielsetzung:
Habe schon viele Taschen ausprobiert, teure Erfahrungen gemacht, und nun einfach keine Lust mehr. Ich weiß dafür jetzt genau, was ich will und was ich brauche.

Lösungsfindung:
Die Kata 3N1-30 löst mein Problem - es passt alles rein, ich kann die Tasche als Slingshot rechts oder links tragen, oder für lange Touren wie ein Rucksack, sogar über Kreuz und sogar mit Hüftgurt.
Der Slingshot ist ausgereift, nicht mal am Reißverschluss muss man ziehen, einfach den Clip öffnen und am Ohr die Tasche runter ziehen, die Reißverschlüsse öffnen sich dann von allein mit - das geht schnell. Die Tasche ist innen gelb gefüttert - so dass ich auch in den dunklen Hallen die Kleinteile besser finden kann. An alles ist gedacht - der Hüftgurt kann im Fach verstaut werden, ebenso wie der zweite Rückengurt, und drückt damit nicht auf die Nieren oder den Rücken bei langen Touren. Zieht man den Gurt straff, was für entspanttes Tragen wichtig ist, so erhält man ein langes Ende des Gurtes, für das Kata auch eine Tasche vorgesehen hat. Ich bin begeistert, wie viel Hirnschmalz die Entwickler hier rein gesteckt haben.

Die Trenner besitzen einen anderen Klettverschluss, als den mir sonst bekannten, der sich viel präziser öffnen lässt, das Einteilen der Fächer macht diesmal sogar Spaß.
Und das Beste zum Schluss: Die Tasche sieht auch noch spitze aus, weil - die Innentaschen sich nach innen aufplustern, so dass die Form der Kata auch voll beladen erhalten bleibt und alle Innenteile dadurch sogar noch einen besseren Halt haben.
Natürlich mit Regenschutzverkleidung und einem gut gepolsterten Rückenteil, so dass man nicht so schnell schwitzt. Nun komme ich an das was ich brauche schnell dran, alles mit dabei, alles gut verstaut und sicher, sieht gut aus und macht mir Spaß!
Da ich Zugriff auf meine Objektive habe, kann ich die 5DMK2 schnell umbauen, ohne ein Teil in den Dreck legen zu müssen.

1a mit 5 Sternen von mir - endlich bin ich angekommen!
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Feb 25, 2009 11:05 PM CET


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