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Rezensionen verfasst von
F!nk

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Rappen lernen (edition suhrkamp)
Rappen lernen (edition suhrkamp)
von Mark Greif
  Taschenbuch

6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Bizarre Verlagspolitik, 25. Januar 2012
Mark Greif erzählt in seinem Essay "Rappen lernen" darüber, wie er als Jugendlicher die folgenreiche und seiner Ansicht nach falsche "Entscheidung" für Postpunk und gegen HipHop getroffen hatte und sich nun bemüht das Versäumnis nachzuholen. Es folgen einige Überlegungen über das Verhältnis von HipHop zu Geld, das N-Wort, den kreativen Umgang mit Sprache und den politischen Dimensionen dieser seltsamen Musik.

Auch wenn nach der Lektüre vielleicht klarer wird, warum eine Auseinandersetzung mit HipHop lohnend sein könnte, bleibt völlig im Dunkeln was sich Suhrkamp eigentlich dabei denkt, einen einzelnen Essay von gerade mal 50 Seiten aus dem gerade erschienen Band "bluescreen" (Greif 2011) herauszunehmen um damit ihre neue Reihe aufzupeppen! Suhrkamp Digital sollte nicht dazu da sein, aus beliebigen Büchern einzelne Kapitel zu veröffentlichen, sondern um tagespolitisch relevante Themen schnell publizieren zu können. Es bleibt zu hoffen, dass die Verlagsleitung sich eines Besseren besinnt.


Müdigkeitsgesellschaft
Müdigkeitsgesellschaft
von Byung-Chul Han
  Broschiert
Preis: EUR 10,00

31 von 39 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Freundlicher Gedanke mit Hast niedergeworfen, 28. Dezember 2011
Rezension bezieht sich auf: Müdigkeitsgesellschaft (Broschiert)
Es scheint eine Karlsruher Tugend zu sein, jeden halbwegs interessanten Gedanken mit Polemiken gegen die Wegbereiter dieses Gedankens auszuschmücken. Dass diesen damit selten Recht getan wird belegt einmal mehr Hans "Müdigkeitsgesellschaft". Die sicherlich gut gemeinte These, das ganze Ungemach der Moderne (ADHS und ähnlicher 'neurologischer' Mumpitz) entspringe einem Zuviel an Positivität (dem Han eine kontemplative negative Potenz entgegenstellt) geht so in allerhand Frechheiten unter, denen das in jederlei Hinsicht schmale Bändchen wohl auch seine Popularität verdankt.

Zunächst bricht Han mit Foucault, von dem er glaubt, dieser hätte in seinen Büchern eine Disziplinargesellschaft aus Spitälern, Irrenhäusern, Gefängnissen Kasernen und Fabriken" beschrieben, die aber - oho! - gar nicht mehr der Gesellschaft von heute entspricht. Dass Foucault, nicht zuletzt in Überwachen und Strafen mit dem Prinzip des Panoptikums, ein Instrumentarium zur Beschreibung des Übergangs von der Disziplinargesellschaft zur Ideologie des Neoliberalismus geliefert hat unterschlägt Han. Vielmehr suggeriert er einen Bruch, wo überhaupt keiner ist.
Ebenso verfährt er mit Ehrenberg, den er auf die Formel "depressiv mache der gesellschaftliche Imperativ, nur sich selbst zu gehören" reduziert. Dem verkürzten Ehrenberg antwortet Han, dass "zur Depression [...] aber gerade auch die Bindungsarmut, die charakteristisch ist für die zunehmende Fragmentierung und Atomisierung des Sozialen [führt]" (20) Der Einwand wäre vielleicht gerechtfertigt, wenn Han dazu irgendetwas schreiben würde. Macht er aber nicht.

So geht das eine ganze Weile weiter über Agamben, Arendt, Baudrillard, Nietzsche, Heidegger, Melville, Handke (bisschen viel für 50 Seiten? JA!) bis er schlussendlich bei einem falschverstandenen Hegel endet (Hegel hat nicht Kants Theorie der Negativität vollendet. Vielmehr hat er der Negativität des Kant'schen Gesetzes ein An-Sich-Sein des Gesetzes entgegengestellt).

Ein überflüssiges Buch.

PS: Man kann es aber super als Lesezeichen für bessere Bücher verwenden!
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jan 9, 2012 10:52 PM CET


Das Dritte Reich: Roman
Das Dritte Reich: Roman
von Roberto Bolaño
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 21,90

8 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Bolanos geniales Frühwerk, 12. September 2011
Rezension bezieht sich auf: Das Dritte Reich: Roman (Gebundene Ausgabe)
Bolanos Frühwerk 'Das dritte Reich' eignet sich hervorragend um in dessen Werk einzusteigen. Beklemmend, erotisch und raffiniert erzählt Bolano aus der Tagebuchperspektive Udo Bergers, eines begeisterten und virtuosen Anhängers sogenannter wargames, von dessen Urlaub in einer spanischen Küstenstadt. Zwischen Hotel, Strand und Diskothek tingelt er mit seiner Lebensgefährtin und mehreren Urlaubsbekanntschaften umher, bis ein Unfall dem beschaulichen Treiben ein Ende setzt und das "Dritte Reich" - ein Brettspiel dass den Krieg zwischen den Alliierten und den Deutschen 1939-1945 simuliert - beginnt, das weitere Geschehen zu bestimmen.

Der Roman ist weit weniger verzweigt und komplex als Bolanos andere großen Romane 'Die wilden Detektive' und '2666', was sich sehr zu Gunsten der Lesbarkeit auswirkt. Trotzdem steht er diesen monumentalen Werken an Vielschichtigkeit der Deutungsebenen in nichts nach (obwohl sich manche Passagen beinahe wie ein Krimi lesen). Herausgestrichen seien an dieser Stelle nur die faszinierenden Parallelen der Entwicklungen auf dem Spielbrett und der Wesenszüge Udo Bergers und seines mysteriösen Kontrahenten, dem 'Verbrannten', die dem Leser einiges zum Nachdenken geben.
Ein beeindruckendes Buch!


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