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Rezensionen verfasst von
Andreas "Kult-Urgestein"

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The Legend of the Invisible City of Kitezh / Die Legende von der unsichtbaren Stadt Kitesch
The Legend of the Invisible City of Kitezh / Die Legende von der unsichtbaren Stadt Kitesch
Wird angeboten von thebookcommunity
Preis: EUR 60,89

3 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Hörgenuss mit Einschränkungen, 7. Mai 2009
Es ist natürlich immer lobenswert, wenn eine unbekannte und zugleich hörenswerte Oper eingespielt wird. Die vorliegende "Legende von der unsichtbaren Stadt Kitesch" wurde andernorts schon als "Russischer Parsifal" bezeichnet, was dieser Oper allerdings doch eher thematisch denn musikalisch gerecht wird.

So luxuriös das Begleitheft ist (Einführung und Handlungsangabe auf dt., fr. und engl., Libretto in denselben Sprachen und original in kyrillischer Schrift) so sehr muss man gewisse Abstriche akustischer Art machen:
1. bei der Aufnahmequalität (auch wenn es sich um eine Live-Aufnahme handelt; ungenügend für anno 1994, als hätte man einen "illegalen Mitschnitt" per Handmikrofon getätigt!)
2. zeitweise bei der Sängerleistung (gilt leider auch für die Hauptrollen).
Letzteres stört natürlich bei den bukolischen Szenen weniger (Trunkenbolde, Bärenführer, Tataren). Sei's denn, eine Entdeckung ist dieses Werk allemal!


Pride & Glory
Pride & Glory

5.0 von 5 Sternen unbedingt anhören!!!, 6. Mai 2009
Rezension bezieht sich auf: Pride & Glory (Audio CD)
Zunächst kann ich all meinen Vor-Schreibern zustimmen; dieses Album hat mindestens 5 Sterne verdient, keine Diskussion! Und ja, es mag fast ein wenig schade sein, dass nach diesem Frühwerk von Zakk Wylde kein weiteres Album mit einer solchen stilistischen Bandbreite gekommen ist. (Trotzdem sind die späteren BLS-Produkte einfach unverzichtbar!)

Freuen wir uns umso mehr an dieser Scheibe; wo finden sich schon 13 Tracks von solcher Qualität, dass man bald "Himmel hoch rockend" bald "zu Tränen gerührt" ist? Letzteres besonders bei "fadin' away", ein Song der Tiefgang hat wie kein zweiter (sogar die Streicher des Seattle Symphony Orchestra weinen mit!), aber längst nicht der einzige, bei dem man Lust verspürt die Repeat-Taste zu drücken!


Die großen Pianisten des 20. Jahrhunderts - Jorge Bolet
Die großen Pianisten des 20. Jahrhunderts - Jorge Bolet

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Festgehaltene Sternstunde, 9. September 2008
Ich zitiere gleich die CD-Broschüre:
«Der 25. Februar 1974 war ein Glückstag nicht nur in Jorge Bolets seltsam wechselhafter Laufbahn, sondern in der Geschichte des Klavierspiels überhaupt. An diesem Tag schlug Bolet in seinem Recital in der Carnegie Hall alle Reserviertheit und Vorsicht in den Wind und spielte mit einem geradezu hemmungslosen Gespür für den Augenblick. Die Hochspannung des Virtuosen verband sich mit einer unvergleichlichen Grandezza, Wärme und Gefühlstiefe, so dass es die grosse Schar seiner Zuhörer nicht mehr auf den Sitzen hielt und sie ihm nicht enden wollende Ovationen brachten...»

Im Recital standen Bach/Busoni: Chaconne, Chopin: 24 Préludes, Etuden und Transkriptionen von Liszt und seinem Umfeld auf dem Programm. Als «Bonus-Material» gibt es auf der Doppel-CD noch Studio-Aufnahmen mit einigen Rachmaninov-Transkriptionen.

Ich kann dem nur noch anfügen, dass ich jedesmal beim Hören dieser Aufnahme erneut ergriffen bin. Die Spieltechnik mag beim Live-Mitschnitt nicht 100.0% lupenrein sein (was bei diesem mörderischen Programm absolut verzeihlich ist), da und dort gibt es ein Gehüstel im Publikum, der Funke springt sowieso. Sehr schade dass diese Aufzeichnung nicht neu aufgelegt wird! Dieselbe Live-Aufnahme gibt's noch vom Label RCA (JB live at Carnegie Hall), leider wohl auch vergriffen.


Motörizer Ltd.Edition
Motörizer Ltd.Edition
Preis: EUR 19,98

1 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Nichts neues..., 2. September 2008
Rezension bezieht sich auf: Motörizer Ltd.Edition (Audio CD)
«Es gibt keine schwachen Motörhead-Alben. Punkt.» Soweit kann ich der Amazon.de-Redaktion zustimmen. Wenn ich aber weiter lese, dass die 11 Songs «angenehm variabel ausfallen» und - wie am Ende der Produktbeschreibung erwähnt - zudem «von einer noch nicht erlebten Vielfalt im Hause MOTÖRHEAD» zeugen sollen, dann muss ich doch ziemlich die Stirn runzeln.

Im Vergleich mit den wirklich genialen Vorgängern wie Inferno, Kiss of death und auch Hammered (meine MH-Einsteigsdroge), steht Motörizer für meinen Geschmack als ziemlich monotoner Füller da. Nicht dass die Songs an und für sich irgendwie langweilen würden, dazu sind Lemmy und seine Burschen einfach zu gut. Aber warum in aller Welt spielen mehr als 2/3 aller Nummern in derselben Tonart (nämlich es-moll, bei a' = 440Hz) und wo bleiben die «Überraschungsmomente»?

Letztere gab es vor kurzem noch, z. B: auf Inferno der Akustik-Song «Whorehouse Blues», das himmlische(!) Gitarren-Solo in «Keys to the Kingdom» und der Off-beat-Rhythmus aus «In the year of the Wolf»; oder auf Kiss of death etwa die Ballade «God was never on your side», die meilenweit entfernt vom eröffnenden Überkracher «Sucker» ist; oder dann auf Hammered der schon fast intellektuell anmutende «beinahe Kanon»-Gesang Lemmys in «Walk A Crooked Mile», danach die grunzenden Backing-Vocals in «Shut Your Mouth» und schliesslich die Monster-Speed-Granate «Red Raw», die nach dem eher behäbigen Album noch einen unerwarteten Tritt in den A.... abgibt.

Sorry, aber von solchen Streichen ist nun nicht gerade viel auf Motörizer zu finden. Das spanische Radio-Gebrabbel in «When the eagle screams» ist zwar vielleicht witzig gemeint, aber gleicht das Manko an Schalk und Spielfreude auch nicht wirklich aus. Es wird eher in altbewährter Manier auf ausgetrampelten Pfaden gerockt. Damit erinnert die Scheibe ein wenig an Iron Fist (auch da; fast alle Songs in es-moll), nur hat jenes Album einen absoluten Kult-Titelsong, der später mehrmals gecovert wurde, ob dies wohl auch mit einem der Songs auf Motörizer geschehen wird? - Wir werden's sehen...


Watershed
Watershed
Preis: EUR 14,17

2 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kontroverse Rezeption, 21. August 2008
Rezension bezieht sich auf: Watershed (Audio CD)
Es ist schon so viel zu dieser Scheibe rezensiert worden...
Fazit: Die eingefleischten Headbanger fühlen sich vor den Kopf gestossen (was sie ja eigentlich bei dieser Bezeichnung begrüssen sollten), die künstlerisch Anspruchsvollen jubeln.
Ich habe auch so meine Ansprüche und juble mit, was nicht heisst, dass ich mich in der eingefleischten Hb-Szene unwohl fühlen würde, im Gegenteil.

Opeth wäre zu sehr in Richtung «sich selber reproduzierend» gegangen hätten sie noch einmal etwas im Stil von Still Life oder Ghost Rev. geliefert. Was in Watershed geschieht, ist ein Salto mortale nach drei bereits gelungenen Pirouetten.

Nie da gewesene Instrumente: nota bene ein Harmonium und zum Schluss noch eine veritable Kirchenorgel, nicht nur billige Sample-Klänge! (wo gibts denn so was noch?) Oder die Passage mit dem Gitarrensolo während dem sich das Instrument zusehends verstimmt (wie macht man das bloss?) und anschliessend das diabolische Lachen, welches mit der Zeit zu Maschinen-Gestampfe mutiert. Gänsehaut und Lachsalve gleichzeitig!

Man kann den Jungs nur gratulieren!
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jun 7, 2009 2:09 PM MEST


Sinners Like Me
Sinners Like Me
Preis: EUR 16,66

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Country-Rock ohne wenn und aber!, 19. August 2008
Rezension bezieht sich auf: Sinners Like Me (Audio CD)
Country-Rock-Bands und Sänger gibt es tausende, aber wohl nur wenige, die derart grundehrliche schnörkellose Songs liefern wie Eric Church. Dabei spielen auch die Texte mit, denn Church besingt die alltäglichen Freuden und Sorgen - besonders auch in Bezug auf Religion, wie der Albumtitel erahnen lässt - des kleinen Mannes in der US-Provinz. Das geschieht ohne abdriften in eine seichte Landleben-Schwärmerei. Vielmehr spielt Church mit den Klischees des konservativen Hinterwäldlers. Selbst ein heikles Thema wie die Todesstrafe wird in Nr. 8 «Lightning» besungen. Und dies zwar so, dass am Schluss weder ein klares «für» noch ein «wider» zu diesem Justizmittel zurückbleibt, sondern nur noch Betroffenheit und der Wunsch nach Versöhnung. (Musik mit solchem Tiefgang kenne ich sonst fast nur aus der Klassik...) Doch nebst diesem mehr als besinnlichen Moment gibt es genug solche wo munter losgerockt wird, meistens mit derselben vergnüglichen Verschmitztheit, die dem gerade mal gut 30-jährigen Singer-Songwriter aus dem Gesicht spricht. Nix da von grobklotzigem Redneck-Gehabe!
Man darf gespannt sein auf die nächste Scheibe «Carolina» (2008).


The Romantic Piano Concerto - Vol. 5 (Rimsky-Korssakoff / Balakirew)
The Romantic Piano Concerto - Vol. 5 (Rimsky-Korssakoff / Balakirew)
Preis: EUR 22,50

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Edle Fundstücke, 19. August 2008
Ja, es gibt neben Tschaikowskys b-moll-Konzert weitere russische Juwelen für Klavier+Orchester aus dieser Zeit!

Rimsky-Korsakovs Klavierkonzert nimmt schon ein wenig etwas von Rachmaninovs Pathos und Virtuosität vorweg ist aber wohl bei weitem «russischer», halt reduziert auf 15 Min Gesamtlänge.

Balakirevs Klavierkonzert Nr.1 atmet noch den Geist Chopins, ist aber für ein Virtuosen-Frühwerk (mit 18 komponiert und als Solist aufgeführt!) erstaunlich reif.

Hauptgewicht liegt auf dem 2. Klav.-konz. Balakirevs, punkto Architektur und Ausdehnung eine Art «russisches Beethoven-Konzert», kann sich mindestens auch mit Grieg messen, wie bei letzterem auch ein kleines «Folkloristik-Feuerwerk» zum Schluss.

Die Tontechnik hat ihr Übriges beigetragen, so dass die Balance Solist/Orchester bestens ausgewogen ist.

Bleibt die Interpretation und da gilt besonders: Es braucht keine grossen Namen! The English Northern Philharmonia unter David Lloyd-Jones spielen solide sauber und der Solist Malcolm Binns meistert die halsbrecherischen Klavierparts ohne Mühe! (das ganze vielleicht ein wenig gar mit britischem Understatement, aber es braucht eigentlich kein grosses Drama, die Musik an und für sich sagt hier schon fast alles.)


Iron Fist
Iron Fist
Preis: EUR 17,12

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Kult-Scheibe mit «Schönheitsfehler», 18. August 2008
Rezension bezieht sich auf: Iron Fist (Audio CD)
Eigentlich kann ich auch nicht viel neues zu Motörhead sagen, nachdem seit 30 Jahren über diese Band berichtet wird - unverwüstlicher, rauer, ehrlicher Rock'n Roll mit Lemmys unerreichter Stimme. So auch hier, und trotzdem fällt etwas bei diesem Album auf: Die Songs ähneln sich ein wenig zu sehr, zumindest was Tempo und ganz besonders Tonart betrifft; alle (sogar inkl. Bonus-Tracks!) verteilen sich gerade mal auf 2 Tonarten, welche erst noch im Quint-Abstand zueinander stehen d. h. also am nächsten miteinander verwandt sind. Als einzelne können die Songs noch so genial sein, die ganze Abfolge wirkt zwangsläufig ein wenig monoton. (Deshalb vielleicht auch der Eindruck dass «die Stücke nach hinten schwächeln»?)
Aber letzten Endes gilt auch hier: Kult-Faktor hat dieses Album genau so wie die meisten anderen Motörhead-Scheiben! Schönheitsfehler inbegriffen - wobei «schön» eh nicht der richtige Ausdruck für Motörhead-Sound ist!


Zemlinsky: Seejungfrau / Psalm
Zemlinsky: Seejungfrau / Psalm
Wird angeboten von MEDIMOPS
Preis: EUR 19,82

11 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Berauschend, 17. August 2008
Rezension bezieht sich auf: Zemlinsky: Seejungfrau / Psalm (Audio CD)
Alexander von Zemlinsky stellt gewissermassen das fehlende Glied zwischen Brahms und dem frühen Arnold Schönberg dar. Sein sinfonisches Triptychon «Die Seejungfrau» nach dem gleichnamigen Märchen von Hans Christian Andersen dürfte als sein erstes Reife-Werk grösseren Umfangs gelten. Stilistisch kommt hier eine eigene Tonsprache zu Wort, die mit ihrem fliessenden, hyper-sinnlichen Gestus wohl dem Jugendstil in der Bildenden Kunst am besten entspricht. Wäre Debussy in Wien aufgewachsen, hätte er «La Mer» vielleicht so komponiert.
Riccardo Chailly und das RSO Berlin spielen diese Musik tadellos. Die 2 Psalm-Vertonungen sind zusätzlich noch 2 Perlen in der rauschenden Muschel...


Rimsky-Korsakoff: Sinfonie 3 Anichanov
Rimsky-Korsakoff: Sinfonie 3 Anichanov
Preis: EUR 7,44

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen mittelprächtig, 17. August 2008
Das CD-Label Naxos bringt 1. viel Unbekanntes aus der Klassik 2. in guter Musizier- und Aufnahme-Qualität.
Das zweite trifft bei dieser Aufnahme leider nicht ganz zu. Der Klang des «St. Petersburg State Symphony Orchestra» ist stets etwas blechern, weil nicht immer ganz lupenrein in der Intonation. Dies fängt schon bei den Streichern an, wenn es denn einmal an heikle Passagen herangeht, und die gibts bei Rimsky-Korsakov allenthalben. Die Musiker(-innen) mögen als Einzelgänger ganz brilliant sein, im Orchesterverband sind sie noch zu wenig auf einander eingespielt resp. eben -gestimmt.
Man kann dies bei einem Preis von weit unter 10 Euro in Kauf nehmen - im wahrsten Sinn des Wortes. Als Sammlungs-Ergänzung ist die CD goldrichtig.


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