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Rezensionen verfasst von
"leuchtendes_schweigen"

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The Imaginary Direction of Time
The Imaginary Direction of Time
Preis: EUR 9,99

7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Großartig, 14. Juli 2004
Rezension bezieht sich auf: The Imaginary Direction of Time (Audio CD)
Die dritte Veröffentlichung aus dem Hause Winds (nach der EP "Of Entity And Mind" und dem Debutalbum "Reflections Of the I") ist wieder ein Meisterwerk der melodisch-melancholischen Prog-Metal-Kunst. Verträumter und für Metal untypischer Gesang (am ehesten zu Vergleichen mit demjenigen auf den ersten beiden Alben von Falconer) trifft auf neoklassische, malmsteensche Gitarrenfrickelei, untermalt und immer wieder unterbrochen von schwermütigen Piano- und Streicherklängen und angetrieben von Jan Axel von Blombergs - aka Mayhem's Hellhammer - dynamischem Schlagzeugspiel.
Die Band hat ihre Musik nicht wirklich weiterentwickelt, sondern ihren - wie ich finde - seit der EP ureigenen Sound verfeinert. Besonders positiv ist anzumerken, daß man den auf Ep und Debut zu findenden Sprechgesang der "Dark Voice" Drajevolitch außen vor gelassen hat, der sich immer wieder in den Fluß der Lieder hineingemogelt und diesen gestört hat.
Die Stärke von Winds liegt darin, trotz aller Komplexität, Vielschichtigkeit und Detailverliebtheit das Wichtigste, den Song, nie aus den Augen zu verlieren, auch wenn der Easy Listening-Fan vergeblich nach einem Strophe-Refrain-Strophe-Schema Ausschau hält. Positiv hervorzuheben ist hierbei sicherlich auch, daß die Lieder für Prog-Verhältnisse recht kurz daher kommen; das Längste endet knapp vor der Sechs-Minuten-Marke. Man bündelt hier sein Können, um es im Ohr des Hörers wie ein Feuerwerk explodieren zu lassen, anstatt ihn mit weitschweifigen instrumentalen Belanglosigkeiten zu langweilen.
Vergleichbar sind Winds, wenn überhaupt, mit ihren Landsmännern Arcturus, von denen neben besagtem Hellhammer auch noch Gitarrist Carl August Tidemann an Bord ist, auch wenn Winds sicherlich nicht annähernd so abgedreht und "verrückt", sondern sehr viel gemäßigter zu Werke gehen.
Zuletzt weiß man auch im textlichen Bereich weiterhin zu überzeugen, führt Pianist/Hauptsong- und Textschreiber Andy Winter doch auch hier sein anspruchsvolles philosophisch-psychologisches Konzept fort, das einer Reise ins eigene Ich gleichkommt.
Ergo: ein auf allen Ebenen (musikalisch, gesanglich und textlich) überzeugendes, eigenständiges und großartiges Werk.


Imaginary Direction
Imaginary Direction
Preis: EUR 17,57

5.0 von 5 Sternen Großartig, 9. Juli 2004
Rezension bezieht sich auf: Imaginary Direction (Audio CD)
Die dritte Veröffentlichung aus dem Hause Winds (nach der EP "Of Entity And Mind" und dem Debutalbum "Reflections Of the I") ist wieder ein Meisterwerk der melodisch-melancholischen Prog-Metal-Kunst. Verträumter und für Metal untypischer Gesang (am ehesten zu Vergleichen mit demjenigen auf den ersten beiden Alben von Falconer) trifft auf neoklassische, malmsteensche Gitarrenfrickelei, untermalt und immer wieder unterbrochen von schwermütigen Piano- und Streicherklängen und angetrieben von Jan Axel von Blombergs - aka Mayhem's Hellhammer - dynamischem Schlagzeugspiel.
Die Band hat ihre Musik nicht wirklich weiterentwickelt, sondern ihren - wie ich finde - seit der EP ureigenen Sound verfeinert. Besonders positiv ist anzumerken, daß man den auf Ep und Debut zu findenden Sprechgesang der "Dark Voice" Drajevolitch außen vor gelassen hat, der sich immer wieder in den Fluß der Lieder hineingemogelt und diesen gestört hat.
Die Stärke von Winds liegt darin trotz aller Komplexität, Vielschichtigkeit und Detailverliebtheit das Wichtigste, den Song, nie aus den Augen zu verlieren, auch wenn der Easy Listening-Fan vergeblich nach einem Strophe-Refrain-Strophe-Schema Ausschau hält. Positiv hervorzuheben ist hierbei sicherlich auch, daß die Lieder für Prog-Verhältnisse recht kurz daher kommen; das Längste endet knapp vor der Sechs-Minuten-Marke. Man bündelt hier sein Können, um es im Ohr des Hörers wie ein Feuerwerk explodieren zu lassen, anstatt ihn mit weitschweifigen instrumentalen Belanglosigkeiten zu langweilen.
Vergleichbar sind Winds, wenn überhaupt, mit ihren Landsmännern Arcturus, von denen neben besagtem Hellhammer auch noch Gitarrist Carl August Tidemann an Bord ist, auch wenn Winds sicherlich nicht annähernd so abgedreht und "verrückt", sondern sehr viel gemäßigter zu Werke gehen.
Zuletzt weiß man auch im textlichen Bereich weiterhin zu überzeugen, führt Pianist/Hauptsong- und Textschreiber Andy Winter doch auch hier sein anspruchsvolles philosophisch-psychologisches Konzept fort, das einer Reise ins eigene Ich gleichkommt.
Ergo: ein auf allen Ebenen (musikalisch, gesanglich und textlich) überzeugendes, eigenständiges und großartiges Werk.


Pools of Sorrow Waves of Jo
Pools of Sorrow Waves of Jo

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Arjen Anthony Lucassen einmal anders., 8. Juni 2004
Rezension bezieht sich auf: Pools of Sorrow Waves of Jo (Audio CD)
Wer kennt ihn nicht, Arjen Anthony Lucassen, den Gründer von Ayreon, Ambeon und Star One, der uns mit Göttergaben wie "The Final Experiment", "Into The Electric Castle", "Fate Of A Dreamer", "Space Metal" oder zuletzt "The Human Equation" beehrte? Doch bevor er mit Ayreon durchstartete, nahm er nach dem '92er Split seiner alten Band Vengeance erst einmal ein Soloalbum auf. Ayreon- und Star One-Fans sollten vor dem Kauf allerdings beachten, daß die Kost auf "Pools Of Sorrow, Waves Of Joy" möglicherweise erst einmal fremdartig anmutet, denn mit Vengeance, geschweige denn mit Ayreon/Star One hat vorliegendes Album eher wenig zu tun. Es finden sich hier Simon & Garfunkel-Reminiszenzen, Beatles-Zitate, poppige Nummern wie "Best Of Friends" neben Fun-Country-Songs wie "Midnight Train" und "Country Girl, City Boy" und rockigeren und (wenn man so will) dramatischeren Liedern wie "Wrong Side Of The Street", wobei besonders letztgenannter im Refrain bereits (ebenso wie "Days Of The Knights") die Richtung aufweist, die Lucassen später mit Ayreons Debut "The Final Experiment" eingeschlagen hat.
Kraut und Rüben also, möchte man meinen, mir persönlich macht dieses Album allerdings riesigen Spaß und darauf kommt's bekanntlich an.
Singen tut Herr Lucassen auf diesem Album übrigens selbst und wie ich finde macht er seine Sache außerordentlich gut.
Tracklist:
1) Wrong Side Of The Street
2) Best Of Friends
3) Crescendo
4) Cry Yourself To Sleep
5) Little Miss Understood
6) Escape
7) Country Girl, City Boy
8) Summer's In The Air
9) Days Of The Knights
10) Not Over You
11) Night On The Town
12) a-Losin' You
13) Midnight Train
14) Pools Of Sorrow (instrumental)


Alien Diary
Alien Diary
Wird angeboten von Disco100
Preis: EUR 50,00

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der Meister auf ungewohnten Pfaden..., 8. Juni 2004
Rezension bezieht sich auf: Alien Diary (Audio CD)
...nämlich auf erstaunlich poppigen, was schon alleine daran offensichtlich wird, daß Huschke die Hälfte aller Stücke hat einsingen lassen und sein Cellospiel - wahrscheinlich der Songdienlichkeit halber - ein wenig in den Hintergrund gerückt ist (stattdessen kommen auch Huschke-untypische Instrumente wie Saxophon, Klarinette, diverse Flöten und Trompeten zum Einsatz), was der Klasse dieses Albums allerdings keinen Abbruch tut. Solch wunderschöne Popsongs wie "Black Rose", "Question At Sunrise" oder das intensive, von Melissa Etheridges zerbrechlicher Stimme veredelte "The Absent Touch" sucht man in TV und Radio heutzutage leider vergebens.
Die Musik ist durchgehend ruhig und melancholisch gehalten, cellorgasmische Ausbrüche wie "Erectus" vom Album Diabolica sucht man hier vergebens, nur "Wake Up" und "Origin Alien" gehen (ein klein wenig) flotter zu Werke und versuchen die wohlige Atmosphäre zu durchstoßen.
Daß Huschke sich im Cellospiel zurückhält, heißt keineswegs, daß es unterpräsent wäre, immerhin trägt das Album seinen Namen und sein Spiel ist einfach unverkennbar
Dieses Album ist ein Muß für Huschke-Kenner, Huschke-Neueinsteiger und solche die einfach nur mal wieder schöne alternative Popmusik hören möchten.


Beyond My Grey Wake
Beyond My Grey Wake
Wird angeboten von thebookcommunity
Preis: EUR 134,18

4.0 von 5 Sternen Gelungenes Debut., 8. Juni 2004
Rezension bezieht sich auf: Beyond My Grey Wake (Audio CD)
Sehr feinen, gediegenen, stellenweise sehr harten, stets verträumten und für ein Debutwerk (vorab erschien bereits eine Demo-CD namens "The Winter's Near") erstaunlich eigenständigen Gothic Metal in der Schnittmenge My Dying Bride/Tristania gibt es von den Italienern How Like A Winter zu hören.
Hier wird (wie auch schon von Mandragora Scream) gelungen vorexerziert, daß der Gothic Metal noch nicht ganz so tot (oder untot) ist, wie man anhand der Flut von einfallsosen GM-Veröffentlichungen anzunehmen bereit wäre. Hier gibt's keine langweiligen Drei-Akkord-Riffs, keine bereits zum Erbrechen wiederholten Theatre Of Tragedy-Zitate, sondern spannende Songaufbauten, die weder konstruiert noch selbstzweckhaft wirken und die den Zuhörer fordern, anstatt ihn zum Mitschnarchen zu bewegen.
Natürlich findet man auch hier derbes Gegrunze und zarte Frauengesänge, dunkle Chöre und Geflüster, Pianoeinsprengsel und wunderschöne Violinenmelodien, allerdings geht man hier weitaus abwechslungsreicher und dynamischer vor, als das Gros der Gothic Metal-Fraktion.
Warum nur 4 Sterne? Weil sich tatsächlich noch die eine oder andere Länge eingeschlichen hat und trotz der erwähnten Eigenständigkeit die oben genannten My Dying Bride und Tristania immer mal wieder laut Hallo sagen, aber es gibt deutlich schlechtere Referenzen und Fans der beiden Kapellen wissen jetzt, was sie zu tun haben, nämlich sich dieses Kleinod einer mehr als hoffnungsvollen Nachwuchsband in heimische CD-Regal zu stellen.
Abschließend sei noch einmal gesagt, daß dem geneigten Hörer hier ein frischer Wind um die Ohren bläst, der niemanden kalt lassen sollte.
Anspieltips: "All The Seasons Of Madness", "Laying Together Again", "The Night, Then Him".


The Human Equation (Limited Edition / Doppel-CD+DVD)
The Human Equation (Limited Edition / Doppel-CD+DVD)
Wird angeboten von Lowe Records
Preis: EUR 30,50

11 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Es gibt nur einen Gott..., 28. Mai 2004
...und der heißt Arjen Anthony Lucassen! Mit "The Human Equation" hat er seiner Schöpfung einen weiteren wundervollen Teil hinzugefügt. Auf diesem Doppelalbum kommt jeder Rock/Prog/Metal-Fan voll auf seine Kosten. An Abwechslungsreichtum kaum mehr zu überbieten muß sich dieses Album alleine mit Lucassens Überalbum "Into The Electric Castle" messen lassen und wenn es schon nicht gegen diese Göttergabe gewinnen kann, so läuft es doch nach mehreren Durchläufen, die man "The Human Equation" schon gönnen sollte, damit es sich dem Hörer voll und ganz erschließt, ganz klar auf ein Unentschieden heraus.
Egal ob romantisch verträumt, hymnisch, folkig, voll auf die Zwölf, oder Gitarren- und Keyboardfrickelei hier wird alles in (fast) jedem Song geboten, was Ayreon jemals ausgemacht hat.
Beinahe unnötig zu erwähnen, daß die SängerInnen allererste Sahne sind: Dream Theater-Goldkehlchen James LaBrie, Mikael Akerfeldt von Opeth (der auch gerne mal die Death Metal-Sau rausläßt), mein persönlicher Favorit Eric Clayton von Saviour Machine, der mir mit seiner gewaltigen, operesken Stimme immer wieder eine Gänsehaut verpaßt, die wunderschönen Stimmen der holden Damen Heather Findlay, Irene Jansen (bekannt von Lucassens Star One-Tour und -DVD) und Neuentdeckung Marcela Bovio der mexikanischen Band Elfonia, die man wohl dringendst im Auge behalten sollte. Zusätzlich Magnus Ekwall von The Quill (der einzige Power Metal-Sänger auf dem Album), Mike Baker von Shadow Gallery (im göttlich-folkig-proggigen mit einem genialen Hammond-Solo von Uriah Heep's Ken Hensley veredelten "Loser") und natürlich Arjen Lucassen. Über die stimmlichen Qualitäten von Devin Townsend und Devon Graves noch Worte zu verlieren erspare ich mir hier - Götter auf einem Götteralbum.
Die Bonus-DVD ist ebenfalls nicht zu verachten. Zunächst gibt's mit "Inside" ein mehr als informatives und lustiges Making Of, in dem Lucassen himself den Songwritingprozess beschreibt und seine Musiker vorstellt, in "Concept" erklärt er (Überraschung)das Konzept von "The Human Equation", in "Ayreon" läßt er noch einmal seinen musiklaischen Werdegang und die Geschichte Ayreons Revue passieren und für die Schlagzeuger stellt Ed Warby sein Drumkit vor. Zusätzlich gibt's noch ein Video von Day Eleven: Love, das mich nicht so sehr überzeugt hat und den Teaser-Trailer zum neuen Album.
Alles in allem ein Album/Package (die Limited Deluxe Edition ist einfach nur geil), das seinem Preis mehr als gerecht wird.
Kaufen!


A Whisper of Dew
A Whisper of Dew
Wird angeboten von goodtasterecords
Preis: EUR 18,89

3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Einfach herrlich., 21. Februar 2003
Rezension bezieht sich auf: A Whisper of Dew (Audio CD)
Einfach herrlichen, wunderbaren und wunderbar eigenständigen, gefühlvollen Gothic Rock/Metal bekommt man auf diesem Album geboten. Hat mich doch bereits das Debutalbum "Fairy Tales From Hell`s Caves" absolut positiv überrascht, so setzt dieses Sahnescheibchen dem ganzen die Krone auf.
Ist man die Eingängigkeit des Debuts gewohnt, so kommt "A Whisper..." anfangs etwas sperrig und experimenteller daher und zuerst bleiben nur einzelne Teile im Gehör hängen (z.B. der wunderschöne Refrain in "Velvet Eyes"), die man allerdings immer und immer wieder hören will, so daß sich das Album dem Hörer mit der Zeit gänzlich erschließt und sich letztlich doch alle Songs als wahre Hits entpuppen. "A Whisper Of Dew" ist zart und hart, träumerisch und zum Träumen anregend.
Noch ein Wort zur Sängerin Morgan Lacroix: Fernab von Operchanteusen wie Tarja Turunen (Nightwish) und Trällerliesen wie Liv Kristine (Theater Of Tragedy) weiß sie mit ihrer anfangs zwar gewöhnungsbedürftigen jedoch absolut eigenständigen und faszinierenden Stimme absolut zu überzeugen. Hypnotisiert sie den Zuhörer in Songs wie "Silent Lullabies" oder "iiaonman iibiich Vampires", so shoutet sie in "Rainbow Seeker" die Hälfte aller männlichen Power Metal-Kollegen in Grund und Boden.
Dieser Frau würde ich jederzeit überallhin folgen; sei es in die Tiefen von Dantes Hölle ("Fairy Tales...") oder auf den Spuren der Vampire wie im vorliegenden Fall.
Einfach herrlich.


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