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Rezensionen verfasst von
André

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Ragman T-Shirt, 2er-Pack Single-Jersey
Ragman T-Shirt, 2er-Pack Single-Jersey
Preis: EUR 22,00 - EUR 29,95

1.0 von 5 Sternen Einmal Top, einmal Flop, 12. Mai 2016
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Seit Jahren kaufe ich Ragman. Nun habe ich es bei Amazon probiert.
Leider muss man genau aufpassen, welcher Marketplace Händler die Ragman T-Shirts jeweils anbietet. Eine Bestellung bei "Smartkauf Herrenmode" war wie erwartet. Feste, gute Qualität. Form bleibt nach dem Waschen erhalten. -
Bei einer weiteren Bestellung war der Händler dann "hemdundso". - Labberige, schlimme Qualität. Dünn und dürftig. Der Rundkragen war schon leierig beim Anziehen.

Die 2 Hemden in der Doppelpackung rochen nach dem Öffnen intensiv wie nach Petroleum.
Nach einmal Waschen waren die Hemden so abgenutzt und formlos, wie die früheren Ragman-Hemden nach zigfachem Tragen und Waschen. -
Man fragt sich, ob hier nur Hemden mit Ragman Bezeichnung geliefert wurden, aber keine Echten. Es fehlt auch das Schild im Kragen. Anstattdessen ist der Name Ragman im Nacken nur noch aufgedruckt. -

Meine Empfehlung, genau aufpassen, notfalls beim Händler nachfragen, ob er die feste oder die "fadenscheinige" Qualität liefert. Falls er diese Frage beantworten kann. - Immerhin sind die Hemden nicht billig.

P.S.:
Die labberige, billige Qualität von “hemdundso” ist “Made in Peru” – und wiegt 214 Gramm.
(Scheinbar die “neue Linie”.)
Die bessere und gute Qualität von “Smartkauf Herrenmode” ist “Made in Ecuador” – und wiegt 231 Gramm.
(Scheinbar die “alte Linie”.)

Vertrieb/Import bei beiden (laut eingewebtem Fähnchen) über Ragman Textilhandel GmbH, in 79761 Waldshut.

Es ist nicht unwahrscheinlich, dass der Standortwechsel der Produktionsstätte einen entscheidenden Einfluss auf die Qualität hat.
Zumal wenn kein engmaschiges Qualitätsmanagement mit Herstellungsüberwachung betrieben wird. –
Veränderter Schnitt und Nähte tun ein übriges.
Dem Kunden soll die Verbilligung und Verlegung der Produktion aber scheinbar als modische Anpassung (“aktueller Trend”) verkauft werden, wenn man mal oben auf die Produktbeschreibung schaut. Dort wird ja auch die Veränderung des Halsrib als Optimierung gefeiert, (oder dem Kunden untergeschoben).

---------------------

Darüber, “wieviel” Cent die Menschen vor Ort für die Herstellung eines Shirts bekommen, möchte ich an dieser Stelle nicht nachdenken.
Ich wollte, die Qualität wäre gleich geblieben, und würde auch gerne mehr bezahlen, wenn die Näherinnen und Näher mehr bekämen.
Das nur am Rande. Auch wenn es sachlich nicht zur Rezension gehört.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: May 22, 2016 10:29 PM MEST


5er Set LED Solarlampe, Wegeleuchte, Solarleuchte mit Erdspieß,Gartenbeleuchtung
5er Set LED Solarlampe, Wegeleuchte, Solarleuchte mit Erdspieß,Gartenbeleuchtung
Wird angeboten von Dieter Rüscher
Preis: EUR 25,99

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Kaltes Licht, billige Vearbeitung, 12. Mai 2016
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Von wegen "warmes Licht", wie hier geschrieben wurde. Eiskaltes, hartes Licht. Unschön!
Zudem hinsichtlich Material und Verarbeitung um sich selbst zu teuer. Da man ja Preise nicht nennen darf, sage ich es mal so: Knapp die Hälfte eines Fünfziger. Unter Zehn wäre es okay gewesen. - Wer gegen eiskaltes Licht nichts hat, der wird jedoch eventuell zufrieden sein.

Wieso eigentlich wird bei LED's fast permanent der Farbwert verschwiegen? (2800/3000/3600/4000 Kelvin usw.) - Der Farbton des Lichtes ist ja nun mal gewiss entscheidend für Lichtquellen, die man zu Hause nutzen möchte. - Und wieso wird der Markt immer noch vorwiegend von dem kalten LED Licht überschwemmt? Es gibt schon gute warme LED's (2800 Kelvin.) - Wie gesagt, ich hatte mich verleiten lassen, da zwei Kunden hier von schönem "warmen Licht" schrieben.

P.S.: Eine von 5 Lampen war defekt. Das sind 20% der Lieferung. Soviel zudem zur "Qualitätskontrolle" bei dem überdurchschnittlichen Preis.


The Rock (Ungeschnittene Fassung) [Blu-ray]
The Rock (Ungeschnittene Fassung) [Blu-ray]
DVD ~ Nicolas Cage
Preis: EUR 6,99

3 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen **** THE ROCK nimmt gefangen, so sicher wie Alcatraz ****, 5. August 2013
Was muß ein Mann empfinden, der am Grabe einen Schwur vor seinem Gewissen leistet? Für sich selbst und für einen verlorenen Menschen! Einen Schwur um seines verratenen Glaubens willen. Verraten von jenen, denen er diente. Sein Blick senkt sich. Er ist gebrochen. Nur die Uniform gibt ihm noch letzte Haltung. Und dann dieser Satz am Grab, so einfach und so klar. Es will das Herz zerreißen: "Ich vermisse Dich!" Im gleitenden Wirbel der immer tiefer greifenden, schweren Musik die gleitenden Bilder. Und Regentropfen fallen, langsam perlend über das verbitterte, zerrissene, empfindende Gesicht. Ed Harris. Der Himmel weint für eine Seele. Und das Orchester bäumt sich auf. Heftig und berstend, doch im Hintergrund einsam widerstehend die Trompete, rufend nach den Kameraden, die nie wiederkehren. Und dann wieder Stille.
So beginnt THE ROCK. Regisseur Michael Bay versteht es, mit dem Instrumentarium der filmischen Extreme in stetem Wechsel umzugehen. Trauer fließt in Romantik, Action paart sich mit pointierter Witzigkeit. Tragische Momente wechseln mit humoresken Szenen und werden von diesen dennoch nicht verdrängt. Jede Szene ist Stimmung, ein Kabinettstückchen; wirkt für sich selbst und ordnet sich dennoch dem großen Ganzen unter, das so zur Entfaltung kommt.

Brigade-General Francis Hummel erpreßt die Regierung der Vereinigten Staaten. In einem Geniestreich hat der hochdekorierte Hummel mit einigen Golf-Kriegskameraden ohne jedes Blutvergießen die Gefängnis-Insel Alcatraz in seine Gewalt gebracht. 81 Touristen sind seine Geiseln. Gleichzeitig richtet Hummel vier Raketen mit dem "giftigsten Kampfstoff der Welt" auf San Francisco. Jede Rakete ist in der Lage 70.000 Menschen zu vergiften. Aus einem geheimen Schmutzgeld-Fond der Regierung fordert Hummel 100 Millionen Dollar auf ein Sonderkonto.

Mit diesem Geld will er die Angehörigen gefallener Spezial-Soldaten unterstützen. Denn die Regierung tut nichts für die Hinterbliebenen. Sie verleugnet ihre Elite-Soldaten sogar, da sie in geheimen Aufträgen unterwegs waren.

Der erste Dialog zwischen Hummel und der Einsatzleitung im Pentagon ist präzise, temporeich und eindrucksvoll. Ähnliche Szenen gibt es in vielen Filmen. In THE ROCK ist der Vorgang beispielhaft.

Hummel ist Experte. Hummel ist ein in Washington vielgeachteter Mann. Sein Team besteht aus Profis. Seine Forderung ist moralisch nachvollziehbar. Seine Festung uneinnehmbar. Das Giftgas unbekämpfbar. Die Gespräche sind geheim. Jede Regierung der Welt, hätte in dieser Situation nachgegeben. Ein Hinhalten gefährdet tausende Menschen. Und darum müßte hier der Film enden!

Kein Zweifel: Nach Erfüllung der Forderung hätte Hummel die Gefängnis-Insel geräumt. Er ist glaubwürdig. Die Regierung weiß dies. Sie kennt seine Akten. Hummel ist eine lebende Legende, dreifacher Träger der "Purple Hearts" und der "Medal of Honor". Anstattdessen wird ein Todeskommando losgeschickt, das über das Meer und dann unter Wasser auf unterirdischem Wege in die Festung eindringen und die Raketen unschädlich machen soll.

Eine Stunde vor Ablauf des Ultimatums sind immer noch zwei Raketen auf San Francisco gerichtet. Spätestens jetzt müßte die Regierung einlenken. Doch pokert sie weiter. Ebenso der Präsident, der sich in einem schmierig-salbadernden Monolog voller Stereotype für die Bombardierung von Alcatraz entscheidet. "Thermite Plasma" soll das ganze Gefängnis förmlich verdampfen lassen. Ein Präsident also, der 81 Touristen gegen 100 Millionen Dollar aufwiegt. (Und nicht gegen die mindestens 70.000 potentiellen Giftgas-Opfer aufwiegt, wie es falsch dargestellt wird. Denn mit 100 Millionen Dollar würde Mr. Hummel abziehen!)

Das Hasardspiel der Regierung ist der schwächste Punkt des ganzen Films. Entweder hätte es nicht stattfinden dürfen oder auf andere Weise unausweichlich zwingend gemacht werden müssen. 100 Millionen Dollar von einem Schmutzgeld-Fond (aus den Überschüssen geheimer Waffengeschäfte der Regierung) sind kein Argument.

Diese Schwächen haben mich geärgert. Aber der Film entschädigt. Mit grandiosen Bildern und einem Sean Connery von ungeheurer Bandbreite. So beispielhaft, dass manchem Hollywood-Youngster zu wünschen wäre, den Film mehrmals vor dem Einschlafen zu studieren.

Connery spielt den britischen Geheimagenten Patrick Mason, seit Jahrzehnten ohne Prozeß und Urteil in Bundes-Gefängnissen in Haft. Ihm zur Seite gestellt ist Nicholas Cage als FBI-Mann Stanley Goodspeed. Connery ist der Einzige, der den geheimen Weg ins Innere von Alcatraz kennt - und Cage der einzige, der die Kampfstoffbombe vor Ort entschärfen kann. Ed Harris verkörpert den tragischen Hummel. Ein Trio also, von dem jeder allein einen Film halten und zum Erfolg führen könnte. Nicht selten sind solche Star-Ansammlungen desaströs. Häufig schon wurde mit der besten Mischung das schlechteste Resultat erzielt. Nicht so in THE ROCK.

Nicholas Cage scheint an der Seite von Connery noch einmal über sich hinauszuwachsen. Und Ed Harris läßt mit seinem General Hummel auf einen Menschen hinter dem Soldaten blicken. Einen Mann der Armee, der alles erreicht hat, dem schließlich alles genommen wurde, der eine Welt verloren hat - und der daran zerbrochen ist.

Leider sind viele der Verfolgungsjagden unnötig. Beispielsweise die Autojagd. Sie bringt den Film nicht weiter, fördert inhärent weder Handlung noch liefert sie Erklärungen, sie ist (wie 80 % der anderen Actionsequenzen) technisch perfekt aber nach Maßgabe des visuell Erträglichen eine Zumutung. Da wollte jemand beweisen, scheint es, dass er in San Francisco einen Hunt inszenieren kann ähnlich dem "Vorbild" aus Die Hard 3 durch den Central Park. Anders ist es wohl kaum zu erklären. Überhaupt bewegt sich der Film bei manchen Action-Szenen von Anleihe zu Anleihe aus anderen Filmen. Wobei es ihm jedoch immer gelingt, eigenständig zu bleiben. Das Auftauchen der U-Bahn in "Speed" oder der Train-Crash in "Auf der Flucht" mögen beispielsweise Pate gestanden haben, dennoch ist das Spektakel der Cable Car Sequenz in seiner Ausführung unique.

Zudem hat das Komponisten-Team einen herrlichen Score komponiert und arrangiert. Und Hans Zimmer schenkte uns im Hauptthema eine Melodie, die in sämtlichen Variationen bis zum letzten Takt anzurühren vermag.

Alles in allem, Hut ab vor Michael Bay. Seine Aufnahmen werden immer dann phantastisch wenn er von den gräßlich überzüchteten Close-ups weggeht. Epische Bilder, wie schwere Gemälde, begleitet von wuchtig-drängenden Klängen, ergreifen das Gemüt. Die präsente, häufig fast klagende, monumental-strömende Musik durchzieht den ganzen Film. Bis hin zum Showdown. Wo wir Nicholas Cage sehen, als Agent Stanley Goodspeed, in kreuzigungsähnlicher Pose, die Arme ins Firmament emporgereckt. Und den Kopf mit leidender Miene, leicht zur Seite geneigt, vor biblischem Himmel. Die Kamera fährt herum und heran, und erlösend und schwer klingt das Orchester.

Das sind Bilder, die der Liebhaber nie vergessen wird. Ebensowenig wie Connerys Gesicht. Zuweilen beinahe "heilig" ausgeleuchtet! Und man fragt sich unwillkürlich: Wie oft kann ich diesen großartigen Mann in so großen Rollen noch auf der Leinwand sehen? Ich wünsche viele, viele Jahre!

THE ROCK ist nach allen Aspekten ein Action-Film der ersten Kategorie. Und er nimmt gefangen, so sicher wie Alcatraz.

Andreas Dimpfel, 1996 - Empfehlung: 4 von 5 Sternen


James Bond 007 Ultimate Edition - Goldeneye (2 DVDs)
James Bond 007 Ultimate Edition - Goldeneye (2 DVDs)
DVD ~ Pierce Brosnan
Wird angeboten von dvd-schnellversand
Preis: EUR 10,06

5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen **** Die erste moderne Fortführung des JAMES BOND, den Connery einst verkörperte ****, 18. Juli 2007
"Und all die Wodka-Martini, die Du getrunken hast! Lassen sie die Schreie der Männer verstummen, die Du getötet hast!?"

Dieser Satz wäre in keinem Bond-Film zuvor möglich gewesen. - Eigentlich wollte ich GoldenEye nicht sehen. Schon wieder ein neuer Bond. Und dann auch noch die Erinnerung an Mrs. Doubtfire. Doch eine innere Stimme bewegte mich, das alte Jahr nicht zu beschließen, ohne es gewagt zu haben. Ein gutes Wagnis, das gleich vorweg.

Der Film ist so stark, so neu, sosehr anderer Bond und doch sosehr seltsam-echter Bond, dass ich bald vom plüschigen CinemaxX-Sessel gepurzelt wäre. Alle Vorurteile zerstoben im unwiderstehlichen Feuerwerk des Auftaktes. Der dann folgende Credits-Vorspann gehört zum besten, das ich in den vergangenen Jahren gesehen habe. GoldenEye hat neue Maßstäbe für Bond-Verfilmungen gesetzt, ist richtungsweisend. Der prinzipielle Plot mag sich nicht geändert haben, aber die Dramaturgie hat sich gewandelt. Der Weg zum Showdown ist phänomenal, die pfiffige Abfolge von Klimax und Antiklimax setzt immer wieder in Erstaunen, bis hin zum fulminanten Schluß, zur auflösenden Katharsis. Der Film treibt es toll. Elemente von True Lies paaren sich mit Computergangstertum, getragen und vorangetrieben von der Kraft einer Legende, die die meisten von uns seit 30 Jahren begleitet.

Es ist schwer, immer neue Höhepunkte in Actionfilmen zu toppen. GoldenEye ist dies gelungen. Und das dank einer gehörigen Portion Ironie; zu sich selbst und zum Action-Genre schlechthin. Ohne dabei die Grenze zur Karikatur zu überschreiten.

James Bond zeigt Gefühle. Seine Dialoge mit 006 und die Augen-Blicke zwischen den beiden geben Kenntnis vom Herzen einer zerstörten Männerfreundschaft, zu der ein früherer Bond gar nicht erst fähig gewesen wäre.

James Bond ist verwundbar. Nach der Notlandung in Kuba erwacht er aus der Ohnmacht neben der regungslosen Programmiererin Natalya Simonova. Er sieht sie leblos und wie gebrochen dreht er sich zur Seite, läßt sich wieder fallen. So menschlich war Bond nie zuvor zu sehen. - Sowieso läßt sich Bond zu Gesprächen und Reflexionen hinreißen, die einem früheren Bond nicht zugestanden hätten. Doch Brosnans Bond darf es, kann es. Auch das ist das Neue.

Auf der riesigen Radarschüssel stürzt er mit einer Leiter hinab, hält sich mit letzter Energie an ihren scharfen Stufen und es reißt ihm beinahe die Arme heraus. Das schmerzverzerrte Gesicht ist nicht der alte Bond. In diesen Sekunden geht ein Raunen durchs Publikum. Ein neuer Typus ist geboren und doch der Held. - Und immer wieder die leicht zur Süffisanz sich kräuselnden Mundwinkel - und sei es nur für Sekunden oder 15 Bilder.

Martin Campbells GoldenEye ist dialogstark und spritzig, wenn man nur hinhört, - episch, sentimental und eilig zugleich. Dieser Film lebt nicht nur vom (übrigens eindrucksvollen) Sound allein. GoldenEye würde sogar auf einem Bett-Tuch wirken. Die Lichtregie ist oscarverdächtig und die Kameraführung brillant. Der Schnitt (bis auf einige lästige Ausnahmen) beispielhaft. - Zuweilen fehlt die Stringens, doch das sind liebenswerte Mängel.

Brosnan ist die legitime Antwort des kommenden Jahrtausends auf den Bond, den Connery einst verkörperte. Und er wird ihm in nichts nachstehen. Im Gegenteil, schon jetzt hat Brosnan den alten Geheimdienstagenten vom letzten Muff der 60er und 70er befreit und um Facetten bereichert, die selbst Connery noch fehlten. Selbst Puristen können sich damit einverstanden erklären.

Andreas Dimpfel, 1995/96 - Empfehlung: 4 von 5 Sternen


James Bond 007 - Goldeneye (Special Edition) [Special Edition] [Special Edition]
James Bond 007 - Goldeneye (Special Edition) [Special Edition] [Special Edition]
DVD ~ Pierce Brosnan
Wird angeboten von Film_&_Music
Preis: EUR 10,25

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen **** Die erste moderne Fortführung des JAMES BOND, den Connery einst verkörperte ****, 18. Juli 2007
"Und all die Wodka-Martini, die Du getrunken hast! Lassen sie die Schreie der Männer verstummen, die Du getötet hast!?"

Dieser Satz wäre in keinem Bond-Film zuvor möglich gewesen. - Eigentlich wollte ich GoldenEye nicht sehen. Schon wieder ein neuer Bond. Und dann auch noch die Erinnerung an Mrs. Doubtfire. Doch eine innere Stimme bewegte mich, das alte Jahr nicht zu beschließen, ohne es gewagt zu haben. Ein gutes Wagnis, das gleich vorweg.

Der Film ist so stark, so neu, sosehr anderer Bond und doch sosehr seltsam-echter Bond, dass ich bald vom plüschigen CinemaxX-Sessel gepurzelt wäre. Alle Vorurteile zerstoben im unwiderstehlichen Feuerwerk des Auftaktes. Der dann folgende Credits-Vorspann gehört zum besten, das ich in den vergangenen Jahren gesehen habe. GoldenEye hat neue Maßstäbe für Bond-Verfilmungen gesetzt, ist richtungsweisend. Der prinzipielle Plot mag sich nicht geändert haben, aber die Dramaturgie hat sich gewandelt. Der Weg zum Showdown ist phänomenal, die pfiffige Abfolge von Klimax und Antiklimax setzt immer wieder in Erstaunen, bis hin zum fulminanten Schluß, zur auflösenden Katharsis. Der Film treibt es toll. Elemente von True Lies paaren sich mit Computergangstertum, getragen und vorangetrieben von der Kraft einer Legende, die die meisten von uns seit 30 Jahren begleitet.

Es ist schwer, immer neue Höhepunkte in Actionfilmen zu toppen. GoldenEye ist dies gelungen. Und das dank einer gehörigen Portion Ironie; zu sich selbst und zum Action-Genre schlechthin. Ohne dabei die Grenze zur Karikatur zu überschreiten.

James Bond zeigt Gefühle. Seine Dialoge mit 006 und die Augen-Blicke zwischen den beiden geben Kenntnis vom Herzen einer zerstörten Männerfreundschaft, zu der ein früherer Bond gar nicht erst fähig gewesen wäre.

James Bond ist verwundbar. Nach der Notlandung in Kuba erwacht er aus der Ohnmacht neben der regungslosen Programmiererin Natalya Simonova. Er sieht sie leblos und wie gebrochen dreht er sich zur Seite, läßt sich wieder fallen. So menschlich war Bond nie zuvor zu sehen. - Sowieso läßt sich Bond zu Gesprächen und Reflexionen hinreißen, die einem früheren Bond nicht zugestanden hätten. Doch Brosnans Bond darf es, kann es. Auch das ist das Neue.

Auf der riesigen Radarschüssel stürzt er mit einer Leiter hinab, hält sich mit letzter Energie an ihren scharfen Stufen und es reißt ihm beinahe die Arme heraus. Das schmerzverzerrte Gesicht ist nicht der alte Bond. In diesen Sekunden geht ein Raunen durchs Publikum. Ein neuer Typus ist geboren und doch der Held. - Und immer wieder die leicht zur Süffisanz sich kräuselnden Mundwinkel - und sei es nur für Sekunden oder 15 Bilder.

Martin Campbells GoldenEye ist dialogstark und spritzig, wenn man nur hinhört, - episch, sentimental und eilig zugleich. Dieser Film lebt nicht nur vom (übrigens eindrucksvollen) Sound allein. GoldenEye würde sogar auf einem Bett-Tuch wirken. Die Lichtregie ist oscarverdächtig und die Kameraführung brillant. Der Schnitt (bis auf einige lästige Ausnahmen) beispielhaft. - Zuweilen fehlt die Stringens, doch das sind liebenswerte Mängel.

Brosnan ist die legitime Antwort des kommenden Jahrtausends auf den Bond, den Connery einst verkörperte. Und er wird ihm in nichts nachstehen. Im Gegenteil, schon jetzt hat Brosnan den alten Geheimdienstagenten vom letzten Muff der 60er und 70er befreit und um Facetten bereichert, die selbst Connery noch fehlten. Selbst Puristen können sich damit einverstanden erklären.

Andreas Dimpfel, 1995/96 - Empfehlung: 4 von 5 Sternen


The Rock - Entscheidung auf Alcatraz [Deluxe Edition] [2 DVDs]
The Rock - Entscheidung auf Alcatraz [Deluxe Edition] [2 DVDs]
DVD ~ Nicolas Cage
Wird angeboten von Anverkauf
Preis: EUR 7,50

5 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen **** THE ROCK nimmt gefangen, so sicher wie Alcatraz ****,, 18. Juli 2007
Was muß ein Mann empfinden, der am Grabe einen Schwur vor seinem Gewissen leistet? Für sich selbst und für einen verlorenen Menschen! Einen Schwur um seines verratenen Glaubens willen. Verraten von jenen, denen er diente. Sein Blick senkt sich. Er ist gebrochen. Nur die Uniform gibt ihm noch letzte Haltung. Und dann dieser Satz am Grab, so einfach und so klar. Es will das Herz zerreißen: "Ich vermisse Dich!" Im gleitenden Wirbel der immer tiefer greifenden, schweren Musik die gleitenden Bilder. Und Regentropfen fallen, langsam perlend über das verbitterte, zerrissene, empfindende Gesicht. Ed Harris. Der Himmel weint für eine Seele. Und das Orchester bäumt sich auf. Heftig und berstend, doch im Hintergrund einsam widerstehend die Trompete, rufend nach den Kameraden, die nie wiederkehren. Und dann wieder Stille.
So beginnt THE ROCK. Regisseur Michael Bay versteht es, mit dem Instrumentarium der filmischen Extreme in stetem Wechsel umzugehen. Trauer fließt in Romantik, Action paart sich mit pointierter Witzigkeit. Tragische Momente wechseln mit humoresken Szenen und werden von diesen dennoch nicht verdrängt. Jede Szene ist Stimmung, ein Kabinettstückchen; wirkt für sich selbst und ordnet sich dennoch dem großen Ganzen unter, das so zur Entfaltung kommt.

Brigade-General Francis Hummel erpreßt die Regierung der Vereinigten Staaten. In einem Geniestreich hat der hochdekorierte Hummel mit einigen Golf-Kriegskameraden ohne jedes Blutvergießen die Gefängnis-Insel Alcatraz in seine Gewalt gebracht. 81 Touristen sind seine Geiseln. Gleichzeitig richtet Hummel vier Raketen mit dem "giftigsten Kampfstoff der Welt" auf San Francisco. Jede Rakete ist in der Lage 70.000 Menschen zu vergiften. Aus einem geheimen Schmutzgeld-Fond der Regierung fordert Hummel 100 Millionen Dollar auf ein Sonderkonto.

Mit diesem Geld will er die Angehörigen gefallener Spezial-Soldaten unterstützen. Denn die Regierung tut nichts für die Hinterbliebenen. Sie verleugnet ihre Elite-Soldaten sogar, da sie in geheimen Aufträgen unterwegs waren.

Der erste Dialog zwischen Hummel und der Einsatzleitung im Pentagon ist präzise, temporeich und eindrucksvoll. Ähnliche Szenen gibt es in vielen Filmen. In THE ROCK ist der Vorgang beispielhaft.

Hummel ist Experte. Hummel ist ein in Washington vielgeachteter Mann. Sein Team besteht aus Profis. Seine Forderung ist moralisch nachvollziehbar. Seine Festung uneinnehmbar. Das Giftgas unbekämpfbar. Die Gespräche sind geheim. Jede Regierung der Welt, hätte in dieser Situation nachgegeben. Ein Hinhalten gefährdet tausende Menschen. Und darum müßte hier der Film enden!

Kein Zweifel: Nach Erfüllung der Forderung hätte Hummel die Gefängnis-Insel geräumt. Er ist glaubwürdig. Die Regierung weiß dies. Sie kennt seine Akten. Hummel ist eine lebende Legende, dreifacher Träger der "Purple Hearts" und der "Medal of Honor". Anstattdessen wird ein Todeskommando losgeschickt, das über das Meer und dann unter Wasser auf unterirdischem Wege in die Festung eindringen und die Raketen unschädlich machen soll.

Eine Stunde vor Ablauf des Ultimatums sind immer noch zwei Raketen auf San Francisco gerichtet. Spätestens jetzt müßte die Regierung einlenken. Doch pokert sie weiter. Ebenso der Präsident, der sich in einem schmierig-salbadernden Monolog voller Stereotype für die Bombardierung von Alcatraz entscheidet. "Thermite Plasma" soll das ganze Gefängnis förmlich verdampfen lassen. Ein Präsident also, der 81 Touristen gegen 100 Millionen Dollar aufwiegt. (Und nicht gegen die mindestens 70.000 potentiellen Giftgas-Opfer aufwiegt, wie es falsch dargestellt wird. Denn mit 100 Millionen Dollar würde Mr. Hummel abziehen!)

Das Hasardspiel der Regierung ist der schwächste Punkt des ganzen Films. Entweder hätte es nicht stattfinden dürfen oder auf andere Weise unausweichlich zwingend gemacht werden müssen. 100 Millionen Dollar von einem Schmutzgeld-Fond (aus den Überschüssen geheimer Waffengeschäfte der Regierung) sind kein Argument.

Diese Schwächen haben mich geärgert. Aber der Film entschädigt. Mit grandiosen Bildern und einem Sean Connery von ungeheurer Bandbreite. So beispielhaft, dass manchem Hollywood-Youngster zu wünschen wäre, den Film mehrmals vor dem Einschlafen zu studieren.

Connery spielt den britischen Geheimagenten Patrick Mason, seit Jahrzehnten ohne Prozeß und Urteil in Bundes-Gefängnissen in Haft. Ihm zur Seite gestellt ist Nicholas Cage als FBI-Mann Stanley Goodspeed. Connery ist der Einzige, der den geheimen Weg ins Innere von Alcatraz kennt - und Cage der einzige, der die Kampfstoffbombe vor Ort entschärfen kann. Ed Harris verkörpert den tragischen Hummel. Ein Trio also, von dem jeder allein einen Film halten und zum Erfolg führen könnte. Nicht selten sind solche Star-Ansammlungen desaströs. Häufig schon wurde mit der besten Mischung das schlechteste Resultat erzielt. Nicht so in THE ROCK.

Nicholas Cage scheint an der Seite von Connery noch einmal über sich hinauszuwachsen. Und Ed Harris läßt mit seinem General Hummel auf einen Menschen hinter dem Soldaten blicken. Einen Mann der Armee, der alles erreicht hat, dem schließlich alles genommen wurde, der eine Welt verloren hat - und der daran zerbrochen ist.

Leider sind viele der Verfolgungsjagden unnötig. Beispielsweise die Autojagd. Sie bringt den Film nicht weiter, fördert inhärent weder Handlung noch liefert sie Erklärungen, sie ist (wie 80 % der anderen Actionsequenzen) technisch perfekt aber nach Maßgabe des visuell Erträglichen eine Zumutung. Da wollte jemand beweisen, scheint es, dass er in San Francisco einen Hunt inszenieren kann ähnlich dem "Vorbild" aus Die Hard 3 durch den Central Park. Anders ist es wohl kaum zu erklären. Überhaupt bewegt sich der Film bei manchen Action-Szenen von Anleihe zu Anleihe aus anderen Filmen. Wobei es ihm jedoch immer gelingt, eigenständig zu bleiben. Das Auftauchen der U-Bahn in "Speed" oder der Train-Crash in "Auf der Flucht" mögen beispielsweise Pate gestanden haben, dennoch ist das Spektakel der Cable Car Sequenz in seiner Ausführung unique.

Zudem hat das Komponisten-Team einen herrlichen Score komponiert und arrangiert. Und Hans Zimmer schenkte uns im Hauptthema eine Melodie, die in sämtlichen Variationen bis zum letzten Takt anzurühren vermag.

Alles in allem, Hut ab vor Michael Bay. Seine Aufnahmen werden immer dann phantastisch wenn er von den gräßlich überzüchteten Close-ups weggeht. Epische Bilder, wie schwere Gemälde, begleitet von wuchtig-drängenden Klängen, ergreifen das Gemüt. Die präsente, häufig fast klagende, monumental-strömende Musik durchzieht den ganzen Film. Bis hin zum Showdown. Wo wir Nicholas Cage sehen, als Agent Stanley Goodspeed, in kreuzigungsähnlicher Pose, die Arme ins Firmament emporgereckt. Und den Kopf mit leidender Miene, leicht zur Seite geneigt, vor biblischem Himmel. Die Kamera fährt herum und heran, und erlösend und schwer klingt das Orchester.

Das sind Bilder, die der Liebhaber nie vergessen wird. Ebensowenig wie Connerys Gesicht. Zuweilen beinahe "heilig" ausgeleuchtet! Und man fragt sich unwillkürlich: Wie oft kann ich diesen großartigen Mann in so großen Rollen noch auf der Leinwand sehen? Ich wünsche viele, viele Jahre!

THE ROCK ist nach allen Aspekten ein Action-Film der ersten Kategorie. Und er nimmt gefangen, so sicher wie Alcatraz.

Andreas Dimpfel, 1996 - Empfehlung: 4 von 5 Sternen


The Rock - Entscheidung auf Alcatraz (Special Edition) [Special Edition]
The Rock - Entscheidung auf Alcatraz (Special Edition) [Special Edition]
DVD ~ Sean Connery
Wird angeboten von OBIKO
Preis: EUR 8,33

7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen **** THE ROCK nimmt gefangen, so sicher wie Alcatraz ****, 18. Juli 2007
Was muß ein Mann empfinden, der am Grabe einen Schwur vor seinem Gewissen leistet? Für sich selbst und für einen verlorenen Menschen! Einen Schwur um seines verratenen Glaubens willen. Verraten von jenen, denen er diente. Sein Blick senkt sich. Er ist gebrochen. Nur die Uniform gibt ihm noch letzte Haltung. Und dann dieser Satz am Grab, so einfach und so klar. Es will das Herz zerreißen: "Ich vermisse Dich!" Im gleitenden Wirbel der immer tiefer greifenden, schweren Musik die gleitenden Bilder. Und Regentropfen fallen, langsam perlend über das verbitterte, zerrissene, empfindende Gesicht. Ed Harris. Der Himmel weint für eine Seele. Und das Orchester bäumt sich auf. Heftig und berstend, doch im Hintergrund einsam widerstehend die Trompete, rufend nach den Kameraden, die nie wiederkehren. Und dann wieder Stille.
So beginnt THE ROCK. Regisseur Michael Bay versteht es, mit dem Instrumentarium der filmischen Extreme in stetem Wechsel umzugehen. Trauer fließt in Romantik, Action paart sich mit pointierter Witzigkeit. Tragische Momente wechseln mit humoresken Szenen und werden von diesen dennoch nicht verdrängt. Jede Szene ist Stimmung, ein Kabinettstückchen; wirkt für sich selbst und ordnet sich dennoch dem großen Ganzen unter, das so zur Entfaltung kommt.

Brigade-General Francis Hummel erpreßt die Regierung der Vereinigten Staaten. In einem Geniestreich hat der hochdekorierte Hummel mit einigen Golf-Kriegskameraden ohne jedes Blutvergießen die Gefängnis-Insel Alcatraz in seine Gewalt gebracht. 81 Touristen sind seine Geiseln. Gleichzeitig richtet Hummel vier Raketen mit dem "giftigsten Kampfstoff der Welt" auf San Francisco. Jede Rakete ist in der Lage 70.000 Menschen zu vergiften. Aus einem geheimen Schmutzgeld-Fond der Regierung fordert Hummel 100 Millionen Dollar auf ein Sonderkonto.

Mit diesem Geld will er die Angehörigen gefallener Spezial-Soldaten unterstützen. Denn die Regierung tut nichts für die Hinterbliebenen. Sie verleugnet ihre Elite-Soldaten sogar, da sie in geheimen Aufträgen unterwegs waren.

Der erste Dialog zwischen Hummel und der Einsatzleitung im Pentagon ist präzise, temporeich und eindrucksvoll. Ähnliche Szenen gibt es in vielen Filmen. In THE ROCK ist der Vorgang beispielhaft.

Hummel ist Experte. Hummel ist ein in Washington vielgeachteter Mann. Sein Team besteht aus Profis. Seine Forderung ist moralisch nachvollziehbar. Seine Festung uneinnehmbar. Das Giftgas unbekämpfbar. Die Gespräche sind geheim. Jede Regierung der Welt, hätte in dieser Situation nachgegeben. Ein Hinhalten gefährdet tausende Menschen. Und darum müßte hier der Film enden!

Kein Zweifel: Nach Erfüllung der Forderung hätte Hummel die Gefängnis-Insel geräumt. Er ist glaubwürdig. Die Regierung weiß dies. Sie kennt seine Akten. Hummel ist eine lebende Legende, dreifacher Träger der "Purple Hearts" und der "Medal of Honor". Anstattdessen wird ein Todeskommando losgeschickt, das über das Meer und dann unter Wasser auf unterirdischem Wege in die Festung eindringen und die Raketen unschädlich machen soll.

Eine Stunde vor Ablauf des Ultimatums sind immer noch zwei Raketen auf San Francisco gerichtet. Spätestens jetzt müßte die Regierung einlenken. Doch pokert sie weiter. Ebenso der Präsident, der sich in einem schmierig-salbadernden Monolog voller Stereotype für die Bombardierung von Alcatraz entscheidet. "Thermite Plasma" soll das ganze Gefängnis förmlich verdampfen lassen. Ein Präsident also, der 81 Touristen gegen 100 Millionen Dollar aufwiegt. (Und nicht gegen die mindestens 70.000 potentiellen Giftgas-Opfer aufwiegt, wie es falsch dargestellt wird. Denn mit 100 Millionen Dollar würde Mr. Hummel abziehen!)

Das Hasardspiel der Regierung ist der schwächste Punkt des ganzen Films. Entweder hätte es nicht stattfinden dürfen oder auf andere Weise unausweichlich zwingend gemacht werden müssen. 100 Millionen Dollar von einem Schmutzgeld-Fond (aus den Überschüssen geheimer Waffengeschäfte der Regierung) sind kein Argument.

Diese Schwächen haben mich geärgert. Aber der Film entschädigt. Mit grandiosen Bildern und einem Sean Connery von ungeheurer Bandbreite. So beispielhaft, dass manchem Hollywood-Youngster zu wünschen wäre, den Film mehrmals vor dem Einschlafen zu studieren.

Connery spielt den britischen Geheimagenten Patrick Mason, seit Jahrzehnten ohne Prozeß und Urteil in Bundes-Gefängnissen in Haft. Ihm zur Seite gestellt ist Nicholas Cage als FBI-Mann Stanley Goodspeed. Connery ist der Einzige, der den geheimen Weg ins Innere von Alcatraz kennt - und Cage der einzige, der die Kampfstoffbombe vor Ort entschärfen kann. Ed Harris verkörpert den tragischen Hummel. Ein Trio also, von dem jeder allein einen Film halten und zum Erfolg führen könnte. Nicht selten sind solche Star-Ansammlungen desaströs. Häufig schon wurde mit der besten Mischung das schlechteste Resultat erzielt. Nicht so in THE ROCK.

Nicholas Cage scheint an der Seite von Connery noch einmal über sich hinauszuwachsen. Und Ed Harris läßt mit seinem General Hummel auf einen Menschen hinter dem Soldaten blicken. Einen Mann der Armee, der alles erreicht hat, dem schließlich alles genommen wurde, der eine Welt verloren hat - und der daran zerbrochen ist.

Leider sind viele der Verfolgungsjagden unnötig. Beispielsweise die Autojagd. Sie bringt den Film nicht weiter, fördert inhärent weder Handlung noch liefert sie Erklärungen, sie ist (wie 80 % der anderen Actionsequenzen) technisch perfekt aber nach Maßgabe des visuell Erträglichen eine Zumutung. Da wollte jemand beweisen, scheint es, dass er in San Francisco einen Hunt inszenieren kann ähnlich dem "Vorbild" aus Die Hard 3 durch den Central Park. Anders ist es wohl kaum zu erklären. Überhaupt bewegt sich der Film bei manchen Action-Szenen von Anleihe zu Anleihe aus anderen Filmen. Wobei es ihm jedoch immer gelingt, eigenständig zu bleiben. Das Auftauchen der U-Bahn in "Speed" oder der Train-Crash in "Auf der Flucht" mögen beispielsweise Pate gestanden haben, dennoch ist das Spektakel der Cable Car Sequenz in seiner Ausführung unique.

Zudem hat das Komponisten-Team einen herrlichen Score komponiert und arrangiert. Und Hans Zimmer schenkte uns im Hauptthema eine Melodie, die in sämtlichen Variationen bis zum letzten Takt anzurühren vermag.

Alles in allem, Hut ab vor Michael Bay. Seine Aufnahmen werden immer dann phantastisch wenn er von den gräßlich überzüchteten Close-ups weggeht. Epische Bilder, wie schwere Gemälde, begleitet von wuchtig-drängenden Klängen, ergreifen das Gemüt. Die präsente, häufig fast klagende, monumental-strömende Musik durchzieht den ganzen Film. Bis hin zum Showdown. Wo wir Nicholas Cage sehen, als Agent Stanley Goodspeed, in kreuzigungsähnlicher Pose, die Arme ins Firmament emporgereckt. Und den Kopf mit leidender Miene, leicht zur Seite geneigt, vor biblischem Himmel. Die Kamera fährt herum und heran, und erlösend und schwer klingt das Orchester.

Das sind Bilder, die der Liebhaber nie vergessen wird. Ebensowenig wie Connerys Gesicht. Zuweilen beinahe "heilig" ausgeleuchtet! Und man fragt sich unwillkürlich: Wie oft kann ich diesen großartigen Mann in so großen Rollen noch auf der Leinwand sehen? Ich wünsche viele, viele Jahre!

THE ROCK ist nach allen Aspekten ein Action-Film der ersten Kategorie. Und er nimmt gefangen, so sicher wie Alcatraz.

Andreas Dimpfel, 1996 - Empfehlung: 4 von 5 Sternen


CSI - Crossover Special - Metalpack (3D Hologramm) [Limited Edition]
CSI - Crossover Special - Metalpack (3D Hologramm) [Limited Edition]
DVD ~ Csi
Wird angeboten von maximus2014
Preis: EUR 19,96

52 von 54 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen **** Folgen / Inhalt der Crossover DVD ****, 23. Juni 2007
Leider sind hier (bislang, Stand 22.06.2007) nirgendwo die Folgen aufgeführt, die das "Crossover Special" enthält. -
Vielleicht ist diese "kleine" Information ja für manchen Filmfreund/Käufer wichtig
Es sind:
ERSTENS **** - CSI: meets CSI: Miami "Cross Jurisdictions - Tod in Miami" (CSI: Season 2, Episode 22)
ZWEITENS **** - CSI: Miami meets CSI: NY "Felony Flight - Blutspur" (CSI: Miami Season 4, Episode 7)
DRITTENS **** - CSI: NY meets CSI: Miami "Manhattan Manhunt - Treibjagd" (CSI: NY Season 2, Episode7)

Und als BONUSFOLGE:
- CSI: Miami meets CSI: NY "MIA/NYC Nonstop - Spurensuche in New York" (CSI Miami Season 2 - Episode 23)

---- 4 Sterne für die Serie - 1 Stern Abzug für den Preis. (Zum momentanen Zeitpunkt [22.06.2007] 18.95 Euro.) Bei Zweitauswertung bereits vermarkteter Folgen, wären m.E. 9,90 Euro angemessen. Nicht mehr. ----- Daher 3 Sterne


World Trade Center [HD DVD]
World Trade Center [HD DVD]
DVD ~ Nicolas Cage

4 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Perfekte HD DVD - 2 HD DVD Set, 27. März 2007
Rezension bezieht sich auf: World Trade Center [HD DVD] (HD DVD)
In den Produktinformationen fehlt der wichtige Hinweis, dass es sich bei WORLD TRADE CENTER auf HD DVD um *** zwei HD DVD's *** handelt.
Es ist also eine "2HD DVD Box". -

Auf der zweiten DVD sind Making of's... Interviews (besonders ein recht persönliches mit Oliver Stone, teils direkt in den Strasen von New York geführt, wobei er von seiner Kindheit in der Stadt New York und seinem Studium bei Martin Scorcese an der Filmhoschschule in New York erzählt usw.)

Die Extras sind etwa 120 Minuten, und (mit einer 10 Minütigen Ausnahme) alle ebenfalls in HD (dies ist besodners und unterscheidet diese HD-DVD von vielen anderen derzeit.)

Ebenfalls in HD eine hochauflösende Bildergalerie. Und eine Dokumentation über das Schicksal der überlebenden Protagonisten John McLoughlin und Will Jimeno. Wie gesagt alles auch in HD. -

Mit einem Satz: Wer World Trade Center kauft, erhält durch die zweite HD-DVD im Grunde die doppelte Spielzeit an echter, brillianter HD-DVD. ------

Schauspiel, Regie, Technische Qualität und Dramaturgie des sensiblen Temas sind m.E. glänzend umgesetzt. -

Eine Kritik: Von den schrecklichen Ereignisse jenes Tages waren zig-Tausende Angehörige betroffen. Insofern stört lediglich ein wenig die zuweilen recht egoistische Hysterie einer der beiden Ehefrauen der Verschütteten, selbst dann noch, als sie weiß, ihr Mann hat überlebt. Was aber menschlich sicherlich nachvollziehbar ist.
Dennoch hat es ein "Geschmäckle", zumal andere ebenfalls leidene Angehörige, die unwiderbringliche Opfer zu beklagen haben und keine Überlebenden umarmen dürfen, zurückhaltender erscheinen, solidarischer zueinander. -

Ist dies nun eine Übertreibung, ein (schlechter) Regie-Einfall oder beruht auf den realen Geschehnissen? Das wird nicht klar. Ob die betreffende Ehefrau in Wirklichkeit auch dergestalt reagiert hat, geht aus dem Making of... nicht wirklich hervor, wo sie aber zu Worte kommt, und sehr persönlich und einrucksvoll die aufwühlende und erschütternde Lage schildert, in der sie sich zwischen Bangen, Verzweifeln und Hoffen 24 Stunden lang befand.

Der Film will nicht Hintergründe oder Ursachen beleuchten oder interpretieren, die zu der vollständigen, nahezu "pulverisierenden" Zerstörung der beiden Türme in Süden Manhattans und des "Gebäudes Nummer 7" geführt haben. - Ich vermute, seine eigene Sehweise und Dranatisierung dazu spart sich Oliver Stone für einen weiteren, anderen, dann provokanten (!?) Film zum 11. September 2001 auf. (Er deutet ähnliches ja auch in einem öffentlichen Bühnengespräch in London im September 2006 an. Dieser Interview-Ausschnitt ist auch auf der HD-DVD unter den Extras zu finden.)

Thema des Films ist die Wirkung der Ereignisse, - nicht ihre Ursachen oder Abläufe. Thema ist die Auswirkung auf den Einzelnen, auf die mittelbar und unmittelbar Betroffenen. Der Film widmet sich bis ins klaustrophobische, existenzielle Detail den Schicksalen eben jener Betroffenen. Damit umschifft der Regisseur zugleich auch geschickt jede Festlegung oder filmische Meinung, er bewegt sich gleich hin zum Menschen und zum Menschen-Drama, wo er verweilt.

--- Alles in allem 5 Sterne Technik / 4 Sterne Film. - In jedem Fall eine Kaufempfehlung.


Wal Mart - Der hohe Preis der Niedrigpreise
Wal Mart - Der hohe Preis der Niedrigpreise
DVD ~ Robert Greenwald

8 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ton liegt in Englisch und Deutsch vor, 21. Januar 2007
Ergänzend zu den Hinweisen von "Movieman": - Bei der mir von amazon.de am 20.01.2007 gelieferten DVD liegt der Ton in 3 VERSIONEN vor. ---- 1.) In Deutsch 2.0 ---- 2.) Deutsch 5.1 DTS ---- 3.)Englisch 2.0. Zudem lassen sich deutsche Untertitel einblenden. - (Eine Bewertung wollte ich nicht abgeben, da es mir nur um diesen technischen Hinweis geht, der vielleicht als Kaufentscheidung für manchen wichtig sein kann. - Das Feedback-System zwingt mich aber, eine Bewertung abzugeben, da dieser Beitrag sonst nicht veröffentlicht wird. Also wähle ich dimplomatische 3*** als Mittelwert, ohne damit aber (wie gesagt) wirklich eine Wertung abgeben zu wollen.)


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