12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Ein ordentlicher Wasserkocher..., 10. Februar 2013
soll ja eigentlich nur Wasser zum Kochen bringen.
Genau das schafft dieser Kocher auch. Ca. 20 Sekunden nach dem Kochen schaltet dieser auch zuverlässig aus.
Nimmt man den Kocher frühzeitig von der Basis, so geht er zwar aus (klar, der Strom ist weg) aber er schaltet nicht ab. Stellt man ihn dann zurück auf die Basis, kocht er weiter, egal ob Wasser drinnen ist oder nicht. Man muss also manuell den Schalter betätigen und abschalten. Allerdings kann man das kaum vergessen, da er ja den blauen LED-Leuchtring hat. Da ich den Kocher sowieso erst vom Sockel nehme wenn er sich selbst abgeschaltet hat, spielt dieser Punkt für mich keine Rolle. Ich könnte mir denken, für den ein oder anderen Teetrinker aber schon.
Glas und Metall wiegen, und so hat der Kocher ein Leergewicht von knapp über einem Kilo (1056g). Der kräftige, gut in der Hand liegende Griff hat keine scharfen Kanten und vermittelt ein sicheres Gefühl beim Ausgießen. Er macht das etwas höhere Gewicht für mich locker wieder wett.
Das kleine Sieb am Ausgießer (Schnabel) verhindert nicht, dass Kleinpartikel oder Kalk durchkommen, weil es nicht bündig mit dem Glas abschließt (Abstand ca. 2mm), aber es verhindert wirkungsvoll, dass es beim Kochen aus der Kanne spritzt. Es ist also mehr ein guter Spritzschutz als ein Partikelfilter (Sieb).
KORREKTUR: Heute habe ich bemerkt, dass das Sieb ohne Abstand am Glas anliegt. Dies muss wohl durch den Gebrauch und die Hitze gekommen sein. Somit hat das Sieb neben dem Spritzschutz nun tatsächlich auch eine Filterfunktion.
Der Kocher könnte sicher viel wirkungsvoller sein, wenn die gesamte Kochplatte das Wasser erhitzen würde. Durch das Glas kann man sehr gut beobachten, wie die Wasserblasen nur einen Halbkreis bilden und der Rest der Kochplatte offensichtlich kein Heizelement darunter hat.
Weil die Kanne nach oben schmäler wird, muss man sie beim Ausgießen auch etwas steiler nach oben kippen. Das ist natürlich gerade dann der Fall, wenn man nur kleine Mengen Wasser erhitzt. Mein alter Siemens-Kocher hatte die Wandung gerade und ich muss mich deshalb etwas umgewöhnen.
Dieser Siemens-Kocher war aus Kunststoff, damit leichter, er war geradwandigt, und hat auch abgeschaltet sobald ich ihn von der Basis nahm. Alles Vorteile wie man zunächst meinen kann. Aber weit gefehlt.
Aus hygienischen Gründen ist es immer sinnvoll den Kocher zuende kochen zu lassen und die Nachkochzeit abzuwarten, um auch den restlichen Raum im Kocher, dort wo nur Dampf hinkommt, oder sich in unzugänglichen Stellen (Deckel, Scharniere) Bakterien und Pilze sammeln können, wirkungsvoll zu sterilisieren.
Kunststoff ist zwar leichter wie Glas, aber mit der Zeit (und viel Hitze) wird Kunststoff spröde und zerfällt. So konnte ich beim Reinigen zuschauen, wie Kunststoffpartikel im Kocher landeten oder beim Abwischen herunterfielen. Höchste Zeit also für einen neuen Kocher und zwar einen aus Glas oder Edelstahl.
Ich habe mich für Glas entschieden, weil ich hier auch die Einsicht in den Kocher habe. Sollte also etwas darin schwimmen oder das Wasser trübe sein, so erkenne ich dies. Ich denke Glas bewirkt einfach, dass man etwas hygienischer mit Wasser umgeht. Ein zugekalkter Wasserkocher ist nicht nur unhygienisch, sondern man verschwendet auch noch viel Energie, weil Kalk die Hitzeübertragung hemmt. Am Ende kann durch den Hitzestau das Heizelement Schaden nehmen.
Die Basis verfügt über ein Kabelfach, sodass man nicht die gesamte Kabellänge irgendwo verstecken muss. Man wickelt nur so viel Kabel ab, wie man wirklich braucht.
Optisch ist der Wasserkocher auch sehr ansprechend. Die Kombination von Schwarz, Glas, Edelstahl und der blauen Beleuchtung macht schon was her. Wenn dann die Wasserblasen im blauen Licht tanzen, ist das schon ein kleines Spektakel. (Gut - man gewöhnt sich an alles.)
Am Ende bleibt für mich nur ein einziges Manko - er schaltet nicht ab, wenn man ihn vorzeitig von der Basis nimmt. Aber damit kann ich leben, da dies kaum vorkommt oder man es sofort beim Zurückstellen bemerkt, weil die blauen LEDs aufleuchten. Es kann sogar zum Vorteil werden, wenn man nur etwas Wasser nachfüllt und dann nicht erneut Einschalten muss. Naja - Geschmacks- und Gewohnheitssache eben.
Da auch an diesem Kocher Kunststoffteile verbaut sind, riecht er anfänglich auch etwas nach Kunststoff. Dieser Geruch verliert sich allerdings recht schnell. Ich kann nach nunmehr einer Woche keinen Geruch mehr ausmachen.
KORREKTUR: Kein Geruch betrifft vorläufig den Kaltzustand. Nach dem Wasserkochen ist, zumindest sobald man die Nase überhaupt schon reinstecken kann, ein minimaler Geruch festzustellen. Ich denke, dass auch das vorübergeht.
Der einzige direkte Kontakt zum Wasser ist eigentlich nur die Dichtung zwischen Heizplatte und Glas. Ich gehe davon aus, dass diese Dichtung aus Silikon besteht, wie es auch sonst bei Küchenutensilien (Backformen, Kochlöffeln usw.) verwendet wird, und damit unbedenklich ist.
Ansonsten ist dieser Wasserkocher zuverlässig, hygienisch und optisch ein Highlight.